AVIA Vereinigung Schweiz

30.04.15

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 65.52 $ Crude (WTI): 58.50 $ Gasoil  591.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9418 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Preisrallye nach erstmaligem Rückgang der Cudelager in Cushing seit November 2014

(Oklahoma, grösstes Rohöllager der USA)

 

 

Die US Ölbestandesdaten von gestern haben gezeigt, dass sich die Bestandesaufbauten in den USA nun verlangsamen, trotzdem kletterten die landesweiten Rohölbestände auf ein neues Rekordnivau.

Enttäuschende Zahlen bei der US Bruttoinlandproduktion im 1. Quartal2015 ließen den Dollar fallen. Dies deutet auf eine schwächere Ölnachfrage aus den USA hin.

 

29. April 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 64.52 $ Crude (WTI): 56.90 $ Gasoil  583.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9554 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Strasse von Hormus: US- Frachter wird vom Iran beschlagnahmt

Die USA hat nach dem Hilferuf des Frachters Zerstörer und ein Kampfflugzeug in das Gebiet geschickt um die Situation zu beobachten. Die Strasse von Hormus ist das wichtigste Nadelöhr für den Ölexport nach Japan, Westeuropa und die USA, weshalb die Börse sehr empfindlich reagiert auf Meldungen aus dieser Region.

 

Die Rohölbestände der USA sind mehr angestiegen als erwartet, der Markt reagierte auf diese Zahlen noch nicht, im Moment reagieren die Marktstrategen mehr auf die bullishen Signale des Marktes und der Wirtschaft als auf die bearishen. Am OPEC- Meeting am 02.- 03. Juni 2015 wird die aktuelle Lage am Öl- Markt neu beraten.

 

28. April 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 64.34 $ Crude (WTI): 56.44 $ Gasoil  581.25 $ pro Tonne

Dollar: .0.9553 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Technische Verkaufssignale - Netto-Long-Positionen mit Anzeichen für Korrekturpotenzial

Der stellvertretende Ölminister Saudi-Arabiens sieht den Ölmarkt in einer "exzellenten" Verfassung und deutet damit darauf hin, dass man wohl nicht beabsichtige die Förderung zu kürzen. Im Gegenteil, der Hinweis, dass man weiteren Bedarf aus China jeder Zeit in voller Höhe bedienen werde, deutet vielmehr auf die Bereitschaft die Produktion weiter anzuheben hin.

Die extreme Long-Ausrichtung bei den Rohöl-Futures an den Ölbörsen könnte mittelfristig ein Anzeichen für eine Korrektur sein, sollten Marktteilnehmer den Preisanstieg der letzten Wochen nutzen um Gewinne aus diesen Positionen mitzunehmen.

Die Trader an den Ölbörsen warten nun auf neue Bestandsdaten aus den USA. Landesweit werden bei Rohöl moderate Aufbauten von etwa 1,0 bis 1,5 Mio. Barrel erwartet, was deutlich weniger als im Vergleich zum Durchschnitt der letzten Wochen wäre. In Cushing könnten zum ersten Mal seit 5 Monaten Abbauten registriert werden.

 

27. April 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 65.17 $ Crude (WTI): 56.90 $ Gasoil  585.75 $ pro Tonne

Dollar: .0.9573 Rheinfracht: 17.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

  

Jemen bleibt ein Risikofaktor

Statt der Einstellung der Luftschläge im Jemen hat die internationale Koalition unter Führung von Saudi-Arabien diese in den letzten Tagen sogar noch intensiviert. Zudem soll Saudi-Arabien an seiner Grenze zum Jemen auch Bodentruppen zusammengezogen haben. Ob eine Bodenoffensive ansteht, oder diese nur zur Grenzsicherung dienen, scheint aktuell nicht klar zu sein.

Marktlage

Die Erwartung einer sinkenden US Ölproduktion, Korrekturen der globalen Nachfrageprognosen und die Risikoprämie für Jemen hatten zuletzt für Auftrieb gesorgt. Viele, die noch auf einen starken Preisrückgang gesetzt hatten, würden nun das Handtuch werfen. Diese Faktoren dienen als Ursache für das feste Preisniveau, die dazu führen könnten, das Angebot und Nachfrage möglicherweise schneller als erwartet wieder ausgeglichen werden. Die Ölbörsen bleiben damit weiter in einem Spannungsfeld aus einer akuten Überversorgung und der Erwartung, dass diese Menge in den kommenden Monaten deutlich reduziert oder sogar ganz eliminiert werden könnte.

 

24.04.15

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 64.74 $ Crude (WTI): 57.60 $ Gasoil  584.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9536 Rheinfracht: 17.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

23. April 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 62.70 $ Crude (WTI): 56.20 $ Gasoil  569.00 $ pro Tonne

Dollar: .0.9697 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

  

Futures nach DOE Bestandsdaten fester – Dollar sprunghaft gestiegen

 

Bei den US Ölbestandsdaten haben sich die Erwartungen in eine erneut gesunkene US Rohölförderung bestätigt.

Für die Analysten hat die Tatsache, dass die US Rohölförderung ihren höchsten Stand erreicht haben soll und bald sinken wird, weltweit weitreichende Konsequenzen. Dies werde dazu führen, dass Angebot und Nachfrage am globalen Ölmarkt in der zweiten Jahreshälfte etwa ausgeglichen sein werden.

Bei Benzin ist der Rückgang bei den gemeldeten Vorräten ebenfalls bullish, sollte allerdings aufgrund der aktuellen Umstellung von Winter- auf Sommerqualität nicht überbewertet werden.

Der Dollar ist gegenüber gestern sprunghaft gestiegen und trägt dazu bei, dass die Preise heute höher ausfallen werden.

 

22.April 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 61.51 $ Crude (WTI): 55.87 $ Gasoil  560.50 $ pro Tonne

Dollar: .0.9541 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Internationale Koalition stellt Luftangriffe im Jemen ein

Das Ende der Luftangriffe könnte ein bearishes Signal für die Ölbörsen sein, auch wenn der Konflikt damit noch nicht gelöst ist und die Kämpfe am Boden aktuell noch weiter andauern. Die mit den Luftangriffen Ende März eingepreiste Risikoprämie wird nun zum Teil wieder aus dem Markt genommen. Niemand hätte gedacht, dass die Militäroperation so schnell beendet sein würde. Dies habe im Ölmarkt die Verkäufe sicherlich beschleunigt. Sollten die Rebellen jedoch wieder in die Offensive gehen oder die Grenze zu Saudi-Arabien bedrohen, würde man erneut eingreifen. Die Blockade der Häfen wird unterdessen weiter aufrechterhalten, sodass das Land weiter kein Öl und Gas exportieren kann.

Gespannt wartet man auch heute auf die US Ölbestandsveränderungen und deren Auswirkungen auf die Preisentwicklung.

 

21.April 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 63.12 $ Crude (WTI): 56.19 $ Gasoil  571.50 $ pro Tonne

Dollar: .0.9579 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

  

Öl-Börsen erholen sich von Verkaufsimpulsen – US Ölbestandserwartungen stützten

Die US Ölförderung ist in den letzten zwei Wochen an den Ölbörsen verstärkt in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit geraten, da sämtliche Zahlen darauf hindeuteten, dass die US Ölförderung ihr vorläufiges Maximum erreicht haben könnte. Der Schieferölboom hatte in den letzten Jahren die US Ölproduktion auf den höchsten Stand seit über 40 Jahren gehoben und maßgeblichen Anteil am Preisverfall von teilweise bis zu 60% über den Winter gehabt. Durch die hohe Produktion und das Exportverbot für Rohöl kletterten die US Rohölbestände zuletzt auf immer neue Rekordniveaus. Sollten die Kapazitätsgrenzen erreicht werden, können die Ölproduzenten kein Öl mehr einlagern und finden auch nur noch schwer Abnehmer für ihr Öl, sodass die Preise am Spotmarkt weiter gedrückt würden.

Momentan sei der Markt mehr durch Emotionen und Stimmungen getrieben und weniger durch Zahlen und Fakten. Diese würden weiter auf eine Überversorgung hindeuten..

 

20.April 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 63.81 $ Crude (WTI): 56.23 $ Gasoil  575.50 $ pro Tonne

Dollar: .0.9506 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

  

Technische Verkaufssignale halten Preise deutlich oben

Kurzfristig stützen Faktoren wie Jemen, die expansive Maßnahme Chinas vom Wochenende und die Erwartung einer sinkenden US Ölförderung. Auf der anderen Seite belastet in erster Linie die hohe Überversorgung die Märkte, wobei auch Faktoren wie die Unsicherheit bezüglich Griechenland und die daraus resultierenden Kursschwankungen im Devisenhandel einen Einfluss auf die Ölpreise haben können. Analysten rechnen durch die Vielzahl an Einflussfaktoren mit einer hohen Volatilität. 

Experten rechnen nicht mit Griechenlandreformen in dieser Woche

Der Euro hat sich in der letzten Woche erholt und konsolidiert nun um den 1,08 Dollar-Bereich. Enttäuschende US Konjunkturdaten hatten dem Euro/Dollar-Kurs zuletzt zu der Aufwärtskorrektur verholfen. Da die Deadline für Griechenland in dieser Woche aber wohl ungenutzt verstreichen wird, bleibt die Krise ein Belastungsfaktor für die Gemeinschaftswährung und könnte wieder an Einfluss gewinnen.

 

17.04.15

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 63.45 $ Crude (WTI): 56.16 $ Gasoil  576.25 $ pro Tonne

Dollar: .0.9576 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Börse in der Nacht technisch fester…

Der Markt habe auf eine Reduzierung der US Ölförderung gewartet und dies könnte der Beginn erheblicher Produktionskürzungen sein, allerdings ist der Gesamtmarkt immer noch überversorgt und die hohen Bestände eine Art natürliche Bremse für die Preise.

Auch wenn es zuletzt bullishe Signale gab, insbesondere was die US Ölproduktion angeht, so ist es klar, dass die Überversorgung zwischen Produktion mit etwa 30,8 Mio. B/T und Nachfrage von 28,25 Mio. B/T weiter besteht.

Es sei zudem davon auszugehen, dass die OPEC versuchen wird ihre Förderung weiter auf diesem Niveau zu halten, so ihr Fazit. Die Strategie der OPEC habe sich bewährt, Durch die hohe Verfügbarkeit habe man den Druck auf Produzenten mit hohen Kosten gesteigert.

Marklage…

Kurzfristig stützt weiter der Konflikt in Jemen die hohen Preise. Ölexporte sind weiter nicht möglich, während die internationale Beteiligung an dem Konflikt die Spannungen im Nahen Osten erhöht.

 

16.04.15

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 62.63 $ Crude (WTI): 56.09 $ Gasoil  570.50 $ pro Tonne

Dollar: .0.9655 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr 

 

Preisrallye nach DOE Bestandsdaten – Sinkende US Ölproduktion gibt Auftrieb

Die US Ölbestandsdaten des DOE waren gestern der Katalysator, der zu der starken Aufwärtsreaktion geführt hat. Marktteilnehmer hatten nur darauf gewartet, dass die Ölproduktion der USA sinkt, nachdem bereits zuvor die EIA angab, dass die Schieferölförderung falle. Analysten hatten in diesem Frühjahr mehrfach davor gewarnt, dass den USA die Lagerkapazitäten für Rohöl ausgehen könnten. Die abnehmende Ölförderung könnte nun darauf hin deuten, dass die Vorratshaltung vielleicht doch nicht an ihre Kapazitätsgrenzen stößt.

Der Preisanstieg hat sicherlich viele Marktteilnehmer überrascht, hatten doch namhafte Analysten wie zuletzt eher bearishe Tendenzen im Markt erkannt und weitere Abwärtstests vorausgesagt. Auch jetzt bleibt man weiter skeptisch, denn ein Anstieg der Ölpreise könnte die Ölproduktion in den USA wieder steigen lassen. Die Unternehmen könnten die Förderung relativ schnell wieder erhöhen, weshalb der Markt auch noch in ein, zwei und drei Monaten weiter überversorgt bleiben wird, so sein Fazit.

 

15.04.15 

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 59.05 $ Crude (WTI): 53.93 $ Gasoil  553.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9746 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

14.04.15

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 58.24 $ Crude (WTI): 52.27 $ Gasoil  545.75 $ pro Tonne

Dollar: .0.9787 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr 

 

EIA rechnet mit sinkender US Schieferölproduktion

Die Erwartung der EIA, dass die Schieferölproduktion im Mai sinken soll, spielt den Marktteilnehmern in die Hände, die schon länger mit einem Rückgang und damit einem Abbau der starken Überversorgung rechnen. Man rechnet damit, dass der Rückgang der Produktion schnell von statten gehen wird und dies zu einem deutlichen Preissprung an den Börsen führen kann. Man äußerte sich aber auch skeptisch und sehe kurzfristig eher noch Abwärtspotenzial da die Nachfrage im zweiten Quartal aus saisonalen Gründen am schwächsten sei.

Fundamental sind die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sicherlich ein Faktor, der die Ölpreise durch eine Risikoprämie leicht stützen kann.

 

13.04.15

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 59.06 $ Crude (WTI): 52.75 $ Gasoil  551.00 $ pro Tonne

Dollar: .0.9833 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

Öl-Futures technisch fester – Anzahl der US Ölbohranlagen erneut gesunken

 

Die Anzahl der in den USA aktiven Bohranlagen ist in der abgelaufenen Berichtswoche um 42 auf 760 gesunken, mit dem die Anzahl der Anlagen nun auf den geringsten Stand seit Dezember 2010 gesunken ist. Für Analysten ein Zeichen, dass die Stimmung langsam bullisher wird.

Unterdessen ist die Euphorie um das mit dem Iran ausgehandelte Eckpunkte-Papier längst verflogen. Es gilt als unwahrscheinlich, dass die 5+1 Gruppe auf die Forderung des geistigen Führers Ayatollah Khamenei eingehen wird. Für die Analysten ist damit ein abschließender Deal mit dem Iran zur Jahresmitte und eine Lockerung der Sanktionen vor Jahresende wieder unwahrscheinlicher geworden.

Die fundamentale Gesamtlage bleibt mit der starken Überversorgung zudem bearish, während es jedoch von charttechnischer Seite bullishe Signale gibt. Nachdem die Börse an den Märkten am späten Freitag anzogen und der Euro weich blieb, deuten sich erhebliche Preisanpassungen nach oben an.

 

10.04.15

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 56.37 $ Crude (WTI): 50.23 $ Gasoil  526.75 $ pro Tonne

Dollar: .0.9787 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Short-Coverings und Iran sorgen für Aufwärtskorrektur – Markt kurzfristig weiter bearish

In erster Linie sorgte dies an der Börse für festere Preisniveaus, zumal die jüngsten Äußerungen aus dem Iran vermuten lassen, dass ein Atomabkommen im Juni noch lange nicht in trockenen Tüchern ist. Der Dollar konnte im Tagesverlauf zudem anziehen, was den Käufern außerhalb der USA die Kaufkraft nahm und damit den Preisanstieg an der NYMEX abschwächte.

Nachdem sich die Verhandlungsführer des Iran und der "5+1 Gruppe" (wir berichteten darüber…) auf ein Eckpunktepapier geeinigt hatten, feierten viele Iraner das baldige Ende der Sanktionen. Nun könnte sich der geistige und politische Führer des Iran, Ayatollah Khamenei, als Stolperstein für die Verhandlungen erweisen.

Während der Westen davon ausgeht, dass der Iran erst die Einhaltung aller Punkte durch Inspektionen nachweisen muss, bevor Sanktionen gelockert werden können, besteht Khamenei auf einer sofortigen Aufhebung aller Sanktionen. Es könnte durchaus sein, dass die Haltung des Ayatollah zur Verhandlungsstrategie des Iran gehört, allerdings könnte dies genauso gut zu einem Abbruch der Gespräche führen.

 

09.04.15

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 56.51 $ Crude (WTI): 51.26 $ Gasoil  525.00 $ pro Tonne

Dollar: .0.9714 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Iran will schweizer Raffinerie in Collombey kaufen

Der Iran bereitet sich auf seine Zukunft nach der Aufhebung der Sanktionen vor, sollte im Juni ein langfristiges Atomabkommen umgesetzt werden. Dabei hat der Iran bereits mit Ölkonzernen Gespräche über neue Investitionen geführt, mit deren Hilfe man die Ölproduktion möglichst schnell steigern will. Ins Visier des Irans ist dabei nun offenbar die schweizer Raffinerie in Collombey geraten.

Um aus dem geförderten Öl auch Geld zu machen, braucht es Abnehmer, weshalb Teheran bereits Gespräche mit potenziellen Importländern in Asien geführt hat. Darüber hinaus scheint auch die Raffinerie in Collombey eine Möglichkeit zu sein das geförderte Rohöl auf einem überversorgten Markt unterzubringen. Tamoil hatte bisher alle Angebote abgelehnt, während die Frist für mögliche Übernahmeangebote Ende März ausgelaufen ist.

US Ölbestandsveränderungen
Bei einer gestiegenen Raffinerieauslastung haben die Bestände bei Rohöl und Benzin zugenommen, während bei den Destillaten Abbauten verzeichnet wurden.

 

08.04.15

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 58.25 $ Crude (WTI): 52.88 $ Gasoil  540.00 $ pro Tonne

Dollar: .0.9628 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Euro nach Abwärtsbewegung leicht erholt

Die europäische Gemeinschaftswährung kam zum US Dollar gestern massiv unter Druck, als die 1,09 Dollar-Marke geknackt wurde. Zwischenzeitlich stabilisierte sich der Euro zwar, fiel in der Nacht allerdings auf bis zu 1,08 Dollar zurück.

Aus Deutschland kamen am Morgen bereits die Arbeitsaufträge der Industrie, die mit -0,9% allerdings schlechter als erwartet (+1,5%) ausfielen.

Der Euro/Dollar-Kurs ist bereits seit Monaten unter Druck, da die EZB mit Anleihenkäufen ihre expansive Ausrichtung verstärkte, während man bei der Fed mit einer restriktiveren Geldpolitik rechnet.

Die EIA hat in ihrem jüngsten Monatsreport die Erwartungen für die US Ölproduktion nach unten korrigiert, was von einigen Marktteilnehmern als Zeichen gedeutet wird, dass die US Ölförderung nun ihren Höhepunkt erreicht hat und von nun an sinken wird.

Innerhalb der OPEC ist momentan niemand bereit, seine Fördermengen zu drosseln – es bleibt also weiterhin spannend am Markt…..

 

07.04.15

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 57.37 $ Crude (WTI): 51.58 $ Gasoil  535.75 $ pro Tonne

Dollar: .0.9572 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Atomdeal mit dem Iran – Keine sofortige Aufhebung der Sanktionen.

Bei dem Eckpunktepapier, das die 5+1 Gruppe nun mit dem Iran ausgehandelt hat, wird das Reinheitsniveau des angereicherten Urans des Iran stark beschränkt. Zusätzlich wird die Reinheit von bereits hoch angereichertem Uran wieder herabgesetzt. Auch die bestehenden Forschungsanlagen und Reaktoren müssen umgebaut werden und dürfen nicht mehr, bzw. nur noch eingeschränkt, für die Nuklearforschung genutzt werden.

Im Gegenzug zu den Maßnahmen werden die Sanktionen gegen den Iran aufgehoben. Allerdings muss zunächst die technische Umsetzung der beschlossenen Eckpunkte bis Juni ausgehandelt werden. Und erst wenn im Anschluss daran ein langfristiges Abkommen unterzeichnet wird und der Iran die Umsetzung durch internationale Kontrollen und Inspektionen nachweist, können die Sanktionen schrittweise gelockert werden. Teheran erhält damit keinen geforderten Vertrauensvorschuss, sodass kurzfristig nicht mit stark steigenden Exporten gerechnet werden muss.

 

02.04.15

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 56.65 $ Crude (WTI): 49.59 $ Gasoil  531.25 $ pro Tonne

Dollar: .0.9623 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Devisenhändler warten auf Iran, Griechenland und US Aussenhandel…

Am letzten Handelstag vor dem langen Osterwochenende bleibt die Spannung im Devisenhandel hoch. Die Marktteilnehmer warten weiter auf eine Lösung bei der Hängepartie mit Griechenland sowie auf die Ergebnisse bei den Gesprächen in Lausanne über das iranische Atomprogramm.

Mit dem Rückgang der US Ölproduktion wurde gestern Abend technische Kaufwelle ausgelöst, und diese somit auf ihre Wochenhochs katapultiert. In Kombination, dass in den Verhandlungen über das iranische Atomprogramm noch kein Durchbruch erzielt werden konnte, wurde mit dem zunächst leichten Kursanstieg automatische Kauforders ausgelöst. Diese technischen Verkäufe sorgten letztlich für den massiven Preisanstieg im späten Handel…

 

01.04.15

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 54.87 $ Crude (WTI): 47.33 $ Gasoil  521.75 $ pro Tonne

Dollar: .0.9689 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Russland meldet politische Einigung bei Atomverhandlungen – USA und Iran zurückhaltender

Bisher gibt es keinen Details zu der vom russischen Außenminister angekündigten Einigung zwischen der 5+1 Gruppe und dem Iran. Marktteilnehmer warten auf konkretere Meldungen zu dem Thema, dass damit auch heute wieder im Fokus der Ölbörsen stehen wird. Dabei wird es insbesondere darauf ankommen welche Sanktionen wann gelockert oder aufgehoben werden. Je früher es Lockerungen für die Ölindustrie geben wird, desto stärker dürfte eine Abwärtsbewegung an den Ölbörsen ausfallen. Sollte der kolportierte Deal nun überraschend doch noch platzen, so ist entsprechend mit starken Short-Coverings zu rechnen, die die Ölpreise vor dem Osterwochenende noch stark nach oben katapultieren würden.

Im Jemen gehen die Kämpfe zwischen der Regierung und den Houthi-Rebellen weiter, während Saudi-Arabien weiter Luftangriffe führt. Der Vormarsch auf die Hafenstadt konnte zwar gestoppt werden, allerdings fiel eine strategisch wichtige Militärbasis in Bab el-Mandeb an die Rebellen. Der Jemen könnte wieder etwas stützend auf die Ölpreise wirken, wobei es bislang keine klaren Anzeichen dafür gibt, dass der Öltransit in der Meeresenge von Bab el Mandeb gestört werden könnte. Sollte sich diese Einschätzung jedoch ändern, so wäre dies bullish.