AVIA Vereinigung Schweiz

28. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.32 $   Crude (WTI): 49.48 $   Gasoil 459.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9947   Rheinfracht: 20.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach Monatstiefs fester – Charttechnik deutet Kaufsituation an

 

Die US Ölproduktion befinden sich weiter im Aufwind und aktuelle Zahlen deuten darauf hin, dass in der zweiten Jahreshälfte mit einem starken Produktionswachstum zu rechnen ist. Mehr Öl kommt nicht nur aus den USA, sondern auch aus Libyen. Hier wird die Wiederinbetriebnahme wichtiger Ölfelder und Exportterminals das Angebot binnen weniger Wochen anheben.

Nach den US Ölbestandsdaten vom Mittwoch sind viele Marktteilnehmer enttäuscht von der Wirkung der Produktionskürzung, sodass sich die OPEC weiter schwer tun wird ihr Ziel zu erreichen, die globalen Ölbestände auf das Niveau des 5 Jahresdurchschnitts zu drücken.

Die Marktteilnehmer werden zunehmend ungeduldig was dieses Thema angeht und stellten daher in den letzten Tagen Long-Positionen glatt. Denn: sollte ein Abkommen nicht zu Stande kommen, droht den Ölpreisen laut mehreren Analysten ein Einbruch.

Kurzfristig scheint weiteres Abwärtspotenzial begrenzt zu sein, da es charttechnische Kaufsignale gibt und die Futures einen Großteil ihrer Verluste von gestern Nachmittag wieder ausgeglichen haben.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse bullish

 

 

 

 

 

27. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 51.62 $   Crude (WTI): 49.34 $   Gasoil 463.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9935   Rheinfracht: 20.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

US Ölbestandsveränderungen:

 

Die US Raffinerien haben so viel Rohöl wie noch nie verarbeitet und die Auslastung von 94,1% ist auf dem höchsten Level seit April 2001. Die hohe Auslastung überrascht.

Der hohe Bedarf der Raffinerien begünstigte entsprechend Abbauten bei den US Rohölbeständen. Diese sanken deutlicher als erwartet. Im Vergleich mit der Rekordverarbeitung der Raffinerien ist der Rückgang beim Rohöl recht moderat. Die Strategie der OPEC ist bisher klar gescheitert. Die US Ölproduktion wurde massiv unterschätzt, während das Nachfragewachstum offensichtlich nicht stark genug ist, um den Markt in ein Gleichgewicht zu bringen.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

 

26. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 51.99 $   Crude (WTI): 49.45 $   Gasoil 466.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9923   Rheinfracht: 23.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Bearishe API Bestandsdaten egalisieren Aufwärtsbewegung

 

WTI ist unter die 50 Dollar Marke gesunken und scheint sich in diesem Bereich nun erst einmal zu etablieren. Die OPEC ist ganz weit weg davon ihr Ziel zur Jahresmitte zu erfüllen. Das Kartell wollte die Bestände auf das 5 Jahresdurchschnittsniveau drücken. Zu Beginn des Jahres war man noch optimistisch, dass die Maßnahmen ausreichen werden. Mittlerweile hat sich die Meinung jedoch gewandelt.

Der Sinneswandel der OPEC ist ein Zeichen, dass das Kartell an Einfluss verliert und mehr Mühe hat den Markt zu regulieren. Vor allem die US Ölproduktion wurde massiv unterschätzt, die bei höheren Preisen mit einem zeitlich verzögerten Produktionswachstum reagiert.

Eine Verlängerung gestaltet sich zur Jahresmitte allerdings schwierig, da einige Länder in ihre Produktionskapazitäten investiert haben und sich diese nur auszahlen, wenn man diese auch aktiviert. Die anstehende OPEC Entscheidung, die beim Meeting am 25. Mai in Wien getroffen werden, bleibt weiter richtungsweisend für die mittel- und langfristige Entwicklung der Ölpreise.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

25. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 51.70 $   Crude (WTI): 49.33 $   Gasoil 466.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9953   Rheinfracht: 23.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Bullishe Trader geben Positionen auf – WTI bleibt unter 50 Dollar-Marke

 

Der Glaube an die Wirksamkeit der OPEC Produktionskürzungen scheint zunehmend zu schwinden. Die US Ölproduktion hat in diesem Jahr überrascht und wird in den Sommermonaten vermutlich vor einem neuerlichen Boom stehen, mit dem die bisherigen Prognosen noch einmal nach oben korrigiert werden könnten. Die Anzahl der Ölbohranlagen ist in den letzten 13 Wochen kontinuierlich und sehr stark gestiegen.

Das Kartell tut sich daher schwer die Überversorgung abzubauen und hinkt dem eigenen Ziel, die globalen Ölbestände auf ein 5-Jahresdurchschnitt zu senken, weit hinterher. Auch in der zweiten Jahreshälfte könnte es mit einer Verlängerung der momentanen Kürzungen schwer sein dieses Ziel zu erreichen.

Ein Fall ins Bodenlose ist allerdings unwahrscheinlich, so lange nicht klar ist, ob die OPEC die Produktionskürzungen am 25. Mai verlängert.

Die Preise können sich an ICE und NYMEX am Morgen zwar erholen, jedoch scheint der Markt strukturell geschwächt zu sein

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

24. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.24 $   Crude (WTI): 49.85 $   Gasoil 470.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9973   Rheinfracht: 23.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC zeigt sich trotz Nichterreichen der Ziele mit der Umsetzung der Förderbegrenzungen zufrieden

 

Das Komitee zur Überwachung der Produktionskürzungen traf sich am Freitag und empfiehlt die Produktionskürzungen um weitere sechs Monate zu verlängern. Das nächste OPEC Treffen zusammen mit den Nicht OPEC Ländern findet am 25. Mai statt und bietet im Vorfeld wieder viel Spekulations- Potential.

 

Wegen der langen Transportwege wirken sich die Kürzungen zeitlich verzögert auf die Märkte in Europa und USA aus. Die Kürzungen sollten langsam ihre Wirkung zeigen, sodass es umso überraschender ist, dass man in den letzten Wochen eine Zunahme bei den Verschiffungen von Rohöl per Öltanker verzeichnet hatte. Im Vergleich zu Dezember haben die Mengen im April um 5,8% zugenommen.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

21. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.24 $   Crude (WTI): 49.85 $   Gasoil 470.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9973   Rheinfracht: 23.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC zeigt sich trotz Nichterreichen der Ziele mit der Umsetzung der Förderbegrenzungen zufrieden

 

Das Komitee zur Überwachung der Produktionskürzungen traf sich am Freitag und empfiehlt die Produktionskürzungen um weitere sechs Monate zu verlängern. Das nächste OPEC Treffen zusammen mit den Nicht OPEC Ländern findet am 25. Mai statt und bietet im Vorfeld wieder viel Spekulations- Potential.

 

Wegen der langen Transportwege wirken sich die Kürzungen zeitlich verzögert auf die Märkte in Europa und USA aus. Die Kürzungen sollten langsam ihre Wirkung zeigen, sodass es umso überraschender ist, dass man in den letzten Wochen eine Zunahme bei den Verschiffungen von Rohöl per Öltanker verzeichnet hatte. Im Vergleich zu Dezember haben die Mengen im April um 5,8% zugenommen.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

20. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 53.26 $   Crude (WTI): 50.76 $   Gasoil 479.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9964   Rheinfracht: 23.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Verspätete Abwärtsreaktion auf DOE – Preise brechen nach US Bestandsdaten ein

 

Die US Ölproduktion befindet sich in einem scheinbar nicht aufzuhaltenden Aufwärtstrend. Die US Ölförderung hat damit etwa ein Drittel der Kürzungen ausgeglichen und wird in den kommenden Monaten noch weiter anwachsen. Die aktuellen Zahlen deuten darauf hin, dass Preisniveaus zwischen 50 und 55 Dollar für US Unternehmen ausreichend sind um ihre Förderung auszubauen.

Die gestrige Abwärtsbewegung an den Ölbörsen wird insbesondere den US Ölbestandsdaten zugerechnet. Eigentlich erwartet der Markt deutliche Rückgänge bei den Rohölvorräten, da die US Raffinerien mehr Rohöl verarbeiten, während die OPEC ihr Angebot seit Monaten reduziert hat.

Angesichts der weitverbreiteten Meinung, dass die OPEC die Produktion auch in der zweiten Jahreshälfte künstlich reduziert, ist ein nachhaltiger Preisrutsch unter die 50 Dollar für die Marktteilnehmer vermutlich ein zu großes Risiko und damit eher unwahrscheinlich.

Die Futures bleiben nach ihrem gestrigen Preisrutsch auf ihrem niedrigen Niveau, jedoch noch klar oberhalb der Vortagestiefs.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

 19. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 54.72 $   Crude (WTI): 52.28 $   Gasoil 489.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9974   Rheinfracht: 23.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Spekulationen um Verlängerung der Produktionskürzungen häufen sich…

 

Die US Rohölbestände sind nur leicht gesunken und bleiben weiter nahe der Rekordhochs. Die US Ölproduktion befindet sich im Aufwind und setzt die OPEC unter Druck.

 

Die OPEC befindet sich daher in einer Zwickmühle. Verlängert sie die Produktionskürzungen stabilisiert sie zwar die Preise oder hebt diese eventuell weiter an, damit nimmt aber auch die US Rohölförderung zu. Bei einem Ende der künstlichen Produktionskürzungen könnte der Markt dann erneut in eine starke Überversorgung geraten. Entscheidet sich die OPEC gegen eine erneute Kürzung, ist von einer massiven Abwärtskorrektur an den Ölbörsen zu rechnen.

 

Bei einer Pressekonferenz in Riad sagte der saudische Ölminister, dass es noch zu früh sei um über eine Verlängerung der Kürzungen zu sprechen. Damit relativiert er die Erwartungen der Marktteilnehmer, dass Saudi-Arabien nun auf eine weitere Produktionskürzung für die zweite Jahreshälfte drängt.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

 18. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.38 $   Crude (WTI): 52.64 $   Gasoil 493.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0041   Rheinfracht: 23.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

US Ölproduktion ist erneut gestiegen

 

Über Ostern war nur wenig Bewegung an den Ölbörsen zu verzeichnen. Saudi Arabien, Irak und Kuwait erachten einen Preis von 60 Dollar pro Barrel als erstrebenswert um ein gutes Wirtschaftswachstum und ausreichend Investitionen in die Ölindustrie zu erzielen. Der saudische Ölminister ist für eine Verlängerung der Produktionskürzungen in der zweiten Jahreshälfte.

 

Die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen in den USA ist in der letzten Woche um 11 auf nun 683 gestiegen. Dies ist der 13. Anstieg in Folge und das höchste Niveau seit rund zwei Jahren. Die ansteigende Zahl von Bohranlagen begünstigt damit das Wachstum der US Ölproduktion in den kommenden Monaten. Die Ölpreise starten leicht tiefer in die neue Woche.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

13. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.81 $   Crude (WTI): 53.03 $   Gasoil 498.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0021   Rheinfracht: 22.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Heute Dank dem tieferen Dollar leicht günstigere Preise als gestern…

 

Die gestrigen US Ölbestandesdaten zeigten Abbauten beim Rohöl und den Treibstoffen, einzig in Cushing wurden Aufbauten verzeichnet. Da die US Ölförderung schneller als erwartet gewachsen ist, bremste dies den Anstieg der Ölpreise an der Börse. Die USA exportiert immer mehr Öl nach China, Japan und Singapur was der OPEC Marktanteile im asiatischen Raum streitig macht.

 

Der Kampf um die Marktanteile könnte eine Verlängerung der Förderbegrenzungen zum kippen bringen…

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

 12. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 56.71 $   Crude (WTI): 53.90 $   Gasoil 499.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0063   Rheinfracht: 22.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise immer noch steigend…

 

Da die Wartungsarbeiten der Raffinerien langsam beendet sind, und die die Betreiber vor der starken Sommernachfrage die Produktion von Treibstoffen ankurbeln, begünstigt dies die Abbauten von Rohöl. API gelieferten Daten stützen deshalb die Ölpreise. Jedoch viel der EIA Monatsreport bearish aus, da man mit einer eher schwächelnden Nachfrage und einer steigenden US- Schieferölproduktion rechnet.

 

Saudi Arabien der größte Ölproduzent der OPEC hatte im Januar mehr Öl vom Markt genommen als mit den anderen Ländern der OPEC vereinbart wurde, kündigte jedoch an, dass sie das nicht dauerhaft machen werden. Gleichzeitig haben Sie die Priese für die Öllieferungen im Mai gesenkt, anscheinend möchte man sich die Marktanteile sichern.

 

Die Spekulationen um die Weiterführung des OPEC Deals mehren sich.

 

Fundamental bullish                 Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

11. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.87 $   Crude (WTI): 52.95 $   Gasoil 494.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0089   Rheinfracht: 21.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Geopolitische Spannungen pushen die Ölpreise nach oben

 

Durch Produktionsausfälle in Kanada (Brand im letzten Monat) und in Libyen, sinkt das Angebot um etwas 650‘000 B/T. Experten rechnen bis Ende Juni mit einem Ausfall von etwa 25-30 Mio Barrel. Bisher hatten die Ausfälle noch keine große Wirkung, da es einige Zeit braucht, bis sich diese negativ auf die US Ölimporte aus Kanada auswirken.

 

Die geopolitischen Spannungen sind mit dem Angriff von den USA auf Syrien und der erhöhten Kriegsgefahr in Nordkorea gestiegen, was sich aktuell bullish auf die Ölpreise auswirkt.

 

Die Marktteilnehmer fokussieren sich nebst den Produktionsausfällen und dem Kriegsgeschehen auf die anstehenden Monatsreports sowie an den US Ölbestandsdaten dieser Woche.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

10. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.75 $   Crude (WTI): 52.45 $   Gasoil 490.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0090   Rheinfracht: 20.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ruhige Nachrichtenlage - Konsolidierung auf hohem Niveau

 

An den Ölbörsen wurde der US Angriff auf Syrien mit einer steilen Aufwärtsbewegung eingepreist. Der Anstieg war steil, ist aber eventuell nicht von Dauer. Der Markt werde realisieren, dass Syrien für die globale Ölversorgung keine wichtige Rolle spielt.

Die USA verlegen einen Verband von Kriegsschiffen statt nach Australien an die koreanische Halbinsel. Nordkorea hatte in der letzten Woche mit Raketentests neue Spannungen mit den USA und Japan provoziert. Auch wenn die geopolitischen Risiken das Ölangebot derzeit nicht direkt betreffen, so werden Marktteilnehmer die Entwicklung in Syrien und in Nordkorea weiter im Auge behalten.

In dieser Woche gibt es wegen des bevorstehenden Osterwochenendes nur vier Handelstage, sodass Trader versucht sein werden die Risiken in ihren Portfolios bis zum Wochenende zu konsolidieren.

Aktuell ist die Nachrichtenlage relativ dünn und die Preise bleiben am Morgen in einer engen Spanne.

Das Risiko von Aufwärtsbewegungen bleibt damit bestehen

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

07. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.44 $   Crude (WTI): 52.29 $   Gasoil 489.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0044   Rheinfracht: 20.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preissprung nach US Luftangriffen auf Syrien – Risikoprämie gestiegen

 

In den USA sind die Ölbestände einmal mehr auf neue Rekordhochs gestiegen. Eigentlich sollten die Vorräte langsam sinken, noch ist es allerdings nicht ganz so weit.

So oder so nähern sich die Bestände in Cushing der angenommenen operativen Kapazitätsgrenze an. Je näher die Vorräte an die Kapazitätsgrenze kommen, desto schwieriger wird es für die US Ölproduzenten sein Käufer zu finden.

Aktuell haben sich die Marktteilnehmer allerdings auf die Lage in Syrien eingeschossen und sehen die Einmischung der USA in den Konflikt bullish. Wegen einer möglichen Zunahme der Spannungen zwischen Russland und dem Westen oder der Ausweitung des Konflikts auf andere Teile der Region wird eine Risikoprämie eingepreist. Die Einmischung der USA kann die Preise noch eine Weile stützen, bis Klarheit darüber herrscht, wie sich die Konstellation weiter entwickelt und wie Russland das Vorgehen der USA einstuft.

Dies generiert für heute erhebliches Aufwärtspotenzial.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

06. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 54.14 $   Crude (WTI): 50.95 $   Gasoil 480.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0032   Rheinfracht: 20.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Verspekuliert - Preiskorrektur nach bearishen DOE Zahlen

 

Trader rechnen damit, dass der Ölbedarf in den kommenden Wochen und Monaten deutlich zunimmt, wenn die Frühjahresbelebung die Wirtschaft ankurbelt. In Verbindung mit den Kürzungen der OPEC hat man daher eigentlich darauf gesetzt, dass der Zeitpunkt für einen Trendwechsel bei den US Ölbeständen gekommen ist. Doch viele Marktteilnehmer haben sich gestern verspekuliert. Statt zu sinken stiegen die Rohölvorräte auf neue Rekordniveaus. Auch die US Ölproduktion zog stark an. Im ersten Quartal stieg die Anzahl der aktiven US Ölbohranlagen so stark wie seit 6 Jahren nicht mehr.

Die gestrige Entwicklung hat dem Aufwärtspotenzial erst einmal einen Dämpfer verpasst. Die Preissenkung Saudi-Arabiens kann durchaus als ein aggressives Vorgehen gedeutet werden.

Ob die OPEC das Abkommen verlängert oder nicht wird maßgeblich für die mittelfristige Preisentwicklung sein.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

05. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 54.58 $   Crude (WTI): 51.44 $   Gasoil 482.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0019   Rheinfracht: 20.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Wende bei den US Ölbeständen – Beginn einer neuen Sommerpreisrallye?

 

Der Markt befindet sich nun in der Übergangszeit. Das erste Quartal ist immer die Zeit mit der niedrigsten Ölnachfrage. Bis zum Ende des Sommers ist daher mit einem saisonalen Nachfrageschub  im Vergleich zum abgelaufenen ersten Quartal zu rechnen. Die OPEC wird ihre Kürzungen vermutlich mindestens bis Mitte des Jahres aufrechterhalten und diese eventuell sogar noch einmal verlängern.

In Anbetracht dessen scheinen Trader an den Ölbörsen derzeit eher auf eine Preisrallye als auf neue Abwärtstests zu setzen. Diese Entwicklung zeigte sich bereits in den Jahren 2015 und 2016, als die Futures Ende März Anfang April zu einer Sommerrallye von mehr als 10 Dollar bei WTI ansetzten. Wiederholt sich dieses Spiel auch in diesem Jahr, könnte WTI bis auf 60 Dollar oder knapp darüber steigen, was einige Analysten in den letzten Tagen bereits prognostiziert hatten.

Damit ergibt sich für heute rechnerisch deutliches Aufwärtspotenzial.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

04. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.88 $   Crude (WTI): 50.01 $   Gasoil 468.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0026   Rheinfracht: 18.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisanstieg ausgebremst – Charttechnik mit widersprüchlichen Signalen

 

Die OPEC hat ihre Produktion gekürzt und soll die eigene auferlegte Quote einhalten. Die beteiligten Länder hatten zuletzt weitere Kürzungen angekündigt, sodass alle ihre zugesagten Quoten umsetzen. Aktuell gibt es allerdings vermehrt Diskussionen um die Exporte. Viele Länder scheinen die hohen eigenen Rohölbestände oder einen saisonalen Rückgang beim Eigenbedarf zu nutzen, um trotz der Produktionskürzungen die Exporte und damit ihren Marktanteil am Weltmarkt hoch zu halten.

Laut Zahlen hätten die Ölexporte per Schiff während der Kürzungen in diesem Jahr sogar zu- statt abgenommen. Und auch beim größten Ölproduzenten Saudi-Arabien gibt es keinen Exportrückgang. Sollte sich bestätigen, dass die Exporte nicht gesunken sind, so wäre dies ein Indiz, dass die OPEC im Hintergrund weiter um Marktanteile kämpft. Dies sind dann schlechte Vorzeichen für eine Verlängerung der Produktionskürzungen über Juni hinaus.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

03. April 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 5354 $   Crude (WTI): 50.68 $   Gasoil 472.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0016   Rheinfracht: 18.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisrallye verliert an Dynamik – Technische Verkaufssignale möglich

 

In der letzten Woche hatten vor allem zwei Dinge zu der Preisrallye geführt. Erstens: die US Ölbestände. Die Rohölvorräte nahmen zwar erneut zu, allerdings nur noch geringfügig.

Zweitens: Libyen. Statt Produktionssteigerung im April fiel die Förderung zurück, nachdem Milizen die Produktion des größten Ölfelds lahmgelegt hatten. Dies ging unmittelbar zu Lasten der Verfügbarkeit. Nun soll die Produktion allerdings bereits wieder zunehmen.

Das Ende der Preisrallye könnte langsam erreicht sein, die bullishen Aspekte seien eingepreist. Sollte sich bestätigen, dass die libyschen Ölexporte und Fördermengen tatsächlich wieder zunehmen, dann wäre ein entscheidender bullisher Faktor verschwunden, sodass zum Wochenstart Gewinnmitnahmen überwiegen könnten.

Andere Analysten wären nicht überrascht, wenn die Preise in relativ kurzer Zeit bis auf 60 Dollar steigen würden.

Bei den Inlandspreisniveaus ergibt sich somit rechnerisches Aufwärtspotenzial.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral