AVIA Vereinigung Schweiz

Archiv April

26.04.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 119.12  Crude 104.12  $  Dollar: 0.9083  Rheinfracht: 16.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Goldman Sachs warnt vor weiter steigenden Preisen. Ölmärkte brechen nach Iran-News und US Wirtschaftsdaten ein- aber nicht lange. Preisdifferenz innert 20 Minuten Plus/Minus CHF 1.10 per 100 lt. Erdgas stieg gestern um ca. 5% an. Es könnte tatsächlich, wie schon so oft, der Wegweiser für die Rohölentwicklung sein. IEA will erst im Juli über die Freigabe von strategischen Reserven diskutieren, wenn die Auswirkungen des Ölembargos gegen den Iran bekannt sind.

 

Wenn der grosse Guru, Goldman Sachs etwas sagt, dann rennen ihm Tausende von Anlegern hinterher (meist hat sich ja Goldman Sachs bereits in die prognostizierte Richtung engagiert und tut alles, dass der Preis auch dort ankommt). Die Börse entwickelt sich vorerst zögerlich leicht nach oben. Nach den Iran-News und den doch leicht enttäuschenden US Wirtschaftszahlen, gaben die Notierungen wieder nach. Aus dem Iran kommen optimistische Meldungen, dass man sich am nächsten Meeting zum Atomprogramm kompromissbereit zeigen werden. Doch der Markt glaubt nicht so recht daran. Russland fordert die EU auf, das Ölembargo gegen den Iran aufzuheben um so Zugeständnisse im Atomprogramm zu bewirken. Die DOE Zahlen (deutliche Aufbauten im Rohöl, Abbauten bei den Destillaten und Benzin) wirkten sich in einer ersten Reaktion leicht bearish aus. Doch die Erklärung des FED, die Zinsen für zwei weitere Jahre tief zu halten und der starke Dow Jones und S & P, begünstigten im späten Abendhandel einen erneuten Anstieg um 1.5 $ beim Rohöl,

 

25.04.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 118.26 Crude 103.67  $  Dollar: 0.9108  Rheinfracht: 16.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Der gestrige Tag verlief lustlos. Aktienmärkte erholten sich leicht von ihrem Vortagesschock. Dollar schwächelt. Venezuela gegen höhere Förderquoten. Die Gewalt eskaliert im Sudan. Die API Lagerzahlen klar bullish. Der Iran zeigt sich im Vorfeld der nächsten Gespräche zum Atomprogramm kompromissbereit ?? Goldman Sachs geht davon aus, dass die Nachfrage nach Öl in den kommenden Monaten das Angebot übersteigen wird. Das Resultat wären höhere Preise, was diverse andere Analysten und Prognostiker seit Monaten vorausgesagt haben. Mal sehen.

 

Wenn auch der Handel wieder sehr nervös – bei wenig Volumen - war, die Ausschläge waren innerhalb einem schmalen Band von rund einem Dollar. Unterschiedliche (auch die Interpretation) Wirtschaftszahlen aus den USA. Venezuela wehrt sich vehement gegen eine Erhöhung der Fördermengen. Klar, denn wenn mehr gefördert wird, dann könnten die Preise sinken. Und man braucht die auf hohen Preisen budgetierten Röhleinnahmen dringend, damit der Haushalt des Landes stimmt. Vor rund einem Jahr ging der Südsudan in die Unabhängigkeit. Nun wird aber wieder gekämpft und die Gewalt eskaliert und droht wieder – wie früher – zum offenen Bürgerkrieg auszuarten. Der Südsudan bittet China um Hilfe. Im Vorfeld der nächsten Gespräche um das Atomprogramm im Iran wird berichtet, dass man sich kompromissbereit zeige. Das hatten wir doch schon mal. Den Worten müssten dann nachher auch Taten folgen, und das war in der Vergangenheit nie der Fall. Die letzte Nacht publizierten API Lagerzahlen waren durchwegs bullish, d.h. in allen Produkten Abbauten zur letzten Woche. Deshalb warten wir gespannt auf die DOE Zahlen heute um 16.30 Uhr.

 

24.04.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 118.58 Crude 102.85  $  Dollar: 0.9136  Rheinfracht: 16.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Ein schwarzer Tag an den Aktienmärkten. Rohölnotierungen verlieren bis 18 Uhr ebenfalls, holen aber den  Verlust wieder auf und schliessen auf Eröffnungsniveau (siehe Chart unten). Erdgas – oft als Wegweiser für die Rohölentwicklung gesehen – legte gestern um knapp 3.5 % zu. Ist das für Rohöl eventuell die neue Richtung? Kämpfe um Ölfelder im Sudan – es fallen Bomben. In Syrien flammen die Kämpfe, trotz Waffenruhe, wieder auf

 

Das schlechte Resultat von Nicola Sarkozy bei den Präsidentschaftswahlen und die Regierungskrise in den Niederlanden, aber auch die schlechter als erwarteten Wirtschaftszahlen aus Deutschland - Managerindex Dienstleistung und verarbeitendes Gewerbe –sowie aus China, werden als Hauptgründe für den massiven Einbruch der Aktienmärkte – vor allem an den europäischen Börsen (bis zu 4 %) genannt. Nach einem Feuer beim Ölfeld Buzzard in der Nordsee werden wohl weiere Mengen im Markt fehlen. Die Rohölbörsen erwischten gestern einen schlechten Wochenstart und gaben bis 18 Uhr nach. Wie erwarten, hielt man sich an die Reaktionen des Aktien- und Devisenhandels, koppelte sich dann bis Handelsschluss ab und Rohöl ging auf Eröffnungsniveau aus dem Markt. Vielleicht halften dabei auch die Erdgasnoiterungen, welche gestern einen deutlichen Sprung nach oben taten. Die Entwicklung der Erdgaspreise, dies zeigt die Vergangenheit, gibt oft auch die Richtung der Rohölnotierungen vor. Das könnte durchaus auch in der jetzigen Phase der Fall sein, denn der Markt sucht eindeutig nach einer neuen Richtung.

 

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23.04.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 118.71 Crude 103.77  $  Dollar: 0.9112  Rheinfracht: 16.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

War das der (letzte?) grosse Preis der Formel I in Bahrain? Rohölnotierungen – nach nervösem Handel - leicht im Plus. Weiter keine klare, neue Richtung. Ägypten stoppt Gaslieferungen nach Israel. China will in diesem Jahr „Low Futures“ an der Börse auflegen. Das wollte man schon in den 90-iger Jahren. Die OPEC will ihre Produktion bis 2016 um 6 Millionen Barrel pro Tag erhöhen, um der steigenden Nachfrage zu genügen und um ihren Einfluss zu stärken.

 

Bahrain: Ein grosser Preis der Schande? Da gehen die Meinungen wohl weit auseinander. Die heulenden Boliden in Bahrain übertönten die Schreie der Unterdrückten, welche sich gegen die Unterdrückung durch das Königshaus auflehnen. Man hätte sich durchaus mit einer „langsamen Runde“ etwas mit den Oppositionellen solidarisch erklären können, aber dann hätte man es ja mit den Scheichs verdorben. Es geht halt um um horrende Summen in diesem  Business und da kommt es offenbar auf einen Toten mehr oder weniger nicht an . Das Königshaus verspricht mehr Investitionen in Bildung. China will in diesem Jahr „Low Futures“ an der Börse auflegen. Das wollte man schon in den 90-iger Jahren. Ob das diesmal besser kommt und welche Auswirkungen auf den ganzen weltweiten Handel an Rohöl hat, ist noch nicht klar. Falls Sie Interesse am ganzen, kurzen Artikel haben, bitte um ein Mail mit dem Vermerk:“ China“ an anton.eigenmann@langenergie.ch .

 

20.04.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 118.36  Crude 102.83  $  Dollar: 0.9137  Rheinfracht: 16.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Die Notierungen gaben im Sog der schwachen Wirtschaftsdaten aus den USA im Tageshandel leicht nach, schlossen aber in etwa auf Eröffnungsniveau. Der Handel war wiederum von grosser Nervosität geprägt (siehe 24 Std. Chart Brent unten). Rohstoffnotierungen wie auch die Aktienmärkte suchen im Moment eine neue Ausrichtung.

 

Seit Februar 2012 befinden wir uns in einer Seitwärtsbewegung mit grosser Spannweite zwischen 118 und 126 $ im Rohöl Brent. Wenn der Markt diese Seitwärtsbewegung verlässt, könnte der Ausbruch – in die eine oder andere Richtung – heftig sein. Diverse „Sachverständige“ meinen, dass der Ausbruch eher nach oben angesagt sei.  Andere werden den Eindruck nicht los, dass im Moment „Kräfte“ im Markt sind, welche - vor allem Benzin – die Notierungen in den Keller schicken wollen, um nachher zu tieferen Preisen wieder einzusteigen (Die Leerverkaufsmöglichkeiten lassen grüssen).

Eine wirklich wieder spannende Börsenwoche geht zu Ende. Allen LeserInnen unseres Marktberichtes wünschen wir ein geruhsames Wochenende.

 

 

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19.04.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 118.21  Crude 102.58  $  Dollar: 0.9174  Rheinfracht: 16.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Ein Tag voll Hektik. Die Aktienmärkte verloren einen Teil der vorherigen Zweitagesgewinne. Rohöl verlor im Tageshandel deutlich, ging aber nach einer unerwarteten Aufwärtskorrektur (erneut im Abendhandel) mit nur einem Dollar Differenz zum Eröffnungsniveau aus dem Handel. Dollar stabil. Venezuela kritisiert Überproduktion der Golfstaaten.

 

Die DOE Lagerzahlen - Aufbau Rohöl, Abbau Destillate und Benzin - bewirkten in einer ersten Reaktion bearish. Aber wie so oft, reagierte der Markt ab 18 Uhr mit einer deutlichen Aufwärtskorrektur, sodass die Schlussnotierungen nur leicht unter Eröffnungsniveau standen. Venezuelas Ölminister Ramirez kritisiert die Überproduktion der Golfstaaten. Man wolle grundsätzlich in der OPEC einen stabilen, aber steigenden Preis durchsetzen. Alles klar, denn man hat den Haushalt mit gewissen Niveaus budgetiert und wenn die Preise darunter liegen, dann sind die finanziellen Probleme im Lande vorprogrammiert. Präsident Chavez hat im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen ja auch eine Reihe grosser Ausgaben angekündigt, deren Finanzierung nur mittels höheren Ölpreisen umgesetzt werden können. So läuft das halt eben (nicht nur in Venezuela, sondern z.B. auch NACH den Wahlen in Russland).

 

18.04.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 118.72  Crude 104.41  $  Dollar: 0.9164  Rheinfracht: 16.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Der gestrige Tag ist schnell zusammengefasst: Seitwärtsbewegung in enger Handelsspanne von einem Dollar im Rohöl. Rohöl New York koppelt sich etwas von der Entwicklung beim Rohöl Brent in London ab, d.h. die Differenz wird kleiner. Dollar stabil. In Syrien wird wieder gekämpft. Obama will Rohstoffspekulanten das Handwerk legen. Der Markt sucht eine neue Richtung.

 

Der Ausschluss der 10 Kandidaten bei den Wahlen in Ägypten wurde bestätigt. Präsident Obama will einen erneuten Vorstoss unternehmen, um das Spekulieren – vor allem im Rohölmarkt -  mittels neuen Gesetzen zu unterbinden. Das wird vermutlich nicht gelingen, denn wenn man an der Börse in New York keine Spekulationsgeschäfte (vor allem Leerverkäufe) mehr tätigen kann, dann weichen die grossen Marktteilnehmer (Hedge-Founds) einfach auf andere Märkte (Singapur, London etc.) aus, wo dies noch möglich ist. Solche Massnahmen müssen, um überhaupt Erfolg zu haben, unbedingt global angegangen werden. Gestern wurde auch eine ganze Reihe von Wirtschaftsdaten aus den USA und der EU publiziert. Die einen besser, die anderen schlechter als erwartet. Das wirkte sich auf den Börsenverlauf neutral aus. Die Aktienmärkte schlossen aber mit deutlichem Plus und das könnte auch den Rohstoffen wieder Auftrieb für höhere Notierungen geben. Wir warten gespannt auf die DOE Zahlen heute um 16.30 Uhr. Die letzte Nacht publizierten API Zahlen zeigen Aufbau im Rohöl, aber Abbauten bei den Destillaten und Benzin. Der Friedensplan in Syrien ist wieder in weite Ferne gerückt, denn es wird wieder heftig gekämpft. Wann hört dieses Morden endlich auf?

 

17.04.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 118.28  Crude 102.88  $  Dollar: 0.9174  Rheinfracht: 16.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Aus charttechnischer Sicht erlebten wir gestern einen äusserst spannenden Tag Alle Produkte (Brent, Crude und Gasoil) testeten charttechnische (zum Teil psychologisch) wichtige Marken, durchbrachen diese aber nicht wirklich nachhaltig.  Aktienindizes gingen zum Teil mit Plus aus dem Handel. Ein Scheitern der Verhandlungen um das Atomprogramm Iran und in Syrien könnte einen neuen Krieg im Nahost bedeuten.           

 

Solche Konstellationen sind eher selten. Vermutlich kann man aber nicht von einer Trendwende sprechen. Die fundamentalen Aspekte (Iran, Syrien, Äegypten, Sudan) sind nicht vom Tisch, vielleicht etwas in den Hintergrund gerückt. Denn weder um das Atomprogramm im Iran, noch im Bürgerkrieg in Syrien hat man derzeit wirklich nachhaltige Lösungsvorschläge. Es sind sich aber alle Seiten im Klaren: Die wahrscheinlichen Folgen eines Scheiterns wäre vermutlich ein neuer Krieg im Nahost. In Argentinien wird eine spanische Ölfirma verstaatlicht.

 

16.04.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 119.85  Crude 102.13  $  Dollar: 0.9232  Rheinfracht: 16.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Erneut starker Nachmittags-/ Abendhandel. Die UNO entsendet Beobachter nach Syrien. Die Kämpfe flammten übers Wochenende erneut auf.  Die Gespräche um das Atomprogramm brachten noch keine Resultate, werden aber eher als positiv bewertet. Man will sich am 25. Mai erneut treffen. In Ägypten stehen „heisse“ Wahlen bevor. Anschläge in Afghanistan. Gaskombikraftwerke in der Schweiz: Nein Danke.        

 

Rohöl Brent „kratzt“ heute früh erstmals seit zwei Monaten der der 120 $ Grenze pro Fass. Offenbar hat sich der Markt aufgrund des Meetings zum Iran-Atomprogramm etwas entspannt  (obwohl noch keine durchschlagenden Resultate erreicht wurden). Brent notierte nämlich im Schlusshandel am Freitag noch bei 121.50 $ pro Barrel. Syrien kommt nach wie vor nicht zur Ruhe. Die Wahlen in Ägypten scheinen brisant zu werden, wurden doch 10 namhafte Kandidaten aus dem Rennen genommen. In der Schweiz stossen die Vorstellungen über den Ersatz des Atomstroms durch Gaskombikraftwerke bei Parteien und Umweltverbänden auf Unverständnis und lösen Kopfschütteln aus. Das passe nicht in die Klimapolitik, denn Gas stösst bekanntlich viel CO2 aus.

 

13.04.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 121.13  Crude 103.33  $  Dollar: 0.9124  Rheinfracht: 17.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Brüchige Waffenruhe in Syrien. Der Weg zur Umsetzung des Friedensplans ist noch weit. Das Geburtstagsfeuerwerk für den Grossvater Nordkoreas fiel buchstäblich ins Wasser. Im Sog der starken Aktienindizes setzten auch die Rohölmärkte im späten Abendhandel erneut zu einem Schlussrally an (siehe 24 Std. Chart unten). Das Wirtschaftswachstum in China mit plus 8.1 % ist schwächer als erwartet.  Der Ölminister Saudi-Arabiens erwartet eine langfristige Phase hoher Ölpreise. Die  Kämpfe im Sudan um Rohölfelder könnten zu einer weiteren Gefahr für hohe Rohölpreise werden.

 

Enttäuschende Arbeitsmarktdaten aus den USA trübten die Stimmung an den Märkten vorerst etwas ein und liessen die Notierungen in einer engen Handelsspanne laufen. Doch dann gewannen sie mit dem Start des US Aktienhandels an Dynamik. Investoren sehen die US Wirtschaftsentwicklung mehrheitlich positiv und das wirkte sich  auch auf die Rohstoffentwicklungen aus. Die erneuten Aufwärtsbewegung werden auch als „Nachwehen“ auf die DOE Lagerzahlen vom Mittwoch gesehen (in letzter Zeit ist es oft so, dass die wirkliche Reaktion auf diese Veränderungen erst einen Tag nach Publikation erfolgen). Es dürften derzeit aber auch wieder viel spekulative Elemente in den Märkten sein, denn mit Rohstoffen ist kurzfristig mehr Geld zu verdienen als an den Finanz- und Aktienmärkten. Und die geschickten Marktteilnehmer hüpfen so oder so, je nachdem, wie es ihnen am besten nützt, von einem „Feld“ zum anderen.

 

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12.04.2012

 

10 Uhr - Nordkorea betankt offenbar Rakete, welche einen "Zivilen !!" Sateliten ins All bringen soll. Das Pentagon kommentiert derzeit keine Anfragen, ob man Kriegsschiffe mit Raketenanlagen in die Region beordert hat. Man sei aber auf eine Reihe von Eventualitäten vorbereitet. Das dürfte an den Rohölbörsen bullishe Impulse auslösen.

 

Rohöl/Barrel:  Brent 120.29  Crude 102.85  $  Dollar: 0.9154  Rheinfracht: 18.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Ein Tag mit viel Bewegung an den Rohölbörsen. Bullishe Reaktion auf DOE Lagerzahlen. Aktienmärkte schliessen uneinheitlich. Kämpfe um Ölfelder im Sudan. Erneute Unruhen im Königreich Bahrain. Wie lange schweigen die Waffen in Syrien? Der Iran erweitert den Lieferstopp in europäische Länder.

 

Die DOE Lagerzahlen aus den USA gaben dem Markt im  Abendhandel deutliche Aufwärtsimpulse (Aufbauten im Rohöl, grosse Abbauten in den Destillaten und im Benzin). Am kommenden Wochenende beginnen in Istanbul die Verhandlung zwischen den ständigen fünf Mitgliedern des UN Sicherheitsrates (inkl. Deutschland) und dem Iran in  Sachen Atomprogramm. Iran will offenbar mit neuen „Anreizen“ in die Verhandlungen gehen. Die Kampfhandlungen in Syrien wurden heute früh offenbar von beiden Seiten eingestellt. Die Ruhe scheint aber trügerisch zu sein. Weltweit sehen aber ranghohe Politiker (so Präsident Obama und Angela Merkel) den Friedensplan der UNO bereits als gescheitert. Kofi Annan ist aber nach wie vor optimisch. Heftige Kämpfe um Rohölfelder vermeldet der Sudan bzw. Südsudan. Religiöse Unruhen flammen in Bahrain wieder auf. Markteinschätzung: Fundamental und Charttechnisch: Neutral.

 

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11.04.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 120.27  Crude 101.35  $  Dollar: 0.9180  Rheinfracht: 19.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Ab ca. 16 Uhr gaben die Notierungen am Rohölmarkt bei unterdurchschnittlichen Handelsmengen deutlich nach (Brent mit 2.5 $ pro Fass oder ca. 2.3 % im Minus). Dollar stark. Auch die Akteinmärkte gingen mit deutlichen Minus aus dem Handel. Als Gründe dafür werden die Nachwirkungen der „gemischten“ Arbeitsmarktdaten und die Gespräche im Iran genannt. Von einer Trendwende kann man aber vermutlich leider nicht sprechen.

 

Schon die Meldungen, dass sich die für ständigen Mitglieder des UN Sicherheitsrates und Vertreter des Irans an einen Tisch setzen, sorgte für etwas Entspannung an den Märkten . Die Resultate müssen dann aber folgen, und gerade daran hat es ja in der Vergangenheit immer  gehappert. gemangelt. Die Hoffnung stirbt aber bekanntlich zu letzt.

 

10.04.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 122.35  Crude 102.45  $  Dollar: 0.9158  Rheinfracht: 19.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Die Rohölbörse verabschiedete sich mit einem Abschluss Rally ins lange Osterwochenende. Der 24 Std-Chart sagt dazu mehr als 1000 Worte. Auch der Dollar zog in der Aufwärtsspirale mit. Es dürfte sich um eine Gegenreaktion auf die deutlichen Verluste der letzten Tage handeln. Der Ostermontagshandel zeigte ein ähnliches Bild wie der Donnerstag, Zuerst gaben die Notierungen nach, zogen aber im frühen Abendhandel wieder zu und schlossen auf Ausgangsniveau.

 

Wer den Tagesverlauf als weiteres Nachgeben der Notierungen sah, wurde zu Handelsschluss eines besseren belehrt, denn die Preise zogen ab 17 Uhr nochmals massiv an. Auch der Dollar zum Schweizerfranken verteuerte sich deutlich. So kommt es oft anders als man denkt. Die Ölexporte aus dem Irak in die Türkei wurden wegen einer Explosion unterbrochen. Die Meldung unterstütze genau wie die Arbeitsmarktdaten aus den USA. Ebenfalls ist das Verladeprogramm aus der Nordsee mengenmässig enorm gesunken.

 

 

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05.04.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 123.30  Crude 102.19  $  Dollar: 0.9147  Rheinfracht: 19.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Rohöl mal 3 – 4 % im Plus, gestern – nach Bekanntgabe der bearishen DOE Lagerzahlen - mit knapp 2 % im Minus. Die Trendwende war es aber vermutlich nicht. Der weiter stärkere Franken bringt nur einen unbedeutenden Abschlag auf die CHF – Produktepreise. Die blutigen Bürgerkriegskämpfe in Syrien gehen weiter. Rohöl aus der Nordsee knapper. Und das stützt die Preise.

 

Infolge technischer Probleme im System können wir heute leider keine Preis- und Marktinformationen versenden. Wir bitten um Entschuldigung und Verständnis.

Wir wünschen Ihnen schöne und erholsame Ostertage.

 

Die gestern publizierten DOE Lagerzahlen mit massiven Aufbauten bei Rohöl liessen die Notierungen an den Börsen in London und New York einbrechen. Auch die Aktien- und übrigen Rohstoffmärkte verloren auf breiter Front. Die unterschiedlich interpretierten weltweiten Wirtschaftszahlen erwischten viele Marktteilnehmer auf dem "falschen" Fuss. Die europäische Schuldenkrise ist in der Finanzwelt wieder in den Fokus gerückt.

 

04.04.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 124.71  Crude 103.58  $  Dollar: 0.9117  Rheinfracht: 20.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Die Aktienmärkte geben einen Teil des Vortagesgewinnes wieder ab. Rohölwerte konsolidieren bei nervösem Handel auf hohem Niveau seitwärts. Dollar stärker. In Syrien könnte das gefährliche „Spiel“ der Saudis und Katar Gegenreaktionen von Russland und China hervorrufen. Mit grossem Interesse wird die heutige Publikation der DOE Lagerzahlen um 16.30 Uhr erwartet.

 

Der gestrige Handel an den Rohölbörsen in London und den USA war geprägt von grosser Nervosität und Hektik. Bei Handelsschluss lagen die Preise nur unwesentlich unter Eröffnungsniveau. Nach wie vor sucht der Markt eine neue Richtung. Das dürfte aber kaum mehr vor Ostern der Fall sein, denn viele Marktteilnehmer verabschieden sich bereits in verlängerte Osterferien. Durch die Unterstützung der „Volksarmee“ ohne klare Kommandostruktur über finanzielle Mittel durch Saudi Arabien und Katar (man will ja auch Assadtreue Milizen zum Desertieren bewegen) könnte ein gewaltiger Gegendruck durch die „Freunde“ von Assad entstehen, der nicht ungefährlich sein dürfte. Es bahnt sich da etwas an, was noch nicht so durchsichtig, aber sicher gefährlich sein dürfte. Zudem besteht – wie immer in instabilen Ländern – die Gefahr, dass solche Gelder irgendwo versickern oder in Kanäle (Terror) gehen, welche unübersichtlich sind. Der Irak hat seinen Rohölexport in den letzten Monaten kontinuierlich gesteigert.

 

03.04.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 124.99  Crude 104.86  $  Dollar: 0.9030  Rheinfracht: 20.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Angetrieben von positiven US-Wirtschaftszahlen legten die Märkte (Aktien und Rohöl) ab ca. 15 Uhr einen fulminanten Wochenstart hin. Rohöl verteuerte sich in neun Stunden um 4 $ pro Fass (ca. plus 3.3 %). Da der Dollar in etwa gleich notiert wie gestern, wird das auf die CHF Preise Auswirkungen von ca. Plus 1.50 haben. Der Dow Jones mit Höchstkurs seit Dezember 2007.

 

Sämtliche technischen Widerstände wurden zügig durchbrochen, als die US Börsen den Parketthandel öffneten und auch der ISM Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes aus den USA wesentlich besser als erwartet publiziert wurde. Die Aktienmärkte, vor allem der Dow Jones, erreichte den höchsten Schlusskurs seit Dezember 2007.  Die Wirtschaftszahlen aus Deutschland und der EU waren nicht so „atemberaubend“, doch trübten sie mindestens die Stimmung an den internationalen Märkten nicht ein. Die USA planen, die Rohölimporte bis 2020 auf Null zu reduzieren, um absolut unabhängig zu sein (ein sehr optimistisches Ziel, wo noch Einiges dafür getan werden muss). Dabei setzt man nicht zuletzt auf wachsende Produktion von Bio-Treibstoffen und einer sinkenden ?? Nachfrage. Die IEA sowie die EIA glauben aber, dass ein solches Szenario nicht vor 2030 möglich sein könnte, wenn überhaupt.

 

02.04.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 123.11  Crude 103.13  $  Dollar: 0.9026  Rheinfracht: 20.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Saudi Arabien und Katar wollen die syrischen Rebellen unterstützen. Wie erwartet, geht in Sachen Waffenstillstand in Syrien nichts. Rohölnotierungen am Freitag: Wechselbad der „Gefühle“ und richtungsloser Handel (siehe Chart unten). Sind die Diskussionen um die Freigabe strategischer Ölreserven nur Wahlgeplänkel? Israel sucht Kampfbasis in Aserbaidschan für einen eventuellen Angriff gegen Iran. Markteinschätzung fundamental und charttechnisch auf „neutral“

 

Die zum Teil enttäuschenden Konjunkturzahlen aus den USA und der EU dämpften die Stimmung an den Märkten. Nachdem das Explosionsrisiko auf der Elgin Plattform in der Nordsee deutlich abgenommen hat, kehrt das Personal zum Teil zurück. Gemäss Aussenministerin Clinton soll am 13. April ein weiterer Versuch zur diplomatischen Lösung im Streit um das iranische Atomprogramm unternommen werden. Im Zusammenhang um die Freigabe von stratetischen Ölreserven in den USA, Frankreich und Grossbritanien darf man den laufenden Wahlkampf nicht unterschätzen. Da wird viel geredet, was für die Wahlen nützlich ist. In den USA wird die enorm starke Öllobby alles tun, dies zu verhindern.

 

 

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