Archiv - Marktinformationen

Juni 2020
30. Juni 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 41.47 $ Crude (WTI): 39.38 $ Gasoil: 349.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9525 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreise nach Aufwärtsbewegungen anfällig für Korrektur

Mit der Pleite von Chesapeak Energy ist klar, dass die Ölunternehmen in den USA noch nicht über den Berg sind. Aber die Ölproduktion von Unternehmen, die Insolvent werden, fallen nicht unbedingt weg.
Für Unsicherheit sorgt die Meldung zwar schon, aber die aktuelle Situation dürfte eher wieder für einen Anstieg der US Ölproduktion sorgen. Die Preise haben sich deutlich oberhalb der 30 Dollar stabilisiert, ein Niveau, ab dem Schieferölproduzenten einen Restart ihrer vorübergehend abgeschalteten Anlagen angekündigt hatten.
Momentan ist der Ölmarkt vor allem durch die aktuelle Risikoeinschätzung an den Finanzmärkten getrieben. Gute Wirtschaftsaussichten und Konjunkturdaten, wie gestern aus den USA und heute Morgen aus China, stützen die Preise. Doch die Angst vor einer zweiten Infektionswelle bleibt.
Der Markt wird damit etwas volatiler, wobei das Aufwärtspotenzial begrenzt scheint, so lange es keine neuen, klar bullishen Meldungen gibt. Die US Ölbestandsdaten des DOE zusammen mit den Zahlen zur Nachfrage und Ölproduktion könnten am Mittwoch einen richtungsweisenden Impuls setzen.
Heute Morgen wir die fundamentale Lage daher neutral eingeschätzt, während sich bei den Preisen Aufwärtspotenziale andeuten.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 
29. Juni 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 40.14 $ Crude (WTI): 37.62 $ Gasoil: 336.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9464 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Angst vor zweiter Welle belastet die Ölpreise zum Wochenstart

Der Fokus der Trader liegt auch in dieser Woche weiter auf der Corona-Pandemie und deren erneuter Ausbreitung. Die aktuelle Entwicklung der Covid-19 Infektionszahlen deutet allerdings an, dass die Lage wieder ernster wird. Die Zahl der Neuinfektionen steigt schnell und könnte neue Einschränkungen notwendig machen. Vor allem Entwicklungs- und Schwellenländer könnte es hart treffen. Selbst wenn in Europa neue Lockdowns vermieden werden können, träfen Lockdowns auf anderen Kontinenten den globalen Ölbedarf.
Öl könnte seinen kurzfristigen Höhepunkt erreicht haben und die Preise dürften in den nächsten Wochen konsolidieren. Die Preise seien genug gestiegen, damit die US-Ölproduzenten ihre Förderung wieder hochfahren könnten. In der Tat ist diese Entwicklung weiter zu beobachten, da WTI deutlich über 30 Dollar notiert, ein Niveau, ab dem US-Unternehmen den Restart ihrer Anlagen angekündigt hatten.
Gäbe es die Kürzungen der OPEC+ Gruppe nicht, bzw. würden diese ihre Quoten nicht so konsequent einhalten, würden die Ölpreise vermutlich deutlich niedriger sein. Daher wird aus fundamentaler Sicht heute Morgen einen leicht bearishen Standpunkt eingenommen, sodass sich für das Inland Preisnachlässe ankündigen.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 
26. Juni 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 41.58 $ Crude (WTI): 39.18 $ Gasoil: 348.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9484 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Rohölfutures starten im Bereich der GD7

Der Handel an den Finanzmärkten im Allgemeinen und an den Ölbörsen im Speziellen ist derzeit stark stimmungsabhängig. Zur Wochenmitte kippte die Stimmung an den Ölmärkten wieder eher ins Negative, nachdem die Rohölbestände wie auch die Rohölproduktion in den USA in der vergangenen Woche zunahmen und zahlreiche US-Bundesstaaten weiterhin einen deutlichen Anstieg der Sars-CoV2-Neuinfektionen meldeten.
So sind auch positive Prognosen zur Entwicklung der Nachfrage immer noch mit Vorsicht zu genießen. Verkehrsdaten von TomTom nährten heute die Hoffnung, dass sich eine Erholung der Nachfrage nach Kraftstoffen abzeichnet. Sollten andere US-Bundesstaaten jedoch dem Beispiel von Texas folgen und die Lockerungsmaßnahmen aussetzen, würden sich diese Hoffnungen schnell zerschlagen.
Unterdessen bleibt abzuwarten, wie schnell die US-Ölproduktion wieder zulegen wird, denn ein Preis zwischen 36 und 41 Dollar pro Barrel WTI würde ausreichen, damit die Mehrzahl der Produzenten ihre Fördermengen wieder steigern. Ein deutlicher Anstieg der US-Produktion würde die Bemühungen der OPEC+ Länder konterkarieren, die weltweiten Bestände abzubauen und den Markt zu stabilisieren.
Heute Morgen notieren die Ölfutures im Bereich der Hochs von Donnerstag. Bei den Preisen deutet sich Aufwärtspotenziale zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral
 
 
25. Juni 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 39.95 $ Crude (WTI): 37.71 $ Gasoil: 342.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9487 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures bleiben nach gestrigem Kursrutsch geschwächt

Das vom DOE am Mittwoch gemeldete erneute Rekordhoch der Rohölbestände in den USA sowie der Anstieg der US-Rohölproduktion liess die Ölfutures am Mittwochabend sinken. Positive Signale gingen dagegen von den Daten zur Benzinnachfrage aus, wobei diese nicht zum Tragen kamen.
In einer Umfrage zeigten sich die meisten befragten Öl- und Gasunternehmen in Texas und Umgebung jedoch eher pessimistisch, was eine vollständige Erholung der weltweiten Ölnachfrage angeht und man geht davon aus, dass die weltweite Nachfrage erst im vierten Quartal 2021 wieder das Niveau erreichen wird.
Angebotsseitig werden die Marktteilnehmer nun die weiteren Entscheidungen der OPEC+ Länder sowie die US-Ölproduktion im Auge behalten. Auch die Bestandssituation in den USA wird weiterhin im Fokus stehen.
Stärkere Preissteigerungen werden außerdem weiterhin von der Angst vor einer zweiten Pandemie-Welle verhindert. Die Aussicht auf neue Zölle seitens der US-Regierung trüben ebenfalls die Stimmung der Marktakteure und somit bleibt die fundamentale Situation heute Morgen weiterhin eher bearish.
Die Futures verharren heute Morgen im Bereich der Tiefs von Mittwoch, weswegen sich bei den Preisen immer noch deutliche Abwärtspotenziale andeuten.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: bearish
 
 
24. Juni 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.57 $ Crude (WTI): 40.19 $ Gasoil: 361.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9438 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Steigende Infektionszahlen in den USA – Technische Gewinnmitnahmen nach Verkaufsimpulsen

Nachdem die OPEC+ Länder einen Modus gefunden haben, bei dem die bisherigen Abweichler ihre Überproduktionen in den kommenden Monaten kompensieren werden, ist klar, dass die Einhaltungsquote der Gruppe eher besser als schlechter wird. Auf Nachfrageseite machen aber die zunehmende Zahl der Neuinfektionen in den USA sorgen. Hier deutet sich bereits eine zweite Welle an und der Rekordwert von 39.072 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden könnte bald geknackt werden.
Die aktuellen Preisniveaus sind zwar noch nicht hoch genug, dass Investition in neue Förderanlagen getätigt werden, allerdings dürften die Produktionseinschränkungen, die die Unternehmen im April umsetzten, nun wieder rückgängig gemacht werden. Begünstigt wird dies auch durch die freiwerdenden Lagerkapazitäten in Cushing, Oklahoma, wo sich die Lage doch erheblich entspannt hat.
China, der größte Rohölimporteur soll im dritten Quartal weniger Rohöl importieren, nachdem das Land die niedrigen Preise des zweiten Quartals für Rekordimporte nutzte. Höhere Ölpreise schwächen die Nachfrage, während die Raffinerien eine zweite Welle des Virus fürchten.
Die bisher stützenden Faktoren dürften weitestgehend eingepreist sein, während die Angst vor einer Zweiten Infektionswelle sowie die vermutlich wieder zulegende US-Ölproduktion uns zu einer fundamental leicht bearishen Einschätzung bewegt.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: bearish
 
 
23. Juni 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.91 $ Crude (WTI): 40.47 $ Gasoil: 362.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9473 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

US-Regierung sorgt für Verwirrung im Handelsstreit mit China - Ölpreise bleiben fest

Die Kommentare zum Handelsstreit zwischen USA und China hatten in der Nacht für Nervosität gesorgt. Sollten die Spannungen zwischen den Ländern wieder eskalieren, würde dies den Handel zwischen den Ländern und damit den Transport, die Wirtschaftsleistung und somit die Ölnachfrage negativ beeinflussen. Trader behalten diese Situation daher weiter im Auge, auch wenn sie in den letzten Wochen nicht unbedingt im Zentrum des Geschehen stand.
Experten gehen unterdessen davon aus, dass die US-Rohölbestände in der letzten Woche auf ein neues Rekordhoch geklettert sein dürften. Auf der Nachfrageseite sieht man sich immer noch einem Aufwärtstrend gegenüber. Der Ölverbrauch nimmt durch die Lockerung der Ausgangs- und Reisebeschränkungen zu, auch wenn er noch weit weg von den Niveaus von vor der Krise ist. Die neuerlich wieder stark steigende Anzahl der Neuinfektionen sorgt aber auch für Unruhe.
Die Nachfrage bietet weiterhin viel Unsicherheit, da es in einigen Regionen noch immer einen besorgniserregenden Anstieg der Covid-19-Fälle gibt. Das könnte das Verbrauchervertrauen untergraben
Die Futures an ICE und NYMEX haben sich nach dem kurzzeitigen Kursrutsch in den Morgenstunden wieder stabilisiert. Im Vergleich zum Vortag gibt es dabei keine wirklich großen Preisanpassungen.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral
 
 
22. Juni 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.07 $ Crude (WTI): 39.53 $ Gasoil: 360.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9510 Rheinfracht: 18.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Angst vor zweiter Welle bremst Preisanstieg aus

Die Ölpreise an ICE und NYMEX konnten am Freitag zulegen und WTI testet die 40 Dollar-Marke. Ein Niveau, das bereits vor 2 Wochen erreicht wurde, bei dem es allerdings zu Gewinnmitnahmen kam. Entsprechend werden Marktteilnehmer auch dieses Mal dieses Niveau im Blick behalten und könnten zu Gewinnmitnahmen tendieren.
Stützend ist die gute Einhaltungsquote der OPEC+ Gruppe, die die starken Anfangskürzungen von Mai und Juni auch auf Juli verlängert haben. Hinzu kommt die positive Nachfrageentwicklung. Weil die Lockdowns weltweit gelockert werden steigt der Energie- bzw. Treibstoffbedarf an. Doch zuletzt zeigen die Zahlen der Neuinfektionen in den USA und auch in vielen Entwicklungsländern nach oben, weshalb die WHO vor einer zweiten Welle warnt.
Bei der Angebotsseite ist auch die US-Ölförderung im Auge zu behalten. Bei Preisen über 30 Dollar WTI hatten Schieferölproduzenten angekündigt ihre Ölförderung wieder hochzufahren. Freiwerdende Lagerkapazitäten in Verbindung mit einem Preisniveau nahe 40 Dollar schaffen hierzu die Möglichkeit.
In den Morgenstunden bleiben die Futures auf hohem Niveau, sodass sich in den Morgenstunden nur geringe Preisveränderungen andeuten.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 
18. Juni 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 40.46 $ Crude (WTI): 37.57 $ Gasoil: 350.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9493 Rheinfracht: 18.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Händler suchen Orientierung - JMMC-Meeting heute im Fokus

Während der Monatsbericht der IEA die Ölbörsen am Dienstag noch leicht gestützt hatte, nahmen die Marktteilnehmer den Bericht der OPEC mit einem Schulterzucken hin.
Die Tatsache, dass die OPEC ihre Prognosen zum nicht-OPEC Produktionswachstum für 2020 nach oben korrigierte, hatte keine größere bearishe Wirkung auf die Ölbörsen, wohl nicht zuletzt auch, weil die Organisation betonte, dass man angesichts der gegebenen Unsicherheiten am Markt die Situation Monat für Monat neu bewerten müsse.
Während US-Präsident Trump am Mittwoch versicherte, es werde in den USA keinen zweiten Lockdown geben, wurden in China nach dem erneuten Virus-Ausbruch in Peking nicht nur Schulen geschlossen, sondern auch Flüge aus und in die Hauptstadt der Volksrepublik gestrichen.
Dies erinnerte die Marktteilnehmer daran, dass vor allem die gedämpfte Nachfrage nach Kerosin und Flugbenzin ein Faktor ist, der die Preise vermutlich noch eine ganze Weile belasten dürfte.
Nach den Monatsberichten von IEA und OPEC sowie den US-Bestandsdaten wird die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer am heutigen Donnerstag dem Treffen des JMMC gelten. Auch wenn das JMMC keine Entscheidungen hinsichtlich der Produktionsstrategie treffen kann, könnten Kommentare aus Kreisen des Gremiums den Ölbörsen doch neue Impulse geben.
Bei den Preisen deutet sich zu gestern geringfügiges Aufwärtspotenzial an.

Fundamental: neutral bis bearish       Chartanalyse: neutral
 
 
17. Juni 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 40.59 $ Crude (WTI): 37.86 $ Gasoil: 347.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9499 Rheinfracht: 18.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures in den Morgenstunden weicher – China und US-Ölbestände begünstigen Gewinnmitnahmen

Laut IEA lag die Erfüllungsquote der OPEC+ Produktionskürzungen im Mai bei 89% und damit höher als es die Gruppe selbst angegeben hatte. Gleichzeitig geht man davon aus, dass die Ölnachfrage nicht so stark wie bisher angenommen gesunken ist, weshalb man die Prognose für die Ölnachfrage 2020 nach oben korrigierte, merkt aber auch an, dass die globale Ölnachfrage nicht vor 2023 wieder auf ihr altes Niveau zurückkehren wird.
Diese Prognosen gelten allerdings nur, sofern es zu keiner zweiten Infektionswelle mit dem Coronavirus kommt, die erneute Lockdowns nötig machen würde. In China nehmen die Sorgen nun zu, dass man sich in den letzten Wochen in einer falschen Sicherheit gewogen hat.
Auch in Europa und in den USA gibt es immer mehr Lockerungen, sodass man zumindest gewarnt ist. In den letzten zwei Wochen haben Ölhändler zwei große Fragezeichen eingepreist. Wie entwickelt sich das Angebot und wie die Angst vor der zweiten Welle der Pandemie.
Ein Grossteil der Rallye war auf eine starke Erholung aus China zurückzuführen, und wenn wir sehen, dass Teile des Landes in einen Lockdown gehen, wird dies für die Nachfrage nicht gut sein.
Die fundamentale Situation ist neutral und für heute muss man sich auf weitere Preissteigerungen einstellen.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral
 
 
16. Juni 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 39.69 $ Crude (WTI): 37.03 $ Gasoil: 338.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9489 Rheinfracht: 18.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures nach späten Kursanstieg fester – Fed modifiziert Anleihenkäufe

Die Länder der OPEC+ Gruppe scheinen weiterhin große Anstrengungen zu unternehmen, damit man die vereinbarten Kürzungen einhält. Unterdessen steigt die Ölnachfrage weiter an, nachdem die Lockdowns weltweit immer weiter aufgeweicht werden und auch erste Flugverbindungen wiederaufgenommen werden.
Diese bullishe Kombination ist von den Marktteilnehmern schwer zu ignorieren, hebt die Stimmung und stützt die Preise an ICE und NYMEX. Chinas Raffinerien haben im Mai zudem mehr Rohöl verarbeitet, damit man den gesteigerten Treibstoffbedarf nach dem Ende der Lockdowns bedienen kann. Allerdings gibt es gerade in China auch wieder neuen Grund zur Sorge, denn in Peking bilden sich neue Hotspots mit Corona-Neuinfektionen. Nach fast 2 Monaten ohne neue Ansteckungen wurden über die vergangenen 4 Tage 79 Neuinfektionen gemeldet.
Auch andere Experten sehen einen erneuten Ausbruch des Virus als größte Gefahr für die Ölpreise. Abgesehen davon sei die fundamentale Marktlage in den letzten drei Monaten nicht mehr so stark gewesen wie aktuell, sodass festere Preise begünstigt würden, so deren Gesamteinschätzung.
Die fundamentale Konstellation ist heute Morgen leicht bullish, da die jüngsten Meldungen tendenziell stützend ausfielen, sodass sich bei den Preisen weitere deutliche Preissteigerungen andeuten.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 
15. Juni 2020
 
Rohöl/Barrel: Brent: 37.56 $ Crude (WTI): 34.77 $ Gasoil: 323.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9511 Rheinfracht: 22.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Weicher Start zum Wochenauftakt – Überhitzte Rallye bietet Chance für Gewinnmitnahmen

In der vergangenen Woche haben viele Analysten davor gewarnt, dass der Preisanstieg der letzten Wochen zu stark gewesen sei und die fundamentale Lage dies nicht rechtfertigte. Die Rekordkürzungen der OPEC+ Gruppe, die nun noch einmal verlängert wurden, sah man als Anlass für eine gewisse Euphorie an den Ölbörsen.
Die schlechten Margen bei Gasoil beispielsweise zeigen aber noch immer die Probleme vor denen der Markt steht. Die Rallye basiert vor allem auf der Erwartung einer günstigen Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte.
Zudem breiten sich momentan Sorgen einer zweiten Infektionswelle aus, nachdem viele Länder Lockerungen von ihren Ausgangsbeschränkungen vorgenommen haben. Die Besorgnis über den jüngsten Anstieg der Covid-19-Infektionen in den USA und eine mögliche zweite Welle belastet derzeit die Ölpreise.
Die Angebotskürzungen der OPEC+ und anderer Länder waren aggressiv, aber während man sich auf die 40 Dollar Brent zubewegt, beginnt das Angebot in der US-Schieferölindustrie möglicherweise wieder zu steigen.
Die Futures präsentieren sich in den Morgenstunden weicher und geben einen Teil des Anstiegs vom Freitag wieder ab. Damit deutet sich auch bei den Inlandspreisen eine weiche Tendenz an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 
12. Juni 2020
 
Rohöl/Barrel: Brent: 37.68 $ Crude (WTI): 35.42 $ Gasoil: 316.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9441 Rheinfracht: 22.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Technische Verkäufe und Sorgen vor zweiter Covid19-Welle in USA
 
Zur Wochenmitte konnten die Ölfutures noch Gewinne verbuchen, nachdem das DOE für die Gesamtnachfrage nach Produkten in den USA einen Anstieg gemeldet hatte. Diese Gewinne wurden am Donnerstag jedoch schnell wieder ausgepreist.
Zudem versetzte auch der konjunkturelle Ausblick für die USA, den die Fed am Mittwochabend gab, dem Aufwärtspotenzial der Olpreise einen Dämpfer. Die restriktiven Maßnahmen zur Eindämmung von Covid19 haben vor allem auch dem US-Arbeitsmarkt deutlich zugesetzt, was die wöchentlichen Zahlen von gestern erneut bestätigen.
Dabei ist die Sorge um eine zweite Covid19-Welle noch lange nicht vom Tisch. In zahlreichen US-Bundesstaaten nahm die Anzahl der Infizierten zuletzt wieder deutlich zu und auch wenn Aussagen des US-Finanzministers nicht auf einen zweiten Lockdown hindeuten, könnten einzelne Bundesstaaten möglicherweise doch wieder zu strikteren Maßnahmen greifen, was die Wirtschaft und die Ölnachfrage in Mitleidenschaft ziehen könnte.
Die Marktteilnehmer warten nun auf die Monatsberichte der IEA und der OPEC. Die EIA veröffentlichte ihren Bericht schon am Dienstag allerdings ohne grossen Einfluss auf die Preisentwicklung.
Heute Morgen notieren die Ölfutures weiter im Bereich der Tiefs. Bei den Preisen deutet sich daher weiterhin Abwärtspotenzial zu gestern an.
 
Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: bearish
 
 
11. Juni 2020
 
Rohöl/Barrel: Brent: 40.48 $ Crude (WTI): 38.22 $ Gasoil: 332.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9436 Rheinfracht: 22.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Ölpreise geben am Morgen nach – Analysten sehen Potenzial für Gewinnmitnahmen
 
Der Anstieg der Ölpreise gestern Abend wird von einigen Marktteilnehmern als überraschend angesehen, denn schließlich kletterten die landesweiten US-Rohölbestände auf ein neues absolutes Rekordhoch.
Während des Preiskampfes mit Russland hatten die Saudis eine große Anzahl an Rohöltankern in Richtung USA verkauft, die allmählich alle eintreffen. Steigende Bestände in einer Marktlage, in der die Ölvorräte weiter auf sehr hohem Niveau liegen, ist eigentlich ein klar bearishes Zeichen. Spekulativ orientierte Marktteilnehmer konzentrierten sich zuletzt auf das Ende der Lockdowns, sodass der Anstieg von risikoreichen Anlageklassen, wie beispielsweise Aktien, auch auf die Entwicklung der Ölpreise übertrug.
Die Ölpreise befinden sich also in einem Spannungsfeld. Auf der einen Seite wird der Markt als überkauft bzw. überhitzten angesehen, da die Ölbestände noch immer auf einem sehr hohen Niveau liegen und es lange dauern wird, bis sich die Situation wieder reguliert. Auf der anderen Seite ist der Markt mit den aktuellen Kürzungen der OPEC+ Gruppe und Produktionsausfällen in anderen Ländern in den kommenden Monaten wohl unterversorgt.
Heute werden sich bei den Preisen momentan keine größeren Veränderungen zum Vortag andeuten.
 
Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: bearish
 
 
10. Juni 2020
 
Rohöl/Barrel: Brent: 40.65 $ Crude (WTI): 38.30 $ Gasoil: 332.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9491 Rheinfracht: 22.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Technischer Verkaufsdruck und bearishe API Bestandsdaten
 
An den Börsen wurde mit der Rallye über die letzten Wochen viel vom bullishen Potenzial der Kürzungen rund um die OPEC+ Entscheidung eingepreist. Allmählich versiegen allerdings die bullishen Nachrichten, mit denen die Notierungen auf immer neue Hochs getrieben werden können. Bleiben diese aus, dann werden Gewinnmitnahmen wahrscheinlicher, und der Markt vermutlich anfällig für Abwärtstests bleibt.
Auch Experten rechnen eher mit der Notwendigkeit einer Korrektur, da stark gestiegenen Rohölpreise schwierig für die Raffinerien seien, ein signifikanter Bestandsüberhang vorhanden ist und die Unsicherheit, wie sich Angebot und Nachfrage entwickeln werden, hoch bleibe. Unterdessen sorgen die höheren Ölpreise, die am Montag bei WTI ein 3-Monatshoch markierten, für einen Restart der Ölproduktion in den USA.
Trader warten nun auf die US Bestandsdaten des DOE am Nachmittag. Sollten die massiven Rohöl-Aufbauten bestätigt werden, so dürfte dies vermutlich Gewinnmitnahmen auslösen. Was die Nachfrage anbelange, so normalisiere sich der Markt, doch er werde nicht dahin zurückkehren wo er einmal war.
Bei Gasoil bleibt nach dem späten Anstieg von gestern allerdings ein Kursplus bestehen, was bei den Preisen nun ebenfalls für eine aktuell noch feste Tendenz sorgt.
 
Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 
09. Juni 2020
 
Rohöl/Barrel: Brent: 40.92 $ Crude (WTI): 38.40 $ Gasoil: 326.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9580 Rheinfracht: 23.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Gewinnmitnahmen nach OPEC+ Entscheidung – Libyen fährt Ölproduktion an
 
Die Entscheidung rund um die Verlängerung der OPEC+ Kürzungsquote aus Mai und Juni hatte die Ölmärkte in den letzten Tagen dominiert. Saudi-Arabien, Kuwait und die Vereinten Arabischen Emirate (VAE) werden ihre zusätzlichen Kürzungen von insgesamt 1,18 Mio. B/T im Juni nicht weiter fortführen und ihre Produktion erhöhen. Auch wenn die Produktionskürzungen der OPEC+ die Preise kurzfristig stützen würden, verschlimmern diese das Bild, dass sich in den letzten sechs Wochen entwickelt habe. "Die Rohölpreise erholen sich schneller und stärker als die Produktpreise.
Unterdessen nimmt die Ölproduktion im Golf von Mexiko wieder zu, nachdem der Tropensturm Cristobal ohne größere Schäden über die Anlagen hinweggezogen ist. Auch die US-Schieferölunternehmen werden ihre Förderung steigern, nachdem die aktuellen Preise für WTI nun seit mehr als 3 Wochen über der 30 Dollar-Marke liegen - einem Niveau, ab dem es sich rentiert die stillgelegten Produktionskapazitäten wieder zu aktivieren.
Nach den Kursverlusten von gestern Nachmittag können sich die Ölpreise an ICE und NYMEX von den Tiefs leicht lösen. So deuten sich bei den erwarteten Preisen aktuell Abwärtspotenzial zu gestern an.
 
Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 
08. Juni 2020
 
Rohöl/Barrel: Brent: 43.07 $ Crude (WTI): 40.11 $ Gasoil: 342.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9630 Rheinfracht: 28.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
OPEC+ Deal steht – Preissteigerungen zum Wochenauftakt
 
Die US Ölproduktion ist durch den Tropensturm Cristobal nur kurzzeitig gestört. Ausfälle sollten im Nachgang wieder aufgeholt werden können und Schäden an den Anlagen sowie an den Raffinerien dürften ausbleiben.
Der OPEC+ Deal, die Förderkürzung um einen Monat zu verlängern, kommt nicht überraschend. Der Deal wurde im Grunde so erwartet und mit den Preissteigerungen der letzten Woche auch eingepreist.
Die hohen Preise machen aber auch Gewinnmitnahmen aus spekulativen Long-Positionen attraktiv. In der vergangenen Woche, insbesondere auch am Freitag, hatten Trader auf einen Deal und eine damit verbundene Preissteigerung gesetzt. Die hohen Preisniveaus machen die Ölförderung in den US Schieferölgebieten wieder attraktiv, sodass mit Produktionssteigerungen zu rechnen ist. Der Markt befindet sich daher in einem Spannungsfeld aus weiter bullishen Meldungen und potenziellen Gewinnmitnahmen, sollte der Aufwärtstrend keine neuen Hochs generieren.
Es gibt zwar auch bearishe Meldungen aus Libyen, doch unterm Strich dürfte noch immer die bullishe Wirkung der Verlängerung des OPEC+ Deals überwiegen. Mit den Preissteigerungen zeichnen sich bei den Preisen erneut kräftige Preissteigerungen ab.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

5. Juni 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 40.15 $      Crude (WTI): 37.42 $       Gasoil: 313.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9559  Rheinfracht:  28.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Neue Spekulationen über Sitzungstermin der OPEC+ stützen Ölpreise

Meldungen um den Termin für die nächste OPEC+ Sitzung haben den Ölbörsen am Donnerstagabend etwas Rückenwind gegeben. Die Aussicht auf eine früher geplante Konferenz der Produzenten wird von den Marktteilnehmern als Indiz dafür gesehen, dass es tatsächlich eine Verlängerung der aktuellen Kürzungen über Juni hinaus geben könnte.
Die Frage bleibt jedoch wie stark die OPEC+ ihre Förderung drosseln kann, ohne der US-Schieferölproduktion durch die aus den Kürzungen resultierenden höhere Ölpreise wieder einen Schub zu geben. Erste US-Produzenten haben diese Woche angekündigt, die Förderung wieder hochzufahren.
Die US-Ölproduktion im Golf von Mexiko könnte auf kurze Sicht dagegen durch den Sturm Cristobal beeinträchtigt werden, der die dortigen Ölanlagen zum Wochenende treffen könnte. Bislang scheinen die Betreiber allerdings noch keine Maßnahmen getroffen zu haben.
Die Marktteilnehmer werden die Entwicklung diesbezüglich im Auge behalten. Bei den Inlandspreisen deutet sich nach dem Anstieg der Ölpreise von Donnerstagabend heute im Vergleich zu gestern Nachmittag leichtes Aufwärtspotenzial an.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral

 

4. Juni 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 39.24 $      Crude (WTI): 36.52 $       Gasoil: 307.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9612  Rheinfracht:  30.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

WTI trotz Abbauten bei US-Rohölbeständen weicher

Die Bestandsdaten, die das DOE am Mittwoch für die vergangene Woche veröffentlichte, machen deutlich, dass die weitere Entwicklung am Markt noch alles andere als vorhersehbar ist.
Der starke Bestandsrückgang bei Rohöl sowie die rückläufige US-Ölproduktion hätte eigentlich Optimismus dahingehend wecken können, dass sich die Überversorgung am US-Markt langsam zurückbildet.
Zu diesen Faktoren kommt nun weitere Unsicherheit, was die Produktionskürzungen der OPEC+ Länder angeht. Auch wenn sich Saudi-Arabien und Russland Mitte der Woche darauf geeinigt haben, die Produktionskürzungen vom Umfang her im Juli beizubehalten: Die Bedingung, an die diese Einigung geknüpft ist, dämpft den bullishen Effekt, der wohl eigentlich davon ausgegangen wäre.
In den nächsten Tagen werden die Marktteilnehmer auch ein Auge auf die Entwicklung des Tropensturms Cristobal halten, der im Laufe der Woche die Ölanlagen im Golf von Mexiko erreichen könnte. Bei den Inlandspreisen deuten sich heute Abwärtspotenzial an, nachdem ICE Gasoil nur geringfügig oberhalb der Tiefs von Mittwochabend notiert.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral bis bearish

 

3. Juni 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 40.17 $      Crude (WTI): 37.69 $       Gasoil: 319.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9609  Rheinfracht:  33.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Brent knackt 40 Dollar – Gesunkene Rohölbestände und Kürzung der OPEC+ Gruppe

Die globale Ölnachfrage erholt sich von ihrem Tiefpunkt, der vermutlich im April erreicht wurde. Die Lockerungen gehen weiter und so steigt auch der Verbrauch von Öl an. Die Unsicherheit was die Entwicklung der Nachfrage anbelangt ist allerdings noch groß. Kommt es allerdings zu einer zweiten Infektionswelle des Coronavirus, dann würde sich dieser Ausblick vermutlich drastisch ändern. Auf der Angebotsseite macht die OPEC+ Gemeinschaft bisher einen überraschend guten Job. Die Kürzungen werden weitestgehend eingehalten und haben die massive Überversorgung deutlich reduziert.
Doch der schnelle und deutliche Preisanstieg ist auch gefährlich. Der Fokus in dieser Woche liegt nun vor allem auf das vorgezogene OPEC+ Meeting, dass am Donnerstag per Videokonferenz stattfinden soll.
Zusätzlich wird auch der Sturm im Golf von Mexiko im Laufe der Woche eine gewichtigere Rolle spielen. Unterm Strich nehmen wir aus fundamentaler Sicht daher einen leicht bullishen Standpunkt ein. Bei den Inlandspreisen deuten sich unterdessen weitere Preissteigerungen zum Vortag an.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral bis bullish

 

2. Juni 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 38.68 $      Crude (WTI): 35.72 $       Gasoil: 301.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9610  Rheinfracht:  33.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Tropensturm, OPEC+ Meeting, Handelsstreit – Turbulente Woche steht bevor

Die zentralen Fragen am Ölmarkt sind weiterhin: wie schnell erholt sich die Ölnachfrage und wie stark bleibt das Angebot gekürzt? Entsprechend wird die anstehende Entscheidung der OPEC+ Gruppe, die bereits diese Woche fallen könnte, eine wichtige Rolle bei der Bewertung der Ölpreise und deren weitere Entwicklung spielen.
Der Tropensturm im Süden des Golf von Mexiko hat bislang keinen nachhaltigen Einfluss auf die Preisentwicklung. Dazu muss der Verlauf der Formation erst noch abgewartet werden. Sollte es zu Sicherheitsabschaltungen von Ölförderanlagen und/oder Raffinerien kommen, würde dies die Preise sicherlich vorübergehend stützen.
Unterm Strich ist die fundamentale Konstellation weiter schwer einzuschätzen und kann sowohl durch bullishe oder bearishe Meldungen beeinflusst werden. Wichtigster Faktor diese Woche könnte das OPEC+ Meeting sein, sollte es denn vorgezogen werden. Unterm Strich bleiben wir daher bei einer fundamental neutralen Einschätzung, während die Preise an den Ölbörsen in den Morgenstunden leicht anziehen und damit Preissteigerungen für das Inland ankündigen.

Fundamental: neutral    Chartanalyse: neutral bis bullish

 

Mai 2020

29. Mai 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 34.96 $      Crude (WTI): 33.18 $       Gasoil: 281.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9631   Rheinfracht:  33.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Händler blicken auf Trump-Konferenz zu Hongkong

Entgegen den Erwartungen der Analysten nahmen die landesweiten Rohölvorräte der USA in der vergangenen Woche deutlich zu. Dies war nicht zuletzt auch dem massiven Anstieg der Rohölimporte geschuldet.
Analysten zufolge werden die Rohölimporte der USA in den kommenden Wochen noch zunehmen.
Wie nachhaltig dieses Nachfragewachstum ist, dürfte jedoch der DOE-Bestandsbericht der nächsten Woche zeigen, da dieser die Zahlen zur Nachfrage am Memorial Day Wochenende beinhaltet, das Wochenende mit dem inoffiziell die US-Fahrsaison beginnt.
Vor dem Wochenende liegt der Fokus erst einmal auf der für heute angekündigten Pressekonferenz des US-Präsidenten zum Thema Hongkong. Gibt dieser Sanktionen gegen China bekannt wird dies den Ölfutures einen Dämpfer versetzen, da sich damit die Spannungen zwischen den beiden Ländern weiter verschärfen werden.
An den Ölbörsen notieren die Kontrakte derzeit kaum verändert zu den gestrigen Settlement Preisen. Aufgrund des festeren EUR/USD deuten sich bei den Inlandspreisen am Vormittag noch leichte Nachlässe im Vergleich zu gestern an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish

 

28. Mai 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 34.14 $      Crude (WTI): 31.76 $       Gasoil: 285.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9684   Rheinfracht:  33.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures nach bearishen API-Daten weicher

Die bearishen Bestandsdaten des API haben bei den Marktteilnehmern die Sorgen hinsichtlich des Überangebotes am Ölmarkt wieder verstärkt.
Auch der bearishe Einfluss der Bestandsveränderungen bei Benzin ist nicht zu verachten. Eigentlich sollte die Nachfrage nach dem Kraftstoff um diese Zeit in den USA zulegen und letztlich zu Abbauten bei den Benzinvorräten führen. Die Unsicherheit hinsichtlich der Covid19-Pandemie und restriktive Maßnahmen zu deren Eindämmung scheinen den amerikanischen Bürgern jedoch die Reiselust zu verhageln. Derweil treibt die Marktteilnehmer außerdem die Entwicklung der Beziehung zwischen den USA und China um.
Die Aussicht auf eine weiterhin enge Zusammenarbeit Russlands und Saudi-Arabiens im Rahmen des OPEC+ Abkommens wird in seiner bullishen Wirkung heute durch die bearishen API-Daten sowie die Sorge um die Beziehungen zwischen den USA und China aufgewogen. An den Ölbörsen notieren die Kontrakte derzeit knapp unterhalb der Tiefs von gestern, weswegen sich auch bei den Inlandspreisen für den Vormittag erneut deutliche Nachlässe abzeichnen.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: bearish

 

27. Mai 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 36.01 $      Crude (WTI): 34.13 $       Gasoil: 298.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9669   Rheinfracht:  35.85 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Russland bei Produktionskürzungen zurückhaltend – Gewinnmitnahmen auf hohem Niveau

Die Nachfrage befindet sich im Aufwärtstrend und erholt sich zum Teil schneller als erwartet.
Mit der Aussicht, dass sich der Markt schneller als erwartet erholen könnte, dürfte Russland einer Verlängerung der aktuellen Kürzung über Juni hinaus wohl nicht zustimmen. Das Land ist bei Kürzungen in der Regel immer zurückhaltend, sodass es beim Meeting Anfang Juni nicht zu einer Abweichung vom bisherigen Kürzungsplan kommen sollte.
Bei den US Ölbestandsdaten, die wegen des US-Feiertages vom Montag in dieser Woche einen Tag später als üblich veröffentlicht werden, rechnen Marktteilnehmer mit Rohölabbauten.
Die fundamental bullishen Aspekte der Nachfrageentwicklung scheinen mittlerweile weitestgehend eingepreist zu sein. Mit dem Blick auf die Unsicherheiten rund um die OPEC+ Entscheidung, den Bestandsdaten sowie der Situation in Libyen, schätzen wir die fundamentale Konstellation nun erst einmal wieder neutral ein. Da Gasoil unter den Niveaus von gestern Mittag notiert, deuten sich auch bei den Inlandspreisen für den Vormittag Nachlässe an.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral

 

26. Mai 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 36.25 $      Crude (WTI): 34.40 $       Gasoil: 303.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9706   Rheinfracht:  38.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölnachfrage nimmt zu - Markt im Juli im Gleichgewicht?

Überall setzt die Politik Lockerungen von den strickten Lockdown-Maßnahmen um. Selbst in Ländern wie Indien, in denen die Zahl der Neuinfektionen noch täglich ansteigt, werden die Ausgangsbeschränkungen nach und nach aufgehoben. Das führt zu einem erhöhten Bedarf an Treibstoffen wie Diesel und Benzin – Meldungen, auf die Marktteilnehmer schon seit dem Einbruch des Ölbedarfs gewartet hatten. Trader reagieren somit sensibel auf bullishe Meldungen, sodass der Markt für derartige Entwicklungen sehr empfänglich geworden ist.
Zusammen mit den umfangreichen Kürzungen der OPEC+ Gruppe und dem massiven Produktionseinbruch in der US-Schieferölbranche eine Konstellation, in der die Marktteilnehmer eher nach oben schielen.
Mit höheren Preisen werden einige Produzenten ihre Förderung wieder steigern, sodass irgendwann Gewinnmitnahmen attraktiv werden und sich ein Plateau bilden kann.
Die Futures an ICE und NYMEX legen in den Morgenstunden zu. Die Vortageshochs wurden überschritten und so deuten sich auch für das Inland weitere deutliche Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral bis bullish

 

25. Mai 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 35.09 $      Crude (WTI): 33.37 $       Gasoil: 293.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9728   Rheinfracht:  39.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preisrallye ausgebremst – Futures bleiben auf hohem Niveau

Nachdem der Ausbruch des Coronavirus mit den anschließenden globalen Lockdowns die Ölnachfrage massiv gesenkt hat, kann sich diese nun langsam erholen. Es gibt überall Hinweise, dass der Bedarf wieder zunimmt, was mit den Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen in Asien, Europa und Nordamerika aber auch wenig verwunderlich ist.
Das momentane Gleichgewicht bleibt daher fragil und lebt vom Optimismus der Marktteilnehmer. Dieser wiederum ist von einer positiven Berichterstattung zur Nachfrageentwicklung von den umfangreichen Produktionskürzungen abhängig. Dreht sich hier der Trend, dann dürften Trader schnell zu Gewinnmitnahmen aus Long-Positionen tendieren und es kann zu einer deutlichen Korrektur kommen.
Die fundamentale Konstellation schätzen wir heute Morgen wieder neutral bis leicht bullish ein. Das Handelsinteresse wird mit dem US Feiertag "Memorial Day" geringer als üblich sein. Da die Futures in den Morgenstunden relativ fest bleiben und über den Niveaus von Freitagnachmittag handeln, deuten sich für das Inland momentan deutliche Preissteigerungen ab.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral bis bearish

 

22. Mai 2020
 
Rohöl/Barrel: Brent: 34.94 $ Crude (WTI): 31.48 $ Gasoil: 282.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9715 Rheinfracht: 39.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Preisrallye erreicht ihr Limit – Technische Gewinnmitnahmen und Verkaufssignale
 
Die Bestandssituation in den USA hat sich mit den Abbauten der letzten Wochen spürbar entspannt. Die Lagerkapazitäten wurden nicht bis ans Limit ausgelastet, auch wenn man knapp davor war. Das hat einen stark bearishen Faktor vom Markt genommen. Durch diese Entwicklung konnten sich die Ölpreise, vor allem in den USA, kräftig erholen.
Dennoch scheint ein Boden gebildet worden zu sein. Bleibt eine zweite starke Infektionswelle aus, wird sich die Ölnachfrage in den kommenden Wochen und Monaten stetig erholen, während die Ölproduzenten der OPEC+ Gruppe ihre Förderkürzungen mit großer Disziplin umzusetzen scheinen.
In China wurde unterdessen auf eine Konjunkturprognose für das Laufende Jahr verzichtet. Damit wird erstmals seit 1994 keine offizielle Erwartung zum Wirtschaftswachstum abgegeben. Für Finanzmarktakteure kein gutes Zeichen, denn vermutlich will man wegen sehr schlechten Daten keine öffentliche Aussage machen, was neue Unsicherheit kreiert.
Die Futures geben in den Morgenstunden stark nach, da das Status-Update aus China sehr negativ aufgefasst wird. Gewinnmitnahmen werden daher attraktiv und die Rallye scheint für den Moment ihr Limit erreicht zu haben. Für heute deuten sich somit Preisnachlässe an.
 
Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: bearish
 
 

20. Mai 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 34.96 $      Crude (WTI): 32.16 $       Gasoil: 293.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9697   Rheinfracht:  39.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Markt hat das Schlimmste hinter sich – Powell warnt vor langsamer Erholung

WTI hat seinen Frontmonatswechsel diesmal ohne die Kapriolen von letztem Monat hinter sich gebracht. Eine große Menge nicht benötigten Öls wurde durch die Produktionskürzungen der OPEC+ und anderer Länder vom Markt genommen. Selbst in den USA sinkt die Ölförderung in Rekordgeschwindigkeit.
Die OPEC rechnet hier allerdings immer etwas anders und vergleicht die eigenen Produktionszahlen gerne mit Oktober 2016, der Bemessungsgrundlage für die OPEC+ Quoten.
Der Trend bei der Nachfrage zeigt mit den Lockerungen der Lockdowns in Asien, Europa und den USA jedoch nach oben.
Der Markt befindet sich daher noch in einem Spannungsfeld, bei dem Trader auf eine baldige Unterversorgung setzen (bullish), während es aktuell noch eine akute Überversorgung gibt, die die globalen Ölbestände weiter steigen lässt (bearish).
Gasoil kann sich mit den anderen Futures im morgendlichen Handel zwar leicht nach oben orientieren, bleibt aber noch unter den Niveaus von gestern Nachmittag. Bei den Inlandspreisen deuten sich daher vorsichtige Preisnachlässe an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 

19. Mai 2020
 
Rohöl/Barrel: Brent: 34.83 $ Crude (WTI): 32.25 $ Gasoil: 301.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9724 Rheinfracht: 41.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Gewinnmitnahmen folgen auf Monatshochs – Rallye könnte überhitzt sein
 
Der Markt reagiert momentan sehr sensibel auf bullishe Nachrichten – ein Nebeneffekt der tendenziell bullishen Stimmung unter den Teilnehmern. Positive Meldungen zur Entwicklung von Impfstoffen wird nicht nur an den Ölbörsen dankend als Kaufgrund aufgegriffen. Zurzeit dreht sich viel um Lockerungen von Ausgangsbeschränkungen und positiven Entwicklungen bei der Corona-Pandemie. Das führt zu einer höheren Geschäftstätigkeit, die die Aktienmärkte stützt, aber auch zu einem gesteigerten Bedarf an Treibstoffen führt.
Das zeigt, wie schnell sich die Nachfrage erholen kann, was an den Ölbörsen entsprechend bullish gesehen wird. Und ab Juni wollen die Saudis, Kuwait und die Vereinten Arabischen Emirate (VAE) bekanntlich noch weitere Mengen vom Markt nehmen. In den USA ist die Ölproduktion sehr schnell sehr umfangreich gesunken, was zu einer Entlastung der US Lagerbestände geführt hat. Doch man darf nicht Außerachtlassen, dass der Markt auch im Mai und Juni noch überversorgt erwartet wird. Die Rallye basiert daher mehr auf der Erwartung einer Normalisierung in der Zeit danach.
Es besteht daher durchaus ein Risiko, dass die Preisrallye überhitzt. Marktteilnehmer preisen bereits ein, dass die Volkswirtschaften schnell wieder auf Kurs sind. Für Heute deuten sich Preissteigerungen an.
 
Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

18. Mai 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 33.51 $      Crude (WTI): 30.68 $       Gasoil: 282.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9717   Rheinfracht:  42.90 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

WTI markiert 2-Monatshoch – US Unternehmen fahren Ölproduktion wieder an

An den Ölbörsen setzt sich mehr und mehr die positive Stimmung durch, nachdem die IEA bei ihrem Monatsreport in der vergangenen Woche die bisherigen Nachfrageprognosen erheblich korrigiert hatte. Auch die US Ölbestände steigen nicht mehr länger, was die Preise an den Börsen stabilisiert.
Die OPEC+ Gruppe scheint es mit ihren Kürzungen wirklich sehr ernst zu nehmen, sodass der Markt insgesamt in einem besseren Zustand als man es noch vor einem Monat befürchtet hatte.
Das positive Momentum scheint daher erst einmal weiter Bestand zu haben, weshalb wir die fundamentale Konstellation weiter neutral bis bullish einstufen. Nach dem frühen Preisanstieg in den Morgenstunden ist die US Rohölsorte WTI auf den höchsten Stand seit 2 Monaten geklettert und auch die Futures an der ICE sind mitgezogen. Die Vorgaben an den Ölbörsen bleiben somit fest, sodass sich für das Inland ebenfalls erhebliche Aufwärtspotenziale andeuten.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral bis bulish

 

15. Mai 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 31.73 $      Crude (WTI): 27.89 $       Gasoil: 269.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9731   Rheinfracht:  42.90 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preise ziehen deutlich an – IEA mit optimistischerer Einschätzung

Mit den Lockerungen der Lockdowns zeigen sich deutliche Anzeichen der Erholung bei der globalen Ölnachfrage. In Europa und den USA wird die Raffinerienachfrage langsam wieder steigen, da durch die Öffnung der Wirtschaft wieder mehr Treibstoffe benötigt werden. Hier spielt auch der private Individualverkehr eine entscheidende Rolle.
Das wird die Nachfrage nach Benzin und Destillaten als erstes Fördern, während die Nachfrage nach Kerosin noch länger gering bleiben wird. Der gesteigerte Bedarf nach Treibstoffen zeigte sich gestern auch bei der Preisentwicklung an den Ölbörsen, wo insbesondere die Produkt-Futures stark zulegten und den Kursanstieg an ICE und NYMEX antrieben.
Nach dem IEA Report und den DOE Daten ist die fundamentale Stimmung für uns zunächst noch leicht bullish. Die Ölpreise an ICE und NYMEX ziehen in den Morgenstunden an, überschreiten die Vortageshochs und deuten so auch für das Inland weitere deutliche Preissteigerungen zum Vortag an.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral bis bulish

 

14. Mai 2020
 
Rohöl/Barrel: Brent: 29.55 $ Crude (WTI): 25.65 $ Gasoil: 247.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9728 Rheinfracht: 42.90 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Markt ignoriert bullishe US Ölbestände – Warten auf IEA Einschätzung
 
Nachdem der EIA Monatsreport von Dienstagabend bereits bearish ausfiel, zeigte der Bericht der OPEC gestern ein ähnliches Bild und man sieht die Ölnachfrage schwächer als noch im letzten Monat. Da die Nachfrage aber stärker als das Angebot korrigiert wurde, wird das Überangebot für 2020 unterm Strich stärker als eingestuft. Trader beeindruckte dies aber wohl kaum, denn diese haben sich bereits auf schlechte Nachrichten zur Nachfrage eingestellt. Nun steht noch der Report der IEA an.
Man geht davon aus, dass es wohl noch mehr als ein Jahr dauern werde, bis sich die Ölnachfrage wieder auf das Niveau erhole, dass es vor der Corona-Zeit hatte. Die Ölpreise haben sich mittlerweile wieder leicht erholt, steigen diese aber wieder auf über 40 Dollar, könnte dies die Schieferölproduktion wiederbeleben.
Der Fokus der Marktteilnehmer liegt nun auf der Geschwindigkeit der Erholung der Ölnachfrage, die wiederum sehr eng mit den Lockerungen der Lockdown-Maßnahmen verbunden ist. Die größte Gefahr für den Markt ist eine zu frühe Lockerung und eine zweite Infektionswelle, die insbesondere in den USA droht.
Für heute deuten sich damit leichte Preissteigerungen zum Vortag an.
 
Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

13. Mai 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 29.50 $      Crude (WTI): 25.60 $       Gasoil: 242.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9696   Rheinfracht:  42.90 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC+ bespricht neue Kürzungen – Überversorgung bei 10,1 Mio. B/T

Die EIA hatte gestern Abend ihren aktuellen Monatsbericht veröffentlicht und dabei einige Korrekturen zum Vormonat vorgenommen. Die Ölnachfrage 2020 wurde noch einmal deutlich nach unten korrigiert, mit den Kürzungen der OPEC+ Gruppe und auch den Kürzungen anderer Länder, fiel die Korrektur bei der Produktion noch umfangreicher aus.
Die Preisprognosen wurden überwiegend angehoben, sodass man mit einer schnelleren Erholung des Marktes rechnet.
In den USA hat der "Corona-Berater" des Weißen Hauses, Anthony Fauci, sehr deutlich vor einer zu frühen Öffnung der Wirtschaft gewarnt und damit den Kurs des Präsidenten kritisiert. Eine zweite Welle ist generell die größte Sorge des Marktes, was die Preise momentan auch weiter dämpft.
Der Markt befindet sich daher momentan wohl in einem sensiblen Gleichgewicht, das von der Hoffnung eines Nachfrageanstiegs getragen wird. Da Gasaoil weiter auf niedrigem Niveau und damit deutlich unter Vortag bleibt, deuten sich bei den Inlandspreisen aktuell starke Preisnachlässe im Vergleich zu gestern an.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral bis bearish

 

12. Mai 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 29.80 $      Crude (WTI): 24.42 $       Gasoil: 238.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9728   Rheinfracht:  42.90 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Zusätzliche Kürzung der OPEC verpufft – US Produzenten steigern Förderung

Während sich die Ölnachfrage im Vergleich zum Vormonat zu verbessern scheint, kürzen die OPEC Länder Saudi-Arabien, Kuwait und die Vereinten Arabischen Emirate (VAE) ihre Produktion zusätzlich.
Die zusätzlichen, freiwilligen Kürzungen der drei OPEC Länder sollen erst im Juni greifen und bis diese den physischen Markt erreichen, wird noch ein weiterer Monat vergehen.
Der Alleingang mit Kuwait und VAE ist zwar ein Signal, doch statt Entschlossenheit könnte es auch Hilflosigkeit sein, weil man merkt, dass man nicht die geplanten Mengen am Markt absetzen kann und die Lagerkapazitäten ausgehen. Nun warten Marktteilnehmer auf die Monatsreports, von denen der EIA heute Abend den Anfang machen wird.
Die Ölnachfrage scheint das Schlimmste hinter sich zu haben, doch die Gefahr einer zweiten Infektionswelle mit erneuten Verschärfungen der Lockdowns droht. Die Ölpreise geben heute Morgen zunächst nach, bleiben dabei allerdings noch oberhalb der gestrigen Tiefs. Für die Inlandspreise deuten sich damit Nachlässe für den Vormittag an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 

11. Mai 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 30.48 $      Crude (WTI): 24.38 $       Gasoil: 248.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9703   Rheinfracht:  44.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Chinas Raffinerien laufen wieder – Ölbestände nehmen ab

Der Markt habe damit begonnen die Überversorgung auszubalancieren, fasst Analyst Phil Flynn, von Price Futures, die aktuelle Stimmung an den Ölbörsen zusammen. Die Anhebung der Verkaufspreise für Juni durch die Saudi Aramco sei ein Zeichen, dass man überzeugt sei für das Öl auch wieder Käufer zu finden.
Und andere Länder ziehen bereits nach. Die Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen sind in den Innenstädten und beim Verkehr bereits spürbar, während die Rohölförderung weiter heruntergeschraubt wird.Der Trend stützt die Ölbörsen, während die niedrigen Preise für Short-Coverings gesorgt und Spekulanten, die wieder aufsteigende Preise setzen, angelockt haben.
Für eine bessere Markteinschätzung warten die Trader in dieser Woche, neben den US Ölbestandsdaten, auch auf die neuen Monatsreports von EIA, OPEC und IEA, die ab morgen Abend bekanntgegeben werden. In den Morgenstunden bleiben die Öl-Futures an ICE und NYMEX nahe den späten Hochs vom Freitag. Für das Inland deuten sich für den Vormittag somit erneut deutliche Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bullish

 

8. Mai 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 29.98 $      Crude (WTI): 24.11 $       Gasoil: 238.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9720   Rheinfracht:  43.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Genscape meldet Bestandsrückgang in Cushing

Die Meldung, dass das staatliche Ölunternehmen Saudi Aramco die Verkaufspreise für Juni-Lieferungen seines Rohöls angehoben haben soll, stützte die Ölbörsen gestern.
Die höheren Preise für den asiatischen Raum lassen vermuten, dass Saudi-Arabien davon ausgeht, dass es sein Öl am Markt einfacher loswird.
Was das Angebot angeht, haben die Marktteilnehmer weiterhin die Produktionskürzungen der OPEC+ sowie die Bestandsentwicklung im Blick. Am gestrigen Donnerstag meldete der Informationsdienstleister Genscape nun Händlern zufolge auch noch einen Rückgang der Vorräte im US-Zentrallager in Cushing, dem Erfüllungsort für die WTI-Kontrakte. Dies macht Hoffnung, dass die Kapazitätsgrenze des Lagers doch nicht erreicht wird und sich das Ereignis von Negativpreisen – wie Ende April – nicht wiederholt.
Die Notierungen an ICE und NYMEX kommen von den gestern Abend markierten Tiefs heute Morgen leicht zurück. Der EUR/USD hat sich im Verlauf des gestrigen Abends deutlich erholt und die Hochs von Donnerstag bereits übertroffen, weswegen sich bei den Inlandspreisen noch leichtes Abwärtspotenzial andeutet.

Fundamental: neutral bis bullish     Chartanalyse: neutral

 

7. Mai 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 29.74 $      Crude (WTI): 24.05 $       Gasoil: 234.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9751   Rheinfracht:  42.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

WTI bleibt vorerst im Aufwärtstrend

Der leichte Rückgang der Gesamtnachfrage nach Produkten in den USA, den das DOE am gestrigen Mittwoch für die vergangene Woche gemeldet hatte, versetzte die Hoffnungen der Marktteilnehmer auf eine schnelle Erholung der Nachfrage wieder einen Dämpfer.
Aufgrund ihrer Erwartung, dass sich die Ölnachfrage nur langsam erholen wird und die Ölbestände vorerst weiter steigen dürfte, behielten die Experten von Morgan Stanley ihre Preisprognosen für Brent unverändert bei 35 Dollar pro Barrel für das vierte Quartal. Während der langsamere Anstieg der Rohölbestände im US-Zentrallager in Cushing den Druck, der auf dem US-Markt lastet, zumindest etwas abschwächt, bleibt für den Weltmarkt weiterhin die Frage, ob die OPEC+ ihre vereinbarten Produktionskürzungen vollständig umsetzen können.
Insgesamt sieht die fundamentale Situation heute Morgen wieder eher neutral aus. Die Notierungen an ICE und NYMEX bewegen sich am Morgen in etwa auf den Niveaus von Mittwoch. Es deuten sich bei den Inlandspreisen Abwärtspotenzial zu gestern an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish

 

6. Mai 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 30.89 $      Crude (WTI): 24.52 $       Gasoil: 252.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9726   Rheinfracht:  42.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreis hat sich verdoppelt – Produktionskürzungen und Nachfrageanstieg zeigen Wirkung

Mit der Corona-Krise brach die Nachfrage durch die globalen Lockdowns massiv ein. Zunächst war lediglich China betroffen, danach mehr oder weniger die ganze Welt. Die Ölbestände nahmen rasant zu, denn die Raffinerien produzierten zunächst weiter und die OPEC+ Länder steigerten im April sogar ihre Produktion.
Die Erholung der Nachfrage ist für Analysten schon seit Wochen der Schlüssel zu einer nachhaltigen Preiserholung. Jetzt, da die Nachfrage anzieht, zeigt sich auch der erwartet deutliche Preisanstieg an den Ölbörsen. Momentan ist am Markt eine typische Entlastungsrallye zu beobachten. Trader warteten nur auf eine gute Begründung, um Gewinne aus Short-Positionen mitzunehmen und wieder zu kaufen. Die Notierungen an ICE und NYMEX geben in den Morgenstunden nach und kommen von den späten Hochs aus der Nacht zurück. Dennoch bleiben die Futures weit oberhalb der Niveaus von gestern Nachmittag, sodass sich bei den Inlandspreisen weitere Preissteigerungen ankündigen.

Fundamental: neutral bis bullish     Chartanalyse: neutral bis bullish

 

5. Mai 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 28.37 $      Crude (WTI): 21.74 $       Gasoil: 230.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9653   Rheinfracht:  42.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Rohöl markiert 2-Wochenhoch – Ölnachfrage hat Tief bereits hinter sich

Die globalen Lockdowns werden schrittweise gelockert, zumindest in vielen Ländern Europas und den USA. China begann damit bereits schon vor Wochen.
Das ist natürlich ein positives Zeichen für die Nachfrage und von vielen Analysten liegt darin auch der Schlüssel für eine Normalisierung am Ölmarkt und wieder steigenden Preisen.
Diese Erwartungen, sowie die Aussicht auf einen ausbalancierten Markt bedingt allerdings, dass es keine zweit große Infektionswelle gibt, die zu einer erneuten Implementierung von Lockdowns führt, und die Nachfrageerholung abwürgt. Der Optimismus rund um die Nachfrage, die zunehmenden Produktionskürzungen außerhalb der OPEC, insbesondere in den USA, sowie die geringer erwarteten US Ölbestandsaufbauten sorgen für eine positive Stimmung an den Ölbörsen, sodass wir fundamental eine zumindest neutral bis bullishe Haltung einnehmen.
Mit den Preissteigerungen in den Morgenstunden starten die Futures weit oberhalb der Niveaus von gestern. Für das Inland bedeutet dies, dass ebenfalls mit starken Preisanhebungen zu rechnen ist.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral bis bullish

 

4. Mai 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 26.11 $      Crude (WTI): 18.56 $       Gasoil: 219.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9644   Rheinfracht:  42.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Produktionskürzungen werden umgesetzt – Neuer Handelsstreit zwischen USA und China?

Die Produktionssteigerungen der OPEC+ Länder im April ist nach dem Ende des vergangenen Abkommens keine Überraschung. Diesen Effekt hatte man mit dem Preiseinbruch im März/April bereits weitestgehend eingepreist, sodass dies aktuell keinen Einfluss auf die Preisbildung an den Ölbörsen hat.
Vielmehr konzentriert man sich auf die Umsetzung des aktuellen OPEC+ Deals, der mit dem Mai nun auch offiziell in Kraft getreten ist. Spannend wird sein, wie schnell die Länder die Produktionskürzungen umsetzen können. In den Vereinigten Staaten ist die Förderung laut DOE bereits um etwa 1 Mio. B/T gesunken und mit weiteren Kürzungen ist zu rechnen. Damit sind die wichtigsten Einflussfaktoren für die unmittelbare Preisbildung an den Ölbörsen umrissen.
Die Futures ziehen mittlerweile zwar an, Gasoil bleibt nach einer schwachen Eröffnung und den Kursverlusten vom Freitag allerdings dennoch deutlich unter den Niveaus vom Donnerstag. Bei den Inlandspreisen deuten sich aktuell deutliche Preisnachlässe an.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral

 

April 2020

30. April 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 24.69 $      Crude (WTI): 17.23 $       Gasoil: 223.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9745   Rheinfracht:  42.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Bodenbildung: bullishe Bestandsdaten und technische Käufe stützen

Die US Ölbestandsdaten sind mit Aufbauten von 9,0 Mio. Barrel bei Rohöl bullish ausgefallen, was es so auch eher selten gibt. Zwar blieben die Aufbauten hinter den Erwartungen zurück, doch der Hauptgrund für die bullishe Interpretation dürften die Zahlen zur Nachfrage, Produktion und Bestandsentwicklung bei Benzin sein.
In Verbindung mit dem erneuten Produktionsrückgang und den Lockerungen bei den Beschränkungen im öffentlichen Leben, macht sich etwas Optimismus breit, dass sich die Lage entspannt. Noch ist dies aber mit Vorsicht zu genießen, denn die Überversorgung bleibt voraussichtlich noch weiterbestehen.
Auf Grund der positiven Nachrichten zur Behandlung von Covid19, dem bullishen Charakter der US Ölbestandsdaten des DOE, den Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen sowie den Produktionskürzungen macht sich dennoch ein wenig Optimismus breit.
In den Morgenstunden setzen die Preise an den Ölbörsen ihre Rallye von gestern Nachmittag weiter fort und überschreiten damit die Vortageshochs deutlich. Damit zeichnen sich bei den Inlandspreisen deutliche Anhebungen zum Vortag ab.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: bullish

 

29. April 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 21.08 $      Crude (WTI): 13.71 $       Gasoil: 194.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9726   Rheinfracht:  42.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

US-Bestandsaufbauten geringer als befürchtet – Short-Coverings stützen die Futures

Der Rückzug großer Fonds aus den Frontmonaten wird die Futures in den kommenden Tagen und Wochen sicherlich etwas volatiler machen können. Trader und Fonds wollen sich davor schützen in einen Long-Squeeze zu geraten.
Auch in den USA hat Trump per Twitter angekündigt, dass der Lockdown in Texas, der Staat mit dem größten Benzinverbrauch in den USA, ab Freitag gelockert wird.
Die Lage scheint sich langsam zu bessern, doch noch sind wir lange nicht über den Berg. Auf Grund der immer stärker ausgelasteten Lagerkapazitäten werden die Preise unter Druck bleiben, bis die Produzenten außerhalb der OPEC+ ihre Förderung weiter reduzieren müssen. Angebot und Nachfrage werden gezwungen sein sich anzugleichen, was bedeutet, dass die Produktion eingestellt werden muss. Nach den API Daten und mit den Short-Coverings, starten die Futures an der ICE heute fester in den neuen Tag. Damit deuten sich bei den Inlandspreisen Aufwärtspotenziale zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bearish     Chartanalyse: neutral bis bullish

 

28. April 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 19.33 $      Crude (WTI): 11.35 $       Gasoil: 188.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9756   Rheinfracht:  41.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Neuer Long-Squeeze? Trader flüchten aus den Frontmonaten

Einige Mitglieder der OPEC+ Gemeinschaft haben bereits damit begonnen ihre Ölförderung vor dem 1. Mai zu reduzieren. Damit will man ein Zeichen setzen, dass man sich an die versprochenen Vorgaben halten wird und reagiert auf den anhaltenden Abwärtstrend der Preise.
Ob die Gruppe nun unzureichende Kürzungen früher oder später vornimmt hat keinen großen Einfluss auf die Gesamtkonstellation. Dies deutet weiter auf eine massive Überversorgung hin.
In Südkorea sind die kommerziellen Lager bereits voll und in den USA ist man auf dem besten Weg zu diesem Punkt.
Die US Ölbestandsdaten werden in den Fokus rücken, wobei hier vor allem auf Rohöl und Cushing zu achten ist. Mit dem Frontmonatswechsel bei Brent besteht die Gefahr eines neuen Long-Squeezes in dieser Woche, mit dem die Preise neue Rekord- bzw. Langzeittiefs markieren könnten. Im Vergleich zu gestern Nachmittag starten die Futures an den Ölbörsen weich, sodass sich am frühen Morgen weitere Preisnachlässe zu gestern andeuten.

Fundamental: bearish      Chartanalyse: bearish

 

27. April 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 20.64 $      Crude (WTI): 15.04 $       Gasoil: 198.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9720   Rheinfracht:  41.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Negativpreise bei ausgelasteten Lagern erneut denkbar

Die alles entscheidende Frage am Markt ist aktuell und in den kommenden Wochen: wie lange werden die aktuellen Lagerbestände noch reichen? In Cushing ist damit zu rechnen, dass die Limits eventuell schon Ende kommender Woche erreicht werden. Aber auch global ist die Lage nicht unbedingt viel entspannter, was die steigende Anzahl an Öltankern auf der ganzen Welt zeigt.
Können die Produzenten ihr Öl nicht einlagern, werden diese ihre Förderung sicherlich abstellen müssen.
Sollten die Lagerkapazitäten erschöpft sein, dürfte sich dieses Schauspiel vermutlich wiederholen, und nicht nur an der NYMEX. Als Ergebnis werden Unternehmen ihre Ölförderung einstellen müssen. Da davon auszugehen ist, dass einige Unternehmen durch diese Situation in die Pleite getrieben werden, dürfte es in der Folge schwer sein die Anlagen wieder hochzufahren.
Die Futures an den Ölbörsen geben in den Morgenstunden nach, und Gasoil hat bereits das späte Freitagstief unterschritten. Bei den Inlandspreisen deuten sich somit weitere Abwärtspotenziale an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish

 

24. April 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 21.91 $      Crude (WTI): 17.06 $       Gasoil: 216.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9770   Rheinfracht:  40.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Produktionskürzungen stützen - Ölfutures etwas fester

Eigentlich hatten die OPEC und ihre Partner Mitte April vereinbart, die Ölproduktion ab 1. Mai gemeinsam um 9,7 Mio. B/T zu reduzieren. Das Land ist schon einmal vorgeprescht und hat mitgeteilt, dass es bereits damit begonnen habe, die eigene Förderung zu reduzieren. Zwar kann man dies als psychologischen bullishen Faktor bezeichnen, der den Ölbörsen gestern zumindest etwas Auftrieb gab, sollten andere große Produzenten – wie beispielsweise Saudi-Arabien jedoch nicht ebenfalls unverzüglich die Produktion drosseln, wird der bullishe Effekt schnell wieder verhallen.
Solange die Covid19-Pandemie jedoch nicht vollständig unter Kontrolle gebracht und die Wirtschaft nicht wieder vollständig hochgefahren wird, bleibt von dieser Seite ein großes Fragezeichen.
Aktuell betrachten wir die fundamentale Situation insgesamt jedoch als neutral. Die Ölfutures an ICE und NYMEX kommen derzeit von ihren ersten Hochs wieder zurück. Da sich ICE Gasoil weicher präsentiert als im Tagesverlauf am Donnerstag, zeichnet sich bei den Inlandspreisen heute Morgen Abwärtspotenzial zu gestern ab.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral bis bullish

 

23. April 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 22.26 $      Crude (WTI): 15.25 $       Gasoil: 223.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9721   Rheinfracht:  38.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Saudis wollen Tanker für USA eventuell umleiten

Der US-Markt bleibt deutlich überversorgt. Dies zeigten gestern einmal mehr die Bestandsdaten des DOE für die Woche zum 17. April. Die landesweiten Rohölbestände stiegen auf den höchsten Stand seit etwa drei Jahren und das Zentrallager in Cushing füllt sich weiter.
Angesichts der weiterhin niedrigen Ölpreise dürfte sich der Produktionsrückgang noch fortsetzen. Der Dringlichkeitsbeschluss, für den die Energieregulierungsbehörde des US-Bundestaates Oklahoma am gestrigen Mittwoch gestimmt hat, dürfte Produktionskürzungen zumindest für die dort aktiven Ölunternehmen etwas leichter machen.
Gespannt bleiben die Händler, was die saudischen Öllieferungen in die USA angeht, die bereits unterwegs sind. Sollte die US-Regierung die Tanker tatsächlich daran hindern, ihre Ware in den USA zu löschen und die Saudi Aramco die Lieferungen umleiten würde sich das Problem nur verlagern.
Die fundamentale Situation wird daher von uns weiterhin als bearish betrachtet. Da der EUR/USD dazu weiterhin geschwächt bleibt, deutet sich bei den Inlandspreisen heute zunächst einmal Aufwärtspotenzial zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bullish

 

22. April 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 16.52 $      Crude (WTI): 11.21 $       Gasoil: 197.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9696   Rheinfracht:  38.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Abwärtsspirale dreht sich weiter – OPEC Sondermeeting ohne Ergebnisse

Die US-Rohölbestände steigen wie erwartet weiter und könnten innerhalb der kommenden Wochen an ihr Limit kommen. In 3 Wochen könnte es in Cushing soweit sein, doch das bezieht sich eher auf die Reports des DOE, die sich immer auf die Vorwoche beziehen. Es ist davon auszugehen, dass die Vorräte in Cushing pro Woche um etwa 5-6 Mio. Barrel zunehmen, zumindest, wenn man die letzten Wochen als Referenz heranzieht.
Die Nachfrage schrumpft zwei- oder dreimal so schnell wie das Angebot. Der Preisverfall ist ein brutaler, aber effizienter" Mechanismus, um die Produzenten davon zu überzeugen, Öl in der Erde zu lassen. Mit den zunächst noch steigenden Ölexporten der OPEC+ Gruppe wird die Lagerauslastung schnell zunehmen und die Preise weiter unter Druck setzen. Die Abwärtsspirale dreht sich heute Morgen weiter und die Ölpreise geben nach, sodass wir fundamental eine weiter klar bearishe Haltung einnehmen. Bei den Inlandspreisen deuten sich weitere starke Preisnachlässe an.

Fundamental: bearish       Chartanalyse: neutral bis bearish

 

21. April 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 25.36 $      Crude (WTI): 1.45 $       Gasoil: 256.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9708   Rheinfracht:  36.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Negativpreise: das Unvorstellbare ist passiert!

Was bei nicht ausreichenden Lagerbeständen passiert, hat man gestern eindrucksvoll erlebt. Die negativen Preise wird einige US-Produzenten sicherlich in den Ruin treiben, da im US-Inland einfach viel zu viel Öl vorhanden ist. Die Negativpreise für WTI waren somit mehr als ein Warnschuss für die Produzenten.
Durch den Lockdown verarbeiten die Raffinerien deutlich weniger Rohöl.
Die OPEC ist entsprechend gewarnt und prüft daher auch die Förderung schon früher als angekündigt zu reduzieren. Die OPEC und andere Produzenten dürften daher große Sorgen haben, was die kommenden Tage und Wochen noch bringen.
Die Futures an der ICE starten heute Morgen mit einer nachgebenden Tendenz in den Tag und testen ihre Vortagestiefs. Brent hat dieses schon leicht unterschritten, was bei WTI bei einem Preis von aktuell 1,51 Dollar noch nicht gelungen ist. Das sind noch immer 41,83 Dollar über dem Vortagestief. Bei den Inlandspreisen deuten sich damit noch immer deutliche Preisnachlässe zu gestern an.

Fundamental: bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish

 

20. April 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 27.55 $      Crude (WTI): 14.98 $       Gasoil: 273.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9677   Rheinfracht:  32.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Begrenzte Lagerkapazitäten: WTI fällt auf 21-Jahrestief

Die US Rohölsorte WTI ist mit Preisen von unter 15 Dollar heute Morgen auf den niedrigsten Stand seit über 20 Jahren gefallen.
Wer jetzt Rohöl kauft wird Probleme haben es zu verarbeiten, da die Raffinerien ihre Auslastung erheblich gedrosselt haben. Und wer das Öl nicht verarbeiten kann, der muss es einlagern. Da die Lagermöglichkeiten allerdings zusehends schwinden, findet sich derzeit kaum ein Käufer für WTI.
Analyst Andrew Tilton, von Goldman Sachs, geht davon aus, dass es kurzfristig wegen der begrenzten Lagermöglichkeiten noch Abwärtsrisiken gibt. Er erwartet in den nächsten paar Monaten noch "sehr, sehr niedrige Preise".
Der Preiseinbruch im Frontmonat WTI kann die übrigen Futures durchaus etwas nach unten ziehen. So lange die Nachfrage nicht deutlich anspringt, überwiegen dann die Verkäufe, sodass Preisdruck entsteht.
Heute Morgen orientieren sich die Preise an der ICE weiter nach unten und notieren unterhalb der Freitagsniveaus. Bei den Inlandspreisen deuten sich keine großen Preisnachlässe an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish

 

17. April 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 28.32 $      Crude (WTI): 19.66 $       Gasoil: 277.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9683   Rheinfracht:  30.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Saudi-Arabien und Russland vorbereitet auf weitere Kürzungen

Am gestrigen Donnerstag veröffentlichte auch die OPEC einen bearishen Monatsbericht. Nach den bearishen Berichten von EIA und IEA überraschte dies jedoch an den Ölmärkten kaum noch jemanden, weswegen der Bericht nur einen moderaten Einfluss auf die Preise hatte.
Einer gestern veröffentlichten gemeinsamen Mitteilung zufolge, sind Saudi-Arabien und Russland daher bereits auf weitere Produktionskürzungen vorbereitet. Diese könne man, sofern nötig, zusammen mit den übrigen OPEC+ Ländern im Juni umsetzen.
Unterdessen fragen sich die Marktteilnehmer, wann die US-Wirtschaft wieder hochgefahren werden wird. US-Präsident Trump hatte zwar am Donnerstagabend angekündigt, in einigen Bundesstaaten könnte es noch vor Mai soweit sein, davon abgesehen machte er jedoch zum zeitlichen Rahmen noch keine genaueren Angaben.
Ähnlich wie gestern orientieren sich die Ölfutures heute Morgen nach einer kurzen Erholung derzeit wieder nach unten. Da sie jedoch von einem höheren Niveau aus kommen, deutet sich bei den Inlandspreisen zu gestern Potenzial für Aufschläge an.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral bis bearish

 

16. April 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 27.94 $      Crude (WTI): 19.95 $       Gasoil: 268.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9650   Rheinfracht:  30.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC-Monatsbericht und Trump-Ansagen im Fokus

Die negativen Prognosen der EIA zum Nachfragewachstum im laufenden Jahr wurden von der IEA gestern noch einmal getoppt. Geht die EIA in ihrem aktuellen Monatsbericht von einem Rückgang der Nachfrage aus, rechnet die IEA sogar mit einem Rücksetzer um 9,3 Mio. B/T. Damit wäre der Internationalen Energieagentur zufolge ein Jahrzehnt des Nachfragewachstums ausradiert.
Ein umfangreiches Überangebot zeigten gestern auch die Daten des DOE zu den US-Ölbeständen wieder an. Während die Raffinerien ihre Produktion in der Woche zum 10. April erneut drastisch herunterfuhren nahmen die Rohölbestände deutlich zu. Angesichts des erneuten Rückgangs der Produktnachfrage stiegen aber auch die Vorräte an Destillaten und Benzin.
Die fundamentale Lage wird aktuell noch als neutral bis bearish eingeschätzt.
Nach der kurzen Erholung von Mittwochabend orientieren sich die Ölfutures mittlerweile auch wieder nach unten. Da jedoch auch der EUR/USD schwächer notiert , deutet sich bei den Inlandspreisen dennoch leichtes rechnerisches Abwärtspotenzial zu gestern Vormittag an.

Fundamental: neutral bis bearish       Chartanalyse: neutral bis bearish

 

15. April 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 29.89 $      Crude (WTI): 20.49 $       Gasoil: 279.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9610   Rheinfracht:  28.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Starke US-Ölbestandsaufbauten – Inlandspreise mit weiteren Abwärtspotenzialen

Die Saudi-Aramco hatte ihre Verkaufspreise für Lieferungen im Mai relativ spät bekanntgegeben, da man auf den Ausgang der OPEC+ Verhandlungen wartete.
Saudi-Arabien will nun Marktanteile sichern, denn die Saudis haben das gleiche Problem wie alle anderen Produzenten: die beschlossenen Kürzungen werden nicht ausreichen die Überversorgung zu beenden, weshalb man mit allen Mitteln um Abnehmer kämpft.
In den USA versucht man nun mit der Freigabe der für die strategischen Reserven reservierten Lagerbestände für Entlastung zu sorgen.
Angesichts der dennoch massiven Überversorgung, der unverkauften Mengen in Westafrika, den zunehmend ausgelasteten Lagerkapazitäten im US-Inland sowie der Fortsetzung des Preiskampfes durch Saudi-Arabien sind diese Maßnahmen vermutlich nicht viel mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Heute werden die Marktteilnehmer auf den IEA Monatsreport warten, der am späten Vormittag veröffentlicht wird. Die Futures bleiben aber dennoch weiter deutlich unter den Niveaus von gestern Nachmittag, sodass sich auch bei den Inlandspreisen deutliches Abwärtspotenzial ankündigt.

Fundamental: neutral bis bearish        Chartanalyse: neutral bis bearish

 

14. April 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 31.96 $      Crude (WTI): 22.54 $       Gasoil: 297.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9648   Rheinfracht:  24.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Historische Kürzung der OPEC+ ist unzureichend

Für Trump nehme die nun beschlossene Maßnahme der OPEC+ im Zusammenspiel mit den G-20 Ländern eher 20 als 10 Mio. B/T vom Markt. Das ist allerdings eine Milchmädchenrechnung. Die Produktionsausfälle in Libyen, Iran und Venezuela waren schon vor dem Deal vorhanden und sind damit keine Kürzung im Vergleich zu den Produktionsniveaus aus dem ersten Quartal.
Die Nachfrageausfälle im April und Mai werden von Goldman Sachs auf durchschnittlich 19 Mio. B/T geschätzt, sodass auch mit den Kürzungen im Mai eine Überversorgung bleiben würde. Sollten die Lager ihre Kapazitätsgrenzen erreichen dann bleibt nur noch die Lagerung auf Schiffen und Öltankern. Der Markt wird weiter nervös und volatil bleiben, denn gestern waren noch viele Händler im langen Osterwochenende und ein Großteil wird erst heute wieder zurück an die Märkte kommen. Momentan bleiben die Futures noch in einer engen Spanne, wobei diese unter den Niveaus vom Donnerstag bleiben, sodass sich bei den Inlandspreisen deutliche Abwärtsspielräume andeuten.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 

09. April 2020
 
Rohöl/Barrel: Brent: 33.46 $ Crude (WTI): 26.12 $ Gasoil: 296.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9726 Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Russland bereit für Kürzung
 
Das DOE meldete am Mittwoch einen Anstieg der US-Gesamtölbestände um 33 Mio. Barrel. Den massiven Nachfragerückgang konnte dies jedoch nicht ausgleichen und so zeigten die Daten des DOE eine Überversorgung am amerikanischen Markt.
Während sich die USA vermutlich nicht an gemeinschaftlichen Produktionskürzungen beteiligen werden, wollen die OPEC+ Länder und andere Produzenten mit einer solchen Maßnahme der Überversorgung am Weltmarkt jedoch entgegenwirken. Ob eine Einigung darauf gelingen wird, darüber sind sich die Analysten noch uneins.
Auch wenn es ein Abkommen gibt, bleibt immer noch die Frage, wann die Nachfrage sich wieder erhole. Derweil versuchen nicht nur die Ölproduzenten, sondern auch die Konsumenten etwas dafür zu tun, dass das Überangebot am Ölmarkt abnimmt. So will nach China nun auch Indien seine strategischen Reserven auffüllen.
Mit den Meldungen aus Russland hat die Wahrscheinlichkeit für ein OPEC++ (OPEC+ sowie weitere Produzenten) Abkommen zur Kürzung der Produktion zugenommen. Bei den Preisen hat sich leichtes Abwärtspotenzial zu gestern ergeben.
 
Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

8. April 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 32.51 $      Crude (WTI): 24.86 $       Gasoil: 300.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9726   Rheinfracht:  24.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

US Ölbestände stark gestiegen – US Ölförderung wird 2020/21 sinken

Trader warten auf Nachrichten zum Stand der Verhandlungen aus OPEC Kreisen. Es ist zu erwarten, dass eine mögliche Einigung auf Produktionskürzungen vorab durchsickern. Die Zahlen des API von gestern Abend lassen erwarten, dass auch das DOE heute einen bearishen Bestandsbericht veröffentlichen wird. Vermutlich wird die Zahl zur US Fördermenge stärker im Fokus stehen, da man eine Reduzierung der Produktion erwartet.
Der EIA Monatsreport scheint den US Präsidenten zu bestätigen, denn dieser sieht statt eines Wachstums in 2020 und 2021 nun einen Produktionsrückgang um -0,47 und -0,73 Mio. B/T. Eventuell sind dies Werte mit denen sich Russland und andere Länder zufrieden geben und eine Kürzung durchführen werden.
Die Marktlage bleibt vorerst weiter sehr volatil und von der Entscheidung der OPEC+ Länder am morgigen Donnerstag abhängig. Wir schätzen die fundamentale Konstellation daher unverändert neutral ein. Für das Inland zeichnen sich mit dem späten Kurseinbruch gestern zunächst allerdings Preissenkungen an.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral

 

7. April 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 34.00 $      Crude (WTI): 27.00 $       Gasoil: 309.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9761   Rheinfracht:  23.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Schwindende Lagerkapazitäten setzen OPEC+ unter Druck

Es gibt begründete Skepsis, dass die ölproduzierenden Länder in dieser Woche Einigkeit bei dem Vorhaben eine gemeinsame Produktionskürzung zu beschließen erreichen.
Gespannt sein darf man auf das G-20 Sondertreffen am Freitag, dass nach dem OPEC+ Meeting vom Donnerstag stattfinden soll. Ein starker Anreiz sich auf Produktionskürzungen zu einigen dürften die zunehmend ausgelasteten Lagerbestände auf der ganzen Welt sein.
Einen Hoffnungsschimmer bezüglich der Ölnachfrage kommt unterdessen aus China, dem größten Ölimporteur der Welt. Die Raffinerien könnten in diesem Monat ihre Verarbeitung wieder in etwa auf das Durchschnittsniveau von letztem Jahr anheben. Auch in Österreich macht man sich erste Gedanken zu einem Restart der Wirtschaft, während die Nachfrage in den USA vermutlich noch weiter sinken wird, bevor sich die Lage verbessert.
Die Futures an der ICE ziehen in den Morgenstunden an und steigen über die Niveaus von gestern Nachmittag. Für das Inland deuten sich Aufwärtspotenziale zu Gestern an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 

6. April 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 33.44 $      Crude (WTI): 27.37 $       Gasoil: 305.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9766   Rheinfracht:  23.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC+ verschiebt Sondermeeting – Trump droht mit Zöllen

Bevor es zu einer koordinierten Kürzung kommt, sind noch viele Fragen offen. Wer kürzt wie viel, wie werden die Kürzungen gemessen und wie kontrolliert?!
Unterdessen gehen Experten davon aus, dass es der OPEC ohnehin nicht gelingen kann die Preise nachhaltig zu stützen. Auch bei der IEA sieht man das Vorhaben der OPEC+ Länder weiter sehr skeptisch.
Im April werde die Ölnachfrage durch den reduzierten Berufsverkehr, die wirtschaftliche Abschwächung sowie den Ausfall von Flügen sinken. Selbst wenn die Ölproduzenten ihre Fördermengen reduzieren würden, würde das die Ölbestände im zweiten Quartal steigen lassen, so die Einschätzung des Chefs der IEA. Die Aussicht auf ein OPEC+ Sondermeeting am Donnerstag und die Chance einer Produktionskürzung verhindert weitere Wetten auf fallende Preise.
Zwar gaben die Preise an ICE und NYMEX zur Eröffnung heute Morgen etwas nach, mittlerweile ziehen diese aber wieder an, sodass sich bei den Inlandspreisen heute Morgen Preissteigerungen im Vergleich zu Freitag andeuten.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bullish

 

3. April 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 28.53 $      Crude (WTI): 23.82 $       Gasoil: 282.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9738   Rheinfracht:  24.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Zweifel an Wirkung einer potenziellen OPEC+ Kooperation - Rohölfutures etwas weicher

Bei über einer Million liegt mittlerweile die Zahl der bestätigten SARS-CoV-2-Infizierten. Etwa 53.000 Menschen sollen an der Lungenkrankheit Covid19 offiziellen Daten zufolge bereits gestorben sein. Einige Länder haben ihre Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zuletzt noch einmal verlängert.
Dies beeinflusst auch die Schätzungen zur Entwicklung der Ölnachfrage. So geht man beim Handelshaus Trafigura mittlerweile davon aus, dass wohl etwa 35 Mio. B/T an Nachfrage zerstört werden.
Die Händler werden auch auf die Bekanntgabe eines möglichen Termins für ein OPEC+ Treffen warten. Selbst wenn dieses stattfinden sollte und die Produzenten sich auf eine Kürzung einigen könnten, zeigt die fundamentale Situation jedoch weiterhin „Nachfragezerstörung und Bestandsaufbauten“ an. Die „Angst und das Durcheinander“ am Markt erinnere an die Finanzkrise, so Driscoll.
Am Freitagmorgen notieren die Rohölfutures an ICE und NYMEX unter dem Niveau der Settlementwerte von Donnerstag, wohingegen ICE Gasoil fester ist. Daher zeichnet sich für das Inland leichtes Aufwärtspotenzial zu gestern ab.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bullish

 

2. April 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 26.92 $      Crude (WTI): 21.78 $       Gasoil: 280.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9670   Rheinfracht:  24.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Trump bespricht Lage mit US-Ölunternehmen - Ölfutures fester

Die Auswirkungen der Maßnahmen, mit denen man die Covid19-Pandemie unter Kontrolle bekommen will, auf die Nachfrage zeigen sich auch in den USA mittlerweile deutlich. Schon zum zweiten Mal in Folge sank die Gesamtnachfrage nach Produkten in Übersee beträchtlich. Auch die Nachfrage der Raffinerien nach Rohöl nahm in der vergangenen Woche ab, was letztlich zu einem Anstieg der US-Gesamtölbestände führte.
Wie sich die Situation am Ölmarkt weiter entwickelt dürfte nun einerseits davon abhängen, welche Maßnahmen die US-Regierung und die Ölproduzenten vereinbaren, und andererseits davon, wie stark sich der Kampf um Preise und Marktanteile zwischen Saudi-Arabien und Russland noch verschärfen wird.
Heute Morgen zogen die Ölfutures an ICE und NYMEX zunächst einmal an, während der EUR/USD geschwächt blieb. Da der ICE Gasoil Kontrakt allerdings noch unter dem Niveau vom frühen Mittwochnachmittag notiert, deuten sich für das Inland derzeit weiterhin Möglichkeiten für leichte Preisnachlässe an.

Fundamental: bearish         Chartanalyse: bullish

 

1. April 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 25.83 $      Crude (WTI): 20.52 $       Gasoil: 286.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9610   Rheinfracht:  24.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölnachfrage könnte um 30 Mio. B/T fallen – WTI testet 20 Dollar-Marke

Bisher scheint kein Ende des Preiskrieges zwischen der OPEC und Russland in Sicht zu sein. Ölproduzenten wie der Irak werden im April ihre Förderung und Exporte weiter hochfahren, während Saudi-Arabien ebenfalls weitere Exporte ankündigt. Analysten schätzen, dass am Wochenende bei der Saudi Aramco eine weitere Preissenkung für Lieferungen im Mai beschlossen werden könnte.
Durch die Eindämmungsmaßnahmen in der Corona-Pandemie kommt auch in den USA das öffentliche Leben immer mehr zum Stillstand.
Die Bestände würden weiter steigen und Kapazitäten der Lagerauslasten. Früher oder später wird die Ölförderung sinken müssen, wenn nicht freiwillig, dann durch eine Auslastung der Lager. Langfristig könnte die aktuelle Entwicklung dem Markt dabei helfen wieder in Balance zu bringen und die Preise steigen zu lassen, kurz- bis mittelfristig ist der Druck noch enorm.
Die Ölpreise an ICE und NYMEX starten unter den Niveaus von gestern Mittag in den Tag, sodass sich für das Inland momentan deutliche Preisnachlässe ankündigen.

Fundamental: bearish       Chartanalyse: neutral

 

März 2020

31. März 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 23.00 $      Crude (WTI): 21.31 $       Gasoil: 299.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9600   Rheinfracht:  24.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Short-Coverings nach Langzeittiefs – USA und Russland stimmen sich ab

Die Lagerkapazitäten werden zunehmend und immer schneller knapp, da Raffinerien in Europa und Nordamerika ihren Durchsatz reduzieren oder komplett abgeschaltet werden. In Europa soll die Verarbeitung von Rohöl bereits um etwa 1,3 Mio. B/T gesunken sein.
In China steigert man wieder die Raffinerieauslastung, doch von einer Normalisierung am Markt ist man noch weit entfernt.
Wenn die Ölpreise niedrig sind, nimmt die Nachfrage für gewöhnlich zu, auch wird mehr gereist und gefahren. Je länger die Maßnahmen andauern, desto härter trifft dies den Markt. Eine mögliche Kooperation und Produktionskürzungen von Saudi-Arabien, Russland und der OPEC könnte die Preise stützen, doch selbst wenn die OPEC+ Anfang März die Produktionskürzung weitere ausgedehnt hätte, würde der Ölpreis auch höher sein als aktuell, so die Einschätzung.
ICE Gasoil zieht am Morgen etwas an, bleibt aber knapp unter dem Niveau von gestern Mittag. Es deuten sich unterm Strich somit nur kleinere Anpassungen für Diesel und Heizöl an.

Fundamental: neutral bis bearish       Chartanalyse: neutral

 

30. März 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 23.48$      Crude (WTI): 20.59 $       Gasoil: 304.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9559   Rheinfracht:  23.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Sondermeeting der OPEC abgelehnt - WTI fällt auf 18-Jahrestief

Der Nachfragerückgang, der durch die globale Corona-Pandemie ausgelöst wird, dürfte bei den letzten Prognosen der Monatsreports von OPEC, EIA und IEA deutlich unterschätzt worden sein.
Durch die steigenden Vorräte haben Raffinerien in Europa und den USA bereits angefangen ihre Produktion zu drosseln, weshalb Saudi-Arabien Probleme hat sein Öl am Markt unterzubringen.
Durch die geringere Abnahme der Raffinerien und die anstehende Produktionssteigerung der OPEC+ Länder, die diese nach dem gescheiterten Meeting Anfang März angekündigt hatten, kommen vor allem die Rohölsorten Brent und WTI unter Druck. WTI hat dabei ein neues 18-Jahrestief erreicht. Deutlich weniger Verluste zeigen sich hingegen bei den Produkt-Futures. Während die reduzierte Auslastung der Raffinerien das Überangebot bei Rohöl forciert, dämpft dies den Effekt auf die Preise für die Produkte.
Auch wenn sich Gasoil im Vergleich zu Freitag gut behaupten kann, so ist der Euro/Dollar-Kurs deutlich fester. Für das Inland bedeutet dies bei den Vormittagspreisen, dass sich keine starken Preisveränderungen andeuten.

Fundamental: bearish           Chartanalyse: neutral/bearish

 

27. März 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 26.40 $      Crude (WTI): 22.99 $       Gasoil: 303.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9600   Rheinfracht:  23.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

IEA-Chef sieht Nachfragerückgang um 20 Mio. B/T

Die G20-Staaten versprachen in einer gemeinsamen Abschlusserklärung zum außerordentlichen G20-Gipfel am gestrigen Donnerstag, man werde sich der „gemeinsamen Bedrohung der Covid19-Pandemie „geeint entgegenzutreten.“
Auf die Entwicklung an den Ölbörsen hatte diese Erklärung kaum Einfluss. Die zuletzt von zahlreichen Regierungen und Notenbanken bereits angekündigten finanziellen Hilfspakete sind bereits größtenteils eingepreist. Zudem gab es bislang keine Neuigkeiten, was die geplante Produktionspolitik Saudi-Arabiens betrifft. Die USA wollten das Königreich beim G20-Gipfel eigentlich dazu anhalten, die Produktion ab April nicht so deutlich zu steigern wie angekündigt.
Was Saudi-Arabiens Produktionssteigerung angeht, bleibt abzuwarten, ob sich diese überhaupt so umsetzen lässt wie von Riad geplant.
Nichtsdestotrotz bleibt die fundamentale Situation jedoch vorerst weiterhin neutral bis bearish. Die Ölfutures an ICE und NYMEX weichen auch heute Morgen kaum von den Schlusswerten von Mittwoch ab, während der EUR/USD etwas fester notiert. Daher deuten sich bei den Inlandspreisen Abwärtspotenziale zu gestern an.

Fundamental: neutral/bearish        Chartanalyse: neutral

 

26. März 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 27.16 $      Crude (WTI): 24.13 $       Gasoil: 307.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9742   Rheinfracht:  23.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Händler warten auf Ergebnisse der G20-Videokonferenz

Das DOE meldete am Mittwochnachmittag den neunten wöchentlichen Anstieg der US-Rohölbestände in Folge. Über einen so langen Zeitraum hatten die landesweiten Rohölbestände seit November 2018 nicht mehr zugenommen.
Angesichts der Bestandsabbauten bei Benzin und Diesel sowie des leichten Rückgangs der US-Rohölproduktion gab der Bericht des DOE keine klaren Impulse.
Laut Edward Moya von OANDA, wird die Nachfrage auch weiterhin nachlassen und die Unsicherheit über eine Erholung bei Reiseaktivität und im Handel wird vorerst nicht weggehen. „Wir werden WTI auf dem Niveau von 20 Dollar oder sogar 15 bis 17 Dollar sehen, weil jeder so auf die Auswirkung des [SARS-CoV-2-] Virus konzentriert ist und weil es für die USA ein entscheidendes Niveau erreicht hat,“ so Moya.
Während die Ölfutures ICE und NYMEX nur geringfügig von den Schlusswerten von Mittwoch abweichen und der EUR/USD etwas fester notiert, deuten sich bei den Inlandspreisen aktuell nur geringfügige Abwärtspotenziale zu gestern an.

Fundamental: neutral/bearish      Chartanalyse: neutral

 

25. März 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 27.99 $      Crude (WTI): 24.94 $       Gasoil: 311.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9798   Rheinfracht:  23.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Trumps Zweckoptimismus stützt Ölpreise – Analysten bleiben aber noch skeptisch

Trader sind voll und ganz auf die Entwicklungen der Corona-Krise fokussiert. In Italien, das aktuell noch als Epizentrum gilt, hat sich die Kurve der Neuinfektionen ganz leicht abgeflacht und auch in Deutschland zeigen sich erste positive Tendenzen. In China hat man die Quarantäne der Provinz Hubei bereits aufgehoben, sodass die schlimmsten Einschnitte in das öffentliche Leben und das Wirtschaftswachstum eventuell schon vorbei sind.
Es verbreitet zumindest ganz leicht Hoffnung, aber Länder wie die USA, Großbritannien und auch Spanien wird es wohl erst noch deutlich schlimmer werden, bevor sich eine Besserung einstellt.
Die Gefahr einer Erhöhung des Angebots durch OPEC und Russland ist ein weiteres Abwärtsrisiko für den Markt," so deren Warnung.
Mit der Stabilisierung und der leichten Aufwärtsbewegung an der ICE in der Nacht, starten die Futures relativ fest im Vergleich zum Vortag, sodass sich bei den Inlandspreisen aktuell Preissteigerungen zu gestern andeuten.

Fundamental: neutral/bearish       Chartanalyse: neutral/bullish

 

 

24. März 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 28.02 $      Crude (WTI): 24.44 $       Gasoil: 306.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9786   Rheinfracht:  23.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures ziehen in der Nacht an – Analysten bleiben skeptisch

Die Ölpreise reagieren aktuell bullish auf die stützenden Maßnahmen der Regierungen und Hilfsprogramme der Notenbanken. Zuletzt war es die Fed, die künftig Anleihen kaufen möchte, ohne sich in der Höhe der Investition zu beschränken. Das pumpt viel Geld in die Wirtschaft und in die Unternehmen, was die Aktienmärkte stützt und den Dollar etwas unter Druck bringt.
Am Wochenende wurde nun auch in India ein Lockdown und Ausgangssperren verhängt. Das Land gehört zu einem der größten Ölimporteure der Welt. Der reduzierte Verkehr und die Schließung von Unternehmen wird die internationale Ölnachfrage erneut schwächen, während in den USA noch lange keine so strikten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wie in Europa getroffen wurden. Von daher bleiben wir bei unserer fundamental neutral bis bearishen Markteinschätzung.
Mit dem Anstieg der Preise an ICE und NYMEX deuten sich für heute Morgen erst einmal neue und starke Preissteigerungen für das Inland an.

Fundamental: neutral/bearish        Chartanalyse: neutral/bullish

 

23. März 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 26.26 $      Crude (WTI): 22.83 $       Gasoil: 289.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9828   Rheinfracht:  23.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

USA zum nächsten OPEC Meeting eingeladen – Wochenstart mit deutlichen Verlusten

Die Ölbörsen wurden in der letzten Woche von den globalen Entwicklungen hart getroffen. Der Ölpreis fiel mit dem Schluss am Freitag um 29% innerhalb von einer Woche. Die Futures hielten sich oberhalb dieser Marken, während die Volatilität und Kursbewegungen zunahmen. Dies könnte für eine vorläufige Bodenbildung sprechen.
Noch immer sind sich die Analysten extrem uneinig, wie stark die Ölnachfrage leiden wird. Ab April werden die Ölproduzenten zudem ihre Ölförderung steigern, sollte eine überraschende Einigung zwischen Russland und der OPEC nicht doch noch gelingen.
Ohne eine Begrenzung der Produktion gehen Analysten davon aus, dass wir die niedrigsten Preise noch nicht gesehen haben. Die fundamentale Konstellation ist extrem instabil, ebenso wie auch die Kurse sehr volatil bleiben. Zur Eröffnung des Handels in der Nacht rutschten die Preise an den Ölbörsen deutlich ab und fielen unter ihre Tiefs vom Freitag. Dadurch ergibt sich bei den Inlandspreisen Abwärtsdruck, sodass sich deutliche Nachlässe zu Freitag abzeichnen.

Fundamental: neutral/bearish       Chartanalyse: neutral/bullish

 

20. März 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 29.44 $      Crude (WTI): 26.33 $       Gasoil: 306.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9779   Rheinfracht:  22.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Trump deutet Preisintervention an – Short-Coverings lassen Notierungen steigen

In der US Regierung ist die Freude an den niedrigen Ölpreisen mittlerweile verflogen. Aus allen Ecken kommen Vorstöße die Preise zu stützen, die mittlerweile von einem Embargo und Sanktionen gegen andere Länder, über das Auffüllen der strategischen Reserven, bis hin zu Quoten für die eigene Ölförderung reichen.
Saudi-Arabien wird dies genau beobachten und könnte die Gunst der Stunde nutzen und eine Beteiligung der US Schieferölindustrie an den Produktionskürzungen fordern.
Ohne einen Deal zur Regulierung des Ölangebots haben die Ölpreise keine Chance sich von den aktuellen Tiefs zu erholen.
Die Tatsache, dass die US Ölunternehmen nun selbst einen Vorstoß zur Preisregulierung gewagt haben und auch Trump im Preiskrieg intervenieren will, sorgt zwar nicht unbedingt dafür, dass wieder auf steigende Preise spekuliert wird, jedoch nehmen Trader Gewinne aus Short-Positionen mit, was die Notierungen stützt. Die Futures handeln daher deutlich über den Niveaus vom Vortag, sodass sich für das Inland aktuell starke Preissteigerungen andeuten.

Fundamental: neutral/bearish      Chartanalyse: neutral/bullish

 

19. März 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 26.14 $      Crude (WTI): 22.95 $       Gasoil: 282.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9657   Rheinfracht:  22.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Russland hätte gerne höhere Preise, bleibt jedoch im Wartemodus

Regierungen und Notenbanken versuchen derzeit mit fiskalen und geldpolitischen Stimuli die wirtschaftlichen Konsequenzen der Covid19-Pandemie einzudämmen. Am gestrigen Mittwoch beschloss beispielsweise die EZB ein Anleihenkaufprogramm im Umfang von 750 Milliarden Euro.
Selbst in Russland scheint der jüngste Preisrutsch an den Ölbörsen mittlerweile Unbehagen auszulösen. Auch dort hat man registriert, dass die Preise niedrig sind. Allerdings tendiert Moskau immer noch dazu, den Markt weiterhin „genauestens zu beobachten“ und zu analysieren, bevor man auf die OPEC zugehen will.
Angesichts des Preiskampfs zwischen Saudi-Arabien und Russland sowie der Auswirkungen der Covid19-Pandemie auf die Ölnachfrage waren die Ölbestandsdaten der USA bereits in den vergangenen Wochen in den Hintergrund gerückt.
Die fundamentale Situation bleibt bearish, abzuwarten bleibt, inwieweit der stützende Einfluss der Maßnahmen von EZB und US-Regierung nicht auch heute einfach verpufft. Da die Futures an den Ölbörsen heute Morgen weiterhin unterhalb der Niveaus vom frühen Mittwochnachmittag notieren, zeichnet sich bei den Inlandspreisen noch Abwärtspotenzial ab.

Fundamental: bearish       Chartanalyse: neutral

 

18. März 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 28.31 $      Crude (WTI): 26.28 $       Gasoil: 297.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9583   Rheinfracht:  22.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Irak bittet um OPEC Sondermeeting - Fällt Brent auf 20 Dollar?

Die Halbwertszeit von Marktvorhersagen und Prognosen hat in selben Maße abgenommen wie sich das Coronavirus auf der Welt verbreitet hat. Alle Einschätzungen sind bereits nach wenigen Tagen überholt. Mittlerweile gehen einige Analysten davon aus, dass die Preise noch bis auf 20 Dollar, möglicher Weise darunterfallen könnten.
Die Gefahr einer globalen Rezession sei gestiegen, weshalb man die bisherige Vorhersage für den Durchschnittspreis Brent von 62 auf 43 Dollar gesenkt hat.
So lange die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie weiter verschärft werden und sich Russland und Saudi-Arabien im Streit um die Ölproduktion nicht annähern, lässt sich kein bullishes Szenario für die Ölbörsen konstruieren.
Von fundamentaler Seite gibt es daher keinen Grund an der bearishen Situation zu rütteln, weshalb wir unsere Einschätzung unverändert belassen. Da die Futures an den Ölbörsen unter den Tageswerten von gestern Nachmittag notieren, deuten sich für das Inland aktuell erneut Abwärtspotenziale an.

Fundamental: bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish

 

17. März 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 30.72 $      Crude (WTI): 29.93 $       Gasoil: 308.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9484   Rheinfracht:  20.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

4-Jahrestief – Russland und Saudi-Arabien halten an Preiskrieg fest

Die Regierungen in den USA und Europa beschließen immer mehr den Shutdown der heimischen Wirtschaft. Nach den Einschränkungen im Flugverkehr sind mittlerweile auch inländische Reisen oder Reisen mit Bus untersagt. Dies wird den Ölbedarf weiter reduzieren, sodass die Analysten ihre Nachfrageprognosen immer weiter anpassen.
In der letzten Woche ging die EIA in ihrem Monatsreport noch von einem globalen Ölnachfragewachstum aus, während die IEA mit einem leichten Rückgang der Ölnachfrage rechnete.
WTI ist derzeit etwas weniger stark als Brent von der Abwärtsdynamik betroffen, was auf die angekündigten Zukäufe für die strategischen Reserven in den USA zurückzuführen ist. Doch die Möglichkeiten sind begrenzt.
Die Futures an ICE und NYMEX können sich in den Morgenstunden von den 4-Jahrestiefs etwas erholen. Im Vergleich zu gestern deuten sich aktuell geringere Veränderungen bei den Inlandspreisen als in den letzten Tagen an, die Tendenz geht dabei aber zu weiteren.

Fundamental: bearish       Chartanalyse: neutral

 

16. März 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 31.86 $      Crude (WTI): 30.40 $       Gasoil: 316.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9463   Rheinfracht:  19.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Fed Beruhigungspille verpufft – WTI testet 30 Dollar-Marke

Die Ereignisse überschlagen sich in den letzten Wochen fast täglich. Mittlerweile ist auch klar, dass sich die durch das Coronavirus hervorgerufenen Nachfrageprobleme nicht auf China beschränken lassen. Flugstreichungen, Einreiseverbote, Grenzkontrollen, Home Office, Schulschließungen und andere Maßnahmen werden den Ölbedarf auch in Europa und Nordamerika hart treffen.
In den meisten Unternehmen wird die Lage täglich neu bewertet und der physische Handel steht auch im Inland vor einer Bewährungsprobe. Schon jetzt wird durch die Streichungen von Flügen sehr viel weniger Kerosin abgenommen, sodass die Lagerbestände steigen. Dies wird bei anderen Produkten auch so kommen.
Die Futures an ICE und NYMEX brachen zum Handelsauftakt der neuen Woche erst einmal ein, konnten sich danach allerdings wieder leicht fangen. Die Notierungen an ICE und NYMEX notieren trotz Aufwärtskorrektur noch immer sehr deutlich unter den Niveaus vom Freitag. Für das Inland bedeutet dies, dass erneut mit massiven Preissenkungen im Vergleich zu Freitag zu rechnen ist.

Fundamental: bearish       Chartanalyse: neutral bis bearish

 

13. März 2020
 
Rohöl/Barrel: Brent: 34.37 $ Crude (WTI): 32.71 $ Gasoil: 348.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9433 Rheinfracht: 19.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Preise kommen von Vortagestiefs zurück -USA führen Vergeltungsschlag gegen pro-iransiche Milizen aus
 
Die Sorgen der Marktteilnehmer hinsichtlich der Entwicklung der Nachfrage haben sich mit dem Einreiseverbot der USA für Reisende aus Europa zuletzt noch verstärkt. Der Einreisestopp sei ein „herber Schlag" vor allem für die Kerosinnachfrage.
Ebenso unwahrscheinlich ist wohl ein baldiges Treffen der OPEC+ Länder. Der Kreml teilte am gestrigen Donnerstag mit, es gebe bislang keine Pläne, mit Saudi-Arabien und der OPEC in Kontakt zu treten, um über den Ölmarkt zu sprechen. Der Vorstandsvorsitzende der Gazprom Neft gab darüber hinaus an, sein Unternehmen werde die Ölproduktion im April steigern.
Während Saudi-Arabien und Russland den Markt bald mit Öl fluten könnten, könnte ein Rücksetzer bei der US-Rohölproduktion den Druck etwas lindern. Einige amerikanische Ölunternehmen haben bei der US-Regierung nun offenbar auch angeregt, eine Ausnahmeregelung im Hinblick auf den Jones Act zu erarbeiten.
Zunächst bleibt die fundamentale Situation am Markt jedoch erst einmal bearish, zumal weder die Maßnahmen der US-Regierung noch die geldpolitischen Maßnahmen der Notenbanken derzeit auszureichen scheinen, um die Risikoaversion der Marktteilnehmer zu dämpfen. Zu gestern ergibt sich daher bei den Preisen leichtes Aufwärtspotenzial.
 
Fundamental: bearish      Chartanalyse: neutral
 
 
12. März 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 33.91 $ Crude (WTI): 31.32 $ Gasoil: 357.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9341 Rheinfracht: 19.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreise sinken erneut - US-Einreisestopp für Reisende aus Europa und Produktionssteigerungen

Die Ölbestände der USA sanken in der vergangenen Woche erneut. Zwar nahmen die landesweiten Rohölbestände stark zu, stärker noch war allerdings der Rückgang bei den Produktbeständen. Der Kampf um Marktanteile zwischen Saudi-Arabien und Russland, der mit dem Scheitern des letzten OPEC+ Treffens begann, sowie die Frage, wann sich die Ölnachfrage wieder erholen wird, ließ den Einfluss der DOE-Daten schon in den vergangenen Wochen schwinden.
Die Tatsache, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Ausbreitung des Covid19-Virus seit gestern als Pandemie einstuft, belastete die Ölfutures heute Morgen ebenso wie die Ankündigung eines Einreisestopps für Reisende aus Europa in die USA. Die Aktienmärkte dürften angesichts dieser Meldungen heute erneut Verluste markieren.
Die Aussage des stellvertretenden russischen Energieministers, dass zusätzliche Kürzungen keinen Sinn machen würden, wenn man nicht weiß, wie stark die Nachfrage noch sinkt, macht zudem wenig Hoffnung darauf, dass sich Saudi-Arabien und Russland doch noch einig werden.
Die Veränderungen, die sich auf fundamentaler Seite zuletzt ergeben haben führen dazu, die fundamentale Konstellation heute Morgen als bearish einstufen. Der erneute Kursrutsch deuten bei den Preisen auf deutliches Abwärtspotenzial zu gestern hin.

Fundamental: bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 
11. März 2020
 
Rohöl/Barrel: Brent: 36.98 $ Crude (WTI): 34.01 $ Gasoil: 374.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9345 Rheinfracht: 19.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Ölpreise am Morgen fester - Vermittlungsversuche zwischen Saudi-Arabien und Russland
 
Der Streit zwischen Russland und Saudi-Arabien ist gestern weiter eskaliert. Saudi-Arabien will die Förderung im April sogar auf ein neues Rekordniveau anheben.
Auch Irak und Nigeria sind dabei und haben für kommenden Monat gesteigerte Exporte angekündigt. Mit dem Bruch zwischen Russland und der OPEC ist für April auch das bisherige Produktionsabkommen hinfällig, denn das lief nur bis Ende März. Sollten die Fördersteigerungen tatsächlich so kommen, würden die Ölbestände in bisher nie dagewesenem Umfang zulegen, denn zeitgleich ist die weltweite Ölnachfrage durch das Coronavirus massiv reduziert.
Die Vermittlungsversuche zwischen Russland und Saudi-Arabien laufen. Bis Ende März bleibt nun noch Zeit die Produktionssteigerungen zu verhindern. Gelingt dies nicht, würden die Preise wohl noch einmal massiv fallen. Dann sehen einige Experten das Potenzial für einen Test der 20 Dollar Marke. Sollten sich Russland und Saudi-Arabien aber einigen, dürften die Preise wieder kräftig anziehen.
Diese Aussicht gibt den Ölbörsen heute Morgen zumindest etwas Rückenwind und hat die Panik unter den Händler reduziert.
Mit dem Kurssprung nach oben in der Nacht deuten sich nun auch für Heute erneute Preissteigerungen an.
 
Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: bullish
 
 
 
10. März 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 36.31 $ Crude (WTI): 32.81 $ Gasoil: 363.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9344 Rheinfracht: 18.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preiserholung nach Langzeittiefs – Analysten rechnen mit weiteren Abwärtsbewegungen

Die IEA hatte gestern ihre Prognosen zur globalen Marktlage der aktuellen Entwicklung des Coronavirus angepasst. Der Bericht zeigt klar, dass der Nachfrageschock größer als bisher gedacht sein wird. Weniger Nachfrage, dafür eine unverändert stark steigende Ölförderung der Nicht-OPEC Länder und nun noch die Produktionssteigerung der Saudis. Der Markt wird daher nicht nur von einem massiven Nachfrageschock getroffen, sondern gleichzeitig noch von einem Angebotsschock in Form einer steigenden Ölförderung.
So lange der Preiskrieg nicht beendet wird und Russland und Saudi-Arabien sich nicht einigen, wird der Preisdruck sehr wahrscheinlich noch weiter bestehen bleiben. Und momentan macht es nicht den Anschein, als würden sich die beiden Seiten annähern. Insofern sind die Tiefs vermutlich noch nicht erreicht und die Preise könnten noch weiter fallen. Der Chef der IEA bezeichnete das aktuelle Verhalten Saudi-Arabiens und Russlands daher als "Russisches Roulette".
Nur eine Einigung könnte den Preisrutsch wohl stoppen. Die Preise können nun zwar auch anziehen, doch dies ist keine abschließende Bodenbildung.
In den frühen Morgenstunden ziehen die Futures an, sodass sich damit aktuell deutliche Preissteigerungen andeuten.

Fundamental: bearish      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 
09. März 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 33.79 $ Crude (WTI): 29.97 $ Gasoil: 338.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9210 Rheinfracht: 18.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC+ am Ende – Saudi-Arabien beginnt Preiskrieg

Den Nachfrageschock, den man in China gesehen hat bzw. auch noch immer sieht, wird sich nun global ausbreiten. Noch ist allerdings nicht klar wie stark die Nachfrage betroffen ist, allerdings könnten die Auswirkungen schwerwiegender als in der Wirtschaftskrise 2008/09 sein. Damals hat die OPEC mit Produktionskürzungen entgegengewirkt, diesmal jedoch ist die Gruppe an der Partnerschaft mit Russland zerbrochen. Es ist zwar nicht das Ende der OPEC oder der OPEC+, aber der Preiskampf innerhalb der Gruppe kommt zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt.
Die Absicht der Saudis ist es, Russland durch einen Ölpreisverfall an den Verhandlungstisch zurück zu zwingen. Die meisten strukturellen Indikatoren deuten jedoch darauf hin, dass Russland gegenüber niedrigeren Ölpreisen widerstandsfähiger ist als Saudi-Arabien. Es ist daher nicht klar, ob dies funktionieren wird.
Der Preisverfall ist heute Morgen massiv. Der Tiefstpreis bei Brent in den Morgenstunden lag 31,5% unter dem Schlusspreis vom Freitag.
Bis die Marktteilnehmer die Situation eingepreist haben wird der Markt sicherlich extrem volatil und unberechenbar bleiben. Bei den Inlandspreisen deuten sich mit dem massiven Kurseinbruch heute Morgen auch extreme und bisher nie dagewesene Abwärtspotenziale zum Vortag an. Diese sind derart massiv, dass es kaum vorstellbar ist wie viel von diesem Potenzial in den Handel weitergegeben wird.

Fundamental: bearish      Chartanalyse: neutral
 
 
06. März 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 49.55 $ Crude (WTI): 45.99 $ Gasoil: 442.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9456 Rheinfracht: 18.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC will zusätzliche Kürzungen bis Ende 2020 - Ölfutures dennoch weicher

Wie die jüngste Zinssenkung der Fed hatte am gestrigen Donnerstag auch die Einigung der OPEC auf weitere Produktionseinschnitte keinen maßgeblichen bullishen Einfluss auf die Ölbörsen. Zu stark waren offenbar noch die Zweifel daran, dass Russland diesen zusätzlichen Kürzungen beim heutigen OPEC+ Treffen zustimmen wird. Allerdings hatte sich das Land bisher noch nicht einmal dazu hinreißen lassen, zu weiteren Kürzungen in geringerem Umfang klar Stellung zu beziehen.
Was die Nachfrage betrifft, so rechnet die OPEC mittlerweile damit, dass diese 2020 nur noch um +0,48 Mio. B/T zunehmen werde. Damit hat die Organisation die Prognosen aus ihrem letzten Monatsbericht noch einmal deutlich gesenkt. Dies wurde mit den starken negativen Auswirkungen der Covid19-Epidemie auf das weltweite Wirtschaftswachstum und die Ölnachfrage begründet.
Die fundamentale Konstellation angesichts der vorgeschlagenen zusätzlichen Produktionskürzungen heute Morgen als leicht bullish betrachtet. Stimmt Russland den zusätzlichen Kürzungen allerdings nicht zu, würde die fundamentale Situation ins bearishe kippen. Aufgrund der aktuellen Entwicklung an den Ölbörsen bei weiterhin schwachen USD deuten sich bei den Preisen beträchtliche Preisabschläge an.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 
05. März 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 51.68 $ Crude (WTI): 47.20 $ Gasoil: 463.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9563 Rheinfracht: 18.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Russland blockiert – Analysten senken Nachfrage- und Preisprognosen

Während der OPEC+ Gemeinschaft nun 2 Tage mit zähem Ringen bezüglich Produktionskürzungen bevorstehen, werden Analysten die Ausbreitung des Coronavirus weiter genau beobachten. Noch ist der Höhepunkt nicht erreicht, denn außerhalb Chinas haben die Probleme erst begonnen. In Italien wurden nun die Schulen und Universitäten bis Mitte März geschlossen. Die Maßnahme zeigt, dass es auch in Europa, und später eventuell auch in den USA, zu deutlichen Eingriffen im öffentlichen Leben kommen kann, die dann die Ölnachfrage negativ beeinflussen.
Die Lager füllen sich zusehends, während auch immer mehr Rohöl auf Schiffen eingelagert wird. Nicht weil es sich durch eine steile Backwardation Konstellation rechnen würde, sondern vielmehr, weil man keine Käufer findet und keine andere Wahl hat.
Ob die OPEC+ das Überangebot mit Kürzungen in den Griff bekommt darf zumindest bezweifelt werden, vor allem weil die Gruppe auch innerhalb keine gemeinsame Linie hat. Der Markt wird weiter extrem volatil bleiben und eventuell könnten die Preise in den kommenden Wochen noch einmal auf neue Tiefs fallen.
Die fundamentale Konstellation wird heute daher aktuell neutral sein. Bei den Preisen deuten sich für heute überwiegend leichte Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 
04. März 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 51.94 $ Crude (WTI): 47.31 $ Gasoil: 461.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9564 Rheinfracht: 18.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

JTC schlägt mittlerweile Kürzungen von bis zu 1 Mio. B/T vor

Obwohl der Bestandsbericht des API aufgrund der starken Abbauten bei den Produktbeständen tendenziell eher bullish ist, blieb ihr Einfluss auf die Ölbörsen gering. Für die Marktteilnehmer steht derzeit eher im Fokus, welche Maßnahmen ergriffen werden, um die negativen Auswirkungen des Covid19-Virus auf die Nachfrage einzudämmen.
Die OPEC und ihre Partner könnten in der zweiten Wochenhälfte beschließen, ihre bisherigen Förderkürzungen noch einmal zu verschärfen. Die Produzenten werden bei dem Treffen eine größere Überraschung liefern müssen, wenn sie hoffen, die Preise weiter zu stützen. Die Frage bleibt weiterhin, in welchem Ausmaß sich Russland an zusätzlichen Kürzungen beteiligen wird.
Unterdessen scheinen geldpolitische Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft den Ölpreisen bislang keinen nachhaltigen Auftrieb zu geben. Obwohl die US-Notenbank Fed den Leitzins am gestrigen Dienstag überraschend senkte gaben die Preise am Dienstagabend wieder nach. Die Weltbank kündigte zuletzt an, Kredite und Hilfsgelder in Höhe von insgesamt 12 Milliarden Dollar zur Verfügung zu stellen, um den Auswirkungen der Covid19-Epidemie entgegenzuwirken
Die fundamentale Lage wird daher heute Morgen als leicht bullish eingeschätzt. Somit ergeben sich erneut Möglichkeiten für leichte Abschläge.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 
03. März 2020
 
Rohöl/Barrel: Brent: 52.50 $ Crude (WTI): 47.47 $ Gasoil: 465.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9587 Rheinfracht: 18.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Konjunkturprogramme und OPEC Kürzungen – Futures in der Nacht deutlich fester
 
Die Finanzminister auf der ganzen Welt prüfen aktuell Konjunkturprogramme, mit denen man der schwächelnden Wirtschaft unter die Arme greifen will. Die G7 Finanzminister werden sich in dieser Woche beraten und könnten koordinierte Maßnahmen abstimmen. Die Aussicht auf Konjunkturprogramme der Regierungen, ein Eingreifen der Notenbanken sowie Hilfen durch IWF und der Weltbank haben die Panik an den Märkten reduziert.
Hinzu kommt nun die Erwartung, dass die OPEC+ Gruppe am Freitag zusätzliche Produktionskürzungen, mindestens bis Ende Juni, bekannt gibt. Hier wird Russland einmal mehr eine Schlüsselrolle zukommen. Der größte Effekt kann sicherlich erzielt werden, wenn sich Moskau an den Maßnahmen beteiligt.
Der Markt wird weiter extrem volatil bleiben. Die Kürzungen der OPEC+ Gruppe steht noch nicht fest, während man parallel auf koordinierte Konjunkturprogramme wartet. Alle diese Events könnten die Preise stützen, die Marktteilnehmer aber genauso gut enttäuschen. Die fundamentale Konstellation wird daher neutral eingestuft.
Die Preise bleiben deutlich über den Niveaus von gestern, sodass sich weiter deutliche Preisanstiege abzeichnen.
 
Fundamental: neutral      Chartanalyse: bullish
 
 

02. März 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 50.91 $ Crude (WTI): 45.80 $ Gasoil: 452.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9638 Rheinfracht: 18.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Putin macht Weg für Kürzungen frei – Short-Coverings stützen Preise in den Morgenstunden
 
Das Covid19 Virus hat sich am Wochenende außerhalb Chinas stark ausgebreitet. Südkorea, Iran und Italien gelten als die am schwersten betroffenen Länder, aber auch in Deutschland, Frankreich und den USA breitet sich das Virus immer weiter aus. Großveranstaltungen werden abgesagt, was an sich bereits zu einer geringeren Reiseaktivität und damit einem geringeren Ölbedarf führt.
Aber auch Unternehmen warnen, dass man Produktionsausfälle und Stillstände haben könnte, wenn Waren von Zulieferfirmen nicht nachkommen. Die Aussicht Moddy's, wo man eine globale Rezession erwartet, scheint damit zunehmend plausibel zu sein.
Die IEA könnte diese Prognose beim nächsten Monatsreport kommenden Montag noch einmal deutlich nach unten korrigieren. Eine zunehmende Minderheit von Marktteilnehmern rechnet mittlerweile damit, dass die Ölnachfrage im laufenden Jahr eventuell überhaupt nicht zunehmen wird. Dies gab es seit 1984 lediglich drei Mal. 2008 und 2009 während der globalen Finanzkrise sowie 1993.
Viel hängt auch von der OPEC+ Gruppe und den Maßnahmen ab, die die Gemeinschaft Ende der Woche beschließt. Doch jedes bullishe Ergebnis des Meetings werde wohl eine kurzlebige Wirkung haben.
Die Preise werden heute deutlich höher im Vergleich zu Freitag erwartet.
 
Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 
Februar 2020
28. Februar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 50.79 $ Crude (WTI): 45.60 $ Gasoil: 440.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9671 Rheinfracht: 18.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Brent nähert sich vor dem Wochenende der 50 Dollar-Marke

Die Ausbreitung des Covid19-Virus ließ WTI am gestrigen Donnerstag wieder bis knapp unter 46 Dollar sinken. Wenngleich die Abwärtsspirale bei den Ölpreisen die Wahrscheinlichkeit weiterer Produktionskürzungen seitens der OPEC+ steigen lässt, zweifeln viele Marktbeobachter bereits an der Wirkung einer solchen Maßnahme.
Bei Experten geht man mittlerweile davon aus, dass das Produzentenbündnis die Förderung im zweiten Quartal mindestens um weitere 1 Mio. B/T kürzen müsste. Damit würde man jedoch gerade einmal den Bestandsaufbauten entgegenwirken.
Zwar scheint Saudi-Arabien bereits mit diesen Analysten konform zu gehen und eine zusätzliche Kürzung um 1 Mio. B/T für nötig zu halten. Russland könnte sich dem Wunsch des Königreichs jedoch entgegenstellen.
Die Experten sind aber grundsätzlich zuversichtlich, dass sich die Preise bald wieder erholen dürften, schon allein, weil die jüngste Abwärtsbewegung eine „Überreaktion“ gewesen sei.
Die Ölfutures geben heute erneut nach. Dadurch deutet sich bei den Preisen erneut Abwärtspotenzial im Vergleich zu gestern an.

Fundamental: bearish Chartanalyse:       neutral bis bearish
 
 

27. Februar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 52.62 $      Crude (WTI): 47.90 $       Gasoil: 450.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9732   Rheinfracht:  18.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Gasoil und Inlandspreise auf 2,5 Jahrestief gefallen

In Libyen fehlt zwar noch immer die Produktion von rund 1 Mio. B/T, doch das fällt bei den Nachfrageausfällen durch den Coronavirus derzeit kaum ins Gewicht. Die Nachfrage wird stark unter den Folgen leiden, insbesondere, wenn nun auch der größte Ölverbraucher der Welt, die USA, betroffen ist. Die US Reiseaktivität und Fahrsaison könnte deutlich schwächer als gedacht ausfallen. Marktteilnehmer haben in einem solchen Marktumfeld kaum Gründe mit Long-Positionen aufsteigende Preise zu setzen, insbesondere da es momentan so aussieht, als würde es noch einmal schlimmer werden, bevor es sich bessert. Daher sind ICE Gasoil, und auch die Inlandspreise für Heizöl, aktuell auf den niedrigsten Stand seit 2,5 Jahren gefallen.
Fundamental nehmen wir wieder eine bearishe Haltung ein, wobei diese sich recht schnell mit der aktuellen Nachrichtenlage zum Coronavirus ändern kann. Mit den neuen Tiefs an den Ölbörsen in der Nacht deuten sich heute Morgen bei den Inlandspreisen zusätzliche Abwärtspotenziale an.

Fundamental: bearish        Chartanalyse: neutral bis bearish

 

26. Februar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 55.05 $      Crude (WTI): 50.10 $       Gasoil: 479.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9760   Rheinfracht:  18.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures nach CDC-Warnung weicher - API-Daten geben kaum Impulse

Das API meldete Dienstagnacht einen erneuten Anstieg der US-Rohölbestände auf Wochensicht. Insgesamt konnten die API-Daten am Dienstag keine klaren Impulse liefern und so blieb eine starke Reaktion auf den Bericht des Instituts aus.
Wesentlich stärker reagierten die Marktteilnehmer dagegen auf die Warnung der Centers for Disease Control and Prevention. Die US-Bundesbehörde geht mittlerweile davon aus, dass sich das Covid19-Virus auch in den USA stärker ausbreiten könnte, nachdem es in Ländern außerhalb Chinas zuletzt zu zahlreichen Neuinfektionen gekommen war. Unterdessen wartet man weiterhin auf die Reaktion der OPEC+ Länder auf die Auswirkungen des Virus auf die Ölnachfrage. In der kommenden Woche wollen sich die Produzenten in Wien zusammensetzen, um über eine mögliche Verlängerung oder eine Verschärfung ihrer Produktionskürzungen zu diskutieren. Von den Tiefs, die sie Dienstagnacht markiert hatten, kamen die Ölfutures heute Morgen nur leicht zurück. Weswegen bei den Inlandspreisen im Vergleich zu gestern weiterhin umfangreiches Potenzial für Abschläge vorhanden ist.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral

 

25. Februar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 56.60 $      Crude (WTI): 51.69 $       Gasoil: 493.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9793   Rheinfracht:  18.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Short-Coverings folgen auf starken Preisrutsch

Die Ausfälle in Libyen belaufen sich momentan auf etwa 1 Mio. B/T, hervorgerufen durch das Coronavirus.
Wuhan habe die Leute nicht verängstigt. Aber jetzt breitet sich das Virus in Italien, Iran und Südkorea aus, und dies werde Sorgen auslösen, so Nyveen. So lange der Virusausbruch global nicht unter Kontrolle gebracht ist, ist auch das Schlimmste in Sachen Ölnachfrage noch nicht vorbei. Insbesondere in Bezug auf den Iran sind die Sorgen groß, wo es viele hunderte Verdachtsfälle aber bisher nur 61 offizielle Infektionen gibt -dafür aber 12 Todesfälle.
Seit dem Schlusskurs von Donnerstag letzter Woche hatte WTI in der Spitze gestern etwa 6,4%, Brent 7,0% und Gasoil 7,2% an Wert verloren. Dies hatte Investoren motiviert den Kursrutsch für Käufe und Short-Coverings zu nutzen. Entsprechend zogen die Futures gestern Nacht wieder an und handeln heute Morgen deutlich über den gestrigen Tagestiefs. Dies deutet bei den Inlandspreisen leichte Abwärtskorrekturen zu den gestrigen Erhebungen an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish

 

24. Februar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 57.03 $      Crude (WTI): 52.15 $       Gasoil: 499.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9806   Rheinfracht:  18.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preise deutlich weicher – Covid19 und Spekulationen um Bruch in der OPEC+ Gruppe

"Es ist ziemlich klar, dass Mitte letzter Woche insgesamt ein Konsens darüber bestand, dass der negative Effekt des Covid19 einen vorübergehenden Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung haben würde, und dass dies die Zentralbanken mit ihren Gegenmaßnahmen ausgeglichen würde," so Analyst Michael McCarthy. "
Die Spekulation um zusätzliche freiwillige Kürzungen von Saudi-Arabien, Kuwait und den Vereinten Arabischen Emiraten hätten die Preise sicherlich stützen können, doch nach der Absage durch den saudischen Energieminister scheint ein solcher Alleingang wohl nicht zu kommen. Vor dem 6. März, wenn das Treffen der OPEC und OPEC+ Gruppe in Wien zu Ende ist, wird es wohl keine Kürzung geben.
Die Futures reagieren zum Wochenstart auf die neue Ausbreitungswelle in Italien mit starken Kursverlusten, da die Abriegelung einiger Gemeinden die wirtschaftliche Aktivität dort ausbremst. Mit der starken Abwärtsbewegung zur Eröffnung ergeben sich auch bei den Inlandspreisen neue Abwärtspotenziale. Hier deuten sich starke Preisabschläge im Vergleich zu Freitag an.

Fundamental: neutral bis bearish       Chartanalyse: bearish

 

21. Februar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 58.72 $      Crude (WTI): 53.42 $       Gasoil: 511.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9832   Rheinfracht:  19.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Chinas Raffinerien reduzieren ihre Auslastung – Covid19 Ausbruch in USA und Südkorea

Die US Ölbestandsdaten konnten den Ölbörsen am späten Abend gestern keinen richtungsweisenden Impuls geben. Der Markt fokussiert sich weiterhin auf die Entwicklung des Coronavirus und dessen Einfluss auf das Wirtschaftswachstum und die Ölnachfrage.
Der aktuelle Nachfrageausfall ist massiv, auch wenn er sich wieder regulieren wird, sobald die Epidemie in China gestoppt wurde.
Die OPEC+ Gruppe wird dennoch keine vorgezogenen Kürzungen durchführen und sich erst Anfang März beraten. Sollten die Indikatoren bis dahin andeuten, dass der negative Einfluss auf die weltweite Wirtschaft durch den Covid19 gering ist, dann würde Moskau eine zusätzliche Kürzung ablehnen, so die Experten der UniCredit.
Ohne ein Eingreifen der OPEC+ und mit den neuen Meldungen zu den Produktionskürzungen der chinesischen Raffinerien ist die fundamentale Grundausrichtung für uns heute Morgen leicht bearish, wobei die Unsicherheit und Volatilität sehr groß bleibt. Mit den nachgebenden Kursen an der ICE deuten sich aber schon jetzt klare Abwärtspotenziale bei den Inlandspreisen ab.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: bearish

 

20. Februar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 59.33 $      Crude (WTI): 53.68 $       Gasoil: 518.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9840   Rheinfracht:  19.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Entwicklungen in Libyen stützen Ölfutures - API-Daten ohne klare Impulse

Die Mittwochnacht veröffentlichten Bestandsdaten des API deuten darauf hin, dass die Versorgungslage, zumindest was Rohöl angeht, in den USA weiterhin entspannt bleibt. Was das Ölangebot des OPEC+ Bündnisses angeht, so dürfte dieses zumindest bis Anfang März nicht noch weiter gedrosselt werden.
Weiterhin unsicher ist, wie lange sich die Ausbreitung des Covid19 Virus noch negativ auf die Ölnachfrage auswirken wird. Bislang wurde der bullishe Effekt der libyschen Angebotsausfälle noch dadurch kompensiert, dass Experten die Nachfrage aufgrund des Covid19-Virus deutlich schwächer einschätzten als vor der Ausbreitung des Virus. Die heute von China gemeldete starke Rückgang der Anzahl von Neu-Infektionen im Land auf nur noch 392 lässt jedoch vermuten, dass das Schlimmste überstanden ist, wenngleich die Weltgesundheitsorganisation vor einem übersteigerten Optimismus warnt.
Nach dem Anstieg der Ölfutures von Mittwochabend bleiben die Futures heute Morgen auf hohem Niveau. Der Euro/Dollar-Kurs notiert derzeit unterhalb von 1,08 Dollar, weswegen sich bei den Inlandspreisen heute Aufwärtspotenziale abzeichnen.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral bis bullish

 

19. Februar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 58.19 $      Crude (WTI): 52.52 $       Gasoil: 509.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9832   Rheinfracht:  19.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Covid19 Hoffnung, Sanktionen und Libyen – Ölpreise ziehen in der Nacht an

Libyens Ölproduktion befindet sich schon seit Wochen auf extrem niedrigen Niveau, nachdem die Truppen um General Haftar Mitte Januar zu einer Blockade von Pipelines und Ölhäfen aufriefen.
In Sachen Covid19 gibt es unterdessen positive Meldungen. Die neuesten Zahlen zu gestern legen nahe, dass die Spitze der Epidemie erreicht sein könnte. Zwar stieg die Anzahl der Infizierten wieder um 1.866 an, dies entspricht aber nur noch einem Zuwachs von 2,5%. Bei den Todesfällen gab es ebenfalls einen Anstieg um 136.
Unterdessen steht auch eine Entscheidung der OPEC+ Gruppe an. Wenn nicht bei einem Sondermeeting, dann spätestens in 2 Wochen beim Meeting am 5. bis 6. März. Eine zusätzliche Reduzierung der Ölproduktion und eine Verlängerung der bisherigen Kürzungen würde die Preise sicherlich weiter stabilisieren.
Während der Euro/Dollar-Kurs schwach bleibt und damit das international in Dollar gehandelte Öl für das Inland zusätzlich verteuert, zeichnen sich momentan deutliche Preissteigerungen zu gestern an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bullish

 

18. Februar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 56.78 $      Crude (WTI): 51.38 $       Gasoil: 507.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9802   Rheinfracht:  19.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preisrutsch in der Nacht – Futures scheitern an GD 21 Linie

Nach dem relativ ruhigen Wochenauftakt mit dem gestrigen US Presidents Day dürfte heute das Handelsinteresse zulegen. Nach der Zurückhaltung dürften die Trader etwas mutiger agieren.
Die Ausbreitung des Covid19 scheint unterdessen immer besser unter Kontrolle zu kommen. Die Zahl der Neuinfektionen nimmt weiter ab und auch die Zahl der Patienten steigt mittlerweile deutlich langsamer als noch vor wenigen Tagen. Doch noch ist die Spitze des Ausbruchs nicht erreicht und die Gefahr einer neuen Infektionswelle in China oder in einem anderen Land ist noch immer vorhanden.
Auch wenn der Covid19 Ausbruch besser kontrolliert und eingedämmt werden kann, so ist an den Ölbörsen eventuell noch Abwärtspotenzial vorhanden und die gesamte bearishe Wirkung noch nicht eingepreist. In den frühen Morgenstunden gaben die Ölpreise an ICE und NYMEX deutlich nach. Dabei belastete auch der schwache Start der Aktienmärkte in Asien. Damit deuten sich bei den Inlandspreisen heute Morgen ebenfalls Preissenkungen an.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral bis bearish

 

17. Februar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 57.27 $      Crude (WTI): 52.08 $       Gasoil: 516.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9816   Rheinfracht:  19.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreise starten erholt in die neue Woche – Analysten warnen vor Abwärtspotenzial

Die vergangene Woche veröffentlichten Monatsreports von EIA, OPEC und IEA haben gezeigt, wie stark sich der Covid19-Ausbruch auf die Ölnachfrage auswirken wird. Vor allem die IEA sieht einen starken Einfluss und hat die weltweite Ölnachfrage nach unten angepasst.
Diese Vorhersage werde man allerdings weiter anpassen, wenn man weitere Informationen zur tatsächlichen Auswirkung des Covid19 habe. Angesichts der noch immer hohen Anzahl von spekulativen Long-Positionen sei der Markt noch nicht ausreichend besorgt, was die Preisrisiken nach unten anbelange. Eine stärkere Kürzung der OPEC+ Gruppe sei notwendig, damit der Ölpreis zurück über die 60 Dollar-Marke steige. Doch das scheint im Februar erst einmal vom Tisch zu sein.
Die Futures starten heute auf hohem Niveau und können die Kursgewinne vom Freitag behalten. In den frühen Handelsstunden gab es aber auch schon erste Verkäufe, mit denen die Notierungen kurz nachgaben, sich dann wieder fingen. Letztlich deuten sich bei den Inlandspreisen aktuell leichte Preisanpassungen nach oben an.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral

 

14. Februar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 56.44 $ Crude (WTI): 51.54 $ Gasoil: 511.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9802 Rheinfracht: 19.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreise klettern auf 2-Wochenhoch – Russland lässt OPEC weiter warten

Wenig verwunderlich haben EIA, OPEC und IEA ihre Prognosen zum Nachfragewachstum in 2020 deutlich gesenkt. Den Einfluss des Covid-19 auf den Ölverbrauch schätzen die Experten der Institutionen allerdings unterschiedlich ein.
Die Meinungen gehen sichtlich auseinander, deuten allerdings allesamt daraufhin, dass Angebot vom Markt genommen werden muss, will man den Markt ausbalancieren.
Zwar empfehlen Experten eine zusätzliche Kürzung bis Jahresmitte sowie eine Verlängerung der aktuellen Maßnahmen bis Jahresende, doch Russland lässt die Gruppe weiter zappeln. Die russischen Ölfirmen scheinen einer Verlängerung der jetzigen Kürzungsvolumina bis Jahresmitte nicht abgeneigt. Doch eine zusätzliche Kürzung scheint hier bisher nicht auf Begeisterung zu stoßen. Letztlich wird die Entscheidung aber in Moskau von Vladimir Putin getroffen, ob sich Russland an zusätzlichen Kürzungen beteiligen wird.
Allerdings fehlt die Nachfrage in China, fehlt auch ein wesentlicher Bestandteil des globalen Ölnachfragewachstums, das in erster Linie eben in China entsteht. Der Ausbruch hat damit in jedem Fall einen negativen Effekt auf die Ölnachfrage.
Der Markt bleibt daher weiter sehr volatil und auch von Meldungen zu Covid-19 abhängig, sodass sich bei den Preisen aktuell leichte Aufwärtspotenziale abzeichnen.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral

 

 

13. Februar 2020
 
Rohöl/Barrel: Brent: 55.73 $      Crude (WTI): 51.22 $       Gasoil: 508.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9772   Rheinfracht:  19.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Virus bringt erneut Unruhe in den Markt
 
Hatte das API schon Dienstagnacht eine wesentlich stärker als von den Analysten erwartete Zunahme der US-Rohölvorräte gemeldet, so überboten die im offiziellen DOE-Bericht genannten Aufbauten dies am Mittwochnachmittag noch. So vermitteln die Daten zu den Rohölbeständen (in Kombination mit dem Anstieg der US-Rohölproduktion) den Eindruck, dass der Markt weiterhin gut versorgt ist.
Da das Angebotswachstum der nicht-OPEC Produzenten von der OPEC für 2020 zudem weiterhin deutlich stärker eingeschätzt wird als das weltweite Nachfragewachstum, dürfte die Organisation weiterhin zusätzliche Produktionskürzungen in Erwägung ziehen.
Gestern gab es nun allerdings Gespräche mit Repräsentanten der russischen Ölindustrie und gab an, dass man sich eine Verlängerung der bisherigen Kürzungen bis Ende 2020 vorstellen könnte. Zu umfangreicheren Produktionseinschnitten machte er jedoch keine Angaben.
Nachdem Meldungen über eine langsamere Ausbreitung des CoViD19 am Mittwoch noch für Optimismus unter den Finanzmarktteilnehmern gesorgt hat, versetzten neue Daten aus China der Stimmung heute wieder einen Dämpfer. Die Anzahl der Todesopfer sowie der nachgewiesenen Infektionen soll massiv zugenommen haben.
Insgesamt wird die fundamentale Konstellation aufgrund der neuen Faktoren als eher bearish eingeschätzt.
Für Heute deuten sich bei den Preisen Aufwärtspotenzial an.
 
Fundamental: neutral bis bearish       Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 
12. Februar 2020
 
Rohöl/Barrel: Brent: 55.15 $      Crude (WTI): 50.68 $       Gasoil: 504.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9762   Rheinfracht:  19.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Preissprung: Hoffnung bei Coronavirus
 
Sollte das DOE die Lagerzahlen des API bestätigen, dürfte auch dies bearish sein, allerdings ist die Wirkung auf die Preisniveaus wohl eher gering einzuschätzen, da sich die Marktteilnehmer aktuell vorwiegend auf die Entwicklungen rund um das Coronavirus fokussieren.
Die EIA hat in ihrem neuen Monatsreport die Einflüsse der Epidemie in China bereits mit aufgenommen und rechnet mit deutlichen Auswirkungen auf die Ölnachfrageentwicklung.
Dies liegt zum einen an den Ausfällen in Libyen, aber wohl auch daran, dass man letztlich mit einer Kürzung der OPEC+ Gruppe rechnet. Die Preisprognosen wurden zum Teil drastisch nach unten angepasst.
Die Ausbreitung des Coronavirus hat sich den neuesten Zahlen zu Folge deutlich verlangsamt. Dies sorgt nun für Hoffnung an den Märkten, dass der Höhepunkt der Infektionen bald erreicht sein könnte. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt aber davor, dass es auch noch unentdeckte Fälle geben könnte. Aktuell überwiegt allerdings die Hoffnung, weshalb die Futures an ICE und NYMEX in den Morgenstunden einen Satz nach oben machten.
Die fundamentale Konstellation bleibt dennoch weiter volatil und neutral.
Heute deuten sich aktuell moderate Preissteigerungen zum Vortag an.
 
Fundamental: neutral       Chartanalyse: bullish
 
 
11. Februar 2020
 
Rohöl/Barrel: Brent: 54.74 $      Crude (WTI): 49.99 $       Gasoil: 494.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9779   Rheinfracht:  19.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Short-Coverings stützen die Ölpreise am Morgen – Stimmung bleibt bearish
 
Der Einfluss des Coronavirus auf den Ölmarkt wird noch eine ganze Weile zu spüren sein. So gut wie alle chinesischen Raffinerien haben wohl ihre Verarbeitung gedrosselt.
Anonyme Informanten aus China geben an, dass man zeitweise wohl mit einem um 20% niedrigeren Ölverbrauch Chinas rechnet.
Angesichts des umfangreichen Nachfrageausfalls dürfte eine nachhaltige Korrekturbewegung ohne eine entschlossene Maßnahme der OPEC+ Vereinigung nicht möglich sein. Spannend wird sein, wie die EIA, OPEC und IEA die Marktlage in ihren Monatsreports bewerten, die diese Woche veröffentlicht werden.
Auch das Coronavirus bleibt weiter zu beobachten. Die Zahl der Neuinfektionen sank auf ein neues Tief, doch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt, dass die Infektionen außerhalb Chinas ein "Funke" sein könne, der zu einem "größeren Feuer" werden könne.
Der Markt wird weiter volatil bleiben. Mit der noch immer offenen Entscheidung Russlands, den Verhandlungen zu Libyen und den anstehenden Monatsreports gibt es reichlich Unsicherheiten. Die fundamentale Konstellation wird aber weiterhin leicht bearish eingestuft. Mit der Aufwärtsbewegung reduzieren sich die Abwärtspotenziale, jedoch deuten sich noch immer mögliche Preisnachlässe an.
 
Fundamental: neutral/bearish       Chartanalyse: neutral
 
 
10. Februar 2020
 
Rohöl/Barrel: Brent: 54.47 $      Crude (WTI): 50.33 $       Gasoil: 500.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9772   Rheinfracht:  21.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Saudis steigern Ölproduktion – OPEC Sondermeeting von Russland blockiert
 
Gestern startete eine erneute Libyen-Konferenz, um die politisch angespannte Lage in dem Land zu verbessern und so letztlich auch für einen Anstieg der Ölproduktion zu sorgen. Sollte das Meeting in Ägypten zu einer Lösung kommen, oder zumindest zu einer Entspannung der Lage, könnte die Ölproduktion binnen weniger Tage rasant zulegen.
Während sich das Coronavirus weiter ausbreitet bleibt die OPEC+ Vereinigung weiterhin tatenlos. Letzte Woche hatte man gedacht, dass Russland seine Blockade für weitere Kürzungen am Wochenende eventuell aufgeben wird, dem ist anscheinend aber nicht so.
Experten der USA bezeichnet den Einfluss des Coronavirus auf den Ölmarkt als "marginal. Die Zahlen aus China lassen aber etwas anderes vermuten. Die Raffinerien haben ihre Verarbeitung von Rohöl bereits um 15% gesenkt, was aktuell zu einer deutlichen Überversorgung führt.
Dies ist auch der Grund, warum viele Analysten weiterhin daran glauben, dass die OPEC+ um eine Produktionskürzung nicht herumkommen wird.
Die fundamentale Konstellation wird heute Morgen damit auch leicht bearish eingestuft, sodass sich bei den Preisen Abwärtspotenziale andeuten.
 
Fundamental: neutral/bearish     Chartanalyse: neutral/ bearish
 
 

07. Februar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 55.29 $      Crude (WTI): 51.22 $       Gasoil: 509.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9749   Rheinfracht:  21.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Kein OPEC Sondertreffen – Russland blockiert weitere Kürzungen

Die OPEC+ Gruppe muss nach Ansicht der meisten Experten am Markt die Förderung weiter kürzen, um auf den Nachfrageausfall, der durch den Coronavirus hervorgerufen wird, zu reagieren. Die Höhe des Nachfrageverlustes mag zwar noch Spekulation sein, dass die Nachfrage aber geringer ausfallen wird, ist für die meisten allerdings sicher.
Die OPEC selbst scheint auch willens die Förderung weiter zu reduzieren.
Die Marktteilnehmer gehen davon aus, dass es letztlich zu einer Einigung kommen wird. Eventuell könnte dies schon am Wochenende geschehen, wenn sich die Regierungen der Länder noch einmal intern beraten haben, so ein OPEC Delegierter.
Die Notierungen an ICE und NYMEX geben in den Morgenstunden leicht nach. Für eine weitere Aufwärtsbewegung braucht es entweder neue Meldungen bezüglich Fortschritte bei der Bekämpfung des Coronavirus, oder eine Nachricht, dass die OPEC+ Gruppe ein Sondermeeting zur Steigerung der Produktionskürzungen ansetzt. Bei den Inlandspreisen deuten sich damit aber keine großen Veränderungen zu gestern ab.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral/bullish

 

06. Februar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 56.35 $      Crude (WTI): 51.91 $       Gasoil: 511.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9735   Rheinfracht:  21.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Technische Entlastungsrallye – Futures beenden ihren Abwärtstrend

Bei den US Ölbestandsdaten zeigten die Zahlen des DOE gestern einen deutlichen Anstieg der landesweiten Rohölbestände, die allerdings nicht ganz so umfangreich wie vom API gemeldet ausfielen. Die Zahlen des DOE führten zwar zu einer kurzen Aufwärtsbewegung, hatten allerdings keinen nachhaltigen Einfluss auf den weiteren Kursverlauf.
Das Coronavirus breitete sich auch gestern weiter aus, allerdings mit einer deutlich gesunkenen Rate. Dennoch ist der Hochpunkt der Epidemie noch nicht erreicht. Wissenschaftler gehen davon aus, dass dies erst Ende Februar oder im März der Fall sein wird.
Zudem erwartet man von der OPEC+ Gruppe weiterhin, dass diese die Produktion eventuell kürzt, mindestens aber die aktuellen Kürzungen frühzeitig verlängert.
Die Notierungen ziehen daher in den frühen Morgenstunden weiter an und knacken dabei zum Teil bereits die Vortageshochs. Der Euro/Dollar-Kurs musste gestern weiter nachgeben, sodass die Kombination aus beidem aktuell starke Preissteigerungen bei den Inlandspreisen andeutet.

Fundamental: neutral/bullish      Chartanalyse: bullish

 

05. Februar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 54.47 $      Crude (WTI): 50.02 $       Gasoil: 490.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9690   Rheinfracht:  23.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Abwärtsdynamik ausgebremst – OPEC entscheidet über Sondermeeting

Die US Ölbestandsveränderungen des API aus der Nacht weisen einen starken Aufbau bei den US Rohölbeständen aus. Zwar hatten Experten eine Zunahme erwartet, doch diese fällt nun noch einmal deutlicher aus. Grund könnten reduzierte Exporte sein, da vor allem China durch den Coronavirus weniger Rohöl kauft.
Die OPEC selbst soll internen Analysen zufolge aber eher von einem Rückgang rechnen, der auf 6 Monate beschränkt wäre. Heute geht das Treffen in den zweiten Tag und dann soll auch entschieden werden, ob die für Anfang März angesetzte Generalversammlung in den Februar vorgezogen wird.
In Erwartung der Ansetzung eines OPEC Sondermeetings für Februar und Details zu dem geplanten Umfang zusätzlicher Kürzungen scheint die Abwärtsdynamik nun erst einmal unterbrochen zu sein. In den Morgenstunden ging es für die Futures an ICE und NYMEX nach oben, sodass sich bei den Inlandspreisen heute Morgen momentan kleine Aufwärtspotenziale abzeichnen.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 

04. Februar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 54.76 $      Crude (WTI): 50.62 $       Gasoil: 488.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9680   Rheinfracht:  25.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Chinesen reduzieren Raffinerieauslastung – OPEC+ Meeting noch im Februar?

Das Coronavirus hat mittlerweile einen spürbaren Einfluss auf den chinesischen Ölbedarf. Durch den Shutdown diverser Verkehrsmittel sinkt die Nachfrage nach Treibstoffen spürbar, sodass die Lagerbestände der Raffinerien steigen.
Experten hoffen, dass das Virus langsam in den Griff zu bekommen ist. Die Zahl der Infizierten könnte aber dennoch weiter steigen, bevor die Anzahl rückläufig ist.
Die OPEC hat sich nun dazu entschlossen vor einem Sondermeeting erst das Joint Technical Committee (JTC) tagen zu lassen. An dem für heute und morgen angesetzten Treffen des JTC werden Vertreter aus Saudi-Arabien, Russland, Algerien, Irak, Kasachstan, Kuwait, Nigeria und den Vereinigten Arabischen Emiraten teilnehmen.
Auf das JTC könnte dann ein Sondermeeting der OPEC+ Gruppe folgen. Der wahrscheinlichste Termin ist aktuell der 14.-15. Februar, also kommende Woche Freitag und Samstag.
Damit bleiben die Futures aber noch immer unterhalb der Preisniveaus von gestern Vormittag und Mittag, sodass sich bei den Inlandspreisen weiterhin Abwärtspotenziale zeigen.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral

 

03. Februar 2020
 
Rohöl/Barrel: Brent: 56.14 $      Crude (WTI): 51.41 $       Gasoil: 495.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9642   Rheinfracht:  27.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Bärenmarkt – Reagiert nun die OPEC?
 
Heute ist der erste Handelstag in China nach dem Beginn des Neujahrsfestes vor rund einer Woche und eröffneten mit einem Kursrutsch. Damit reagiert der chinesische Markt auf die aktuell schwierige wirtschaftliche Lage, die der Coronavirus das Land gebracht hat. Eigentlich sollten die Unternehmen nach den Neujahrsfeiertagen heute wieder öffnen, doch vor allem ausländische Unternehmen bleiben weiter zu und in 14 Provinzen und Städten soll die Geschäftspause um eine Woche verlängert werden.
Analysten sehen in dem Coronavirus den größten Nachfrageschock, den der Ölmarkt seit der Finanzkrise 2008 und 2009 verkraften musste. Für dieses Jahr gab es vor dem Ausbruch etwas Hoffnung, was den Nachfrageausblick anbelangt, doch dies wurde mit einem Schlag beendet. Die OPEC+ muss reagieren. Wenn es keine weiteren Produktionskürzungen gibt, kommt es nur zu weiteren Preisverlusten.
Und tatsächlich scheint es innerhalb der OPEC+ Vereinigung eine steigende Bereitschaft für ein Sondermeeting zu geben. Laut Berichten vom Wochenende überlasse man es nun Saudi-Arabien ein Sondermeeting einzuberufen.
Daraus ergeben sich bei den Preisen somit rechnerisch starke Preissenkungen.
 
Fundamental: neutral/bearish     Chartanalyse: neutral
 
 
Januar 2020
31. Januar 2020
 
Rohöl/Barrel: Brent: 59.04 $      Crude (WTI): 52.95 $       Gasoil: 510.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9711   Rheinfracht:  27.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Ölfutures nach WHO-Kommentaren leicht erholt
 
Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wurde am gestrigen Donnerstag von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nun doch als Notfall für die öffentliche Gesundheit von internationaler Tragweite klassifiziert.
An sich hätte dies die Ölfutures gestern noch einmal unter Druck setzen können, hatten die Marktteilnehmer doch schon seit Ausbruch des Virus immer wieder auf Verkäufe gesetzt, weil man befürchtete, eine Ausbreitung könnte sich negativ auf das weltweite Wachstum auswirken.
Neben der neuen Kategorisierung der Situation hat die WHO jedoch auch mitgeteilt, dass man Reise- und Handelsbeschränkungen nicht für notwendig halte. Dies minderte die Sorgen über die Auswirkungen des Virus auf die Ölnachfrage zumindest vorübergehend.
Laut Experten wäre eine Sondersitzung der OPEC das Einzige, was den derzeitigen Abwärtstrend an den Ölbörsen ändern könnte. Saudi-Arabien, hat mittlerweile wohl offenbar eine Diskussion diesbezüglich angeregt. Da die OPEC Änderungen ihrer Produktionsstrategie jedoch auch unverzüglich mit ihren Verbündeten aus dem OPEC+ Abkommen besprechen dürfte und Russland Berichten zufolge nichts von einem früheren Produzententreffen hält, könnte sich der Trend der Ölfutures vorerst fortsetzen.
Bei den Preisen deutet sich derzeit etwas Potenzial für Aufschläge an.
 
Fundamental: neutral  Chartanalyse: neutral
 
 

30. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 59.20 $      Crude (WTI): 52.82 $       Gasoil: 514.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9722   Rheinfracht:  29.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures starten nach DOE-Daten weicher in den Tag

Das API hatte Dienstagnacht für die Woche zum 24. Januar einen deutlichen Rückgang der landesweiten Rohölbestände gemeldet. Umso überraschter waren die Marktteilnehmer am Mittwoch von den umfangreichen Aufbauten, die im DOE-Bericht vermerkt waren. Neben dem Bestandszuwachs bei Rohöl, der etwa fünf Mal so stark ausfiel wie es die Analysten erwartet hatten, lieferte auch der Anstieg der Benzinbestände bearishe Impulse.
Die Nachfragesorgen im Hinblick auf die Lungenkrankheit, die sich von China aus verbreitet, könnten nochmal zunehmen, nachdem einige Fluglinien Flüge in chinesische Metropolen gestrichen haben. Da die Anzahl der bestätigten Erkrankten in China mittlerweile auf 7711, die Todesfälle auf 170 gestiegen sind und es auch in anderen Ländern mittlerweile immer mehr Infizierte gibt, will die Weltgesundheitsorganisation (WHO) heute darüber beraten, ob die Situation als internationaler Notfall deklariert werden soll. Sollte sich die Organisation dafür entscheiden, dürften die Ölbörsen erneut unter Druck geraten.
Bei den Inlandspreisen deutet sich heute leichtes Abwärtspotenzial an.

Fundamental: neutral bis bearish       Chartanalyse: neutral

 

29. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 60.10 $      Crude (WTI): 53.99 $       Gasoil: 530.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9738   Rheinfracht:  30.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Entlastungsrallye – Ölpreise ziehen nach Langzeittiefs an

Experten hatten bei den US Ölbeständen für letzte Woche mit leichten Aufbauten bei Rohöl gerechnet, während die Raffinerieauslastung abnimmt. Mit der Winternachfrage sollte dies parallel zu einem Abbau der Destillatebestände geführt haben.
Hatte der Markt in den letzten Tagen vor allem die Sorgen um die negativen Auswirkungen des Coronavirus eingepreist, so scheint dieser Prozess nun erst einmal abgeschlossen zu sein. Auch außerhalb Chinas gibt es mehr Ansteckungen, doch die Lage scheint durch die massiven Gegenmaßnahmen in China langsam unter Kontrolle zu kommen. Entwarnung kann noch nicht gegeben werden.
Mit dem Preisanstieg von gestern gelingt den Börsen eine Entlastungsrallye. Die größten Sorgen bezüglich des Coronavirus scheinen nun eingepreist zu sein, weshalb wir die fundamentale Konstellation auf neutral zurückstufen. Der Markt sollte weiter volatil bleiben, denn Meldungen bezüglich des Coronavirus könnten einen erheblichen Einfluss auf die Preise haben. Mit der Aufwärtsbewegung deuten sich auch bei den Inlandspreisen starke Anpassungen nach oben an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bullish

 

28. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 59.18 $      Crude (WTI): 53.09 $       Gasoil: 510.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9705   Rheinfracht:  31.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Coronavirus breitet sich weiter aus – Preise fallen auf neue Langzeittiefs

Die Ölpreise befinden sich in den letzten Tagen in einem fast freien Fall. Mit dem Ausbruch und der Ausbreitung des Coronavirus jagt ein neues Langzeittief das nächste.
Bei WTI war das Niveau Anfang Januar zwar schon einmal etwas höher als aktuell, davor wurden allerdings nur im Mai 2019 letztmals eine derart starke Netto-Long Ausrichtung registriert. Die Trader setzten ziemlich deutlich auf steigende Preise, bevor das Coronavirus letzte Woche zum Thema wurde. Diese starke Netto-Long-Ausrichtung ist eine Erklärung, weshalb die Preise momentan stark einbrechen.
Sofern Libyen keine große Versorgungsstörung darstellt, werden sich alle auf China konzentrieren. Der jüngste Preisverfall könnte sich sogar verschlimmern, wenn sich das Virus weiter ausbreite. Momentan scheint es China nicht zu gelingen das Virus einzudämmen.
Die Futures haben sich in den Morgenstunden offenbar gefangen und die Vortagestiefs bislang nicht unterschritten. ICE Gasoil notiert dennoch nur knapp unterhalb der Vortagestiefs, sodass sich bei den Inlandspreisen weitere Abwärtspotenziale andeuten.

Fundamental: bearish       Chartanalyse: neutral

 

27. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 59.31 $      Crude (WTI): 52.88 $       Gasoil: 521.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9706   Rheinfracht:  31.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Trader fürchten Coronavirus – Massiver Preisrutsch zum Wochenstart

Die Angst vor dem Coronavirus und dessen negative Auswirkungen auf Wirtschaft und Ölnachfrage hat den Markt derzeit fest im Griff. Produktions- und Exportausfälle in Libyen und Nigeria hatten sich zuletzt zwar verstärkt, rücken angesichts der psychologisch starken Wirkung des Viruses in den Hintergrund.
Immer mehr Städte werden in China abgeriegelt.
Der saudische Energieminister sagte heute Morgen, dass er die Entwicklung in China genau beobachte und sicher sei, dass das Virus eingedämmt werden könne. Da sich die Lage in China am Wochenende weiter verschlechtert hatte und es noch immer viele Unbekannte im Bezug auf das Virus bestehen, sanken die Preise heute Morgen erneut. Jeder weitere Verlust von Ölnachfrage wirkt sich daher stärker als Verlust auf der Angebotsseite aus.
ICE Gasoil ist heute Morgen auf den niedrigsten Stand seit dem 4. Januar 2019 abgerutscht. Das bewirkt natürlich auch bei den Inlandspreisen eine starke Abwärtsbewegung, bei denen sich massive Preisnachlässe zu Freitag andeuten.

Fundamental: bearish      Chartanalyse: neutral

 

24. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 62.30 $      Crude (WTI): 55.83 $       Gasoil: 551.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9702   Rheinfracht:  31.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures nach DOE und WHO-Einschätzung etwas fester

Die offiziellen Bestandsdaten des DOE verhinderten am Donnerstagabend eine stärkere Abwärtsbewegung an den Ölbörsen. Die Rohöl- und Destillatevorräte nahmen dem DOE zufolge in der vergangenen Woche leicht ab, während bei den Benzinbeständen der schwächste Anstieg seit September registriert wurde.
Im Hinblick auf die weltweite Ölnachfrage beschwichtigte die Bewertung der neuartigen Lungenkrankheit, die sich von China aus langsam ausbreitet, durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Sorgen der Marktteilnehmer. Die WHO teilte am gestrigen Donnerstag mit, sie sehe in der Krankheit keinen gesundheitlichen Notstand von internationaler Tragweite.
Während man in Sachen Ölangebot weiterhin auf neue Nachrichten aus Libyen wartet, äußerte sich OPEC-Generalsekretär am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos zu den Produktionskürzungen. Diese würden auch von Nigeria und Irak stärker eingehalten, so Barkindo in einem Interview.
Die Ölfutures notieren etwas oberhalb der Schlusswerte von Donnerstag, während der EUR/USD weiter schwächelt. Daher deutet sich bei den Inlandspreisen Potenzial für leichte Preisaufschläge zu Donnerstagvormittag an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 

23. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 62.14 $      Crude (WTI): 55.60 $       Gasoil: 549.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9683   Rheinfracht:  31.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Inlandspreise rutschen auf 5,5-Monatstief – Angst vor Virus belastet die Finanzmärkte

Bei den gestern Nacht veröffentlichten US Ölbeständen nach Version des API zeigten sich überraschende Bestandsaufbauten bei Rohöl. Auch bei den Destillaten und Benzin nahmen die Vorräte stärker als erwartet zu, sodass die Zahlen bearish zu interpretieren sind.
Mittlerweile ist der Coronavirus somit zum Hauptthema an den Finanzmärkten und an den Ölbörsen geworden. Es gibt mehrere bestätigte Ansteckungen außerhalb Chinas, die Zahl der Opfer ist bereits auf 17 gestiegen und Experten fürchten einen negativen Einfluss auf die Weltwirtschaft und die Ölnachfrage.
Der zusätzliche Nachfrageausfall könnte daher eine stärkere Auswirkung haben als der Ausbruch des SARS Virus in 2002-2003, als die Versorgungslage erheblich knapper war.
Die Futures an den Ölbörsen setzen die zuletzt bearishe Tendenz fort und unterschritten in der Nacht die Vortagestiefs. Damit sind die Inlandspreise in den Morgenstunden auf das niedrigste Niveau seit Anfang August letzten Jahres gefallen. Es deuten sich starke Preissenkungen im Vergleich zu den gestrigen Niveaus an.

Fundamental: neutral/bearish       Chartanalyse: neutral bis bearish

 

22. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 64.30 $      Crude (WTI): 58.03 $       Gasoil: 564.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9698   Rheinfracht:  29.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Virus belastet Ölbörsen – Ausfälle in Libyen nur eine Randnotiz

Libyens Ölproduktion soll durch die Blockade an Ölterminals und die Abschaltung einer zentralen Pipeline gesunken sein.
Fällt in Libyen die Produktion, dann ist das erst einmal nicht unbedingt dramatisch. Sollte die Situation in Libyen allerdings in einen voll ausgewachsenen Bürgerkrieg eskalieren, würde dies wohl wieder neu bewertet werden.
Die Lage im Irak schätzt man hingegen als eine deutlich höhere Gefahr ein. Hier gibt es noch keine großen Produktionsausfälle, allerdings protestiert die Bevölkerung schon seit letztem Jahr gegen die Regierung. Unterdessen wachsen die Sorgen mit Blick auf das in China ausgebrochene Corona-Virus. Das Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar und soll eine relativ lange Inkubationszeit von etwa 14 Tagen haben.
Mit der Einschätzung, was die Ausfälle in Libyen anbelangt, zusammen dem Corona-Virus, der sich negativ auf den Ölverbrauch auswirken soll, schätzen wir die fundamentale Marktlage heute Morgen neutral ein. Es deuten sich für die Inlandspreise heute Morgen Abwärtspotenziale zu gestern an.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral bis bearish

 

21. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 64.65 $      Crude (WTI): 58.20 $       Gasoil: 574.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9677   Rheinfracht:  27.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Bullishe Wirkung der Situation in Libyen verflüchtigt sich bereits

Libyens Ölproduktion ist weiterhin durch die Abschaltung einer wichtigen Exportpipeline beeinträchtigt. Nach der Friedenskonferenz in Berlin am Wochenende trafen sich die EU-Außenminister in Brüssel, um darüber zu beraten, wie die Waffenruhe zwischen den gegnerischen Parteien in Libyen gesichert werden soll.
Unterdessen fragen sich die Marktteilnehmer, wie lange General Haftar die Ölproduktion des Landes wohl noch als Druckmittel für die Waffenstillstandsverhandlungen nutzen wird. Am Montagmorgen hatten auch Berichte über einen vorübergehenden Produktionsstopp an einem irakischen Ölfeld die Ölbörsen gestützt. Die Förderunterbrechung war durch weitreichende Proteste verursacht worden.
In der Nacht zum Dienstag sorgten dafür neue Raketeneinschläge in Bagdads Regierungsviertel erneut für Verunsicherung. Mindestens zwei Raketen sollen eingeschlagen sein. Eine erneute Verschärfung der Spannungen zwischen den USA und Iran würde den Ölbörsen erneut bullishe Impulse liefern.
Angesichts der andauernden Produktionsunterbrechungen in Libyen bleibt die fundamentale Konstellation heute Morgen weiterhin bullish. Bei den Inlandspreisen, deuten sich heute Morgen daher geringfügige Preissenkungen zu Montag an.

Fundamental: neutral bis bullish        Chartanalyse: neutral bis bearish

 

20. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 65.63 $      Crude (WTI): 59.17 $       Gasoil: 577.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9684   Rheinfracht:  25.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preissprung zum Handelsauftakt – Produktionsausfälle in Libyen und Irak

Am Wochenende fand in Berlin eine Friedenskonferenz für Libyen statt, bei der es eine gemeinsame Erklärung zur Befriedung des Landes gab. Der Waffenstillstand soll verlängert und einen politischen Prozess ermöglichen.
Die Monatsreports von EIA, OPEC und IEA haben in der letzten Woche aufgezeigt, dass man in 2020 zunächst mit einer deutlichen Überversorgung zu rechnen hat. Der Produktions- und Exportausfall in Libyen trifft in erster Linie den europäischen Markt. Sollte die Produktion tatsächlich auf ein Minimum schrumpfen, dann würde dies die von der IEA geschätzte Überversorgung in der ersten Jahreshälfte übersteigen und zu einer Unterversorgung führen.
Der Markt hat mit einer deutlichen Aufwärtsbewegung reagiert, die Kursgewinne halten sich allerdings noch in Grenzen.
Die fundamentale Konstellation ist leicht bullish einzustufen, da sich die Produktionsausfälle in Libyen noch verstärken könnten. Mit dem Preissprung in der Nacht überträgt sich dies auch auf die Inlandspreise, bei denen sich heute Morgen moderate Preissteigerungen zu Freitag andeuten.

Fundamental: neutral bis bullish         Chartanalyse: neutral bis bullish

 

17. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 64.56 $      Crude (WTI): 58.45 $       Gasoil: 572.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9652   Rheinfracht:  24.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Rohölfutures starten nahe GD7 in den letzten Handelstag der Woche

Die IEA geht in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht weiter davon aus, dass das Ölangebot der Produzenten, die nicht der OPEC angehören, 2020 wesentlich stärker wachsen wird als die weltweite Nachfrage
Unterdessen könnte die EU das Teilabkommen anfechten. Laut EU-Handelskommissar Phil Hogan müsse die Staatengemeinschaft das Dokument zwar zunächst noch prüfen, sollte dieses jedoch gegen die WTO-Regeln verstoßen, werde man dies auch vor Gericht bringen.
Neben dem Teilabkommen zwischen den USA und China sorgten am Donnerstag auch die Entwicklungen hinsichtlich des Handelsabkommens zwischen den USA, Mexiko und Kanada (USMCA) für neue Impulse.
Die Ölfutures starteten heute Morgen im Bereich der Settlement Werte von Donnerstag. Nach der ereignisreichen Woche warten die Händler vor dem Wochenende nun nur noch auf einige Konjunkturdaten.
Bei den Inlandspreisen deutet sich derzeit bei Heizöl noch leichtes Abwärtspotenzial im Vergleich zu Donnerstagvormittag an, vor allem weil der EUR/USD derzeit etwas niedriger notiert als gestern Vormittag.

Fundamental: neutral bis bearish        Chartanalyse: neutral bis bullish

 

16. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 64.36 $      Crude (WTI): 58.18 $       Gasoil: 577.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9646   Rheinfracht:  24.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures nach US-China Teilabkommen geringfügig fester

Der stärker als erwartete Rückgang der Rohölbestände der USA, den das DOE am Mittwochnachmittag meldete, überraschte die Marktteilnehmer. Das API hatte am Vorabend noch Aufbauten angezeigt. Nachdem die Raffineriebetreiber vor dem Jahreswechsel noch versuchten, aus steuerlichen Gründen ihre Bestände zu reduzieren, schien dies durchaus plausibel.
Der aktuelle Monatsbericht der OPEC lässt für das laufende Jahr auf ein stärker als bisher erwartetes Wachstum der weltweiten Ölnachfrage hoffen.
Was den Handelsstreit zwischen den USA und China angeht, stützte die Unterzeichnung des Teilabkommens die Ölbörsen am Mittwochabend zwar etwas, eine nachhaltige Preisrally wird es jedoch wohl vorerst nicht auslösen. Nachdem die wöchentlichen US-Bestandsdaten sowie die Monatsberichte von EIA und OPEC mittlerweile veröffentlicht sind, steht für die Händler nun heute der Monatsbericht der IEA im Fokus. Bei den Inlandspreisen deutet sich noch leichtes Abwärtspotenzial im Vergleich zu Mittwoch an, da der EUR/USD weiterhin fest ist und die Ölfutures auf dem Ausgangsniveau von gestern notieren.

Fundamental: neutral bis bearish        Chartanalyse: neutral bis bullish

 

15. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 64.34 $      Crude (WTI): 58.11 $       Gasoil: 579.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9673   Rheinfracht:  23.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Gewinnmitnahmen nach API und EIA Daten

Bei den US Ölbestandsdaten weist das API Bestandsaufbauten bei Rohöl, Destillate und Benzin aus. Trader warten noch auf die Zahlen des DOE, die heute Nachmittag veröffentlicht werden.
Viel wird aber auch von den Spannungen im Nahen Osten abhängen. Die USA haben dem Irak nun mit weiteren Sanktionen gedroht, sollten die US Truppen des Landes verwiesen werden.
Das von Deutschland, Frankreich und Großbritannien initiierte Schlichtungsverfahren könnte den Atomdeal entweder retten oder weitere Sanktionen gegen den Iran zur Folge haben.
Mit den US Ölbestandsveränderungen vom API, der von der EIA höher als zuletzt eingeschätzten Überversorgung für 2020, überwiegt heute Morgen erst einmal die fundamental bearishe Stimmung.
Nachdem die Ölpreise an ICE und NYMEX ihren zeitweisen Anstieg gestern nicht halten konnten, bleiben die Futures heute Morgen zunächst auf niedrigerem Niveau. Allerdings bleiben sie auch über den Vortagestiefs. Die Inlandspreise werden daher kaum verändert zu gestern Nachmittag, dafür aber fester zu gestern Vormittag erwartet.

Fundamental: neutral bis bearish        Chartanalyse: neutral

 

14. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 64.27 $      Crude (WTI): 58.10 $       Gasoil: 578.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9708   Rheinfracht:  23.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preisrutsch: Gasoil mit 1,5-Monatstief – Technische Abwärtspotenziale gering

Die Wahrscheinlichkeit einer Konfrontation zwischen dem Iran und den USA bleibt im Vergleich zur vergangenen Woche deutlich geringer. Die Spannungen haben abgenommen, auch weil sich die Spirale von Vergeltungsschlägen nicht weiterdreht.
Die USA haben allerdings angekündigt nicht locker zu lassen und den Druck auf das Regime in Teheran weiter erhöhen zu wollen. Zwar nicht militärisch, dafür aber mit weiteren Sanktionen.
Updates über die neuen Markteinschätzungen werden EIA, IEA und OPEC mit ihren neuen Monatsreports in dieser Woche liefern.
Nach der deutlichen Abwärtsbewegung gestern könnte das Abwärtspotenzial nun erst einmal ausgereizt sein. Während die geopolitische Risikoprämie ausgepreist ist, wartet man nun auf die US Ölbestandsdaten und die Unterschrift zum Handelsabkommen zwischen USA und China.
Die Futures starten heute Morgen deutlich unterhalb der Werte von gestern Mittag, bleiben aber knapp oberhalb der Tiefs. Da der Euro/Dollar-Kurs seine Gewinne von gestern halten kann, deuten sich bei den Inlandspreisen heute Morgen deutliche Preisnachlässe an.

Fundamental: neutral bis bullish         Chartanalyse: neutral

 

13. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 65.06 $      Crude (WTI): 59.17 $       Gasoil: 590.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9729   Rheinfracht:  22.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Weicher Start in die Woche – Preise niedriger erwartet

Die Lage zwischen den USA und dem Iran hat sich am Wochenende entspannt. Der Iran hat den versehentlichen Abschuss des ukrainischen Passagierflugzeuges mittlerweile eingeräumt.
Bagdad hat die US Truppen zu einem Abzug aufgefordert, während die USA nun mit konkreten Sanktionen drohen. Der Irak selbst orientiert sich offenbar verstärkt in Richtung Russland und scheint den Kauf von russischen Luftabwehrsystemen in Betracht zu ziehen. Das Parlament hat den Ministerpräsidenten bereits die Freigabe für den Kauf von Luftabwehrsystemen genehmigt. Am Sonntag gab es zwar erneut einen Beschuss einer Militärbasis im Irak, bei dem 4 irakische Soldaten verletzt wurden, die Befürchtung einer Eskalation der Gewalt zwischen USA und Iran haben sich reduziert und es scheine so, als sei dieses Thema nun abgeschlossen, so die Analysten der Commerzbank.
Zum Wochenstart geht es an ICE und NYMEX erst einmal unterhalb der Freitagstiefs los. Der Euro/Dollar-Kurs kann etwas anziehen. Bei den Inlandspreisen zeichnen sich moderate Nachlässe an.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral

 

10. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 65.27 $      Crude (WTI): 59.46 $       Gasoil: 592.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9727   Rheinfracht:  22.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Risikoprämie größtenteils wieder ausgepreist

Die Preissteigerungen, die durch die Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani durch US-Luftangriffe und den darauffolgenden Vergeltungsschlag Irans verursacht wurden, haben sich mittlerweile wieder vollständig zurückgebildet.
Die Ölindustrie rechnet zwar mittlerweile nicht mehr mit einem Krieg, erneute Angriffe auf Tanker oder Ölanlagen halte man jedoch für möglich.
Unterdessen hat das US-Repräsentantenhaus für eine Resolution gestimmt, mit der die Vollmachten von Präsident Trump für weitere Militäraktionen gegen den Iran eingeschränkt werden sollen. Trump soll gemäß der Resolution nicht mehr ohne Zustimmung des Kongresses auf US-Streitkräfte zurückgreifen können, um gegen die Islamische Republik vorzugehen. Damit will man eine weitere Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Iran verhindern.
Heute Morgen notieren die Futures in etwa im Bereich der Settlementpreise von Donnerstag. Der Euro/Dollar-Kurs ist nahezu unverändert zum Referenzwert von Donnerstagnachmittag. Bei den Inlandspreisen zeichnen sich derzeit noch leichte Preisabschläge zu Donnerstagvormittag ab.

Fundamental: neutral bis bullish       Chartanalyse: neutral

 

 

09. Januar 2020
 
Rohöl/Barrel: Brent: 65.37 $      Crude (WTI): 59.61 $       Gasoil: 597.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9740   Rheinfracht:  22.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Ölfutures nach US-Reaktion auf iranischen Angriff weicher
 
Mit dem Angriff auf zwei US-Militärstützpunkte im Irak scheint der Iran tatsächlich eine „verhältnismäßige Maßnahme“ in Reaktion auf die Tötung des Generals Soleimani gewählt zu haben. Die Ölfutures an ICE und NYMEX gaben nach der ersten Aufwärtsreaktion auf den Angriff daher am Mittwoch wieder deutlich nach. US-Präsident Trump bestätigte am späten Nachmittag die Gerüchte, denen zufolge bei den Angriffen keine amerikanischen Soldaten getötet wurden, und kündigte vorerst keinen weiteren Militärschlag gegen den Iran an. Bei den Marktteilnehmern weckt dies die Hoffnung, dass die Spannungen zwischen den USA und Iran vorerst nicht weiter eskalieren werde.
Allerdings scheint es noch zu früh, Entwarnung zu geben, wenn es um das Risiko des USA/Iran-Konflikts für die Ölversorgung geht. „Wenn Iran weitere Ziele für die Vergeltung der Tötung sucht, ohne aber dabei die von den USA genannten roten Linien überschreiten [zu wollen], was eine militärische Reaktion auslösen würde, könnte die Energieinfrastruktur reizvoll sein.
Die gestrigen Kommentare aus OPEC-Kreisen dürften viele Marktteilnehmer jedoch erst einmal beruhigt haben.
Der Anstieg der US-Ölbestände, den das DOE am Mittwochnachmittag für die vergangene Woche meldete, könnte die Preise auch heute noch etwas ausbremsen.
Für Heute deuten sich deutliche Preisabschläge an.
 
Fundamental: neutral bis bullish  Chartanalyse: neutral
 
 

8. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 69.06 $      Crude (WTI): 63.29 $      Gasoil: 624.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9699    Rheinfracht:  23.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Iranischer Vergeltungsschlag – Ölpreise mit einem Satz nach oben

Marktteilnehmer reagierten in den frühen Morgenstunden auf den Angriff der iranischen Revolutionsgarden auf zwei Militärbasen im Irak. Mit insgesamt 15 Raketen beschoss man eine Einrichtung im Norden bei Erbil und eine im Westen bei Al Asad.
Die Preise schnellten binnen weniger Minuten stark nach oben, gaben einen Großteil des Anstiegs in der Nacht aber bereits wieder auf, nachdem der iranische Außenminister den Angriff als die "proportionale Maßnahme" bezeichnete, die man zuvor angekündigt hatte.
Dennoch wird man mit Spannung auf das von Trump für heute angekündigte Statement warten, mit dem um Mittag oder frühen Nachmittag zu rechnen ist.
Auch wenn ein Großteil des Preissprungs in der Nacht bereits wieder ausgepreist wird, so bleibt die fundamentale Konstellation mit den neuen Angriffen des Iran natürlich erst einmal weiter bullish zu bewerten. Da die Futures noch immer über den Niveaus von gestern Nachmittag notieren, deuten sich für die Inlandspreise momentan deutliche Preissteigerungen an.

Fundamental: bullish      Chartanalyse: neutral

 

 

7. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 68.31 $      Crude (WTI): 62.74 $      Gasoil: 616.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9700    Rheinfracht:  24.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Technisches Abwärtspotenzial nach Gewinnmitnahmen – Iran-Spannungen im Fokus

Nachdem bereits Exxon Mobil seine US Mitarbeiter aus dem Irak abgezogen hat, folgt nun auch Chevron. Damit folgt man der Anweisung der US Regierung, die wegen der Spannungen mit Irak und Iran eine Ausreise empfahl.
Einen Krieg erwarte man nicht, da der Iran bedachter agieren werde, als es einige befürchten, so Sen.
Der Markt wird weiter abwarten müssen, wie sich die Situation nun weiterentwickelt, da verschiedenste Varianten mit unterschiedlichen Folgen möglich erscheinen. Es ist alles eine Frage der Szenarien, die sich auf die Ölförderung auswirken können oder nicht.
Nach den Gewinnmitnahmen von gestern gaben die Preise auch heute Morgen weiter nach und haben damit an ICE und NYMEX die Vortagestiefs unterschritten. Die fundamentale Konstellation bleibt zwar weiter bullish, doch scheint der Markt die jüngsten Faktoren vollständig eingepreist zu haben. Der Euro/Dollar-Kurs kann seine Gewinne von gestern unterdessen halten, sodass sich bei den Inlandspreisen heute Morgen starke Abwärtspotenziale andeuten.

Fundamental: bullish       Chartanalyse: neutral/bearish

 

 

6. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 70.16 $      Crude (WTI): 64.30 $      Gasoil: 639.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9710    Rheinfracht:  27.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Eskalation im Nahen Osten – WTI mit 8,5-Monatshoch

Am Wochenende hatte das irakische Parlament eine nicht bindende Resolution verabschiedet, die eine Ausweisung aller ausländischer Truppen aus dem Land vorsieht. Damit sind in erster Linie natürlich die US Einheiten gemeint.
Der US Präsident sieht jedoch eine gemeinsame Vereinbarung als zwingend notwendig an, dass sich die Truppen aus dem Irak zurückziehen. Der Irak müsse dafür bezahlen.
Unterdessen droht der Iran mit Vergeltungsschlägen gegen die USA, während diese ihrerseits weitere Maßnahmen ankündigte, sollte der Iran durch Teheran beeinflusste Milizen, Angriffe ausführen lassen. Trump Twitterte, dass es 52 Ziele gebe, die man in einem solchen Falle eingreifen könne.
Die Gefahr für Öleinrichtungen in der Region ist sicherlich gestiegen, doch für die Experten bei Goldman Sachs wird es nicht zwangsläufig auf Angriffe auf diese hinauslaufen. In der Nacht zogen die Preise erneut deutlich an. WTI hat damit ein neues 8,5 Monatshoch erreicht. Damit deuten sich bei den Inlandspreisen weitere Preissteigerungen zu Freitag an.

Fundamental: bullish       Chartanalyse: neutral

 

 

Dezember 2019

20. Dezember 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 66.65 $      Crude (WTI): 61.15 $      Gasoil: 616.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9792    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Aufwärtstrend mit bullisher Stimmungslage weiter fortgesetzt

Nach den jüngsten Entwicklungen gehen die Marktteilnehmer generell mit einer leicht bullishen Stimmung auf die Feiertage zu. China hat weitere Details zu dem Abkommen bekanntgegeben, sechs Produkte aus dem Öl- und Chemie-Sektor benannt, bei denen es Ausnahmen bei den bestehenden Zöllen geben wird.
Kurz vor dem Wochenende und den Feiertagswochen scheinen sich Trader lieber mit Long-Positionen gegen mögliche weitere Preissteigerungen abzusichern. Die Futures bleiben auf hohem Niveau, ziehen sogar noch einmal leicht an. Bei den Inlandspreisen deuten sich heute erneut Preissteigerungen zum Vortag ab.

Fundamental: bullish      Chartanalyse: neutral


Wir bedanken uns für das entgegengebrachte Vertrauen in diesem Jahr und wünschen Ihnen, Ihrem Team und Mitarbeiter, Ihrer Familie schöne, besinnliche Festtage sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr 2020!

Das ganze Team der Firma Lang Energie AG in Kreuzlingen

 

19. Dezember 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 66.18 $      Crude (WTI): 60.95 $      Gasoil: 610.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9800    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Rohölfutures nach DOE-Bericht auf höherem Niveau

Die jüngsten Bestandsdaten des DOE zeigten für die vergangene Woche einen leichten Rückgang der Gesamtölbestände der USA an und auch die Zahlen zur Produktnachfrage sahen wieder deutlich besser aus als in der Woche zuvor. Zudem blieb in der aktuellen Berichtswoche die US-Rohölproduktion weiterhin auf hohem Niveau, auch wenn sie unterhalb des bisherigen Rekordhochs lag.
Im Hinblick auf den Handelsdisput zwischen den USA und China gilt das Teilabkommen zwischen den beiden Nationen, welches Anfang Januar unterzeichnet werden soll, mittlerweile als weitestgehend eingepreist. Sollte es bis zur Unterzeichnung jedoch noch einmal Misstöne in der Kommunikation der beiden weltweit größten Ölkonsumenten geben, könnte dies den Finanzmärkten und somit auch den Ölbörsen einen deutlichen Dämpfer versetzen.
Die Ölfutures handeln derzeit in etwa auf dem Niveau der Settlements von Mittwoch. Daher deutet sich für das Inland geringfügiges Abwärtspotenzial zu gestern Vormittag an.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral

 

 

18. Dezember 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 65.70 $      Crude (WTI): 60.45 $      Gasoil: 611.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9809    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

API Aufbauten bremsen Rallye – Inlandspreise nach 3-Monatshoch dennoch fester erwartet

Mit der OPEC+ Kürzung und dem Teilabkommen zwischen den USA gibt es zwei wichtige Faktoren, die den Markt aktuell psychologisch stützen. Zwar bestehen begründete Zweifel ob deren Wirksamkeit, gerade was die Beseitigung der von der IEA erwarteten Überversorgung in der ersten Jahreshälfte 2020 anbelangt.
Die US Ölbestandsdaten des API aus der Nacht haben in der Nacht allerdings für eine Korrektur gesorgt. Während Experten im Vorfeld eigentlich mit moderaten Abbauten gerechnet hatten, werden nun nicht nur bei Rohöl, sondern auch bei den Destillaten und Benzin starke Bestandszuwächse registriert. Damit sind die Zahlen von gestern Nacht klar bearish.
Für das erste ist die Rallye allerdings gestoppt. Mit den klar bearishen Zahlen des API ist die fundamentale Konstellation für uns heute Morgen erst einmal wieder neutral einzustufen, während man auf den Impulsgeber DOE wartet. Für das Inland deuten sich somit Preissteigerungen zu den Niveaus von gestern an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 

 

17. Dezember 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent: 65.40 $      Crude (WTI): 60.25 $      Gasoil: 606.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9826    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Fester Start in die neue Woche – Gasoil mit 3-Monatshoch
 
Die Rohölpreise hatten mit der lang ersehnten Einigung im Handelsstreit am Freitag neue 3-Monatshochs erreicht. Auch die von der OPEC+ Gruppe beschlossenen zusätzlichen Produktionskürzungen bleiben stützend für die Ölpreise, wenngleich die Preissteigerungen nach beiden Events schnell wieder abnahmen.
Beim Abkommen der OPEC+ Länder gibt es begründete Zweifel, dass das reale Ölangebot nicht so deutlich wie auf dem Papier angegeben sinken wird, während das Handelsabkommen einen Großteil der Zölle noch immer intakt lässt. Das bedeutet, dass der Deal zwischen USA und China wohl nur bedingt dazu geeignet ist die Ölnachfrage im kommenden Jahr deutlich anzukurbeln.
Die Tatsache, dass die Preise weder mit dem Beschluss er OPEC+ Gruppe, noch mit der Bekanntgabe des Handelsabkommens eine starke Rallye hingelegt haben und sich stattdessen innerhalb des mittelfristigen Aufwärtstrends moderat nach oben bewegten zeigt, dass es ein großes Maß an Unsicherheit im Markt gibt.
Je nach Dynamik im Handel bietet dies gleichzeitig Potenzial für technische Gewinnmitnahmen zum Jahresendspurt. Bereits im letzten Jahr hatte man um die Weihnachtsfeiertage eine erhöhte Volatilität mit neuen Jahrestiefs erlebt.
Unterm Strich nehmen wir von fundamentaler Seite heute eine leicht bullishe Haltung ein, sodass sich momentan nur kleinere Preisanpassungen andeuten.
 
Fundamental: neutral bis bullish       Chartanalyse: neutral
 
 

16. Dezember 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 65.07 $      Crude (WTI): 59.87 $      Gasoil: 599.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9833    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Handelsabkommen im Januar unterschriftsreif – Rohöl zwischenzeitlich auf 3-Monatshoch

Das Handelsabkommen zwischen USA und China ist ein echter Durchbruch. Lange wurde verhandelt, bis man am Freitag nun die Rahmenbedingungen bekanntgegeben hatte. Klar ist allerdings, dass die Zölle nicht so stark gesenkt werden, wie China erhofft hatte, die dafür aber auch weniger Agrarprodukte aus den USA beziehen werden, als es die Trump Regierung sich erwünschte.
Noch ist das Abkommen aber nicht unterschrieben, auch wenn Lighthizer am gestrigen Sonntag betonte, dass der Phase 1 Deal "vollständig erledigt" sei. Die Papiere müssen noch ausformuliert werden und die Unterschriften sollen in der ersten Januarwoche folgen.
Der Phase 1 Deal scheint ebenso wie die OPEC+ Kürzung weitestgehend eingepreist zu sein. Ohne weitere stützende Details zum Handelsabkommen schätzen wir die fundamentale Konstellation heute Morgen neutral ein. Die Futures bleiben in den Morgenstunden weiter auf höherem Niveau, wenngleich auch deutlich unterhalb der 3 Monatshochs vom Freitag. Für das Inland deuten sich damit aktuell moderate Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 

 

12. Dezember 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent: 64.02 $      Crude (WTI): 58.90 $      Gasoil: 581.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9820    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Futures gaben mit DOE deutlich nach – Rohölpreise korrigierten ihre Verluste in der Nacht
 
Die US Ölbestandsdaten des DOE haben die bearishen Zahlen des API von Dienstagnacht in etwa bestätigt. Überraschend allerdings vor allem die Ölnachfrage, die förmlich einbrach.
Nachdem der EIA Monatsreport von uns neutral eingeschätzt wurde, konnte die OPEC mit ihrem gestrigen Bericht ebenfalls keine neuen Impulse setzen. Die wichtigen Größen ließ das Kartell unverändert und passte lediglich die eigene Förderung an.
Die EIA rechnet zudem damit, dass die USA im kommenden Jahr ein Nettoexporteur von Energie sein wird. Das Land wird dann also mehr Energie exportieren als es aus dem Ausland importiert. Für die OPEC nicht gerade hilfreich.
Nun richten die Marktteilnehmer ihre Aufmerksamkeit auf den Handelsdeal zwischen USA und China. Die USA hat die für Sonntag angekündigten Sanktionen bisher nicht weiter bestätigt oder verschoben. Beobachter rechnen allerdings damit, dass die Zölle nicht kommen und im letzten Moment ausgesetzt oder verschoben werden, während man eine Annäherung für einen Deal mit China ankündigt.
Die Kombination aus nachgebenden Ölbörsen und einem anziehenden Euro/Dollar-Kurs von gestern Abend sorgt für ein niedrigeres Preisniveau.
Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 
11. Dezember 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent: 63.94 $      Crude (WTI): 58.88 $      Gasoil: 587.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9857    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Konsolidierung auf hohem Niveau – API meldet überraschende Bestandsaufbauten
 
In den letzten Monaten hatten die US Ölbestandsdaten des API kaum einen Einfluss auf die Preisbildung an den Märkten, da die Trader vor allem auf die Zahlen des DOE warten. Doch gestern Nacht reagierte der Markt klar bearish auf die Daten. Vor allem die Aufbauten bei den landesweiten Rohölbeständen sind bearish einzustufen.
Der neue EIA Monatsreport hat unterdessen die zusätzlichen OPEC Produktionskürzungen für das kommende Jahr mit berücksichtigt. Für 2020 rechnet man zwar weiter mit einem Überangebot. Die Intervention der OPEC soll vor allem kurzfristig Wirkung zeigen, denn die Preisprognosen für das laufende und die ersten beiden Quartale 2020 wurden nach oben angepasst.
Am Sonntag steht die Einführung weiterer Strafzölle in den USA gegen China auf der Agenda. Trump machte diese zuletzt von den Fortschritten bei den Verhandlungen abhängig, die allerdings noch auf sich warten lassen. Im Oktober hatte es geheißen, dass man sich im Prinzip geeinigt hätte. Mehr als acht Wochen später wartet man allerdings noch immer.
Wir schätzen wir die fundamentale Ausgangslage heute Morgen leicht bearish ein. Daher deuten sich bei den Preisen aktuell noch leichte Preissteigerungen an.
 
Fundamental: neutral bis bearish       Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

10. Dezember 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 64.25 $      Crude (WTI): 59.01 $      Gasoil: 586.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9875    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Technisches Korrekturpotenzial – OPEC+ Entscheidung stützt kaum

Analysten zeigen sich zunehmend skeptisch bezüglich der OPEC+ Kürzungen. Zwar hat das Kartell mit den Nicht-OPEC Ländern mehr als erwartet vom Markt genommen, dennoch stellt sich die Frage, ob dies ausreichend ist.
Die Maßnahme der OPEC+ Gruppe soll zunächst für die ersten drei Monate in 2020 gelten. Gerade was die erste Jahreshälfte 2020 angeht bleibt vermutlich auch mit den Kürzungen eine leichte Überversorgung bestehen.
Der Markt wendet sich wieder verstärkt den Geschehnissen zwischen USA und China zu, die noch immer keine Einigung im Handelsstreit erzielt haben. Die rückläufigen Exporte Chinas hatten den Markt gestern belastet, dies zeigt, wie stark der Einfluss auf die reale Wirtschaft ist.
In den Morgenstunden legen die Futures an ICE und NYMEX zwar leicht zu, bleiben dabei aber in einer noch engen Handelsspanne. Der Preisanstieg von gestern Nachmittag sorgt bei den zu erwartenden Inlandspreisen für Preissteigerungen zu den Nachmittagserhebungen und Preissenkungen im Vergleich zu den Vormittagspreisen.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 

 

09. Dezember 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 64.21 $      Crude (WTI): 58.92 $      Gasoil: 589.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9904    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreise nach OPEC fester – Konjunkturdaten aus China belasten

Die OPEC+ Gruppe hatte am Freitag neue Produktionskürzungen zu den bestehenden Quoten beschlossen. Doch der entscheidende Faktor ist Saudi-Arabien, dass bisher mehr als gefordert vom Markt genommen hatte.
Als Reaktion auf das neue Abkommen haben die Analysten bei Goldman Sachs die Preisprognose für Brent 2020 angehoben. Den langfristigen Preis sieht man bei der Investmentbank aber unverändert.
Und dazu gibt es zum Wochenstart erst einmal schlechte Konjunkturdaten. Die chinesischen Exporte sind im November zum vierten Mal in Folge gesunken, was in einem starken Kontrast mit dem erwarteten Anstieg steht. Der Handelsstreit zwischen den beiden Ländern wird wieder in den Mittelpunkt rücken, denn schließlich steht noch eine Entscheidung über eine Anhebung von US Zöllen zum 15. Dezember auf der Agenda.
Die Futures an ICE und NYMEX starten verhalten in die neue Woche und in einer sehr engen Spanne. Damit ergeben sich für die Inlandspreise aktuell klare Preissteigerungen im Vergleich zu den Freitagsniveaus.

Fundamental: neutral bis bullish       Chartanalyse: neutral

 

 

06. Dezember 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent: 63.32 $      Crude (WTI): 58.40 $      Gasoil: 583.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9878    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Ölfutures aktuell (noch) unbeeindruckt von OPEC-Beschlüssen
 
Die OPEC beschloss in ihrer halbjährlichen Vollversammlung gestern, die mit weiteren Ölproduzenten vereinbarten Produktionskürzungen um 500.000 B/T zu verschärfen. Was zunächst einmal bullish klingt, hatte gestern jedoch keine größeren Auswirkungen auf die Ölpreise.
Dies liegt zum einen daran, dass die im Dezember 2017 vereinbarten Kürzungen in den vergangenen Monaten ohnehin übererfüllt wurden. Am tatsächlichen Ölangebot dürfte sich somit nicht viel ändern.
Zum anderen wird die Bemessung der russischen Ölproduktion nun – wie von Russland gefordert – die Förderung von Gaskondensat nicht mehr mit einbeziehen. Damit kann Russland, das seit Beginn des Jahres die vorgegebenen Kürzungen nur in drei Monaten erfüllte, seine Produktionsgrenze besser einhalten, ohne wirklich zusätzliche Einschnitte vorweisen zu müssen.
Die Marktteilnehmer dürften nun wieder verstärkt auf eine Lösung im Handelsstreit zwischen den USA und China hoffen, mit der die Preise zumindest von Seiten der Nachfrage bullishe Impulse erhalten würden. Allerdings scheint hier die Tendenz der Meldungen fast täglich zwischen positiv und negativ zu schwanken.
Der Handel wird heute vermutlich erneut volatiler sein als sonst, bis die OPEC und ihre Partner ihre Beschlüsse zur weiteren Produktionspolitik bekannt geben.
 
Fundamental: neutral bis bullish       Chartanalyse: neutral
 
 

05. Dezember 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 62.81 $      Crude (WTI): 58.15 $      Gasoil: 580.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9878    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures vor OPEC-Sitzung auf hohem Niveau

Das DOE bestätigte am Mittwochnachmittag von der Tendenz her die Erwartungen der Analysten und die Zahlen des API in Bezug auf die Bestandsveränderungen in den USA. Der Fokus liegt auf den Treffen der OPEC und des OPEC+ Bündnisses.
Nachdem US-Präsident Trump am Dienstag mitteilte, er habe kein Problem damit, wenn es erst nach den Präsidentschaftswahlen ein Handelsabkommen mit China geben sollte, sagte er, die Gespräche verliefen „sehr gut.“
Zudem hieß es, die USA und China hätten sich bei der Frage, wie viele Strafzölle in einem ersten Teilabkommen aufgehoben werden sollen, mittlerweile angenähert. Die Unterzeichnung eines solchen Teilabkommens noch vor Jahresende könnte den Ölfutures noch einmal deutlichen Schub geben, da damit die Sorgen des Wirtschaftswachstums und der Ölnachfrage deutlich nachlassen würden.
Derzeit handeln die Ölfutures leicht unterhalb der Hochs von Mittwoch, allerdings immer noch deutlich über den Niveaus von Mittwochvormittag. Daher deutet sich bei den Inlandspreisen noch leichtes Aufwärtspotenzial an.

Fundamental: neutral bis bullish       Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 

04. Dezember 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 61.23 $      Crude (WTI): 56.44 $      Gasoil: 572.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9867    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Produktionskürzung auf 1,6 Mio. B/T – Entscheidung fällt am Freitag

Hatte US Präsident Donald Trump China in diesem Jahr mehrfach gewarnt das Abkommen bis nach den Präsidentschaftswahlen zu verzögern, so findet er diese Idee aktuell offenbar gar nicht so schlecht.
Viele Experten halten eine zusätzliche Kürzung für zwingend notwendig, um einen Preiseinbruch an den Börsen zu verhindern. Es gibt auch andere Stimmen am Markt. Nigeria, Irak und auch Russland hatten ihre Produktion bisher nicht im geforderten Maße gesenkt, während Saudi-Arabien mehr als verlangt gekürzt hatte. Stärkere Produktionskürzungen werden allerdings nur dann einen echten Effekt am Markt haben, wenn Saudi-Arabien seine Ölförderung noch weiter senkt. Und bisher ist auch nicht bekannt, wie Russland zu einer möglichen Entscheidung steht.
Eine erhöhte Volatilität ist in jedem Fall zu erwarten, während man am Markt mögliche Hinweise zur OPEC und dem Handelsstreit verarbeitet. Man wartet auch noch auf die US Ölbestandsdaten des DOE heute Nachmittag. Bei den Inlandspreisniveaus deuten sich leichte Preissteigerungen zum Vortag an.

Fundamental: neutral bis bullish         Chartanalyse: neutral

 

 

03. Dezember 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent: 61.11 $      Crude (WTI): 56.24 $      Gasoil: 572.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9919    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
OPEC-Kürzung würde nicht reichen – Preise bleiben nach Wochenstart weicher
 
Informanten aus OPEC Kreisen zu Folge soll innerhalb der Gruppe die Möglichkeit einer weiteren Produktionskürzung diskutiert werden. Offenbar scheint auch Saudi-Arabien, das einflussreichste Mitglied der OPEC, an einem solchen Schritt interessiert sein. Vor allem haben die Saudis wegen des Börsengangs ein hohes Interesse daran die Preise auf einem stabilen Niveau zu halten.
Experten halten eine weitere Produktionskürzung der OPEC für zwingend notwendig, will das Kartell eine deutliche Abwärtsbewegung vermeiden. Sollte die Gruppe das aktuelle Abkommen ohne zusätzliche Kürzungen verlängern, werden die Preise wahrscheinlich sinken.
Also selbst mit zusätzlichen Kürzungen in genannter Größenordnung dürften die Preise wohl nur vorübergehend anziehen. Bleibt eine stärkere Produktionseinschränkung allerdings aus, besteht erhebliches Abwärtspotenzial im Jahresendspurt.
Im Handelsstreit zwischen USA und China hat der US Handelsminister angekündigt, dass die zusätzlichen Zölle im Dezember wahrscheinlich umgesetzt werden. Die neuen Spannungen zwischen den beiden Ländern dämpfen den Optimismus, dass es noch vor Ende des Jahres einen Deal geben wird. Kurz vor dem OPEC Meeting ist der Markt quasi unberechenbar.
Den Markt schätzt man von fundamentaler Seite her erst einmal neutral ein und für Heute deuten sich Preisnachlässe ab.
 
Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral
 
 

2. Dezember 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 61.27 $      Crude (WTI): 56.08 $      Gasoil: 573.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9999    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Inlandspreise zum Wochenstart deutlich schwächer – OPEC+ Entscheidung und Handelsstreit

Im Handelsstreit hatte China den USA zuletzt mit starken Gegenmaßnahmen gedroht, sollte man das neue Hongkong-Gesetz nutzen, um neue Sanktionen gegen China zu verhängen.
Bisher wurden die Kommentare der OPEC dahingehend gedeutet, dass sich das Kartell mit den übrigen Ländern auf eine Beibehaltung der Quoten in Verbindung mit einer Verlängerung der Kürzungen bis mindestens Mitte 2020 einigt. Welche Position Russlands Ölministerium beim Meeting in dieser Woche vertreten wird, ist allerdings noch unklar.
Die Woche könnte daher extrem volatil werden, wenn Marktteilnehmer vor der OPEC Entscheidung am 05. und 06. Dezember ihre Positionen entsprechend managen. Nachdem die Ölpreise am Freitag massiv einbrachen, erholen sich die Futures in den Morgenstunden und kommen von den Tiefs letzter Woche etwas zurück. Dabei bleiben die Futures aber noch immer weit unter den Niveaus von gestern Mittag und Nachmittag, sodass sich bei den Inlandspreisen heute Morgen aktuell massive Preisnachlässe zu Freitag andeuten.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral

 

 

November 2019

29. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 63.57 $      Crude (WTI): 57.95 $      Gasoil: 589.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9983    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures orientieren sich nach US-Feiertag leicht nach unten

An der Marktlage hat sich im Vergleich zu Donnerstagmorgen nichts Wesentliches geändert. Die Händler richten ihren Fokus einerseits immer stärker auf das Treffen der OPEC und ihrer Partner am kommenden Freitag.
Bei diesem wird darüber entschieden werden, ob die aktuellen Produktionskürzungen unverändert beibehalten, noch weiter verschärft oder verlängert werden. Eine solche Entscheidung dürfte die Marktteilnehmer eher enttäuschen und könnte Ende nächster Woche zunächst einmal für einen Rücksetzer an den Ölbörsen führen.
Abgesehen davon warten die Marktteilnehmer auf die Gegenmaßnahmen, die China in Reaktion auf US-Gesetze zur Unterstützung der Demonstranten in Hong Kong zuletzt ankündigte. Nach Angaben der NOC nahmen die Anlagen an dem Ölfeld nur geringen Schaden durch die Kämpfe zwischen Truppen der LNA und Truppen, der international anerkannte Regierung. In den Morgenstunden gaben die Preise wieder leicht nach, Gasoil handelt allerdings noch oberhalb des Niveaus von Donnerstagvormittag. Bei den Inlandspreisen deuten sich für heute Morgen daher leichte Aufwärtspotenziale an.

Fundamental: neutral bis bearish        Chartanalyse: bearish

 

 

28. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 63.78 $      Crude (WTI): 57.78 $      Gasoil: 587.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9990    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Deutliche Preisnachlässe am Donnerstagmorgen – OPEC und DOE

Bei den US Rohölbeständen wurden auch laut DOE Bestandsaufbauten bei Rohöl veröffentlicht. Im Handelsstreit zwischen USA und China rechnen die Analysten nun erst einmal damit, dass dieser die Preise nicht mehr so deutlich wie in der Vergangenheit stützen wird.
Unterdessen ist sich der Markt bei der Entscheidung der OPEC+ Gruppe in kommender Woche weitestgehend einig. Die erwartete Entscheidung der OPEC+ Gruppe bietet damit erhebliches Enttäuschungspotenzial für die Märkte.
Unterdessen stützt die Abschaltung des libyschen Ölfelds "El Feel" die Preise an den Börsen. Hier kam es offenbar zu einem Luftangriff vor den Toren der Anlage und in einer Wohnunterkunft, worauf die Arbeiter evakuiert wurden.
In den Morgenstunden können sich die Ölpreise an den Börsen in New York und London von ihren Tagestiefs etwas erholen, gerade Gasoil bleibt allerdings vergleichsweise weich und die Vortagestiefs sind noch immer in Reichweite. Bei den rechnerischen Inlandspreisen deuten sich für heute Morgen daher weitere Abwärtspotenziale an.

Fundamental: neutral bis bearish        Chartanalyse: bearish

 

 

 

 

 

 

 

27. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 64.07 $      Crude (WTI): 58.23 $      Gasoil: 590.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9983    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Überraschende Bestandsaufbauten – Preise bleiben auf hohem Niveau

Für die abgelaufene Berichtswoche hatten die Experten mit leichten Abbauten bei den Rohölbeständen gerechnet. Das API hatte gestern Nacht nun allerdings überraschend deutliche Aufbauten bekanntgegeben, die entsprechend bearish interpretiert werden.
Neue Entwicklungen zum Stand der Verhandlungen zwischen USA und China gab es in der Nacht keine. Auch wenn sich beiden Seiten offenbar weiter unterhalten, gibt es wegen der Proteste in Hongkong neue Differenzen. Die Marktlage bleibt damit insgesamt wenig verändert zu den vergangenen Tagen. Der Ausgang der Handelsgespräche und das mögliche Ergebnis des OPEC+ Meetings in der kommenden Woche bleiben die größten Einflussfaktoren für die Ölpreise. Die Trader werden sich unterdessen weiterhin zurückhalten, da morgen Thanksgiving ansteht und viele Marktteilnehmer damit nicht am Handel teilnehmen, oder zu den verkürzten Handelszeiten nur das nötigste handeln werden. Die fundamentale Konstellation bleibt somit neutral. Es deuten sich allerdings dennoch geringfügige Preissteigerungen zum Vortag ab, da die Preise ihren Anstieg von gestern bewahrt haben.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

26. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 63.65 $      Crude (WTI): 57.97 $      Gasoil: 586.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9965    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Positive Meldungen zum Handelsstreit – Preise geringfügig fester zu Vortag

Im Top-Thema, dem Handelsstreit zwischen USA und China, scheint sich in den letzten Wochen kaum etwas zu bewegen. Die Sorgen bezüglich der Zölle nehmen etwas ab. Die Makroökonomischen Rahmenbedingungen würden sich daher in Richtung einer Aufwärtsbewegung in 2020 verbessern. Auch vom OPEC+ Deal in der kommenden Woche könnte ein bullisher Impuls ausgehen, da man mit einer Verlängerung des Deals bis Ende Dezember 2020 rechnet, wobei eine stärkere Einhaltung der Quoten das Ölangebot faktisch drosseln würden.
Noch immer wartet man auf Informationen zu den Verhandlungen in China und natürlich auch auf die wöchentlichen Ölbestandsdaten. Zudem ist es mit dem Thanksgiving Day am Donnerstag und dem Black Friday für viele eine kurze Handelswoche, weshalb man sich vor großen Positionen scheuen wird.
Die fundamentale Konstellation schätzen wir heute Morgen weiter neutral ein. Nach dem späten Preisanstieg von gestern, der heute Morgen noch verteidigt werden kann, deuten sich bei den Inlandspreisen leichte Aufwärtspotenziale an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 

 

 

25. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 63.71 $      Crude (WTI): 57.98 $      Gasoil: 584.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9972    Rheinfracht:  28.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreise weitestgehend unverändert – China mit Zugeständnissen im Handelsstreit

Im Handelsstreit zwischen USA und China hat Peking die US Delegation eingeladen, um die Differenzen auszuräumen, die einen Abschluss der ersten Phase bisher verhindert haben. Am Wochenende machte die chinesische Regierung noch weitere Zugeständnisse und kündigte härtere Strafen an.
Trump hatte am Freitag noch einmal für einen Stimmungsdämpfer gesorgt, als er zwar angab, dass man einem Deal "sehr nahe" sei, allerdings würde China das Abkommen dringender wollen als die USA.
Bei der OPEC+ rechnet man in der kommenden Woche weiter mit einer Beibehaltung der aktuellen Kürzungsvereinbarung, die bis Ende Juni 2020 verlängert werden soll.
Unterdessen streiken die Bahnmitarbeiter in Kanada weiterhin und sorgen damit für eingeschränkte Lieferungen über das Schienennetz in die USA. Die fundamentale Konstellation wird von uns heute Morgen zunächst neutral eingestuft.
Nachdem die Ölpreise am späten Freitag von ihren Hochs zurückkamen und sich auch heute Morgen relativ stabil zeigen, bleiben auch die erwarteten Inlandspreise relativ unverändert zu Freitag.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral

 

 

22. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 63.52 $      Crude (WTI): 58.13 $      Gasoil: 583.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9935    Rheinfracht:  28.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Starker Preisanstieg von Donnerstagnachmittag generiert Aufwärtspotenzial für Inlandspreise

Mit dem verhaltenen Optimismus, den Chinas Vizepremierminister Liu He zuletzt hat anklingen lassen, und den Meldungen, die chinesische Regierung habe US-Unterhändler zu Gesprächen nach Peking eingeladen, hellte sich die Stimmung hinsichtlich des Handelsstreits am Donnerstag wieder etwas auf.
Auf kurze Sicht warten die Händler außerdem auf neue Meldungen zu einem Streik von Bahnmitarbeitern in Kanada, der auch den Öltransport über die Schiene beeinträchtigt. Der Streik dauert nun bereits seit Dienstag an. Abgesehen davon wurden die Händler am Donnerstagabend durch eine Meldung zu einem Brand an einer Ölanlage in Midland, Texas, aufgeschreckt, wo ein aufgeheizter Lastwagen, mit dem Wachsablagerungen von Ölquellen abtransportiert werden, Feuer fing. Das Feuer wurde mittlerweile jedoch Berichten zufolge eingedämmt worden sein.
Die fundamentale Ausgangslage ist heute Morgen insgesamt leicht bullish einzustufen und die Ölfutures bewegen sich weiter auf hohem Niveau. Bei den Inlandspreisen deutet sich nach dem Preisanstieg von gestern im Vergleich zu Donnerstagmorgen Aufwärtspotenzial an.

Fundamental: neutral bis bullish       Chartanalyse: neutral bis bullish

21. November 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent: 62.32 $      Crude (WTI): 56.95 $      Gasoil: 569.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9912    Rheinfracht:  28.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Ölfutures kommen von gestrigen Hochs leicht zurück - DOE-Daten und technische Käufe hatten gestützt
 
Wenngleich das DOE am Mittwochnachmittag einen leichten Anstieg der landesweiten Rohöl- und Benzinbestände meldete, dämpfte der Rückgang der Gesamtölbestände die Sorgen der Marktteilnehmer hinsichtlich einer Überversorgung wieder etwas.
Auch aus Russland ist mit einer höheren Ölproduktion zu rechnen. Seine Ankündigung, dass Russland auch weiterhin mit der OPEC kooperieren werde, konnte den Ölbörsen daher nur mäßig bullishe Impulse geben. Dass Russland im Dezember einer schärferen Produktionskürzung zustimmen könnte, scheint vor diesem Hintergrund ebenfalls weiterhin eher unwahrscheinlich.
In Sachen Handelsstreit zeigte sich zur Wochenmitte Chinas Vizepremierminister angeblich „vorsichtig optimistisch.“ Sollten die Gespräche am 15. Dezember gut verlaufen, so dürften die US-Strafzölle, im Wert von 156 Milliarden Dollar, aufgeschoben werden. Sollten die Gespräche jedoch nicht gut laufen, dann werden die USA diese Zölle einführen und das wird das ganze Spiel ins nächste Jahr verlegen.
Die fundamentale Ausgangslage ist heute Morgen daher leicht bearish einzustufen. Bei den Preisen deutet sich immer noch leichtes Aufwärtspotenzial an.
 
Fundamental: neutral bis bearish       Chartanalyse: neutral
 
 
 

20. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 60.76 $      Crude (WTI): 55.12 $      Gasoil: 560.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9903    Rheinfracht:  26.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preise zum Mittwoch erneut deutlich weicher – Handelsstreit und OPEC+ Erwartung belasten

In den USA sind die landesweiten Rohölbestände offenbar wieder gestiegen, zumindest nachdem, was das API gestern Nacht gemeldet hat. Die Bestandsaufbauten sind deutlich umfangreicher als erwartet, und dass trotz der Abbauten in Cushing, Oklahoma.
Die Stimmung bezüglich der Entwicklungen im Handelsstreit zwischen USA und China scheint nun gekippt zu sein. Unterdessen gibt es Berichte, wonach Russland eine Verstärkung der Produktionskürzungen beim OPEC+ Meeting in 2 Wochen wahrscheinlich ablehnen wird.
Letztlich lässt sich die Situation also wie folgt zusammenfassen: die Schieferölproduktion in den USA wurde nach oben korrigiert, die Rohölbestände sind offenbar weiter gestiegen, der Deal zwischen USA scheint festgefahren und eine zusätzliche Produktionskürzung der OPEC+ Gruppe gilt als wenig wahrscheinlich. Heute Morgen ist die fundamentale Ausgangslage allerdings erst einmal bearish einzustufen. Mit den starken Kursverlusten von gestern Abend und aus der Nacht deuten sich aktuell zudem weitere Preisnachlässe für das Inland an.

Fundamental: bearish       Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 

 

19. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 62.26 $      Crude (WTI): 56.78 $      Gasoil: 572.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9897    Rheinfracht:  23.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Handelsstreit und US Ölproduktion – Ölpreise mit schwachem Start in die Woche

Wieder ist es der Handelsstreit, der die Nachrichten dominiert. Hatte dieser Ende letzter Woche mit positiven Kommentaren aus China und USA noch gestützt, so ist man nun wieder skeptischer. Im Fall der anstehenden Entscheidung der OPEC+ Länder in zwei Wochen gibt es ebenfalls nichts Neues, sodass man weiter davon ausgehen muss, dass die Produktionsquoten nicht gesenkt werden.
Der Markt befindet sich in einer Habacht-Stellung, in der man auf den Abschluss der Verhandlungen im Handelsstreit und eben auch auf die OPEC wartet.
Die Stimmung an den Ölbörsen ist daher am Morgen angekratzt und aus fundamentaler Sicht leicht bearishe einzustufen.
Die Futures kommen zwar von den späten Tagestiefs gestern etwas zurück, doch im Vergleich mit den Preisen von gestern Nachmittag bleiben die Notierungen noch immer auf sehr niedrigem Niveau. Somit deuten sich bei den Inlandspreisen aktuell deutliche Preisnachlässe im Vergleich zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bearish       Chartanalyse: neutral

 

 

18. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 63.25 $      Crude (WTI): 57.75 $      Gasoil: 587.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9902    Rheinfracht:  21.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Hoffnung im Handelsstreit lässt Inlandspreise steigen

Erneut ist es der Handelsstreit und die möglichen Verhandlungsergebnisse, die das Geschehen an den Ölbörsen dominieren. Am Freitag hatten sich die Verhandlungsführer positiv zu den aktuellen Fortschritten geäußert.
Nachdem die Monatsreports letzte Woche keinen starken Einfluss auf die Richtung hatten, ist also klar, dass der Handelsstreit auch in dieser Woche weiter Dreh- und Angelpunkt für die Stimmung des Marktes ist. Allerdings sind auch weitere Kommentare zur OPEC und deren Meeting in 2 Wochen zu erwarten.
Unterdessen stützten die zusätzlichen Raffineriekapazitäten in China. Auch die Demonstrationen im Iran und Irak können die Preise stützen. Zwar haben die Proteste der Bevölkerung noch keinen Einfluss auf die Ölförderung und Exporte gehabt, doch besteht die Gefahr, dass sich die Situation weiter destabilisiert und dann das Ölangebot negativ beeinflusst.
Die Notierungen bleiben heute Morgen weiter auf hohem Niveau in einer engen Spanne und so deuten sich auch bei den Inlandspreisen deutliche Aufwärtspotenziale zu Freitag an.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral

 

 

15. November 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent: 61.59 $      Crude (WTI): 56.97 $      Gasoil: 581.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9892    Rheinfracht:  20.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Leichte Short-Coverings nach Rücksetzer von Donnerstagabend
 
Nach der EIA hat nun auch die OPEC ihren aktuellsten Monatsbericht veröffentlicht. Bullish ausgerichtete Marktteilnehmer dürfte dieser enttäuscht haben.
Der OPEC-Generalsekretär hatte sich am Mittwoch auch optimistisch hinsichtlich einer Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China gezeigt. Dieser Optimismus scheint angesichts der jüngsten Kommentare des Weißen Hauses berechtigt zu sein. Man komme einem (Teil-)Abkommen näher, nachdem es sehr konstruktive Gespräche mit Peking gegeben habe. Die Marktteilnehmer dürften derlei Äußerungen allerdings nicht mehr allzu viel Gewicht beimessen.
Die Bestandsdaten des DOE fielen am Donnerstag eher bearish aus, wenngleich die sich Produktnachfrage in den USA als solide erwies und auch die Gesamtölbestände der USA in der Woche sanken. Der bearishe Effekt der gestiegenen landesweiten Rohölbestände sowie des gemeldeten Rekordhochs der US-Produktion setzte sich jedoch letztlich durch.
Sollte das Wachstum der US-Ölproduktion wieder stärker an Fahrt aufnehmen dürften auch die Spekulationen über schärfere Produktionskürzungen der OPEC+ im Vorfeld des nächsten Produzententreffens Anfang Dezember wieder zunehmen.
Für heute deuten sich demnach leichte Preisabschläge an.
 
Fundamental: bearish       Chartanalyse: neutral 
 
 

14. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 62.73 $      Crude (WTI): 57.53 $      Gasoil: 579.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9901    Rheinfracht:  20.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures fester - Barkindo-Kommentare, US-Rohölbestände und technische Käufe stützten

Der vom API gemeldete überraschende Rückgang der landesweiten Rohölbestände der USA sorgte Dienstagnacht an den Ölbörsen für einen kurzen Aufwärtstest.
Die EIA hat in ihrem am Mittwochabend veröffentlichten Monatsbericht ihre Prognosen zur weltweiten Ölnachfrage und zur Produktion für 2019 und 2020 jeweils in ähnlichem Umfang nach oben korrigiert. Somit haben sich bei der Einschätzung zur Marktlage in diesem und im kommenden Jahr nur geringfügige Veränderungen ergeben.
Was die US-Ölproduktion angeht, rechnet die EIA von 2019 auf 2020 mit einem Wachstum. Die OPEC hingegen, könnte ihre Erwartungen zum US-Produktionswachstum senken. Die EIA scheint etwas optimistischer zu sein, was die Entwicklung der amerikanischen Ölproduktion angeht.
Neben den kurzfristigen Produktionsprognosen bereiten einigen Experten vor allem die längerfristigen Erwartungen der EIA Sorge. Diese seien im Hinblick auf das Wachstumspotenzial der Schieferölproduktion überzogen.
Nach dem Anstieg von Mittwochnachmittag blieben die Ölfutures im Bereich der gestrigen Tageshochs. Daher deuten sich für das Inland heute Morgen Preisaufschläge an.

Fundamental: neutral bis bearish       Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 

13. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 61.80 $      Crude (WTI): 56.59 $      Gasoil: 569.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9906    Rheinfracht:  19.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Handelsstreit, Analysten und Bestandserwartung – Preise am Mittwoch niedriger

Zum großen Thema "Handelsstreit" bleiben neue Entwicklungen aus. Trump betonte noch einmal, dass ein bedeutendes Phase 1 Handelsabkommen mit China bald umgesetzt werden könnte.
Bisher gibt es weder einen Ausweichtermin, noch einen Ort. Die Quintessenz ist, dass sich beide Seiten noch immer nicht einig geworden sind, und ohne verwertbare Fakten verliert die Aussicht auf ein Handelsabkommen mittlerweile seine stützende Wirkung.
Die US Schieferölindustrie wird, trotz aller Berichte eines langsameren Wachstums, auch in Zukunft weiter zulegen. Die OPEC kommt demnach auch nach Ansicht der IEA in Zukunft weiter unter Druck und wird nicht mehr so viel Öl wie bisher fördern und verkaufen können, ohne einen Preiseinbruch zu riskieren.
Auch die Marktlage insgesamt wird nun wieder bearish eingestuft, da stützende Wirkung eines möglichen Handelsabkommens aktuell nachlässt.
Mit der nachgebenden Entwicklung an den Ölbörsen von gestern Abend und den Morgenstunden, deuten sich nun auch für das Inland heute Morgen durchaus beachtliche Preisnachlässe an.

Fundamental: bearish       Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 

 

12. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 62.46 $      Crude (WTI): 57.07 $      Gasoil: 582.85 $ pro Tonne
Dollar: 0.9948    Rheinfracht:  19.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Bestandsabbauten in Cushing stützen – Unsicherheit bei Handelsstreit bleibt dominierend

Es bleibt weiterhin so, dass die Ergebnisse im Handelsstreit zwischen USA und China der "entscheidende Auslöser" für Preisbewegungen an den Ölbörsen bleiben werden, so die Experten von AxiTrader. Bis klar ist, was beide Seiten tatsächlich auch schriftlich fixieren, wird dieses Hin und Her vermutlich weitergehen. Auch steht noch immer kein Termin oder Ort für eine Unterzeichnung des Teilabkommens "Phase 1" fest.
Die Monatsreports werden diese Woche in den Fokus rücken, von denen die EIA morgen Nacht den Anfang machen wird, den wir dann am Donnerstagmorgen in aller Ausführlichkeit zur Verfügung stellen werden.Nach dem Auf und Ab von gestern orientieren sich die Futures in den Morgenstunden wieder leicht nach oben, ohne aber deutlich anzuziehen und bleiben somit unter den Vortageshochs. Bei den Inlandspreisen deutet sich damit aber dennoch eine feste Tendenz zu gestern ab, sodass sich aktuell moderate Preissteigerungen zu gestern ergeben.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral

11. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 61.91 $      Crude (WTI): 56.69 $      Gasoil: 578.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9966    Rheinfracht:  20.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Börsen starten weicher – Inlandspreise fester in den Montagmorgen

Es scheint sich weiter alles um das Handelsabkommen zwischen USA und China zu drehen. Während die Chinesen betonten, dass das Teilabkommen der Phase 1 auch eine Rückführung der bestehenden Zölle beinhalten würde, lehnen die USA dies offenbar ab. Die Chinesen würden versuchen zu ihren Gunsten nachzuverhandeln, hieß es aus den USA, und Trump stellte klar, dass die Berichte, wie weit man die Sanktionen wieder abschaffen werde, nicht korrekt seien.
Unterdessen hatte der Iran am Wochenende bestätigt, dass man eine ausländische Drohne abgeschossen habe. Laut US Militär sei es keine Drohne der USA gewesen und bisher hat auch kein anderes Land aus der Golfregion den Verlust eines solchen Flugobjekts gemeldet. Nach der späten Rallye am Freitag geben die Futures an den Ölbörsen in den Morgenstunden nach. Dennoch bleiben die Futures über den Niveaus von Freitagnachmittag. Bei den Erwartungen für die Inlandspreise heute bedeutet dies, dass mit etwas festeren Preisniveaus zu rechnen ist.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 

 

8. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 62.16 $      Crude (WTI): 56.93 $      Gasoil: 580.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9947    Rheinfracht:  20.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Späte Gewinnmitnahmen – Preisnachlässe deuten sich an

Die Präsidenten Xi und Trump haben noch immer keinen Termin für eine mögliche Unterzeichnung ihres Teilabkommens. Auch wenn aus den USA bisher keine Bestätigung kam, so hat das Handelsministerium Chinas angekündigt, dass die Strafzölle der beiden Länder bei einem Abkommen schrittweise aufgehoben werden.
Das zweite große Thema ist das OPEC Meeting in 3,5 Wochen. Vor wenigen Wochen hatte man noch mit einer Verstärkung der Kürzung gerechnet, doch in dieser Woche dreht sich die Erwartungshaltung diesbezüglich. Der OPEC Generalsekretär hatte diese Woche gesagt, dass man den Ausblick 2020 optimistischer als zuletzt sehe.
Kurzfristig stützt natürlich die Erwartung eines Handelsabkommens und dessen positiver Effekt auf das Ölnachfragewachstum, doch gibt es hier noch immer Unsicherheiten. Die fundamentale Konstellation schätzen wir also unterm Strich neutral ein. Die Futures handeln heute Morgen in einer noch engen Spanne, wobei Gasoil gestern am späten Abend noch an Boden verlor und sich bei den Inlandspreisen somit moderate Abwärtspotenziale ankündigen.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 

7. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 61.73 $      Crude (WTI): 56.37 $      Gasoil: 584.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9924    Rheinfracht:  20.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures bleiben nahe Vortagestiefs - DOE-Daten und Handelsstreit USA/China belasten

Die Schätzungen der Analysten und die Daten des API hatten für die Woche zum 1. November auf einen Anstieg der US-Rohölvorräte hingedeutet. Allerdings meldete das DOE am Mittwochnachmittag einen wesentlich stärkeren Bestandszuwachs, als der API-Bericht ohnehin schon vermuten ließ.
Die USA und China suchen nach der Absage des APEC-Gipfels durch die chilenische Regierung derzeit einen neuen Ort, an dem die erste Phase eines Handelsabkommens unterzeichnet werden soll.
Ein hochrangiger Vertreter der US-Regierung gab gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters am gestrigen Mittwoch an, das geplante Treffen zwischen Präsident Donald Trump und Chinas Staatspräsident Xi Jinping könnte auf Dezember verschoben werden, da noch keinen geeigneten Ort dafür gefunden wurde und sich auch noch uneins über Bedingungen ist, die festgelegt werden sollen.
Zunächst einmal werden sich die Marktteilnehmer jedoch an den aktuellen Markteinschätzungen von EIA, OPEC und IEA orientieren. Bei den Inlandspreisen deuten sich in den Morgenstunden immer noch leichte Abwärtspotenziale zu gestern an.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 

 

6. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 62.66 $      Crude (WTI): 56.98 $      Gasoil: 589.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9928    Rheinfracht:  22.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Gewinnmitnahmen nach 6-Wochenhochs – API Daten bisher ohne Impuls

Auch wenn sich das Schieferölwachstum abschwächt, so wird die US Ölproduktion über viele Jahre hohe Wachstumsraten verzeichnen, während das Ölnachfragewachstum zwar positiv, aber geringer ausfällt. Der Bedarf an OPEC Öl wird so bis 2023 stetig abnehmen und sich erst danach wieder etwas positiver entwickeln. Das OPEC Meeting wird in den kommenden Wochen sicherlich ein zentraler Faktor für die Preisentwicklung. Bleibt eine Kürzung aus, ist fast sicher von einem Preiseinbruch auszugehen. Der andere wichtige Aspekt bleibt das anstehende Handelsabkommen zwischen USA und China. Hier hatten die Chinesen darauf hingewiesen, dass ein Deal in jedem Fall auch eine Reduzierung der Zölle beinhalten müsse.
Die Trader warten auf die Zahlen des DOE heute Nachmittag um 16:30 Uhr, die Zahlen zu Importen, Exporten, Nachfrage und Rohölförderung beinhalten.
Die gestern noch fundamental bullishe Konstellation hat sich für uns heute Morgen leicht abgeschwächt. Bei den Inlandspreisen deuten sich in den Morgenstunden leichte Aufwärtspotenziale zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bullish        Chartanalyse: neutral

 

 

5. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 62.28 $      Crude (WTI): 56.63 $      Gasoil: 591.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9892    Rheinfracht:  22.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Rallye zum Wochenauftakt – Kurzfristige Stimmung ist bullish

Die USA und China wollen, trotz Absage des APEC-Gipfels in kommender Woche, weiter an einem Abschluss des Phase 1 Pakets festhalten. China prüfe nun mehrere Orte in den USA, wo ein solcher Schritt bei einem Treffen zwischen US Präsident Trump und seinem Amtskollegen Xi möglich sei, heißt es aus China.
"Die Märkte dürften mit der Erwartung an ein Handelsabkommen zwischen den USA und China weiterhin bullishe Positionen aufbauen.", so die Analysten." Der Irak wird wieder zunehmend von gewaltsamen Demonstrationen erschüttert, die eine potenzielle Gefahr für die Ölförderung darstellen.
Die Gewinnmitnahmen in der Nacht sind nach 2 Tagen Preisrallye nicht unbedingt überraschend. Doch kurzfristig bleibt die Stimmung bullish, was aktuell weitere Verluste begrenzt und die Notierungen in den Morgenstunden sogar wieder leicht stützt. Bei den Inlandspreisen deutet dies zu gestern Nachmittag nur wenig Veränderungspotenzial an, zu gestern Vormittag sind hingegen stärkere Preissteigerungen zu erwarten.

Fundamental: bullish        Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 

4. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 61.34 $      Crude (WTI): 55.89 $      Gasoil: 584.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9868    Rheinfracht:  24.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preissprung vom Freitag – Deutlich höheres Niveau zum Wochenauftakt

Die Größte Sorge der Marktteilnehmer in diesem Jahr sind die schlechten Konjunkturaussichten und das damit verbundene schwache Ölnachfragewachstum. In den USA hatten die Arbeitsmarktdaten am Freitag daher überrascht und so einen Impuls gesetzt, der darauf hindeutet, dass die größte Volkswirtschaft der Welt eventuell nicht ganz so schlecht dasteht, wie befürchtet.
Es ist zwar davon auszugehen, dass die Ölnachfrageprognosen bei den anstehenden Monatsreports kommende Woche nach unten korrigiert werden, doch dies dürfte zum Teil bereits eingepreist sein. Zum jetzigen Zeitpunkt wartet man eher auf Zeichen, dass die Talsohle durchschritte ist und der Ölbedarf wieder schneller wächst.
Die Aufwärtsbewegung vom Freitag war die stärkste seit Mitte September, als die saudischen Ölanlagen angegriffen wurden. Trader haben in den Morgenstunden zwar ein paar Gewinne mitgenommen, die Futures bleiben aber dennoch auf sehr hohem Niveau. Entsprechend deuten sich bei den Inlandspreisen heute Morgen zunächst weitere kräftige Preissteigerungen zu Freitag an.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 

 

1. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 59.62 $      Crude (WTI): 54.29 $      Gasoil: 569.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9860    Rheinfracht:  24.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preise nochmals deutlich nachgebend – US Ölproduktion auf Rekordhoch gestiegen

Die EIA hat einen neuen Bericht zur US Rohölförderung vorgelegt, der einen Anstieg der Produktion aufweist. Unterdessen bleiben die Sorgen über das Nachfragewachstum weiterbestehen.
Die Aktivität der japanischen Industrie ist auf ein 3-Jahrestief gefallen und bereits gestern Morgen hatte der Einkaufsmanagerindex China auf eine sinkende Aktivität der Industrieleistung hingewiesen.
Die Verhandlungen zwischen USA und China in Sachen Handelsstreit könnten nun noch eingeschlafen sein, nachdem der APEC Gipfel in Chile, wo man auf einen Abschluss der Verhandlungen gehofft hatte, abgesagt wurde. Für die USA wäre der Deal die Grundlage für weitere Verhandlungen und weiterreichende wirtschaftliche Reformen im Verhältnis beider Länder.
Die Futures an ICE und NYMEX legten in den Morgenstunden zwar leicht zu und kamen somit von den späten Tagestiefs gestern zurück, aktuell geben die Preise allerdings wieder nach. Die Notierungen bleiben so unter den Niveaus von gestern Vor- und Nachmittag, sodass sich bei den Inlandspreisen weiter Abwärtspotenziale zu gestern abzeichnen.

Fundamental: neutral bis bearish     Chartanalyse: neutral

 

 

 

Oktober 2019

31. Oktober 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 60.75 $      Crude (WTI): 55.13 $      Gasoil: 577.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9874    Rheinfracht:  24.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures erholen sich nur bedingt von Vortagesverlusten

Anders als das API meldete das DOE am Mittwochnachmittag massive Aufbauten bei den landesweiten Rohölbeständen der USA. Zwar hatte die Auslastung der amerikanischen Raffinerien in der vergangenen Woche deutlich zugenommen, dafür sanken jedoch die Rohölexporte.
Brasiliens Präsident Bolsonaro gab am Mittwoch an, sein Land habe von Saudi-Arabien eine inoffizielle Einladung erhalten, sich der OPEC anzuschließen.
Bolsonaro selbst befürwortet eine Mitgliedschaft Brasiliens in der OPEC, müsste die brasilianische Regierung jedoch noch davon überzeugen. Sollte das Land tatsächlich Mitglied der OPEC werden und sich dann auch der Produktionspolitik der Organisation anschließen, könnte dies die mögliche Enthaltung Russlands bei stärkeren Produktionskürzungen nächstes Jahr möglicherweise ausgleichen.
Im frühen Handel belasteten heute enttäuschende Konjunkturdaten aus China die Ölfutures. Eine stärkere Erholung von den Vortagesverlusten blieb bislang aus. Die Futures handeln nur knapp oberhalb der Vortagesschlusswerte. Da der EUR/USD relativ fest ist, deutet sich im Vergleich zu Mittwoch bei den Inlandspreisen immer noch Abwärtspotenzial an.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 


30. Oktober 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 61.33 $      Crude (WTI): 55.19 $      Gasoil: 587.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9931    Rheinfracht:  25.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Technischer Verkaufsdruck – Saudis zu weiteren Produktionskürzungen bereit

Die US Ölbestandsdaten nach Version des API aus der Nacht zeigen zwar einen Bestandsaufbau in Cushing, doch die landesweiten Vorräte sollen gesunken sein. Die Abbauten bei Rohöl deuten weiter auf eine hohe Raffinerieauslastung und vermutlich auch hohe Ölexporte hin.
Zweifel an einer stärkeren Produktionskürzung belasten die Ölpreise, denn schließlich erwartet man für das kommende Jahr, insbesondere die erste Jahreshälfte, eine deutliche Überversorgung.
Das Meeting der OPEC findet in 5 Wochen in Wien statt und wird vermutlich kein einfaches werden.
Der Handelsstreit zwischen USA und China, werde die Preise allerdings eher belasten als stützen, glaubt Analyst Brian Gilvary, Finanzvorstand der BP. Heute Morgen handeln die Ölpreise an ICE und NYMEX in einer engen Spanne. Dabei bleiben diese deutlich über den Vortagestiefs, aber eben auch ebenso deutlich unterhalb der Hochs. Bei den Inlandspreisen deuten sich im Vergleich zu gestern Vormittag leichte Abschläge, zum Nachmittag jedoch Aufschläge an.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 

 


29. Oktober 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 61.34 $      Crude (WTI): 55.52 $      Gasoil: 591.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9950    Rheinfracht:  25.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preisnachlässe zeichnen sich ab – Technische Verkäufe und US Bestandsaufbauten

US Präsident, Donald Trump, äußerte sich optimistisch, dass ein Handelsabkommen mit China bald unterzeichnet werden könnte. "Wir gehen davon aus, dass wir dem Zeitplan voraus sind, einen sehr großen Teil des China-Vertrags zu unterzeichnen. Wir nennen es Phase Eins, aber es ist ein großer Teil," so Trump.
Unterdessen deutet der stellvertretende Energieminister Russlands, Pavel Sorokin, an, dass man sich auf ein schwächelndes Wachstum der US Schieferölförderung einstellen und dies auch bei der anstehenden Entscheidung der OPEC+ Gruppe Anfang Dezember mit einbeziehen müsse. Nachdem der OPEC Generalsekretär in den letzten Wochen betonte, dass alle Optionen auf dem Tisch lägen, könnte dies ein Hinweis sein, dass eine weitere Kürzung nicht so leicht durchzusetzen ist.
Der Markt hat sich an die positiven Kommentare zum Handelsstreit gewöhnt. Mit den Gewinnmitnahmen in den Morgenstunden bleiben die Futures an der ICE noch oberhalb der Vortagestiefs, sorgen allerdings dafür, dass sich bei den Inlandspreisniveaus weitere Abwärtsspielräume andeuten.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: bearish

 

 

 


28. Oktober 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 61.92 $      Crude (WTI): 56.54 $      Gasoil: 597.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9954    Rheinfracht:  27.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Gewinnmitnahmen nach Monatshochs am Freitag – Charttechnik könnte Verkaufsimpulse geben

In China wurden am Wochenende die Gewinne der Industrieunternehmen veröffentlicht, die im September zu Vorjahr gesunken sind. Schlechte Industriezahlen der Unternehmen sind immer ein Indiz für eine schwache Wirtschaftsleistung und Ölnachfragewachstum.
Geht es um die Aussichten für das globale Wirtschaftswachstum und um die Ölnachfrageprognosen, bleibt der Handelsstreit zwischen USA und China maßgeblich. Die Ölpreise werden weiterhin auf diese Nachrichten reagieren.
Im aktuellen Quartal wird der Markt durch die Winternachfrage zwar als ausbalanciert, sogar als leicht unterversorgt interpretiert, jedoch mit dem Blick auf das erste Quartal 2020 erwartet man die Rückkehr einer starken Überversorgung, die die Märkte belasten könnte. Nachdem sich der Sturm im Golf von Mexiko über das Wochenende aufgelöst hat, ohne dass es zu Schadensberichten von den Ölanlagen gekommen ist, präsentieren sich die Futures in den Morgenstunden etwas weicher. Die Gewinnmitnahmen fallen in den Morgenstunden allerdings noch recht zaghaft, sodass sich für das Inland aktuell keine deutlichen Preisveränderungen ergeben.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 


25. Oktober 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 61.43 $      Crude (WTI): 55.98 $      Gasoil: 599.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9924    Rheinfracht:  27.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Sturm im Golf von Mexiko stützt – Charttechnik begrenzt Aufwärtsspielräume

Trader hatten in der letzten Woche so wenig Long-Positionen bei WTI gehalten wie seit mindestens 2013 nicht mehr, während die Short-Positionen ebenfalls zulegten.
In dieser Woche fielen die US Rohölbestände, was die meisten Marktteilnehmer überraschte.
Im Golf von Mexiko stützt die Bildung eines neuen Sturmtiefs. Dieses könnte im Laufe des Tages zu einem tropischen Tiefdruckgebiet oder sogar zu einem Tropensturm heraufgestuft werden. Meteorologen gehen zwar davon aus, dass es nur kurz Bestand haben wird, doch die Ölproduktionen an den Ölbohrinseln im Golf und an der US Südküste könnten hiervon dennoch temporär beeinflusst werden.
Der Handelsstreit zwischen USA und China, sowie die OPEC Entscheidung über die Ölfördermengen Anfang Dezember werden mittelfristig im Fokus stehen.
Die Futures kommen in den Morgenstunden von ihren späten Hochs gestern zurück. Die Notierungen bleiben zu gestern Nachmittag und Vormittag aber noch immer auf hohem Niveau, sodass sich für die Inlandspreisniveaus Preissteigerungen abzeichnen.

Fundamental: neutral bis bullish       Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 


24. Oktober 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 60.88 $      Crude (WTI): 55.53 $      Gasoil: 592.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9905    Rheinfracht:  27.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Überraschend bullisher DOE Bericht lässt Preise steigen

Das DOE überraschte den Markt gestern mit seinen Abbauten in allen drei Hauptkategorien (Rohöl, Destillate und Benzin). Der Preisanstieg an den Ölbörsen setzte allerdings schon deutlich vor Veröffentlichung der US Ölbestandsdaten ein.
Das nächste OPEC+ Meeting findet in 6 Wochen statt, sodass allmählich mit einer Zunahme der Kommentare der Mitglieder über mögliche Schritte der Gruppe zu rechnen ist. Aber auch das Meeting der APEC Mitte November wird vermutlich im Fokus stehen, denn dann treffen US Präsident Trump und der chinesische Ministerpräsident Xi aufeinander. Hier erwartet man, dass beide Seiten einen Grundvertrag für ein Handelsabkommen unterschreiben. Heute Morgen sind die Futures zunächst von den späten Hochs gestern zurückgekommen, bleiben seitdem aber in einer engen Handelsspanne. Der Euro hat sich etwas stabilisiert und handelt höher im Vergleich zu gestern Nachmittag. Bei den Inlandspreisen überwiegen noch immer die Preissteigerungen an der ICE von gestern Nachmittag und Abend, sodass sich aktuell höhere Niveaus andeuten.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral

 

 


23. Oktober 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 59.42 $      Crude (WTI): 54.07 $      Gasoil: 586.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9895    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Mögliche OPEC Kürzung sorgte für Volatilität – Aufwärtsbewegungen setzen sich nicht durch

Das nächste OPEC Meeting, zu dem auch wieder die Partner der Nicht-OPEC Länder eingeladen sind, findet am 5. und 6. Dezember in Wien statt. Gerüchte und Kommentare zu möglichen Produktionskürzungen werden daher wohl zunehmen und die Volatilität am Markt erhöhen. Die Sorgen zur Nachfrage deuten darauf hin, dass die OPEC die bisherige Nachfrageprognose weiter nach unten korrigieren könnte.
Mit jeder Produktionskürzung gibt die OPEC Markteinteile auf, worüber sich die Gruppe ebenfalls sorgen müsse, so Analystin Caroline Bain. Ohne einen Beschluss für eine starke Produktionskürzung der OPEC oder ein umfassendes Handelsabkommen zwischen USA und China, der auch die Abschaffung von bestehenden Strafzöllen umfasst, bleibt eine nachhaltige Preisrallye weiter unwahrscheinlich.
Nachdem die Ölpreise an ICE und NYMEX gestern mit der Meldung zur OPEC kurzzeitig stark anzogen, wurden die Gewinne mit den bearishen Einflussfaktoren weitestgehend wieder abgegeben. Bei den Inlandspreisen deuten sich daher heute Morgen nur kleinere Veränderungen zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral

 

 


22. Oktober 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 58.81 $      Crude (WTI): 53.20 $      Gasoil: 585.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9866    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Verluste in der Nacht ausgeglichen – Tendenz bleibt leicht bearish

Marktteilnehmer fokussieren sich zunehmend auf die Versorgungslage im kommenden Jahr, was sich auch in der Ausrichtung der spekulativen Positionen zeigt.
Der Handelsstreit zwischen USA und China bleibt einer der Schlüsselfaktoren für die globale Wirtschaftsentwicklung, für die Ölnachfrageprognose sowie für die Preiserwartungen. Hier gibt es positive Zeichen, nachdem Trump sagte, er gehe davon aus, dass man den Deal am Rande des APEC vom 16. bis 17. November unterzeichnen könne. Doch der US Handelsminister bremst die Erwartungen, er sehe keine Notwendigkeit den Deal zu finalisieren.
Der fundamentale Ausblick bleibt somit weiter leicht bearish. Die US Ölbestandsdaten in dieser Woche könnten erneut Aufbauten bei den Rohölvorräten ausweisen, darauf deuten erste Schätzungen hin.
Nach der Erholung der Ölpreise an ICE und NYMEX in der Nacht haben sich auch die Abwärtspotenziale bei den Inlandspreisen von gestern Abend wieder egalisiert. Zu gestern Vormittag sind die Inlandspreisveränderungen gering, im Vergleich zu den Nachmittagserhebungen ergeben sich leichte Aufwärtspotenziale.

Fundamental: neutral bis bearish       Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 


21. Oktober 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 59.22 $      Crude (WTI): 53.63 $      Gasoil: 587.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9859    Rheinfracht: 32.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Trader setzten nicht auf WTI Rallye – Sorgen um Überangebot bleiben

Die Effekte der Stürme von letzter Woche waren nur temporär und werden am Markt mittlerweile nicht mehr berücksichtigt. Tropensturm Nestor bewegte sich wie erwartet schnell über den Golf von Mexiko hinweg und hat sich mittlerweile über der US Ostküste weitestgehend aufgelöst, wenngleich es dort aktuell heftige Regenfälle gibt.
Aktuell wird der Markt zwar als knapp versorgt angesehen, was auch die Backwardation Konstellation bei Brent andeutet, wo der Frontmonat etwa 2 Dollar teurer ist als eine Lieferung in 6 Monaten. Allerdings zeigen die aktuellen Risikopositionen der spekulativen Trader, dass man nicht unbedingt auf eine Rallye setzt.
Der Blick auf das kommende Jahr und die mögliche Überversorgung in der ersten Hälfte verhindern derzeit Wetten auf stark steigende Preise, weshalb selbst geopolitische Risiken zuletzt kaum in der Lage waren die Notierungen an den Ölbörsen nachhaltig zu stützen. Momentan deuten sich damit bei den Inlandspreisen aktuell klare Nachlässe zu Freitag an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 


18. Oktober 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 59.53 $      Crude (WTI): 53.77 $      Gasoil: 588.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9869    Rheinfracht: 32.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Schnee- und Tropensturm sorgen für kurze Rallye

Der Brexit-Vertrag zwischen der britischen Regierung und der EU steht. Dies setzt den US Dollar etwas unter Druck, sodass in Dollar gehandelte Rohstoffe, wie Öl, für Investoren außerhalb der US attraktiver werden.
Was den Handelsstreit zwischen USA und China anbelangt, darf man noch nicht zu euphorisch sein. Während die US Ölbestandsdaten mit ihren gemischten Signalen gestern keine neuen richtungsweisenden Impulse in den Markt brachten, braut sich im Golf von Mexiko nun ein Tropensturm zusammen, der schon jetzt zu ersten Evakuierungen an Ölanlagen führt. Die Störungen bei Produktion und Verladung sind bullish für die Börsen, die gestern Nacht auf diese Meldungen entsprechend reagierten.
Während im Süden der USA starke Winde, schwerer Seegang und Überschwemmungen drohen, kommt aus dem Norden ein erster Schneesturm.
In den Morgenstunden kommen die Futures von den Vortageshochs zwar wieder zurück, im Vergleich zu den Erhebungen von gestern Nachmittag deuten sich dennoch leichte Preissteigerungen für das Inland an.

Fundamental: neutral bis bullish     Chartanalyse: neutral

 

 

 


17. Oktober 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 58.94 $      Crude (WTI): 52.84 $      Gasoil: 585.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9937    Rheinfracht: 32.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Kein Brexit und bearishe API Bestandsdaten – Preise kommen vom Vortageshoch zurück

In Sachen Brexit gibt es noch immer keine Einigung. Zwar gebe es eine Formulierung, der die EU zustimmen könnte, doch diese will nun offenbar erst auf eine Abstimmung der Briten warten, da der Premierminister noch keine Mehrheit hinter sich weiß.
Das britische Parlament tritt am Samstag zu einer Sondersitzung zusammen und könnte den Deal dann annehmen oder ablehnen. Marktteilnehmer glauben, dass die OPEC im Dezember weitere Produktionskürzungen beschließen wird.
Die Spannungen zwischen USA und Iran könnten wieder zunehmen, nachdem es Gerüchte gibt, die USA könnte, als Antwort auf die Angriffe auf saudische Ölanlagen im September einen Cyberangriff auf iranische Infrastruktur durchgeführt haben.
Nach den späten Tageshochs von gestern, gaben die Futures an ICE und NYMEX einen Teil ihrer Gewinne wieder ab. Dabei bleiben die Notierungen, insbesondere Gasoil, noch deutlich über den Niveaus von gestern Mittag und Nachmittag. Für das Inland deuten sich heute unterm Strich nur geringe Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 

 


16. Oktober 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 58.85 $      Crude (WTI): 52.88 $      Gasoil: 581.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9978    Rheinfracht: 32.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures nach volatilem Tag wenig verändert – Hohe Tankerpreise sorgen für Verschiebungen

Der IWF hatte gestern das globale Wirtschaftswachstum – wie erwartet – nach unten korrigiert. Als Hauptursache für die schwache Entwicklung sieht man die Spannungen in Handelsfragen, die von den USA und China dominiert werden.
Dies stellt einmal mehr die Bedeutung der Verhandlungen der beiden Länder für Wirtschafts- und Ölnachfragewachstum in den Fokus.
Die Kosten der Raffinerien steigen, sodass die Produkt-Futures zulegen, während die Nachfrage nach Rohöl am Spotmarkt sinkt. Die Frachtkosten haben so stark zugelegt, dass dies die Rohöl Preise für Futures besonders stark belastet und der Preisunterschied zu den Produkten zunimmt.
Die US Ölbestandsdaten werden in dieser Woche, wegen des US Columbus Day vom Montag, einen Tag später als üblich veröffentlicht. Die Zahlen des API werden daher erst heute Nacht und die Daten des DOE morgen Nachmittag zur Verfügung stehen. Da sich die Produkte im Vergleich zu Rohöl etwas fester präsentieren, zeichnen sich bei den Inlandspreiserwartungen steigende Niveaus zu gestern ab.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 

 


15. Oktober 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 58.80 $      Crude (WTI): 53.11 $      Gasoil: 577.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9965    Rheinfracht: 32.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preise starten mit herben Verlusten in die Woche – OPEC und Enttäuschung über Handelsabkommen

Der Deal zum Handelsstreit zwischen USA und China wird zunehmend kritisch gesehen. "Das Abkommen bleibt vorläufig und es wird noch mindestens fünf Wochen dauern, bis es finalisiert ist," fassen die Analysten zusammen.
Für das kommende Jahr ist laut IEA vor allem im ersten Quartal mit einer massiven Überversorgung zu rechnen, sollte die OPEC+ Gruppe nicht mit weiteren Produktionskürzungen gegensteuern.
Unterdessen kommt der Markt wohl auch durch die massiv gestiegenen Frachtraten unter Druck. Die USA haben Cosco, einen der größten Anbieter von Öl Tankern, mit Sanktionen belegt, da einige Schiffe wohl Öl aus Venezuela und dem Iran transportiert hatten. Diese Schiffe wurden damit quasi vom Markt genommen und können nicht mehr gebucht werden, zumindest nicht, wenn man nicht gegen US Sanktionen verstoßen will.
Die Futures an der ICE geben in den Morgenstunden tendenziell nach und testen damit die Vortagestiefs. Damit deuten sich bei den Inlandspreisen zu gestern erneut weitere Preisnachlässe an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: bearish

 

 


14. Oktober 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent: 59.71 $      Crude (WTI): 53.99 $      Gasoil: 588.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9953    Rheinfracht: 32.25 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Annäherung im Handelsstreit – Leichte Gewinnmitnahmen in den Morgenstunden
 
In Sachen Handelsstreit haben sich USA und China nun angenähert und Trump meldete am späten Freitag einen Durchbruch. Die vorläufige Einigung sieht unter anderem weitere Agrarimporte der Chinesen sowie eine Regelung im Umgang mit geistigem Eigentum und Finanzinvestitionen vor. Die USA werden im Gegenzug die angekündigten weiteren Sanktionen in Form von Zollerhöhungen aussetzen. Auch wenn dies nun sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung ist, so müssen die Details in den kommenden Wochen noch ausgehandelt und fixiert werden.
Dennoch könnte die Konstellation die Futures zu Beginn dieser Woche stützen, schafft die Annäherung der beiden größten Volkswirtschaften Optimismus, dass die Ölnachfrage sich doch etwas positiver als bisher erwartet entwickeln könnte. Auch die OPEC hatte letzte Woche mit ihrem Monatsbericht für bullishe Aspekte gesorgt.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) könnte seinen Ausblick für das globale Wirtschaftswachstum am Dienstag weiter nach unten korrigieren. Bereits jetzt wird das Wachstum mit 3,2% für 2019 auf dem niedrigsten Niveau seit 2009 gesehen.
Bei den Preisen deuten sich entsprechend nun kleinere Preisveränderungen an.
 
Fundamental: neutral/bullish       Chartanalyse: neutral
 
 

11. Oktober 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 59.77 $      Crude (WTI): 54.12 $      Gasoil: 589.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9978    Rheinfracht: 32.25 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preise ziehen in der Nacht deutlich an – OPEC und Handelsstreit stützen

Das Meeting der OPEC im Dezember wird für den Markt in den kommenden Wochen zunehmend in den Fokus rücken. Dennoch wird man vor allem auf die Verhandlungen zum Handelsstreit zwischen USA und China achten. Die Sanktionen zwischen diesen Ländern gelten als einer der Hauptursachen für eine Eintrübung der weltweiten Konjunkturaussichten und das schwächere Ölnachfragewachstum. Schaffen es China und USA nicht ein Abkommen auszuhandeln, wäre dies "katastrophal" für den Markt.
In ihrem Monatsbericht hatte die OPEC die Prognose für die Ölnachfrage zwar nach unten korrigiert, allerdings auch die Aussichten für das Produktionswachstum außerhalb der OPEC herabgesetzt. Dadurch wird unterm Strich mehr Öl von der OPEC benötigen als man zuletzt annahm.
Die Trader starten in einen möglicher Weise, volatilen Tag, wobei sich die Notierungen noch in enger Spanne, aber auf hohem Niveau präsentieren. Der Euro/Dollar-Kurs musste leicht zu gestern nachgeben, sodass sich für das Inland unterm Strich deutliche Preissteigerungen zu gestern andeuten.

Fundamental: bullish      Chartanalyse: neutral/bullish

 

 

 


10. Oktober 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 58.25 $      Crude (WTI): 52.51 $      Gasoil: 588.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9942    Rheinfracht: 32.25 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Handelsstreit, türkische Offensive, Nigeria steigert Ölproduktion – Futures mit weichem Start

Der Handelsstreit zwischen USA und China bleibt, trotz diverser geopolitischer Risikofaktoren, weiter das wohl einflussreichste Thema am Markt.
Entsprechend lastet der Streit auf Wirtschaftswachstum und Ölnachfragewachstum, weshalb letzteres immer wieder nach unten korrigiert werden musste, so zuletzt eben auch beim EIA Monatsreport.
Die Destabilisierung im Nahen Osten, durch den Angriff der Türkei auf kurdische Stellungen in Nordsyrien, ist hingegen ein stützender Effekt. Auch wenn in der Region kein Öl gefördert wird, so könnte dies ein Erstarken des IS begünstigen.
Belastend wirkt sich die Meldung der OPEC aus, wonach man die Förderquote für Nigeria angehoben hat. Das Land hatte bisher immer wieder Probleme mit seiner Ölproduktion gehabt und unter Ausfällen gelitten.
Heute heißt es für den Markt aber erst einmal die Augen auf den OPEC Monatsbericht zu richten, der am frühen Nachmittag erwartet wird. Nachdem die Futures in der Nacht an Boden verloren haben, deuten sich bei den Inlandspreisen leichte Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral

 

 


09. Oktober 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 58.11 $      Crude (WTI): 52.49 $      Gasoil: 579.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9938    Rheinfracht: 33.40 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures unbeeindruckt von API Daten, EIA Monatsreport und Produktionsausfall in Ecuador

Die US Rohölbestände sind in der Vorwoche deutlich stärker als erwartet gestiegen, was allerdings einen nur bedingt bearishen Einfluss auf die Preisniveaus hat.
Auch der Bericht der EIA scheint sich bisher nicht auf das Pricing an den Börsen auszuwirken. Dennoch rechnet die EIA mit nun fallenden Preisen in den kommenden Quartalen, da die erste Jahreshälfte bei der Nachfrage in der Regel schwächer ist als die zweite.
Unterdessen ist die Ölförderung an drei ecuadorianischen Ölfeldern eingestellt wurden. Der Energieminister hatte bereits Anfang der Woche gewarnt, dass dies notwendig werden könnte, sollten sich die Unruhen weiter ausbreiten und eskalieren.
Die Futures starten in einer engen Spanne in den Tag und Trader werden nun langsam die neuen Entwicklungen und Daten bewerten und einpreisen. In der momentanen Konstellation zeichnen sich bei den Inlandspreisen zu gestern Vormittag allerdings noch Abwärtspotenziale an, während sich im Vergleich zu den niedrigeren Preisen von gestern Nachmittag Preissteigerungen ankündigen.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral

 

 

 


08. Oktober 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 58.84 $      Crude (WTI): 53.21 $      Gasoil: 586.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9945    Rheinfracht: 36.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreise geben Kursgewinne in der Nacht ab – Monatsreports und Handelsstreit im Fokus

In den letzten Wochen stand die schnelle Erholung der saudischen Ölförderung im Fokus. Gepaart mit den Sorgen um die Entwicklung der Weltwirtschaft und dem damit verbundenen pessimistischen Ausblick für das Ölnachfragewachstum, ging es für die Preise an ICE und NYMEX letzte Woche auf ein 2-Monatstief zurück.
Auch die Monatsreports werden in dieser Woche im Fokus stehen, und da könnte es zu neuerlichen Abwärtskorrekturen bei den Prognosen zur Ölnachfrage kommen.
Auf Angebotsseite werden Trader die Unruhen im Irak im Auge behalten, die sich potenziell auf die Exporte des Landes auswirken könnten, sollten diese noch länger anhalten und weiter eskalieren.
Letztlich bleibt der Fokus der Marktteilnehmer aber die globale Wirtschaftslage, die Verhandlungen zwischen USA und China sowie die Monatsreports.
Die Futures kamen in der Nacht von den Tageshochs gestern wieder zurück und notieren in etwa im Bereich von gestern Mittag. Bei den Inlandspreisen deuten sich für den Moment nur kleinere Preisanpassungen an.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 


07. Oktober 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent: 58.34 $      Crude (WTI): 52.88 $      Gasoil: 579.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9956    Rheinfracht: 45.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Futures bleiben unter GD 7 – Warten auf Monatsreports und Handelsgespräche
 
Nachdem sich die saudische Rohölförderung schneller als von den meisten erwartet wieder erholt hat, sind Befürchtungen einer knappen Versorgungslage nun erst einmal zur Seite gewischt worden. Im Irak gibt es momentan zwar Unruhen, die auch an den Ölbörsen registriert und beobachtet werden, bislang bleibt die politische Lage im Land allerdings stabil und die Ölförderung ist nicht gefährdet.
In der nördlichen Hemisphäre neigt sich die Sommernachfrage nun dem Ende entgegen, sodass Bestandsaufbauten begünstigt werden könnten. Ohnehin richtet sich der Blick der Marktteilnehmer zunehmend auf die kommende Versorgungslage in 2020, und ob die OPEC die Produktionskürzungen verschärfen wird.
Entscheidend für die 2020 Prognosen wird vor allem das Ölnachfragewachstum sein, das zu einem großen Teil auch von der Wirtschaftsentwicklung abhängt. Und gerade hier gibt es Zeichen, dass sich die Lage in den kommenden Monaten weiter abkühlt, nachdem die Konjunkturdaten zuletzt enttäuschten und die Handelsstreitigkeiten international eher zu- als abgenommen haben.
Die fundamentale Konstellation schätzen wir zum Wochenauftakt nun erst einmal neutral ein. Bei den Preisen deuten sich kleinere Preissteigerungen an.
 
Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

04. Oktober 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent: 57.46 $      Crude (WTI): 52.54 $      Gasoil: 570.25 $ pro Tonne
Dollar: 1.0002    Rheinfracht: 45.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Technische Kaufsignale nach 2-Monatstief – Futures testen Vortageshochs
 
Unruhen sind im Irak in den vergangenen Tagen innenpolitisch zum wichtigsten Thema geworden. Für die Ölbörsen ist dies ein stützender Faktor, da das Land der zweitgrößte Produzent der OPEC ist. Politische Instabilität ist immer schlecht für die Ölproduktion eines Landes, wie man an Venezuela oder auch Libyen sehen kann.
Die Weltwirtschaft steht vor einer Rezession, was Aufwärtsbewegungen an den Börsen verhindert. Fallen dann die Wirtschaftsdaten auch noch kontinuierlich schlechter als erwartet aus, belastet dies natürlich die Futures. "Die globalen Wachstumsbedenken dürften die Preise weiterhin unter Druck setzen.
Gestern hatte sich der Markt darauf eingestellt, dass die Fed in diesem Monat erneut die Zinsen senken dürfte. Dies beflügelte die Aktienmärkte und somit auch die Ölbörsen, sodass diese von ihren 2-Monatstiefs wieder zurückkamen.
Mit der Aussicht auf eine weitere Zinssenkung der Fed und den Unruhen im Irak schätzen wir die fundamentale Konstellation heute Morgen neutral ein und so zeichnen sich für die Preise leichte Preissteigerungen an.
 
Fundamental: neutral         Chartanalyse: bullish
 
 

03. Oktober 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent: 57.46 $      Crude (WTI): 52.54 $      Gasoil: 570.25 $ pro Tonne
Dollar: 1.0002    Rheinfracht: 45.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
US-Rohölbestände legten deutlich zu
 
In der vergangenen Woche nahmen die landesweiten Rohölbestände der USA deutlich zu, während die Raffinerieauslastung zurückging. Die Vorräte an Benzin und Destillaten sanken dagegen.
Nachdem das API am Dienstag noch starke Abbauten bei den landesweiten Rohölbeständen gemeldet hatte, überraschten die vom DOE registrierten Aufbauten viele Marktteilnehmer vermutlich.
Die Ölfutures an ICE und NYMEX gaben in einer ersten Reaktion auf den DOE-Bestandsbericht weiter nach. Auch WTI hat mittlerweile das Tief von Dienstag unterschritten.
Somit ergeben sich bei den Preisen deutliche Preisabschläge.
 
Fundamental: neutral bis bearish         Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 
 

2. Oktober 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 59.40 $      Crude (WTI): 54.32 $      Gasoil: 587.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9926    Rheinfracht: 45.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

US Bestandsabbauten stützen in der Nacht – Fundamentale Markteinschätzung bleibt bearish

Experten hatten bei der neuen Runde der US Rohölbestände eigentlich mit Aufbauten gerechnet, doch das API meldete in der Nacht nun doch einen Rückgang bei den Vorräten, der zudem nicht zu knapp ausfiel. Marktteilnehmer warten auf die Zahlen des DOE heute Nachmittag um 16:30 Uhr, bei denen auch Daten zur Ölförderung, Nachfrage sowie Importen und Exporten veröffentlicht werden.
2019 ist ein Jahr mit außergewöhnlich vielen und starken Einschnitten beim Angebot. Neben den Anschlägen auf Saudi-Arabien sind hier noch die Angriffe auf Öltanker in der Straße von Hormus zu nennen, die massiven Sanktionen der USA gegen Venezuela und Iran, sowie die Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe.
Mit der Aufwärtsbewegung an der ICE wurden einige starke Preisvorteile, die sich in der Nacht zwischenzeitlich noch angedeutet hatten, wieder ausgepreist. Dennoch bleiben die Futures noch unterhalb der Niveaus von gestern Mittag, sodass sich für heute Morgen unterm Strich aktuell dennoch leichte Preissteigerungen andeuten.

Fundamental: neutral bis bearish       Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 


1. Oktober 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 59.61 $      Crude (WTI): 54.44 $      Gasoil: 587.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9994    Rheinfracht: 44.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölproduktion der Saudis höher als vor Anschlägen – Preise mit deutlichen Abschlägen zu erwarten

Ibrahim Al-Buainain, der CEO der Saudi Aramco, hatte in einem Interview am späten Abend gestern angegeben, dass man die Förderung mittlerweile nicht nur wieder auf das Niveau von vor den Anschlägen angehoben hat, sondern sogar etwas mehr produziere. Dennoch dürfte die durchschnittliche Förderung Saudi-Arabiens im September niedriger als in den Vormonaten ausfallen, da die Anschläge die Kapazität des Landes zeitweise stark negativ beeinträchtigt hatte.
Nachdem sich die saudische Ölförderung offenbar wieder erholt hat, werden sich die Marktteilnehmer wieder vermehrt auf die globale Wirtschaftslage und den Ausblick für die Entwicklung von Angebot und Nachfrage richten.
Die Futures kommen in den Morgenstunden von den Tiefs gestern Nacht etwas zurück, was als eine normale Gegenreaktion zu den starken Verlusten zu sehen ist, mit denen WTI auf ein 4-Wochentief gefallen ist. Unterm Strich deuten sich bei den Inlandspreisen heute Morgen deutliche Preisnachlässe zu gestern ab.

Fundamental: neutral bis bearish       Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 


September 2019
 
30. September 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent: 61.65 $      Crude (WTI): 55.79 $      Gasoil: 596.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9918    Rheinfracht: 44.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Handelsstreit im Fokus – Futures starten unbewegt in die neue Woche
 
Nachdem die Saudis einen Großteil ihres Produktionsausfalls offenbar wieder wettgemacht haben, richtet sich der Fokus der Marktteilnehmer wieder vermehrt auf den Handelsstreit zwischen USA und China. So verwundert es nicht, dass sich der Druck aus den USA am Wochenende noch einmal erhöht hat. Dieser belastet weiterhin die globale Wirtschaft und damit auch das Ölnachfragewachstum.
Der Streit in Handelsfragen bleibt damit weiter ein heißes Eisen mit möglichen weiteren Sanktionen auf beiden Seiten. Experten hatten am Freitag zudem angedeutet, dass die bisherige Prognose für das Ölnachfragewachstum beim nächsten Monatsreport eventuell erneut nach unten korrigiert werden könnte.
Mit dem Waffenstillstand zwischen Saudi-Arabien und den Houthi Rebellen könnte ein Vorstoß für eine (teilweise) Befriedung der Region gestartet werden, mit der auch die Wahrscheinlichkeit von Angriffen wieder abnimmt.
Die fundamentale Konstellation bleibt für uns am Morgen erst einmal neutral. Der Markt könnte weiter volatil auf Nachrichten reagieren. Bei den Preisen deuten sich damit keine großen Veränderungen zu Freitag an.
 
Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral
 
 
 

27. September 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent : 62.24 $    Crude (WTI): 56.14 $    Gasoil 596.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9944    Rheinfracht: 44.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Ölfutures holten Verluste am Donnerstag wieder ein - Aktienmärkte stützten
 
Im Handelsstreit zwischen den USA und China schlagen die beiden Parteien weiter optimistische Töne an. Peking hoffe, dass „beide Seiten enthusiastischere Massnahmen ergreifen können, und pessimistische Sprache und Handlungen reduzieren. Sollte sich daran jeder halten, so würden die Handelsgespräche nicht nur wiederaufgenommen werden, sondern auch vorangehen und Ergebnisse bringen. Da die Trump-Regierung durch die Aufhebung einiger Zölle guten Willen gezeigt habe, sei Peking bereit, mehr Produkte aus den USA zu kaufen.
Unterdessen sind die Anschläge auf saudische Ölanlagen vom 14. September und der daraus resultierende Produktionsrückgang bereits größtenteils ausgepreist. Es ist erstaunlich, wie schnell Saudi-Arabien die verlorene Produktion wiederherstellt hat.
Die Aussicht auf ein Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump verunsicherte die Märkte zuletzt neben dem Handelsstreit mit China zusätzlich. Einen stärkeren Einfluss auf die Ölbörsen hat dies bislang noch nicht, da es als unwahrscheinlich gilt, dass der von den Republikanern dominierte Senat das Amtsenthebungsverfahren zulassen wird.
für heute Morgen ergeben sich daher geringfügige Schwankungen für die Preise.
 
Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 
 

26. September 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent : 62.36 $    Crude (WTI): 56.41 $    Gasoil 597.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9919    Rheinfracht: 44.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Ölfutures holten Verluste am Mittwochabend wieder ein - Trump-Kommentare stützten
 
Nachdem er noch am Dienstag bei der UN-Generalversammlung kritisierte, dass China sich bisher nicht an die gemachten Zusagen gehalten habe, sagte Trump am gestrigen Mittwoch, es bestehe „eine gute Chance“, dass man ein Handelsabkommen treffen könne. Obwohl die jüngsten Äußerungen Trumps am Mittwochabend an den Finanz- und somit auch an den Ölmärkten wieder zu einer leichten Erholung führten, dürften die Sorgen um die Ölnachfrage erst endgültig ausgeräumt sein, wenn es tatsächlich ein Handelsabkommen gibt.
In den USA scheint man mit den saisonalen Wartungsarbeiten bereits langsam zu beginnen. Darauf deutet zumindest der starke Rückgang der Raffinerieauslastung hin.
Was den Iran-Konflikt angeht, so scheint eine Annäherung zwischen den USA und Iran weiterhin unwahrscheinlich. Zu einem Treffen Ruhanis mit seinem US-Kollegen kam es daher bislang nicht. Unterdessen erteilte Präsident Trump dem amerikanischen Außenministerium am gestrigen Mittwoch die Erlaubnis, hochrangige Vertreter der iranischen Regierung die Einreise in die USA zu verweigern.
für heute Morgen deuten sich geringfügige Preisaufschläge an.
 
Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

25. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 62.65 $  Crude (WTI): 56.98 $  Gasoil 599.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9871  Rheinfracht: 44.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Trump, Handelsstreit, API und Saudi-Arabien – Ölpreise deutlich weicher

Beim Handelsstreit zwischen USA und China hatte man zuletzt auf eine Annäherung und Zwischendeal gehofft. Trump kritisierte vor der UN Chinas Handelspolitik erneut scharf. Das Land habe sich bisher an die gemachten Zusagen nicht gehalten.
Saudi-Arabien scheint seine Ölförderung unterdessen wieder schnell steigern zu können, sodass die Zweifel, die am frühen Montag die Märkte noch gestützt hatten, mittlerweile erst einmal wieder passé sind. Gelingt es den Saudis ihre bisherige Förderung binnen kurzer Zeit wieder zu erreichen und zu halten, dann bleibt es dabei, dass es ohne eine erneute Produktionskürzung im kommenden Jahr wohl eine starke Überversorgung geben wird.
Die API Zahlen aus der Nacht fielen ebenfalls bearish aus, da bei den Rohölbeständen überraschend hohe Aufbauten gemeldet wurden. Marktteilnehmer warten nun auf die offiziellen US Ölbestandsdaten des DOE heute Nachmittag. Die Futures haben sich heute Morgen nur leicht von den gestrigen Tagestiefs erholt, für heute Morgen deuten sich starke Preisnachlässe an.

Fundamental: neutral bis bearish       Chartanalyse: neutral

 

 


24. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 64.46 $  Crude (WTI): 58.41 $  Gasoil 611.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9908  Rheinfracht: 44.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Warten auf Signale der UN Versammlung - Futures wenig verändert zu Vortag

Wie schnell die Schäden an den saudischen Ölanlagen behoben werden ist entscheidend für den weiteren Verlauf der Preise.
Schon Anfang kommender Woche soll die Produktion dann wieder das Niveau vor den Anschlägen erreicht haben. Unterdessen richtet sich der Blick heute auf die UN Generalversammlung in New York, wo eine Stellungnahme des US Präsidenten aber auch des Irans erwartet wird. Im Vorfeld bekamen die USA Rückendeckung aus Europa, da Frankreich, Großbritannien und auch Deutschland den Iran ebenfalls offiziell als Drahtzieher der Anschläge sieht.
Ein Zeichen der Entspannung gibt es dennoch aus dem Iran. Die saudische Ölförderung und die geopolitischen Spannungen mit dem Iran werden den Markt noch mehrere Wochen bestimmen.
Die fundamentale Konstellation wird heute Morgen zunächst neutral eingestuft. Nachdem sich die Preise gestern Nachmittag von ihren zwischenzeitlichen Tiefs erholt haben, blieben die Futures bis in die Morgenstunden hinein nahezu unverändert, sodass sich aktuell nur geringe Preisveränderungen für das Inland abzeichnen.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral

 

 


23. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 64.99 $  Crude (WTI): 58.70 $  Gasoil 617.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9911  Rheinfracht: 43.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Zweifel an Produktionssteigerung in Saudi-Arabien - Futures zu Freitag nahezu unverändert

Die Attacke auf die saudischen Ölanlagen vom letzten Wochenende bleiben weiter das dominante Thema. Die Saudis haben einen Plan zur schnellen Wiederherstellung der Anlagen und Ölförderung angekündigt.
Während die USA ihre Truppen am Persischen Golf aufstocken wollen um die Luftverteidigung Saudi-Arabiens zu unterstützen, dürfte sich der Iran davon eher provoziert fühlen. Dieser will bei der UN Vollversammlung einen Friedensplan für die Region vorschlagen.
Der Sturm Imelda, der am Freitag zu Ausfällen bei einigen US Raffinerien führte, zieht nun ab, sodass die betroffenen Anlagen der Exxon Mobil und Valero ihre Förderung wieder hochfahren.
Trader werden in dieser Woche vor allem die UN Vollversammlung im Blick haben, die am morgigen Dienstag in New York beginnen soll.
Nachdem die Ölpreise die zwischenzeitliche Abwärtsbewegung vom Freitagabend wieder ausgeglichen haben, und auch heute Morgen in etwa unverändert zu Freitag in den Tag starten, zeichnen sich bei den Inlandspreisen aktuell keine größeren Veränderungen zu Freitag ab.

Fundamental: neutral bis bullish       Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 


20. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 64.78 $  Crude (WTI): 58.68 $  Gasoil 619.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9915  Rheinfracht: 43.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Marktteilnehmer behalten geopolitische Risiken im Auge

Zur Wochenmitte hatten sich die Gemüter an den Ölbörsen etwas beruhigt, es hieß, Saudi-Arabien könne seine Produktion nach den Anschlägen innerhalb weniger Wochen wieder auf Normalniveau steigern.
Der Angriff des Militärbündnisses unter saudischer Führung, der am gestrigen Donnerstag auf angebliche militärische Ziele im Jemen geflogen wurde, dürfte die Situation nicht entspannen. Auf Nachfrageseite ist man derzeit gespannt auf die Entwicklungen von Handelsgesprächen zwischen den USA und China.
Insgesamt halten wir die fundamentale Situation heute Morgen wieder für leicht bullish, da die Zweifel hinsichtlich der Erholung der saudischen Produktion bestehen bleiben und die geopolitischen Spannungen angesichts der Angriffe der Militärallianz unter Führung Saudi-Arabiens im Jemen nicht abnehmen dürften. Nach dem Anstieg die Futures an ICE und NYMEX am Mittwoch orientieren sich diese zwar derzeit wieder leicht nach unten, allerdings von einem höheren Niveau aus. Der EUR/USD legt zwar derzeit leicht zu, bei den Inlandspreisen deutet sich heute Morgen dennoch Aufwärtspotenzial an.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral

 

 

 


19. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 63.72 $  Crude (WTI): 58.29 $  Gasoil 608.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9961  Rheinfracht: 43.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

US-Bestandsdaten und Dollar belasteten Ölfutures zur Wochenmitte leicht

Am Dienstag hatte Saudi-Arabiens Energieminister mitgeteilt, dass die Ölproduktion des Königreichs bis Ende September wieder auf das Niveau steigen werde, auf dem sie vor den Anschlägen vom Wochenende gelegen hatte.
Die Huthi-Rebellen, die sich kurz nach den Anschlägen zu diesen bekannt hatten, versicherten am Mittwoch erneut, dass sie für die Angriffe auf die saudischen Ölanlagen verantwortlich gewesen seien.
Die US-Ölbestände legten in der vergangenen Woche erneut zu. Zusammen mit dem weiterhin hohen Niveau der US-Ölproduktion deutet dies ebenfalls auf eine bislang noch entspannte Versorgungslage hin. Zudem dürfte auch die erwartete Entwicklung der Nachfrage einem starken Preisanstieg entgegenstehen, weshalb wir die fundamentale Konstellation heute vorerst weiterhin als neutral einstufen.
Nachdem die Futures an ICE und NYMEX am frühen Mittwochabend noch leicht nachgaben, die Ergebnisse des FOMC-Meetings den Dollar jedoch stützten, zeichnet sich bei den zu erwartenden Inlandspreisen heute Morgen leichtes Abwärtspotenzial ab.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 

 


18. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 64.55 $  Crude (WTI): 59.05 $  Gasoil 613.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9935  Rheinfracht: 38.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preise deutlich weicher zu Vortag – Saudische Förderung Ende September wiederhergestellt

Wie viel und wie schnell können die Saudis ihre Ölförderung nach den Attacken am Wochenende wieder steigern? Dies ist die entscheidende Frage, die sich der Markt bei der aktuellen Preisfindung zu stellen hat. Unterdessen hat die USA erste Bilder der Anlagen in Saudi-Arabien veröffentlicht, die das Ausmaß der Schäden zeigen.
Die fundamentale Konstellation stufen wir nun wieder neutral ein, nachdem Saudi-Arabien wohl deutlich schneller als erwartet seine Förderung steigern kann. Während dies bearish auf die Preise wirkt, sorgt die Unsicherheit eines Militärschlages gegen den Jemen oder den Iran und dessen Folgen für ein gestiegenes bullishes Risikoempfinden am Markt. Zudem muss abgewartet werden, ob die Saudis die Produktionskapazitäten tatsächlich so schnell wie angekündigt werden steigern können. Nachdem die Futures an ICE und NYMEX am gestrigen Nachmittag deutlich nachgaben und auch heute Morgen auf dem niedrigen Niveau bleiben, zeichnen sich bei den Inlandspreisen heute Morgen erhebliche Abwärtspotenziale an.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 


17. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 68.62 $  Crude (WTI): 62.27 $  Gasoil 643.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9916  Rheinfracht: 38.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Erneuter starker Preisanstieg zum Dienstag – Update aus Saudi Arabien erwartet

Die Ölpreise werden in den kommenden Tagen weiter sehr volatil bleiben und das Handelsinteresse sehr hoch. Der weitere Preisverlauf wird davon abhängen wie schnell die Produktion der Saudis wieder hochgefahren werden kann und wie stark die Schäden an den Anlagen sein werden.
Das vorläufige Schadensbild von der Anlage in Abqaiq lässt vermuten, dass die Reparaturarbeiten lange andauern werden. Einige Teile müssten komplett neu gebaut werden, heißt es in ersten Schadenseinschätzungen. Genaueres wird heute Dienstag in einer Mitteilung bekannt gegeben, mit der dann wohl auch ein Update zur aktuellen Fördermenge kommt.
Währenddessen gibt es aus den USA bisher kein neues Update zur Frage des Schuldigen. Sollte es zu einem Angriff auf den Iran kommen, dürfte dies die gesamte Region weiter destabilisieren und die Preise stark stützen.
Da die Notierungen an den Ölbörsen auch gestern Abend wieder anzogen, deuten sich in den Morgenstunden erneut starke Preissteigerungen bei den zu erwartenden Inlandsnotierungen an.

Fundamental: bullish        Chartanalyse: neutral

 

 


16. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 66.28 $  Crude (WTI): 59.76 $  Gasoil 622.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9885  Rheinfracht: 34.25 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Heftiger Preissprung nach Angriff auf saudische Ölanlagen

Der Anschlag auf die saudischen Ölanlagen dominiert das Marktgeschehen. Der Umfang des Produktionsausfalls ist größer als alle anderen Ausfälle, die in den letzten Jahren beobachtet worden sind. Die Reaktion an den Märkten ist entsprechend stark bullish. Die USA machen den Iran verantwortlich für den Angriff auf die Ölanlagen.
Eine Annäherung zwischen USA und Iran scheint damit vom Tisch zu sein. Sollten Saudi-Arabien und/oder die USA militärisch auf die Angriffe antworten, so dürfte dies die Preise auch in den kommenden Wochen weiter steigen lassen. US Präsident Trump hat bereits angekündigt, dass er die Freigabe von Strategischen Reserven genehmigt hat, sollte dies im Zuge der Versorgungslage notwendig sein.
Von Saudi-Arabien erwartet man heute ein Update wie stark die Schäden sind und wie lange es dauern wird, bis die Produktion wieder in vollem Umfang laufe.
Der Preissprung sorgt dafür, dass die Inlandspreise zu Freitag anziehen. Entsprechend ist heute besondere Vorsicht bei der Preisung geboten.

Fundamental: bullish        Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 


13. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 60.38 $  Crude (WTI): 55.12 $  Gasoil 577.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9896  Rheinfracht: 34.25 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures starten oberhalb der Vortagestiefs in den letzten Handelstag der Woche

Dass die IEA ihre Prognosen zum Nachfragewachstum in ihrem aktuellen Monatsreport nicht senkte, dürfte einige Marktteilnehmer überrascht haben. Dennoch konnte der Bericht keine bullishe Wirkung entfalten.
Während die Handelsstreitigkeiten und die Entwicklung der Konjunktur vor allem die Nachfrage beeinflussen, ist man am Ölmarkt nach dem gestrigen Treffen des Kontrollgremiums der OPEC+ nun auch gespannt, wie sich das Angebot weiter entwickeln wird.
Ob die OPEC+ Länder ihre Produktionskürzungen eventuell doch noch intensivieren müssen, hängt nicht zuletzt auch davon ab, wie sich die Beziehungen zwischen den USA und Iran weiterentwickeln.
Heute Morgen handeln die Ölfutures an ICE und NYMEX zunächst einmal nahezu unverändert zu den Vortagesschlusswerten. Auch der EUR/USD bleibt im Bereich der Hochs von Donnerstagabend. Bei den Inlandspreisen deutet sich aufgrund des starken Kursrutsches an den Ölbörsen im gestrigen Tagesverlauf jedoch im Vergleich zu den Erhebungen von Donnerstagvormittag immer noch deutliches Abwärtspotenzial an.

Fundamental: neutral/bearish         Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 


12. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 61.27 $  Crude (WTI): 56.26 $  Gasoil 584.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9935  Rheinfracht: 34.25 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Trump erwägt Lockerung der Iran Sanktionen – Deutliche Preisabschläge deuten sich an

Die OPEC hat die Erwartung an das Ölnachfragewachstum 2019 und 2020 in ihrem Monatsreport erwartungsgemäß nach unten korrigiert.
Der irakische Ölminister, Thamir Ghadhaban hatte am späten Abend gestern in einem Interview noch gesagt, dass weitere Kürzungen etwas seien, über das man sich Gedanken machen müsse, insbesondere wenn die USA ihre Sanktionen gegen den Iran lockern sollte.
Präsident Trump diskutiert offenbar eine Lockerung der Iran Sanktionen damit ein Treffen mit dem iranischen Präsidenten ermöglicht wird.
Sollten die USA die Sanktionen gegen den Iran tatsächlich lockern und auf den Kompromissvorschlag des Irans über ein Atomabkommen eingehen, wird das zusätzliche Öl die Gefahr einer Überversorgung im kommenden Jahr nur noch verstärken.
Marktteilnehmer werden heute vor allem auf mögliche Kommentare zu den Iran Sanktionen warten sowie auf Äußerungen vom OPEC+ Meeting. Nach der scharfen Abwärtsbewegung an ICE und NYMEX gestern Abend deuten sich heute Morgen erst einmal starke Preisnachlässe für das Inland an.

Fundamental: neutral/bearish       Chartanalyse: bearish

 

 


11. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 62.73 $  Crude (WTI): 57.76 $  Gasoil 593.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9920  Rheinfracht: 34.25 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures nach Einbruch am Vorabend wieder stabil – US Politik, EIA und API

In Sachen Iran hat die US Regierung immer wieder betont, dass man die iranischen Ölexporte auf Null drücken wird. Nun könnte es sein, dass der Ton gegenüber dem Iran aber auch Venezuela gemäßigter und die US Regierung kompromissbereiter sein wird.
Die EIA hat die Preisprognosen für Brent und WTI nach unten korrigiert. Auch erwartet man von der IEA am Donnerstag eine Korrektur des Ölnachfragewachstums 2019
Stützend wirkten sich in der Nacht allerdings die US Ölbestandsveränderungen des API aus, das bei Rohöl und Benzin starke Abbauten meldet. Trader warten auf die Zahlen des DOE am Nachmittag. Davor steht aber auch noch der OPEC Monatsreport am frühen Nachmittag auf der Agenda.
Nach dem gestrigen Auf und Ab an den Börsen hat sich der Handel in den Morgenstunden scheinbar zumindest etwas beruhigt. ICE Gasoil startet etwas fester im Vergleich zu gestern in den Tag, sodass sich bei den Inlandspreisen zumindest leichte Aufwärtsspielräume andeuten.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral

 

 


10. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 62.81 $  Crude (WTI): 58.10 $  Gasoil 592.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9921  Rheinfracht: 34.90 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Erneuter Anstieg der Ölpreise – Technisches Aufwärtspotenzial nimmt ab

Der neue Ölminister Saudi-Arabiens, Abdulaziz bin Salman, wird keinen radikalen Kurswechsel in der Ölpolitik des Landes oder der OPEC forcieren.
Als wesentliche Gefahren für die Balance am Ölmarkt identifizierte Abdulaziz den Handelsstreit zwischen USA und China. Zwar äußerte er sich nicht zu den aktuellen Kürzungen, allerdings sehen Analysten eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass Abdulaziz den Druck erhöhen wird, dass die Mitgliedsländer der OPEC+ Gruppe ihre vereinbarten Quoten besser einhalten und die Kürzungen im kommenden Jahr eventuell noch einmal intensiviert werden.
Bei der Marktlage werden die Trader nun auf die Veränderungen bei den anstehenden Monatsreports blicken.
Angesichts der angedeuteten Abwärtskorrektur des Ölnachfragewachstums durch die IEA sehen wir einen Gegenpol zu den stützenden Faktoren am Markt, weshalb wir heute Morgen nun eine fundamental nur noch leicht bullishe Haltung einnehmen. Da die Futures in den Morgenstunden allerdings zunächst deutlich fester im Vergleich zu gestern Mittag notierten, deuten sich bei den Inlandspreisen aktuell Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral bis bullish       Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 


9. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 62.11 $  Crude (WTI): 57.14 $  Gasoil 585.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9890  Rheinfracht: 36.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Saudi-Arabien tauscht Ölminister aus – Futures ziehen in den Morgenstunden an

Der Ölminister der Vereinten Arabischen Emirate hatte am Sonntag in einem Interview bekräftigt, dass die OPEC und Nicht-OPEC Länder sich weiter verpflichtet sehen den Markt in Balance zu bringen.
Unterdessen hat sich in Saudi-Arabien am Wochenende ein Wechsel im Ölministerium ergeben. Nachdem Khalid al-Falih bereits vor einer Woche als Aufsichtsratsvorsitzender des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco abgelöst wurde, kam nun auch der Austausch an der Spitze des Ölministeriums.
Der Austausch des Ministers wird als Zeichen gesehen, dass der scheidende Khalid al-Falih in Bezug auf die Ölpreise seit 2016 nicht geliefert hat. Nun wird spekuliert, dass der neue Minister das Angebot stärker verknappen und die Preise damit stützen könnte.
In den Morgenstunden ziehen die Ölpreise an ICE und NYMEX an und reagieren damit auf den Wechsel des saudischen Ölministers. Mit dem Kursanstieg wurden die Freitagshochs bereits überschritten und bei den Inlandspreisen deuten sich nun deutliche Preissteigerungen für den Wochenauftakt an.

Fundamental: neutral bis bullish        Chartanalyse: neutral

 

 


6. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 60.99 $  Crude (WTI): 56.36 $  Gasoil 578.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9871  Rheinfracht: 37.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Händler nutzten Preisanstieg nach DOE-Daten für Gewinnmitnahmen

Die erste Euphorie darüber, dass sich die USA und China offenbar darauf geeinigt haben, die nächste Runde von Handelsgesprächen Anfang Oktober durchzuführen, verflog am Donnerstag relativ schnell. Die zuletzt wieder besseren Konjunkturdaten dürften die Marktteilnehmer im Vergleich dazu mehr beeindruckt haben.
Die wöchentlichen Daten des DOE zur Produktnachfrage schienen die Sorgen über eine schwächere Nachfrageentwicklung gestern zu bestätigen. Der leichte Rückgang der US-Ölproduktion sowie die Bestandsabbauten bei Rohöl, die mehr als doppelt so stark ausfielen wie erwartet, sprechen jedoch zumindest auf kurze Sicht noch für eine eher knappe Angebotssituation.
Die längerfristige Einschätzung der Situation hängt einerseits davon ab, wie schnell die USA und China sich auf ein Handelsabkommen einigen können und andererseits davon, ob die OPEC+ Länder ihre Produktionskürzungen noch einmal intensivieren. Die Futures an ICE und NYMEX blieben heute Morgen im Bereich der Hochs von Mittwochabend. Bei den Inlandspreisen deuten sich daher noch einmal leichte Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral bis bullish        Chartanalyse: neutral

 

 


5. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 60.64 $  Crude (WTI): 56.16 $  Gasoil 577.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9836  Rheinfracht: 37.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures bleiben nach API-Daten fester

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China steht bei den Marktteilnehmern weiterhin im Fokus, da er die Erwartungen im Hinblick auf die Entwicklung der Ölnachfrage maßgeblich beeinflusst.
Welche Erwartungen die Experten hinsichtlich der Ölnachfrage haben, wird sich in der kommenden Woche zeigen. Dann werden EIA, OPEC und IEA ihre aktuellen Monatsberichte veröffentlichen.
DOE meldete in seinem letzten Ölbestandsbericht einen Anstieg der Produktion. Damit erreichte die amerikanische Rohölproduktion in den wöchentlichen Schätzungen des DOE ein neues Rekordhoch. Nachdem die US-Rohölbestände in den vergangenen zwei Wochen abnahmen, rechnet das API für die aktuelle Berichtswoche wieder mit einem leichten Anstieg. Dies belastete die Ölfutures gestern Nacht noch.
Unterdessen hat Hurrikan Dorian in Florida deutlich geringere Schäden angerichtet als auf den Bahamas und ist nun in Richtung Norden unterwegs. Die Futures an ICE und NYMEX blieben heute Morgen im Bereich der Hochs von Mittwochabend. Bei den Inlandspreisen deuten sich noch einmal leichte Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 


4. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 58.47 $  Crude (WTI): 54.20 $  Gasoil 555.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9870  Rheinfracht: 37.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Korrektur nach schwachem Dienstag – Futures im frühen Handel erholt

Hurrikan Dorian hat auf den Bahamas eine Schneise der Verwüstung hinterlassen und nimmt nun Kurs auf Florida. Der Sturm hat sich mittlerweile abgeschwächt und wurde von der höchsten Kategorie herabgestuft. Letztlich sollte sich der Einfluss des Hurrikans allerdings in Grenzen halten, solange keine Pipelines oder Raffinerien in Mitleidenschaft gezogen werden.
Das Nachfragewachstum bei Öl dürfte bei den nächsten Prognosen der Monatsreports in der kommenden Woche wohl kaum positiv überraschen. Alles in allem bleibt die fundamentale Einschätzung unterm Strich leicht bearish, während man auf die wöchentlichen US Ölbestandsdaten wartet.
Die Futures an ICE und NYMEX haben sich nach dem Monatstief gestern wieder erholt und profitieren dabei von Short-Coverings und der Erwartung von Bestandsabbauten in den USA. Der festere Euro/Dollar-Kurs gleicht einen Teil des Preisanstiegs jedoch aus, macht er das in Dollar gehandelte Öl für den Import doch etwas günstiger. Bei den Inlandspreisen deuten sich somit nur geringe Preisveränderungen am Markt an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral

 

 


3. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 58.63 $  Crude (WTI): 54.83 $  Gasoil 558.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9922  Rheinfracht: 36.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Mehr Öl aus der OPEC – Futures mit einem weichen Start in die Woche

Die OPEC hat im August offenbar mehr Öl als im Vormonat gefördert, so die Schätzungen von Reuters und Bloomberg. Ungewöhnlich ist der Anstieg aus saisonaler Sicht nicht unbedingt, denn im Sommer steigt die Nachfrage nach Öl in den arabischen Ländern in der Regel an.
Auch wenn die Verhandlungen zwischen USA und China bezüglich eines Handelsabkommens weitergehen, so glauben Marktteilnehmer nicht an eine schnelle Lösung, sodass die gegenseitigen Strafzölle das Weltwirtschaftswachstum und die Ölnachfrage ausbremsen werden.
Hurrikan Dorian könnte mit Überschwemmungen und starken Winden die Geschäftstätigkeit an der US Ostküste zudem einschränken.
Die fundamentale Marktlage ist damit in der Gesamtbetrachtung leicht bearish zu sehen, wobei Trader auch noch auf die offiziellen Monatsreports in der kommenden Woche warten. Wegen des US Feiertages gestern werden die US Ölbestandsdaten von API und DOE in dieser Woche einen Tag später als üblich veröffentlicht.

Fundamental: neutral bis bearish        Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 


2. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 58.99 $  Crude (WTI): 55.11 $  Gasoil 564.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9906  Rheinfracht: 36.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreise nach Korrektur vom Freitag mit weichem Wochenstart

Am gestrigen Sonntag sind die neuen Strafzölle zwischen USA und China in Kraft getreten. Zwar bestätigte Trump am Wochenende erneut, dass es aktuell bei den angekündigten persönlichen Verhandlungen zwischen den beiden Delegationen kommen wird, doch letztlich geben Marktteilnehmer den Gesprächen kaum eine Chance für einen baldigen Durchbruch.
Sturm Dorian wurde mittlerweile zu einem Hurrikan der höchsten Stufe 5 und befindet sich an der Ostküste Floridas. Das Tief wird vermutlich die Ostküste entlang nach Norden ziehen und sich dabei nur langsam abschwächen. Der Sturm dürfte aber zu Problemen bei der Versorgung an der US Ostküste sorgen. Dies kann die Ölpreise zeitweise sogar belasten.
Nach dem Kursrutsch am Freitagabend zeigen sich die Futures heute Morgen leicht erholt, liegen aber noch immer weit unterhalb der Niveaus von Freitagmittag. Unterm Strich überwiegt aber dennoch der Einfluss der nachgebenden Öl-Futures, sodass sich bei den Inlandspreisen heute Morgen noch immer deutliche Preissenkungen zu Freitag abzeichnen.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 


August 2019

30. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 60.76 $    Crude (WTI): 56.27 $    Gasoil 572.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9878    Rheinfracht: 36.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures fester - Hoffnungen hinsichtlich US/China-Handelskonflikt stützen

Der Handelsstreit zwischen den USA und China nimmt weiterhin Einfluss auf die Entwicklung der Ölmärkte. Erst am gestrigen Donnerstag stützten Meldungen darüber, dass die beiden Großmächte weiterhin versuchen einen Termin für Gespräche von Angesicht zu Angesicht im September zu finden. Auch wenn die Meldungen über Gespräche die Ölbörsen am Donnerstagnachmittag stützten, bleibt der USA/China-Konflikt ein Faktor, der dauerhafte und signifikante Preisanstiege an den Ölbörsen verhindert. Obwohl die Nachfragesorgen aufgrund der starken US-Bestandsabbauten zuletzt wieder etwas zurückgingen, bleibt der Handelskonflikt zwischen den USA und China ein Faktor, der das Wirtschaftswachstum und somit auch das Ölnachfragewachstum ausbremst.
Auf der Angebotsseite steht weiterhin das Wachstum der US-Rohölförderung den Produktionskürzungen der OPEC und ihrer Partner entgegen.
Die Ölfutures blieben heute Morgen im Bereich der Hochs von Donnerstag, wohingegen der Euro/Dollar-Kurs weiter an Boden verlor. Daher deutet sich bei den Inlandspreisen aktuell leichtes Aufwärtspotenzial zum Vortag an.

Fundamental: neutral bis bullish        Chartanalyse: neutral

 

 


29. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 60.07 $    Crude (WTI): 55.48 $    Gasoil 566.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9804    Rheinfracht: 36.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Bullisher Effekt der DOE-Daten lässt bereits wieder nach

Mit den massiven Abbauten, die das DOE am Mittwoch für die US-Rohölbestände meldete, sind diese auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2018 gefallen.
Auch in Sachen Nachfrage dürften die jüngsten Daten des DOE viele Marktteilnehmer vorerst einmal etwas beruhigt haben, denn die Produktnachfrage in den USA legte in der letzten Woche zu.
Hinsichtlich der weltweiten Nachfrageentwicklung erhalten die Sorgen der Marktteilnehmer wohl schon bald wieder neue Nahrung. Schließlich werden zum 1. September gegenseitige Strafzölle der USA und Chinas in Kraft treten, sollten die beiden Großmächte nicht doch noch kurzfristig entscheiden, von diesen Maßnahmen abzusehen.
Abgesehen davon treibt auch der immer wahrscheinlicher werdende Brexit die Händler um. Auf Seiten des Angebots zeigten sich am gestrigen Mittwoch, dass die US-Rohölproduktion weiterwächst. Da die Ölfutures nach dem Anstieg von Mittwochnachmittag heute Morgen wieder leicht nachgeben, deutet sich bei den Inlandspreisen aktuell leichtes Abwärtspotenzial an.

Fundamental: neutral bis bullish        Chartanalyse: neutral

 


28. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 59.96 $    Crude (WTI): 55.53 $    Gasoil 561.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9820    Rheinfracht: 36.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreise ziehen mit bullishen API Bestandsdaten deutlich an

Sah es am Montag noch nach einer spektakulären Wende in Sachen Iran aus, so dürfte dies mit den Kommentaren Rouhanis gestern wieder vom Tisch sein. Es werde nur dann wieder Gespräche mit den USA geben, wenn diese vorab alle Sanktionen aufheben, so der iranische Präsident. Trump hatte sich bisher zwar noch nicht dazu geäußert, doch bleibt der US Präsident seiner Linie treu, dürfte ein Entgegenkommen ausgeschlossen sein.
Ohne die Aussicht auf neue Mengen aus dem Iran bleibt es bei der aktuellen Versorgungslage knapp.
Auch die US Ölbestandsdaten des API deuten auf eine knappere Verfügbarkeit hin. Kombiniert mit den Abbauten bei Destillaten und Benzin sind die Zahlen des API klar bullish zu werten.
Nachdem eine Lösung mit dem Iran erst einmal wieder vom Tisch ist und die US Ölbestandsentwicklung offenbar starke Abbauten liefert, ist die fundamentale Konstellation leicht bullish einzustufen. Bei den Inlandspreisen deuten sich aktuell deutliche Preissteigerungen zum Vortag an.

Fundamental: neutral bis bullish        Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 

 


27. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 58.93 $    Crude (WTI): 53.88 $    Gasoil 554.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9785    Rheinfracht: 35.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Handelskrieg und Iran-Verhandlungen – Futures nach volatilem Wochenstart unverändert

Tump hatte beim G7 Gipfeltreffen gestern von einem Anruf Pekings gesprochen, bei dem China darum gebeten haben soll, dass man an den Verhandlungstisch zurückkehre.
Offenbar sind China und die USA durchaus daran interessiert ein Handelsabkommen zu schließen. Die Börsenkurse an ICE und NYMEX werden immer wieder auf Nachrichten aus diesem Bereich reagieren, da der Handelskrieg zwischen USA und China einer der größten Belastungsfaktoren dafür ist.
Überraschend kommt auch Bewegung in den Iran-Konflikt. Lehnte Trump bisher ein Meeting mit dem iranischen Amtskollegen strikt ab, so sei er nun unter gewissen Vorbedingungen bereit sich mit dem iranischen Präsidenten zu treffen.
Unterdessen ist auch weiter der Tropensturm Dorian im Auge zu behalten. Dessen Kurs hat sich weiter nach Norden verlagert, sodass die Gefahr etwas gesunken ist.
Die Futures bleiben in den Morgenstunden unterhalb der Niveaus von gestern Vormittag und dem frühen Nachmittag. Unterm Strich deuten sich für das Inland leichte Preissenkungen an.

Fundamental: neutral         Chartanalyse: neutral

 


26. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 58.75 $    Crude (WTI): 53.57 $    Gasoil 554.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9750    Rheinfracht: 34.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Eskalation im Handelsstreit – Futures starten mit Verlusten in die neue Woche

Eigentlich hatte sich in den letzten Wochen die Hoffnung einer Annäherung im Handelsstreit zwischen USA und China breitgemacht.
Am Freitag eskalierte der Streit zwischen Washington und Peking aufs Neue, als China neue Zölle auf US Güter ankündigte. Trump reagierte Freitagnacht mit einer Gegenmaßnahme und hob die Zölle auf Importe aus China an.
Trump sagte im Rahmen des G7 Gipfels am Wochenende zwar, dass er über die Strafzölle nochmals nachgedacht hatte, das Weiße Haus stellte dann allerdings klar, dass Trump damit meinte, dass er bedaure die Zölle nicht stärker angehoben zu haben. Unterdessen hat sich im Atlantik ein neuer Tropensturm gebildet. Ob die Sturmformation allerdings in den Golf von Mexiko eindringt und damit eine Gefahr für die US Ölindustrie wird, ist noch nicht vorherzusagen.
Die Futures starteten in den Morgenstunden mit neuen Tiefs zu Freitag, zogen danach aber wieder an. Damit deuten sich für das heute Morgen zunächst erhebliche Preisnachlässe an.

Fundamental: neutral bis bearish        Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 


23. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 60.25 $    Crude (WTI): 55.58 $    Gasoil 565.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9854    Rheinfracht: 32.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Enttäuschende US-Daten belasteten Ölfutures vor Jackson Hole Symposium

Während der Markt auf die nächste offizielle Runde von Handelsgesprächen zwischen den USA und China wartet, stand in dieser Woche die Geldpolitik im Fokus. Vor allem das Treffen internationaler Notenbänker in Jackson Hole, Wyoming, wurde mit Spannung erwartet und könnte dem Markt kurz vor dem Wochenende neue Impulse geben.
Die Sorgen im Hinblick auf die Ölnachfrage wurden zuletzt durch den Rückgang der Produktnachfrage in den USA sowie durch enttäuschende amerikanische Industriedaten verstärkt.
Auch der Konflikt zwischen den USA und dem Iran gehört weiterhin zu den Faktoren, die einen stärkeren Preisrückgang verhindern.
Dies ändert vorerst nichts daran, dass man für das kommende Jahr wieder mit einem Überangebot rechnet. Vor allem die Entwicklung der Handelsgespräche zwischen den USA und China bleibt ein Unsicherheitsfaktor, der das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage beeinflussen dürfte.
Die Ölpreise bleiben heute Morgen deutlich unterhalb der Niveaus von Donnerstagmittag. Daher deuten sich bei den Inlandspreisen dennoch leichte Preisaufschläge an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 


22. August 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent : 60.12 $    Crude (WTI): 55.56 $    Gasoil 567.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9823    Rheinfracht: 32.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Ölpreise geben am Morgen nach – DOE Daten konnten Futures nicht stützen
 
Die US Rohölbestände sind laut DOE stärker als ursprünglich erwartet gesunken, wenn auch nicht so deutlich wie vom API angekündigt. Doch bei Benzin und Destillaten zeigen sich Bestandzunahmen. Die US Fahrsaison geht noch zwei Wochen und Aufbauten bei den Produkten sowie schwache Nachfragedaten sind für die Trader ein Warnsignal.
Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben wieder etwas zugenommen. Der iranische Präsident drohte: sollten die USA die Ölexporte des Iran auf null reduzieren, würden die internationalen Wasserwege nicht mehr die gleiche Sicherheit wie zuvor haben. Unterdessen schließt sich nun auch Australien mit Kriegsschiffen der US geführten Mission an der Straße von Hormus zur Sicherung der Schifffahrt an, nachdem auch Großbritannien sich schon beteiligt hat.
Die saisonale Nachfrage nach Rohöl ist in dieser Jahreszeit hoch, sodass die globalen Rohölbestände in der zweiten Jahreshälfte wohl sinken werden. Aber für 2020 wird bereits die Rückkehr der Überversorgung angenommen, die besonders im ersten Quartal umfangreich ausfallen dürfte. Dies beschneidet das Aufwärtspotenzial an den Ölbörsen.
unterm Strich deuten sich bei den Preisen aber dennoch leichte Preisnachlässe an.
 
Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral
 
 

21. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 60.37 $    Crude (WTI): 56.38 $    Gasoil 570.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9793    Rheinfracht: 33.25 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures nach bullishen API Daten in der Nacht fester

Trader haben sich zuletzt vor allem auf den Handelsstreit zwischen USA und China konzentriert. Auch wenn die Zahlen zum Ölnachfragewachstum durch die Monatsreports von EIA, IEA und OPEC zuletzt nach unten korrigiert wurden, bringt die Entwicklung etwas Hoffnung.
Vor zwei Wochen meldete das API Abbauten von -3,4 Mio. Barrel, das DOE zeigte allerdings einen Anstieg von +2,3 Mio. Barrel. Der positive Einfluss der Kommentare zum Handelsstreit zwischen USA und China dürfte eingepreist sein, so dass es hier weitere Positivmeldungen bedarf, damit dies weiter stützt. Die Zahlen des API sorgen für eine Bodenbildung und einen leicht bullishen Grundton, wegen der Abweichungen zu den DOE Zahlen der letzten Wochen werden sich Trader aber wohl noch bis zum Mittag zurückhalten.
Im Vergleich zu gestern Mittag notieren die Futures an der ICE höher, während der Euro nur minimal zulegen kann. Unterm Strich deuten sich bei den Inlandspreisen momentan somit moderate Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral bis bullish       Chartanalyse: neutral

 

 


20. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 59.83 $    Crude (WTI): 56.30 $    Gasoil 563.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9807    Rheinfracht: 35.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Optimismus im Handelsstreit stützt die Ölpreise – Futures zum Morgen fester

Trump hatte in der letzten Woche einige der neuen Strafzölle gegen China, die für den 1. September angekündigt waren, auf Mitte Dezember verschoben und andere sogar ganz gestrichen.
Der Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften hatte die Weltwirtschaft im letzten Jahr massiv belastet und diese an den Rand einer Rezession gebracht. Eine Annäherung beider Seiten ist daher ein positives Signal für die Finanzmärkte und die Ölbörsen.
Der Angriff auf ein saudisches Ölfeld vom Wochenende ist mittlerweile nur noch eine Randnotiz, denn einen Produktionsausfall konnte man hier nicht registrieren. Die geopolitische Risikoprämie hatte auch nur vorübergehend zugenommen, denn die Spannungen gibt es schon länger, und ohne Auswirkungen auf die Förderung bleibt ein nachhaltig bullisher Einfluss aus.
Die Ölpreise an der ICE starten heute Morgen fester im Vergleich zu gestern Nachmittag in den Tag, während der Euro/Dollar-Kurs unverändert blieb. Damit deuten sich bei den Inlandspreisen heute Morgen moderate Preissteigerungen zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bullish         Chartanalyse: neutral bis bullish

 


19. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 59.32 $    Crude (WTI): 55.41 $    Gasoil 563.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9795    Rheinfracht: 37.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Anschlag auf saudisches Ölfeld – Preise ziehen zum Handelsauftakt an

Das die wirtschaftlich schwierige Konstellation die Ölpreise nicht gerade stützt, dürfte hinlänglich bekannt sein. Nachdem die EIA und IEA bereits zuvor ihre Erwartungen für das Ölnachfragewachstum nach unten korrigierten, folgte am Freitag auch die OPEC. Die Prognose für die Entwicklung 2020 wurde zwar unverändert belassen, in 2019 rechnet man nun aber mit einer niedrigeren Ölnachfrage.
Das Kartell sieht mit dem Brexit und dem noch immer nicht gelösten Handelsstreit zwischen USA und China sogar noch weitere Risiken für die Ölnachfrageentwicklung im kommenden Jahr.
In Saudi-Arabien haben unterdessen Kämpfer der Houthis Jemen das Shaybah Ölfeld, eines der größten Saudi-Arabiens angegriffen. Durch den Drohnenangriff soll es zu einem Feuer gekommen sein, die Ölproduktion sei aber nicht betroffen heisst es. Die Houthis könnten, wieder vermehrt Angriffe auf vornehmen.
Die Ölpreise quittieren die Meldung aus Saudi-Arabien mit einem Preisanstieg am frühen Morgen. Bei den Inlandspreisen deuten sich zu Freitagnachmittag entsprechend leichte Anpassungen nach oben an.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral

 

 


16. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 59.05 $    Crude (WTI): 55.33 $    Gasoil 563.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9788    Rheinfracht: 37.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures und Inlandspreise kurz vor dem Wochenende kaum verändert

Trader bleiben weiter verunsichert ob der globalen Wirtschaftsentwicklung und deren Einfluss auf die Ölnachfrage.Saudi-Arabien hatte zudem angekündigt alles zu unternehmen, damit der Ölmarkt im kommenden Jahr ausbalanciert ist. Dies deutet auf weitere Produktionskürzungen hin, bei denen sich die übrigen Länder der OPEC+ Gemeinschaft bislang allerdings zurückhalten. Nach den jüngsten Monatsreports von EIA und IEA ist allerdings klar, dass die aktuellen Maßnahmen der der OPEC+ nicht ausreichen werden, um eine Überversorgung in 2020 zu vermeiden.
Unterdessen ist der iranische Öltanker "Grace I" wieder freigekommen, nachdem ein US Antrag auf Beschlagnahmung beim obersten Gericht in Gibraltar scheiterte. Dies könnte die Spannungen zwischen Großbritannien und Iran abbauen und die Freilassung der "Stena Impero" durch den Iran ermöglichen. Die Futures können sich am Morgen leicht erholen und kommen von den gestrigen Tiefs etwas zurück. Mit der leichten Aufwärtsbewegung und dem weiter schwachen Euro/Dollar-Kurs deuten sich bei den Inlandspreisen Heute nur kleinere Preisveränderungen an.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral

 

 


15. August 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent : 59.26 $    Crude (WTI): 55.13 $    Gasoil 568.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9735    Rheinfracht: 37.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Rezessionsängste lassen Ölpreise fallen – WTI mit technischem Verkaufssignal
 
Hatte die Verschiebung der Strafzölle gegen China die Ölpreise am Dienstag noch kräftig gestützt, so bleibt die Angst vor einem schwachen Wirtschaftswachstum und der damit verbundenen Sorge eines schwächeren Ölnachfragewachstums allgegenwärtig. Das deutsche BIP sank im zweiten Quartal und die Industrieproduktionen der Eurozone nahmen in diesem Zeitraum ebenfalls stark ab.
Auch in China läuft es nicht rund. Industrieproduktionen und Einzelhandelsumsätze blieben im Juli deutlich hinter den Vormonatswerten zurück. China macht einen Großteil des globalen Ölnachfragewachstums aus, sodass die schwachen Zahlen von dort ebenso, wie die Daten aus Deutschland, als Warnsignal gesehen werden, die auf eine Rezession in den Industrieländern hindeutet.
In der zweiten Jahreshälfte 2019 wird die Versorgungslage wieder etwas knapper eingeschätzt. So lange die Rezessionsängste aber bestehen bleiben und eine Eskalation mit Iran oder andere unerwartete Vorkommnisse auf Angebotsseite ausbleiben, ist eine längere Preisrallye auf absehbare Zeit auszuschließen. Trader werden sich mit spekulativen Long-Positionen zurückhalten, da man für 2020 – insbesondere für die erste Jahreshälfte - eine starke Überversorgung annimmt.
Für Heute deuten sich bei den Preisen Abwärtspotenziale an.
 
Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 
 

14. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 60.63 $    Crude (WTI): 56.32 $    Gasoil 575.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9764    Rheinfracht: 38.25 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Bearishe API Zahlen sorgen für Gewinnmitnahmen nach Rallye

Die Ölnachfrage und deren Entwicklung ist für den Markt in den letzten Monaten von zentraler Bedeutung gewesen. Vor allem der Handelsstreit mit China belastet die Wachstumsaussichten.
Es wird von Tag zu Tag schwieriger vorherzusehen, was Präsident Trump tun wird, außer zu sagen, dass er seine eigenen Interessen verfolgt. Trump hat sich in der Vergangenheit als unberechenbar erwiesen und wird dies vermutlich auch weiter bleiben. Gerade im Handelsstreit gab es immer mal einen Schritt nach vorne, dann aber wieder zwei zurück.
Unterdessen warten Trader heute auch auf die neuen US Ölbestandsdaten des DOE, die um 16:30 Uhr veröffentlicht werden.
Nach der gestrigen Rallye an den Ölbörsen kamen die Futures in den Morgenstunden von ihren Hochs aus der Nacht zurück. Da die Futures an der Börse aber weit über den Preisen von gestern Nachmittag bleiben, deuten sich bei den Inlandspreisen für heute Morgen aktuell starke Anhebungen zu den Erhebungen des Vortages an.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral

 

 


13. August 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent : 58.35 $    Crude (WTI): 54.77 $    Gasoil 557.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9714    Rheinfracht: 38.25 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Bullishe Charttechnik verliert an Einfluss – Futures am Morgen unverändert
 
Die Saudis hatten in der letzten Woche angekündigt, dass man alle Optionen prüfen werde, um einen weiteren Preisverfall an den Ölbörsen zu vermeiden. Die Sorge des größten OPEC Ölproduzenten ist der US Handelsstreit mit China, der in Verbindung mit den ohnehin schon schwachen Konjunkturindikatoren die globale Wirtschaft zusätzlich belastet und für eine schwache Ölnachfrage sorgt.
Auch wenn die Berichte von Baker Hughes auf eine sinkende Aktivität der US Unternehmen bei der Ölsuche hinweisen, so bestätigt der neue Bericht der EIA zur Schieferölförderung, dass die Branche weiter schnell wächst. Angesichts dessen und mit der Unsicherheit die der Handelsstreit zwischen USA und China mit sich bringt, dürfte die OPEC im kommenden Jahr tatsächlich noch einmal zum Handeln gezwungen sein, will man in der ersten Jahreshälfte ein deutliches Überangebot vermeiden.
Bei den US Ölbestandsdaten in dieser Woche erwarten die Experten unterdessen erneut Abbauten. Die Zahlen des API werden morgen bekannt gegeben. Die Daten des DOE folgen dann am Mittwoch.
Unterm Strich deuten sich für heute leichte Preissteigerungen zum Vortag an.
 
Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral
 
 

12. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 58.41 $    Crude (WTI): 54.32 $    Gasoil 554.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9722    Rheinfracht: 38.60 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Saudis Kürzungen setzen sich gegen Handelskrieg durch – Futures nach Rallye fester

Nachdem die EIA die Ölnachfrageprognosen für 2019 und 2020 bereits nach unten korrigiert hatte, sieht die IEA die Lage ganz ähnlich. Allerdings wies man auch auf das sich abschwächende Produktionswachstum der Nicht-OPEC Länder hin, das in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres hinter den bisherigen Erwartungen zurückbleiben wird.
Der IEA Monatsreport ist daher kurzfristig stützend, langfristig aber eher bearish zu sehen. Vor allem die Ankündigung der Saudis, die jetzt schon deutlich weniger als vereinbart produzieren, gibt den Futures an ICE und NYMEX Rückenwind.
Hatte die Aussicht auf eine knappere Versorgungslage in der zweiten Jahreshälfte und zusätzliche Kürzungen der Saudis die Ölpreise Ende letzter Woche noch gestützt, so dämpft die Möglichkeit eines Abbruchs der Verhandlungen im Handelsstreit heute Morgen. Die Futures starten daher unterhalb der Freitagshochs aber höher als am Freitagmittag in die neue Woche. Bei den Inlandspreisen deuten sich damit für heute Morgen klare Preisanhebungen an.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral bis bullish

 


09. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 57.30 $    Crude (WTI): 52.51 $    Gasoil 543.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9740    Rheinfracht: 38.60 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Saudi-Arabien kürzt Ölexporte im September – Libyens Ölproduktion steigt

Nachdem Informanten angekündigt hatten, dass Saudi-Arabien alle Optionen prüfe um die Ölpreise nach den letzten Abwärtsbewegungen wieder zu stabilisieren, wird das Land die Exporte nun offenbar reduzieren. Im September will man die Ausfuhren kürzen und damit weniger Öl liefern als man eingeplant hatte.
Eine Kürzung der Ölexporte und der Ölförderung sind natürlich die offensichtlichsten Maßnahmen, doch ob sich auch die übrigen Partner der OPEC+ Gruppe daran beteiligen bleibt abzuwarten.
Saudi-Arabien und die OPEC können zwar die Förderung und Ölexporte reduzieren, die Ursache der bearishen Marktstimmung - das schwache Wirtschaftswachstum und den Handelskonflikt zwischen USA und China - kann man damit allerdings nicht beheben.
Unterdessen wird Libyen die Förderung und Ölexporte nun wieder steigern können.
Letztlich bleibt die fundamentale Konstellation für uns heute Morgen weiter neutral. In den Morgenstunden gaben die Ölpreise nach und kommen von den späten Hochs gestern zurück. Damit deuten sich bei den Inlandspreisen nur kleine Anpassungen an.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 


08. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 57.81 $    Crude (WTI): 52.70 $    Gasoil 544.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9752    Rheinfracht: 39.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Inlandspreise fallen auf 7-Monatstief – OPEC will Preisverfall aufhalten

Seit Dienstag befindet sich Brent wieder in einem Bärenmarkt. In einer Zeit, in der sich das globale Wirtschaftswachstum abschwächt, schadet der Handelskonflikt zwischen USA und China massiv und sorgt für immer neue Abwärtskorrekturen bei den Nachfrageprognosen.
Die EIA hatte in ihrem Monatsreport das Ölnachfragewachstum 2019 zum siebten Mal in Folge nach unten angepasst.
Die jüngste Preisentwicklung erhöht den Druck auf die OPEC+ Gruppe, deren momentane Produktionskürzungen ganz offenbar nicht ausreichen, um den Markt zu stabilisieren.
Die Inlandsnotierungen des RPI Regio-Preis-Index hatten gestern ein neues 7-Monatstief erreicht. Mit den Berichten über eine mögliche Intervention der Saudis oder der OPEC als Ganzes, haben die Ölpreise an ICE und NYMEX in der Nacht wieder etwas zugelegt, sodass die Notierungen heute Morgen deutlich über den Vortagestiefs starten. Da die Preise aber noch immer unterhalb der Niveaus von gestern Mittag liegen, deuten sich damit dennoch Preisnachlässe im Vergleich zu den gestrigen Erhebungen an.

Fundamental: neutral         Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 


07. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 58.98 $    Crude (WTI): 53.64 $    Gasoil 555.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9766    Rheinfracht: 39.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preise fallen in einen Bärenmarkt – Globales Ölnachfragewachstum erneut nach unten korrigiert

Die Preise an ICE und NYMEX sind seit den Jahreshochs Ende April wieder unter Druck gekommen und haben deutlich an Boden verloren. Auch wenn die geopolitischen Spannungen mit dem Iran in dieser Zeit zugenommen haben, so fokussiert sich der Markt auf die Aspekte der Nachfrage, die immer schwächer gesehen wird.
Auch für 2020 fällt die Nachfrageprognose schwächer als bisher aus, sodass die Überversorgung im kommenden Jahr höher als erwartet sein wird. Entsprechend dieser Konstellation hat die EIA auch die Preisprognosen für das laufende und die kommenden Quartale nach unten korrigiert.
Bei den vom API gemeldeten US Ölbestandsdaten zeichnet sich eine leicht stützende Wirkung ab, da die US Rohölvorräte sowie die Benzinbestände gefallen sind.
Nachdem Brent gestern wieder in einen Bärenmarkt gefallen ist, erholen sich die Futures in den Morgenstunden leicht, bleiben aber deutlich unter den Niveaus von gestern Mittag. Daher deuten sich bei den Inlandspreisen starke Preisnachlässe zu gestern an.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral

 

 


06. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 60.43 $    Crude (WTI): 55.25 $    Gasoil 566.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9747    Rheinfracht: 40.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Handelsstreit und Devisenhandel sorgen für Volatilität – Futures kommen von Tiefs zurück

Der Handelsstreit zwischen USA und China ist voll im Gange und weitet sich auf immer neue Bereiche aus. Die Kursbewegungen im Devisenhandel sind Teil des Handelskrieges. Es ist eine starke Aussage in Richtung USA, die besagt: Wenn sie spielen möchten, könnten wir auch anders spielen. Das nimmt dem Markt jede Hoffnung, eine schnelle Lösung für den Handelsstreit zu finden. Die Eskalation des Handels zwischen den USA und China wirkt sich ebenfalls negativ auf die Aussichten für die Ölnachfrage aus.
Andere Faktoren am Markt werden von dem Handelsstreit und den potenziellen Auswirkungen auf die Balance am Ölmarkt dominiert. Trader werden aber auch noch auf die wöchentlichen US Ölbestandsdaten achten. Am Abend steht auch noch der EIA Monatsreport an, der ein Update für die Marktentwicklung liefern wird.
Die Futures an ICE und NYMEX ziehen in den Morgenstunden an und präsentieren sich volatil. Für die Inlandspreise deuten sich damit aktuell Abwärtspotenziale zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bearish        Chartanalyse: neutral

 


05. August 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent : 61.01 $    Crude (WTI): 54.94 $    Gasoil 570.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9784    Rheinfracht: 40.60 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Nachfragesorgen bleiben dominierend – Inlandspreise zum Wochenauftakt schwächer
 
Die Aktion des Iran (Festsetzung eines weiteren, kleinen Öltankers in der Straße von Hormus), die bereits am Mittwoch letzte Woche stattgefunden haben soll, schafft es nicht den Fokus auf sich zu ziehen. Marktteilnehmer konzentrieren sich bei der Einschätzung der Marktentwicklung vielmehr weiter auf die Nachfragesorgen. Und hier sieht es mit der Ankündigung der neuen US Zölle zum ersten September auf alle chinesischen Produkte nicht gerade positiv aus. Investoren sind eher besorgt über die Möglichkeit, dass sich die Situation zwischen den USA und China verschlechtern wird. Die Ölpreise könnten noch viel weiter sinken, wenn die zusätzlichen Zölle für China eingeführt würden und die Fed die Zinsen nicht noch einmal senken würde.
Wegen der schwachen Wirtschaftsleistung und dem enttäuschenden Ölnachfragewachstum, bleibt der Handelsstreit ein entscheidender Faktor, der die Preise an den Börsen belastet. Das Ölangebot wird in der zweiten Jahreshälfte 2019 und im Jahr 2020 weiter deutlich zulegen, sodass sich für jedes einzelne Quartal in 2020 eine Überversorgung ergeben werde.
Somit deuten sich bei den Preisen heute Morgen Abwärtspotenziale an.
 
Fundamental: neutral bis bearish       Chartanalyse: neutral
 
 
 

02. August 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent : 61.91 $    Crude (WTI): 54.98 $    Gasoil 576.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9884    Rheinfracht: 40.60 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Preiseinbruch nach Trump-Tweet – Stärkster Kursverlust seit 2015
 
Die US Fed senkt die Zinsen, der Iran setzt Öltanker bei der Durchfahrt der Straße von Hormus fest, die USA sanktionieren den Iran so stark wie noch nie, in Libyen fällt die Produktion am größten Ölfeld aus, die US Ölförderung blieb im Mai hinter den Erwartungen zurück, die US Rohölbestände fallen in der siebten Woche in Folge, während die OPEC+ Gruppe die Ölförderung seit Jahresbeginn deutlich einschränkt.
Diese Kombination an bullishen Faktoren hätte die Ölpreise in den letzten Jahren massiv gestützt.
Diese wiederum wird durch die zunehmenden Spannungen bei den internationalen Handelsbeziehungen belastet, zu denen der Brexit, vor allem aber der Handelskrieg zwischen USA und China zählen. Und bei letzterem hat Trump am späten Abend per Twitter nachgelegt und eine neue Runde von Strafzöllen ab 1. September angekündigt.
Trump lässt zwar eine Verhandlungstüre offen, kündigte zeitgleich aber auch an, dass die Zölle künftig auf "deutlich über 25%" steigen könnten. Damit bricht Trump den bisher den Waffenstillstand, den man zuletzt zwischen beiden Seiten hatte. Statt der erwarteten Annäherung scheint sich die Sanktionsspirale weiter zu drehen.
Für Heute deuten sich bei den Preisen erhebliche Preisnachlässe an.
 
Fundamental: neutral bis bearish        Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 
 

Juli 2019
31. Juli 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent : 65.19 $    Crude (WTI): 58.45 $    Gasoil 602.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9901    Rheinfracht: 40.60 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Iran, API und US Zinssenkung lassen Ölpreis deutlich steigen
 
Bei den US Ölbestandsdaten deuten sich neue Abbauten an, die laut API auch umfangreicher ausfallen könnten. Die Spannungen in der Straße von Hormus werden mit dem angekündigten Manöver des Iran mit Russland eher wieder zunehmen. Und die erwartete Zinssenkung der US Fed heute Abend stützt die Finanzmärkte im Allgemeinen und die Ölbörsen im Speziellen. Somit ist die fundamentale Grundkonstellation heute Morgen daher bullish einzustufen, da bearishe Faktoren etwas in den Hintergrund gedrängt werden.
Aber vor allem die erwartete US Zinssenkung heute Abend gibt den Börsen Rückenwind. Trader rechnen fest mit einer Senkung um 0,25%-Punkte und beginnen bereits damit diese einzupreisen. Die erwartete Maßnahme gibt den Preisen an der Börse entsprechend Aufwind, während eine Umsetzung der Zinssenkung den US Dollar schwächen würde. Handelt die Fed wie erwartet, oder fällt die Zinssenkung stärker als 0,25%-Punkte aus, dürfte der Ölpreis einen Schub bekommen und die Inlandspreise ebenfalls nach oben treiben.
Die Futures starten entsprechend fester, sodass sich bei den Preisen aktuell deutliche Anpassungen nach oben andeuten.
 
Fundamental: bullish        Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 
 

30. Juli 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent : 64.09 $    Crude (WTI): 57.24 $    Gasoil 589.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9913    Rheinfracht: 41.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Ölpreise ziehen in der Nacht an – Trader rechnen mit US Zinssenkung
 
In der Straße von Hormus bleibt die Lage weiter angespannt, wobei sie sich zuletzt zumindest nicht weiter zugespitzt hat. Stattdessen wird nun die militärische Präsenz in der Region erhöht, sodass die Passage durch die Meeresenge für Handelsschiffe wieder sicherer wird.
Die Maßnahmen könnten das Risiko weiterer Entführungen und Anschläge auf Ölschiffe in der Region reduzieren und damit bearish wirken. Gleichzeitig besteht jedoch auch das Risiko, dass sich der Iran weiter provoziert fühlt, insbesondere wenn die USA in diese Mission mit einbezogen werden.
Die schwache Ölnachfrageentwicklung gilt als eine der Hauptursachen für die niedrigeren Preisniveaus seit Jahresmitte. Trader erwarten nun von der Fed, dass diese beim FOMC Meeting, das morgen Abend zu Ende geht, das Zinsniveau um -0,25%-Punkte senkt. Damit würde die Wirtschaft gestützt und somit auch indirekt ein Impuls für eine höhere Ölnachfrage gesetzt.
"Der heutige Auftakt zu einigen erneuten Handelsgesprächen zwischen den USA und China wird die Preise wahrscheinlich leicht stützen. Die Entscheidung der US-Notenbank zur Wochenmitte und der damit verbundene Kommentar könnten sich jedoch als größerer Treiber des Ölpreises in dieser Woche herausstellen.
Für heute könnten sich aktuell leichte Preissteigerungen andeuten.
 
Fundamental: neutral bis bullish         Chartanalyse: neutral bis bullish
 


29. Juli 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 63.17 $    Crude (WTI): 56.06 $    Gasoil 583.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9930    Rheinfracht: 43.30 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Iran-Gespräche "konstruktiv" aber ohne Durchbruch - Ölfutures starten etwas weicher

Die Wahrscheinlichkeit, dass die direkten Handelsgespräche zwischen den USA und China, die in Shanghai wiederaufgenommen werden sollen, in einem baldigen Abkommen resultieren, wird als gering eingeschätzt.
US-Präsident Trump zufolge könnten sich diese noch bis nach den US-Präsidentschaftswahlen im Jahr 2020 hinziehen. Trump mutmaßte am vergangenen Freitag, China ziele möglicherweise darauf ab, mit einer neuen, weniger hart verhandelnden US-Regierung bessere Konditionen für sich herausschlagen zu können. Sollte sich dies bestätigen, dürfte die Situation am Ölmarkt noch eine ganze Weile durch Nachfragesorgen geprägt werden.
Unterdessen erklärte Irans Präsident Hassan Ruhani, die Präsenz ausländischer Truppen sei der „Hauptgrund für Spannungen“ in der Golfregion. Auch wenn Marktbeobachter nicht mit einem militärischen Konflikt zwischen dem Westen und dem Iran rechnen, wird man die Situation weiterhin genau im Auge behalten.
Auf der Angebotsseite wird man darüber hinaus die weitere Entwicklung der Ölbohraktivität in den USA beobachten. Laut Baker Hughes sank die Anzahl der in den USA aktiven Ölbohranlagen in der vergangenen Woche erneut leicht.
Daher deuten sich bei den Preisen aktuell nur leichte Preissenkungen ab.
 
Fundamental: neutral             Chartanalyse: neutral
 

26. Juli 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 63.56 $    Crude (WTI): 56.28 $    Gasoil 587.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9908    Rheinfracht: 42.60 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures zum Wochenende kaum verändert – Inlandspreise geringfügig weicher erwartet

Das globale Wirtschaftswachstum und das damit verbundene Ölnachfragewachstum wurde in den letzten Monaten immer wieder nach unten korrigiert und hat damit auch das erwartete Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage am Ölmarkt nachhaltig verändert.
Das enttäuschende Nachfragewachstum ist der Hauptgrund, weshalb es der OPEC+ Gruppe bisher nicht gelungen ist, den Markt in Balance bzw. in eine leichte Unterversorgung zu bringen. Laut EIA hatte sich in der ersten Jahreshälfte noch immer eine Überversorgung ergeben. Zwar soll sich dies in der zweiten Jahreshälfte wieder relativieren, dennoch erwartet man noch immer eine leichte Überproduktion. In der ersten Jahreshälfte 2020 würde das Überangebot dann aber wieder steigen.
Die Aussicht, dass Kuwait und Saudi-Arabien sich bei den Verhandlungen zur Inbetriebnahme der gemeinsamen Ölfelder in der neutralen Zone wieder annähern, sind dabei noch nicht einmal berücksichtigt. Einen Katalysator für eine Preissteigerung könnten allerdings die Verhandlungen zwischen USA und China werden. Kommt es zu einem Kompromiss könnte dies die Futures an den Ölbörsen steigen lassen, da der Handelsstreit als der größte Bremsklotz für die globale Wirtschaftsentwicklung gilt.
Somit deuten sich bei den Preisen aktuell leichte Preissteigerungen zu gestern ab.

Fundamental: neutral  Chartanalyse: neutral
 

25. Juli 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 63.34 $    Crude (WTI): 56.06 $    Gasoil 586.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9854    Rheinfracht: 42.60 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr


Ölfutures nach Kursrutsch vom Vorabend auf niedrigerem Niveau


Die landesweiten Rohölbestände der USA sanken in der vergangenen Woche beträchtlich. Die Tatsache, dass die Vorräte wieder zurückgingen und damit die längste Phase von Abbauten löste an den Ölbörsen jedoch keine nachhaltige bullishe Reaktion aus. Man geht am Markt einfach mit einem Achselzucken über den Bestandsbericht hinweg, da man davon ausgeht, dass die darin dargestellte Entwicklung auf Hurrikan Barry zurückzuführen sind.
Bearishe Impulse lieferte am Mittwoch die Meldung, der saudische Staatsminister für Energie, habe am Mittwoch in Kuwait mit Regierungsvertretern des Emirats über die Produktion in der neutralen Zone zwischen Saudi-Arabien und Kuwait gesprochen. Bereits seit längerem wollen die beiden Länder die gemeinschaftliche Ölproduktion in der Zone wiederaufnehmen.
Die Marktteilnehmer werden die Entwicklungen diesbezüglich im Auge behalten, ebenso wie die Situation in der Straße von Hormus und den weiteren Verlauf der Handelsgespräche zwischen den USA und China.
Zusammen mit dem Kursrutsch an den Ölbörsen am Mittwochabend deuten sich daher bei den Preisen Abschläge an.


Fundamental: neutral  Chartanalyse: neutral


24. Juli 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 64.09 $    Crude (WTI): 57.04 $    Gasoil 590.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9864    Rheinfracht: 42.60 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr


Gesunkene US Ölbestände und neuer Schwung im Handelsstreit – Futures legen in der Nacht zu


Die instabile Lage in der Straße von Hormus bleibt ein potenziell bullisher Faktor am Markt, da ein Großteil des weltweiten Ölbedarfs diese Meeresenge passieren muss. Ohne eine weitere Zuspitzung, wird es daher wohl bei einer nur theoretischen Gefahr bleiben und die Preise auf dem aktuellen Niveau nur wenig stützen.
Vor allem was die Ölnachfrageentwicklung angeht bleibt der Markt sehr skeptisch. Das schwache Wirtschafts- und Ölnachfragewachstum ist eine der größten Sorgen der Marktteilnehmer. Für die zweite Jahreshälfte rechnet man nunmehr zwar mit der Rückkehr einer Unterversorgung, ab 2020 soll das Überangebot allerdings zurückkehren.
USA und China haben sich unterdessen in Sachen Handelsstreit wieder etwas angenähert. Dies wird als ein gutes Zeichen gesehen, dass die auf Eis liegenden Gespräche wiederbelebt werden. Entsprechend sind die Meldungen, dass es offenbar wieder Fortschritte gibt, ein bullishes Signal für die Futures.
Gestützt von den Hoffnungen bezüglich der Handelsgespräche zwischen USA und China, aber auch von den bullishen Abbauten beim US Rohöl, starten die Futures deutlich oberhalb der gestrigen Niveaus. Bei den Preisen deuten sich somit starke Preissteigerungen an.


Fundamental: neutral bis bullish  Chartanalyse: neutral bis bullish


23. Juli 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 63.45 $ Crude (WTI): 56.31 $  Gasoil 584.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9837 Rheinfracht: 41.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Verhaltene Reaktion auf geopolitische Spannungen – Backwardation hat sich abgeschwächt

Für Analysten hat das Risiko bei der Passage von der der Straße von Hormus erheblich zugenommen, was eine erheblich höhere Risikoprämie bei den Ölpreisen rechtfertigen würde. Vor 15 Jahren hätte diese Art von Nachrichten den Preis um 20 bis 30 Dollar verschoben, heute aber reagiere der Preis kaum auf diese Meldungen. Momentan sei jedoch die Versorgungslage und der Ausblick sehr komfortabel, da die US Schieferölindustrie in den letzten Jahren sehr stark gewachsen sei. Mit diesem Produktionspotenzial könne der Markt deutlich relaxter mit dieser Situation umgehen.

Auch die schwache globale Wirtschaft und die damit verbundene Ölnachfrage spielt eine entscheidende Rolle bei der Markteinschätzung. Nachfrageprognosen für 2019 und 2020 wurden kontinuierlich nach unten korrigiert, sodass es in der zweiten Jahreshälfte zwar noch immer zu sinkenden Ölbeständen kommen könnte man spätestens mit dem ersten Quartal 2020 jedoch mit der Rückkehr einer deutlichen Überversorgung am Markt rechnet.

Das Eskalationspotenzial im Nahen Osten bleibt unvermindert hoch, weshalb die fundamentale Konstellation weiter leicht bullish eingestuft bleibt.

Die Futures zeigen sich zu gestern Nachmittag kaum verändert, sodass sich bei den Preisen minime Änderungen andeuten.

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral


22. Juli 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 63.37 $ Crude (WTI): 56.14 $  Gasoil 584.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9835 Rheinfracht: 37.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Geopolitische Spannungen und Produktionsausfälle in Libyen – Ölfutures starten fester

Ein Sabotageakt einer noch nicht identifizierten Gruppe sorgte dafür, dass die Produktion an Libyens größtem Ölfeld gedrosselt wurde und die Öllieferungen unterbrochen wurden. Dies zeigt, dass die Produktion des OPEC-Mitglieds, trotz der jüngsten Erholungsphase weiterhin auf wackeligen Beinen steht.

Neue bullishe Impulse kamen auch wieder einmal aus der Straße von Hormus, wo der Iran am Freitag einen britischen Tanker blockierte. Ein weiteres Schiff war zunächst ebenfalls festgehalten worden, könnte seine Fahrt jedoch wenig später fortsetzen. Somit dürften die Marktteilnehmer die Situation genauestens im Auge behalten und zunächst einmal eine geopolitische Riskoprämie auf die Preise aufschlagen.

In den USA ging unterdessen die Bohraktivität in der vergangenen Woche erneut zurück. Laut dem wöchentlichen Bericht von Baker Hughes nahm die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen in den USA die dritte Woche in Folge ab. Dies deutet darauf hin, dass die Investoren weiterhin zur Zurückhaltung tendieren, wenn es um die Suche nach neuen Quellen geht

Daher deuten sich für das Inland aktuell rechnerisch leichte Aufwärtspotenziale an.

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral


19. Juli 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 62.88 $ Crude (WTI): 55.87 $ Gasoil 578.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9840 Rheinfracht: 37.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

US-Navy zerstört iranische Drohne - IEA senkt Prognose zum Nachfragewachstum

Laut IEA Chef hat die IEA ihre Prognose zum Ölnachfragewachstum 2019 gesenkt.

Neue Meldungen zur Situation in der Straße von Hormus sorgten am Donnerstagabend erneut für bullishe Impulse. US-Präsident Donald Trump verkündete, das US-Navy Schiff USS Boxer habe eine iranische Drohne „zerstört“, die sich dem Schiff zu stark genähert und die Sicherheit der USS Boxer und ihrer Crew gefährdet habe. Die USS Boxer soll sich in internationalen Gewässern befunden haben. Der Iran will seinerseits nichts gewusst haben.

Die Zerstörung der iranischen Drohne zeigt, dass die geopolitischen Spannungen zwischen dem Westen und dem Iran nicht nachlassen.

Die Abwärtskorrektur der IEA-Erwartungen zum Ölnachfragewachstum 2019 steht dem bullishen Einfluss der jüngsten Meldungen zum USA/Iran-Konflikt jedoch entgegen, weshalb die Situation weiterhin neutral bleibt.

In den Morgenstunden zogen die Ölfutures an ICE und NYMEX nochmal leicht an, blieben jedoch größtenteils unter den Niveaus von Donnerstagmittag. Demnach deuten sich für das Inland aktuell leichte Abwärtspotenziale an.

Fundamental: neutral                Chartanalyse: neutral


18. Juli 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 63.75 $ Crude (WTI): 56.72 $ Gasoil 581.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9854 Rheinfracht: 37.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Erneuter Kursrutsch nach DOE - Möglichkeit für Short-Coverings vor dem Wochenende

Mitten in der US Sommersaison, wenn die Ölnachfrage in den USA eigentlich am höchsten sein sollte, zeigen die DOE Bestandsdaten eine deutliche Schwäche. Die Vorräte an Destillaten, aber vor allem auch bei Benzin, sind erheblich gestiegen, während die Gesamtnachfrage gesunken ist.

Eigentlich hatte der Markt mit deutlichen Abbauten bei den Rohölbeständen gerechnet, da Hurrikan Barry zu Einschränkungen bei der Ölförderung im Golf von Mexiko geführt hatte. Sowohl bei den Rohölbeständen als auch bei der Rohölförderung war der Effekt des Hurrikans spürbar, doch am Ende war dieser vergleichsweise gering.

Fundamental schätzen wir die Marktlage damit aktuell wieder neutral ein. In den Morgenstunden gibt es eine leichte Gegenreaktion auf die gestrigen Kursverluste an den Ölbörsen, die nach einer solch späten Abwärtsbewegung in den Abendstunden nicht ungewöhnlich ist. Da die Preise aber noch immer deutlich unterhalb der Werte von gestern Vormittag und Mittag liegen, deuten sich für das Inland aktuell weiter Abwärtspotenziale an.

Fundamental: neutral                Chartanalyse: neutral


17. Juli 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 64.56 $ Crude (WTI): 57.69 $ Gasoil 582.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9875 Rheinfracht: 37.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures nach Kommentaren von Trump und Pompeo weicher

Der Fokus der Marktteilnehmer ging am gestrigen Dienstag langsam wieder auf andere Faktoren über, nachdem er zuvor noch auf Sturm Barry gelegen hatte, der Ende letzter Woche über die US-Golfregion hinweggefegt war.

Während die gestern veröffentlichten Daten zur Industrieproduktion der USA die Erwartungen übertrafen und damit auch Hoffnung auf ein stärkeres Ölnachfragewachstum machten, erhielten diese Hoffnungen durch Kommentare des US-Präsidenten am Dienstagabend gleich einen Dämpfer. Das gestrige Meeting im Weißen Haus lieferte auch in anderer Hinsicht Impulse für die Ölbörsen. So gab US-Außenminister Mike Pompeo an, der Iran habe seine Bereitschaft für Gespräche signalisiert, um die Spannungen zwischen den USA und Iran zu reduzieren.

In den frühen Morgenstunden blieben die Ölpreise an ICE und NYMEX im Bereich der Tiefs von gestern Abend. Der Euro/Dollar-Kurs konnte sich ebenfalls kaum von den Tiefs von Dienstag lösen. Bei den Inlandspreisen ist heute Morgen erneut mit deutlichen Preisnachlässen im Vergleich zu gestern zu rechnen.

Fundamental: neutral bis bearish                      Chartanalyse: bearish


16. Juli 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 66.48 $ Crude (WTI): 59.51 $ Gasoil 596.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9851 Rheinfracht: 37.80 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures starten nach Barry weich in die neue Woche

Hurrikan Barry ist mittlerweile ins Landesinnere gezogen und hat sich dort weitestgehend aufgelöst. Die Niederschläge an der Golfküste waren zwar heftig, allerdings nicht so schlimm wie befürchtet. Die US Ölförderanlagen im Golf von Mexiko werden bereits wieder hochgefahren, wobei die Produktionssteigerung gestern noch gering war.

Der Iran ist seiner Seits weiter nur zu Gesprächen bereit, wenn die USA die seit November letzten Jahres eingeführten Sanktionen zurücknehmen, während US-Präsident Trump diese aufrechterhalten will, bis der Iran einem neuen Abkommen über das Nuklear- und Raketenprogramm zustimmt. Eine Einigung scheint in dieser Sache wenig wahrscheinlich, sodass die Spannungen den Markt noch eine Weile begleiten werden.

In den Morgenstunden erholen sich die Ölpreise leicht und kommen von den späten Tiefs gestern Nacht zurück. Dabei bleibt vor allem Gasoil jedoch noch deutlich unter den Niveaus von gestern Vormittag und Mittag. Bei den Inlandspreisen ist heute Morgen mit deutlichen Preisnachlässen im Vergleich zu gestern zu rechnen.

Fundamental: neutral             Chartanalyse: neutral bis bearish


12. Juli 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 67.02 $ Crude (WTI): 60.61 $ Gasoil 607.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9892 Rheinfracht: 37.80 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Sturm und Iran bleiben stützend – OPEC sieht starke Überversorgung in 2020

Der US Präsident hat neue umfangreiche Sanktionen gegen den Iran angekündigt, nachdem Teheran schon zwei wesentliche Punkte des Atomdeals verletzt und versucht hatte einen britischen Öltanker zu kapern.

Eine direkte militärische Eskalation mit dem Iran wird von den Marktteilnehmern zwar als unwahrscheinlich angesehen, ganz auszuschließen ist dies jedoch nicht.

Der Bericht der OPEC ist damit kurzfristig leicht stützend, da er eine knappe Marktlage für 2019 zeigt, langfristig ist er aber ein Warnsignal. Die Kürzungen des Kartells reichen bei Weitem nicht aus, um eine Überversorgung in 2020 zu verhindern.

Besonderes Augenmerk liegt weiter auf Tropensturm Barry, der sich weiter langsam entlang der US Golfküste Richtung Westen bewegt. Meteorologen gehen davon aus, dass der Sturm weiter zulegen wird und noch zu einem Hurrikan heraufgestuft wird.

Die Futures bleiben heute Morgen zunächst unter den Niveaus von gestern Vormittag und Mittag. Bei den Inlandspreisen zeichnen sich damit leichte Abwärtspotenziale im Vergleich zu gestern ab.

Fundamental: neutral/ bullish                Chartanalyse: neutral


11. Juli 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 67.04 $ Crude (WTI): 60.50 $ Gasoil 607.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9861 Rheinfracht: 37.80 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Hurrikan, DOE und Iran stützen – Ölpreis auf höchstem Niveau seit Mai

Der Sturm im Golf von Mexiko hat nun zur Evakuierung mehrerer Ölplattformen in der Region geführt. Schon heute könnte es zu einem Tropensturm und am Freitag sogar zu einem Hurrikan heraufgestuft werden.

Im Bereich der Straße von Hormus soll der Iran versucht haben einen britischen Öltanker in internationalen Gewässern unter Kontrolle zu bringen. Der Iran hatte mit einer solchen Vergeltungsmaßnahme gedroht, nachdem britische Spezialeinheiten einen Öltanker bei Gibraltar festgesetzt haben.

Die US Ölbestandsdaten des DOE von gestern fielen ebenfalls bullish aus.

Im Falle der Druzhba Pipeline gibt es unterdessen Entwarnung. Die PCK Raffinerie in Schwedt hatte die Abnahme des Rohöl nur für einen Tag ausgesetzt. Allerdings gibt es auf polnischer Seite vom Pipelinebetreiber PERN bedenken, dass Lieferungen wegen erneuter Verunreinigungen mit organischen Chlor eingestellt werden könnten. Die Futures an ICE und NYMEX bleiben fundamental bullish einzustufenden.

Bei den Inlandspreisen ist zum aktuellen Stand daher mit starken Preissteigerungen zu gestern zu rechnen.

Fundamental: bullish                Chartanalyse: neutral bis bullish


10. Juli 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 64.80 $ Crude (WTI): 58.65 $ Gasoil 583.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9929 Rheinfracht: 37.80 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

API, Sturm im Golf von Mexiko, Iran und Produktionsrückgang in Russland stützen Ölpreise

Die EIA hat im Monatsreport die Nachfrageerwartung für das laufende und das kommende Jahr nach unten korrigiert. Begründet wird dies mit der zunehmenden Unsicherheit und den zunehmend schwachen globalen Wirtschaftsdaten.

Russlands Ölförderung hat offenbar bereits abgenommen. Die Verunreinigung der Pipeline Ende April und Mai, hatte die russischen Lieferungen und damit die Verfügbarkeiten an mehreren Raffinerien in Europa reduziert.

In Sachen Spannungen mit Iran hat Teheran erneut für Unsicherheit gesorgt. Auch die Sturmformation im Osten des Golfs von Mexiko muss weiter beobachtet werden. Noch hat sich kein Tropensturm entwickelt, dies kann sich jedoch jederzeit ändern.

Alles in allem stützt die Kombination aus bullishen API Zahlen, dem sich zusammenbrauenden Sturm im Golf von Mexiko, die Drohungen des Irans sowie die gesunkene Rohölförderung Russlands.

Die Futures an ICE und NYMEX bleiben daher fest und haben die Vortageshochs auch schon überschritten, sodass sich bei den Inlandspreisen heute Morgen deutliche Preissteigerungen zu gestern andeuten.

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral bis bullish


09. Juli 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 63.93 $ Crude (WTI): 57.44 $ Gasoil 574.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9943 Rheinfracht: 37.80 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Schwache Ölnachfrage dominiert Iran-Sorgen – Möglicher Tropensturm im Golf von Mexiko

Iran und die USA bleiben weiter auf Konfrontationskurs. Während die USA den Iran nun wieder mindestens so stark sanktioniert, wie in der Zeit vor dem Atomabkommen aus 2015, beginnt der Iran die Grenzen des Deals zu überschreiten. Die Gefahr besteht, dass bei einer weiteren Zuspitzung irgendwann nur noch militärische Maßnahmen als Antwort übrigbleiben.

In der Nordsee gibt es in dieser Woche eine kleinere Störung an der Forties Pipeline, deren Durchsatz wegen Reparaturarbeiten vorübergehend gedrosselt werden muss. Die Arbeiten sollen allerdings noch vor Ende der Woche abgeschlossen sein, sodass keine Engpässe erwartet werden. Unterdessen ist im Golf von Mexiko ein Sturmgebiet im Auge zu behalten, dass sich zu einen Tropensturm entwickeln könnte.

Während die Produkt-Futures im Bereich der späten Tagestiefs von gestern in den Tag starten, verlor der Euro/Dollar-Kurs nicht mehr nennenswert an Boden. Bei den Inlandspreisen deuten sich damit Abwärtspotenziale im Vergleich zu den Niveaus von gestern an.

Fundamental: neutral                Chartanalyse: neutral


08. Juli 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 64.26 $ Crude (WTI): 57.53 $ Gasoil 577.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9901 Rheinfracht: 36.20 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreise zum Wochenauftakt fester – Erneut Probleme mit Druzhba Pipeline

Die Risikoprämie für die angespannte Lage im Nahen Osten bleibt weiter hoch. Versicherungsprämien sind deutlich gestiegen und auch die Reedereien schicken ihre Öltanker weniger häufig und nur mit deutlichen Preisaufschlägen in die Region. Die Festsetzung eines iranischen Tankers in Gibraltar, durch britische Spezialeinheiten am Freitag, hat nicht gerade zur Entspannung der Lage beigetragen.

Unterdessen gibt es bei den Rohöllieferungen über die Druzhba Pipeline aus Russland offenbar erneut Probleme. Die fundamentale Konstellation bleibt für uns heute Morgen erst einmal neutral einzustufen. Die Spannungen mit dem Iran sind nicht wirklich neu. So lange starke Reaktionen auf die Überschreitungen der Limits des Atomabkommens ausbleiben und sich auch keine weitere militärische Eskalation in der Region ergibt, dürfte sich die bullishe Wirkung in Grenzen halten. Da die Futures an der ICE im Bereich der Freitagshochs bleiben und der Euro/Dollar-Kurs an Boden verloren hat, deuten sich bei den Inlandspreisen für heute Vormittag zunächst deutliche Aufwärtspotenziale an.

Fundamental: neutral                Chartanalyse: neutral bis bullish


05. Juli 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 63.31 $ Crude (WTI): 56.79 $ Gasoil 573.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9857 Rheinfracht: 36.20 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures nach US Feiertag kaum verändert – Iranischer Öltanker festgesetzt

Nachdem die OPEC+ Gruppe ihre Entscheidung getroffen hat, wie man das Ölangebot künftig gestalten wird, konzentriert man sich nun wieder vermehrt auf die Ölnachfrage.

Die USA hatten zuletzt wieder Sanktionen gegen die EU angekündigt, sodass weitere Strafzölle der USA drohen, die das Ölnachfragewachstum negativ beeinflussen würden. Das größte Aufwärtsrisiko für die Preise an den Börsen sind nun die geopolitischen Spannungen im Iran und Libyen.

Am gestrigen Abend wurde bei Gibraltar von britishen Marines ein iranischer Öltanker festgesetzt, der Rohöl an Syrien liefern wollte und damit gegen EU Sanktionen verstößt. Dies hat für heftige Kritik aus Teheran gesorgt und die Spannungen wieder angeheizt. Der Markt reagierte bisher aber nicht und sieht wohl kein gesteigertes Risiko.

In den Morgenstunden bleiben die Futures an ICE und NYMEX zunächst in einer engen Spanne, unterhalb der Niveaus von gestern Mittag und Nachmittag. Es deuten sich bei den Inlandspreisen momentan leichte Abschläge für den heutigen Vormittag an.

Fundamental: neutral                Chartanalyse: neutral

04. Juli 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 63.28 $ Crude (WTI): 56.81 $ Gasoil 572.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9862 Rheinfracht: 36.20 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC Kürzungen nicht ausreichend - Physische Versorgungslage wieder besser

Nach einer OPEC Entscheidung über die Produktionsmengen, wie am Dienstag, steht der Markt in der Regel noch eine Zeit im Bann dieses Beschlusses. Doch die länger als erwartete Produktionskürzung der OPEC+ Länder hat ihre bullishe Wirkung verfehlt.

Der Markt ist mittlerweile deutlich weicher geworden, denn auch die physische Knappheit bei Brent, die im Frühjahr stark ausgeprägt war, hat sich nun wieder zurückgebildet. Vor allem am Golf von Mexiko ist dies spürbar.

Die Abbauten bei den US Rohölbeständen von gestern haben es nicht geschafft die bullishen Zahlen des API und der Erwartungen zu bestätigen. Nachdem das OPEC Meeting nun vorbei ist, befindet sich der Markt nun in einem Spannungsfeld, bei dem kurzfristig mit einer Erholung der Nachfrage zu rechnen ist.In den Morgenstunden haben die Ölpreise einen Teil der gestrigen Kursgewinne eingebüßt und starten unterhalb der späten Vortageshochs. Bei den Inlandspreisen zu gestern ist daher nur mit kleineren Veränderungen zu rechnen.

Fundamental: neutral                Chartanalyse: neutral


03. Juli 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 62.50 $ Crude (WTI): 56.38 $ Gasoil 572.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9855 Rheinfracht: 36.20 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Bearishe Reaktion auf OPEC+ Entscheidung – US Ölbestände deutlich gesunken

Der Markt zeigte mit seinen massiven Kursverlusten an ICE und NYMEX gestern die bearishste Reaktion auf eine OPEC Entscheidung seit dem Treffen 2014. Damals deutete sich eine starke Überversorgung an, mit der die OPEC die US Konkurrenz aus dem Markt drängen wollte.

Nun ist die Reaktion ähnlich, obwohl das Kartell die Produktionskürzungen mit 9 Monaten für einen ungewöhnlich langen Zeitraum beschloss. Die jetzige Entscheidung hat damit offenbar einige Marktteilnehmer enttäuscht, auch wenn sie dafür sorgen dürfte, dass die Versorgungslage in der zweiten Jahreshälfte knapper ausfallen könnte.

Unterdessen ist es Venezuela offenbar gelungen die US Sanktionen gegen die heimische Ölindustrie auszukontern. Bei den US Ölbestandsdaten des API zeigen sich deutliche Abbauten in den drei wichtigen Kategorien Rohöl, Destillate und Benzin.

Die Ölpreise an ICE und NYMEX bleiben in den Morgenstunden auf niedrigem Niveau im Bereich der Vortagestiefs. Damit zeichnen sich bei den Inlandspreisen für den Vormittag nun starke Preisnachlässe ab.

Fundamental: neutral                Chartanalyse: neutral


02. Juli 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 65.08 $ Crude (WTI): 59.02 $ Gasoil 592.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9866 Rheinfracht: 35.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC verlängert Produktionskürzungen – Futures geben nach

Die Verlängerung der Produktionskürzungen um 9 Monate bis Ende März ist eher unüblich, da die regulären Meetings der OPEC normaler Weise zwischen Ende November und Ende Dezember oder zwischen Ende Mai und Ende Juni stattfinden.

Einige Analysten sehen in der Entscheidung der OPEC, die Produktionsquoten unverändert zu belassen. Generell sollen sich die beteiligten Länder strikter an die Vorgaben halten.

Ein starkes Signal geht vom OPEC Meeting also nicht aus. Das Ergebnis ist sicherlich bullish zu sehen, doch bleibt die Frage, wie es umgesetzt wird und ob damit die Ölförderung eventuell sogar leicht zunimmt. Die Futures verpassten es den Beschluss mit einer Aufwärtsbewegung zu quittieren, was ein Zeichen für erhebliche Zweifel am Markt gesehen werden kann.

Nach den späten Gewinnmitnahmen von gestern Abend, starten die Ölpreise an ICE und NYMEX unterhalb der Vortagesniveaus. Unterm Strich überwiegen die Preisnachlässe an den Ölbörsen, womit sich bei den Inlandspreisen klare Preissenkungen zu gestern abzeichnen.

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral


01. Juli 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 66.35 $ Crude (WTI): 59.87 $ Gasoil 601.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9827 Rheinfracht: 34.40 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preissprung nach Einigung der OPEC+ Gruppe und Waffenstillstand im Handelsstreit

Am Wochenende haben sich China und USA auf einen Waffenstillstand beim Handelsstreit zwischen beiden Länder geeinigt. Der erhoffte Durchbruch – ein umfassender Deal – blieb aus. Die Verhandlungen sollen neu gestartet werden, nachdem sich diese zuletzt festgefahren hatten.

Am Rande des G-20 Gipfels gab es auch in Sachen Produktionsabkommen der OPEC+ Gruppe eine Einigung zwischen Saudi-Arabien und Russland. So befürworte man eine Verlängerung der Produktionskürzungen um 9 Monate, also bis Ende März 2020, und nicht nur um ein halbes Jahr, wie es in der Regel üblich ist.

Marktteilnehmer hatten sowohl den Minimalkonsens zwischen Russland und China, sowie die Verlängerung der OPEC+ Kürzungen vorher erwartet, auch wenn die Unsicherheiten in der letzten Woche in beiden Feldern noch größer war. Dennoch wirken sich beide Aspekte bullish auf die Ölpreise aus und stützen diese nach der überraschenden Abwärtsbewegung vom späten Freitag.

Die Freitagshochs wurden deutlich überschritten, sodass sich damit nun deutliche Preissteigerungen für das Inland ankündigen.

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral bis bullish