AVIA Vereinigung Schweiz

31. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 77.50 $   Crude (WTI): 70.16 $   Gasoil 688.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9658 Rheinfracht: 69.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölbörsen setzen Aufwärtstrend fort – Iran erneuert seine Drohungen

 

Schneller als erwartet sinkende Ölexporte aus dem Iran und sinkende US Ölbestände haben die Preisentwicklung an den Ölbörsen diese Woche geprägt. Der negative Einfluss des Handelsstreits zwischen China und USA auf die Ölpreise hingegen ist eher abstrakter Natur und ein Element, dass mittel bis langfristig wirkt.

Die Sanktionen gegen den Iran haben allerdings bereits jetzt einen spürbaren Einfluss auf die Verfügbarkeit. In den kommenden Wochen wird sich dieser tendenziell verstärken als abschwächen. Der volle Effekt der US Massnahmen wird sich daher erst in den kommenden Wochen und Monaten, eventuell auch erst Anfang des nächsten Jahres zeigen.

Durch diesen Ausblick hält man sich im Markt daher mit Short-Positionen zurück. Zuletzt griff die OPEC im Juni bei Erreichen der 80 Dollar Brent ein, weil man einen negativen Einfluss auf die Ölnachfrage verhindern wollte.

Die Versorgungslage bleibt durch die niedrigen Pegelstände weiter angespannt. Es fehlt an Möglichkeiten Waren zu importieren, da die Tanker schon seit vielen Wochen nur noch zum Teil beladen werden können. Auch wenn die Pegelstände zuletzt leicht anzogen, größere Niederschläge und ein nachhaltiger Anstieg ist der Pegelstände ist derzeit nicht in Sicht.

Die Preise handeln am Morgen leicht unterhalb der Niveaus von gestern Nachmittag. Der Dollar-Kurs hat zu gestern an Wert verloren und billigt damit die in Dollar gehandelten Ölimporte. 

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

30. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 77.30 $   Crude (WTI): 69.72 $   Gasoil 690.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9694 Rheinfracht: 69.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

ICE Gasoil nach DOE auf 3 Monatshoch katapultiert

 

Die sinkenden Ölexporte des Iran hatten den Markt in Atem gehalten. Gestern kam dann noch eine US Benzinnachfrage auf Rekordniveau sowie Abbauten bei den US Produkt- und Rohölbeständen hinzu. Die wöchentliche Statistik zur US Ölversorgung des DOE gilt als ein Indikator für die aktuelle Gesamtversorgungslage und die hat sich damit in der letzten Woche nicht unbedingt verbessert.

Die Ölpreise reagieren entsprechend auf die Zahlen und sind bei Gasoil bereits auf ein 3-Monatshoch gestiegen. Für das Inland kommt noch hinzu, dass durch die niedrigen Pegelstände am Rhein kaum Ware verfügbar ist und auch die Nachversorgung über die Binnenschifffahrt durch die hohen Frachtraten teuer ist. So lange keine Niederschläge in Sicht sind und die Pegelstände nicht substantiell steigen, so wird sich an dieser Konstellation auch nicht viel ändern.

An den Börsen selbst zeichnet sich auch nicht unbedingt ein Stimmungswechsel an. Die IEA warnt vor einer sich weiter verknappenden Versorgungslage zum Jahresende und einer gleichzeitig hohen Nachfrage aus Asien.

Entgegenwirken könnte diesem Mechanismus die steigende Ölproduktion der USA und weitere Kapazitäten von OPEC und Nicht-OPEC Ländern, die aktiviert werden können.

auch heute Morgen dürfen wir uns erneut auf Preissteigerungen einstellen.

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

29. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 75.74 $   Crude (WTI): 68.43 $   Gasoil 679.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9772 Rheinfracht: 69.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Rallye ausgebremst – Technische Verkaufssignale vor DOE Zahlen

 

Die iranischen Ölexporte sinken schneller als gedacht und sind damit bereits seit letzter Woche das Top Thema an den internationalen Märkten. Die jüngsten Einschätzungen zeigen allerdings, dass die Verfügbarkeit des iranischen Öls schneller als gedacht abnimmt und somit die Preise an den Ölbörsen stützt. Das letzte Mal, als sich Brent im Juni der 80 Dollar näherte, hatte die OPEC eine Anhebung der Förderung und Aufweichung der Produktionsquoten beschlossen. Das Kartell hat damit gezeigt, dass es versucht bei zu hohen Ölpreisen entgegenzusteuern.

Auf der anderen Seite könnte auch die Produktion von Nicht-OPEC Ländern in den kommenden Wochen und Monaten wieder steigen und die Preise so etwas unter Kontrolle behalten.

Die Analysten sehen Brent daher weiter in der Handelsspanne zwischen 65 und 80 Dollar, bis die US Sanktion gegen den Iran in der ersten Hälfte 2019 ihre volle Wirkung entfalten. Seit 4,5 Monaten bewegt sich Brent innerhalb einer Spanne zwischen 70 und 80 Dollar.

unterm Strich deuten sich bei den Preisen zunächst einmal leichte Spielräume für Preisnachlässe an, sollte die knappe Verfügbarkeit im Inland nicht erneut zu Preisaufschlägen führen.

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

28. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 76.12 $   Crude (WTI): 68.76 $   Gasoil 680.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9803 Rheinfracht: 66.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölbörsen zum Wochenauftakt fester – Technische Verkaufssignale deuten sich an

 

Zuletzt waren die Meldungen zum Versorgungsausblick bullish. Der Einfluss ist jetzt bereits grösser als einige Experten vermutet hatten, weshalb die Möglichkeit besteht, dass die bisherigen Prognosen zur Versorgungslage korrigiert werden müssen und Ende des Jahres wieder eine deutliche Unterversorgung entsteht.

Man versucht abzuschätzen, ob die OPEC und die USA ihre Produktionsmenge in ausreichendem Mass steigern kann, um die Ausfälle des Iran auszugleichen. Die Risikoprämie wird daher selbst mit einem ausgeglichenen Markt zunehmen.

Welchen Einfluss der Handelsstreit zwischen USA und China haben wird, ist noch immer schwer abzusehen. Dieser könnte das globale Wirtschaftswachstum deutlich verringern und damit das Ölnachfragewachstum ausbremsen.

Der Markt bleibt momentan weiter in der Konstellation, dass man Versorgungsknappheit zum Jahresende fürchtet, weshalb man sich mit spekulativen Short-Positionen mit langer Laufzeit zurückhält. Auf der anderen Seite könnte aber auch zusätzliches Öl aus den OPEC Ländern und Russland auf den Markt kommen, die zuletzt eine Produktionssteigerung angekündigt hatten.

Die Futures hatten in den frühen Morgenstunden ihre Vortageshochs geknackt und damit weitere Aufwärtspotenziale angedeutet. 

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

27. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 75.73 $   Crude (WTI): 68.59 $   Gasoil 676.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9841 Rheinfracht: 66.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen nach überhitzter Rallye – Verkaufsimpulse bleiben noch aus

 

Die Sanktionen der USA gegen den Iran scheinen wirkungsvoller zu sein, als man bisher gedacht hatte.

Aktuell sanktionieren die USA vor allem Finanztransaktionen in Dollar mit dem Iran, aber auch Versicherungsgeschäfte sind von den Massnahmen betroffen. Die Sanktionen gegen die Ölindustrie selbst sollen erst am 4. November in Kraft treten. Doch auch wenn sich die bisherigen Schritte nur indirekt auf die Ölexporte des Irans auswirken, so sollen die Exporte bereits gesunken sein. Damit ist der Effekt jetzt schon stärker als einige den Gesamteinfluss, mit den direkten Sanktionen gegen die Ölexporte, einschätzten.

Die übrigen Ölproduzenten werden ihre Ölproduktion zwar wohl anheben, doch ob diese die Exportausfälle ausgleichen können ist überaus fraglich. Entweder sinkt die Verfügbarkeit oder die Reservekapazität, im Zweifel nimmt aber beides ab.

Mit diesem Ausblick ist die Unsicherheit am Markt gestiegen und Trader meiden derzeit das bilden von spekulativen Verkaufspositionen. Die fundamentale Grundausrichtung ist damit momentan leicht bullish einzuordnen.

Hinzu kommt im Inland die angespannte Versorgungslage entlang der Rheinschiene, da seit Wochen nur begrenzte Importmengen zur Verfügung stehen.

Heute Morgen bleiben die Futures in einer relativ engen Handelsspanne auf hohem Niveau.

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

24. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 75.30 $   Crude (WTI): 68.38 $   Gasoil 673.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9849 Rheinfracht: 66.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise ziehen am Morgen an – Knappheiten im Inland sorgten für Preissprung

 

Die US Ölbestandsabbauten vom Mittwoch, in Verbindung mit den erneut gemeldeten Abbauten in Cushing, Oklahoma, sorgen für etwas Unruhe am Markt. Wenn die USA die Sanktionen gegen den Iran weiter intensiviert, könnte das Angebot stärker sinken. Die Versorgungslage würde sich damit verschlechtern, während die Reservekapazität abnimmt. Unerwartete Produktionsausfälle können dann womöglich nicht mehr ausgeglichen werden und könnten die Preise enorm stützen.

Im Handelsstreit zwischen USA und China konnte kein Durchbruch erzielt werden, sodass die bereits eingesetzten Zölle erst einmal bleiben. Sollten die Zölle weiter zunehmen, hat dies einen negativen Einfluss auf das Wirtschafts- und Ölnachfragewachstum.

Im Inland werden unterdessen Knappheiten gemeldet. Die niedrigen Wasserstände haben die Importmengen reduziert, sodass hier die Preisniveaus gestern besonders stark zulegten.

An den Ölbörsen setzt sich am Morgen die leicht bullishe Stimmung durch und die Preise ziehen über die Vortageshochs hinaus an. Nach den Preissprüngen gestern zeichnen sich heute somit erneut moderate Preisanhebungen ab.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

23. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.46 $   Crude (WTI): 67.73 $   Gasoil 663.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9834 Rheinfracht: 66.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Aufwärtsbewegung mit bullishen DOE Zahlen fortgesetzt

 

Nach den Bestandszunahmen in den letzten Wochen, meldete das DOE nun wieder Abbauten bei den Rohölvorräten und den Gesamtbeständen. Durch die leicht bullishe Stimmung gestern war es daher nicht verwunderlich, dass man auf diese Zahlen mit einer Aufwärtsbewegung an den Ölbörsen reagierte.

In den USA nehmen die Bestände ab, die Sanktionen gegen den Iran werden das Ölangebot reduzieren und zwischen China und den USA versucht man sich in dieser Woche an einer Annäherung im Handelsstreit. Dies reduziert die Gefahr einer Abkühlung der Weltwirtschaft sowie einem damit verbundenen negativen Einfluss auf das Ölnachfragewachstum.

Der Markt ist allerdings nicht eindeutig bullish zu sehen. Einige der stützenden Einflüsse dürften mit den Aufwärtsbewegungen der letzten Tage bereits eingepreist sein, sodass wir fundamental nun wieder auf neutral gehen. Die Unsicherheiten bleiben am Markt daher weiterbestehen und sorgen für eine hohe Volatilität.

Spannend könnte auch die Auswirkung des abgesagten Börsengangs der Saudi Aramco sein. Ohne den Börsengang könnte der Zusammenhalt bei den Produktionsmengen der OPEC und Nicht-OPEC Länder abnehmen.

Für heute zeichnen sich damit deutliche Preissteigerungen an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

22. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 73.13 $   Crude (WTI): 66.27 $   Gasoil 655.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9841 Rheinfracht: 66.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Bullishe API Bestandsdaten – Futures bleiben weiter fest

 

Die Gesamtkonstellation bleibt an den Ölbörsen in dieser Woche bisher wenig verändert. Trader erwarten einen deutlichen Rückgang der Ölexporte aus dem Iran. Bisher ist nicht bekannt um wieviel die Exporte und die Produktion mit den Sanktionen seit Anfang August gesunken ist.

Neben der Unsicherheit in der Causa Iran bleiben aber auch offene Fragen bezüglich der Handelsbeziehungen zwischen USA und China. Die gegenseitigen Strafzölle hatten den Handel und das Wirtschaftswachstum beider Länder zuletzt belastet und damit auch das Potenzial das Ölnachfragewachstum auszubremsen. Die Hoffnung, dass bei den für diese Woche angesetzten Verhandlungen zwischen beider Länder zu einem Durchbruch kommt, hellt die Stimmung diesbezüglich etwas auf.

Der Markt ist momentan sehr Stimmungsgetrieben und bleibt damit wohl auch in den kommenden Tagen und Wochen volatil. Bis dahin werden heute die US Ölbestandsdaten im Fokus stehen.

Die Rheinfracht ist wieder gestiegen und erreicht sein Jahreshoch. Aufgrund dessen wird ein kleiner Preisaufschlag zu erwarten sein.

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

21. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 72.26 $   Crude (WTI): 66.73 $   Gasoil 648.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9883 Rheinfracht: 64.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures klettern über GD 7 Linie – USA geben strategische Reserven frei

 

Zuletzt haben sich die Sorgen um eine Abkühlung des globalen Wirtschaftswachstums gemehrt, die auf die Ölnachfrage in der Regel einen grossen Einfluss hat. Den Verbraucher würde dies sicherlich freuen, denn weniger Ölverbrauch bedeutet in der Regel günstigere Ölpreise.

Der Handelsstreit zwischen USA und China hat die Märkte somit zuletzt belastet, weshalb die für diese Woche angesetzten Gespräche die Preise tendenziell stützen.

Die US Regierung hat zwar einen Teil der strategischen Reserven freigegeben hat, um mögliche Knappheit durch die Sanktionen gegen den Iran vorzubeugen, letztlich ist dies aber nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Die freigegebene Menge ist kein Vergleich zu dem erwarteten Exportrückgang.

Angesichts der kommenden Sanktionen gegen den Iran und der Unsicherheit beim Ölnachfragewachstum, ist der Markt sehr volatil und für Experten schwer einzuschätzen. Kurzfristig wird sich der Fokus nun auf die Gespräche zwischen USA und China sowie auf die US Ölbestandsdaten richten, von denen man Abbauten bei den Rohölvorräten rechnet.

Durch den günstigeren Dollar deuten sich bei den Preisen unterm Strich leichte Preisnachlässe an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

20. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 71.59 $   Crude (WTI): 65.65 $   Gasoil 644.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9949 Rheinfracht: 62.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Aufwärtsbewegung durch GD7 ausgebremst – Anzeichen einer schwachen Nachfrage

 

In der letzten Woche sind die US Ölbestände deutlich gestiegen, was die Märkte belastet hatte. Auch die Ölförderung Libyens, die wieder zugenommen haben soll sorgte für eine weiche Tendenz, sodass die Ölpreise die Woche mit Verlusten beendeten.

Sollte die Wirtschaft abkühlen, so könnte das zu einem starken Preisverfall an den Ölbörsen führen.

Die harten Sanktionen gegen die iranischen Ölexporte stehen momentan noch aus und sollen Anfang November beginnen. Sollten diese das Angebot allerdings spürbar reduzieren, so ist mit einem Preisanastieg zu rechnen. Saudi-Arabien und andere Länder haben angekündigt den Markt weiter gut versorgen zu wollen, denn man will nicht riskieren, dass das Wirtschaftswachstum durch zu hohe Ölpreise noch schneller abkühlt.

Der Markt wird daher weiter extrem volatil bleiben. Heute Morgen stabilisieren sich die Futures zunächst um den Bereich der späten Preise von Freitagabend. Bei den Inlandspreisen heute Morgen ist mit Abwärtspotenzialen zu Freitag zu rechnen.

 

Fundamental; neutral bis bearish                      Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

17. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 71.37 $   Crude (WTI): 65.43 $   Gasoil 642.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9970 Rheinfracht: 62.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach Konsolidierung auf der Suche nach Richtung

 

In dieser Woche gab es mit der Produktionssteigerung in Libyen und den unerwarteten Aufbauten der US Ölbestände einige bearishe Faktoren, die die Ölpreise belasteten. Der Handelsstreit zwischen China und USA war ebenfalls ein bearishes Element am Markt, sorgen die Strafzölle doch tendenziell für ein geringeres Wirtschaftswachstum und damit auch für ein schwächeres Ölnachfragewachstum. Langfristig bleibt die Unsicherheit, ob sich das Nachfragewachstum im Herbst/Winter wieder nachhaltig erholen wird und wie stark die Sanktionen der USA gegen den Iran das Angebot belasten werden. Mit diesem Spannungsfeld aus kurzfristig bearishen und mittelfristig bullishen Faktoren kann sich der Ölpreis nur schwer in die ein oder andere Richtung bewegen. Entsprechend bleibt die Unsicherheit am Markt und damit auch die potenzielle Volatilität der Kurse hoch.

Heute Morgen starten die Futures im Bereich der Vortageshochs in den Handel. Bei den Inlandspreisen für heute Morgen deuten sich daher nur kleinere Preisveränderungen zu gestern ab.

 

Fundamental; bearish               Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

16. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 71.02 $   Crude (WTI): 65.05 $   Gasoil 643.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9923 Rheinfracht: 62.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Mehr Öl und Nachfragesorgen – Brent nach DOE mit 4 Monatstief

 

Am Markt geht seit Monaten die Sorge um, dass sich das globale Wirtschaftswachstum und die Ölnachfrage durch den internationalen Handelsstreit zwischen den USA und anderen Ländern abkühlen könnte. Auch die Krise in der Türkei ging zuletzt nicht spurlos am Ölmarkt vorüber. Die Bestandsaufbauten bei den US Ölvorräten, in Verbindung mit einer gestiegenen Rohölförderung gestern, tragen ebenso zu einer bearishen Stimmung bei. Die US Rohölvorräte sind zum ersten Mal seit Monaten wieder über das 5 Jahres Durchschnittsniveau gestiegen.

Auch wenn die fundamentale Konstellation erstmal für weichere Preise spricht, so bleibt das Problem der US Sanktionen gegen den Iran bestehen. Zudem bremst die Meldung, dass China und die USA im Handelsstreit wieder das Gespräch suchen, das Abwärtspotenzial. Die Futures an der ICE kommen von den Tiefstständen aus der Nacht zurück, bleiben im Vergleich zu Gestern aber noch deutlich unter den Nachmittagswerten. Bei den Inlandspreisen deuten sich daher weiter Preisnachlässe zu Gestern an.

 

Fundamental; bearish               Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

15. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 72.28 $   Crude (WTI): 66.76 $   Gasoil 651.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9961 Rheinfracht: 62.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures starten unter Vortageswerten – Fester Dollar und gestiegene US Bestände

 

Die OPEC hatte mit ihrem Monatsbericht eine Entspannung der Marktlage in Aussicht gestellt und sich damit gegen die Berichte von IEA und EIA gestellt. Doch ganz aus der Welt ist die Einschätzung der OPEC nicht, der Handelsstreit zwischen USA und anderen Ländern wird die globale Wirtschaft sicherlich nicht stützen.

Die Krise der türkischen Lira macht den Ölmarkt zunehmend schwerer ausrechenbar. Der Druck auf die Lira nimmt heute wieder zu. Nachdem sich die Lira gestern stabilisierte, nahm der Druck auf die Ölpreise ab. Bei den US Ölbestandsdaten des API von gestern Nacht zeichnen sich im Bereich der Versorgung positive Entwicklungen ab. Dies könnte der US Ölförderung wieder Potenzial geben zu wachsen.

Marktteilnehmer warten auf die US Ölbestandsdaten des DOE um 16:30 Uhr. Sollten diese die Aufbauten des API bestätigen, könnte sich der Verkaufsdruck nochmals verstärken. Auch wenn der sinkende Euro/Dollar-Kurs die Ölimporteure verteuern, deuten bei den Inlandspreisen Abbauten zum Vortag an.

 

Fundamental; neutral bis bearish                      Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

14. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 72.81 $   Crude (WTI): 67.49 $   Gasoil 654.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9940 Rheinfracht: 63.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Stimmung an Ölbörsen angeschlagen – Futures brachen im späten Handel kurzzeitig ein

 

Die OPEC schätzt die Nachfrageentwicklung etwas pessimistischer als EIA und IEA ein. Gleichzeitig rechnet man mit einer steigenden Förderung der Nicht-OPEC Länder, sodass die Abhängigkeit von der OPEC abnimmt und sich die Versorgungslage tendenziell verbessert.

Sollten EIA und IEA dieser Einschätzung künftig folgen, könnte dies die Ölpreise noch stark belasten. Die Probleme der türkischen Lira sind momentan ebenso ein bearisher Aspekt am Markt, wie auch die offenbar in Cushing, Oklahoma, gestiegenen Rohölvorräte. Trader werden hier allerdings noch auf bestätigende Zahlen des API und DOE warten, die heute Nacht bzw. morgen Nachmittag bekanntgegeben werden.

Die Stimmung scheint mit den Problemen der Lira und den international zunehmenden Handelszöllen angeschlagen. Wie stark die US Sanktionen gegen den Iran die Versorgungslage beeinflussen ist die große Unbekannte am Markt. In der momentanen Konstellation könnten Bestandsaufbauten in den USA die Preise allerdings belasten, weshalb die Zahlen des API und DOE nun in den Fokus rücken werden.

 

Fundamental; neutral bis bearish                      Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

13. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 72.66 $   Crude (WTI): 67.61 $   Gasoil 654.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9944 Rheinfracht: 63.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach Preisanstieg zum Wochenauftakt fest

 

Nach einem starken Nachfragewachstum im ersten Quartal hatte sich der Bedarfszuwachs im zweiten und dritten Quartal spürbar abgeschwächt. Zum vierten Quartal hin erwartet die IEA allerdings wieder eine deutliche Erholung. Gleichzeitig sind die Sanktionen gegen den Iran zum Jahresende ein Risiko auf Seiten des Angebots. Wenn die Exporte des Landes deutlich sinken, wird dies die Preise stützen, da der Exportrückgang bislang noch nicht vollständig an den Börsen eingepreist ist.

Nachdem die USA hier einen Alleingang macht und sich die EU, China, Russland und auch Indien nicht aktiv an den Sanktionen beteiligen, dürften die Exporte nicht so stark sinken, wie bei den letzten Sanktionen von 2011 bis 2015.

Bleiben die Strafzölle zwischen den USA und anderen Ländern weiter bestehen, oder verschärfen sich, dürfte dies einen negativen Einfluss auf das Ölnachfragewachstum haben. China hat Gegenzölle bereits auf Benzin und Diesel erhoben.

Die Futures bleiben allerdings auf relativ hohem Niveau, und mit dem noch immer nachgebenden Euro/Dollar-Kurs ist bei den Preisen mit einem deutlichen Preisanstieg zu rechnen.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

10. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 71.87 $   Crude (WTI): 66.54 $   Gasoil 645.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9965 Rheinfracht: 63.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Abwärtspotenzial möglicher Weise ausgereizt – Futures konsolidieren auf niedrigerem Niveau

 

Die überraschend gute Versorgungslage, die das DOE am Mittwoch für die USA meldete, hatte die Ölpreise zur Mitte der Woche deutlich belastet. Auch die Sanktionen zwischen China und Russland sind in dieser Woche ein wichtiger Faktor, da Peking mit Strafzöllen auf Benzin und Diesel nun erstmals auch den Ölsektor im Handelsstreit sanktioniert.

Für den Ölpreis in den USA ist dieser Ausblick belastend, da China einer der größten Importeure von US Rohöl ist. Physische Händler müssten dann zusehen, dass sie neue Abnehmer für ihre Ware finden und diese dann vermutlich günstiger als bisher anbieten. Darin liegt dann vermutlich das Hauptrisiko des Handelsstreits, denn ein geringeres Wirtschaftswachstum bedeutet immer auch ein geringeres Ölnachfragewachstum.

Während die internationalen Strafzölle somit ein Belastungsfaktor für die Ölpreise bleiben, sind die anstehenden Sanktionen der USA gegen den Iran bisher vermutlich noch nicht vollständig eingepreist. Gibt es keine Einigung zwischen den USA und dem Iran bleibt das Abwärtspotenzial daher aller Voraussicht nach begrenzt. Aus fundamentaler Sicht ist die Einschätzung also wieder neutral einzustufen.

Für Heute deutet sich bei den Preisen leichtes Aufwärtspotenzial an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

09. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 72.46 $   Crude (WTI): 67.04 $   Gasoil 647.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9938 Rheinfracht: 63.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Chinas neue US Zölle und DOE Bestandsdaten lassen Preise sinken

 

Mit den bearish ausgefallenen US Ölbestandsdaten und den weiteren Zöllen Chinas auf Importe aus den USA, hat sich der Markt wieder auf kurzfristig bearishe Aspekte konzentriert. Meldungen, wonach Rohöl in der Nordsee auch wieder vermehrt in Tanker eingelagert werden, sind ein Indiz, dass der Markt momentan gut versorgt zu sein scheint.

Die EIA sieht den Markt in ihrem Monatsbericht zwar knapper als noch im Juli und hat damit die Preiserwartungen insgesamt nach oben angepasst, letztlich liegen die Preisprognosen für die kommenden Quartale aber unterhalb der aktuellen Niveaus, sodass die EIA durchaus leichte Abwärtspotenziale sieht.

Die Sanktionen der USA gegen den Iran werden in den kommenden Monaten im Fokus stehen. Bis November will Trump die Rohölexporte des Iran deutlich reduzieren, doch Experten erwarten, dass dies nicht in dem Ausmaß klappen wird.

China könnte die Sanktionen gegen den Iran eventuell sogar nutzen um noch mehr Rohöl aus Teheran zu beziehen und dabei von einem Preisvorteil zu profitieren.

Für heute sind bei den Preisen Abwärtspotenziale gegenüber gestern zu erwarten.

 

Fundamental; neutral bis bearish                       Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

08. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.59 $   Crude (WTI): 69.14 $   Gasoil 660.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9949 Rheinfracht: 63.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

EIA sieht knappere Marktlage - API Bestandsdaten ohne Impuls

 

Die EIA hat ihre Aussicht für die Entwicklung der Versorgungslage angepasst und schätzt diese deutlich knapper als noch im letzten Monat ein. In 2018 rechnet man nun mit einer Unterversorgung. Vor allem in den USA verlangsamt sich das Produktionswachstum, da die Transportkapazitäten zuletzt nicht so schnell wachsen konnten wie die Förderung zulegte.

Die EIA geht dennoch davon aus, dass sich die Ölpreise bis Anfang des kommenden Jahres wieder nach unten orientieren. Die Preisprognosen wurden im Vergleich zur letzten Einschätzung allerdings nach oben korrigiert, wobei vor allem die langfristigen Erwartungen stark angepasst wurden.

Auch die US Sanktionen gegen den Iran rücken wieder in den Fokus, was allerdings kaum überraschen dürfte. Die gestern von Trump verabschiedeten Sanktionen treffen Öl nicht direkt, doch sein Twitter Kommentar sorgt für Unruhe. Wer Geschäfte mit dem Iran mache, werde keine Geschäfte mehr mit den USA machen, so seine Ankündigung. Auch die Produktionskürzung der Saudis im Juli trägt nicht unbedingt für eine Entspannung der Marktlage bei. Die bullishen Meldungen überwiegen momentan.

Heute Morgen deuten sich leichte Abwärtspotenziale an.

 

Fundamental; neutral bis bullish                        Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

07. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.18 $   Crude (WTI): 69.30 $   Gasoil 657.55 $ pro Tonne

Dollar: 0.9955 Rheinfracht: 65.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures mit festem Start in die Woche – Iran und Saudi-Arabien sorgen für Unsicherheit

 

Saudi-Arabien hatte im Juli seine angekündigte Rekordproduktion von knapp 10,8 Mio. B/T verfehlt und hat die Förderung offenbar bewusst gekürzt. Das Land macht damit auch klar, dass man den Ölpreis weiterhin in der Spanne zwischen 70 und 80 Dollar kontrollieren will.

Steigt der Preis zu stark, wird man die Produktion nach Bedarf anheben und bei sinkenden Preisen wieder Angebot vom Markt zurücknehmen. Die Preissenkungen stellen aber auch sicher, dass man jederzeit Abnehmer findet und so aktiv das Angebot nach Belieben variieren und die Preise kontrollieren kann.

Die Lage könnte sich schnell ändern, sollten die USA und Iran eine Einigung im Streit um das Atomabkommen finden. Momentan ist der Iran allerdings nicht gesprächsbereit, so lange die USA vertragsbrüchig sind und sich nicht an den ausgehandelten Vertrag aus 2015 halten. Trump wiederum wird wohl nicht klein beigeben und den Austritt aus dem Abkommen rückgängig machen, weshalb alle Meldungen rund um dieses Thema weiter genau beobachtet werden

für heute Morgen deuten sich nur leichte Preissteigerungen an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

06. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 73.33 $   Crude (WTI): 68.69 $   Gasoil 651.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9959 Rheinfracht: 65.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technisches Kaufsignal – Futures starten unterhalb der Vortageshochs

 

Zur Ölproduktion Saudi-Arabiens gibt es mittlerweile unterschiedliche Einschätzungen und Berichte. Wie viel genau gefördert wurde ist nicht klar. Experten sehen darin weniger Förderprobleme in Saudi-Arabien selbst, sondern vielmehr Schwierigkeiten die gesamte Menge am Markt absetzen zu können.

Auch die Preissenkungen der Saudis lassen vermuten, dass man noch Absatzprobleme hat und mit der aggressiven Preispolitik Käufer anlocken will.

In dieser Woche sollen die US Sanktionen gegen den Iran anfangen zu greifen. Bis November sollen diese dann vollständig implementiert werden, sodass nun mit Spannung erwartet wird, wie stark die iranischen Ölexporte zurückgehen werden. Während die abnehmenden Exporte die Preise stützen, bleibt der Handelsstreit zwischen USA und China ein Belastungsfaktor.

Die Chinesen haben nun begonnen die US Energieexporte mit Strafzöllen zu belegen und die USA bereitet bereits die nächste große Runde an Zöllen vor.

Der Markt bleibt durch die weiter zahlreichen Faktoren, die in unterschiedliche Richtung wirken, vermutlich weiter volatil, sodass bei den Preisen mit leichten Preissteigerungen zu rechnen ist.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

03. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 73.35 $   Crude (WTI): 68.96 $   Gasoil 648.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9954 Rheinfracht: 65.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preissprung im späten Handel - Short-Coverings, Militärübung des Iran und sinkende US Bestände

 

In der starken Abwärtsbewegung am Dienstag und Mittwoch hatte sich der Markt etwas bereinigt.

Die iranische Armee könnte weitere Spannungen zwischen USA und dem Iran hervorrufen und so wieder zur Anhebung der Risikoprämie führen. Während sich die Versorgungslage insgesamt gebessert hat, nachdem die OPEC und Russland die Ölförderung deutlich gesteigert haben und noch immer anheben, sind die Vorräte in Cushing, Oklahoma, äußerst knapp. In den kommenden Tagen wird sich nun zeigen müssen, ob sich mit der Aufwärtsbewegung von gestern nun ein neuer Trend nach oben entwickeln wird, oder ob dies lediglich eine Korrekturbewegung innerhalb eines beginnenden Abwärtstrends ist. Auch der Handelsstreit zwischen USA und China könnte die Ölnachfrage belasten. Die Trump Administration erwägt schließlich die Strafzölle gegen China anzuheben. Heute Morgen bleiben die Futures auf dem höheren Niveau von gestern Abend. Bei den Inlandspreisen deuten sich daher momentan starke Preissteigerungen an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

02. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 72.58 $   Crude (WTI): 67.74 $   Gasoil 640.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9929 Rheinfracht: 60.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Mehr Öl auf dem Markt - Futures nach Preisrutsch auf 2 Wochentief

 

Die US Ölbestandsdaten des DOE hatten sowohl bullishe als auch bearishe Elemente. Letzteres dürfte überwiegen, da die Rohölimporte noch immer gering waren und die Bestände stiegen.

Für etwas Nervosität sorgt der gemeldete Rückgang der US Rohölförderung. Nicht nur aus den USA sieht der Markt eine höhere Förderung auf sich zukommen, auch aus Brasilien und Russland kommt immer mehr Rohöl. Wie stark dies die Marktlage der kommenden Monate beeinflusst, wird sich in den neuen Monatsreports in der kommenden Woche zeigen. Unsicherheit besteht vor allem beim Einfluss der geplanten US Sanktionen gegen den Iran, die ab November ihre Wirkung entfalten sollen.

Die Produktionssteigerungen von OPEC und Russland werden bereits jetzt schon umgesetzt, sodass diese deutlich vor den Sanktionen gegen den Iran die Versorgungslage verbessern. Die Futures an den Ölbörsen erholen sich in den Morgenstunden von den späten Tagestiefs gestern, bleiben allerdings auf niedrigerem Niveau. Es deuten sich im Vergleich zu gestern höchstens noch geringe Preisnachlässe an.

 

Fundamental; neutral bis bearish                       Chartanalyse; neutral bis bearish