AVIA Vereinigung Schweiz

Archiv August

31.08.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 112.72 $  Crude (WTI)  94.64 $  Gasoil 984.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9612  Rheinfracht: 27.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Wenn auch Hurrikan ISSAC in halb Louisiana die Stromversorgung lahmgelegt hat, so kehren die USA Arbeiter wieder auf die Ölplattformen zurück und die Produktionen werden wieder aufgenommen. Gemäss dem Hurrikan Center stehen neue Tropenstürme, deren Verlauf noch nicht klar ist, vor der Türe. In Sachen Flüchtlingselend in Syrien scheint die UNO überfordert zu sein und ein militärisches Eingreifen scheint nicht mehr ausgeschlossen zu sein. Die Märkte agieren in abwartender Haltung und ohne Nachwehen der US Lagerzahlen vom Mittwochnachmittag (Trend im Moment weiter seitwärts).  Man wartet auf das Resultat der neuen Verhandlungen im Atomstreit um den Iran und die Rede von FED Chef Bernanke zur Ankurbelung der US Wirtschaft. .

 

 

Sie können sich jederzeit selbst über folgenden Link über die Entwicklung eines Tiefdruckgebietes zum Tropensturm bzw. Hurrikan informieren.

http://hurricane.accuweather.com/hurricane/atlantic/basin.asp?partner=forecastfox

 

30.08.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 112.85 $  Crude (WTI)  95.18 $  Gasoil 983 $ pro Tonne

Dollar: 0.9570  Rheinfracht: 27.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Ein weiterer Tag mit volatilem Handel. Hurrikan ISAAC hat bisher nicht die vorausgesehenen, grossen Schäden an Öleinrichtungen angerichtet. Deshalb ist auch die Fördermengen Einschränkung geringer als erwartet. Die Freigabe von strategischen Reserven dürfte damit vom Tisch sein. Markteinschätzung weiterhin neutral bis bullish. Der Markt sucht eine neue Richtung – auch bei Aktienindizes.

 

Da ISAAC bisher keine grösseren Schäden an Öleinrichtungen angerichet hat, wurde die „eingepricden“ Stumprämien mehrheitlich wieder eliminiert. Im Vorfeld der US Bestandeszahlen DOE präsentierten sich die Märkte zunehmend nervös.  Wenn auch die Zahlen nicht so schlecht ausfielen wie in der Nacht davor die API Zahlen, so erstaunt es doch, dass nach einer ersten bearishen Reaktion gerade nach Publikation der Zahlen die Rohölwerte im Abendhandel erneut anzogen. Eigentlich unlogisch. Aber was ist an der Börse schon logisch.

 

29.08.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 112.53 $  Crude (WTI)  96.02 $  Gasoil 982.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9566  Rheinfracht: 27.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die Märkte handelten gestern nervös in der technischen Handelspanne seitwärts. Die IEA lehnt die Freigabe von strategischen Reserven erneut b. Die G 7 Länder fordern die OPEC auf, die Produktion zu erhöhen. Warum eigentlich? Der Markt scheint scheint ausreichend versorgt. Markteinschätzung: Sowohl fundamental wie auch Charttechnisch: Neutral bis bullish.

 

Der deutsche GFK Konsumklimaindex August blieb auf Vormonatsniveau und dadurch leicht besser als erwartet. Die US Wirtschaftszahlen fielen gemischt aus.  Das erwies sich börsentechnisch als ausgeglichen. Die API Lagerzahlen der letzten Nacht aus den USA weisen gegenüber letzter Woche deutliche Aufbauten im Rohöl und den Destillaten auf (Abbau in Benzin). Diese Zahlen müssen allerdings heute von DOE um 16.30 Uhr noch bestätigt werden, um  Einfluss auf die weitere Preisbildung zu haben. ISSAC hat sich zum Hurrikan der Stufe 1 entwickelt und ist in der vergangenen Nacht in Louisiana auf dem Festland eingetroffen. Wenn auch an den Öleinrichtungen bis jetzt keine namhaften Schäden eingetreten sind, muss man damit rechnen, dass Kapazitäten durch Überschwemmungen und Stromausfälle lahmgelegt werden könnten.

 

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28.08.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 112.24 $  Crude (WTI)  95.32 $  Gasoil 980 $ pro Tonne

Dollar: 0.9620  Rheinfracht: 27.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Sturm ISAAC (sorgt für namhafte Produktionsausfälle im Golf von Mexiko) verhärtet Gerüchte um die Freigabe der strategischen Reserven. Auch die IEA schliesst dieses Szenario nun nicht mehr aus. Explosion an iraktischer Pipeline unterbricht Exporte in die Türkei. Wird allenfalls die „Bärenfalle“ (siehe unten) aufgezogen? Rohölnotierungen Brent in London gaben im gestrigen Tageshandel um ca. 1.50 $ pro Fass nach und dürften den Preisanstieg vom  Freitag auf gestern wieder ausgleichen.  

 

Sollten die strategischen Reserven wirklich freigegeben werden, so könnten die Notierungen kurzfristig etwas unter Druck kommen. Spekulanten haben dieses Szenario natürlich bereits im Hinterkopf und handeln derzeit unter dem Motto der „vorbehaltenen Entscheide“. Allenfalls wird die sogenannte „Bärenfalle“ aufgezogen. Grosse Marktteilnehmer schiessen jetzt die kleinen Käufer aus dem Markt, um nachher mit Aussicht auf noch grössere Kursgewinne die Kurse wieder nach oben zu ziehen.  Es sieht derzeit nicht nach einer Abschwächung von Sturm ISAAC aus. Man rechnet allerdings nicht mit einer zweiten Katarina, jedoch bleibt ISAAC brandgefährlich. Ende dieser Woche sollten die Atomverhandlung mit dem Iran mit offenem Ausgang fortgeführt werden. Die Türkei schliesst die Grenzen für Flüchtlinge aus Syrien. Man sei total überfordert und die UNO müsse jetzt handeln.

 

27.08.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 114.67 $  Crude (WTI)  96.80 $  Gasoil 998.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9636  Rheinfracht: 27.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die Rohölmärkte verabschiedeten sich am Freitag mit leichtem Minus ins Weekend. Doch heute geht es wieder „zünftig“ nach oben. Gasoil – spiegelt ja am besten den physischen Markt – handelt ganz nahe an der psychologischen Marke von 1000 $ pro Tonne. Verantwortlich dafür ist in erster Linie der Sturm „ISAAC“. In Syrien toben die schwersten Kämpfe seit Ausbruch der Unruhen vor 18 Monaten.

 

Der Tropensturm (Hurrikan) ISAAC veranlasste diverse Betreiber von Ölplattformen im Golf von Mexiko, aus Sicherheitsgründen ihr Personal zu evakuieren und die Anlagen abzuschalten. Man geht auch davon aus, dass ISAAC an Intensität noch zunehmen wird. Die Republikaner haben sogar ihren Parteitag verschoben. Und wieder geistert die Idee der Freigabe von strategischen Reserven herum, denn die EIA bezeichnet die globalen Reservekapazitäten als „relativ knapp“. Sollte Gasoil die psychologische Marke von 1000 $ pro Tonne nachhaltig nach oben durchbrechen, könnten die Preise schnell weiter steigen.

  

Sie können sich jederzeit selbst über folgenden Link über die Entwicklung eines Tiefdruckgebietes zum Tropensturm bzw. Hurrikan informieren.

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24.08.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 114.60 $  Crude (WTI)  95.73 $  Gasoil 985.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9570  Rheinfracht: 27.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die skeptischen Äusserungen von James Bullard, Präsident der St.Louis FED,

und US Präsidentschaftskandidat Mitt Romney zur Geldpolitik trübten

die positive Stimmung. Die Oelbörsen quittierten dies umgehend mit tieferen

Notierungen.

 

23.08.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 115.86 $  Crude (WTI)  98.10 $  Gasoil 992.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9583  Rheinfracht: 27.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Mit den bullishen DOE-Lagerzahlen (starker Rohölabbau) kamen die Märkte gestern

Nachmittag in Schwung und brachten die Notierungen weiter nach oben.

Nach der Veröffentlichung des FED-Sitzungsprotokolls keimt die Hoffnung auf

baldige Intervention der Notenbank.

Der schwächere Dollar (unter 0.96) kompensiert die stärkeren Ölbörsen.

 

 22.08.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 114.67 $  Crude (WTI)  96.80 $  Gasoil 986 $ pro Tonne

Dollar: 0.9636  Rheinfracht: 27.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Es gibt in den Märkten immer bullishe und bearishe Elemente. Wir listen diese aus der momentanen Sicht einmal auf, denn aufgrund dieser aktuellen Tatsachen/Einschätzungen reagieren und verlaufen auch die Märkte bzw. handeln die Marktteilnehmer.

 

Bullishe Elemente  (spricht für steigende Preise)

  • API Zahlen – müsssen alllerdings heute noch von DOE bestätigt werden
  • Tropensturm Isaac gewinnt an Intensität (Gefahr für Beschädigungen an Ölanlagen)
  • Gedämpfter Optimismus in der Eurokrise
  • IEA – Freigabe der strategischen Reserven nicht gerechtfertigt
  • Bürgerkrieg in Syrien schwappt mehr und mehr auf Nachbarländer über und droht die ganze Region zu destabilisieren
  • Wartungsarbeiten in der Nordsee – reduzierte Fördermengen
  • Golfstaaten brauchen höhere Ölpreise
  • Säbelrasseln zwischen Israel/USA und dem Iran
  • Erwartungen expansiver Geldpolitik
  • Kurdistan will Ölexporte einstellen
  • Iranisches Atomprogram (Drohungen-Sanktionen) – noch in diesem Monat geht es in die nächste Runde.

 

Bearishe Elemente (spricht für fallende Preise)

  • Ölexporte Iran-Südkorea für September geplant
  • US API Nachfrage Statistik Juli 2012
  • IEA korrigiert Nachfrage nach unten
  • Saudi Arabien macht keine Anstalten, die Produktion zu kürzen
  • Globale Versorgungslage weiter ausreichend

 

Diese Situation kann sich in der einen oder anderen Kategorie täglich verändern bzw. ein Aspekt kann die absolute „Führungsrolle“ einnehmen und die Märkte können in die eine oder andere Richtung „explodieren“.

 

 

 

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21.08.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 113.95 $  Crude (WTI)  95.99 $  Gasoil 979 $ pro Tonne

Dollar: 0.9725  Rheinfracht: 25.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Volatiler Handel bei geringem Volumen (ein altes chinesisches Sprichwort: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte - siehe Chart unten). Notierungen bei Handelsschluss nur ganz knapp unter Eröffnungsniveau. Die Unterstützungsmarken blieben stabil und die Aktienmärkte schlossen mehrheitlich ausgeglichen. Neue richtungsweisende Meldungen blieben aus. Der Markt sucht eine neue Ausrichtung.  Die Ausschläge  -in die eine oder andere Richtung – könnten heftig sein.

Markteinschätzung: Charttechnisch „neutral“, Fundamental: „neutral bis bullish“.

Tiefdruckgebiet über Atlantik hat Potential für einen Tropensturm

 

 

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20.08.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 114.18 $  Crude (WTI)  96.33 $  Gasoil 980.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9741  Rheinfracht: 25.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Der letzte Wochenhandelstag am  Freitag verlief in enger Spanne seitwärts. Die Gerüchte, wonach strategische Reserven freigegeben werden könnte, zeigte keine Wirkung. Die IEA kommentierte, dass dies nicht gerechtfertigt sei. Mit Ausnahme, dass es wieder gewisse Unruhen in Libyen gab, sind keine nennenswerten News in den Märkten.

 

17.08.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 114.31 $  Crude (WTI)  95.27 $  Gasoil 980 $ pro Tonne

Dollar: 0.9721  Rheinfracht: 25.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Der UNO Sicherheitsrat zieht die Beobachter aus Syrien zurück und steht vor einem Scherbenhaufen. Israel wird unbedult und der Druck auf den Iran (und auch auf die USA) wächst. Kriegsdrohungen. Rohölnotierungen in enger Handelsspanne seitwärts.  Die Werte bleiben fest und erreichen neue Langzeithochs. Markteinschätzung:  Fundamental „bullish“ – Charttechnisch „neutral bis busllish“. Aktienindizes deutlich im Plus.

 

Die UN Mission im Syrien ist definitiv gescheitert und man zieht die 300 Beobachter zurück. Ausgerechnet Russland – hat immer das „Veto“ gegen weitgehende Sanktionen eingelegt – hat sich gegen diesen Schritt ausgesprochen. Israel will nicht mehr lange warten mit einem Militärschlag gegen das Atomprogramm im Iran und diesen eventuell sogar noch vor den Wahlen in den USA durchführen. 40 % der Israeli würden einen solchen Schritt befürworten. Gelegen käme das Präsident Obama allerdings nicht, denn er käme noch vor den Wahlen in „Zugzwang“. All diese fundamentalen News drücken derzeit gewaltig auf die Rohöl-notierungen. Die OPEC hat nichts gegen hohe und weiter steigende Preise. Man kann die Hahnen voll offen lassen und muss nicht, wie angenommen, weniger fördern, damit die Preise steigen. Die Märkte sind derzeit gut versorgt.

 

16.08.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 116.34 $  Crude 94.37 $  Gasoil 977.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9780  Rheinfracht: 25.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

„Je länger eine Querbewegung am Märkt anhält, umso heftiger ist nachher der Ausbruch (in die eine oder andere Richtung)“. Diese alte Börsenwahrheit haben wir an dieser Stelle schon mehrmals zitiert. Gestern wieder so geschehen. Seit 7. August liefen die Notierungen seitwärts und gestern dann der massive Ausbruch nach oben (siehe Chart unten). Brent verteuerte sich innerhalb 24 Stunden um knapp 3 %. Dabei halfen sicher auch die um 16.30 Uhr  publizierten absolut bullishen DOE kräftig mit (siehe im Chart den Zeitpunkt des zusätzlichen Anstiegsschubes). Dollarbereinigt sehen wir voraussichtlich um etwa CHF 2.00 höhere Preise als gestern früh.

 

Im Tageshandelt wurden reihenweise charttechnische Widerstandslinien (rot im Chart unten) nachhaltig durchbrochen. Auch besser als erwartete Wirtschaftszahlen aus den USA (Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung) halfen bei der Preisspirale nach oben mit und liessen die schlechteren Zahlen (Empire State Index/ Inflationsindizes und Verbraucherpreisindex) in den Hintergrund rücken. Saudi Arabien fordert ihre Landsleute an, den Libanon zu verlassen. Die  Gefahr von Entführung durch Shiiten habe zugenommen. Es wird seit einiger Zeit befürchtet, dass sich der Konflikt zwischen der Opposition und dem Assad-Regime (flächenbrandartig ?) auf andere Länder in der Region übergreift. Fundamental sind in den Märkten heute keine erwähnenswerten News.

 

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15.08.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 113.88 $  Crude 93.22 $  Gasoil 958.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9745  Rheinfracht: 26.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

An der Konferenz für islamische Zusammenarbeit spricht man über den (vorübergehenden?) Ausschluss von Syrien. Offenbar geht auch der Iran langsam auf Distanz zu Assad. In Tunesien kommt es zu neuen Protesten und man ruft zur zweiten Revolution auf.  Rohölnotierungen konsolidieren auf hohem Niveau und die Märkte handelten im Tagesverlauf sehr „technisch“ und seitwärts. Dollarbereinigt und wegen anziehenden Frachten CHF Produktepreise heute leicht höher. Der „fast endgültige Beschluss Israels“ gegen iranische Atomanlagen vorzugehen, wird nochmals hinterfragt. US Verteidigungsminister Panetta ruft zur Besonnenheit und zu diplomatischen Verhandlungen auf. Obama kann sich im Wahlkampf keinen Krieg leisten.

 

Zehntausende gehen in Tunesien auf die Strasse und demonstrieren für die Gleichstellung der Frau und gegen die zunehmende Islamisierung. Da tickt wieder eine Zeitbombe, auch wenn Tunesien für die Rohölförderung nicht massgebend ist. Aber es die Region, welche zusätzlich destabilisiert wird und von wo aus flächenmässig weitere Impulse für andere Länder ausgehen könnten (in Tunesien hat ja der „arabische Frühling“ auch begonnen. Aber den Leuten ist das damit verbundene Resultat zu wenig).

 

14.08.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 113.84 $  Crude 93.15 $  Gasoil 956.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9713  Rheinfracht: 24.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die Demokratie-Erbauer in Ägypten stehen vor einer grossen Herausforderung. Neue Unruhen (Angriff auf Grenzposten) auf der Sinai-Halbinsel. Der Ruf nach einer Flugverbotszone über Syrien wird immer lauter. Im Rohöl Tageshandel wurde diverse Widerstandsmarken getestet, aber nicht nachhaltig durchbrochen und der Markt schloss, nach sehr nervösem Handel, auf Eröffnungsniveau. Die Raffinerie in Kalifornien (Brand letzte Woche) wird voraussichtlich für 4 bis 6 Monate ausfallen. Israel testet Raketen-Warnsystem. Rheinfrachten steigen leicht an.

 

Die „Frühpensionierung“ der zwei wichtigsten Generäle durch Präsident Mursi lässt zwei Fragen offen. Wird sich die Armee (ins zweite Glied zurück versetzt) das langfristig gefallen lassen und ist die Stärkung der Macht von Mursi und damit der Muslimbrüder nicht auch eine Gefahr, dass nun einfach eine andere Diktatur (als unter Mubarak) in Ägypten entsteht. Experten sind sich da nicht ganz so sicher. Die US Aussenministerin Clinton hat kürzlich eine Flugverbotszone für Syrien (wie damals in Libyen) in die Diskussion gebracht. Es gibt durchaus Länder, welche sich dafür erwärmen könnten. Aber so lange Russland und China das Veto einlegen, wird es vermutlich nicht dazu kommen und die Gräueltaten werden – wenn nicht bald ein Wunder passiert –weitergehen.

 

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13.08.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 113.71 $  Crude 93.33 $  Gasoil 958 $ pro Tonne

Dollar: 0.9773  Rheinfracht: 20.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Ägypten:: Präsident Mursi entlässt zwei seiner höchsten Generäle und stärkt dadurch seine Macht. In Japan stottert der Wirtschaftsmotor. Während die Aktienmärkte weiteres Abwärtspotential testeten, schlossen die Rohölbörsen nach kurzem Durchhänger im Tageshandel unverändert. Das Säbelrasseln zwischen Israel/USA und dem Iran unterstützt die weiterhin festen Rohölnotierungen. Die Golfstaaten der OPEC brauchen höhere Ölpreise, um einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen. Das verspricht nichts Gutes. Und die Money Managers/Fonds haben Ihre Haussepositionen ausgebaut, d.h. wetten auf weiter steigende Preise.

 

Die Wirtschaftsdaten aus China und Japan dämpften die Kauflust der Anleger. Die Rohölbörsen gaben im Tagesverlauf erst nach, erholten sich aber gegen Handelsschluss wieder und schlossen auf Eröffnungsniveau. Die Ausgaben der OPEC Golfstaaten sind mit dem „arabischen Frühling“ deutlich gestiegen. Der Crude-Rohölpreis sollte bei ca. 100 $ pro Fass liegen, um einen ausgeglichenen Haushalt zu haben. Noch vor zwei Jahren war dieser Preis bei ca. 77 $. Durch das Embargo gegen den Iran und dem damit verbundenden Einbruch im Export sollte der Iran heute einen Preis von 127 $ lösen, um den break-even zu erreichen. Gut möglich, dass die OPEC anlässlich ihres nächsten Ministertreffens eine entsprechende Fördermengenstrategie (Mengen kürzen = steigende Preise) auf die Agenda bringt.

10.08.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 112.67 $  Crude 93.00 $  Gasoil 957.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9771  Rheinfracht: 20.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die Rohölmärkte in London und New York starten verhalten in den neuen Handelstag, legten aber, genau wie der Dollar, vor allem im Abendhandel erneut deutlich zu. Die kurzfristig einberufene Konferenz der „Freunde von Syrien“ brachte keine Ergebnissse. Man will den Lead aber offenbar nicht dem Iran überlassen. Die NOAA (National oceanic and Atmospheric Administration) hat ihre Prognose für die diesjährige Hurrikan-Season auf bis zu 15 Tropenstürmen angehoben (4 – 6 könnten sich zu einem Tropensturm entwickeln). Nachwehen der bullishen DOE Zahlen vom Mittwoch spürbar. Arbeitsmarkt USA: Die Erstanträge für Arbeitslosenhilfe gingen um zurück = ebenfalls bullishe Impulse.

Ihnen allen wünschen wir ein sonniges und erholsames Wochenende.

 

Unter den Teilnehmern an der Konferenz der „Freunde von Syrien“ waren u.a.  auch China und Russland. Ausser ein paar generellen Forderungen (z.B. Einstellung der Kämpfe für 3 Monate, Assad müsse an der Macht bleiben etc.) kam eigentlich nichts heraus. Bezeichnend ist aber vielleicht doch, dass man den Lead in dieser Angelegenheit NICHT dem Iran überlassen will. Die Teilnehme distanzieren sich aber klar vor einer Einmischung von aussen. Man werde Assad nicht fallen lassen, so der grundsätzliche Tenor.

09.08.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 112.26 $  Crude 93.56 $  Gasoil 953 $ pro Tonne

Dollar: 0.9708  Rheinfracht: 21.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Während die Aktienmärkte ausgeglichen schlossen, war der Rohölhandel im Tagesverlauf enorm nervös (Hoch zu Tief z.B. bei Rohöl Brent 2.4 $ pro Fass). Tagesschluss dann nur knapp über Morgenniveau. An den gestern an dieser Stelle ausgeführten Fundamentals hat sich eigentlich nicht gross etwas geändert. Die in der Nacht zum Mittwoch publizierten API Lagerzahlen aus den USA wurden gestern Nachmittag in etwa durch DOE bestätigt. Obwohl eigentlich bullish, hatten sie kaum Wirkung mehr auf den Abendhandel. Kommen die Nachwehen eventuell erst im heutigen Tageshandel. Tropensturm „Ernesto“ gewinnt weiter an Intensität. Weiter östlich in der Karibik hat sich eine neue Sturmformation gebildet. Wir befinden uns halt in der „Hurrikan-Saison“ und da kann Vieles passieren, was mindestens vorübergehend deutlichen Einfluss auf die Preisbildung hat.

07.08.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 109.42 $  Crude 91.93 $  Gasoil 932.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9699  Rheinfracht: 21.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Assads Regime in Syrien bröckelt. Sein Regierungschef läuft zu den Rebellen über und verlässt das Land. Die entscheidende Schlacht um Aleppo steht kurz bevor. Twittermeldung über den Tod von Assad erweisen sich als „Ente“. Erneuter Anschlag auf irakische Pipeline. Die Rohöl- und einzelne Aktienindizes ziehen im Abendhandel deutlich an und testen Aufwärtspotential. (Börse letztmals auf diesem Niveau Mitte Mai 2012). Tropenstrum „Ernesto“ verliert an Intensität. Temporäre Abschaltungen von Ölanlagen könnten sich aber trotzdem bullish auf das Preisgeschehen auswirken.

 

Assad kommentiert den Abgang seiner Regierungschef allerdings so, dass er entlassen wurde. Syrienkenner sind sich aber sicher, dass dies nicht zutrifft und er übergelaufen ist. Der FED Chef sparte bei seiner gestrigen Rede die Geldpolitik aus, weshalb frische Impulse aus der markoökonomischen Ecke gestern Mangelware blieben. Ob man mit Twittermeldungen versucht, die Marktpreise zu manipulieren, bleibe dahingestellt. Der Tropensturm „Ernesto“ verliert derzeit an Intensität und die Gefahr für die  Ölanlagen in der Bucht vvon Campeche hat sich verringert. Trotzdem könnte es zu vereinzelten Abschaltungen von Anlagen kommen. In Kalifornien wurde eine Chevron Raffinerie infolge eines Brandes vorübergehend ausser Gefecht gesetzt. Markteinschätzungen weiterhin – fundamental und charttechnisch – neutral bis bullish.

 

Sie können sich jederzeit selbst über folgenden Link über die Entwicklung eines Tiefdruckgebietes zum Tropensturm bzw. Hurrikan informieren.

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06.08.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 108.64 $  Crude 91.34 $  Gasoil 925 $ pro Tonne

Dollar: 0.9699  Rheinfracht: 21.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Ägypten: Angriff auf Grenzposten. Syrien: Die Brutalität der Kämpfe nimmt weiter zu. Die Rohölmärkte haben sich am Freitag mit einem Feuerwerk ins Wochenende verabschiedet (Rohöl Brent Plus 2.5 %, Crude New York sogar 4.7 % innert zwei Stunden). Diverse, wichtige Widerstandsmarken (rote Linien im Chart unten) wurden zügig und nachhaltig durchbrochen. Die Märkte werden – fundamental und charttechnisch – neutral bis bullish eingestuft.

 

Ausgelöst durch über den Erwartung liegenden Konjunkturdaten aus den USA und der EU (USA vor allem Arbeitsmarktdaten) starteten die Rohölnotierungen nochmals kräftig durch. Auch die Aktienmärkte verabschiedeten sich mit deutlichem Plus ins Wochenende. Der Iran signalisiert Bereitschaft für Kompromisse im Atomstreit, vorausgesetzt, der Weste würde seine Sanktionen aufheben. Ende August sind weitere Verhandlungen auf höchster Ebene vorgesehen. Die Spekulationen des Marktes um Intervention von EZB und FED reissen nicht ab, wobei man mittlerweilen erst zu einem späteren Zeitpunkt mit expansiven Massnahmen rechnet. Auch im Zusammenhang mit den US Wahlen gelten die Meetings im September als nächster Zeitpunkt für weitere Aktivitäten.

 

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03.08.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 106.44 $  Crude 87.63 $  Gasoil 905.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9859  Rheinfracht: 21.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Vorsichtiger Draghi enttäuscht die Märkte. Aktien und Rohölnotierungen geben für den Moment deutlich nach. Rohöl macht aber den Verlust bis Börsenschluss wieder wett und schliesst über Morgenniveau. Dollarbereinigt leider keine Aussicht auf tiefere CHF Preise. Kofi Annan wirft das Handtuch. Damit dürfte die diplomatische Lösung in Syrien vom Tisch sein.

 

Die EZB lässt, wie erwartet, die Leitzinsen auf rekordtiefem Niveau. Die Ankündigung von erhofften Massnahmen bei der Rede von Mario Draghi blieben aus (er hat zwar geredet, aber eigentlich nichts gesagt). Die Reaktion der Märkte liess nicht auf sich warten und die Aktienmärkte verloren zwei und mehr Prozent. Auch Rohöl wurde dabei herabgestuft (im Gasoil wurde die wichtige Unterstützungsmarke von 900 $ angekratzt, konnte aber nicht durchbrochen werden), konnten sich aber bis Börsenschluss vom Schock erholen. Deutlich nach oben schoss der Dollar (siehe Chart unten). Wenn ein so erfahrener Diplomat wie Kofi Annan sein Mandat zurück gibt, dann muss die Lage schon aussichtslos sein. Schuld daran tragen hauptsächlich Russland und China, die sich partout nicht weitreichenden Sanktionen der UNO anschliessen wollten. Aber auch die Rebellen, die nun seinen Rücktritt zynisch kommentieren, sind nicht unschuldig. Fact ist, dass das Assadregime Zeit gewonnen hat und die Verlierer ist die Zivilbevölkerung in diesem Bürgerkrieg, der nun an Intensität noch zunehmen könnte.

 

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02.08.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 104.66 $  Crude 88.89 $  Gasoil 908 $ pro Tonne

Dollar: 0.9815  Rheinfracht: 21.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Am Dienstag gaben die Märkte im Nachmittagshandel nach. Um etwa die gleiche Differenz ging es gestern – bei starkem Dollar – wieder nach oben  (die Charts unten). Die gestern publizierten DOE Lagerzahlen aus den USA zur Vorwoche brachten zum Teil massive Abbauten und dies gab bullishe Impulse. Es ist ein ständiges Auf und Ab auf hohem Niveau. Die USA verschärfen ihre Sanktionen gegen den Iran erneut (betroffen sind vor allem die Unternehmen, welche im Öl-/Minen- und Finanzbereich operieren).  Gespannt wartet man heute auf das Statement der EZB. Der Leitzins dürfte aber unverändert bleiben.

 

Der FED Chef Bernanke gab an der gestrigen Pressekonferenz bekannt, dass man zu längerfristigen,  zusätzlich stützenden Geldmassnahmen bereit sei. Kurzfristig gebe es keine neuen Programme. Diverse Wirtschaftszahlen aus China, den USA und der EU fielen gemischt aus. Es fehlt überall an Wachstum (die Ankurbelung des privaten Konsums und fehlende Investionsbereichtschaft) und die Arbeitslosigkeit ist weiterhin sehr hoch. 

 

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