AVIA Vereinigung Schweiz

15. Dezember 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 63.46 $   Crude (WTI): 57.27 $   Gasoil 562.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9878   Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

IEA Monatsreport vs. Pipeline Ausfall – Preise nach Berg- und Talfahrt wieder fester

 

Die Marktteilnehmer haben derzeit ein erhebliches Problem bei der Einschätzung der künftigen Entwicklung. Die OPEC und IEA gehen von unterschiedlichen Nachfragewachstum und Angebotszuwachs aus. Lediglich in der ersten Jahreshälfte 2018 sind sich die beiden Organisationen mit ihrem Ausblick in etwa einig, da rechnet man mit einer Überversorgung.

Die Unterschiede sind vor allem auf Grund zweier Faktoren so enorm. Zum einen ist die Nachfrage langfristig nur schwer abzuschätzen und zum anderen ist die US Schieferölförderung noch immer ein schwer einschätzbares Element. Momentan deutet aber alles auf ein deutliches US Förderwachstum hin, da die Unternehmen ihre künftige Produktion abhedgen und sich die aktuell hohen Preise daher sichern können.

In den kommenden Wochen sollte sich die Marktlage zunächst erst einmal entspannen, wenn die Ölnachfrage zu Jahresbeginn saisonal abnimmt. Derzeit bildet sich aber mit dem Ausfall der Forties Pipeline ein Spannungsfeld, vor allem, da die Reparaturarbeiten nun doch länger als gedacht dauern und möglicher Weise erst im Januar abgeschlossen sein könnten.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

14. Dezember 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 62.89 $   Crude (WTI): 56.79 $   Gasoil 562.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9848   Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technische Verkaufsimpulse – Preisabschläge sind zu erwarten

 

Verlängerung der Produktionskürzungen, starke Ölnachfrage in 2018, Ausfall der Forties Pipeline, etc. - es gibt derzeit einige bullishe Aspekte, die allerdings bereits weitgehend eingepreist sein dürften. Diesen Schluss lässt zumindest das hohe Preisniveau an den Ölbörsen zu, dass seit etwa Anfang November besteht. Bleiben bullishe Überraschungen aus, dürfte es daher wohl kaum einen Ausbruch nach oben geben.

Trader werden sich zum Jahreswechsel nun auf das kommende Jahr vorbereiten und die Zahlen bezüglich der US Ölförderung deuten auf einen starken Anstieg der Ölförderung hin. Umso länger die Preise auf dem aktuellen Niveau bleiben, desto wahrscheinlicher wird die US Ölförderung die bisherigen Prognosen übertreffen.

Das weitere Aufwärtspotenzial sehe man bei den momentanen Preisen daher als limitiert an und schätzt die Abwärtsrisiken etwas höher ein. Unterm Strich wäre man aktuell eher ein Verkäufer als ein Käufer von Brent.

Nach der starken Abwärtsbewegung an den Ölbörsen am gestrigen Abend, deuten sich umfangreiche Preisnachlässe ab.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse bearish

 

 

 

 

 

13. Dezember 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 64.03 $   Crude (WTI): 57.60 $   Gasoil 572.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9908   Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Starke Gewinnmitnahmen nach 2,5 Jahreshochs – Inlandspreise weicher erwartet

 

Der Ausfall der Forties Pipeline war diese Woche bisher der ausschlaggebende Faktor für die Kursbewegungen. Die Abschaltung für mehrere Wochen ist die schwerwiegendste ungeplante Angebotsunterbrechung in diesem Jahr. Die Reparatur wird ca. zwei bis drei Wochen andauern.

Neben den Produzenten nutzen aber auch spekulative Trader, die in den letzten Wochen große Long-Positionen aufgebaut hatten, den Preisanstieg um Kasse zu machen. Unterm Strich stiegen die Preise an den Börsen einfach zu schnell, zu hoch und erreichten damit ein Niveau, das vom Markt derzeit offenbar nicht als dauerhaft haltbar angesehen wird.

Auch wenn die Gewinnmitnahmen gestern Nachmittag dominierten, so bleibt die fundamentale Markteinschätzung weiter bullish. Auch die Preiserwartungen wurden erneut angehoben, wenngleich man für das laufende und die kommenden Quartale noch immer Preisniveaus deutlich unterhalb der aktuellen Preise erwartet.

Die Notierungen handeln aktuell jedoch auf niedrigerem Niveau im Vergleich zu gestern Mittag.

 

Fundamental bullish                   Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

12. Dezember 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 65.28 $   Crude (WTI): 58.36 $   Gasoil 577.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9916   Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Kräftiger Preisanstieg am Morgen – Pipelineabschaltung sorgt für Kurssprung

 

Durch die OPEC Kürzungen und die gute Nachfrage konnten die globalen Ölbestände in der zweiten Jahreshälfte abgebaut werden. Es ist zwar zu erwarten, dass sich dies mit dem ersten Quartal 2018 wieder ändert. Weitere Produktionsausfälle führen zu einer Verschärfung der aktuell knappen Versorgungslage.

Der Ausfall der Forties Pipeline in Europa bedeutet ein schwerwiegendes Versorgungsproblem und treibt so Brent nach oben. Lag der Preisunterschied zu WTI letzte Woche noch bei etwa 5 Dollar, so ist die Preisdifferenz bereits auf 7 Dollar angestiegen. Die angegebene Dauer des Pipelineausfalls ist mit "Wochen" noch sehr unspezifisch, macht aber schon klar, dass es keine kurzfristige Angelegenheit wird. Aber auch der Anschlag in New York hat einen stützenden Einfluss auf die Preisniveaus.

Kurzfristig ist daher nun erst einmal wenig von der erwarteten Entspannung zum Jahreswechsel zu spüren.

Die Futures ziehen in den Morgenstunden bereits weiter an und klettern damit auf neue Langzeithochs.

 

Fundamental bullish                   Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

11. Dezember 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 63.36 $   Crude (WTI): 57.31 $   Gasoil 565.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9921   Rheinfracht: 18.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Vorsichtige Gewinnmitnahmen nach Freitagsrallye

 

Die hohe chinesische Ölnachfrage im November hat China quasi zum größten Ölimporteur der Welt gemacht, womit man die USA von der Spitzenposition verdrängte. Diese Daten lassen Hoffnung aufkommen, dass die Ölnachfrage auch global stärker als erwartet ausfällt, obwohl die Ölpreise im November auf den höchsten Stand seit 2,5 Jahren stiegen.

Die hohe Ölnachfrage wird gegen das Angebotswachstum, insbesondere aus den USA, abgewogen. Hier deutet sich ein starkes Produktionswachstum im kommenden Jahr an, mit dem die Ölförderung der USA auf ein absolutes Rekordhoch steigen sollte. Die hohen Ölpreise kommen den Produzenten entgegen, die neue Ölquellen erschließen und in Betrieb nehmen können.

Dieser positive Trend zeichnet sich auch bei der Anzahl der aktiven US Ölbohranlagen ab, die in den letzten Wochen einen klaren Aufwärtstrend verzeichnen.

Trader werden dann abwägen, welcher Einfluss überwiegt. Auf kurze- bis mittlere Sicht ist mit einem saisonalen Nachfragerückgang zum ersten Quartal zu rechnen, mit dem der Markt eventuell zeitweise wieder überversorgt sein dürfte.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

08. Dezember 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 62.49 $   Crude (WTI): 56.88 $   Gasoil 556.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9968   Rheinfracht: 18.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Aufwärtsreaktion am späten Abend – Inlandspreise heute deutlich fester erwartet

 

Trader sind nun auf der Suche nach einer neuen Richtung, nachdem die OPEC ihre Produktionskürzung verlängert hat. Nach der Abwärtsbewegung am Mittwoch fehlten gestern neue Argumente für weitere Abwärtsspielräume. Die gestrige Aufwärtsbewegung ist daher eine technische Gegenbewegung, die keinen Impuls benötigte.

Die Produktionskürzungen der OPEC sind weitestgehend eingepreist und haben damit einen nur noch begrenzten Einfluss bei den derzeit hohen Preisen. Nun wird es in den kommenden Wochen und Monaten darauf ankommen, wie sich die Bestände entwickeln.

Zum Jahreswechsel ist zunächst einmal mit einer schwachen Ölnachfrage zu rechnen. Die US Ölproduktion stieg in den letzten Wochen kontinuierlich an und in den nächsten Monaten ist mit einem regelrechten Boom zu rechnen. Der Jahresstart 2018 hat damit gute Aussichten auf niedrigere Preise.

Heute zeichnet sich erst einmal wieder ein Preisanstieg bei Heizöl, Diesel und Benzin ab.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

07. Dezember 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 61.25 $   Crude (WTI): 55.88 $   Gasoil 543.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9910   Rheinfracht: 18.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen aus Long-Positionen – Futures nach DOE Daten weicher

 

Die US Ölbestandsdaten lieferten mit der bearishen Entwicklung bei den Produkten das, worauf viele Trader warteten. Mit ihren extremen Long-Positionen setzten diese vor dem OPEC Meeting letzte Woche noch auf steigende Preise, doch diese hatten sich bisher nicht durchgesetzt. Die US Zahlen von gestern lieferten hier eine passende Vorlage um mit Verkäufen Profite zu realisieren.

Offenbar war der Markt gestern mehr über die hohe Verfügbarkeit bei Benzin besorgt als über die Abbauten bei Rohöl. Dies lasse vermuten, dass die Raffinerien in der Zukunft eventuell nicht mehr so viel Rohöl verarbeiten müssen.

Die hohen Bestände bei Destillaten könnten weiter zunehmen, wenn die Nachfrage zu Jahresbeginn ihr saisonales Tief erreicht. Eine Schwäche im Produktmarkt kann auch die Rohölpreise belasten. Dies habe das Potenzial die Balance des gesamten Marktes zu kippen, der dann bearish werden könnte. Noch sei es zu früh das Ende des langfristig bullishen Trends auszurufen, aber man komme dem schon sehr nahe.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

06. Dezember 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 62.67 $   Crude (WTI): 57.40 $   Gasoil 555.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9868   Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

API bremst späte Abend-Rallye an den Börsen aus

 

Momentan sind die Trader an den Ölbörsen auf der Suche nach einer neuen Richtung. Wird es der OPEC gelingen den Markt weiter knapp zu halten und damit die Preise nach oben zu treiben, oder sorgt die saisonal schwache Ölnachfrage zum Jahresauftakt erst einmal für eine Konsolidierung mit weiteren Gewinnmitnahmen?

Die Tatsache, dass die Produktionskürzungen nicht intensiviert wurden, die US Schieferölförderung derzeit zunimmt, während eine Nachfragedelle erwartet wird, spricht eher für Gewinnmitnahmen und einer Entspannung der Preisniveaus in den kommenden Wochen.

So zum Beispiel die Spannungen zwischen Israel und Palästina im Nahen Osten. Sollte die USA in den kommenden Tagen Jerusalem als Hauptstadt Israels offiziell anerkennen, hat dies das Potenzial die Preise an den Börsen weiter nach oben zu treiben. Die Volatilität dürfte mit den neuen Spannungen und den anstehenden US Ölbestandsdaten heute etwas zunehmen.

In den frühen Morgenstunden bleiben die Notierungen zunächst in einer engen Spanne, aber oberhalb der Preise von gestern.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

05. Dezember 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 62.20 $   Crude (WTI): 57.29 $   Gasoil 551.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9856   Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Analysten sehen Abwärtsrisiken – Schwache Nachfragesaison steht vor der Tür

 

Mit der Produktionsbegrenzung legt die OPEC die Grundlage für einen weiter relativ ausgeglichenen Markt im kommenden Jahr. Allerdings rechnet man in den ersten vier Monaten des neuen Jahres nicht mit signifikanten Bestandsabbauten. Dies liegt an der saisonal schwachen Winternachfrage.

Zwar ist der Bedarf an Heizöl in dieser Zeit höher als sonst, dafür wird deutlich weniger Öl in den Golfstaaten zur Stromerzeugung und den Betrieb von Klimaanlagen genutzt. Zum Jahresbeginn könnte es somit durchaus zu einer zeitweisen Überversorgung des Marktes kommen.

Die bisherigen Jahreshochs im November konnten daher auch mit der Verlängerung des OPEC Deals nicht geknackt werden. Diverse Analysten weisen auf die Abwärtsrisiken, die sich aus der Netto-Long-Position ergeben, hin.

Die Produktionskürzung von OPEC und Nicht-OPEC Ländern begrenze aktuell das Abwärtspotenzial.

Die Ölpreise bleiben nahe ihrer Vortagestiefs in einer relativ engen Spanne.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

04. Dezember 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 63.52 $   Crude (WTI): 57.98 $   Gasoil 563.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9838   Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen nach Freitagsrallye – Inlandspreise zum Wochenstart fester

 

Die Entscheidung der OPEC die Produktion bis Ende 2018 zu drosseln ist wenig überraschend. Bei einer Überhitzung des Marktes, also zu stark steigender Ölpreise, könnte man die Produktion wieder hochfahren, um einen zu starken Anstieg der US Ölförderung entgegenzuwirken.

Letztlich ist der nun gefasste Beschluss ein Kompromiss zwischen dem Standpunkt Russlands, dass für eine kürzere Laufzeit plädierte, und den OPEC Ländern, die die Verlängerung bis Ende 2018 wollten. Das Potenzial der US Schieferölindustrie sei im kommenden Jahr überschaubar.

Einige Analysten glauben allerdings, dass die OPEC die Reaktionsfähigkeit der Schieferölindustrie unterschätze. Um die Förderung zu steigern reichen bereits kurze Preisanstiege wie aktuell, damit die Unternehmen die Preise für die zukünftige Ölförderung absichern können.

Ebenfalls interessant wird die Reaktion der Märkte auf die saisonal für gewöhnlich schwache Ölnachfrage im ersten Quartal 2018. Seit Jahresmitte nahmen die Ölbestände zwar ab, im kommenden Quartal dürften die Vorräte aber wieder zulegen, sodass die momentan hohen Preise wohl kaum zu halten sind.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

 

01. Dezember 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 63.10 $   Crude (WTI): 57.72 $   Gasoil 556.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9843   Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise geben nach OPEC Entscheidung nach – Review im Juni nächsten Jahres

 

Das Ergebnis des OPEC Abkommens ist für niemanden eine wirkliche Überraschung. Eine Verlängerung um neun Monate hatte man vorab bereits eingepreist. Der Review Termin im kommenden Sommer verkürzt das Abkommen dabei faktisch, denn dann wird der Deal noch einmal überprüft. Die Exit Möglichkeit im kommenden Sommer schwächt das Abkommen also und begrenzt damit die Aufwärtspotenziale an den Börsen. Nun, da zumindest für die Absehbare Zeit das Thema Produktionskürzung erst einmal geklärt ist, wird sich der Fokus der Marktteilnehmer wieder auf die Versorgungslage richten, sodass man die Bestandsentwicklung ins Auge nimmt.

Das erste Quartal des Jahres ist in der Regel ein schwaches Quartal. Die Experten beider Einrichtungen rechnen allerdings mit einer Überversorgung zu Jahresbeginn.

Wenn ein weiterer Preisanstieg an den Börsen nun ausbleibt, könnten Trader anfangen ihre Risikopositionen abzubauen. Mittelfristig scheint daher eine Orientierung nach unten plausibel.

In den frühen Morgenstunden kommen die Notierungen nun aber erst einmal von ihren gestrigen Tiefs zurück und ziehen leicht an.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral