AVIA Vereinigung Schweiz

29. Februar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 35.67 $  Crude (WTI): 32.84 $  Gasoil  315.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9965  Rheinfracht: 17.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

US Ölproduktion und OPEC-Gespräche im Fokus

 

Die Zahlen von Baker Hughes und die US Ölförderung werden dieses Jahr eine zentrale Rolle bei der Entwicklung des Überangebots einnehmen. Die sinkende US Produktion wird als Hauptfaktor gesehen, wenn es um die Beschränkung des Ölangebots geht. Auch wenn die US Ölförderung abnimmt, so glauben die Marktteilnehmer nicht unbedingt, dass dies ausreichend sein wird, um die Überversorgung zu beenden.

Die Länder der OPEC und Russland arbeiten zwar weiter daran sich auf eine Produktionsbegrenzung zu einigen, allerdings besteht der Iran weiter auf der Steigerung seiner Förderung und Exporte. Allein dieser Zuwachs könnte genug sein, um den Rückgang der US Ölförderung auszugleichen, während die Ölnachfrageprognosen 2016 bisher eher pessimistisch sind und das Wachstum deutlich unter Vorjahresniveau sehen.

Die Gespräche der OPEC-Länder mit Russland hatten bisher zwar keine Auswirkung auf die physische Versorgungslage, psychologisch haben diese allerdings dennoch einen stützenden Effekt.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral

 

 

 

26. Februar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 35.35 $  Crude (WTI): 33.31 $  Gasoil  316.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9906  Rheinfracht: 17.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Futures ziehen über Nacht an – Short-Coverings vor dem Wochenende

 

Marktteilnehmer reagieren weiter sensibel auf Meldungen aus OPEC-Kreisen bezüglich eines möglichen Treffens im März, bei dem die Produktionsmengen begrenzt werden könnten. Mit einem nachhaltigen Effekt auf die Preisniveaus ist zwar nicht unbedingt zu rechnen, dennoch stellen Trader im Zuge dessen immer wieder Short-Positionen glatt, was den Preisen phasenweise Auftrieb gibt. Selbst Russland rechnet nicht damit, dass mit dieser Maßnahme die Überversorgung vor Mitte 2017 abgearbeitet ist. Trader versuchen einfach immer einen Schritt voraus zu sein und mit ihren Wetten auf niedrigere Preise nicht auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

Während die Spekulationen um ein OPEC Meeting zumindest emotional die Preisniveaus stützen, sind die von Genscape genannten Bestandsdaten für Cushing bearish.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

25. Februar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 33.83 $  Crude (WTI): 31.62 $  Gasoil  308.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9910  Rheinfracht: 17.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Short-Coverings lösen Preisrallye nach DOE Daten aus

 

Die US Rohölbestände sind erneut auf neue Rekordhochs gestiegen und zeigen weiterhin, dass die Versorgungslage mehr als komfortabel ist. Die globale Überversorgung ist akut und sorgt für weiter zunehmende Bestände. Auch bei den Produkten zeigt sich immer mehr eine Überversorgung. Die US Raffinerien bekommen dies mittlerweile zu spüren und reagieren auf die hohen Bestände, indem sie ihre Produktion nicht voll auslasten. Dadurch wird weniger Rohöl nachgefragt, das dann entsprechend eingelagert werden muss.

Die gute Versorgungslage bleibt damit insgesamt bearish, auch wenn die gestrigen Zahlen des DOE nicht bearish genug waren, um eine neue Abwärtsbewegung einleiten zu können. Im Gegenzug löste dies entsprechend Short-Coverings aus.

Die Meldung über technische Probleme bei der Verladung von Forties in der Nordsee ist stützend für die Marktpreise. Sollte es tatsächlich Schwierigkeiten geben, so würde dies die feste Tendenz beim Brent Frontmonat erklären. Für heute deuten sich bei den rechnerischen Inlandspreisen nun auch wieder starke Preissteigerungen zum Vortag an.

 

Fundamental neutral / bearish   Chartanalyse bearish

 

 

 

24. Februar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 32.92 $  Crude (WTI): 31.25 $  Gasoil  301.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9944  Rheinfracht: 17.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Ein "Witz" und bearishe API Zahlen lassen Ölpreise fallen

 

Die Ausgangslage an den Ölbörsen in London und New York war am Dienstagmorgen sowohl von charttechnischer als auch von fundamentaler Seite her leicht bearish. Die Spekulationen um das Einfrieren der Produktionsmengen scheinen bereits eingepreist gewesen zu sein und haben kein großes Aufwärtspotenzial mehr entwickeln können. Der iranische Ölminister bezeichnete unterdessen die Forderung nach einem Einfrieren der Fördermenge seines Landes als einen "Witz" und stellte damit noch einmal klar, dass es für den Iran keine Einschränkung der Produktionsmengen geben wird.

Die Gespräche bezüglich einer Begrenzung der Fördermengen auf Januarniveau hatten dem Markt zwar Hoffnung gegeben, diese seien nun aber ins Stocken geraten. Nur wenn alle mitspielen, kann die Überversorgung durch eine solche Maßnahme abnehmen, was allerdings lange dauern werde.

 

Fundamental bearish     Chartanalyse bearish

 

 

 

22. Februar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 33.79 $  Crude (WTI): 30.59 $  Gasoil  308.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9924  Rheinfracht: 17.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

OPEC Deal kann Überversorgung nicht beenden

 

Was den Deal der OPEC mit Russland angeht, bleibt eine gewisse Unsicherheit im Markt, was für Volatilität sorgen kann. Aktuell sieht es allerdings danach aus, dass der Deal nicht geeignet sein wird, die Überversorgung zu beenden. Entweder kommt keine Übereinkunft zu Stande, da der Iran nicht einwilligt, oder der Iran erhält ein Sonderrecht seine Förderung noch in gewissem Maße zu steigern.

Das Land hält weiter daran fest, dass man die Marktanteile, die man während der Sanktionen an Länder wie Irak und Saudi-Arabien verloren hatte, zurückerobern will.

In beiden Fällen wird die Rohölförderung der OPEC tendenziell zunehmen und die Überversorgung weiter steigen

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

19. Februar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 34.42 $  Crude (WTI): 30.71 $  Gasoil  319.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9930  Rheinfracht: 16.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

US Ölbestandesdaten bestätigen die US Ölbestandesveränderungen API vom Mittwoch nicht, die US-Lagerbestände sind höher als erwartet

 

Innerhalb der OPEC setzt sich immer mehr der Kompromiss durch, dass man die Produktionsmengen auf dem Januarniveau einfrieren wird. Russland, Irak und Saudi-Arabien hatten im Januar wieder  neue Rekordmengen, oder beinahe Rekordmengen gefördert. Eine Ausweitung der Produktion über dieses Niveau hinaus ist für Saudi-Arabien und Russland bei den derzeit niedrigen Preisen vermutlich nicht möglich, zumal der Iran mit seinen gestiegenen Exporten Marktanteile übernimmt.

 

Das Einfrieren auf das Niveau vom Januar ist daher nicht geeignet, um das Rohölangebot und damit die Überversorgung zu reduzieren. Solange sich der Iran nicht beteiligt und auf Produktions- Steigerungen und damit auf Marktanteile verzichtet, wird das Ölangebot der OPEC sowie die Überversorgung weiter zunehmen.

 

In den USA sind die Rohölbestände weiter gestiegen und haben damit neue Allzeithochs markiert.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral

 

 

18. Februar 2016 

 

Rohöl/Barrel: Brent : 34.81 $  Crude (WTI): 31.21 $  Gasoil  323.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9919  Rheinfracht: 16.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Preise nach bullishen API Zahlen fester – Psychologischer OPEC Effekt stützend

 

Die Trader an den Ölbörsen interessiert in den letzten Tagen vor allem, was die OPEC genau ausgearbeitet hat. Die Begrenzung der Fördermengen auf Januarniveau ist sicherlich nicht ausreichend, um Angebot und Nachfrage kurz- bis mittelfristig auszugleichen. Vor allem dann nicht, wenn dem Iran Sonderrechte eingeräumt werden sollten, die es Teheran ermöglicht die Förderung und Exporte noch weiter zu erhöhen. Die Preise zogen aber dennoch an, was von vielen als ein psychologischer Effekt gesehen wird.  jedoch spielt Iran bei Einfrieren der Produktionsmengen nicht mit und die Tatsache, dass es gestern nach den Gesprächen in Teheran keine offizielle Pressekonferenz mit allen Beteiligten gab, ist eigentlich ein Zeichen, dass das Treffen nicht sehr gut verlaufen ist.

Neben dem psychologischen Effekt rund um die Gespräche innerhalb der OPEC sind auch die US Ölbestandsdaten des API stützend, da die starken Abbauten bei Rohöl überraschen.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral

 

 

 

17. Februar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 32.10 $  Crude (WTI): 28.97 $  Gasoil  300.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9858  Rheinfracht: 16.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

OPEC fixiert die Überversorgung – Iran kommt Schlüsselrolle zu

 

Nachdem sich die Länder Saudi-Arabien, Venezuela, Russland und Katar darauf verständigt haben die Förderung in diesem Jahr nicht mehr über das Januarniveau hinaus anzuheben, hatte am späten Abend gestern auch Kuwait über seinen Ölminister verlautbaren lassen, dass man sich dieser Maßnahme anschließen wird. Was bedeutet die Deckelung auf Januarniveau aber für die globale Versorgungslage? Russland hatte im Januar so viel Rohöl wie noch nie gefördert und auch Saudi-Arabien blieb nahe seiner eigenen Rekordmarke, während der Iran und Irak ihre Förderung hatten steigern können. Für den Iran soll bei der Deckelung der Produktionsmenge eine noch unbekannte Sonderregelung greifen.

Faktisch fixiert die Deckelung daher die Überversorgung und trägt nicht dazu bei, dass diese schnell abgebaut wird. Die globalen Ölbestände werden weiter steigen, sodass davon auszugehen ist, dass diese Maßnahme nicht ausreicht, um die Preise kurz- oder mittelfristig deutlich nach oben zu treiben.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

16. Februar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 34.50 $  Crude (WTI): 30.41 $  Gasoil  320.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9870  Rheinfracht: 16.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Meeting in Doha mit Saudi-Arabien – Börse heute sehr volatil und nervös

 

Ersten Meldungen zufolge haben die Ölminister der Länder, die sich heute in Qatar getroffen haben, beschlossen, dass man die Ölförderung auf dem Niveau von Januar einfrieren werde. Diese Entscheidung soll vom Präsidenten der OPEC an die übrigen Öl produzierenden Länder herangetragen werden.

Eine Einigung über ein Sondertreffen der OPEC soll es indes nicht gegeben haben. Während sich in Doha die Ölminister Russlands, Saudi-Arabiens, Qatars und Venezuelas getroffen hatten, will der Venezolanische Ölminister am Mittwoch nun noch Gespräche mit seinen Kollegen aus dem Iran und dem Irak führen. Das Treffen in Doha ist mittlerweile beendet.

Die Börse reagiert darauf sehr volatil und die Preise sind absolut unverbindlich – für konkrete Anfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

15. Februar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 32.85 $  Crude (WTI): 29.09 $  Gasoil  309.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9836  Rheinfracht: 16.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Futures starten nach Freitagsrallye fest in die Woche

 

Die Spekulationen, dass die OPEC ihre Ölproduktion kürzen oder zumindest einfrieren könnte, ist stützend für die Ölbörsen. Ohne eine klare Stellungnahme aus Saudi-Arabien bleiben allerdings Zweifel, ob das Kartell tatsächlich tätig wird. Ohne den größten Ölproduzenten der OPEC ist eine Regulierung des Angebots zum Scheitern verurteilt, da dieser die freiwerdenden Marktanteile sofort bedienen würde. Weder Saudi-Arabien, noch der Iran sind derzeit an einer Produktionskürzung interessiert, bei einem Preisrutsch auf 25 Dollar verdienen die Länder allerdings auch kein Geld mehr.

Die schlechten Konjunkturdaten aus China sind heute Morgen ebenfalls belastend für die Ölpreise, zumal auch die Rohölimportzahlen stark gesunken sind. Im Vergleich zum Vorjahr und Dezember wurde ein deutlicher Rückgang registriert. In den USA ist heute ein Feiertag, weshalb zahlreiche Büros sowie der Parketthandel der NYMEX geschlossen bleiben.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

12. Februar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 31.17 $  Crude (WTI): 27.18 $  Gasoil  298.56 $  pro Tonne

Dollar: 0.9768  Rheinfracht: 16.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Nach 13-Jahrestief: Preise machen mit neuen Spekulationen einen Sprung nach oben

 

Die Märkte reagieren weiter extrem sensibel auf Nachrichten bezüglich möglicher Produktionskürzungen. Die Kombination aus Russlands Vorschlag zur gemeinsamen Reduzierung der Ölförderung, der angekündigte Besuch des saudischen Königs in Moskau und die Kommentare des Ölministers aus den Vereinten Arabischen Emiraten (VAE), dass die OPEC zu einer Reduzierung bereit sei, war Anlass für eine Aufwärtsbewegung an den Ölbörsen.

Der Markt war nach den Abwärtsbewegungen der letzten Tage und Wochen ohnehin anfällig für Short-Coverings, mit denen Trader Gewinne aus ihren Positionen mitnehmen. Viele Unternehmen brauchen dringend Liquidität um Kredite und andere Zahlungsverpflichtungen zu bedienen. Mit der starken Aufwärtsbewegung in der Nacht deuten sich nun aber erst einmal rechnerisch erhebliche Preiskorrekturen nach oben an.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse bullish

 

 

 

11. Februar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 30.55 $  Crude (WTI): 26.91 $  Gasoil  284.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9721  Rheinfracht: 16.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Futures bleiben nach Monatsreports und DOE Daten weich

 

Die OPEC hat in ihrem Monatsbericht die globale Rohölnachfrage für 2016 nur leicht nach unten korrigiert, rechnet aber auch mit einem stärker als bisher erwarteten Rückgang der Ölförderung außerhalb der OPEC. Gleichzeitig hat das Kartell seine Ölproduktion mit zusätzlichen Mengen aus Iran, Irak, Nigeria und Saudi-Arabien gesteigert und erhöht damit die Verfügbarkeit von Rohöl. Dies stimmt mit den Einschätzungen von EIA und IEA überein, die ebenfalls mit einer höheren Rohölförderung des Kartells rechnen, während die Nachfrage aktuell abnehmend ist.

Die Aufwärtsreaktion auf die überraschenden Abbauten bei den US Rohölbeständen war gestern schnell wieder beendet. Am Gesamtbild würden diese Daten überhaupt nichts ändern. Die Wartungssaison ist voll im Gange und wird von steigenden Rohölexporten des Iran begleitet, weshalb jede Rallye kurzlebig sein werde.

 

Fundamental bearish     Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

10. Februar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 30.89 $  Crude (WTI): 28.46 $  Gasoil  279.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9727  Rheinfracht: 16.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die Überversorgung von Rohöl ist grösser als gedacht

 

Die EIA hatte gestern die Überversorgung für 2016 und 2017 nach oben und die Erwartungen für den weltweiten Ölverbrauch nach unten korrigiert. Die Weltwirtschaft wächst nicht so stark wie man das erwartet hat und die Ölfirmen pumpen und fracken was das Zeugs hält. Nebst der OPEC, die Ihre Produktion schneller gesteigert hat als erwartet, kündete gestern auch Kuwait eine Produktionssteigerung an.

 

Wie lange wird es wohl benötigen, bis die übervollen Lager auf dem Land und zur See in Schiffstankern, wieder auf ein normales Niveau zu sinken beginnen? Bis dahin dürfen wir wohl mit eher tiefen Preisen rechnen.

 

Fundamental bearish    Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

9. Februar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 32.81 $  Crude (WTI): 29.95 $  Gasoil  295.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9848  Rheinfracht: 16.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Höhere Preise haben es schwer sich durchzusetzen

 

Der weiterhin überversorgte Ölmarkt beschert uns heute wieder etwas günstigere Preise. Solange mehr Rohöl gefördert wird, als der Markt benötigt, werden es höhere Preise schwierig haben, sich nachhaltig an der Börse durchzusetzen. Das Nachfragewachstum von China und den USA schwächelt. Ausserdem hat das wohl wichtigste Rohöllager in Cushing in den USA mittlerweile bereits wieder eine Auslastung von 87,9% erreicht. Das ist knapp unter dem bisherigen Rekord- Niveau im Januar.

 

Fundamental bearish    Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

8. Februar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 34.40 $  Crude (WTI): 31.19 $  Gasoil  304.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9939  Rheinfracht: 16.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Bullishe wie auch bearishe Signale an der Börse, es wird weiterhin eine volatile Börse erwartet

 

Wegen dem Neujahrsfest in Asien werden viele Trader nicht aktiv sein diese Woche, und es wird mit einem geringeren Handelsinteresse gerechnet.

 

Nun ist es soweit, die Exporte vom Iran nach Europa sollen um ca. 300‘000 B/T steigen. Die Firma Total plant zwischen 150‘000 bis 200‘000 B/T aus dem Iran zu importieren. Die restlichen ca. 200‘000 B/T werden vermutlich nach Asien geliefert.

 

Der venezolanische Ölminister traf am Wochenende den Ölminister von Saudi-Arabien. Die Gespräche verliefen erfolgreich, es gibt aber keine konkreten Aussagen zu Produktionskürzungen.

Mit den Spekulationen um mögliche Produktionskürzungen der OPEC wurde die Aufwärtsbewegung an den Ölbörsen ausgelöst und durch charttechnische Konstellationen begünstigt. Die Spekulationen halten weiter an, bleiben allerdings aussichtslos, so lange Saudi-Arabien nicht mitspielt und der Iran auf einer Steigerung seiner Exporte um 1,5 Mio. B/T besteht.

 

Die Anzahl der Bohrtürme in den USA haben sich um 31 verringert. Mit 467 Anlagen ist die Anzahl seit dem Höchststand im Oktober 2014 nun um 71% geschrumpft.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral

 

 

5. Februar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 34.24 $  Crude (WTI): 31.62 $  Gasoil  305.05 $  pro Tonne

Dollar: 0.9943  Rheinfracht: 16.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die gestrige Aufwärtsdynamik konnte sich nicht weiter durchsetzen, heute wieder günstigere Preise…

 

Gestern senkte Saudi-Arabien die Preise für leichte Rohölsorten, dies als Antwort auf die iranischen Öl- Exporte.

 

Der venezolanische Ölminister traf sich gestern mit dem OPEC-Präsidenten. Diskutiert wurde die derzeitige Lage am Ölmarkt und man tauschte sich über die kurz- und langfristigen Erwartungen aus, gemäss dem venezolanischen Ölminister sind die Gespräche produktiv verlaufen. Ob ein weiteres Treffen der OPEC- Länder (Venezuela, Nigeria, Algerien, Iran, Irak, Ecuador und Saudi wären dafür) stattfindet ist bis auf weiteres unklar, die Zustimmung insbesondere von Saudi-  Arabien fehlt immer noch. Der Iran will die Fördermenge steigern und Russland will die Fördermengen nur durch Steuererhebungen für die Ölindustrie begrenzen. Der venezolanische Ölminister reist am Wochenende nach Saudi-Arabien. Dies lässt an der Börse wieder viel Luft für Spekulationen…

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

04. Februar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 35.56 $  Crude (WTI): 32.83 $  Gasoil  314.00 $  pro Tonne

Dollar: 1.0063  Rheinfracht: 16.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Preisrallye trotz bearisher DOE Daten – Spekulationen um Produktionskürzung halten sich

 

Die Nervosität der Marktteilnehmer, und damit auch die Volatilität der Ölpreise, bleibt unverändert hoch. Das hat der gestrige Tag einmal mehr eindrucksvoll gezeigt, als die Futures, trotz bearisher US Ölbestandsdaten, kräftig anzogen. In den USA sind die Ölvorräte auf ein neues Allzeithoch gestiegen. Mit derart hohen Beständen wird es eine ganze Weile dauern, bis sich die Versorgungslage im historischen Kontext wieder normalisiert.

Der schwache Dollar macht die Ölpreise derzeit für Anleger außerhalb der USA relativ günstig. Zusammen mit den neuen Gerüchten um eine mögliche Produktionskürzung der OPEC und Russlands ist dies der Nährboden für Aufwärtsbewegungen, der sich in der gestrigen Preisrallye entlud. Sollte der Widerstand Saudi-Arabiens gegen eine Produktionskürzung brechen und innerhalb der OPEC eine Einigung erzielt werden können, kann es für die Preise weiter nach oben gehen. Ohne eine Regulierung hingegen dürften sich die Preise wieder nach unten orientieren, weshalb in den nächsten Tagen weiter mit einer erhöhten Volatilität und Vorsicht der Trader zu rechnen ist.

 

Fundamental neutral bearish     Chartanalyse neutral

 

 

 

03. Februar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 32.76 $  Crude (WTI): 30.02 $  Gasoil  291.25 $  pro Tonne

Dollar: 1.0187  Rheinfracht: 16.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

WTI rutscht zeitweise wieder unter 30 Dollar-Marke…

 

Eine Produktionskürzung scheint nun vorerst vom Tisch zu sein. Analysten hatten eine Intervention schon in der letzten Woche immer wieder angezweifelt. Dennoch sorgen Gerüchte in diese Richtung immer wieder für Short-Coverings und zeigen, wie nervös der Markt derzeit ist. Meldungen werden schnell aufgegriffen und eingepreist. Von einer Reduzierung des Ölangebots scheint man zum Jahresauftakt allerdings weit weg zu sein.

Russland hat im Januar mehr Rohöl als noch im Dezember gefördert. Die Ölförderung der OPEC soll ebenfalls gestiegen sein, während der Iran seine Exporte steigert. Die Nachfrage ist im ersten Quartal saisonal in der Regel am niedrigsten, sodass die Überversorgung momentan zunimmt.

Analysten gehen davon aus, dass die Ölpreise noch eine gewisse Zeit sehr niedrig bleiben müssen, damit das Angebot außerhalb des Kartells auf natürlichem Wege abnimmt, wenn Investitionen reduziert und bestehende Ölquellen unrentabel werden. Nur so habe der Markt die Chance langfristig wieder in ein Gleichgewicht zu finden.

 

Fundamental bearish     Chartanalyse bearish

 

 

 

02. Februar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 33.80 $  Crude (WTI): 31.14 $  Gasoil  294.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0202  Rheinfracht: 17.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Schwacher Wochenstart – Öl-Futures nach technischen Verkaufsimpulsen weicher

 

Spekulationen um koordinierte Maßnahmen zur Reduzierung des Rohölangebots zwischen Russland und der OPEC hatten zuletzt für Volatilität an den Ölbörsen gesorgt. Analysten schenkten den Kommentaren zwar wenig Glauben, allerdings stellten Marktteilnehmer vorsorglich Short-Positionen glatt, um nicht doch überraschend auf dem falschen Fuss erwischt zu werden. Die Glattstellung von Wetten auf fallende Preise hatte die Notierungen nach oben getrieben. Solange es keine Kürzung gibt, sich Länder wie der Iran weiter gegen jede noch so kleine Reduzierung ihrer Förderung wehren und diese sogar noch ausbauen wollen, ist ein nachhaltiger Preisanstieg vom jetzigen Niveau aus schwierig zu realisieren.

Die Ausgangslage ist damit weiter unverändert bearish, da die Überversorgung noch immer bestehen bleibt und mit zusätzlichen Exporten aus dem Iran eher noch einmal zunimmt.

In China rechnet man mit einem Wachstum der Rohölnachfrage um 7%. Allerdings täuschen diese Zahlen über die tatsächliche Nachfrageentwicklung hinweg. Die schlechten Einkaufsmanagerindizes von gestern hätten nun daran erinnert, dass der Markt weiter bearish sei.

 

Fundamental bearish     Chartanalyse bearish

 

 

 

 

1. Februar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 35.52 $  Crude (WTI): 33.10 $  Gasoil  304.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0212  Rheinfracht: 19.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Schwacher Start mit enttäuschenden Daten aus China – Zweifel an Produktionskürzung

 

Der Markt ist und bleibt weiter überversorgt, da eine koordinierte Produktionskürzung von OPEC und Nicht-OPEC-Ländern unwahrscheinlich bleibt. Russland würde lediglich mit Steuererhöhungen die Produktion unattraktiver machen, diese in der Gesamtmenge allerdings nicht regulieren, was der OPEC wohl zu wenig sein dürfte. Statt einer Begrenzung des Angebots will der Iran seine eigenen Exporte erst einmal steigern, weshalb Länder, die ihre Förderung reduzieren, Marktanteile freiwillig an den Iran abgeben würden. Vor allem für Saudi-Arabien, dem langjährige Widersacher des Iran innerhalb der OPEC, ist dies ein no-go.

Der Mangel an politischem Willen reduziere die Aussichten auf eine Kooperation. Nicht jeder Ölproduzent werde einer Maßnahme zustimmen. Wäre dies der Fall, hätte man schon längstens eine Intervention gesehen.

Die Preisrallye scheint nun allmählich ausgereizt zu sein. Über 36 Dollar wird es für Brent vermutlich zunehmend schwieriger weiter anzuziehen, so lange es keine realistischen Anzeichen dafür gibt, dass das Ölangebot wirksam reduziert wird.

 

Fundamental neutrag bearish    Chartanalyse neutral