AVIA Vereinigung Schweiz

28. Februar 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 66.37 $   Crude (WTI): 62.72 $   Gasoil 588.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9418   Rheinfracht: 16.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Fester Dollar lässt Ölpreise fallen – Einfluss auf Inlandspreise verhalten

 

Die enge Verbindung zwischen Aktienmärkten, Devisenhandel und Ölbörsen bleibt weiterhin bestehen. Diese ergibt sich vor allem in Zeiten, wenn das Angebot knapp ist und man nach Indikatoren für die Nachfrageentwicklung sucht. Und momentan bleibt die Versorgungslage im Vergleich zu den letzten Jahren knapp.

Die Kürzungen der OPEC und die Produktionsausfälle in Libyen, halten die Ölpreise relativ hoch. Die Erwartung einer stark zunehmenden US Ölförderung und eine Rückkehr der Überversorgung hält die Preise allerdings in Schach, während der feste Dollar und weichen Aktienmärkte gestern Abend und heute Morgen belasten.

Die Ein- und Ausfuhren von Rohöl und Produkten werden an der US Golfküste durch starken Nebel in diesem Februar stark behindert. Daher kann es bei den wöchentlichen Zahlen immer wieder zu größeren Schwankungen und Verzerrungen kommen.

Bei Heizöl, Diesel und Benzin deuten sich leichte Preissenkungen zum Vortag an.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

27. Februar 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 67.34 $   Crude (WTI): 63.79 $   Gasoil 598.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9365   Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Bullishe Meldungen prägen zurzeit die Ölpreisentwicklung

 

Mit dem gestrigen erneuten Preisanstieg stieg der Gasoilpreis um 9,5% innerhalb von 2 Wochen. Höhere Ölpreise, technologischer Fortschritt, lassen die Erschließungs- und Förderkosten für Rohöl sinken und machen auch die Rohölproduktion in der Nordsee wieder rentabel. Norwegen will die Produktion in der Nordsee verdoppeln. In Großbritannien dürfte die Ölförderung im Laufe des Jahres erstmals seit 2011 wieder auf mehr als 1 Mio. B/T steigen. Dies könnte dazu führen, dass Großbritannien wieder mehr Rohöl exportiert als importiert, was seit 2004 nicht mehr vorkam. Die OPEC hält an ihren Produktionskürzungen bis Ende des Jahres fest und das Unterangebot bleibt am Markt zunächst bestehen. Das Force Majeure auf libysche Exporte vom Mellitah Hafen nimmt noch einmal etwa 70.000 B/T vom Markt (Produktion am El Feel Ölfeld unterbrochen), während die Ölbestände in den USA zuletzt abnahmen. Trader warten auf die US Ölbestandsdaten, die zur Wochenmitte wieder auf der Agenda stehen. Eigentlich rechnet man zu dieser Jahreszeit mit Aufbauten bei Rohöl, doch die blieben bisher aus. Die Vorräte sind sogar unter das fünf Jahre Durchschnittsniveau gesunken.

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

26. Februar 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 67.41 $   Crude (WTI): 63.74 $   Gasoil 595.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9330   Rheinfracht: 14.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Aufwärtsbewegung wurde fortgesetzt – Produktion in Libyen unterbrochen

 

Die Versorgungslage am globalen Ölmarkt ist im Februar und auch noch im März relativ knapp. Ausfälle sind daher sofort spürbar, weshalb der Rückgang der Produktion in Libyen auch sofort mit einer Aufwärtsbewegung an den Ölbörsen quittiert wurde. Die Preissteigerungen vom Freitag und in den frühen Morgenstunden heute sind in erster Linie hiermit in Verbindung zu bringen, aber auch die Aktienmarktentwicklung motiviert zu Käufen.

Langfristig ist allerdings noch offen, ob der Markt so knapp bleibt wie bisher. Nachfrage- und Angebotsentwicklung können nie mit abschließender Sicherheit prognostiziert werden. Es wird sicherlich noch einige Wochen dauern, bis man diesbezüglich klarer sieht, wobei die US Ölbestandsdaten weiter als wöchentlicher Gradmesser herangezogen werden.

Im Vergleich zu Freitag ergibt dies für die Ölpreise wieder erneute Preissteigerungen.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

23. Februar 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 66.30 $   Crude (WTI): 62.70 $   Gasoil 584.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9363   Rheinfracht: 14.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Rallye nach bullishen Bestandsdaten – Preise zogen in der Nacht an

 

In dieser Woche bleibt die Nachrichtenlage weiterhin dünn und so blickte gestern alles auf die US Ölbestandsdaten. Wegen Nebels an der US Golfküste kam es zu Problemen bei den Importen und Exporten von Rohöl. Diese werden zum Teil für die großen Verschiebungen bei den US Rohölbeständen verantwortlich gemacht. Dennoch bleiben die gemeldeten Abbauten bei Rohöl bullish. Hinzu kommt die weiter sehr robuste Nachfrage.

Was Bestandsaufbauten derzeit verhindert, ist die anhaltende Backwardation Konstellation. Daher ist es für Marktteilnehmer nicht wirtschaftlich den künftigen Bedarf am Spotmarkt einzukaufen und einzulagern.

Die Konstellation ist daher kurzfristig also tendenziell bullish, zumal der Markt in diesem und kommenden Monat noch unterversorgt bleiben wird. Danach könnte sich eine preisliche Entspannung ergeben.

Durch die US Ölbestandsdaten gestern haben die Futures angezogen und blieben in der Nacht auf ihren 2-Wochenhochs, sodass heute mit Preisaufschlägen zum Vortag zu rechnen ist.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

22. Februar 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 64.90 $   Crude (WTI): 61.11 $   Gasoil 575.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9400   Rheinfracht: 14.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise vor DOE Bestandsdaten nahezu unverändert

 

Die Stimmung an den Ölbörsen in London und New York hat sich in den letzten Tagen kaum verändert. Auf der einen Seite steht die OPEC mit den Produktionskürzungen, auf der anderen Seite stehen die USA, von der ein rasant wachsendes Produktionswachstum in diesem Jahr erwartet wird.

Momentan ist der Markt unterversorgt und wird dies vermutlich auch noch im März bleiben. Dann könnte sich aber wieder eine Überversorgung ergeben, die womöglich die gesamte zweite Jahreshälfte anhält. Kurzfristig werden die Ölpreise daher von der knappen Marktlage gestützt, während der mittel- bis langfristige Ausblick das Aufwärtspotenzial deckelt.

In der Nacht war das Sitzungsprotokoll des FOMC Thema am Markt. Die US Notenbänker hatten sich beim letzten Meeting für weitere Anhebungen der Zinsniveaus ausgesprochen. Dies drückte Aktienmärkte und stützte den Dollar.

Unterm Strich ergeben sich daraus leichte Preissteigerungen zum Vortag.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

21. Februar 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 64.82 $   Crude (WTI): 61.26 $   Gasoil 574.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9365   Rheinfracht: 14.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures geben vor US Bestandsdaten nach

 

Die Ölpreise wurden zuletzt von den Kommentaren rund um die OPEC gestützt, die eine Verlängerung der Kooperation mit den Nicht-OPEC Ländern anstrebt. Das Angebot soll auch bei Erreichen der Zielvorgaben bis Jahresende weiter andauern, da man ab dem zweiten Quartal mit einer Rückkehr der Überversorgung rechnet, wenn die US Ölförderung zulegen wird.

Die IEA rechnet damit, dass das Ölangebot 2018 stärker als die Nachfrage wachsen wird. Man warnte daher zuletzt vor einem möglichen Preiseinbruch im Laufe des Jahres. Andere Experten sind allerdings anderer Ansicht. Die Einschätzungen bezüglich der kommenden Entwicklung gehen somit noch immer weit auseinander, was die Volatilität an den Börsen dieses Jahr hoch halten könnte.

Mit der Abwärtsbewegung an der ICE wären Preisnachlässe eigentlich möglich, doch mit dem stärkeren Dollar-Kurs gibt es kaum Spielräume zum Vortag.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

19. Februar 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 65.32 $   Crude (WTI): 62.36 $   Gasoil 574.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9285   Rheinfracht: 14.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisanstieg am frühen Morgen – Futures ziehen mit Aktienmärkten an

 

Der Preiseinbruch ebbte letzte Woche ab. Die US Rohölbestände waren nicht so deutlich gestiegen wie erhofft, die Gesamtbestände über alle Produkte hinweg nahmen sogar wieder ab. In Cushing, Oklahoma, dem größten Rohöllager fielen die Vorräte sogar auf ein drei Jahrestief. Dies bereitet einigen Marktteilnehmern Sorgen, ist dies doch ein Zeichen für eine knappe Versorgungslage, während die US Rohölförderung doch eigentlich stark steigt.

Das Produktionswachstum der USA hat natürlich einen bearishen Effekt auf die Ölpreise, der allerdings mittel- bis langfristig einzuschätzen ist.

Laut EIA ist im Februar und März noch mit einem Angebotsdefizit zu rechnen, dass sich ab April dann allerdings in eine erneute Überversorgung wandeln wird. Je näher man diesem Wechsel kommt, desto stärker dürften dann auch die bearishen Faktoren an Einfluss gewinnen.

Heute ist mit einem dünnen Handel zu rechnen, da in den USA der Presidents Day gefeiert wird. Für heute Morgen ergibt dies deutliche Preissteigerungen zu Freitag.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

16. Februar 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 64.64 $   Crude (WTI): 61.66 $   Gasoil 566.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9193   Rheinfracht: 14.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise ziehen in der Nacht erneut an

 

Nach dem Preisrutsch der letzten 1,5 Wochen präsentieren sich die Notierungen an den Ölbörsen weiterhin volatil. Der Ausblick eines starken Wirtschaftswachstums führt auch zur Erwartung einer höheren Ölnachfrage im laufenden Jahr. Gerade in China und Indien zeigte sich im letzten Monat ein starker Nachfragezuwachs. Die weltweiten Bestände sinken noch immer, da im Februar und März weiter mit einem globalen Angebotsdefizit gerechnet wird.

Dieser grundsätzlich stützende Einfluss steht allerdings im Spannungsfeld mit dem erwarteten Boom der Ölproduktion. Vor allem aus den USA wird ein großer Zuwachs erwartet, der den Markt ab dem zweiten Quartal wieder in eine Überversorgung kippen lassen könnte. Der Markt bewegt sich daher in einem Spannungsfeld aus klar bullishen und bearishen Faktoren, was zu einer erhöhten Volatilität führt. Nun gilt es aber abzuwägen, wie schnell sich die Konstellation ändert und der erwartete Angebotsboom die Vorräte dauerhaft steigen lässt.

Unterm Strich deuten sich bei den Inlandspreisniveaus zu gestern Vormittag nur kleine Veränderungen an.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

12. Februar 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 63.37 $   Crude (WTI): 59.84 $   Gasoil 552.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9385  Rheinfracht: 14.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreis: letzte Woche stärkster Verlust der letzten 2 Jahre

 

Am Jahresanfang hatten noch sinkende US Ölbestände, starke Wirtschaftsprognosen, Produktionsausfälle, kalte Temperaturen in den USA sowie geopolitische Spannungen die Preise auf immer neue Langzeithochs getrieben. Der Markt wies klare Anzeichen einer Überhitzung auf, während spekulative Trader mit Rekordpositionen auf immer weiter steigende Preise gesetzt hatten. Doch diese Blase ist vergangene Woche geplatzt. Lange waren sich die Experten unsicher, ob sich im Laufe des Jahres eine Über- oder Unterversorgung ergeben wird. Das Nachfragewachstum wird als sehr stark eingeschätzt, weshalb einige mit einer knappen Marktlage rechneten und so höhere Ölpreise rechtfertigten. Im Februar und März soll es laut EIA auch noch ein Angebotsdefizit geben, bevor der Markt wieder überversorgt wird. Mit den neuesten Daten, insbesondere auch mit dem starken Anstieg bei der Anzahl der US Ölbohranlagen (auf 791), scheint das Pendel für das Gesamtjahr nun aber für Angebotsüberschuss auszuschlagen. Meist sind es mehrere Faktoren die eine derart starke Korrektur am Markt sorgen. Trader liquidieren daher massenhaft Long-Positionen, mit denen sie zuvor auf steigende Preise setzten, weshalb der Verkaufsdruck derart stark zugenommen hat und den Markt in Atem hält.

 

Fundamental neutral bis bearish Chartanalyse neutral

 

 

 

 

09. Februar 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 64.36 $   Crude (WTI): 60.51 $   Gasoil 568.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9368  Rheinfracht: 14.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Heute nochmals günstigere Ölpreise...

 

Die fundamentale und charttechnische bearishe Tendenz am Donnerstagmorgen, begünstigte weitere Abwärtsbewegungen an den Ölbörsen. Die Öl-Produktion Irans soll über die kommenden vier Jahre, um mindestens weitere 0,7 Mio. B/T steigen. Der französische Konzern Total hat die Erschließung zweier großer Ölfelder in Angola und Nigeria fast abgeschlossen und möchte die zwei neuen Ölfelder gegen Ende Jahr in Betrieb nehmen. Beides sind regelrechte "Mega-Projekte", die zusammen eine Produktionskapazität von etwa 430.000 B/T haben. Das ist mehr als die beiden OPEC Mitglieder Gabon und Äquatorial Guinea zusammen fördern. Der Ausbau der Ölproduktion steigert den Druck innerhalb des Kartells, wenn die Mitglieder immer mehr Förderkapazitäten zurückhalten müssen. Letztlich kann dies auch die Investitionstätigkeit in den Ländern bremsen, wenn Unternehmen ihre Projekte nicht mehr vollständig nutzen dürfen und sich deren Investitionen nicht mehr bezahlt machen. Die EIA rechnet Februar und März immer noch mit einem Angebot’s Defizit. Nach fünf zum Teil sehr verlustreichen Handelstagen verliert der Abwärtstrend nun aber vielleicht auch etwas an Dynamik. Gerade vor dem Wochenende könnten Börsianer zu einer Konsolidierung neigen.

 

Fundamental neutral bis bearish                       Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

08. Februar 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 65.45 $   Crude (WTI): 61.65 $   Gasoil 576.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9439  Rheinfracht: 14.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Sinkender Ölpreis aufgrund steigender Ölbestände

 

Die Aktienbörsen erholten sich gestern leicht, während die Ölbörsen am Abend regelrecht einbrachen. Steigende Rohöl, Destillat- und Benzinbestände bei einer gleichzeitig höheren Ölproduktion sorgten für umfangreiche Gewinnmitnahmen. Spekulative Marktteilnehmer die bisher auf steigende Preise gesetzt haben verkaufen ihre Long Positionen um Gewinnmitnahmen zu tätigen. Wenn wenn alle Trader gleichzeitig ihre Long-Positionen verkaufen, kann dies an den Börsen einen grossen Verkaufsdruck auslösen. Gesten kam es zu einer Störung an der wichtigen Forties Pipeline. Die Belieferung der Kinneil Raffinerie wurde durch ein geschlossenes Ventil gestoppt, was zur Abschaltung des gesamten Pipeline Systems führte. Laut einem Statement des Unternehmens sei das Problem aber bereits gestern Abend identifiziert worden, sodass ein Restart in der Nacht angepeilt wurde. Bisher gibt es kein weiteres Update zum aktuellen Status. Sollte der Restart missglücken, dürfte dies die Ölpreise an den Börsen stützen.

 

Fundamental bearish                Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

07. Februar 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 67.11 $   Crude (WTI): 63.57 $   Gasoil 594.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.8080  Rheinfracht: 14.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise haben sich stabilisiert – noch Abwärtspotenziale vorhanden?

 

Trotz der tieferen saisonalen Nachfrage in den USA meldete API gestern überraschenderweise Abbauten bei Rohöl. Bei den Destillaten steigen die Bestände trotz geringerer Produktion der Raffinerien. Beim Benzin ist die Nachfrage zu Jahresbeginn für gewöhnlich niedrig, wenn die Menschen wenig verreisen und auch der Arbeitsmarkt eine kleine Delle hat, jedoch wurden hier Abbauten registriert. Mehrere Analysten gehen davon aus dass sich die Ölpreise mit wieder zunehmenden Beständen in der kommenden Zeit wieder nach unten orientieren könnten. Die EIA geht davon aus, dass die OPEC weiterhin Mengen kürzen wird, um dagegen zu halten. Die bullishe Stimmung scheint sich langsam aber sicher aufzulösen, da mit einem saisonalen Nachfragerückgang und einer deutlichen Produktionssteigerung der USA gerechnet wird. Die USA soll nach aktueller Schätzung zum Jahreswechsel zum größten Ölproduzenten der Welt, noch vor Russland, aufsteigen und hat Saudi-Arabien bereits von Platz zwei verdrängt. Die Finanzmärkte bleiben weiterhin ein großer Einflussfaktor für die Ölpreise. Trader werden die Entwicklungen, deren Volatilität sich zuletzt immer wieder auf die Ölpreise übertrug, im Auge behalten.

 

Fundamental neutral bis bearish        Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

06. Februar 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 67.05 $   Crude (WTI): 63.62 $   Gasoil 597.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9331  Rheinfracht: 14.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Aktienmarkt beeinflusst den Ölpreis

 

Wegen des Einbruchs des Dow Jones, zogen sich Trader aus risikoreicheren Anlageklassen auf breiter Front zurück und flüchteten in sogenannte sichere Häfen. Anleihen und der Schweizer Franken waren im Gegenzug daher gefragte Anlageklassen. Die gestrigen Gewinnmitnahmen schwappten auf die Ölbörsen über, die damit ebenfalls unter Druck kamen. Die Abwärtskorrektur an den Aktienmärkten könnte nun eventuell dazu führen, dass eine kleine Blase platzt und weitere Gewinnmitnahmen an den Ölbörsen folgen. Die EIA rechnet im Februar und im März noch mit einer Unterversorgung. Die US- Ölförderung könnte den Markt jedoch schnell wieder in eine Überversorgung kippen. Saudi-Arabien senkt die Rohölpreise für die März Lieferungen. Die Börsianer werden nun den im Moment unberechenbaren Aktienmarkt so wie auch die Entwicklung der Angebots- und Nachfragesituation beobachten.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

05. Februar 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 68.03 $   Crude (WTI): 64.93 $   Gasoil 605.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9310   Rheinfracht: 14.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Der Ölpreis startet weicher in die neue Woche

 

Die positiven US Arbeitsmarktdaten werteten den US Dollar auf was das international in Dollar gehandelte Öl für Investoren außerhalb der USA teurer machte, sodass an der Börse Gewinne mitgenommen wurden. Die Anzahl der US- Ölbohranlagen kletterte um 6 neue, auf nun insgesamt 765. Damit liegt der Wert nur noch drei unterhalb des Vorjahreshochs, das mit 768 im August erzielt wurde. Die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen gilt als Richtwert für das zu erwartende US Ölproduktionswachstum. Nach dem Bohren einer Ölquelle dauert es allerdings etwa 6 bis 9 Monate, bis diese tatsächlich fertig erschlossen ist und Öl liefert. Der iranische Ölminister hat am Sonntag in einem Interview betont, dass das Land die Ölproduktion binnen 5 bis 6 Tagen um 100.000 B/TT steigern könne, falls die Produktionskürzung beendet würde. Derzeit stützen die niedrigen Bestände den Ölpreis.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

02. Februar 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 69.92 $   Crude (WTI): 66.17 $   Gasoil 622.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9269   Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

3-Jahreshochs wieder in Reichweite – Goldman sieht Aufwärtspotenzial

 

Kurzfristig dürfte die Versorgungslage weiterhin knapp bleiben. Auf Grund dieser Marktlage bleiben starke Preiskorrekturen nach unten vorerst aus. Erst im Laufe des Jahres scheint es, angesichts der Versorgungsprognose, wieder Abwärtspotenzial zu geben. Die meisten Analysten sehen die Preisniveaus in der zweiten Jahreshälfte daher weicher.

So auch die Experten von Goldman Sachs, die erst gestern ihre Prognosen neu angepasst haben. Dabei haben diese allerdings den Durchschnittspreis für Brent für die nahe Zukunft deutlich nach oben korrigiert, und tragen so der knappen Marktlage Rechnung.

Auch wenn man im Jahresverlauf mit einer Rückkehr der Überversorgung rechnet und die USA ihre Ölproduktion weiter stark steigern wird, so sind die niedrigen Bestände derzeit ein Problem, das Abwärtsbewegungen einschränkt. Hinzu kommt, dass mit der momentanen Backwardation Konstellation die Lagerhaltung aus monetärer Sicht schlicht unattraktiv geworden ist.

Die Futures zogen gestern Abend zwar an. Der schwächere Dollar-Kurs wirkt dem allerdings entgegen, sodass die Preissteigerungen sehr gering ausfallen.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

01. Februar 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 68.97 $   Crude (WTI): 64.86 $   Gasoil 615.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9327   Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise nach DOE fester - USA fördern mehr als 10 Mio. B/T

 

Auch wenn die US Rohölbestände nun nicht mehr sinken, so geben die Preise nicht besonders stark nach. Momentan ist die Nachfrage noch ungewöhnlich stark und im Referenzlager für WTI, haben die Vorräte erneut deutlich abgenommen.

Die EIA geht zudem davon aus, dass es im Februar noch zu einem Angebotsdefizit kommen wird, bevor der Markt wieder in eine Überversorgung wechselt. Bearish ist im jeden Fall allerdings, dass die USA nun Saudi-Arabien als zweitgrößten Ölproduzenten abgelöst hat und bereits im November mehr als 10 Mio. B/T gefördert hatte.

Das bullishe Momentum, das in den letzten Monaten beobachtet werden konnte, gehe nun langsam aber sicher die Luft aus, so der Tenor einiger Experten.

Trotz allem starten die Futures mit einer festen Tendenz und so zeichnen sich bei den rechnerischen Inlandspreisen Preisanpassungen nach oben an.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral