AVIA Vereinigung Schweiz

29.02.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 122.34  Crude 107.08  $  Dollar: 0.8946   Rheinfracht: 28.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Dem Markt fehlen neue Impulse, Deshalb bewegen sich die Notierungen weder deutlich in die eine oder andere Richtung. Die US Wirtschaftszahlen fielen zwar zum Teil „unter den Erwartungen“ aus und die Notierungen gaben deshalb gestern leicht nach.

 

Die Lieferprobleme aus dem Sudan und Jemen, die Sanktionen gegen Syrien und die Spannungen um den Iran machen die Märkte weiterhin äusserst anfällig für erneute Preissteigerungen.

Hier noch einteressanter Link zum Thema Strasse von Hormuz

http://www.nzz.ch/finanzen/nachrichten/erdoel_als_schmiermittel_fuer_wirtschaft_und_politik_1.15302830.html

 

28.02.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 123.74  Crude 108.41  $  Dollar: 0.8969 Rheinfracht: 31.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Nach den enormen Bewegungen der letzten Woche verlief der gestrige Wochenbeginn mit einer leichten (vorübergehenden?) Verschnaufpause. Einer Reuters Umfrage zufolge sollen die Preise 2012 aber noch weiter steigen. Wenn die weltweiten Spannungen anhalten, ist im Moment nicht mit einer Trendumkehr zu rechnen. Wir halten 3 interessante, lesenswerte Artikel für Sie bereit. Ihr Verkaufsberater stellt sie Ihnen gerne zu.  

 

Wie erwartet, wurden die neuen Reformen in Syrien an der Abstimmung übers Wochenende mit ca. 90 % angenommen (Viele boykottierten die Abstimmung). Ob sich allerdings etwas ändern wird, bleibt abzuwarten. Das Blutvergiessen geht unvermindert weiter. Die EU hat gestern verschärfte Sanktionen gegen Syrien beschlossen. Nach Konsultationen mit dem Sonderbeauftragten der UNO, Kofi Annan, hat Chinas Aussenminister Präsident Assad aufgefordert, sämtliche Gewalt sofort einzustellen und zum politischen Dialog zurückzukehren.

Zu folgenden Themen halten wir zu Ihrer Verfügung folgende, gestern in internationalen News veröffentlichte Publikationen bereit (fordern Sie diese bei Interesse bei Ihrem Verkaufsberater an)

Bomben helfen Israel nicht

Israel-USA und Iran schlittern in einen Krieg

Umstrittene Militärübung Südkorea/USA

Die Einschätzung des Marktes ist weiterhin fundamental „neutral bis bullish), Charttechnisch „neutral“.  

 

27.02.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 124.54  Crude 109.22  $  Dollar: 0.8961 Rheinfracht: 31.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Rohölnotierungen in grosser Spanne seitwärts – Konsolidierung auf sehr hohem Niveau. Hedge-Fonds wetten auf weiter steigende Preise.  Iran macht Fortschritte bei der Urananreicherung und steigert die Produktion um das dreifache (nach eigenen Aussagen natürlich zu ziviler Nutzung). Bereits werden „Planspiele“ für einen Israel-Angriff auf den Iran gemacht. Umstrittener Urnengang in Syrien.

 

Syrien: Wie kann man ein Volk für Reformen an die Urne rufen, wenn man gleichzeitig die gleichen Leute abschlachtet? Eine Farce. Heute wird die EU über schärfere Sanktionen beraten. Der USA Finanzminister Geithner hält die besseren US  Wirtschaftszahlen und das Säbelrasseln um den Iran für den jüngsten Anstieg der Ölpreise verantwortlich. Er schliesst das Anzapfen von strategischen Reserven nicht mehr aus. Der frühere UN Generalsekretär Kofi Annan soll es als Sonder-Beautragter in Syrien richten und Assad zur Vernunft bringen. Der US-Präsident Obama bekniet Israel, keinen unüberlegten Militärschlag gegen den Iran zu unternehmen. In den letzten Wochen sind am persischen Gold die „Zutaten“ für einen „gefährlichen Cocktail“ zusammengekommen. In Washington ist man der Meinung, dass Israel theoretisch im Alleingang nicht in der Lage wäre, den Iran anzugreifen. Das sieht man allerdings in Israel nicht so. Man hat sich seit Jahren auf eine solche Langstrecken-Mission vorbereitet (125 Kampfjets für die Luftbetankung ausgerüstet !!). Kann man das alles als „Säbelrasseln, Muskelspiele“ abtun oder muss man es sehr ernst nehmen. Die Marktteilnehmer an der Börse auf alle Fälle tun gerade das. 

 

24.02.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 123.97  Crude 108.47  $  Dollar: 0.9028 Rheinfracht: 31.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Die Fundamentals um den Iran (Ölembargo-Atomprogramm-Entsendung von Kriegsschiffen), die Angst vor einem Angriff Israels gegen den Iran, der Bürgerkrieg in Syrien, Unruhen in anderen ölproduzierenden Ländern sowie Versorgungsängste verstärken den steilen Aufwärtstrend der  Rohölpreise (letztmals auf diesem Niveau anfangs Mai 2011). Ein Ende der Fahnenstange scheint im Moment nicht in Sicht. Nur dem schwachen Dollar haben wir es in der Schweiz zu verdanken, dass die Preise nicht noch höher sind. Markteinschätzung: fundamental und charttechnisch „neutral bis bullish“.

 

Auch gestern gab es an den Ölbörsen wieder nur eine Richtung: Nach oben. Zwar gaben die Notierungen kurz nach der Publizierung der DOE Lagerzahlen leicht nach, doch Rohöl ging mit knapp zwei Dollar im Plus gegenüber den Morgennotierungen aus dem Handel. Die fundamentalen Gründe sind oben kurz zusammengefasst. Solange sich die Lage nicht entspannt, dürften auch die Notierungen kaum zurückkommen. Im Gegenteil. Analysten waren vor weiter, massiv steigenden Preisen und die Anfangs Januar von diversen Instituten abgegeben Prognosen bestätigen diese Richtung, bzw. übertreffen diese zum Teil bereits. Positive Wirtschaftszahlen aus Deutschland und dem US-Arbeitsmarkt unterstützen ebenfalls. Dazu kommen – zum Teil – berechtigte Versorgungsängste. In diversen Ländern wird bereits laut über eine Auflösung von strategischen Reserven nachgedacht (dieses Szenario wurde in den USA im Sommer 2011 umgesetzt). Kaum vorzustellen, welche Preisexplosion im Falle eines Krieges um den Iran zu erwarten ist. Hoffen wir, dass all das doch noch auf diplomatischem Weg gelöst werden kann, denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

 

23.02.2012

 

12.00 Uhr - Machtkampf im Iran. Japan will Rohölimporte aus dem Iran um mehr als 20 % kürzen.  Israel rüstet sich für einen Angriff auf den Iran. Portugal verkauft Staatsanleihen. Die Chinesen greifen zu. Das alles ist "Gift" für die Preisentwicklung. Brent durchbricht wichtige Widerstände und die Bergwärtsreise geht weiter.

 

 

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Rohöl/Barrel:  Brent 122.76  Crude 106.12  $  Dollar: 0.9084 Rheinfracht: 31.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Ölbörsen folgen dem Aufwärtstrend und erreichen neue Langzeithochs. Experten warnen davor, dass in den nächsten Wochen ein weiterer „Preis-Turbo“ gezündet werden könnte. Der Iran rüstet sich für das Schlimmste. Atomstreit belastet Beziehungen zwischen Israel und den USA.

 

Der Iran will an seinem Atomprogramm festhalten. Es sei nicht militärisch, sondern auf zivile Atomenergie ausgerichtet (!!!). Die Weigerung eins uneingeschränkten Zugangs zu den Atomanlagen hat die Befürchtungen einer Eskalation geschürt. Es wird befürchtet, dass Israel seine Drohungen eines Militärschlages gegen Iran wahrmachen könnte. Da geraten sie sich aber mit den USA in die Haare, welche dringend vor unüberlegten Handlungen abrät. In Jemen waren zwar Wahlen, aber ohne Auswahl. Hier wird es sich in den nächsten Tagen/Wochen zeigen, wie die Neuausrichtung erfolgen wird (auch wenn der verhasste ex Diktator dann wieder aus den USA nach Hause kommt). Der wird ja vermutlich beim Mischen der Karten gewaltig mit hineinreden, denn zu viele seiner Familie sitzen an wichtigen Posten und lassen sich nicht so einfach wegrasieren. Im Moment ist unklar, welche „Kriegsprämie“ mit all den Unruheherden bereits in den Notierungen eingepriced ist. Experten rechnen mit weiterhin steigenden Preisen (gewisse Aussagen gehen bis zu „massiv steigend“). Hoffen wir es für uns alle – vor allem auch für die Konsumenten –nicht. Infolge des Feiertages in den USA am Montag werden die wöchentlichen DOE Lagerzahlen erst heute publiziert. Wir sind darauf und vor allem auf eventuelle Reaktionen gespannt.  

 

22.02.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 121.68  Crude 106.27 $  Dollar: 0.9113 Rheinfracht: 31.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

In Syrien droht eine humanitäre Katastrophe. Wahlen in Jemen von Gewalt überschattet. Rohölnotierung weiter deutlich im Aufwind (siehe Chart). Auch starker NIkkei Aktienindizes heute früh mit Plus-Tendenz geschlossen. Japan mit Rohölimporten aus Iran mit der EU solidarisch. Wann dreht der Iran weiteren EU Ländern den Ölhahn zu? IAEA-Inspektoren kehren erfolglos aus dem Iran zurück.

 

Das IKRK will erreichen, dass wenigstens zwei Stunden im Tag die Waffen ruhen. Da erwärmt sich sogar Russland dafür und schlägt vor, einen UN Sonderbeauftragten ins Krisengebiet zu entsenden. Die USA waren bis anhin der Meinung, der Bürgerkrieg könne auf diplomatischem Weg gelöst werden. Nun überlegt man sich aber auch andere, nicht näher definierte Massnahmen. Die Atomenergie Inspektoren kehren unverrichteter Dinge – einmal mehr – aus dem Iran zurück. Die USA beknien Israel, keine unüberlegten Schnellschüsse gegen den Iran vom Zaun zu brechen. Der Iran konnte bis anhin mit höheren Preisen der Lieferausfall von Rohöl zu kompensieren. Man darf nicht überrascht sein, wenn demnächst weitere EU Länder mit dem Boykott belegt werden. Die Wahlen in Jemen waren dort, wo sie überhaupt stattfanden, von Gewalt überschattet. Dem neuen Regierungschef muss es nun gelingen, die „Sippe“ von Ex-Diktator Saleh (weilt in den USA) aus den Ämtern zu drängen (wenn man das überhaupt will). Das dürfte nicht ohne Gewalt und Demonstrationen möglich sein. Das ganze Pulverfass wird also nicht kleiner.

Die Rohölnotierungen reagieren auf all die negativen fundamentalen Meldungen mit weiterem Anstieg. Gestern wurden diverse wichtige Widerstände nach oben durchbrochen und es könnte in gleichem Stil weitergehen.

 

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21.02.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 119.97  Crude 104.97 $  Dollar: 0.9088 Rheinfracht: 31.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Ist Griechenland mit den 130 Mrd € nun nachhaltig gerettet? Selbst die Troika bestehen gewisse Zweifel. Iran droht mit einer Ausweitung des Rohöl-Exportstopps auf weitere EU Länder und ihre Kriegsschiffe legten im Hafen von Tartus an. Atomexperten sind in Teheran eingetroffen. Chinas Geldmarkt bleibt nervös. Der Rohölhandel schliesst nach sehr volatilem Seitwärtshandel nur knapp unter Eröffnungsniveau. Der Dollar „kränkelt“ erneut. 

 

Nun liegt das Resultat der stundenlangen Verhandlungen der EU Finanzminister auf dem Tisch. Griechenland soll die nächste (letzte?) Rate mit 130 Mrd € erhalten. Ein internes Papier, welches letzte Nacht durchsickerte, zeigt auf, dass man selbst in der Troika gewisse Zweifel hat, ob Griechenland damit über dem Berg ist. Mit der erneuten Drohung, weiter EU Länder mit Rohöllieferungen zu boykottieren, liess der Iran genauso seine Muskeln spielgen, wie mit der Tatsache, dass ein Zerstörer und ein Versorgungsschiff in der Hafenstadt Tartus, einer Hochburg der Anhänger von Syriens Präsident Assad, nach dem Passieren des Suezkanals angelegt haben. Es sei eine Geste der Freundschaft und des Friedens! China kämpft um die Stärke der eigenen Wirtschaft. Es wird allgemein mit einer Zinssenkung gerechnet. An den Aktienmärkten wurde diese Meldung positiv aufgenommen.

 

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20.02.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 120.89  Crude 104.86 $  Dollar: 0.9143 Rheinfracht: 32.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Gewalt vor Wahlen in Jemen. Vereinte Nationen fordern Assads Rücktritt. Öl-Futures nach turbulentem Tageshandel auf 9-Monatshoch. Aktienmärkte mit deutlichem Gewinn. Die weitere Tranche in der Griechenlandrettung dürfte heute freigegeben werden. Iran stoppt Öllieferung nach Frankreich und Grossbritanien. Iran entsendet zum zweiten mal binnen eines Jahres Kriegsschiffe ins Mittelmeer, um Stärke zu demonstrieren.

 

Einmal mehr schaffte der Iran durch Rhetorik für Kursavancen am Ölmarkt zu sorgen. Frankreich und Grossbritanien (sind allerdings nicht die grössten Abnehmer von iranischem Öl) werden nicht mehr beliefert. Die Netto-Baisse Positionen bei Natural-Gas (meist ein Vorläufer für die Preisrichtung im Rohöl) wurden zum 7. Mal in Folge in diesem Jahr abgebaut, d.h. man wettet auf steigende Gaspreise, was demzufolge heissen könnte, dass auch Rohöl im intakten Aufwärtstrend folgen könnte. Im Sudan könnte es bis zu 6 Monaten dauern, bis durch die Pipelines wieder Rohöl in gewohnten Mengen fliesst. Der Markt wird derzeit fundamental als „bullish“ – Charttechnisch als „neutral bis bullish“ eingestuft.

 

17.02.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 120.41  Crude 102.59 $  Dollar: 0.9191 Rheinfracht: 32.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Rohöl Brent nimmt die Hürde von 120 $ pro Fass und erreicht ein 8 Monatshoch. Damit verteuerte sich Rohöl seit 1.1.2012 um 12 % (Dollarbereinigt in der Schweiz  plus 11 %). Positiv interpretierte Wirtschaftsdaten aus dem USA, Versorgungsängste sowie die Themen Iran, Israel und Syrien lösten weiteren Preisanstieg am Rohölmarkt aus. Aus charttechnischer Sicht könnte der seit längerer Zeit intakte Aufwärtstrend weiter anhalten bzw. sich sogar noch verstärkten. Der UN Sicherheitsrat ist in Sachen Sanktionen gegen Syrien weiterhin handlungsunfähig.

 

Nach verhaltenem Start und vorerst in Seitwärtsbewegung legten die Notierungen am Rohölmarkt, wie auch im US Aktienhandel deutlich zu und durchbrachen dabei nachhaltig wichtige Widerstandsmarken. Die Lichtblicke im „Rettungsschlammassel“ Griechenland begünstigten auch den Euro. Versorgungsängste mit Blickk auf die Exportausfälle aus dem Sudan und Jemen (Terroranschläge/Streiks), aber auch die Androhung eines iranischen Lieferstopps nach Europa trieben Rohöl Brent in London auf ein neues 8-Montshoch. Am US Arbeitsmarkt fielen die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe auf den tiefsten Stand seit fast 4 Jahren. Ein Hoffungsschimmer und natürlich Licht am Horizont für die Anleger. Kenner Syriens befürchten, dass Assad mit seinem Familienclan noch längere Zeit an der Macht (seit über 40 Jahren!!) bleiben und der Bürgerkrieg noch dramatischer werden könnte.

 

16.02.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 118.96  Crude 101.48 $  Dollar: 0.9271 Rheinfracht: 32.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Meldungen über die Explosion einer Ölpipeline in Syrien und den Erdöl-Exportstopp Irans für 6 europäische Länder sorgten gestern für ein Rally an den Märkten. Zudem bewirkt der erneut stärkte Dollar höhere Produktepreise in der Schweiz. Die Iraner brüskieren den Westen mit Bildern drei neuer Atomprojekte. Konflikt zwischen dem Iran und Israel spitzt sich weiter zu, nachdem iranische Terrorzellen in Bangkok Attentate gegen Israelis planten.

 

Die Meldung kurz nach 12 Uhr MEZ, dass der Iran nun gegen sechs europäische Länder ein Exportverbot für Rohöl verhängt habe, schlug an den Märkten wie eine Bombe ein (siehe Tickchart Rohöl Brent unten). Kurz darnach folgte das Dementi von offizieller Seite. Analysten meinen aber, dass es nicht mehr lange dauern könnte, bis dies Tatsache wird. Sie sehen, wie schnell solche Meldungen, ob falsch oder richtig, Wirkung zeigen. Die Bilder aus dem Iran im Zusammenhang mit der Eröffnung von neuen Atomanlagen und der Brennstabanreicherung haben Sie in den Medien gesehen. Da wird Macht demonstriert. Im Zwist zwischen Israel und Iran geht es in eine weitere Runde und die Lage bleibt hochexplosiv. Die um 16.30 Uhr publizierten DOE Lagerzahlen aus den  USA (zur Vorwoche) wurden in einer ersten Reaktion zwar leicht bearish interpretiert, doch bis Handelsschluss hielt die weiter bullishe Entwicklung an.  Die Markteinschätzung heute: Fundamental und Charttechnisch neutral bis bullish.

 

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15.02.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 118.27  Crude 101.70 $  Dollar: 0.9162 Rheinfracht: 32.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Ölwerte konsolidieren auf hohem Niveau. Der Markt sucht eine neue Richtung und die könnte – mindestens mittelfristig -  weiter deutlich nach oben gehen. Die UN Vollversammlung bereitet Resolution gegen Syrien vor. Iraker beliefern syrische Rebellen mit Waffen. Der Konflikt zwischen Israel und Iran droht zu einem Flächenbrand auszuarten.

 

Die Griechen haben gemäss der EU Kommission die Hausaufgaben noch nicht gemacht. Die Aktienmärkte handeln deshalb unentschlossen. Bei einer Resolution der UN Vollversammlung gegen Syrien dürfte der Erfolg zum vorherein fraglich sein, denn es ist weiterhin mit dem Veto von Russland und China zu rechnen. Früher kämpften Syrer im religiösen Kampf im Irak. Heute ist es umgekehrt. Es ist leider zu befürchten, dass der Bürgerkrieg in Syrien zu einem Religionskrieg ausarten wird. Und das geht – wie die Vergangenheit zeigt – meistens nicht gut. Auch im Konflikt zwischen dem Iran und Israel könnte es nach Ansicht von Kennern bald einmal kritisch werden, denn der Iran nimmt eine weitere Hürde auf dem Weg zur Atomwaffe. Es ist derzeit an vielen Orten der Welt –und hauptsächlich in ölproduzierenden Ländern - ein dermassen explosiver und desolater Zustand, dass es einem vor der Zukunft fast fürchten muss.

Mit Spannung erwartet die „Ölwelt“ heute um 16.30 die DOE Lagerzahlen aus den USA, welche meist mehr Klarheit bringen, als die letzte Nacht publizierten API Zahlen, die für viele Ölhändler Material für den Papierkorb sind so unter dem Motto „glaub nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“.

Markteinschätzung: Fundamental neutral bis bullish, Charttechnisch neutral.

 

14.02.2012

 

Rohöl/Barrel: Brent 117.40 Crude 100.65 $  Dollar: 0.9198 Rheinfracht: 32.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Während die Aktienmärkte in einer ersten Reaktion auf die „vorläufige“ Rettung Griechenlands vor dem Bankrott etwas zulegten, ging die Rohölnotierung Brent in London mit leichtem Verlust aus dem Markt. Gegenläufig konnte Rohöl Crude in New York – nach chaotischem Handel- allerdings die bedeutende Marke von 100 $ pro Dollar „knacken“.  

 

Die Bilder aus Griechenland in den Medien zeigen auf, wie erzürnt die Bevölkerung über das Handeln der Regierung und des Parlamentes (es geht ja nicht mehr lange bis zu den Neuwahlen) ist. Es ist schon erstaunlich, was dem Volk zugemutet wird. Vieles – so meinen Analysten und Spezialisten zu wissen – ist überhaupt nicht umsetzbar. Die Ratingagentur Moody?s stuft 6 weitere europäische Länder herab, darunter auch Spanien, Potugal und Italien. Im Iran ist die Erdölproduktion im Vergleich zum August 2011 um ca. 200 000 Barrel pro Tag gesunken. Das ist nicht etwa eine erste Auswirkung des Ölembargos, sondern auf mangelnde Investitionen und Wartung zurückzuführen. Ausländische Unternehmen hätten sich über die letzen Jahre hinweg in grösserem Umfang aus dem Land zurückgezogen. Das wirkt sich jetzt und vermutlich in der Zukunft noch wesentlich mehr auf die Produktion aus. Der Handel an der elektronischen Ölbörse in New York fiel aus technischen Gründen gestern vorübergehen aus. Vielleicht ist – nachdem der sogenannte Ring- bzw. Parketthandel die Notierungen übernahm – das der Grund, warum die Marke von 100 $ übersprungen hat.

 

13.02.2012

 

Rohöl/Barrel: Brent 118.28 Crude 99.41 $  Dollar: 0.9135 Rheinfracht: 32.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Die arabische Liga fordert UNO Friedenstruppen für Syrien und will die Opposition mit Geld und Waffen unterstützen. Eine zweite Mission der Beobachter der arabischen Liga wird abgelehnt. Bedeutende Reedereien verladen keine Tanker mehr im Iran mit Rohöl. Damit spitzt sich die Irankrise weiter zu. Das griechische Parlament konnte nichts anders als „JA nicken“ zur Troika Forderung. Ob das aber langfristig etwas bringt, ist äusserst fraglich.

 

Das Seilziehen um geeignete Massnahmen gegen Syrien geht weiter. Viele Länder wollen irgendetwas bewegen, doch Russland und China stellen sich weiter quer. Wie immer in Kriegen, geht es um viel (Waffen) Geld. TOTAL als erstes, grosses Ölunternehmen teilte mit, dass man iranisches Öl bereits komplett „ersetzt“ habe. Auch im Sudan wirken sich die Streitigkeiten bereits auf den Export von Öl aus. Das Sparpaket passierte (mit Zähneknirschen) im griechischen Parlament und die Märkte reagieren positiv. Die griechische Bevölkerung sieht sich durch „dieses“ Parlament nicht mehr vertreten, das zeigen die Reaktion übers Wochenende auf den Strassen. Der Markt wird sowohl charttechnisch wie auch fundamental derzeit als „neutral“ eingestuft. Ausschläge in beide Richtungen dürften auch in der/den kommenden Woche/n nicht ausgeschlossen werden.

 

10.02.2012

 

Rohöl/Barrel: Brent 118.00 Crude 99.90 $  Dollar: 0.9129 Rheinfracht: 31.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Die Troika lässt Griechenland – nachdem die  Regierung die bittere Pille geschluckt hat – weiter zappeln. Gasoil an der Börse London auf 9 Monatshoch. Rohöl Curde in New York handelt knapp unter der psychologischen 100 $ Marke. Syrische Protesthochburg Homs unter Dauerbeschuss. Die Aussenbeauftragte der EU kritisiert Russland scharf wegen dem Veto. Iran hat nun das Ölembargo GEGEN die EU beschlossen und will Weizen mit Gold und Öl bezahlen. Rheinfracht steigen kontinuierlich weiter. Droht ein Luftangriff Israels gegen den Iran?

 

Griechenland beugt sich dem Verdickt, wenn auch mit Zähneknirschen. Aber der Troika reicht das noch nicht. Erstens muss das Parlament die Beschlüsse der Regierung noch bestätigen und zweitens ist überhaupt nicht klar, wie die zusätzlichen Einsparungen erreicht werden. Auch eine weitere Rate der EU ist vermutlich nur ein „Herauszögern“ des Staatsbankrottes. Der Iran will nun EU mit dem Ölembargo zuvorkommen. Das könnte für einige EU Staaten ungemütlich werden. Der Iran muss nun dringend neue Abnehmer für Rohöl finden und hat auch angekündigt, Milliarden in neue Raffinerie Kapazitäten zu investieren, um Fertigprodukte handeln zu können. Bei den Rohölnotierungen steht die momentan weltweite Nachfrage nach Fertigprodukten im Fokus (Witterungsbedingt). Vorläufig scheint keine Ende der (Aufwärts) Fahnenstange in Sicht. In Sachen „Luftangriff Israels gegen den Iran“ hofft Präsident Obama immer noch auf eine diplomatische Lösung. Aber das könnte sich schnell ändern und die Auswirkungen auf die Märkte könnten katastrophale Auswirkungen haben. Die Arbeitsmarktzahlen aus den USA fallen besser als erwartet aus. (Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe). Chinas Import-/ Exportzahlen deuten aber auf Abschwächung der Wirtschaftsleistung hin. Die Ausfälle aus den europäischen Petroplus Raffinerien machen zum Teil schwere Probleme in der Versorgung.

 

09.02.2012

 

Rohöl/Barrel: Brent 117.56 Crude 99.15 $  Dollar: 0.9105 Rheinfracht: 28.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Leider konnten wir Sie gestern infolge einer technischen Umstellung in unserem System nicht über den Markt und die Preise informieren.

 

Nach vorübergehendem „Unwohlsein“ nach den DOE Zahlen ging die Reise im Abendhandel weiter bergwärts (Notierungen waren seit 1.1.2011nur im April 2011 noch höher). Rheinfrachten steigen infolge stark zunehmender Nachfrage nach Frachtraum (die von der Petroplus Raffinerie ausfallenden Mengen müssen ja irgendwie in die Schweiz kommen !!). Auch die Pegelstände sinken. Die Versorgungslage in der Schweiz ist angespannt. Die Logistik des gesamten Ölhandels in der Schweiz läuft auf am äussersten Limit. Bitte überprüfen Sie Ihren Bedarf.

 

In Griechenland streitet man (berechtigt) weiter um die Rentenkürzungen. Die gestern publizierten DOE Lagerzahlen. Sie brachten aber keine zuverlässigen Hinweise über die Entwicklung an der Preisfront. Das „Theater“ um die Embargos von oder gegen den Iran, die bürgerkriegsähnlichen Zustände in Syrien diktieren weiter das Geschehen an den Ölbörsen und das könnte auch weiter so bleiben, bzw. sich eventuell sogar verstärken. China und Russland liefern trotz Embargo Waffen nach Sudan (auch ein Krisen- und Kriegsgebiet). Die arabische Liga diskutiert eine eventuell zweite Mission in Syrien (wie von Russland vorgeschlagen). Ob diese dann mehr Erfolg bringen soll, darf wirklich in Frage gestellt werden.

An der Einstufung des Marktes (siehe gestrigen Rapport) hat sich nichts geändert.

 

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08.02.2012

 

Rohöl/Barrel: Brent 116.48 Crude 99.20 $  Dollar: 0.9110 Rheinfracht: 25.50.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Warum sollte eine zweite Mission in Syrien – wie von Russland vorgeschlagen – zum Erfolg führen? Weitere Länder schliessen ihre Botschaften, während das Schlachten weitergeht. Verschiedene Importeure in der Schweiz stossen mit den verfügbaren Mengen an ihre Grenzen (siehe Vermerk von gestern auf unserer Homepage). Die Rohölnotierungen – vor allem die Gasoil-Notierungen (physische Produkte – siehe 24 Std. Tickchart unten) schiessen weiter in die Höhe. Dabei übertrifft Gasoil in London kurz die Marke von 1000 $ pro Tonne. (letztmals Mitte November 2011 so hoch). Die Anleger im Aktiengeschäft haben ihren Fokus weiter in Richtung Lösung des „Pleitegeiers“ in Athen.

Goldmann Sachs mit neuen Rohöl-Prognosen für 2012:

123.5 $ im Crude (New York- derzeit bei 99.20) –

127.5 $ bei Brent in London (derzeit bei 116.48).

Und meistens haben sich diese „Gurus“ – bevor sie solche Prognosen herausgeben – bereits in diese bullishe Richtung engagiert.

 

Infolge technischer Umstellung am Versandsystem erfolgen heute KEINE Preisinformationen.  

 

Die Welt ist weiterhin empört über das Veto von Russland und China zur Umsetzung von griffigen Sanktionen des UN  Sicherheitsrates gegen Syrien. Russland will zwischen ihrem „Freund“ Assad und der Weltengemeinschaft vermitteln und schlägt eine zweite Mission der arabischen Liga vor. Wozu und mit welcher Absicht denn? Solange Baschar Al-Assad an der Macht ist, driftet das Land in einen fürchterlichen Bürgerkrieg ab. Und es nützt auch nichts, wenn sich der UNO Generalsekretär bestürzt über die Lage in Syrien äussert. Verbessert wird dadurch auch nichts, sondern zeigt nur auf, wie „handlungsunfähig“ dieses Gremium in Tat und Wahrheit ist. Reformen wären wirklich überfällig. Es kann ja wirklich nicht sein, dass zwei Ländern gegen den Rest der Welt stimmen. Der Iran will massiv in Raffineriekapazität investieren, um unabhängiger vom Rohölexport zu werden. Dies forderte vor allem das geistige Oberhaupt, Ayatollah Ali Khamenei.

Die Märkte werden derzeit charttechnisch „neutral“ und fundamental „bullish“ eingestuft.

 

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07.02.2012

 

11.30 Uhr - Die Verfügbarkeit, speziell bei Heizöl, ist bei diversen Importeuren bereits stark eingeschränkt (die anhaltende Kälte hat den Verbrauch massiv in die Höhe getrieben).  Dazu kommt, dass die Mengen aus der im Moment stillgelegten Petroplus Raffinerie in Cressier auf dem Markt fehlen. Wir wollen nicht schwarz malen, aber die Situation könnte sich noch verschärfen, wenn die Kältewelle weiter anhält. Wir sind im Moment noch gut versorgt an unseren Lagern.

 

Rohöl/Barrel: Brent 116.36 Crude 97.28 $  Dollar: 0.9169 Rheinfracht: 20.50 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Rohöl der Sorte Brent ist seit Freitag 3.2.12  um ca. 3.5 % gestiegen, die Preise dollarbereinigt in der Schweiz rund plus 4.3 %. Der einzige Grund ist nicht etwa, dass wegen den eisigen Temperaturen in unseren Regionen das Heizöl reissenden Absatz findet. Unterstützt werden die Notierungen auch wegen: Obama verschärft Iran Sanktionen – EU bereitet sich auf auf Ölembarge (aus Sicht des Irans oder gegen den Iran ?) vor – Iran lässt Bodentruppen aufmarschieren. Diese Fundamentals könnten die Preise – die früheren Prognosen lassen grüssen – deutlich weiter in die Höhe treiben. Rheinfrachten mit steigender Tendenz (mehr Nachfrage nach Frachtraum – sinkende Pegel – noch keine Einschränkungen auf dem Rhein wegen Eis). Schwefelfreies Heizöl mit vielen Vorteilen im Vormarsch.

 

Der Atomstreit im Iran spitzt sich erneut zu. Drohungen zu Hauf – bis zur Schliessung der Strasse von Hormus – werden vom Regime sowie den geistlichen Führern vor allem in Richtung EU, Israel, USA und den arabischen Staaten ausgesendet. Iranische Bodenstreitkräfte beganen am Samstag Manöver im Süden des Landes. Obama weitet die bereits ergriffenen Sanktionen  gegen den Iran weiter aus. Es geht in erster Linie um Bankenverbindungen iranischer Regierungsmitglieder und Firmen, welche in Ölgeschäfte mit dem Iran involviert sind. Die EU und die ganze Weilt schaut weiter auf das Fiasko um die Rettung Griechenlands. Gestern hörte man ja Drohgebärden aus den Reihen hoher EU Funktionäre. Dies belastete vor allem die weltweiten Aktienindizes, welche allerdings uneinheitlich aus dem Markt gingen.

 

Schwefelfreies OEKO Heizöl wird in Deutschland offenbar bald zum Standard. Bereits  84 % der Konsumenten schätzen die Vorteile von OEKO. (nahezu rückstandsfreie Verbrennung, bessere Stickoxydwerte etc.). Im Zusammenhang mit der neuen Brennwerttechnik darf man sicher auch von einem Minderverbrauch sprechen. Dies sollten Sie sich bei einem anstehenden Brennerersatz gut überlegen, denn gerade Meldungen, wonach gestern in verschiedenen Regionen der Schweiz die Gaslieferungen ausfielen (weilt die Zulieferer einfach überfordert sind), zeigen: Mit Heizöl hat man die Wärme im Tank und kann sie einfüllen, wenn die Preise stimmig sind. Und nicht zuletzt wegen dem wesentlich tieferen Schwefel- und Stickstoffgehalt tut man auch der Umwelt und den kommenden Generationen etwas zuliebe.

 

 

03.02.2012

 

Rohöl/Barrel: Brent 112.35 Crude 96.49 $  Dollar: 0.9177 Rheinfracht: 14.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Steckt hinter dem Blutbad beim Fussballspiel in Ägypten ein politisches Manöver?  Für die Petroplusgruppe gibt es möglicherweise wieder Hoffnung. Ein deutscher Investor meldet Interesse an allen Raffineriestandorten an. Der Iran bringt erneut Satelliten ins All und demonstriert seine Macht und schürt weitere Ängste. Der US Verteidigungsminister Panetta schliesst israelischen Angriff auf den Iran ab April 2012 nicht mehr aus. Die europaweite Kältewelle verursacht reissenden Absatz im Heizöl. Prognosen zufolge soll der Ölpreis 2012 um weitere 15 % steigen.

 

2.2.2012 Prognose: Ölpreise steigen 2012 erneut um 15 Prozent

Crude Preis liegt heute bei 96.50 $ pro Fass

Laut Prognosen der drei Ölexporteure Saudi-Arabien, Russland und Mexiko, deren Vorhersagen in der Vergangenheit sehr treffsicher waren, wird dieser Trend auch 2012 anhalten. Diese Länder gehen von einem durchschnittlichen Rohölpreis von 111 Dollar je Barrel aus, was einer Steigerung von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Ölpreis-Prognosen basieren auf den Angaben der Länder Saudi-Arabien, Russland und Mexiko. Bezogen auf den Betrachtungszeitraum 1999 bis 2011 erwiesen sich die Preiserwartungen dieser Länder als die zuverlässigsten Gradmesser für den Rohölpreis. Viele Marktakteure schätzten den Ölpreis zu niedrig ein, während die Ölexporteure den Ölpreis mit Blick auf die nationalen Haushalte betrachten würden, um künftige Ausgaben und erwartete Einnahmen gegenüberzustellen

 

 

 

02.02.2012

 

Rohöl/Barrel: Brent 112.12 Crude 97.62 $  Dollar: 0.9162 Rheinfracht: 14.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Der gestrige Tag brachte wenig Überraschungen. Nach nervösem Handel schloss Rohöl in London auf Morgenniveau, New York etwas tiefer. Die DOE Lagerzahlen fielen leicht bearish aus, die Reaktion jedoch moderat. Die bürgerkriegsähnlichen Kämpfe in Syrien halten an. Dollar kränkelt wieder. Aktienmärkte zum Teil deutlich im Plus (Gerüchte um eine Lösung über eine Umschuldung in Griechenland stehe kurz bevor – hellten die Stimmung auf). Die weitere Preisentwicklung der Ölpreise wird nicht zuletzt vom Dollar abhängen.

 

01.02.2012

 

Rohöl/Barrel: Brent 111.30 Crude 98.67 $  Dollar: 0.9235 Rheinfracht: 14.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Die Kriegsmaschine in Syrien läuft auf Hochtouren. Der UNO Sicherheitsrat berät Sanktionen. Das Veto Russlands könnte sich aufweichen. Der Krieg ums Öl am Nil rückt näher – ein weiterer Krisenherd. Die Region im arabischen Raum steht erneut davor, unkontrollierbar zu werden. Auch Südkorea denkt über weniger Öllierungen aus dem Iran nach. Deutschland bekommt weniger Gas wegen der bissigen Kälte in Russland. Exxon Mobile mit schwachem 2011 Raffineriegeschäft, aber trotzdem mit Riesengewinn.

 

Rohölnotierungen: Nach nervösem Handel schlossen die Märkte auf Morgennniveau.

Aktienmärkte: Auch hier enorme Volatilität im Tageshandel. Leichte Verluste bis leichte Gewinne.  

Dollar:  Konnte etwas Boden gutmachen.

Iran: Im Sog der USA, Janpan und der EU denkt auch Südkorea darüber nach, kein Rohöl mehr aus dem Iran zu importieren. Der Exportanteil Irans nach Japan und Südkorea beträgt rund 20 %.

Syrien: Die US Aussenministerin Clinton meinte gestern im UN Sicherheitsrat: Jetzt müssen wir uns entscheiden, ob wir das syrische Volk oder die Regierung im Kampf gegen das eigene Volk unterstützen. Die ganze Welt macht zwar Druck auf Al-Assad, aber nur in homöopathischen Dosen. Eine Resolution wird derzeit im UN Gremium beraten und es könnte sein, dass sich das Veto Russlands aufweicht. Experten meinen, dass ein Bürgerkrieg in Syrien unausweichlich ist und auch andere Länder der Region, welche noch nicht gefestigt sind, mit in den Bann ziehen könnten.

Gas nach Deutschland: Das aus früheren Jahren bekannte Szenario könnte sich aus anderen Gründen wiederholen. Da Russland wegen der eisigen Kälte viel mehr Gas im eigenen Land benötigt, könnten die Mengen für den Export deutlich gekürzt werden. Da hat man es gut mit Heizöl, denn da lagert der Vorrat im Tank.

Exxon: Das Raffineriegeschäft des weltweit zweitgrössten Ölunternehmens vermeldet für das 4. Quartal im  Raffineriegeschäft deutlich schmalere Gewinne. Aber übers ganze muss man kein Erbarmen haben, denn der Konzerngewinn stieg um 2 % gegenüber 2010.

Sudan: Nach dem Scheitern eines Krisengipfels zwischen Sudan und dem seit Kurzen unabhängigen Südsudan rückt die Wahrscheinlichkeit eines Ölkrieges zwischen diesen beiden Staaten immer mehr in Griffnähe. Also ein weiterer Krisenherd.   

 

Die Entwicklungen in verschiedenen erdölproduzierenden Ländern stimmt derzeit nicht wirklich optimistisch und man muss befürchten, dass die Prognosen, welche für 2012 zum Teil Barrelpreise von 150 $ und mehr aussagen, leider Tatsache werden könnten. Wir alle hoffen es nicht.

 

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