AVIA Vereinigung Schweiz

29. Januar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 34.51 $  Crude (WTI): 35.36 $  Gasoil  306.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0178  Rheinfracht: 19.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Spekulationen um Produktionskürzungen – Analysten bleiben weiter skeptisch

 

Die Kommentare und das Gerede über mögliche Treffen und eine Kooperation zwischen Russland und der OPEC für eine gemeinsame Regulierung des Überangebots, sorgt für eine erhöhte Volatilität. Man käme nun in eine Phase, in der Preisschwankungen von bis zu 15% möglich seien, weshalb man extrem vorsichtig agieren müsse. Sollten Produktionskürzungen tatsächlich folgen, könnte der Ölpreis auf 50 Dollar nach oben schnellen.

Man ist ebenfalls sehr skeptisch, dass ein Meeting tatsächlich Produktionskürzungen bringen würde. Die aktuellen Kommentare seien eher als Versuch zu verstehen einen Stimmungswandel am Markt herbeizuführen. An eine Änderung des Überangebots am physischen Markt glaube man nicht.

Die OPEC befindet sich in einer Zwickmühle, da die jetzigen Preisniveaus viel zu niedrig sind um die Staatshaushalte auszugleichen. Eine Produktionskürzung und ein damit verbundener rascher Preisanstieg würde kurzfristig zwar Entlastung schaffen, die Produktion von Nicht-OPEC-Ländern wird damit aber ebenfalls wieder rentabler, sodass diese weniger deutlich sinken wird als bisher gedacht.

 

Fundamental neutrag bearish    Chartanalyse neutral bullish

 

 

 

28. Januar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 33.21 $  Crude (WTI): 31.27 $  Gasoil  298.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0169  Rheinfracht: 20.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Futures ziehen an – DOE und Spekulationen um Produktionskürzung

 

Die in dieser Woche aufgekommenen Gerüchte bezüglich einer möglichen Zusammenarbeit zwischen OPEC und Russland und einer höheren Flexibilität bei der Ölproduktion sorgen für Verunsicherung im Markt. Noch gibt es zwar keine klaren Anzeichen einer künstlichen Reduzierung des Angebots, zumal Länder wie Kuwait und die Vereinten Arabischen Emirate die aktuelle Strategie der gezielten Überversorgung weiter verteidigten. Bei der aktuellen Überversorgung und der steigenden Produktion des Irans und der Tatsache, dass die US Ölförderung erst zur Jahresmitte hin deutlich rückläufig erwartet wird, könnte eine Kürzung zum jetzigen Zeitpunkt zu früh kommen und damit kontraproduktiv sein.

Vor allem zielen die Ölproduzenten weiterhin auf Produktionskürzungen der Konkurrenten ab während das eigene Niveau beibehalten werden soll. Fakt bleibe, dass die fundamentale Konstellation weiter extrem weich sei.

Bei den Inlandspreisen deuten sich für den Vormittag rechnerisch unterdessen einmal mehr starke Preissteigerungen an.

 

Fundamental neutrag bearish    Chartanalyse neutral

 

 

 

27. Januar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 31.21 $  Crude (WTI): 30.69 $  Gasoil  279.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0167  Rheinfracht: 21.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

API Zahlen belasten nach Preisanstieg auf Grund von Spekulationen

 

Der Irak will eine neue "Flexibilität" in Sachen Produktionsmengen bei Russland und Saudi-Arabien erkannt haben und hat damit die Spekulationen um eine Kooperation in Sachen Produktionskürzung zwischen OPEC und Nicht-OPEC-Ländern angeheizt. So lange es innerhalb der OPEC allerdings Länder gibt, die eine Produktionskürzung ablehnen, ist ein gemeinsames Vorgehen, und damit auch eine Produktionskürzung, ausgeschlossen. Vor allem mit der steigenden Produktionsmenge des Iran ist eine Einigung mit Saudi-Arabien weiter unwahrscheinlich. Hinzu kommt, dass der kuwaitische Ölminister die bisherige Strategie der Überversorgung weiter verteidigt.

2016 wird vermutlich dennoch das Jahr einer deutlich sinkenden US Ölförderung werden, nachdem Unternehmen wie Hess, Continental Resources und Nobel Energy weitere Budget- und Produktionskürzungen angekündigt haben.

Die Börsianer werden heute allerdings erst einmal ein Auge auf die US Ölbestandsdaten des DOE haben. Das Zahlenwerk des API deutet an, dass die US Rohölbestände vermutlich neue Allzeithochs erreicht haben.

 

Fundamental bearish     Chartanalyse neutral

 

 

 

26. Januar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 29.63 $  Crude (WTI): 29.50 $  Gasoil  266.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0127  Rheinfracht: 21.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Preisrallye zum Wochenauftakt beendet – WTI zurück unter 30 Dollar

 

Die technische Preisrallye von letzter Woche hatte als Auslöser zwar ein paar bullishe Meldungen (EZB, Schneesturm, DOE), angetrieben wurde sie allerdings durch Gewinnmitnahmen aus Short-Positionen (Short-Coverings).

Bei den Monatsberichten der EIA und IEA wurde klar, dass sich das Ölnachfragewachstum 2016 verlangsamen wird. Saudi-Arabien hofft zwar noch immer, dass die niedrigen Preisniveaus den Verbrauch ankurbeln, in vielen Ländern profitieren die Konsumenten nun allerdings nicht mehr von den weiter fallenden Preisen. Substitutionen auf Treibstoffe wurden reduziert und im Fall Chinas sogar Mindestpreise eingeführt.

Der Markt konzentriere sich nun wieder verstärkt auf verschiedene fundamentale Faktoren, die noch bearisher werden könnten. So lange immer noch mehr Öl auf den Markt komme (Iran, Irak, Saudi-Arabien) gebe es aktuell weiter keinen Grund, weshalb die Ölpreise anziehen sollten.

 

Fundamental bearish     Chartanalyse neutral bearish

 

 

 

25. Januar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 31.87 $  Crude (WTI): 32.06 $  Gasoil  288.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0136  Rheinfracht: 21.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Fester Wochenstart nach Preisrallye – WTI schon über 32 Dollar

 

Die Preise für Rohöl sind in der letzten Woche unter 27 Dollar gerutscht, befinden sich momentan allerdings mitten in einer Korrekturphase. Trader hatten in dem extrem bearishen Marktumfeld der letzten Wochen ihre Short-Positionen immer weiter ausgebaut und damit von dem Preisrutsch auf 13-Jahrestiefs profitiert. In der letzten Woche gingen die Gründe aus, um diese Positionen weiter auszubauen.

Der Blizzard an der US Ostküste ist zunächst zwar bullish, da sich physische Marktteilnehmer aus Angst um Versorgungsengpässe mit Long-Positionen und Waren eindecken. Das Schlimmste scheint mit dem Wochenende jedoch bereits vorüber zu sein, sodass sich der Blizzard über die Nachfrage nachgelagert auch bearish auswirken kann. Durch massive Verkehrsbehinderungen wird die Reiseaktivität und damit die Ölnachfrage vermutlich niedriger als sonst sein.

Analysten schätzen den Markt, auch mit der massiven Kurskorrektur, insgesamt weiter bearish ein. Panik habe über den Verstand gesiegt, so das Fazit.

 

Fundamental neutral bearish     Chartanalyse neutral bullish

 

 

 

 

22. Januar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 30.86 $  Crude (WTI): 30.94 $  Gasoil  273.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0088  Rheinfracht: 21.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Genug ist genug - Short-Coverings lassen Preise nach oben schnellen

 

Der charttechnische Verkaufsdruck hatte am Donnerstagmorgen abgenommen. Ohne Argumente für eine Aufwärtsreaktion blieb die fundamentale Stimmung dennoch unverändert bearish. EZB Präsident Draghi deutete bei der Pressekonferenz im Anschluss an die gestrige Ratssitzung neue expansive Schritte ab März an, in Libyen wurden erneut Öltanks in Brand gesteckt, der nigerianische Ölminister drängte erneut auf ein Sondermeeting, während der aserbaidschanische Präsident Bereitschaft signalisierte die Ölproduktion in einer koordinierten Maßnahme mit der OPEC zu reduzieren. Die Bestandsdaten des DOE lösten dann einen regelrechten Kaufschub aus. Marktteilnehmer stürzten sich ausschließlich auf die bullishen Aspekte des Berichts, der so die Short-Coverings verstärkte. Eine charttechnische Preisrallye, in der Marktteilnehmer panikartig Short-Positionen mit Käufen glattstellten, katapultierte die Notierungen am späten Abend schließlich auf neue Hochs.

 

Fundamental neutral bearish     Chartanalyse bullish

 

 

 

21. Januar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 27.58 $  Crude (WTI): 28.04 $  Gasoil  247.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0031 Rheinfracht: 21.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Bearishe Faktorkombination – Futures erneut mit Langzeittiefs

 

Im Vergleich zum Wochenbeginn war die fundamental und charttechnische Ausgangssituation am Mittwochmorgen deutlich bearisher. Einbrechende Aktienmärkte, Erwartung gestiegener US Ölbestände und technische Verkaufssignale verstärkten den Verkaufsdruck an den Ölbörsen.

Die Monatsreports der IEA, EIA und OPEC hatten diese und letzte Woche mehr Klarheit gebracht, was die weitere Entwicklung der Marktlage angeht. Diese werde sich allerdings aller Voraussicht nach vorläufig nicht verbessern. Zwar rechnen alle mit einem deutlichen Rückgang der US Ölförderung in 2016 und haben ihre Zahlen im Vergleich zu den letzten Prognosen sogar noch einmal nach oben korrigiert, jedoch wird die erwartete Produktionssteigerung des Iran und anderer OPEC-Länder die geringere Produktion vermutlich aufwiegen.

Hinzu kommt die Umstrukturierung der chinesischen Wirtschaft, die bisher durch eine starke Industrie geprägt war. Mittlerweile wird der Wachstumsfokus aber immer mehr auf den weniger energieintensiven Dienstleistungssektor gelegt. Länder kürzen Subventionen für fossile Energien oder führen wie im Falle Chinas Mindestpreise ein.

 

Fundamental bearish     Chartanalyse neutral

 

 

 

20. Januar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 28.01 $  Crude (WTI): 27.51 $  Gasoil  257.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0009 Rheinfracht: 21.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Futures weicher, Euro fester – Inlandspreise geben am Morgen nach

 

Die Exportsteigerung des Iran wurde in den letzten Wochen von vielen Marktteilnehmern bereits eingepreist. Dabei wurde das volle Potenzial jedoch sicherlich nicht berücksichtigt, denn bisher herrscht noch ein hohes Maß an Unsicherheit unter den Experten, wie schnell der Iran seine Ölproduktion wieder auf Vordermann bringen kann, was die Volatilität am Markt erhöht.

Mit den nach unten korrigierten Wachstumsaussichten der Weltbank und des IWF hat sich ebenfalls kaum neuer Optimismus im Markt gebildet. Das Ölnachfragewachstum Chinas war 2015 zwar sehr gut, allerdings ist China auch erstmals zu einem Nettoexporteur von Produkten geworden. 2016 wird sich das Nachfragewachstum sowohl in China als auch im Rest der Welt verlangsamen, während Produktionsrückgänge der Nicht-OPEC-Länder durch neues Potenzial aus dem Iran oder auch Libyen kompensiert werden können. Der Ausblick bleibe daher weiter ziemlich negativ.

 

Fundamental bearish     Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

18. Januar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 28.12 $  Crude (WTI): 28.67 $  Gasoil  268.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0051 Rheinfracht: 21.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Iran-Sanktionen aufgehoben

 

Die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran sind für die Ölbörsen ein Schlüsselereignis. Der Iran wird seine Ölexporte kurzfristig mit bereits auf Schiffen befindlichem Öl steigern können und den Wiederaufbau seiner Ölindustrie forcieren. Der Iran wird nun aber alles daran setzen Öl zu verkaufen, denn für den Wiederaufbau seiner Industrien braucht das Land dringend Geld. Auch wenn die Ölpreise momentan auf dem niedrigsten Stand seit 2003 sind, so bessert jedes Barrel verkauftes Rohöl die leeren Staatskassen auf.

Da der Markt laut EIA aber auch so im Januar schon überversorgt ist, wird der Iran Probleme haben Abnehmer für sein Öl zu finden. Vermutlich wird er mit Rabatten versuchen Käufer aufzutreiben, was einen Preiskrieg mit anderen Ländern, insbesondere Saudi-Arabien, auslösen könnte. Wenn der Iran Öl verkauft, geht dies zu Lasten der Marktanteile anderer Produzenten. Bei den aktuell niedrigen Preisen kann es sich jedoch kein Ölproduzent leisten weniger Öl zu verkaufen, sodass die Abwärtsspirale an den Ölmärkten hieraus neuen Schwung erhält.

 

Fundamental bearish     Chartanalyse neutral

 

 

 

15. Januar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 30.24 $  Crude (WTI): 30.31 $  Gasoil  284.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0053 Rheinfracht: 21.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Short-Coverings stützten gestern – USA bestätigt: Iran hat Anforderungen erfüllt

 

Die Futures an ICE und NYMEX starteten mit bearishen Vorgaben in den Donnerstagmorgen. Vor allem von fundamentaler Seite her gab es kaum Anlass für eine Aufwärtskorrektur, belasteten doch die US Ölbestandsdaten des DOE vom Mittwochnachmittag sowie die Möglichkeit der Aufhebung der Iransanktionen am Wochenende. Charttechnisch blieben indes neue Impulse aus. Nach dem Abprall von der 30 Dollar-Marke bei WTI am Dienstag tauchten knapp oberhalb dieses Niveaus allerdings auch gestern wieder Käufe auf, mit denen Short-Positionen abgedeckt wurden.

Sollte die IAEA heute tatsächlich grünes Licht geben, könnte Teheran bereits kommende Woche seine Ölexporte drastisch steigern, indem es auf eingelagerte Mengen zurückgreift. Wie schnell, stark und wie lange die Preise dann fallen, wird vermutlich davon abhängen, in welcher Zeit und in welchem Umfang der Iran seine Ölproduktion steigert. Auch wenn die Aufhebung der Sanktionen noch nicht beschlossen ist, so werde nun eine Zeit mit noch mehr Rohölangebot beginnen. Vermutlich werden daraufhin auch die Saudis noch einmal mehr Rohöl produzieren.

 

Fundamental bearish     Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

14. Januar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 30.39 $  Crude (WTI): 30.84 $  Gasoil  285.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0082 Rheinfracht: 21.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Aufhebung der Iran-Sanktionen und bearishe Bestandsdaten belasten

 

Nach dem Abprall an der 30 Dollar-Schlüsselunterstützung bei WTI war die charttechnische Ausgangssituation am Mittwochmorgen neutral zu bewerten. Der Verkaufsdruck war aus charttechnischer Perspektive abgearbeitet und Short-Coverings wurden auf diesem Niveau attraktiv. Die Futures korrigierten am Vormittag entsprechend leicht aufwärts und erhielten dabei auch Rückenwind von den gestiegenen Rohölimporten Chinas, auch wenn diese vermutlich vor allem durch strategische Käufe so hoch waren.

Die Überversorgung könnte kurzfristig noch einmal kräftig zunehmen, da Meldungen die Runde machen, dass die IAEA eventuell schon am Freitag dem Iran bescheinigt alle erforderlichen Maßnahmen aus dem Atomabkommen umgesetzt zu haben. Die Sanktionen könnten dann schon am Wochenende aufgehoben werden. Mit diesem Ausblick wird eine Aufwärtsbewegung vor dem Wochenende wohl kaum möglich sein, da kommende Woche keiner spekulative Long-Positionen halten will, wenn der Iran sein eingelagertes Rohöl auf einem ohnehin überversorgten Markt anbietet.

 

Fundamental bearish     Chartanalyse neutral

 

 

 

13. Januar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 31.04 $  Crude (WTI): 30.72 $  Gasoil  293.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0042 Rheinfracht: 23.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Schlüsselunterstützung bei 30 Dollar erreicht – Short-Coverings trotz bearishen Ausblicks

 

Die fundamental und charttechnische Ausgangssituation an den Ölbörsen in New York und London war bereits am frühen Dienstagmorgen bearish und begünstigte weitere Abwärtstests. Kommentare aus Kreisen der OPEC, laut derer mehrere Mitglieder auf ein Sondermeeting drängen, der Gasoil Frontmonatswechsel, sowie ein technisches Kaufsignal bei NYMEX Gasoline begünstigten am Mittag zwar Short-Coverings, der Preisanstieg blieb allerdings wenig nachhaltig.

Die 30 Dollar Marke bleibt auch heute Morgen weiter in Reichweite für die Trader, da sich Short-Coverings bisher in Grenzen hielten. Die gestiegenen chinesischen Ölimporte stützen zwar leicht, allerdings sind diese wohl hauptsächlich auf strategische Käufe auf Grund des niedrigen Ölpreises, zurückzuführen.

 

Fundamental bearish     Chartanalyse neutral

 

 

 

12. Januar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 30.66 $  Crude (WTI): 30.63 $  Gasoil  293.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9977 Rheinfracht: 27.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Neue 12-Jahrestiefs erreicht – Analysten senken Preisprognosen

 

Ein Ende der Überversorgung scheint am Ölmarkt weiter nicht in Sicht zu sein. Experten sehen die chinesische Ölnachfrage skeptischer als noch im letzten Jahr, da nicht nur das Wirtschaftswachstum schwächelt, sondern auch der Yuan abwertet und damit das in Dollar gehandelte Öl für Käufer aus China teurer macht.

Die Situation wird durch die bevorstehenden Ölexporte des Iran nicht besser. Auch wenn es noch kein Datum für die Aufhebung der Sanktionen gibt, wird sich die Überversorgung vermutlich erst noch deutlich verschlimmern.

Der Preisverfall an den Ölbörsen setzt sich auch heute Morgen weiter fort und Marktteilnehmer scheinen die 30 Dollar nun ins Visier zu nehmen. Sowohl charttechnisch als auch fundamental deutet alles auf ein weiteres Ausloten des Abwärtspotenzials hin und Signale für eine nachhaltige Gegenbewegung sind nicht in Sicht.

 

Fundamental bearish     Chartanalyse bearish

 

 

 

11. Januar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 32.54 $  Crude (WTI): 32.35 $  Gasoil  294.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9952 Rheinfracht: 29.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die Überversorgung bleibt das vorherrschende Thema an der Börse

 

Der aktuelle Rückgang der Anzahl der US Ölbohranlagen von 536 auf 516, hat keinen unmittelbaren Einfluss auf die Produktionsleistung, da vor allem die ineffizienten Anlagen stillgelegt werden.

 

Enttäuschende Wirtschaftszahlen aus Deutschland und positive Arbeitsmarktdaten aus den USA.

 

Die aktuell schwache chinesische Währung verteuert das Öl für Käufer aus China und senkt damit mutmaßlich dessen Ölnachfrage.

 

Lagerbestände in Europa sind nahe an der Kapazitätsgrenze.

 

Fundamental bearish    Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

08. Januar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 34.22 $  Crude (WTI): 33.68 $  Gasoil  308.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.997 Rheinfracht: 29.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Aufwärtskorrektur – Analysten sehen dennoch Abwärtspotenzial

 

Mit den neuen historischen Tiefstpreisen machen Gerüchte um ein Sondermeeting der OPEC die Runde. Dies ist wenig überraschend, jedoch scheint das Kartell bisher kein Treffen zu planen. Man habe keine Kenntnis von einem außerordentlichen Treffen.

China hatte nach dem Börsencrash im letzten Sommer Großaktionären, die 5% oder mehr an einem Unternehmen halten, ein Verkaufsverbot für ihre Anteilsscheine erteilt. Dieses sollte nun eigentlich aufgehoben werden, was zum Teil mitverantwortlich für die neuerlichen Crashs in dieser Woche gemacht wird.

Mehrere ölproduzierende Länder wie Iran, Irak und auch die Vereinten Arabischen Emirate planen weiter mit Investitionen zum Ausbau ihrer Förderung. Alleine der Iran gibt an, dass man binnen kurzer Zeit die Produktion steigern könne, während eine Produktionskürzung der OPEC weiter unwahrscheinlich bleibt. Das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage wird daher nicht allzu schnell ausgeglichen sein und eher noch zunnehmen.

 

Fundamental bearish     Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

7. Januar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 32.48 $  Crude (WTI): 32.37 $  Gasoil  301.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0054 Rheinfracht: 30.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Preisverfall geht weiter....

 

Der religiös-politische Konflikt zwischen Iran und Saudi-Arabien wird zunehmend bearish gesehen, da zukünftig wohl keiner der beiden zu Gunsten des anderen freiwillig seine Ölexporte reduzieren wird. Sobald die Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden, dürfte die Verfügbarkeit im physischen Markt stark steigen, da damit zu rechnen ist, dass Saudi-Arabien weiter auf Rekordniveau Öl fördert. Bei zunehmend ausgelasteten Lagerkapazitäten wird nur noch derjenige Abnehmer für sein Öl finden, der die physische Ware günstig genug anbietet.

Der Kurseinbruch und Börsencrash an den chinesischen Aktienmärkten - der Yuan wertete massiv ab und die Aktienindizes brachen so stark ein, dass der Handel erneut ausgesetzt und schließlich früher als normal beendet wurde - in Verbindung mit den enttäuschenden Konjunkturdaten und der reduzierten Wachstumsprognose der Weltbank zeichnen ein düsteres Bild für den Wachstumsmarkt Nr. 1 der letzten Jahre.

 

Fundamental bearish     Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

6. Januar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 35.66 $  Crude (WTI): 35.48 $  Gasoil  324.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0097 Rheinfracht: 34.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Geopolitische Gefahren haben zugenommen

 

Die Spannungen im Nahen Osten haben bislang keine Preisrallye an den Ölbörsen auslösen können, da man weiter davon ausgehen muss, dass die Überversorgung in der ersten Jahreshälfte weiter Bestand hat und vermutlich noch einmal zunehmen könnte. Der politisch-religiöse Konflikt zwischen Iran und Saudi-Arabien könnte zudem dazu führen, dass sich die OPEC auch 2016 nicht auf eine Produktionskürzung wird einigen können. Die weitere Eskalation der Spannungen könne allerdings ebenso wenig ausgeschlossen werden, wie dass diese auch auf andere Länder in der Region übergreifen, weshalb man um die Einpreisung einer Risikoprämie nicht herumkomme.

 

Nordkorea testet Wasserstoffbombe

in den frühen Morgenstunden wurde in Südost-Asien ein Erdbeben registriert, dass laut Angaben aus Südkorea nicht natürlichen Ursprungs gewesen sei. Etwas mehr als eine Stunde nach dem Beben hat die nordkoreanische Regierung erklärt, dass man eine Wasserstoffbombe getestet habe.

Japan und Südkorea haben den Test unmittelbar auf das Schärfste kritisiert und verurteilt. Die Spannungen in der Region dürften mit dem laut Nordkorea "erfolgreichen Test" zunehmen.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

5. Januar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 37.29 $  Crude (WTI): 36.90 $  Gasoil  331.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0035Rheinfracht: 37.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Dollar erstmal wieder über Parität und volatiler Auftakt an der Börse

 

Mit dem gestrigen Crash an den chinesischen Aktienbörsen bleibt die Überversorgung vorerst bestehen und wird sich vermutlich noch einmal steigern, bevor in der zweiten Jahreshälfte mit einem zumindest ausgeglichenen Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage gerechnet wird.

 

Der Handel ist in dieser Woche weiter volatil zu erwarten, während das Handelsinteresse langsam wieder zunimmt und sich die Trader neu im Markt platzieren. Die fundamentale Grundstimmung bleibt unterdessen weiter bearish, auch wenn neue potenziell bullishe Faktoren in den Markt gekommen sind, wie zum Beispiel die Meldungen über Angriffe des Islamischen Staats auf libysche Ölanlagen und Force Majeure auf Öllieferungen aus Nigeria.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral

 

 

4. Januar 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 37.46 $  Crude (WTI): 37.28 $  Gasoil  331.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9944 Rheinfracht: 41.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

CO2 Prämienerhöhung per 01.01.2016 lässt die Ölpreise im Inland ansteigen…

 

Zum Jahresende kamen aus der USA abermals bearishe Ölbestandesdaten. Das Handelsinteresse war zum Jahreswechsel wie erwartet eher gering. Die Anzahl der US Bohrölanlagen ist wieder um 2 auf 536 gesunken, trotzdem nahm die US Ölproduktion zu.

 

Saisonal wird im 1. Quartal des neuen Jahres eher eine schwächere Nachfrage erwartet.

 

Spannungen zwischen Iran und Saudi-Arabien: Mit der jetzigen Eskalation nimmt die politische Stabilität in der gesamten Region ab, sodass die Risikoprämien an den Ölbörsen steigen könnten.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse bullish