AVIA Vereinigung Schweiz

31. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.03 $   Crude (WTI): 52.28 $   Gasoil 483.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9940   Rheinfracht: 70.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Trader wägen US Ölproduktion gegen OPEC Kürzungen ab

 

Seit Dezember befinden sich die Ölpreise in einer Seitwärtskonsolidierung auf hohem Niveau. Die OPEC Produktionskürzung hat den Preisen eine Untergrenze vorgegeben, sodass sich diese oberhalb der 50 Dollar Marke haben etablieren. Analysten und Marktteilnehmer wägen derzeit gegenläufige Einflussfaktoren gegeneinander ab. Den stützenden OPEC Maßnahmen steht dabei in erster Linie die Erwartung einer steigenden US Ölproduktion gegenüber. Die höheren Preise an den Ölbörsen sorgen bereits seit Monaten für eine steigende Anzahl aktiver Ölbohranlagen. Die US Schieferölförderung hat das Potenzial einen Teil der OPEC Kürzung zu ersetzen.

Das Abkommen bezieht sich zudem "nur" auf die Produktionsmengen. Die Exporte werden vermutlich weniger deutlich sinken als die Produktionszahlen, da man mit Blick auf die zeitliche Begrenzung des Deals seine Marktanteile bei den Abnehmern nicht verlieren will.

Diese Unsicherheit ist der Grund, weshalb WTI bereits seit Mitte Dezember die Spanne zwischen 50,70 und 54,35 Dollar nicht mehr verlassen hat.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

30. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.43 $   Crude (WTI): 53.11 $   Gasoil 485.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9990   Rheinfracht: 70.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Weicher Wochenstart mit Baker Hughes und technischem Verkaufssignal

 

Die Zweifel an der OPEC Produktionskürzung dürften mit den ersten unabhängigen Daten aus dem Schiffsverkehr langsam abnehmen. Das Kartell senkt das Angebot und reduziert somit die Überversorgung. Auf der anderen Seite gibt es allerdings von der US Ölindustrie, die von den höheren Ölpreisen profitiert, Gegenwind. Die Förderung sollte dieses Jahr deutlich zulegen, da immer mehr Bohranlagen, aktuell 566 in Betrieb genommen werden.

Die Einschätzung über den Effekt der US Ölproduktion und der OPEC Produktionskürzung gehen am Markt allerdings weit auseinander. Einige Analysten erwarten zudem auch eine steigende Produktion des Iran, Libyens und Nigerias, die der OPEC Produktionskürzung entgegenwirken.

Laut Baker Hughes seien die Erträge in der Ölindustrie der Golfregion gestiegen und es gebe keine Anzeichen, dass die Produzenten ihre Aktivitäten zum Ausbau ihrer Ölproduktion verringern. Diese würden weiter an ihren langfristigen Produktionsplänen festhalten.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

26. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.50 $   Crude (WTI): 53.12 $   Gasoil 487.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9981   Rheinfracht: 70.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Charttechnisches Dreieck weiter intakt – Ausbruch steht bevor

 

Die US Rohölbestände sind ebenso wie die Produktvorräte gestiegen. Die US Nachfrage nach Ölprodukten ließ in der letzten Woche (saisonal) stark nach, während die US Ölförderung zunahm. Dies ist nicht unbedingt etwas, was die OPEC gerne sieht. zumal die Endverbrauchernachfrage derart schwach ausfiel.

Gestützt werden die Ölpreise aktuell weiter von den OPEC Kürzungen, auch wenn diese Story mittlerweile alles andere als neu ist und noch immer belastbare Zahlen für Januar fehlen. Dennoch bleibt man mit Verkäufen noch vorsichtig, würde doch ein Ausbruch nach unten vermutlich zu automatischen stop-loss Verkäufen führen.

Zum anderen stützt auch die Rallye an den Aktienmärkten. Mit neuen Rekordständen beim Dow Jones Index reagierten diese auf die erwartet positiven Effekte.

Für heute ist die Tendenz aktuell rechnerisch zu leichten Preissteigerungen.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

25. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.23 $   Crude (WTI): 52.97 $   Gasoil 487.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0017   Rheinfracht: 70.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise weiter in technischem Dreieck – Ausbruch wird wahrscheinlicher

 

Im Prinzip ändert sich an der Marktlage derzeit nicht viel. Die OPEC hat zusammen mit 11 weiteren Ländern die Produktion gekürzt und damit etwa 80% des gemeinsamen Abkommens umgesetzt. Libyens Ölförderung nimmt allerdings wieder zu. Weitere Mengen können in den kommenden Wochen und Monaten dazukommen, .

Auch wenn die Länder ihre Förderung reduzieren, so kürzen Sie bei den Exporten weniger, um ihre Marktanteile nicht zu gefährden. Zudem gibt es Anzeichen, dass die US Ölproduktion dieses Jahr deutlich stärker wachsen und einen Teil der Kürzungen auffangen wird. Diese Entwicklung könnte durch eine Lockerung der Umweltauflagen sowie den Bau neuer Pipelines in den USA begünstigt werden. Der neue US Präsident Trump signalisierte den Pipelinebetreibern gestern eine neue Chance Projekte, die unter Obama noch abgelehnt wurden, bewilligt zu bekommen.

Analysten sehen WTI derzeit in einer Range zwischen 51 und 54 Dollar gefangen. Die Spanne wird dabei allerdings immer geringer, sodass ein Ausbruch immer wahrscheinlicher wird.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

24. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.62 $   Crude (WTI): 53.13 $   Gasoil 487.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9985   Rheinfracht: 70.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC vs. USA – Ölbörsen zum Wochenstart weiter ohne klare Richtung

 

Die OPEC und ihre Produktionskürzung bestimmt weiterhin das Marktgeschehen. Die Einhaltung des Abkommens von 80% überraschte jedoch kaum einen, zumal die Zahl deutliche Schwächen hat. Produktionssteigerungen von Libyen, Nigeria oder Iran wurden hierin nicht berücksichtigt, sodass das Angebot vermutlich nicht um die angegebenen 1,5 Mio. B/T abgenommen hat.

Die US Ölproduktion wird weiter eine Gefahr für das Abkommen der OPEC bedeuten, da die Ölindustrie der USA besonders stark von der Maßnahme und den damit verbundenen hohen Preisen profitieren kann. Die bisherigen Prognosen für das Ölangebot aus den USA werden in den kommenden Monatsreports vermutlich nach oben korrigiert werden müssen.

Kurz bis mittelfristig werden die Preise dank der OPEC vermutlich deutlich oberhalb der 50 Dollar bleiben, was sich allerdings ändern könnte, werden die Maßnahmen tatsächlich zur Jahresmitte enden

Rheinfrachten ziehen erneut an und eine Entspannung ist kurzfristig nicht in Sicht.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

23. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.35 $   Crude (WTI): 53.05 $   Gasoil 486.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9986   Rheinfracht: 67.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC bestätigt Quotentreue von 80% - Starker Anstieg der US Bohraktivität

 

Die OPEC meldet, dass Sie bereits einen Großteil der Produktionskürzungen umgesetzt hat. Im Februar sollen demnach weitere Kürzungen folgen. Der Bericht der OPEC vom Wochenende sollte die Ölpreise nun erst einmal weiter stützen.

Die wachsende US Ölproduktion sieht man innerhalb der OPEC bisher nicht als Gefahr an, denn diese werde nach Ansicht des kuwaitischen Ölministers von der steigenden Nachfrage aufgenommen. Die Anzahl der aktiven US Ölbohranlagen steigt stetig und mit insgesamt 551 aktiven Anlagen ist die Anzahl auf den höchsten Stand seit November 2015 geklettert.

Letztendlich wird man wohl bis Mitte Februar warten müssen, bis die neuen Monatsreports mehr Aufschluss darüber geben, um wie viel die OPEC und Nicht-OPEC Länder den Markt tatsächlich haben verknappen können.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

20. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 54.47 $   Crude (WTI): 51.45 $   Gasoil 480.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0050   Rheinfracht: 65.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nahezu unverändert nach DOE Bestandsbericht

 

Die OPEC hatte mit ihrem Monatsbericht überrascht, denn das Kartell schätzt die Nachfrage nach seinem eigenem Öl für 2017 weniger als die IEA ein. Nach den Produktionskürzungen von November und Dezember, sei im Januar mit noch umfangreicheren Kürzungen zu rechnen.

Der Ölmarkt werde nach Ansicht der IEA in der ersten Jahreshälfte 2017 daher in ein Defizit geraten und die Ölbestände werden sinken. Die Bestandsabnahme bereits vor in Kraft treten des OPEC Deals ist für die Analysten ein Alarmsignal.

Zum anderen bleibt das Problem der hohen Exporte. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Ölexporte Saudi-Arabiens im November ein 13,5-Jahreshoch erreicht haben.

Die Marktlage bleibt damit weiterhin undurchsichtig. In der ersten Jahreshälfte 2017 rechnen die meisten Experten zwar mit festeren Preisniveaus und für die zweite Jahreshälfte gibt es erhebliche Abwärtsrisiken für die Ölbörsen.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

18. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.67 $   Crude (WTI): 52.66 $   Gasoil 488.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0044   Rheinfracht: 61.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Aufwärtspotenzial bleibt begrenzt – Futures bleiben in Konsolidierungsspanne

 

Die OPEC scheint hart daran zu arbeiten, dass das Produktionsabkommen von Ende November funktioniert. Darauf deuten die Kommentare Saudi-Arabiens und anderer Ölproduzenten hin, die angeben mehr als vereinbart gekürzt zu haben. Das Aufwärtspotenzial bleibt allerdings begrenzt, da die Marktteilnehmer bereits 60 bis 80% der Kürzung eingepreist hätten. Der Fokus läge nun auf den Produktionsmengen der USA, Nigeras, Libyens und des Irak.

Viel von den Produktionskürzungen wird durch den in den Wintermonaten geringeren Eigenbedarf der Länder in der Golfregion absorbiert, sodass die Exporte nicht im gleichen Maße sinken. Eine freiwilliger Aufgabe von Marktanteilen, wenn der Deal der OPEC doch vermutlich nur bis Jahresmitte Bestand hat, dürfte nicht im Interesse der meisten Produzenten sein.

Trader warten nun auf den OPEC Monatsbericht mit Zahlen zu Dezember, der heute am frühen Nachmittag zu erwarten ist. Die US Ölbestandsdaten kommen einen Tag später als üblich.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

17. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.69 $   Crude (WTI): 52.42 $   Gasoil 488.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0078   Rheinfracht: 61.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach Saudi-Kommentaren wenig verändert

 

Der Ölminister Saudi-Arabien zeigt sich zuversichtlich, dass die Maßnahmen der OPEC ausreichend sein werden, um die Überversorgung bis Mitte des Jahres zu beenden. Zwar sei man bereit die Kürzungen zu verlängern, falls dies notwendig sei, jedoch wolle man keine Knappheit herbeiführen, wenn die Nachfrage wieder ansteigt. Daher zieht man eine Verlängerung derzeit nicht in Betracht.

Die Marktteilnehmer scheinen derzeit an den Erfolg der OPEC zu glauben. Darauf deutet zumindest die weiterhin sehr ausgeprägte Long-Ausrichtung bei den spekulativen Handelspositionen hin. Belege für die Kürzungen gibt es weiterhin keine und die von den OPEC Ländern selbst gemeldeten Kürzungen sind wohl nur wenig verlässliche Zahlen. Entsprechend wartet man auf den Monatsbericht der OPEC am Mittwoch.

Am Wochenende trifft sich dann das von der OPEC eingesetzte Komitee, das die Quotentreue überprüfen soll. Spätestens hiervon erwartet man erste offizielle Zahlen zu den bereits umgesetzten Kürzungen.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

16. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.36 $   Crude (WTI): 52.27 $   Gasoil 486.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0100   Rheinfracht: 61.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

WTI bleibt in Preisspanne zwischen 50 und 55 Dollar

 

Der Ölmarkt bleibt von Kommentaren zur Einhaltung oder Nicht-Einhaltung der OPEC Produktionskürzungen getrieben. Saudi-Arabien, Kuwait und Algerien wollen mehr als erforderlich reduziert haben – für Skeptiker allerdings ein Zeichen, dass damit die Nichteinhaltung anderer Länder ausgeglichen werden soll. Experten rechnet mit einer Quotentreue von etwa 70%.

Allerdings bedeutet die Produktionskürzung nicht, dass auch das internationale Ölangebot im gleichen Umfang sinkt. Der Ölverbrauch Saudi-Arabiens nimmt in den Wintermonaten ab, da die Nutzung stromintensiver Klimaanlagen zurückgeht und somit weniger Öl für die Stromerzeugung benötigt wird. Der geringere Eigenbedarf deckt damit einen Großteil der umgesetzten Produktionskürzung ab.

Der Markt befindet sich nun seit einiger Zeit in einer Spanne zwischen 50 und 55 Dollar (WTI).

Im Wochenverlauf stehen dann noch die Monatsreports von OPEC und IEA an, sowie die Amtseinführung des US Präsidenten am Freitag.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

13. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.86 $   Crude (WTI): 52.91 $   Gasoil 492.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0080   Rheinfracht: 61.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Charttechnik und OPEC Kommentare sorgen für Preisanstieg

 

Der Markt ist und bleibt anfällig für Kommentare bezüglich Produktionskürzungen aus der OPEC. Die bekanntgegebenen Einschnitte Saudi-Arabiens, Kuwaits und Algerien sind umfangreicher als beim Deal Ende November vereinbart, eine belastbare Verifizierung dieser Zahlen gibt es momentan allerdings nicht. Erst mit den Monatsreports von EIA, IEA und OPEC Anfang/Mitte Februar herrscht wohl Klarheit, um wie viel die Produktion im Januar gekürzt wurde.

Durch diesen Effekt sind derzeit Preise von unter 50 Dollar WTI nicht vorstellbar. Abwärtsbewegungen werden schnell für einen neuen Einstieg genutzt. Nach oben bleibt das Niveau daher wohl spätestens durch die Marke bei 55 Dollar begrenzt.

Für Bedenken ob die Überversorgung abgebaut wird, sorgen zudem die Produktionssteigerungen Libyens. Auch in den USA nimmt die Ölproduktion zu, da die Ölquellen wieder rentabler werden. Zuvor auf Eis gelegte Projekte werden nun umgesetzt.

Aktuell überwiegt mit den Kommentaren aus der OPEC einmal mehr die bullishe Wirkung an den Ölbörsen.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

12. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.31 $   Crude (WTI): 52.30 $   Gasoil 490.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0097   Rheinfracht: 65.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures trotz DOE Bestandsaufbauten fester

 

Iran und der Irak sind zwei wichtige Mitglieder der OPEC, an denen das Abkommen zur Produktionsbegrenzung Ende November hing. Letztlich gaben diese ihre Zustimmung zu Produktionskürzungen. Da der Deal aber lediglich auf die Produktion abzielt, nutzten Iran und Irak zuletzt ihre Rohölbestände, um von den gestiegenen Preisen zu profitieren. Offiziell will man sich an die Produktionsvorgaben halten, die Exporte allerdings hochhalten.

Dies könnte das Abkommen torpedieren, da das Angebot durch diese Vorgehensweise nicht reduziert werden kann. Es besteht die Gefahr, dass die anderen Ölproduzenten ebenso verfahren und dies in einem Wettbewerb um Exportanteile mündet.

Eine Preisrallye bei WTI über die 55 Dollar hinaus ist zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer vorstellbar, da die US Ölförderung bereits deutlich zulegt. Die US Ölbestandsdaten von gestern wurden, trotz der Bestandsaufbauten, überraschend bullish interpretiert.

Durch die späte Preisrallye an den Ölbörsen gestern, deuten sich bei den Inlandspreisen heute Vormittag zunächst einmal deutliche Preissteigerungen an.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

11. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 53.89 $   Crude (WTI): 51.08 $   Gasoil 471.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0160   Rheinfracht: 65.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures rutschen auf 1,5-Monatstief – Hohe OPEC Exporte belasten

 

Die Länder der OPEC beteuern zwar, dass man die Produktionskürzungen einhält, dennoch gibt es Anzeichen, dass das Ölangebot nicht sinkt. Libyen und Irak fördern immer mehr Öl. Zudem hat Bagdad einigen Raffinerien auch schon für Februar eine volle Zuteilung der üblichen Exporte zugesichert.

Durch die Exporte aus ihren Rohölbeständen können Länder wie der Irak zwar durchaus mehr Öl exportieren und dabei gleichzeitig die vereinbarte Produktionskürzung einhalten, allerdings führt diese Vorgehensweise nicht dazu, dass das globale Ölangebot reduziert wird.

Die US Ölförderung wird von den höheren Preisen profitieren und zulegen, während die Exporte des Irak und Iran hoch bleiben und die Ölförderung aus Libyen wohl weiter steigt. Dies könne dazu führen, dass das Überangebot langsamer als von den bullish eingestellten Marktteilnehmer erwartet abgebaut wird.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

10. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.04 $   Crude (WTI): 52.04 $   Gasoil 480.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0131   Rheinfracht: 65.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Zweifel an OPEC Kürzungen – Ölpreise mit schwachem Wochenstart

 

Auch wenn immer wieder betont wird, dass die Produktionskürzungen umgesetzt werden, so zeigt die zögerliche Implementierung Russlands, dass es doch eine Weile dauern könnte, bis die Kürzungen annähernd im versprochenen Umfang erfolgen. Die Tatsache, dass der Irak im Dezember so viel wie noch nie exportiert hat und der Iran seine schwimmenden Rohöllager auflöst, verdeutlicht zudem das Dilemma der OPEC. Die höheren Preise verleiten dazu profitieren zu wollen und die Verkäufe hoch zu halten.

Die US Ölproduktion wird durch die höheren Preise der letzten Monate in diesem Jahr wieder steigend erwartet und auch aus Kanada könnte mehr Öl kommen. Hier stieg die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen im Dezember 2016 im Jahresvergleich um 30%.

Die Marktlage bleibt weiterhin sehr undurchsichtig, während man wohl bis Februar auf konkrete Produktionszahlen aus dem Kartell warten muss.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

09. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 56.87 $   Crude (WTI): 53.74 $   Gasoil 494.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0179   Rheinfracht: 65.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise auf hohem Niveau kaum verändert

 

Saudi-Arabien soll seine Produktionskürzungen bereits zum Januar vollständig umsetzen und auch andere Ölproduzenten wie Kuwait haben die Kürzungen bei Ihren Kunden bereits angekündigt. Mehr als Gerede ist dies bislang allerdings nicht. Der Markt wartet weiter auf belastbare Daten zu den Produktionszahlen, die vermutlich erst kommenden Monat zur Verfügung stehen.

In den letzten drei Wochen, seit Mitte Dezember, konsolidiert WTI zwischen 52 und 55 Dollar. Eine Spanne, die vermutlich weiter Bestand haben wird, so lange es keine neuen Erkenntnisse über die Einhaltung der Kürzungsvereinbarung gibt.

In den USA wird die Ölförderung dieses Jahr wieder steigen. Die Produktion ist mit den höheren Preisen wieder rentabel, sodass die Investitionen wieder zunehmen. Ein Beleg dafür ist die in der zweiten Jahreshälfte um etwa 60% gestiegene Anzahl der US Ölbohranlagen.

Nach dem Auf und Ab am Freitag deuten sich für heute bei den rechnerischen Inlandspreisen erst einmal keine größeren Preisveränderungen an.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

06. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 56.72 $   Crude (WTI): 53.62 $   Gasoil 493.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0114   Rheinfracht: 65.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Saudi-Arabien hat Produktionskürzungen angeblich bereits umgesetzt

 

Die US Ölbestandsdaten von gestern Abend haben die Futures erneut auf eine Berg- und Talfahrt geschickt. Doch die massiven Aufbauten bei den Produkten und starken Abbauten bei Rohöl sind aller Wahrscheinlichkeit das Resultat von Verzerrungen durch die Feiertage und die bilanzpolitischen Maßnahmen der Raffineriebetreiber, mit denen versucht wird die Steuerlast zum Jahresende zu reduzieren.

Der Markt bewegt sich vorerst weiter in einer Pattsituation in der die erwartete Produktionskürzung der OPEC Käufer vom Markt fernhält. Da die Kürzung allerdings auch zum Teil eingepreist ist, bleiben die Aufwärtspotenziale ohne klare Zahlen zu definitiven Produktionskürzungen begrenzt. Von daher werden die Preise erst einmal auf hohem Niveau zwischen 52 und 55 Dollar konsolidieren und volatil auf Meldungen aus OPEC Kreisen reagieren.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

05. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 56.25 $   Crude (WTI): 53.11 $   Gasoil 491.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0167   Rheinfracht: 63.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Fester Euro gleicht Preisanstieg der Ölbörsen aus

 

Die Preise an den Ölbörsen treten derzeit auf der Stelle. Signifikante Preissteigerungen bleiben ohne Belege für eine signifikante Produktionskürzung durch die OPEC verwehrt, während das Abwärtspotenzial in Anbetracht der Kürzungsabsicht begrenzt bleibt. Mit der ersten Angebotsverknappung der OPEC seit 2009 ist kaum ein Trader bereit mit Short-Positionen auf fallende Preisniveaus zu setzen. Damit bleibt der nötige Verkaufsdruck für nachhaltige Abwärtsbewegungen derzeit aus.

Eventuell kann das Treffen des OPEC Komitees am 21./22. Januar für mehr Klarheit sorgen, um wie viel die OPEC ihre Produktion im ersten Monat des Abkommens gekürzt hat. Libyens steigende Ölförderung, könnte allerdings zu einem Problem für das Kartell werden, da sie einen Teil der Kürzung aufwiegt.

Der Handel wird weiter volatil und nervös bleiben, während die US Ölbestandsdaten des API nicht unbedingt eindeutig bullish oder bearish zu interpretieren sind. Große Aufbauten bei den Produkten stehen starke Abbauten bei Rohöl entgegen.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

04. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 55.69 $   Crude (WTI): 52.51 $   Gasoil 491.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0278   Rheinfracht: 63.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisrallye zum Jahresstart überhitzt – Gewinnmitnahmen ließen Kurse einbrechen

 

Die gestrige Preisrallye auf neue Langzeithochs kam für die meisten Marktteilnehmer überraschend, da kein wirklicher Impuls hinter der Rallye stand. Egal wie viel die OPEC kürzt, vor Monatsende werde das Kartell wohl keine Zahlen bekanntgeben.

Die OPEC Produktionskürzungen haben diese Woche zwar begonnen, bisher gibt es allerdings keine neuen Informationen, auf die die Marktteilnehmer warten, weshalb die gestrige Preisrallye in zu kurzer Zeit zu weit nach oben ging. Die Gewinnmitnahmen am gleichen Tag zeigen wie nervös die Marktteilnehmer sind und wie volatil dies die Preise werden lässt.

Das Handelsinteresse wird in dieser Woche langsam zunehmen, wobei die Rückkehr der Marktteilnehmer mit ihren Orders immer wieder für unvorhergesehene Kursausschläge sorgen könnte….

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

03. Januar 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 56.99 $   Crude (WTI): 53.95 $   Gasoil 502.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0238   Rheinfracht: 63.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Wir wünschen Ihnen einen guten Start in ein erfolgreiches, zufriedenes und gesundes 2017

 

Fester Start ins neue Jahr – Futures bleiben mit OPEC Hoffnung auf hohem Niveau

 

Russland hat im Dezember seine Produktion noch nicht gekürzt und fördert, trotz der Kürzungszusagen für 2017, weiter auf Rekordniveau. Vermutlich wartet Russland darauf, ob die OPEC ihre Ankündigung einer Kürzung nachkommen wird.

Die Erwartung der Angebotsreduzierung bleibt stützend für die Preisniveaus, die meisten Experten gehen doch davon aus, dass sich das Kartell zumindest zu Beginn bemüht, die Kürzungen umzusetzen. Libyen könnte dabei allerdings ein Problem sein, denn das Land ist von der Maßnahme ausgenommen und hat Produktionssteigerungen angekündigt.

Trader warten daher auf realistische Produktionszahlen des Kartells. Die Erwartung einer Produktionskürzung hat allerdings gleichzeitig enormes Enttäuschungspotenzial aufgebaut. Sollte die OPEC nicht abliefern, drohen umfangreiche Gewinnmitnahmen und eine scharfe Preiskorrektur an den Ölbörsen.

 

Fundamental neutral/bullish                    Chartanalyse neutral