AVIA Vereinigung Schweiz

31. Januar 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 62.19 $   Crude (WTI): 54.60 $   Gasoil 580.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9939   Rheinfracht: 44.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Fester Euro gleicht Preissprung nach DOE aus

 

Der Einfluss der US Sanktionen gegen Venezuela ist zwar zu spüren, doch die große Rallye blieb bisher aus. Der Preisanstieg liegt bisher lediglich bei etwa 3,50 Dollar, was im Vergleich zu anderen Sanktionen als nicht besonders stark zu bezeichnen ist.

Man geht davon aus, dass andere Lieferanten aus dem Mittleren Osten, insbesondere Saudi-Arabien einspringen werden. Doch gerade Saudi-Arabien hatte zuletzt vor allem die Exporte in Richtung USA reduziert, da die Bestände dort zu hoch seien. Mit den wöchentlichen Bestandsdaten haben die US Ölvorräte einen großen Einfluss auf den Markt, sodass man sich hiervon einen guten Hebel am Markt verspricht.

Dabei darf man nicht vergessen, dass die Saudis die Förderung deutlich gesteigert haben, als die USA die Iran Sanktionen ankündigten und die Ausfuhren des Iran auf null drücken wollten. Als Saudi-Arabien dann auf Jahreshöchstwert förderte, räumten die USA umfangreiche Ausnahmeregelungen für 8 Länder zum Rohölimport ein und es kam zu einer starken Überversorgung mit einem Preissturz Ende Dezember.

Trotz des Preisanstiegs von gestern und der bullishen US Ölbestandsdaten des DOE, deuten sich bei den Preisen zunächst keine größeren Preisanpassungen an.

 

Fundamental bullish                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

30. Januar 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 61.55 $   Crude (WTI): 53.42 $   Gasoil 574.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9948   Rheinfracht: 44.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise im Trendkanal fester – Sanktionen gegen Venezuela bleiben stützend

 

An den Ölbörsen geht es aktuell vor allem um die Situation in Venezuela. Die US Sanktionen gegen Maduro werden das Ölangebot aus dem Land sicherlich nicht vereinfachen. Venezuela wird nach alternativen Abnehmern suchen und diese vermutlich auch finden.

Exporte abzuwickeln wird gleich aus mehreren Gründen schwieriger. Venezuela muss sein Rohöl nun verdünnen und kann dabei nicht mehr auf US Naphta zurückgreifen. Bis alternative (teurere) Lieferanten gefunden werden, dürfte es etwas dauern.

In den letzten Wochen machten zwar auch Sorgen bezüglich der Weltwirtschaftsentwicklung und damit dem Nachfragewachstum die Runde, dies wird nun aber durch Probleme auf der Angebotsseite dominiert.

Gespannt darf man auf die heute beginnenden Verhandlungen zwischen USA und China in Sachen Handelsstreit warten. Nach den Annäherungen der letzten Wochen will man ein neues Verhältnis schaffen, sodass die Strafzölle zwischen den beiden Ländern, die das globale Wirtschaftswachstum belasten, wieder abgebaut werden können.

Die Ölpreise bleiben heute Morgen weiterhin relativ fest und testen dabei ihre Vortageshochs. Bei den Preisen deuten sich damit starke Preissteigerungen zu gestern an.

 

Fundamental bullish                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

29. Januar 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 60.11 $   Crude (WTI): 52.19 $   Gasoil 557.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9919   Rheinfracht: 42.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

US sanktionieren venezolanische Ölindustrie – Saudis kürzen Produktion noch stärker

 

Der Pessimismus bezüglich des globalen Wirtschaftswachstums, und damit auch bezüglich der Ölnachfrage, hat den Preisanstieg aus Anfang Januar in den letzten Wochen spürbar ausgebremst. Das erste Quartal ist in der Regel das schwächste in Bezug auf die Ölnachfrage.

Die neuen US Sanktionen gegen Venezuela können die Ölpreise nun aber stützen, denn vor allem Abnehmer aus den USA werden sich nun vermutlich nach neuen Öllieferanten umsehen müssen. Überraschend kommen die Maßnahmen der US Regierung nicht, denn diese hatte neue Sanktionen bereits vorab angekündigt.

An den Börsen ging es in der Nacht mit der Meldung zwar nach oben, eine starke Reaktion, wie sie bei umfangreichen Sanktionen zu erwarten ist, war dies jedoch nicht. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass die Preise nicht doch noch stärker auf die Maßnahmen reagieren.

Unterm Strich sind die Meldungen aus der Nacht dennoch stützende Faktoren, sodass die fundamentale Konstellation heute Morgen bullish eingestuft wird. Dennoch deuten sich bei den Preisen für heute Morgen aber erst einmal minime Preisabschläge an.

 

Fundamental bullish                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

28. Januar 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 60.92 $   Crude (WTI): 52.99 $   Gasoil 564.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9917   Rheinfracht: 42.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise in Seitwärtskonsolidierung – Preisnachlässe verändert zum Wochenstart

 

In der vergangenen Woche kamen die Ölpreise zunächst etwas unter Druck, nachdem Kommentare aus Davos vermehrt auf eine Verlangsamung des Wirtschafts- und damit auch des Ölnachfragewachstums hindeuteten.

Belastend wirkten sich auch die gestiegenen US Ölbestände aus, die bei Rohöl nun etwa 8,1% über Vorjahresniveau und etwa 2,8% über dem 5-Jahresdurchschnitt liegen. Bullish hingegen wurde die Entwicklung in Venezuela eingepreist. Die USA drohen mit neuen Sanktionen gegen die Regierung Maduros und zielen damit insbesondere auf die Ölexporte des Landes ab.

Die Instabilität in Venezuela wird das Ölangebot kurzfristig vermutlich reduzieren. Auch wenn Russland bisher deutlich hinter dem Kürzungsversprechen aus Dezember zurückbleibt, so ist es der OPEC wohl gelungen das Überangebot abzubauen.

Auch wenn sich die Konjunkturaussichten zuletzt erheblich eingetrübt haben, so sehen Analysten vor allem in China noch einen großen Ölbedarf, der einen Einbruch der globalen Ölnachfrage wohl verhindert.

Heute Morgen geben die Futures in nach und liegen so unterhalb der Niveaus vom Freitagmorgen, sodass sich bei den Preisen aktuell Abwärtspotenziale andeuten.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

25. Januar 2019 


Rohöl/Barrel: Brent : 61.63 $   Crude (WTI): 53.75 $   Gasoil 571.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9955   Rheinfracht: 42.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

WTI zieht den Markt nach oben – Bullisher Einfluss aus Venezuela

 

In den letzten Wochen hat sich die Einschätzung des Marktes zur Versorgungslage sukzessive verändert. Die Überversorgung aus der zweiten Jahreshälfte 2018 hat sich mittlerweile erledigt.

Nun kommen Drohungen der USA gegen Venezuela hinzu. Die Sanktionen könnten schon bald ausgeweitet werden und die politischen Unruhen haben dieses Szenario wahrscheinlicher werden lassen. Die Raffinerien an der Golfküste, die sich mit Rohöl aus Südamerika versorgen, müssten auf andere Ölsorten zurückgreifen, was WTI gestern Abend und heute Morgen nach oben katapultierte.

Die Ölpreise werden durch die Situation in Venezuela damit gestützt, während nun auch die Winternachfrage zunimmt.

Auch wenn der Markt momentan ausgeglichen ist, so wird die fundamentale Konstellation unterm Strich leicht bullish eingeschätzt, da die USA die Sanktionen gegen Venezuela und Iran in den kommenden Wochen und Monaten vermutlich tendenziell anzieht, während die Nachfrage durch den zunehmenden Heizbedarf steigen dürfte.

Die Futures machten in den Morgenstunden einen deutlichen Satz nach oben und haben die Vortageshochs überschritten. Bei den Preisen deuten sich damit deutliche Preissteigerungen an.

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

24. Januar 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 60.64 $   Crude (WTI): 52.21 $   Gasoil 563.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9960   Rheinfracht: 41.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise in Seitwärtskonsolidierung weicher – US Ölbestandsdaten API bearish

 

An den Ölbörsen scheint sich eine Phase der Seitwärtskonsolidierung zu ergeben. Vom Weltwirtschaftsforum in Davos kamen zuletzt vermehrt warnende Worte bezüglich der globalen Konjunkturentwicklung in den Markt. Die Sorge einer Rezession macht sich breit und so lange der Handelsstreit zwischen USA und China nicht offiziell beigelegt ist, belastet dieses Thema auch weiterhin die Märkte.

Der Tenor am Markt ist derzeit, dass die OPEC mit ihrer reaktiven Politik eine Überversorgung in 2019 vermutlich verhindern kann, eine Unterversorgung wird es jedoch wohl nicht geben, solange Angebotsausfälle ausbleiben.

Abzuwarten sind weiter die US Sanktionen gegen den Iran, die sich im Mai verschärfen könnten. Der Einfluss des politischen Umsturzversuchs in Venezuela ist noch nicht zu spüren.

Unterdessen zeigt sich bei der Strukturkurve Brent eine wechselnde leichte Backwardation und Contango Konstellation. Dies deutet daraufhin, dass der Markt bei der Einschätzung der Versorgungslage unentschlossen ist.

Bei den Preisen deuten sich aktuell somit Preissenkungen zum Vortag an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

23. Januar 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 61.80 $   Crude (WTI): 53.24 $   Gasoil 572.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9978   Rheinfracht: 40.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise geben mit technischen Verkäufen nach – US Ölproduktion im Januar steigend

 

Der IWF hat mit seiner Korrektur bei der Prognose zum globalen Wirtschaftswachstum die Stimmung an den Finanzmärkten, und damit auch an den Ölbörsen, eingetrübt. Eine generelle Verlangsamung der globalen Konjunktur ist etwas, das auch die Ölnachfrage und damit den Ölpreis trifft. Vor allem die Situation in China ist bedenklich und der Handelsstreit mit den USA scheint die Konjunktur insgesamt stärker zu belasten als im letzten Jahr noch angenommen.

Auch wenn sich beim Ölnachfragewachstum damit Abwärtsrisiken ergeben, so scheint eine Lösung des Konflikts zwischen USA und China im Handelsstreit machbar. Ein Deal könnte wieder für Optimismus sorgen und eine bullishe Reaktion an den Ölbörsen auslösen.

Nachdem sich die Ölpreise von der Abwärtsbewegung zum Jahresende 2018 wieder erholt haben und nun auf einem ähnlichen Niveau wie Anfang Dezember notieren, hat sich ein Spannungsfeld aus den bearishen und bullishen Faktoren gebildet.

Damit ergeben sich bei den Preisen keine größeren Preisveränderungen zu gestern Morgen.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

22. Januar 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 62.26 $   Crude (WTI): 53.29 $   Gasoil 573.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9978   Rheinfracht: 39.45 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise wenig verändert – IWF mit pessimistischem Wachstumsausblick

 

An den Börsen in New York und London wägen die Marktteilnehmer weiterhin ab, welche Faktoren den größten Einfluss auf die Preise haben. In den USA stieg die Ölproduktion im Januar und erreichte damit ein neues Allzeithoch, doch das starke Wachstum des letzten Jahres wird sich in 2019 abschwächen.

Die OPEC hingegen kürzt ihre Förderung kräftig. Das Kartell scheint entschlossen die Überversorgung abzubauen und für das Jahr 2019 verhindern zu wollen. Die Iran Sanktionen könnten mit dem Ende der Ausnahmegenehmigungen im Mai ebenfalls weitere Rohölmengen vom Markt nehmen. Dies würde das Angebot weiter verknappen.

Mit dem einem strengen Winter, der aktuell nicht nur Mitteleuropa, sondern auch weiter Teile der USA trifft, nimmt der Heizbedarf und damit auch die Ölnachfrage tendenziell zu.

Unsicherheit gibt es allerdings noch bei der Einschätzung der Weltwirtschaft, die sich aktuell abzukühlen scheint. Die Prognosen werden kontinuierlich nach unten korrigiert. Mit dem Brexit sowie dem Handelsstreit zwischen USA und China gibt es noch zwei ungelöste Risikofaktoren.

bei den Preisen deuten sich leichte Preisaufschläge an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

21. Januar 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 62.75 $   Crude (WTI): 53.90 $   Gasoil 575.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9951   Rheinfracht: 34.45 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Deutlicher Preisanstieg – Futures springen auf 7-Wochenhoch

 

OPEC und EIA Monatsreport haben in der letzten Woche für 2019 tendenziell auf eine Überversorgung hingewiesen. Die IEA hingegen sieht für 2019 die Chance, dass der Markt in Balance kommen könnte, wenngleich insbesondere zu Jahresanfang noch eine Überversorgung dominieren könnte

Während das chinesische Wirtschaftswachstum mit einem Abschwung in 2018 und vermutlich auch in 2019 Sorgen bereitet, nähern sich Peking und Washington im Handelsstreit jedoch an. Die Chancen stehen gut, dass es keine weiteren Strafzölle zwischen den Ländern gibt.

War die Stimmung Ende 2018 vorwiegend bearish, so hat sich dies nun weiter relativiert. Laut Experten sollte sich Brent mit diesen Faktoren bei über 60 Dollar stabilisieren, mit denen die Preise bis zur US Entscheidung zu den Ausnahmeregelungen bei den Iran Sanktionen im April anziehen könnten.

In der Gesamtbetrachtung überwiegen heute Morgen die bullishen Nachrichten, insbesondere nachdem die Anzahl der aktiven US Ölbohranlagen regelrecht eingebrochen ist. Somit ergeben sich bei den Preiserwartungen deutliche Aufwärtsspielräume.

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

18. Januar 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 61.79 $   Crude (WTI): 52.62 $   Gasoil 570.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9940   Rheinfracht: 34.45 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Späte Rallye sorgt für feste Inlandspreise – OPEC tut sich mit Marktbalance schwer

 

Die OPEC hat ihre Ölproduktion im Dezember bereits schneller und stärker als von den Marktteilnehmern angenommen reduziert. Vor allem Saudi-Arabien hat seinen Worten Taten folgen lassen. Die Steigerungen der zweiten Jahreshälfte 2018 wurde entschlossen zurückgeführt und damit die Grundlage dafür gelegt, dass die vereinbarten Produktionskürzungen im Januar eingehalten werden können.

Viele Marktteilnehmer fokussieren sich bei dem OPEC Report auf diese Zahlen, die durchaus bullish zu interpretieren sind. Doch der Bericht ist für den langfristigen Ausblick eher bearish einzustufen.

Die OPEC tut sich damit also weiter schwer den Markt in Balance zu bringen, was auch dem Fazit des EIA Monatsreports entspricht.

Kurzfristig ziehen die Ölpreise dennoch an, da Marktteilnehmer vor allem auf die umfangreiche Kürzung im Dezember hinweisen, mit denen die Vereinbarungen aus dem OPEC+ Abkommen im Dezember bereits mehr als erfüllt wurden.

Für Heute deuten sich erneut moderate Preissteigerungen an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

17. Januar 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 61.04 $   Crude (WTI): 52.02 $   Gasoil 568.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9909   Rheinfracht: 34.45 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise trotz bearisher DOE Zahlen fester – Russland beschleunigt Kürzungen

 

In den USA sind die Benzinbestände laut DOE Daten in der vergangenen Woche gestiegen. Dies ist das höchste Niveau seit Februar 2017. Die Bestände in den USA, insbesondere bei den Produkten, legten in den letzten Wochen deutlich zu und signalisieren eine sehr gute Versorgungslage, während die US Rekordproduktion bei Rohöl die Versorgungssicherheit weiter erhöht.

Die Exportkürzungen der Saudis in Richtung USA haben zugenommen und zeigen bereits ihre Wirkung. Die Kürzungen der OPEC haben insgesamt jedoch noch nicht ihre volle Wirkung entfaltet, da es immer einige Wochen dauert bis sich die niedrigere Förderung auch bei den Exporten bzw. Importen zeigt.

Für die Balance in 2019 wird entscheidend sein, ob die OPEC+ Gruppe so viel Rohöl vom Markt nehmen wird, um das zusätzliche Produktionswachstum der US Schieferölindustrie und anderer Länder, wie beispielsweise Kanada und Brasilien, zu kompensieren.

Nach dem Preisrutsch im Dezember und der Gegenbewegung nach Jahreswechsel, scheint sich nun eine Konstellation bilden zu können, in der die Ölpreise erst einmal in eine Seitwärtskonsolidierung übergehen könnten. Für heute ergeben sich damit aktuell moderate Preisanstiege zu gestern.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

16. Januar 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 60.70 $ Crude (WTI): 52.13 $ Gasoil 563.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9886 Rheinfracht: 34.45 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

EIA sieht dauerhafte Überversorgung

 

Die EIA hat mit ihrem Monatsreport von gestern Abend eine erste Einschätzung für die weitere Entwicklung am Ölmarkt abgegeben. Die Erwartungen der Experten sind beeindruckend, denn diese rechnen damit, dass die Überversorgung nach 2018 auch in 2019 und 2020 Bestand haben wird.

Die US Ölförderung wird weiter schneller wachsen als der US Ölverbrauch und die Nicht-OPEC Länder werden insgesamt mehr zusätzliches Öl fördern, als die globale Nachfrage zulegt. Für das erste Quartal 2019 rechnet man mit einem deutlichen Preisnachlass im Vergleich zum vierten Quartal 2018.

Die Ablehnung des Brexit Vertrages durch das britische Parlament gestern sorgt für Unsicherheit, wenngleich der Einfluss gering war, schließlich hatte sich dies zuvor bereits abgezeichnet.

Heute Morgen ziehen die Ölpreise an der ICE leicht an und handeln bereits im Bereich der gestrigen Tageshochs. Da der Euro/Dollar mit der Ablehnung des Brexit-Vertrages gestern Abend nochmal nachgab, deuten sich für die Inlandsreise heute Morgen aktuell Aufwärtspotenziale an.

 

Fundamental; neutral                 Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

15. Januar 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 59.84 $ Crude (WTI): 51.25 $ Gasoil 562.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9814 Rheinfracht: 34.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technisches Abwärtspotenzial im Aufwärtstrend ausgereizt

 

Auf Angebotsseite stehen noch immer die Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe im Fokus, die einer Überversorgung vermutlich entgegenwirken werden. Mittelfristig sind aber auch die US Sanktionen gegen den Iran wieder ein Thema.

Kurzfristig wartet man nun aber erst einmal auf den neuen Monatsbericht der EIA, der heute Abend bekanntgegeben wird und auf unseren Seiten morgen früh zur Verfügung stehen wird. Mit Blick auf die aktuell strikte Umsetzung der OPEC Produktionskürzungen und der angekündigten Nichtverlängerung der Sanktionsausnahmen der USA, bleibt die fundamentale Einschätzung kurz- bis mittelfristig leicht bullish und spricht gegen starke Abwärtsbewegungen. Großen Einfluss kann heute auch die Abstimmung des britischen Parlaments über den Brexit Vertrag haben, der vermutlich abgelehnt wird. Nach den Gewinnmitnahmen an den Ölbörsen im späten Handel gestern, ziehen die Notierungen an ICE und NYMEX heute Morgen leicht an. Der Euro/Dollar-Kurs bleibt etwas fester, sodass sich für die Inlandspreise heute Morgen insgesamt leichte Preissenkungen zu gestern andeuten.

 

Fundamental; neutral bis bullish             Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

14. Januar 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 59.77 $ Crude (WTI): 50.98 $ Gasoil 561.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9832 Rheinfracht: 38.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technische Gewinnmitnahmen – Analysten sehen akzeptables Preisniveau erreicht

 

An den Ölbörsen in London und New York hatte sich in den letzten Wochen ein Aufwärtstrend etabliert, mit dem sich in der letzten Woche ein "Bullenmarkt" gebildet hatte. Der Preiseinbruch, der Ende Dezember zu neuen Jahrestiefs geführt hatte, wurde als übertrieben eingeschätzt und mit den Produktionskürzungen der OPEC hat sich der Markt schließlich gedreht.

Mit Fortschritten im Handelsstreit zwischen USA und China steigen zudem die Hoffnungen, dass die globale Wirtschaft weniger stark wie befürchtet ausgebremst wird. Dennoch rechnet man generell mit einem langsameren Nachfragewachstum als in 2018, während die US Schieferölproduktion weiter stark steigend erwartet wird.

Aktuell wird der Markt 2019 wohl in etwa ausbalanciert gesehen und mit der jüngsten Rallye haben sich die Preise wieder ein Stück weit normalisiert. Aktuell geben die Futures an ICE und NYMEX nach. Die Freitagstiefs wurden bereits unterschritten, sodass sich bei den Inlandspreisen für heute Morgen starke Preisnachlässe zu Freitag andeuten.

 

Fundamental; neutral                 Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

11. Januar 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 61.54 $ Crude (WTI): 52.58 $ Gasoil 572.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9835 Rheinfracht: 38.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Längste Preisrallye seit 9 Jahren – Analysten sehen Korrektur als gerechtfertigt an

 

Die Preisrallye, die sich seit dem Jahreswechsel ergeben hat, ist bei WTI bereits die längste seit Januar 2010. Mit dem Aufwärtstrend hatte sich am Mittwoch ein sogenannter Bullenmarkt gebildet, was als eine Preissteigerung von über 20% nach einem Tief definiert ist. Die OPEC setzt ihre Kürzungen um und Saudi-Arabien hat mit seinen Ankündigungen weiterer umfangreicher Exportkürzungen in den letzten Tagen keinen Zweifel aufkommen lassen, dass man eine Überversorgung entschlossen bekämpfen wird.

Mit dem Versuch einer Lösung im Handelsstreit zwischen USA und China hat sich auch bei der Erwartung des Wirtschaftswachstums und der Ölnachfrage wieder leichter Optimismus breit gemacht.

Kommende Woche werden die neuen Monatsreports veröffentlicht. Kurzfristig scheint die Marktlage nicht auf eine Überversorgung hinauszulaufen.

In den kommenden Wochen und Monaten ist die Nachfrageentwicklung genau zu beobachten. ICE Gasoil notiert weiter deutlich über den Niveaus von gestern Nachmittag. So deuten sich bei den Inlandspreisen für den Morgen aktuell weitere Preissteigerungen an.

 

Fundamental; neutral bis bullish             Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

10. Januar 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 60.77 $ Crude (WTI): 51.71 $ Gasoil 564.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9733 Rheinfracht: 38.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Fed und Saudis lassen Preise steigen – Börse wieder ein Bullenmarkt

 

Saudi-Arabiens Ölminister hatte gestern Abend deutliche Exportkürzungen zum Jahresbeginn 2019 bestätigt.

Was der Ölminister damit allerdings klar zum Ausdruck gebracht hat, dass die Saudis keine Anstrengungen zu scheuen scheinen, um ein Überangebot zu verhindern. Darüber hinaus gibt es auch von der Fed positive Signale. Hinzu kommen noch die positiven Entwicklungen im Handelsstreit zwischen USA und China. Zwar gibt es noch keine Lösung oder einen Deal, aber immerhin sind beide in einen intensiven Dialog getreten und China wird mit zusätzlichen Importen aus den USA versuchen das Handelsdefizit zu verringern. An den Ölbörsen hat sich somit auch ein Aufwärtstrend entwickelt.

Nach dem starken Preisanstieg in den späten Handelsstunden gestern Abend, kommen die Ölfutures in den Morgenstunden nun wieder leicht von ihren Höchstständen zurück. Dennoch bleiben die Notierungen deutlich über den Werten von gestern Nachmittag, sodass sich bei den Inlandspreisen für heute Vormittag zunächst weitere Preissteigerungen andeuten.

 

Fundamental; neutral bis bullish             Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

09. Januar 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 59.34 $ Crude (WTI): 50.37 $ Gasoil 554.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9813 Rheinfracht: 38.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisanstieg in der Nacht – Positive Signale aus China stützen

 

Mit dem Preisrutsch zu Heilig Abend wurde Ende Dezember vorläufig ein Tief bei den Rohölpreisen erreicht. Seitdem hat sich ein Boden gebildet und ein bisher noch kurzfristiger Aufwärtstrend entwickelt. Die Produktionskürzung der OPEC+ Gruppe sowie die geplanten zusätzlichen Exportkürzungen von Saudi-Arabien haben das Stimmungsbild an den Börsen leicht bullish werden lassen.

Im Fokus in dieser Woche auch der Handelsstreit zwischen USA und China. Die Verlängerung der Verhandlungen in Peking auf einen ungeplanten dritten Tag wird als positives Signal gesehen. Die Vermeidung einer Zuspitzung und eventuell sogar der Abbau der Handelsbarrieren hätten einen positiven Effekt auf das erwartete Wirtschaftswachstum und damit auch auf die Ölnachfrage.

In der Nacht reagierten die asiatischen Aktienmärkte positiv auf die neue Entwicklung. Auch die Ölfutures an ICE und NYMEX reagierten auf die Entwicklung und folgten den Aktienmärkten nach oben. Dabei haben die Notierungen ihre Vortageshochs bereits geknackt, sodass sich bei den Inlandspreisen erhebliche Aufwärtspotenziale ergeben.

 

Fundamental; bullish                  Chartanalyse; bullish

 

 

 

 

 

08. Januar 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 57.23 $ Crude (WTI): 48.47 $ Gasoil 537.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9805 Rheinfracht: 38.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Späte Gewinnmitnahmen sorgen für Abwärtspotenzial im Inland

 

Die Produktionskürzung der OPEC und auch die angekündigte Kürzung der Exporte der Saudis ist ein Signal an den Markt, dass das Kartell das Ölangebot zum neuen Jahr wieder aktiv managen und reduzieren will. Die Strategie der Produktionskürzung ist für die OPEC allemal rentabler als sich auf einen Produktionswettbewerb mit der US Schieferölindustrie einzulassen. Es ist also davon auszugehen, dass die OPEC+ Gruppe die Kürzungen auch wie angekündigt durchziehen wird.

Letztlich bleibt noch immer die Unsicherheit, ob die Kürzungen der OPEC ausreichend sein werden, damit der erwartete Nachfragerückgang aufgefangen und kompensiert werden kann.

Nach den Preissteigerungen von gestern überwogen in der Nacht erst einmal die Gewinnmitnahmen, sodass die Futures an der ICE unter den Vortageswerten starten. Der Euro/Dollar-Kurs gibt zwar auch leicht nach, die Gewinnmitnahmen an ICE wiegen allerdings schwerer. Für die Inlandspreise bedeutet dies unterm Strich einen moderaten Preisnachlass im Vergleich zu den Niveaus vom Vortag.

 

Fundamental; neutral bis bullish             Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

07. Januar 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 57.93 $ Crude (WTI): 48.78 $ Gasoil 540.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9843 Rheinfracht: 42.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures zum Wochenstart fester – Analysten sehen Aufwärtspotenziale

 

Die bearishe Stimmung an den Ölbörsen hat sich zum Jahreswechsel gewandelt und wird nun vermehrt als bullish beschrieben. Besonderen Anteil an dieser Entwicklung dürfte die Produktionskürzung der OPEC sein, die sich nach vorläufigen Schätzungen wohl an die Kürzungen halten wird.

Saudi-Arabien hatte seine Produktion im Dezember massiv reduziert und für Januar weitere umfangreiche Kürzungen bestätigt. Zudem hat man die Preisniveaus für Rohöllieferungen im Februar nach Asien und in die USA angehoben. Rückenwind bekommen die Finanzmärkte und damit auch die Ölpreise momentan von den Gesprächen zum Handelsstreit zwischen China und den USA. Die Futures an ICE und NYMEX werden von diesem Umstand ebenfalls gestützt, da man bei positiven Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum auch positive Effekte auf die Ölnachfrage erwartet. In den Morgenstunden ziehen die Futures an ICE und NYMEX weiter leicht an. Unterm Strich deuten sich zu Freitag allerdings dennoch moderarte Preissteigerungen im Inland an.

 

Fundamental; neutral bis bullish             Chartanalyse; neutral bis bullish