AVIA Vereinigung Schweiz

31.01.2012

 

Rohöl/Barrel: Brent 111.33  Crude 99.32 $  Dollar: 0.9150 Rheinfracht: 14.00 CHF/to

 

Die Gewalt in Syrien eskaliert. Baschar Al Assad hört in seinem Palast in Damaskus den Kriegslärm. Der UN Sicherheitsrat wird heute an einer Sondersitzung versuchen, Sanktionen zu diskutieren und zu beschliessen. Russland und China haben bereits das Veto angekündigt. Das Parlament im Iran will bis Ende dieser Woche ein  Eilgesetz für den Boykott der EU mit Rohöl (auf 15 Jahre ?) beschliessen. Die USA und Japan diskutieren über Sanktionen gegen den Iran.

 

Rohölnotierungen: Weiterhin in einer Seitwärtsbewegung mit Ausschlägen in beide Richtungen. Diverse Unterstützungsmarken blieben stabil.

Aktienmärkte: gemischt. Von leichten Verlusten bis leichten Gewinnen alles dabei. Die Anleger hatten vor allem den Ausgang des EU Gipfels in Brüssel im Fokus.  

Dollar:  Der Schweizerfranken bleibt weiterhin überbewertet.

Iran: Das Parlament will nun diese Woche ein Eilgesetz zum Boykott einzelner oder aller EU Mitglieder mit Rohöllieferungen beschliessen. Der Vorschlag geht sogar soweit, dass dieses Gesetz über 15 Jahre dauern soll. Die USA, welche ja weitreichende Sanktionen gegen iranische Banken bereits umsetzen, werden die Situation mit Japan besprechen, welches im Zuge der Abschaltung diverser Reaktoren derzeit massive Zunahmen an Rohöl verzeichnen. Japan ist der drittgrösste Abnehmer Irans mit rund 340 000 Fass pro Tag.

Syrien: Die Lage eskalierte gestern enorm. Der UN Sicherheitsrat wurde zu einer Dringlichkeitssitzung einberufen und will die Lage diskutieren und mögliche Sanktionen diskutieren. Die Veto-Mächte Russland und China stellen sich grundsätzlich dagegen. Russland ist enger Verbündeter Syriens in Sachen Waffenexporte.  

Marktlage: Einschätzung im Moment - Fundamental  „neutral bis bullish“ - Charttechnisch -  „Neutral“. Der Markt sucht nach eine neue Richtung.  

 

30.01.2012

 

30.01.2012  08:10 Uhr

Iran: Parlament verschiebt Debatte über Exportstopp auf Ende der Woche


Im Streit mit dem Westen über das iranische Atomprogramm kommen aus der Islamischen Republik widersprüchliche Signale. Öl-Minister Rostam Kasemi kündigte am Sonntag an, in Kürze die Exporte in "einige" Länder zu unterbinden. Auf der anderen Seite verschob das Teheraner Parlament die Debatte über ein Notgesetz, das mit sofortiger Wirkung Öllieferungen in die EU stoppen würde.

Noch sei kein entsprechender Entwurf vorgelegt worden, sagte ein Sprecher des Energie-Ausschusses im Parlament. Es gebe aber einen Vorschlag von Abgeordneten, der ernsthaft begutachtet werde. "Wir hoffen, dass wir unsere Diskussionen bis Freitag abschließen können", sagte der Sprecher. Nach Einschätzung des hochrangigen Parlamentariers Mohammad Karim Abedi könnten durch das Gesetz sämtliche Exporte in die EU für bis zu 15 Jahre gestoppt werden.

Die EU hat unlängst ein Import-Embargo für iranisches Öl ab dem 1. Juli beschlossen, um den Iran zum Einlenken im Atomstreit zu zwingen. Die Regierung in Teheran steht entgegen eigener Darstellung im Verdacht, heimlich an Atomwaffen zu arbeiten. Mit dem Gesetz will das zweitgrößte Opec-Ölexportland den Plan der EU vereiteln, den geplanten Importstopp erst nach sechs Monaten voll wirksam werden zu lassen. In der Übergangszeit sollen sich besonders vom iranischen Öl abhängige Länder - wie das von der Schuldenkrise ohnehin schwer angeschlagene Griechenland - der Lage anpassen können.

Die EU wird aber nach Einschätzung von Bundesaußenminister Guido Westerwelle Wege finden, um Lieferausfälle zu kompensieren. "Wir lassen uns von Drohgebärden nicht von unserem Weg der Entschiedenheit gegen eine atomare Bewaffnung Irans abbringen", sagte Westerwelle der "Welt am Sonntag". Er forderte den Iran zur Mäßigung und zum Einlenken auf. Die Verantwortlichen in Teheran hätten eine Reduzierung der Spannungen selbst in der Hand. "Beim Iran erleben wir eine ebenso bedauerliche wie gefährliche Eskalation der Worte."

Am Sonntag erklärte der Iran, mit den geplanten EU-Sanktionen drohe der Ölpreis bis auf 150 Dollar je Barrel zu steigen. Eine Spanne von 120 bis 150 Dollar sei denkbar, sagte ein Regierungsmitglied der amtlichen Nachrichtenagentur Irna zufolge. Derzeit kostet Rohöl knapp 100 Dollar. Analysten zufolge könnten Ersatz-Lieferungen aus Saudi-Arabien einen iranischen Ausfuhrstopp ausgleichen. Profitieren dürften dagegen China und Indien, die mehr vom iranischen Öl zu geringeren Preisen beziehen könnten

 

 

Rohöl/Barrel: Brent 111.01  Crude 99.01 $  Dollar: 0.9161 Rheinfracht: 14.00 CHF/to

 

Das iranische Parlament hat gestern den vorgesehenen Entscheid zum Lieferstopp von Rohöl (Spiess umgedreht) verschoben. Man könnte aber diesen Entscheid „umgehen“. Die Lage in Syrien spitzt sich dramatisch zu. Die arabische Liga sistiert ihre Mission und will ein Mandat an den UNO Sicherheitsrat geben.

 

Rohölnotierungen Keine grossen Veränderungen zum Vortag. Schluss teils leicht über Morgenniveau bzw. ausgeglichen. Die Lage um den Iran, die Insolvenz von Petroplus Raffinerien sowie die Abschaltung einer Raffinerie an der US-Ostküste wirken stützend. US Börsen-Benzinpreise auf dem höchsten Stand seit Ende August 2011. Benzin ist oft „Vorläufer“ für die Preisentwicklung der übrigen Produkte.

Aktienmärkte: leichte Verluste.  

Dollar:  weiterhin schwach.

US-Wirtschaft: Die Vorabschätzungen des BIP im 4. Quartal 2011 bleiben mit 2.8 % leicht hinter den Schätzungen von 3 % zurück. Diese Meldung wurde nicht unbedingt negativ interpretiert, denn die US Wirtschaft wuchs damit so starkt wie seit einenhalb Jahren nicht mehr. Experten meinen, dass somit die Talsohle durchschritten sei. Auch der Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan lag im Dezember deutlich über den Erwartungen.

Iran: Das Parlament hat gestern den Entscheid, dem EU Ölembargo gegen die EU bzw. einzelne EU Staaten zuvorzukommen, verschoben. Offenbar befürchtet man zu grosse Lieferausfälle. Allerdings könnte man das Ganze auch ohne Beschluss des Parlamentes umsetzten, indem man „Force Majeure“ (Lieferunfähigkeit) erklären würde. Man befürchtet auch einen Zerfall der iranischen Ölpreise und dass Rohöl trotzdem über Umwege nach Europa gelangen könnte. Angela Merkel will anlässlich ihres Besuches diese Woche auch China um Unterstützung beim Embargo der EU gegen den Iran bitten und sei es nur, nicht zusätzliche Mengen zu kaufen.  

Syrien: Die Lage spitzt sich von Tag zu Tag zu und die Massacker des Regimes treffen nun auch weitere Städte. Die arabische Liga hat ihre Mission (Beobachter in Syrien) sistiert und ruft den UNO Sicherheitsrat an. Da werden die Russen und Chinesen aber Widerstand leisten.

Marktlage: Einschätzung im Moment - Fundamental  und  Charttechnisch -  „Neutral“

 

27.01.2012

 

Rohöl/Barrel: Brent 110.69  Crude 99.61 $  Dollar: 0.9208 Rheinfracht: 14.00 CHF/to

 

Nun dreht der Iran möglicherweise den Spiess in Sachen Öl- und Bankenembargo um. Das könnte der EU vorübergehend Probleme bringen und gilt fundamental als bullishes Element an den Börsen.  Gemischte Wirtschaftszahlen aus den USA. Die Börse sucht eine neue Richtung.

 

Marktlage: Fundamental  und  Charttechnisch  „Neutral bis bullish“

Aktienmärkte: Uneinheitlich.  

Rohölnotierungen:  Keine grossen Veränderungen zum Vortag. Schluss teils leicht über Morgenniveau.

Dollar:  Im Moment offenbar keine Erholung in Sicht.  

Iran: Nun will man offenbar den Spiess umdrehen und droht der EU, schon vor Inkrafttreten des Ölembargos per 1. Juli die EU nicht mehr mit Rohöl zu beliefern (die EU Aussenminister haben ja letzte Woche beschlossen, dem Land kein Öl mehr abzunehmen). Entscheide würden am kommenden Wochenende gefällt. Wenn auch andere Länder klar gemacht haben, dass sie die Ausfälle kompensieren würden, so könnte das einige EU Staaten vor erhebliche Probleme stellen. Denn vermutlich hat man die „Galgenfrist“ für den Iran nicht uneigennützig angesetzt, damit der Iran alles nochmals überschlafen könne. Auch die EU selbst braucht etwas Zeit, sich für Rohöllieferungen neu zu organisieren. Diese Zeit hätten sie nun nicht, wenn der Iran mit der Drohung Ernst macht. Die Màrkte nahmen diese Meldungen allerdings nicht so für bare Münze, denn die Drohungen aus dem Iran gehören bald zur Tagesordnung und wurden in der Vergangenheit (gottlob) selten umgesetzt. Der Iran strebt ebenfalls ein Sondertreffen der OPEC an. Die ganze Angelegenheit wird aber börsentechnisch doch eher als „bullish“ interpretiert.

 

26.01.2012

 

Rohöl/Barrel: Brent 110.65  Crude 100.11 $  Dollar: 0.9222 Rheinfracht: 14.00 CHF/to

 

Das USA FED belässt die Zinsen weiter auf Tiefstniveau von nahezu 0 % und legt eine Inflationsobergrenze von 2 % fest. Märkte handeln enorm nervös (siehe 24 Std. Chart Rohöl Brent unten). Keine logische Reaktion der Börse nach der Publikation der DOE Lagerzahlen. Auch Petroplus Ingoldstadt meldet Insolvenz an. Die Rettung des Standortes Schweiz wird schwierig sein. Aktien brachen komplett ein.

 

Marktlage: Fundamental  „neutral“ - Charttechnisch  „Neutral bis bullish“

Konsolidierung auf hohem Niveau.

Aktienmärkte: Mehrheitlich ausgeglichen, zum Teil leichte Gewinnmitnahmen.  

Rohölnotierungen: Nach anfänglichem Abgleiten der Preise um knapp 2 $ pro Fass erholten sich die Preise bis Börsenschluss nach sehr nervösem Handel wieder. Rohöl Crude hat heute die psychologisch wichtige Marke von 100 $ pro Barrel genommen. Sollte dies nachhaltig sein, so „droht“ die Spirale weiter nach oben zu gehen.

Dollar: Die Exportwirtschaft sorgt sich weiter, weil der Dollar so tief ist. Für den Import bringt die andere Seite der Medaille Vorteile.  

Petroplus up Date: Nach dem Sitz im CH-Werk Cressier muss nun auch der Standort Ingoldstadt in Deutschland Insolvenz anmelden. Die britischen Standorte wurden unter Zwangsverwaltung gestellt. Es sieht leider für die ganze Gruppe düster aus.

US Notenbank FED: belässt Leitzins auf weiterhin 0 – 0.25 % und verspricht tiefe Zinsen bis spätestens Ende 2014. Zudem legt man eine Inflationsobergrenze von max. 2 % fest. Inflation beteutet meistens, dass die Rohstoffe, vor allem auch Rohöl, speziell bei Spekulanten - "gefragt" sind und dann steigen können.

DOE Lagerzahlen zur Vorwoche: deutlicher Aufbaut im Rohöl, jedoch starker Abbau in den Destillaten. Bullishe Reaktion der Notierungen unverständlich. In den letzten Wochen stellen wir aber fest, dass die „wahre“ Reaktion an den Folgetagen eintritt.

 

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24.01.2012

 

Rohöl/Barrel: Brent 110.37  Crude 98.89 $  Dollar: 0.9291 Rheinfracht: 14.00 CHF/to

 

Unterschiedlicher Börserverlauf von Rohöl, Heizöl/Diesel und Benzin im gestrigen Tageshandel. Ein heftiger Ausschlag am Tag nach dem EU Ölembargo Beschluss der EU gegen den Iran ist (noch) ausgeblieben. Die Schliessung der Petroplus in Cressier (siehe ausführlichen Bericht auf unserer Homepage gestern um 17.05) stellt die Schweizerlogistik vor bedeutende Herausforderungen. Gespannt warten wir auf die Veröffentlichung der heutigen Lagerzahlen um 16.30 Uhr.

 

Iran: Die von Vielen erwartete, heftige bullishe Reaktion der Ölmärkte blieb gestern aus. Offenbar wollen die Marktteilnehmer erst die kurzfristigen Auswirkungen sehen, um dann weitere Entscheide zu treffen und wieder in die eine oder andere Richtung zu investieren (spekulieren).

Marktlage: Wird derzeit fundamental und charttechnisch abwartend als „Neutral“ eingestuft.

Aktienmärkte: Neutral. Teils wurden die Vortagesgewinne wieder abgegeben.

Rohölnotierungen: Schluss der Notierung uneinheitlich- Brent und Crude leicht tiefer, Fertigprodukte Gasoil und Benzin leicht höher. Erdgas ausgeglichen

Dollar: „kränkelt“ weiter.

 

24.01.2012

 

17.05  Up Date Petroplus Cressier

 

Zumindest kurzfristig wird es bei einer definitiven Schliessung der Erdölraffinerie von Cressier NE zu keinem Versorgungsengpass an Mineralölprodukten in der Schweiz kommen. Die bei einer Schliessung von Cressier zusätzlich benötigten Mengen Mineralöl könnten problemlos von Nordeuropa her über den Rhein in die Schweiz transportiert werden. Auch die Umschlagseinrichtungen in den Häfen Muttenz-Au und Birsfelden seien für eine Erhöhung der Kapazitäten bereit, wie die Vereinigung für Schifffahrt und Hafenwirtschaft (SVS) erklärt.
Mittel- und langfristig würde eine definitive Schliessung von Cressier jedoch eine Abkehr von der bewährten Versorgungsstrategie der Schweiz mit sich bringen, wie die Erdöl-Vereinigung auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA am Dienstag bestätigte.
Diese Strategie basiert zu zwei Dritteln auf dem Import von Fertigprodukten aus der EU. Rund ein Drittel wird als Rohöl in die Schweiz importiert, das in hiesigen Raffinerien zu Erdölprodukten verarbeitet wird.
Das importierte Rohöl kommt aus dem Mittelmeer-Raum und wird über Pipelines von den Häfen Genua und Marseille in die Schweiz geleitet, der grösste Teil der Fertigprodukte stammt hingegen aus dem Nordsee- Raum. An diesen Tatsachen ändere die am Dienstag von Petroplus angekündigten Schritte nichts, sagte Philippe Cordonier, Leiter der Abteilung Brennstoffe bei der Erdöl-Vereinigung, der SDA.
Wenn jedoch neben Cressier auch noch die einzige weitere Schweizer Erdölraffinerie, jene in Collombey VS, dichtmachen würde, hätte die Schweiz gemäss der Erdöl-Vereinigung ein Problem: Die Infrastruktur wäre überlastet, um den Zusatzbedarf zu befördern, so Niklaus Boss, der Geschäftsführer der Erdöl-Vereinigung.

 

Rohöl/Barrel: Brent 110.76  Crude 99.69 $  Dollar: 0.9280 Rheinfracht: 14.00 CHF/to

 

EU beschliesst Ölembargo gegen den Iran. Die Auswirkungen werden kontrovers interpretiert. Die Handelsströme könnten sich verändern. Der Iran droht weiter mit der Schliessung der Strasse von Hormus. Das könnte die Preise explodieren lassen. Die USA schicken den  Flugzeugträger „Abraham Lincoln“ in den persischen Golf und passieren demonstrativ die Strasse von Hormus. Rohöl- und Aktienmärkte in abwartender Stellung mit geringem Handelsvolumen. Unbestätigten Meldungen zufolge muss Petroplus Insolvenz anmelden. 

 

Iran: Das erwartete Ölembargo wurde nun wie erwartet beschlossen. Es bedeutet, dass keine neuen Verträge mit dem Iran mehr abgeschlossen werden und ab 1. Juli auch die bestehenden Verträge nicht mehr weiterlaufen dürfen. Man will dem Iran so Zeit einräumen, um die ganze Sache mit dem Atomprogramm nochmals zu „überschlafen“. Der Iran droht weiter mit der Schliessung der Strasse von Hormus und hofft darauf, dass die „Verbündeten“, hauptsächlich China, Russland und Indien ihr Rohöl weiter abkaufen. Drohungen sind auch gerichtet an diejenigen Länder, welche die Ausfälle aus dem Iran kompensieren (hauptsächlich Saudi-Arabien). Die Meinungen über die weitere Preisentwicklung sind unter Experten und Analysten kontrovers. Die nächsten Tage und Wochen werden vielleicht etwas Klarheit schaffen.

Südsudan: Ankündigung, dass man nach dem Erlangen der Unabhängigkeit Ende 2011 die Fördermengen herunterzufahren werde. (Fördermenge derzeit ca. 500 000 Barrel pro Tag)

Marktlage: Wird derzeit fundamental und charttechnisch als „Neutral“ eingestuft.

Aktienmärkte: Verliefen gestern durchwegs neutral. Dow Jones und SMI schlossen neutral. DAX  auf höchstem Stand seit Anfangs August 2011.

Rohölnotierungen: Durch den Beschluss ebenfalls enorm nervöser Handel. Schluss leicht über Eröffnungsniveau.

Erdgas: Wird an der Börse oft als „Vorläufer“ für die Preisentwicklung für Roh- und Gasoil gesehen. Investoren haben die Longpositionen im Erdgas erhöht, d.h. sie wetten auf steigende Erdgaspreise.

Dollar: Wieder unter 0.9300, das beschert uns leicht tiefere CHF-Produktepreise.

 

23.01.2012

 

Rohöl/Barrel: Brent 110.12  Crude 97.97 $  Dollar: 0.9367  Rheinfracht: 14.00 CHF/to

 

Die arabische Liga fordert den Rücktritt des syrischen Präsidenten, will seine Beobachter aber weiter im Land belassenund sogar noch aufstocken. In Libyen flammen die Unruhen wieder auf und der Vizepräsident der Übergangsregierung musste den Hut nehmen. Heute werden vermutlich am Aussenministertreffen bedeutende Weichen in Sachen Ölembargo der EU gegen den Iran gestellt. Die Rohölnotierungen gaben am Freitag leicht nach, konnten aber psychologische Unterstützungen nicht nachhaltig durchbrechen. Warum die Rohölpreise längerfristig nicht unter 80 -100 $ pro Barrel sinken dürfen?

 

Obwohl China vor dem Schliessen der Strasse von Hormus warnt und trotz Drohungen des Irans hält die EU am Ölembargo fest. Am heutigen Aussenmistertreffen dürften entsprechende Weichen gestellt werden. Im Iran tobt ein erbitterter Kampf um die Macht, nachdem die US Truppen vor wenigen Wochen das Land verlassen haben. Die arabische Liga will zusätzliche Beobachter nach Syrien entsenden, obwohl Saudi-Arabien das Vorhaben nicht weiter unterstützt und seine Beobachter zurückzieht. Man hat sich nach stundenlanger Sitzung auf eine „Roadmap“ geeinigt. Die Umsetzung ist allerdings so wenig garantiert wie diejenige, von welcher man in Isarael seit Jahren spricht. Das Wort aber tönt gut.  Petroplus, deren Raffinerie in Cressier nun offenbar infolge fehlendem Rohöl heruntergefahren wurde, prüft den Verkauf der Raffinerien in Petit Couronne (Frankreich) und Antwerpen sowie auch der Schweizer Raffinerie. Es würden alle Optionen geprüft. Sollten Sie an einem wirklich interessanten und vor allem plausiblen Artikel, warum die Rohölpreise langerfrsitiig nicht unter 80 – 100 $ sinken dürfen: Bitte schreiben Sie ein Mail an anton.eigenmann@langenergie.ch

 

Marktinformation

20.01.2012

 

Rohöl/Barrel: Brent 112.03  Crude 100.67  $  Dollar: 0.9320  Rheinfracht: 14.00 CHF/to

 

Nach Bekanntgabe der DOE Lagerzahlen brachen die Notierungen ganz kurz ein, schlossen aber trotzdem über Morgenniveau. Aktienmärkte im Plus. Geplante Sanktionen gegen den Iran stützen die Preise. In den USA erreichte die Statistik über Neuanmeldungen für Arbeitslosenhilfe den tiefsten Stand seit 2008.

 

Eine ganze Reihe von Wirtschaftsindikatoren standen gestern zur Veröffentlichung an. Diese wurden von Märkten mehrheitlich positiv interpretiert an (z.B. Neuanmeldungen Arbeitslosenhilfe auf dem tiefsten Stand seit 2008) und beflügelten vor allem die Aktienmärkte. Im Sog folgten dann auch, nach kurzem Einbruch nach den DOE Lagerzahlen (neutralisiert), auch die die Rohölnotierungen. Stützend wirkten u.a. auch das up Date der EU in Sachen Embargo „Rohöl und Petrochemie“ gegen den Iran und dessen Zentralbank ( Gold An- und Verkauf). Man erwartet für den kommenden Montag am EU Aussenministertreffen noch keinen Entscheid bzw. ein Datum für das Inkrafttreten der Umsetzung, aber eine einheitliche Absichtserklärung, was immer das auch heissen mag. Solange hier keine Klarheit herrscht, werden die Märkte belastet und es gibt Analysten, welche vermuten, dass in den Notierungen im Moment bereits 5 -10 $ eingepriced sind.

 

19.01.2012

 

Rohöl/Barrel: Brent 111.48  Crude 101.45  $  Dollar: 0.9396  Rheinfracht: 14.00 CHF/to

 

Die OPEC fördert auf Teufel komm raus und der Markt nimmt die Ware auf, denn die OPEC Lager liegen unter dem 5 Jahresdurchschnitt. Während die Aktienindizes zulegten, rutsche Rohöl im früher Nachmittagshandel etwas ab, erholte sich aber bis Handelschluss wieder und ging nur leicht im Minus aus dem Markt. Die EU tut sich schwer mit dem Entscheid über das Iran Ölembargo. Der Irak will den Rohölexport deutlich steigern.  Dollarbereinigt sehen wir heute leicht tiefere Produktepreise als gestern.

 

Wenn die aus verschiedenen Ländern gemeldeten leicht positiven Wirtschaftszahlen auch nur eine Momentaufnahme sind, so werden sie halt – ob es einem passt oder nicht – von den verschiedenen Märkten sofort „aufgesaugt und ausgeschlachtet“. Der Irak will seinen Rohölexport in den nächsten Monaten und Jahren von derzeit 2.9 auf 8 Mio Barrel pro Tag steigern. Dies ist mit dem Bau neuer Terminals verbunden. Bei der explosiven Lage ist es aber fraglich, ob die optimistischen (utopischen?) Ziele umgesetzt werden können. In Sachen EU Ölembargo gegen den Iran erwarten Diplomaten, dass die Politik sich vermutlich auf den 1. Juli 2012 einigen werden, dass aber Vorentscheidungen durchaus am EU Aussenministertreffen nächste Woche fallen könnten. Der Iran steht "Gewehr bei Fuss" und hat klare Botschaften an die EU und die Ölförderlländer ausgesandt. Wenn dies auch als Muskelspiele gewertet werden könnte, so darf man diese Drohungen nicht nur in den Wind schlagen.

 

18.01.2012

 

Rohöl/Barrel: Brent 111.95  Crude 101.19  $  Dollar: 0.9469  Rheinfracht: 14.00 CHF/to

 

Saudi-Arabien braucht höhere Staatseinnahmen und will höhere Barellpreise. Eilt BP der maroden Petroplus (in Deutschland und Frankreich) zu Hilfe? Der Iran wirft US-Sicherheitsdienst aus dem Land. Rohölnotierungen bleiben stabil. Aktienindizes legen zu.

 

„Wir machen jetzt unsere eigenen Regeln“. So der frühere Minister Rashid und heutiger, enger Berater des Staatspräsidenten Iraks. Man wolle Zug um Zug nun tausende US Sicherheitsexperten (davon auch viele in der Ölindustrie) aus dem Land jagen, nachdem die US Truppen abgezogen sind. Ob das gut kommt? Den vollständigen Bericht können Sie bei uns erhalten. BP gehört zu den bedeutendsten Rohöllieferanten von Petroplus und es gehen Gerüchte um, dass der Weltkonzern BP  Petroplus eventuell – hauptsächlich in der Raffinerie in Frankreich – aus der Patsche helfen könnte. Die Zukunft der Schweizerraffinerie in Cressier ist weiterhin ungewiss. Dort wird in den nächsten Tagen die Produktion infolge Rohölmangels heruntergefahren. Saudi-Arabien, wie auch andere ölproduzierende Länder, wollen mehr Staatseinnahmen. Die Umwälzungen des „arabischen Frühlings“ kosten enorm Geld (man musste die Bevölkerung in diversen Ländern mit höheren Sozialleistungen und weiteren „Geschenken“ besänftigen). Bisher hatte man auf der Basis von 80 – 100 $ Crude New York kalkuliert. Angestrebt wird nun ein Band über 100 $. Goldman Sachs mit seiner Prognose von 100 -120 $ für dieses Jahr könnte da nicht ganz falsch liegen. Und wie so oft, wenn solche Prognosen in die Welt gesetzt werden, haben sich viele Marktteilnehmer (und vor allem der Herausgeber der Prognose) bereits in diese Richtung engagiert und tun alles, damit diese Werte erzielt werden. Wir werden es bald sehen, was passiert. Wer sich für Langzeitkontrakte mit einem Fixpreis absichern will, sollte die Entwicklung der Preise in den nächsten Tagen und Wochen gut im Auge behalten. Die Märkte werden, sowohl fundamental als auch charttechnisch, „neutral bis bullish“ eingestuft.

 

17.01.2012

 

Rohöl/Barrel: Brent 111.40  Crude 99.29  $  Dollar: 0.9557  Rheinfracht: 14.00 CHF/to

 

Der Iran lässt weiter die Muskeln spielen. USA befürchten israelichen Überraschungsangriff auf Iran. In Nigeria wird die Suppe offenbar nicht so heiss gegessen wie sie die Regierung gekocht hat. Man macht anscheinend Zugeständnisse an die Gewerkschaften. Ölbörsen bewegen sich seitwärts. Nach der Herabstufung von neun Euroländern wird nun auch der Rettungsschirm im Rating herabgestuft. Brüssel nimmt es gelassen. Griechenland erneut kurz vor der Pleite. Rohölnotierungen stabilisieren sich nach Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau.

 

Die USA warnen Israels Führung vor den Folgen eines Militärschlages gegen den Iran. Der Iran seinerseits droht nun den Golfstaaten. Im Falle eines Ölembargos müssten es sich diese gut überlegen, ob sie den Markt (die USA und Europa) mit Zusatzmengen (als Ersatz für eventuelle Ausfälle aus dem Iran) versorgen wollen. Dies könnte zu unvorhersehbare Konsequenzen führen, so der derzeitige OPEC Chef und iranische Botschafter Ali Chatibi. Damit dürfte erneut die Sperrung der Strasse von Hormus gemeint sein, welche natürlich die Golfstaaten und logischerweise die ganze Welt empfindlich treffen würde. Die Folge wäre ein sprunghafter Anstieg der Ölpreise. Die Herabstufung der neun Euroländer zeigte gestern keine negativen Folgen an den europäischen Aktienmärkten. Es bleibt abzuwarten, wie die Wall Street (war gestern wegen eines Feiertages geschlossen) heute reagiert, natürlich auch in Bezug auf die Herabstufung der Rettungsschirmes.

 

16.01.2012

 

Rohöl/Barrel: Brent 111.40  Crude 99.29  $  Dollar: 0.9557  Rheinfracht: 14.00 CHF/to

 

Standard & Poor’s setzte mehrere Euro Länder (u.a. Frankreich und Österreich) um eine , z.T. sogar um 2 Stufen herunter. Die Krise um den Iran und in Nigeria geben wenig Spielraum für heftigen Rückgang der Ölpreise. Im Irak droht nach dem Abzug der US Truppen ein Bürgerkrieg. Goldman Sachs bleibt bei deutlichen Aufwärts-Prognosen von ca. 15 % bei Rohöl, Kupfer und Gold und rechnet mit weiterem Rally.

 

Nun ist sie also eingetroffen, die Herabstufung von 9 Euroändern, weil diese gemäss der Ratingagentur zu wenig für den Schuldenabbau getan haben. Das passt vor allem dem französischen Präsidenten im Vorfeld der Wahlen gar nicht. Die Aktienmärkte verloren zum Teil, Rohöl konnte sich in etwa halten. Solange in Sachen Ölembargo der EU nichts Klares definiert ist, bleibt die Lage unübersichtlich. Allerdings sind sich Experten uneins, ob dieses Embargo nicht sogar ein „Eigentor“ sein könnte. Wie sagt man so schön: 4 Experten, fünf Meinungen. Die Märkte werden im Moment – sowohl fundamental wie auch charttechnisch – als „Neutral“ eingestuft.

 

13.01.2012

 

Rohöl/Barrel: Brent 112.18  Crude 99.98  $  Dollar: 0.9421  Rheinfracht: 14.00 CHF/to

 

Gestern kratze Rohöl Brent an der psychologischen Marke von 115 $ pro Fass. Nachdem dieser Widerstand nicht durchbrochen werden konnte, gaben die Notierungen etwas nach und schlossen leicht unter Eröffnungsniveau. Mit hineingespielt haben auch Gerüchte über eine mögliche Verschiebung des EU Ölembargos gegen den Iran. Nigeria gerät ausser Kontrolle.

 

Die grossen europäischen Ölkonzerne haben ihre SPOT Käufe für iranisches Öl zurückgefahren, zum Teil sogar komplett eingestellt. Es gibt aber auch fixe, langfristige Lieferverträge, welche es einzuhalten gilt. „Wer eine Revolution oder einen Militärputsch heraufbeschwören will, muss es so machen“. So die Worte von Klaus Paehler vom Büro der Konrad Adenauer Stiftung in Nigeria. Der Generalstreik geht heute in den fünften Tag. Muslime und Christen – bisher äusserst zerstritten – kämpfen gemeinsam gegen die Regierung. War da nicht einmal etwas Ähnliches in Ägypten?  Den Ausgang dort kennen wir mittlerweilen. Diesmal scheint es in Nigeria, wo ja schon immer wieder negative Schlagzeilen herkamen, wirklich etwas „Gröberes“ zu sein. Die Entwicklung der in den letzten Wochen positiven Nachrichten des US Arbeitsmarktes wurden gestern eingetrübt. Der Entscheid der EU über ein Ölembargo könnte gestrigen Gerüchten zufolge um 6 Monate hinausgeschoben werden. Das verhalft den Notierung zu einer leichten Entlastung. Die Gerüchte wurden aber weder bestätigt noch dementiert. Die Märkte stehen derzeit fundamental sowie charttechnisch auf „Neutral“. Die erste Börsenwoche geht bereits schon wieder mit hoher Volatilität zu Ende.

 

12.01.2012

 

Rohöl/Barrel: Brent 113.04  Crude 101.34  $  Dollar: 0.9528  Rheinfracht: 14.00 CHF/to

 

Rohöl schliesst nach einem kurzen „Durchhänger“ während des Tages nur knapp unter Eröffnungsniveau. Aktienmärkte leicht im Minus. In Syrien dürfen die Beobachter der arabischen Liga nur dort „hinschauen“, wo Bashar al Assad will. Das ganze ist zu einer Farce geworden. Einzelne Beobachter verlassen das Land. Die USA ziehen weiteres Personal aus der Botschaft in Damaskus zurück. Die Lage für die Petroplus in Cressier bleibt weiter angespannt. 

 

Die doch eher bearishen DOE Lagerzahlen vermochten nur kurz Wirkung zu zeigen. Zu belastend sind die Facts um den Iran (Atomprogramm-Oelembargo), Syrien, Ägypten etc. Die Petroplus International konnte gemäss Medienberichten von heute Morgen nun offenbar doch (vorübergehend) neue Kredite auftreiben, welche für Betriebe in Deutschland und Frankreich verwendet werden. Die (vorübergehende?) Abschaltung des Werkes in Cressier NE in den nächsten Tagen scheint offenbar unausweichlich zu sein.

 

11.01.2012

 

Rohöl/Barrel: Brent 112.92  Crude 102.13  $  Dollar: 0.9513  Rheinfracht: 14.00 CHF/to

 

Rohöl konsolidiert auf hohem Niveau. Durch geopolitische Spannungen und  Charttechnik weiter im Aufwind. Ratingagentur Fich: Entwarnung für Frankreich – Drohung an Italien. EU will früher über Ölembargo gegen den Iran entscheiden. USA fordern Rechenschaft von Assad, welcher uneinsichtig ist und die arabische Liga verbal massiv angreift. Der stärkere Dollar bringt uns erneut höhere Produktepreise in der Schweiz.  An verschiedenen Passagen auf dem Rhein ist die Schifffahrt infolge Hochwasser eingeschränkt.

 

Angetrieben durch weiter steigenden Aktienmärkten legten auch die Rohölnotierungen gestern, nachdem mehrere Widerstände durchbrochen wurden, nochmals zu. Deutlich belastet werden die Märkte durch die geopolitischen Spannungen um das Olembargo gegen den Iran. Die EU Aussenminister wollen bereits am 23. Januar darüber beschliessen und nicht bis zum ordentlichen Gipfel der Staatschefs am 30.1.2012 warten. Gemäss der Internationalen Atomenergiebehörde hat der Iran Urananreichung in Bunkeranlagen begonnen, was allgemein als Grund für weitere Eskalationen genannt wird. Es scheint, dass nun auch China seine Abhängigkeit (vom Öl) vom Iran reduzieren will. In Öl-Reich Nigeria herrscht weiterhin das nackte Chaos und es droht, genau wie in Syrien, zu einem Bürgerkrieg auszuarten. Es brennt also auch im neuen Jahr an allen Ecken und Enden der Welt

 

10.01.2012

 

Rohöl/Barrel: Brent 113.10  Crude 102.08  $  Dollar: 0.9480  Rheinfracht: 14.00 CHF/to

 

Zu Wochenbeginn gaben die Rohölnotierungen leicht nach (handeln heute Morgen aber schon wieder deutlich stärker). Während sich in der Schweiz alles um den Rücktritt des Chefs der Nationalbank dreht, steht Nigeria vor einer Zerreissprobe. Der Westen bereitet sich auf eine Ölblockade (Strasse von Hormus) vor. Weltweit stehen strategische Reserven bereit. Die USA warnen Iran vor der „roten“ Linie. Grossbritanien entsendet das modernste Kriegsschiff in den persischen Golf. Wenn das nur alles gut kommt.

 

Präsident Jonathan in Nigeria appelliert an sein Volk, das Land mit Generalstreiks nicht weiter in die Krise zu stürzen. Schwierige Zeiten erfordern harte Entscheidungen. Nigeria, etwas dreimal so gross wie Deutschland und grösster Ölexporteur Afrikas, steht ein weiteresmal vor einem Bürgerkrieg.  Ein blutiger Feldzug zwischen den nördlichen Islamisten und den südlichen Christen ist voll im Entstehen. In den letzten Jahrzehnten wurden halt auch in diesem Lande nicht alle Einwohner vom Reichtum und Wachstum begünstigt. Irgendwann rächt sich das. Andere nordafrikanische und arabische Staaten lassen grüssen. Sollte der Iran als Antwort auf die diversen Sanktion die Strasse von Hormus lahmlegen, will der Westen eine Rekordmenge der strategischen Reserven freigeben. Die USA, unterstützt von Grossbritanien hatten bereits angetönt, sie würden eine solche Blockade niemals hinnehmen. Grossbritanien entsendet mitten in diesem  „Gewitter“ sein modernstes Kriegsschiff in den Persischen Golf. Man will alles tun, um den freien Warenverkehr zu gewährleisten.  Es sei bei dieser Gelegenheit darauf hingewiesen, dass der Iran in den 1980-er Jahren die Strasse von Hormus vermint hat. Das will man unter keinen Umständen mehr hinnehmen, so die USA und weitere EU-Staaten. Man wird auch anderweitig die Militärpräsenz in dieser Region verstärken. Der Iran überschreite eine „rote Linie“, wenn er Atomwaffen entwickle oder wichtige Schifffahrtswege blockiere, so US Verteidigungsminister Panetta. Man werde das nie tolerieren.

 

09.01.2012

 

Rohöl/Barrel: Brent 113.25  Crude 101.16  $  Dollar: 0.9546  Rheinfracht: 14.00 CHF/to

 

Die Rohölnotierungen legten im späten Abendhandel nochmals deutlich zu (siehe 24 Std. Chart unten) und schlossen die erste Handelswoche mit einem Plus von total 5.4 %. Die Beobachter der Arabischen Liga bleiben trotz Misserfolg in Syrien. Das Säbelrasseln zwischen Iran und den USA geht in eine neue Runde. In Nigeria haben die Gewerkschaften zu einem landesweiten, unbefristeten Streik aufgerufen. Petroplus kämpft weiter gegen den Bankrott und hofft auf Unterstützung aus der Ölindustrie.

 

Die Beobachtern der arabischen Liga wurden bis jetzt von der Regierung als auch von der Oposition bei ihrer Arbeit behindert und können somit keine Erfolge vorweisen. Trotzdem wollen Sie die Arbeit fortsetzen. In Jemen scheint es zu einer Lösung zu kommen, wenn der Immunität des Despoten Saleh und seiner Entourage zugestimmt wird. Bezgüglich den Streiks in Nigeria verweisen wir auf unseren Kommentar vom 5.1.2012. Petroplus kämpft weiter ums Überleben, nachdem Banken weitere Kredite eingefroren hatten. Man hofft, dass möglicherweise „Grosse“ aus der Ölindustrie zu Hilfe eilen könnten. Während der Präsident Achmadinejad zu seinem Freund Chavez nach Venezuela und einer 5 tägigen Lateinamerikareise aufgebrochen ist, kündigte das Militär weiter Übungen in der Region Hormus an, nachdem letzte Woche ihre Manöver dort beendet wurden. Man will offenbar nahe am Geschehen positioniert sein, sollten sich die USA und Europa für weitergehende Sanktionen entscheiden.

Es brodelt also weiter in diversen, für die Ölindustrie wichtigen Regionen und das hilft nicht gerade für eine Entspannung der Ölpreise. Im Gegenteil. Experten und Prognostiker warnen vor weiter steigenden Preisen.

 

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06.01.2012

 

Rohöl/Barrel: Brent 112.67  Crude 101.71  $  Dollar: 0.9539  Rheinfracht: 14.00 CHF/to

 

Der gestrige Rohölhandel lief seitwärts in breiter Spanne von rund 2 $ pro Barrel. Die leicht bearishen DOE Lagerzahlen hatten keinen grossen Einfluss. Der starke Dollar lässt uns in der Schweiz leider nicht auf tiefere Preise hoffen. In Nigeria kommt es zu Lieferausfällen. Drohende Streiks in der Ölindustrie in Frankreich. Bei Petroplus (international) wurden weitere Kredite eingefroren und der Himmel über Cressier verdunkelt sich weiter. Flexible Terminmodelle könnten in den nächsten Tagen und Wochen interessant und spruchreif werden. Haben im November niedrige Pegelstände auf dem Rhein Sorgen bereitet, so könnten jetzt zum Teil Hochwasserpegel zu Problemen in der Schifffahrt führen.

 

Der deutliche Anstieg der Ölnotierungen schwächte sich gestern leicht ab. Von einer Trendwende zu sprechen, ist aber sicher verfrüht. Zu viele bullishe Aspekte liegen derzeit in der Luft. Und für uns in der Schweiz „verhindert“ der stärkere Dollar (die Exportwirtschaft freut’s) im Moment günstigere Beschaffungspreise. Interessenten an Termingeschäften (lassen Sie sich von unseren Kundenberatern über unser spezielles „flexibles Terminmodell“ informieren), sind in den nächsten Tagen und Wochen gut beraten, die relevanten Preise genau zu verfolgen, denn in den vergangenen 14 Jahren konnte man in 9 Jahren zwischen Dezember und März jeweils die besten Preise realisieren. Das muss in diesem Jahr nicht zwingend so sein, aber die Wahrscheinlich ist doch gross. Viele Faktoren und fundamentale Aussichten sowie Prognosen deuten auf weiter steigende Preise hin. Aber wie schon oft erwähnt: Wir sind auch keine Hellseher.

 

05.01.2012

 

Rohöl/Barrel: Brent 113.75  Crude 103.30  $  Dollar: 0.9428  Rheinfracht: 15.00 CHF/to

 

Während an den Aktienmärkten eine Verschnaufpause folgte, legten die Rohölnotierungen nochmals einen drauf und stiegen auf ein 8 Monatshoch. Der stärkere Dollar beschert uns in der Schweiz erneut höhere Produktepreise. Ölembargo gegen Iran steht weiterhin im Fokus. Die DOE Lagerzahlen werden heute mit Spannung erwartet.

 

Der Anfangs Oktober 2011 begonnene Aufwärtstrend im Rohöl und Wetten auf weiter steigende Preise hält derzeit an. Diplomaten in Brüssel gaben gestern an, dass man sich im Prinzip auf die Durchsetzung eines Ölembargos gegen den Iran geeinigt hätte. Einige entscheidende Details seien aber noch ungeklärt und werden möglicherweise erst am Treffen der EU Aussenminister am 30. Januar entschieden. Präsident Obama hat am 31.12.11 ein Gesetz unterzeichnet, welches den USA ermöglicht, Unternehmen und Banken zu sanktionieren, welche weiterhin mit der iranischen Ölindustrie Geschäfte tätigt. Die Lage in Nigeria um die Treibstoffsubventionen (Zuschüsse gestrichen = Verdoppelung der Preise an den Zapfsäulen) spitzt sich weiter zu. Gewerkschaften rufen zu landesweiten Streiks auf. Nigeria ist grösster Ölexporteur Afrikas und Mitglied der OPEC. Erstaunlich ist, dass man trotz den grossen Fördermengen nicht in der Lage ist, für den Landesbedarf – infolge fehlender Raffineriekapazitäten – genügend Produkte herzustellen.

 

03.01.2012

 

Rohöl/Barrel: Brent 108.80  Crude 100.69 $  Dollar: 0.9386  Rheinfracht: 16.00 CHF/to

 

Ihnen allen wünschen wir ein gesundes und erfreuliches, erfolgreiches 2012.

Der Handel über die Feiertage war dünn. Die Preise haben sich aber nochmals deutlich nach oben entwickelt (Rohöl Brent plus 4.5 / Rohöl New York plus 6.50 $ pro Barrel seit 21.12.11). Dollarbereinigt in der Schweiz quotieren die Preise heute ca. Fr. 3.50 höher. Der Iran lässt die Muskeln spielen und hat diverse Langstreckenraketen gezündet. Man will der Welt klar machen, dass man im Falle von weiteren Sanktionen in der Region der Strasse von Hormus gerüstet ist.

 

In der Schweiz war das Hauptthema die (vorübergehende?) Schliessung der Petroplus Raffinerie in Cressier, wo infolge Krediteinfrierung der Rohöl Nachschub fehlt. Davon betroffen sind auch zwei weiter Raffinerien dieser Gesellschaft in Frankreich und Belgien. Ob und wann in Cressier die Produktion wieder aufgenommen wird, ist unklar. Die Schweizer Versorgung ist damit aber nicht gefährdet. Sicher werden einige Händler mit der kurzfristigen Umstellung auf andere Bezugsquellen etwelche Probleme haben. Im Irak ist die Lage nach dem Abzug der US Truppen explosiv und unübersichtlich. Die Unruhen in Ägypten, Marokko und Jemen gehen weiter. Ob die Beobachter der arabischen Liga in Syrien wirklich alles zu sehen bekommen, ist fraglich und umstritten. Man hört, dass das „Schlachten“ weitergeht. Das neue Jahr fängt offenbar dort an, wo das Alte aufgehört hat.

 

Archiv Januar