AVIA Vereinigung Schweiz

29. Juli 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 42.93 $  Crude (WTI): 40.92 $  Gasoil  370.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9779  Rheinfracht: 13.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

- 10,9% in 6 Tagen – Futures bauen 3-Monatstiefs erneut aus

 

Viele Akteure am Markt fühlen sich aktuell an die Preisbewegungen im letzten Jahr erinnert, als die Preisniveaus nach einer Frühjahresrallye im Spätsommer wieder einbrachen. Weltweit haben die Raffinerien ihre Benzinbestände aufgestockt und das obwohl die Sommersaison noch läuft, in der der Benzinbedarf in der Regel am höchsten ist. Auch in Europa haben die Benzinbestände ein extrem hohes Niveau erreicht und liegen damit etwa 40% über dem 5-Jahresdurchschnitt.

Schlechte Raffineriemargen drücken sich mittlerweile auch in den Quartalsberichten der Ölkonzerne aus, die im dritten Quartal einen Gewinnrückgang verzeichnen mussten. Dies dürfte sich negativ auf die Rohölnachfrage auswirken, während die neue Aktivität in der US Ölindustrie ein Anzeichen ist, dass die US Rohölförderung eventuell nicht ganz so stark abnimmt.

Wenn man sich die Bestände anschaue, könne man nicht gerade euphorisch werden.

 

Fundamental neutral/bearish     Chartanalyse neutral/bearish

 

 

 

28. Juli 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 43.45 $  Crude (WTI): 41.91 $  Gasoil  378.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.98.52  Rheinfracht: 13.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

DOE sorgt für erneuten Preisrutsch – WTI im Juli 14,8% im Minus

 

Im Frühjahr hatten die Preise an ICE und NYMEX eine starke Preisrallye hingelegt und legten fast um 100% zu. Produktionsausfälle in Nigeria, Waldbrände in Kanada, Streiks in Kuwait und die Erwartung einer starken Sommernachfrage hatten die Preise im Juni auf ihre Jahreshochs getrieben.

Mittlerweile hat sich der Markt allerdings verändert, denn die Sommernachfrage bei den Produkten war nicht so hoch wie erhofft. Als Ergebnis hat sich die Überversorgung von Rohöl auf Benzin und andere Produkte verlagert.

Dies hat die Preisrallye im Juni zunächst destabilisiert und mittlerweile für deutliche Kursverluste gesorgt. WTI sackte im Juli bisher um etwa 14,8% ab.

Das Minus an den Ölbörsen ist deutlich, doch der Euro/Dollar-Kurs zog gestern Nacht an. Der Euro/Dollar-Kurs könnte heute somit Short-Coverings begünstigen, wenngleich die fundamentale Konstellation an sich weiter bearish bleibt.

 

Fundamental neutral/bearish     Chartanalyse neutral

 

 

 

27. Juli 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 44.63 $  Crude (WTI): 42.70 $  Gasoil  384.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9935  Rheinfracht: 13.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Überversorgung lässt Preise weiter sinken – Warten auf US Bestandsdaten

 

Die Überversorgung im Produktbereich spiegelt sich in den Margen der Raffinerien wieder, die in den letzten Wochen und Monaten sanken. Die von BP intern angelegte Marge für das Raffineriegeschäft ist im Vergleich um fast die Hälfte zusammengeschmolzen. Dies ist der Effekt von dem Analysten erwarten, dass er zu einer Kürzung der Raffinerieproduktion im laufenden Quartal führen wird, mit der die Rohölnachfrage sinkt.

Einige Experten schätzen den Markt kurzfristig bearish ein und glauben, dass die Preise bis auf 39 oder 42 Dollar fallen könnten. Langfristig würde sich aber mit einer Rückkehr in ein Marktgleichgewicht eher eine Preisspanne zwischen 50 und 60 Dollar ergeben. Andere rechnen weiter nicht vor 2017 mit einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage.

Für die kurzfristige Entwicklung wird man auf fundamentaler Seite nun auf die US Ölbestandsdaten des DOE warten.

 

Fundamental neutral/bearish     Chartanalyse neutral

 

 

 

26. Juli 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 44.83 $  Crude (WTI): 43.17 $  Gasoil  388.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9850  Rheinfracht: 13.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Short-Coverings nach 3-Monatstiefs

 

Der Produktebereich erweist sich - wie erwartet - immer mehr als ein bearisher Faktor für die Ölbörsen. Zwar wächst die Benzinnachfrage, global gesehen liegt das Wachstum laut den Experten allerdings bei nur rund einem Drittel des letzten Jahres. Raffinerien hatten wegen der niedrigen Preisniveaus zu Jahresbeginn und im Frühling mit einem deutlich stärkeren Wachstum gerechnet und die Produktion hoch gehalten. Asien wird durch eine steigende Raffineriekapazität zunehmend unabhängiger von Treibstoffimporten und so hatte China im Juni so viel Benzin wie noch nie exportiert. Als Ergebnis dieser Entwicklung gibt es einen Überschuss an Treibstoffen, weshalb Experten davon ausgehen, dass die Raffinerien in diesem Herbst ihre Wartungsarbeiten vorziehen und/oder verlängern werden.

Marktteilnehmer werden nun auf die neue Runde der US Ölbestandsdaten zur Wochenmitte warten und ob die seit Wochen zunehmende Anzahl der US Ölbohranlagen bereits Auswirkungen auf die Rohölförderung hat.

 

Fundamental neutral/bearish     Chartanalyse neutral/bullish

 

 

 

25. Juli 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 45.52 $  Crude (WTI): 44.04 $  Gasoil  397.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9889  Rheinfracht: 13.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

2-Monatstiefs: Hohe Produktbestände und steigende US Ölbohraktivität

 

In der US Ölbohrindustrie ist eine Trendwende eingeleitet. Auch in der letzten Berichtswoche stieg die Anzahl der aktiven US Ölbohranlagen erneut um 14 auf nun insgesamt 371 Anlagen. Dies ist nicht nur der vierte Anstieg in Folge, sondern auch der siebte Anstieg innerhalb der letzten acht Wochen.

Trader an den Ölbörsen schauen bereits auf die anstehende Entwicklung im August und September. Dann endet die Ferienzeit in vielen Ländern, sodass der Spritverbrauch sinkt. Das Ende der sogenannten Fahrsaison oder Sommersaison nutzen Raffineriebetreiber in der Regel um Wartungsarbeiten durchzuführen, womit der Rohölbedarf sinkt.

Marktteilnehmer sehen diese Phase kritisch, denn die Nachfrage könnte dann in ein Loch fallen. Das Gerede, dass die Preise unter 40 Dollar absacken, nehme zu.

 

Fundamental neutral/bearish     Chartanalyse neutral/bearish

 

 

 

22. Juli 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.19 $  Crude (WTI): 44.66 $  Gasoil  403.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9850  Rheinfracht: 13.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Asiens Exporte belastet die Ölbörsen

 

Die EZB setzte gestern wie erwartet den Zinssatz bei unverändert 0.00% fest. In China, Südkorea und Japan, wächst die Benzinproduktion schneller als die Nachfrage. Eine weitere Raffinerie ist in China geplant, was vermutlich die Exporte Chinas mit Benzin nochmals erhöhen könnte. Alles was zu viel produziert wurde muss verkauft werden. Die Lagerbestände sind bereits gut ausgelastet und es wird vermehrt auf Schiffen eingelagert. Der Irak konnte seine Exporte im Juli steigern, er Irak ist aktuell der zweitgrößte Ölproduzent der OPEC.

 

Das US Unternehmen Southwestern Energy hat angekündigt seine Bohraktivitäten zu steigern wieder mehr in neue Anlagen zu investieren. Man geht davon aus, dass man in der zweiten Jahreshälfte bis zu 100 Ölquellen in Betrieb nehmen wird. Dies wird sich aus der Kombination von bereits angebohrten, aber noch nicht vollständig erschlossenen sowie neu zu bohrenden Ölquellen, ergeben.

 

Da als Folge der Überversorgung, im Benzin und Destillate Bereich, die Margen der Betreiber sinken, wird die Raffinerieauslastung im dritten Quartal vermutlich auch sinken, sodass wieder weniger Rohöl verbraucht wird. Hatte die Überversorgung bei Rohöl in den letzten Jahren erwartungsgemäß zu einer Überversorgung bei den Produkten geführt, könnte es nun eine Rückkopplung geben und die Überversorgung im Rohölsektor erneut steigen lassen.

 

Fundamental neutral / bearish   Chartanalyse neutral

 

 

21. Juli 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.41 $  Crude (WTI): 45.94 $  Gasoil  415.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9851  Rheinfracht: 13.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölbörsen nach DOE US Ölbestandesdaten im Aufwind

 

Das gestrige Zahlenwerk des DOE wurden bullish interpretiert, was jedoch überraschte, da die Rohölabbauten in dieser Sommersaison bis jetzt geringer waren als erwartet. Es beinhaltet ausserdem auch entscheidende bearishe Elemente, wie die Aufbauten bei Benzin.

 

Wegen dem Streik- Ende in Libyen könnte die Ölproduktion Libyens wieder ansteigen. Die Sicherheitslage in Nigeria bleibt angespannt, die Milizen verüben immer wieder Anschläge auf Pipelines und andere Ölanlagen.

 

Der Chef der Firma Saudi Aramco gab bekannt, dass das aktuelle Preisniveau die Förderung nicht beeinträchtigen wird, sie werden unvermindert in neue Projekte investieren.

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral

 

 

20. Juli 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.79 $  Crude (WTI): 44.79 $  Gasoil  409.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9859  Rheinfracht: 13.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Das Thema Überversorgung dominiert wieder an den Öl- Börsen…

 

Die US Ölbestandesveränderungen des API zeigen höhere Bestandes- Abbauten, bei den Destillaten wie auch beim Rohöl, als erwartet. Dies überrascht zu dieser Jahreszeit aber nicht wirklich. Marktteilnehmer warten nun auf die Daten des DOE heute Nachmittag um 16:30 Uhr, die neben den reinen Bestandsveränderungen auch Zahlen zu Rohölimporten, Nachfrage und vor allem der US Ölproduktion liefern.

 

Die Überversorgung bei den Produkten ist immer noch ein Thema. Erstens wächst die Benzinnachfrage in der USA schwächer als im letzten Jahr und zweitens flutet China den Markt weiter, nachdem in China die Raffineriekapazitäten ausgebaut wurden.

 

Einige Trader befürchten dass der Rohölbedarf der Raffinerien Ende Saison stark zurückgehen könnte und die Überversorgung somit zurück in den Rohölbereich geschoben würde.

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

19. Juli 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.86 $  Crude (WTI): 45.14 $  Gasoil  404.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9833  Rheinfracht: 13.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Trotz Überversorgung begrenzen die Angebotsausfälle die Spielräume nach unten

 

Libyens Ölproduktion ist aufgrund des Streiks gesunken. In der Nordsee streiken die Arbeitnehmer für 24h an den Förderplattformen. Die Wood Group hat Sparmassnahmen vorgeschlagen von bis zu 30% auf Gehälter und Löhnen.

 

Nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei konzentrieren sich die Marktteilnehmer wieder vermehrt auf die überversorgte Lage bei den Produkten. Händler suchen weiter Lagerkapazitäten, da die Raffinerien mehr produzieren als gebraucht wird. Die Überversorgung wurde in der ersten Jahreshälfte somit vom Rohölmarkt in den Produktemarkt geschoben.

 

Immer wieder wird von langen Wartezeiten bei der Löschung von Waren an Häfen in den USA und Europa berichtet, sodass die man nun auch vermehrt Lagerstätten in der Karibik nutzt. Hier gibt es neun funktionstüchtige Terminals mit einer Kapazität von etwa 140 Mio. Barrel für Rohöl und Produkte. Dies entspricht etwa 50% der Lagerkapazität an der US Golfküste.

 

Fundamental neutral bis bullish                        Chartanalyse neutral

 

 

18. Juli 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.82 $  Crude (WTI): 45.99 $  Gasoil  414.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9830  Rheinfracht: 13.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Putschversuch in Türkei ohne große Folgen

 

Die Ölbörsen haben auf den Putschversuch in der Türkei kaum reagiert. Die Türkei ist ein wichtiges Land für den Transit von Ölexporten aus dem Irak. Ausserdem passieren ca. 3% der globalen Ölproduktion die Meeresenge zwischen dem Schwarzen Meer und dem Mittelmeer in Istanbul.

 

Die erneuten Anschläge auf nigerianische Ölanlagen und der Ausruf von Force Majeure für Qua Iboe, stützen die Ölpreise.

 

Die Anzahl der US Ölbohranlagen nahm laut Baker Hughes in der Berichtswoche erneut um 6 auf nun 357 Anlagen zu. Dies ist der sechste Anstieg innerhalb der letzten sieben Wochen und deutet damit auf eine mittelfristige Erholung der US Ölproduktion hin.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral

 

 

 

15. Juli 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.83 $  Crude (WTI): 45.20 $  Gasoil  408.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9808  Rheinfracht: 13.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Konjunkturdaten aus China stützen – Widerstandslinie begrenzt Aufwärtsspielräume

 

Der globale Ölmarkt befindet sich in einem Anpassungsprozess, bei sich dem Angebot und Nachfrage wieder angleichen. IEA und IEA gehen daher ebenso wie die OPEC davon aus, dass der Markt schneller als bisher erwartet wieder in ein Gleichgewicht kommt.

Die Nachfrage aus China dürfte sich auf den aktuellen Preisniveaus wieder abschwächen, da die Aufstockung der strategischen Reserven vor allem bei den Preisniveaus von unter 30 und 40 Dollar attraktiv war. Diese Nachfrage hat sich in den vergangenen Jahren als sehr preissensibel erwiesen.

Zudem haben es Ölproduzenten durch Effizienzsteigerungen geschafft auch bei den aktuellen Preisniveaus wirtschaftlich zu arbeiten. Preisanstiege über 50 Dollar könnten die Aktivität in der Ölförderung wieder deutlich steigen lassen.

In den frühen Morgenstunden stützen die positiven Konjunkturdaten aus China. Das chinesische Wirtschaftswachstum nahm im zweiten Quartal nicht so stark wie vermutet ab und hat damit für eine kleine Aufwärtsbewegung gesorgt.

 

Fundamental neutral/bearish     Chartanalyse neutral/bearish

 

 

 

14. Juli 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.80 $  Crude (WTI): 45.38 $  Gasoil  409.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9830  Rheinfracht: 13.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preiseinbruch nach DOE – Short-Coverings stützen am Morgen

 

Bereits seit Wochen sorgen sich die Trader wegen der Überversorgung im Produktebereich, die durch die hohe Raffinerieauslastung entstand. Die Anlagen haben den Angebotsüberhang bei Rohöl in den Produktebereich verlagert, sodass es vor vielen Häfen zu langen Wartezeiten und Staus kommt. Gleichzeitig nimmt die Menge an Rohöl zu, die auf Schiffen eingelagert wird, während die IEA in ihrem Monatsbericht von einem Rekordbestand bei den OECD Vorräten ausgeht.

Weltweit sei die Menge des auf Schiffen eingelagerten Öls im Juni auf 95 Mio. Barrel geklettert. Dies ist der höchste Stand seit 2009/09.

Die Einlagerung auf Tankern ist vielmehr aus der Not heraus geboren. Händler haben schlicht weg keine Möglichkeit ihre Waren an Land einzulagern, da die Häfen ausgelastet sind.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral

 

 

 

13. Juli 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.83 $  Crude (WTI): 46.26 $  Gasoil  422.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9877  Rheinfracht: 13.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Charttechnik und Monatsreports treiben Preise – US Ölbestandsdaten überraschend bearish

 

Die OPEC sieht die Marktlage in diesem und im kommenden Jahr knapper als bisher. Vor allem die Ölproduktion außerhalb der OPEC soll weiter abnehmen und auch in 2017 noch einmal fallen. Dies wird die Marktkonzentration erhöhen, sodass die OPEC einen größeren Marktanteil erhält und mehr produziert. Die EIA teilt die Auffassung der OPEC in weiten Teilen, somit das Überangebot im kommenden Jahr faktisch verschwunden sein soll.

Chinas Ölnachfrage könnte zudem ins Stocken geraten sein. Zusätzlich wartet man noch auf den DOE Bericht, während die vom API gemeldeten und saisonal untypischen Bestandsaufbauten belasten. Aber selbst wenn das DOE die Zahlen des API bestätigt, so müsse man abwarten, ob dies nur ein einmaliger Ausrutscher gewesen sei, so Ki.

Für Heute deuten sich bei den rechnerischen Inlandspreisen aktuell Preissteigerungen an.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral/bullish

 

 

 

12. Juli 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.55 $  Crude (WTI): 44.96 $  Gasoil  416.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9823  Rheinfracht: 13.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures bleiben im Bereich des unteren Bollinger Bandes

 

Die Produktbestände sind für diese Jahreszeit sehr hoch, da die Raffinerien in Asien und den USA in den letzten Wochen mehr Rohöl als notwendig verarbeitet haben. Günstige Rohölpreise hatten in der ersten Jahreshälfte für gute Margen gesorgt, was sich nun allerdings zu rächen scheint. Die Rohölnachfrage der chinesischen Raffinerien werde abnehmen, da der Markt für Produkte überversorgt sei.

In Libyen scheint die Produktion wieder zu steigen und die Ausfälle in Nigeria können derzeit begrenzt werden. Zusammen mit der Überversorgung bei den Produkten und der zunehmenden Contango Situation deutet dies auf eine fundamental weiche Marktkonstellation hin. Allerdings bleibt Nigeria weiter instabil und auch in Venezuela könnte die Produktion weiter abnehmen, sodass der Markt mittel- bis langfristig weniger bearish einzustufen ist.

 

Fundamental neutral/bearish     Chartanalyse neutral

 

 

 

11. Juli 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.36 $  Crude (WTI): 44.95 $  Gasoil  405.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9829  Rheinfracht: 13.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Freitagstiefs begrenzen Abwärtsspielräume – Überversorgung und US Bohraktivität

 

Die seit 2014 aufgebaute Überversorgung bei Rohöl wurde mittlerweile in eine Überversorgung bei den Produkten gewandelt. Mit dem niedrigen Ölpreis und der Tendenz zu Fahrzeugen mit einem hohen Spritverbrauch in den USA, hatten Experten mit einer sehr starken Treibstoffnachfrage in der Sommersaison gerechnet. Die Nachfrage ist bisher auch sehr gut, allerdings hatten sich die Raffinerien ebenfalls gut darauf eingestellt und produzieren schon seit Monaten extrem viel Sprit.

Es gebe aktuell keinen Grund sich mit Benzin oder Diesel einzudecken, da es mehr als genug Ware gebe, die auf Käufer wartet. Für Raffinerien schmelzen damit aber auch schon seit Monaten die Margen und machen die Produktion von Produkten zunehmend unattraktiv.

Ebenfalls nicht unbedingt hilfreich für eine bullishe Gegenreaktion auf die Verluste der letzten Woche ist die erneut gestiegene Anzahl an aktiven US Ölbohranlagen. Diese Entwicklung könne ein dauerhaftes Problem werden.

 

Fundamental neutral/bearish     Chartanalyse neutral

 

 

 

08. Juli 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.87 $  Crude (WTI): 45.51 $  Gasoil  411.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9772  Rheinfracht: 13.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preiseinbruch nach gestriger Veröffentlichung der DOE US Öl- Bestandes Daten

 

Obwohl die US Ölproduktion erstaunlich stark gesunken ist, sind die DOE Zahlen von gestern als bearish zu bewerten, da wegen der Benzin- Überversorgung die Raffinerien weniger Rohöl verarbeiten konnten und somit geringere Bestandes Abbauten als erwartet bei den Produkten verzeichneten.

 

Fundamental neutral / bearish               Chartanalyse neutral

 

 

07. Juli 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.82 $  Crude (WTI): 47.51 $  Gasoil  428.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9748  Rheinfracht: 13.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Charttechnische Käufe am unteren Ende der WTI Handelsspanne und bullishe API Daten

 

In den USA stützt die Erwartung gesunkener Ölbestände bei Benzin, Destillaten und Rohöl. Eine Bestätigung durch das DOE wäre vermutlich ebenfalls bullish. Auch wenn die landesweiten Benzinbestände fallen, so haben die Vorräte an der Ostküste offenbar ein enorm hohes Niveau erreicht. Tanker werden zum Teil umgeleitet und Ankern vor dem New Yorker Hafen, da die ausgelasteten Kapazitäten eine Löschung der Fracht momentan nicht ermöglichen. Die Situation sei "ziemlich verrückt". Genau das Gegenteil von dem was man bei den Raffinerien erwartet hatte sei eingetreten.

Eigentlich rechnete man mit einer starken Benzinnachfrage, die die Bestände reduzieren würde. Die Nachfrage sei auch hoch, dennoch haben die Anlagen zu viel Benzin produziert. Die Raffinerien hätten es bei der Umstellung von Diesel auf Benzin schlicht übertrieben und nun gebe es keinen Platz um die Ware zu verkaufen.

Die Ölbörsen und Trader warten nun auf die US Ölbestandsdaten des DOE um 17 Uhr.

 

Fundamental neutral/bullish                    Chartanalyse neutral

 

 

 

 

06. Juli 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.08 $  Crude (WTI): 46.69 $  Gasoil  421.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9048  Rheinfracht: 14.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

heute wieder etwas günstigere Preise

 

Die meisten Markteilnehmer und Analysten sehen den Brexit als langfristige Belastung für die Ölbörsen, da die Unsicherheit an den Finanzmärkten das schwache Wirtschaftswachstum noch mehr schwächen könnte.

 

In Nigeria soll die Öl- Förderung im Juni zwar zugenommen haben, jedoch droht ein neuer Streik der Öl– Arbeiter und neue Anschläge auf Einrichtungen der Öl- Industrie die Situation weiter zu destabilisieren.

 

Wegen der hohen Benzinbestände an der Ostküste der USA müssen einige Tanker vor dem New Yorker Hafen auf die Löschung warten. Die Marktteilnehmer warten auf die heute Abend erscheinenden US Öl Bestandeszahlen.

 

Fundamental neutral          Chartanalyse bearish

 

 

05. Juli 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.66 $  Crude (WTI): 48.26 $  Gasoil  431.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9716  Rheinfracht: 14.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technische Verkaufssignale – Futures mit weichem Start nach langem US Wochenende

 

Viele Analysten hatten im Laufe des Jahres davor gewarnt, dass sich die Überversorgung im Rohölbereich bei einer hohen Raffinerieauslastung in ein Überangebot bei den Produkten wandeln könnte. Dies scheint nun mehr und mehr einzutreten. In Erwartung einer starken Sommernachfrage und dank niedriger Rohölpreise haben die Raffinerien viel Benzin produziert und damit die Bestände gefüllt.

Vor dem New Yorker Hafen sollen mehrere Produkttanker mit Benzin vor Anker liegen. Auf Grund der ausgelasteten Lager seien diese nicht in der Lage ihre Ladung zu löschen, heißt es. Dies könnte sich in den kommenden Wochen und Monaten negativ auf die Raffinerieauslastung und deren Rohölnachfrage auswirken.

Heute wird das Handelsvolumen wieder höher erwartet, da die inaktiven US Trader nach dem langen Wochenende an die Märkte zurückkehren. Die Futures setzen damit die Verluste des späten Vortages weiter fort und geben in den frühen Morgenstunden nach.

 

Fundamental neutral/bearish     Chartanalyse bearish

 

 

 

04. Juli 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 50.65 $  Crude (WTI): 49.23 $  Gasoil  443.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9735  Rheinfracht: 14.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

WTI bleibt am US Feiertag vermutlich unter 50 Dollar

 

Der Streik in Norwegen wurde im letzten Moment abgewendet, dafür drohen nun aber wieder neue Produktionsausfälle in Nigeria. Die Niger Delta Avengers hatten am Wochenende erneut Anlagen angegriffen. Die Waffenruhe scheint damit beendet zu sein und zeigt, dass es noch ein langer Weg hin zu einem stabilen Nigeria und verlässlichen Exporten ist.

Die Sorgen über den drohenden Brexit haben abgenommen. Der erste Schock scheint verdaut und der mögliche Einfluss auf den Ölmarkt ist begrenzt. Marktteilnehmer haben realisiert, dass ein negativer Einfluss des Brexit nicht unmittelbar eintreten wird, denn vor drei bis sechs Monaten werde gar nichts geschehen.

Heute wird ein relativ dünner Handel erwartet, da ein Großteil der Trader am US Feiertag (Independence Day) nicht am Handel teilnehmen wird, sodass sich bei den Inlandspreisen aktuell rechnerisches leichtes Aufwärtspotenzial andeutet.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral

 

 

 

01. Juli 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.91 $  Crude (WTI): 48.45 $  Gasoil  437.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9764  Rheinfracht: 14.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

WTI bleibt durch 50 Dollar begrenzt – Gewinnmitnahmen vor langen US Wochenende

 

Der Preisanstieg im zweiten Quartal war der größte quartalsmäßige Anstieg seit 2009. Der Markt befindet sich nun in einer neuen Orientierungsphase, nachdem die Rally des zweiten Quartals beendet wurde. Man wartet darauf, ob sich das Angebots- und Nachfrageverhältnis tatsächlich verknappen wird, bevor der saisonale Nachfragerückgang im ersten Quartal 2017 in den Fokus gerät.

Aktuell scheint der Druck wieder zugenommen zu haben, denn Saudi-Arabien hatte gestern seine Preise für Lieferungen im August größtenteils gesenkt.

Mit Preisanstiegen über 50 Dollar scheint man sich jedoch schwer zu tun. WTI scheiterte bereits Mittwoch an dieser Marke, mit der sich eine vorläufige Widerstandslinie gebildet hat. Oberhalb der 50 Dollar wird zudem die US Ölproduktion für einige Unternehmen rentabel, was eine physische Preisbegrenzung schafft.

Vor dem Wochenende werden sich die Marktteilnehmer aller Voraussicht noch zurückhalten und die Widerstandslinie nach oben dürfte weiter Bestand haben.

 

Fundamental neutral/bearish     Chartanalyse neutral