AVIA Vereinigung Schweiz

31. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.45 $   Crude (WTI): 49.92 $   Gasoil 493.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9680   Rheinfracht: 25.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Raffineriebrand in Rotterdam – Preissprung zum Wochenauftakt

 

In der letzten Woche hat Brent an Wert zugelegt. Dies war der größte Preissprung seit Anfang Dezember, als die OPEC ihre Produktionskürzungen für dieses Jahr beschlossen hatten. Hintergrund ist eine ganze Reihe von Faktoren, die den Markt derzeit knapper als in der ersten Jahreshälfte erscheinen lassen.

Der Raffineriebrand vom Wochenende in Rotterdam trägt seinen Anteil dazu bei, dass die Futures am Morgen schon auf neue Zweimonatshochs schießen. Allerdings könnte sich dieser Effekt schon bald wieder selbst regulieren, sollte die Anlage zeitnah wieder in Betrieb genommen werden können.

Die möglichen Sanktionen der USA gegen Venezuela sollen angeblich auch deren Ölsektor treffen, wobei ein Embargo gegen die Rohöllieferungen aus Venezuela momentan vom Markt ausgeschlossen wird. Die Maßnahmen, die die USA gegen Venezuela ergreifen, könnten bereits heute bekanntgegeben werden.

Aktuell sorgt damit der Preissprung für starke Preisanhebungen gegenüber Freitag.

 

Fundamental bullish                   Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

28. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 51.61 $   Crude (WTI): 48.95 $   Gasoil 476.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9669   Rheinfracht: 25.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Nach Aufwärtsbewegung – folgen vor dem Wochenende Gewinnmitnahmen?

 

Diese Woche nahm bisher eine relativ bullishe Entwicklung. Die Zusage Saudi-Arabiens, Kuwaits und der Vereinten Arabischen Emirate die Exporte zu kürzen, haben der OPEC geholfen die Preise zu stabilisieren. Noch Anfang Juli nahmen die Zweifel an der Wirksamkeit der Produktionskürzungen zu, nachdem die Quotentreue des Kartells im Juni gesunken ist.

Auch aus den USA kamen diese Woche bullishe Faktoren. Die Nachfrage nach Produkten ist in den Sommermonaten ziemlich solide und die Bestände fallen unterdessen ungewöhnlich stark. Zusammen mit den Maßnahmen der OPEC ergibt sich ein Gesamtbild, das darauf hindeutet, dass sich der Markt auf dem Weg zu einem ausgeglichenen Verhältnis befindet.

Auch wenn die Lage momentan kurzfristig leicht bullish geworden ist, darf nicht vergessen werden, dass die hohe Nachfrage saisonal ist und ab etwa September, mit den saisonalen Wartungsarbeiten wieder abnimmt.

Bleiben nun weiter stützende Meldungen aus, so könnte sich vor dem Wochenende eine gute Gelegenheit für Gewinnmitnahmen bieten.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

27. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 50.81 $   Crude (WTI): 48.72 $   Gasoil 473.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9505   Rheinfracht: 26.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise ziehen nach US Öl-Bestandesdaten DOE nochmals an

 

Unterm Strich ist die US Ölnachfrage zur Sommersaison sehr positiv zu beurteilen. Die Vorräte sind das 4. Mal hintereinander geschrumpft. Historisch gesehen sind die Vorräte immer noch auf einem hohen Niveau, jedoch sind seit Ende März mehr als 50 Mio. B/T aus den Lagertanks verschwunden. Nach dem Meeting der OPEC mit den Nicht- Opec Ländern reduzieren Kuwait wie auch die Vereinten Arabischen Emirate Ihre Exporte. Die Anzeichen darüber, dass die Strategie der OPEC funktioniert scheinen sich  zu verdichten. Doch Länder wie Brasilien, Kasachstan oder aber auch der Irak hatten angekündigt ihre Produktionskapazitäten steigern zu wollen. Auch aus Westafrika und der Nordsee könnten zusätzliche Mengen auf den Markt kommen, weshalb die zukünftigen Öl-Bestände langfristig schwierig einzuschätzen sind.

 

Fundamental bullish                 Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

26. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 50.57 $   Crude (WTI): 48.34 $   Gasoil 467.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9533   Rheinfracht: 29.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Bullishe Stimmung am Ölmarkt lässt Preise steigen

 

In Venezuela treibt der Präsident Maduro eine umstrittene Verfassungsreform voran, die international scharf kritisiert wird.. Die USA kündigt Sanktionen für Venezuela an, dies könnte auch die Rohölimporte betreffen. Barclays warnte daraufhin vor einer Risikoprämie - dies könnte die Ölpreise um 5 bis 7 Dollar anheben. Saudi-Arabien hat angekündigt seine Exporte drastisch kürzen, Nigeria soll neu eine Obergrenze für Exporte erhalten und die Einhaltung der Quotentreue innerhalb des OPEC-Abkommens soll stärker durchgesetzt werden. Da Nigeria eine Pipeline abschalten musste, wird die Exportmenge eh vorübergehend kleiner werden. Libyen ist bereits nahe an der Obergrenze seiner Produktionskapazitäten angelangt. Die US Schieferölproduktion scheint zu stocken da US Ölunternehmen weniger investieren. Die US Ölbestandsveränderungen API zeigten gestern viel höhere Rohölabbauten als erwartet. Zusammen mit der saisonal steigenden Ölnachfrage, sind die Meldungen aktuell sehr bullish was an der Börse zu steigenden Preisen führt.

 

Fundamental bullish                 Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

25. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.89 $   Crude (WTI): 46.64 $   Gasoil 451.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9459   Rheinfracht: 32.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise nach OPEC Meeting stabilisiert – Rohöl am Morgen mit festem Start

 

In den USA sollen die Ölbestände letzte Woche erneut gefallen sein. Kurzfristig zur Verfügung gestellte und teurere Lagermöglichkeiten werden wieder abgeschafft, da man offenbar nicht davon ausgeht, dass die Ölbestände kurzfristig an ihre Kapazitätsgrenzen stossen werden.

Die OPEC und Nicht-OPEC Länder haben beschlossen die Produktionskürzungen weiter durchzusetzen. Saudi-Arabien sprach von nicht näher genannten Mechanismen, mit denen man eine höhere Einhaltung garantieren wolle. Rückgänge bei den Exporten sind in den Sommermonaten nicht unüblich, da die Ölproduzenten im Nahen Osten mehr Öl für den Eigenbedarf benötigen. Zudem hatten die Saudis Exportkürzungen in entsprechendem Umfang bereits vor zwei Wochen angekündigt

Für die OPEC bleibt das langfristige Problem allerdings bestehen, wie man die Maßnahmen im kommenden Jahr zurückführen will, ohne den Markt mit einem Schlag mit Öl zu überfluten. Nun wartet man am Markt auf die anstehenden US Ölbestandsdaten.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

24. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.00 $   Crude (WTI): 45.68 $   Gasoil 449.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9460   Rheinfracht: 36.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Warten auf OPEC Meeting – Preise nach Einbruch kaum verändert

 

Die OPEC hat sich mit dem Beginn der Sommermonate nicht mehr so strikt wie noch im Frühjahr an die vereinbarten Kürzungen gehalten. Dies dürfte vor allem an der saisonalen Nachfrage liegen.

Die OPEC gibt vor dem heutigen Meeting zu, dass man sich dem Ziel eines ausgeglichenen Marktes langsamer als erwartet nähere. Auch die US Ölproduktion legte in den letzten Wochen immer wieder zu und wird in den kommenden Wochen und Monaten weiter steigend erwartet.

Wie die OPEC mit diesen Herausforderungen umgehen will, könnte sich bei den beiden Meetings klären. Die OPEC bleibt allerdings in einer Zwickmühle gefangen. Kürzt sie die Produktion weiter und hebt damit die Ölpreise an, nimmt die Ölförderung außerhalb des Kartells zu und vor allem die US Schieferölproduzenten dürften mit Investitionssteigerungen dankbar reagieren. Langfristig gesehen gibt es daher kaum Perspektive für eine Preisrallye, sollte es nicht unvorhersehbare Störungen im Angebot geben.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse bearish

 

 

 

 

 

21. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.27 $   Crude (WTI): 46.90 $   Gasoil 458.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9503   Rheinfracht: 36.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen und fester Euro – Abwärtspotenzial bei Inlandspreisen

 

Aktuell betreiben Marktteilnehmer vor allem Positionsmanagement, Die Unsicherheit ist relativ gross was OPEC und Nicht-OPEC Länder am Wochenende und nächste Woche Donnerstag beschließen werden. Der gestrige Durchbruch der 50 Dollar bei Brent hat vermutlich einige Marktteilnehmer dazu verleitet Gewinne mitzunehmen. In den letzten Tagen ist die Stimmung an den Ölbörsen von bearishen zu bullish gekippt, nachdem die US Ölbestände in den letzten Wochen kontinuierlich gesunken sind.

Auf der anderen Seite bleibt aber das Potenzial Libyens, dessen Ölproduktion gestiegen ist. Auch Nigeria hat das Potenzial seine Förderung noch deutlich zu steigern. Auch die US Ölproduktion begrenzt das Aufwärtspotenzial der Preise. Die Produktion steigt stetig.

Ziehen die Preisniveaus an den Ölbörsen zu stark an, so reagieren die US Unternehmen sofort und erschließen mehr Ölquellen. Die OPEC ist daher in ihren Fähigkeiten begrenzt was Preissteigerungen angeht. Für die OPEC bleibt der Markt daher ein Drahtseilakt.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

20. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.61 $   Crude (WTI): 47.03 $   Gasoil 459.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9551   Rheinfracht: 36.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach bullishem DOE Bericht nahe Monatshochs

 

Der Markt war in diesem Jahr sehr ungeduldig. Mit der Ankündigung der Produktionskürzungen von OPEC und Nicht-OPEC Ländern, setzte man zu Jahresbeginn sehr schnell auf steigende Preise. Nachdem die Bestände aber nicht wie gedacht gesunken sind, verlor man im März die Geduld. Bestandsabbauten, worauf man das ganze Jahr gewartet hatte, lassen sich nun aber bei den US Ölvorräten beobachten. Was die Raffinerien produzieren wird auch verbraucht, sodass die Bestände langsam aber stetig abnehmen. Für Trader sind die US Vorräte eines der wichtigsten Indizien, wenn es darum geht die Produktionskürzungen der OPEC auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen.

Durch die positive Nachfrageentwicklung hat sich die Stimmung am Markt leicht zum bullishen verändert. Zu sehr können die Preise aber nicht steigen, denn dann würde die US Ölförderung wieder zulegen und die Verfügbarkeit erhöhen.

Für heute ergeben sich daher deutliche Preisanpassungen nach oben.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

19. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.68 $   Crude (WTI): 46.25 $   Gasoil 446.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9558   Rheinfracht: 36.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Steigende US- Schieferölproduktion für August?

 

Der aktuell günstige Dollar macht die in US Dollar gehandelten Futures interessanter für Investoren aus Europa und anderen Regionen und sorgt somit für Kaufinteresse an den Öl Börsen. Die US Ölbestandes-Veränderungen bei API haben bullishe wie auch bearishe Komponenten, zum einen weisen die höher als erwarteten Benzin- und Destillatbestände auf eine hohe Nachfrage hin, was üblich ist zu dieser Jahreszeit, zum anderen gibt es wieder Aufbauten anstatt Abbauten beim Rohöl. Die Marktteilnehmer warten nun darauf, ob die US Ölbestandsdaten des DOE die API Daten bestätigen. Neue Spekulationen über evtl. geplante stärkere Export- Kürzungen von Saudi Arabien bringt wieder Unruhe in die Börse… Im August wird mit einer steigenden US- Schieferölproduktion gerechnet. Der Bericht der EIA gab an, dass die Anzahl der gebohrten aber nicht vollständig erschlossenen Ölquellen in den USA – sogenannte DUC's - im Juni binnen einen Monats von 5.877 auf 6.031 gestiegen ist. Da diese Öl-Quellen nur wieder in Betrieb genommen werden müssen, geht dies vergleichsweise schnell, da das Öl bereits gefunden und die Reservoirs angebohrt wurden. Die hohe Anzahl an DUC's bedeutet daher, dass die Produzenten bei einem Preisanstieg ihre Förderkapazitäten relativ schnell steigern können.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

18. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.35 $   Crude (WTI): 45.95 $   Gasoil 443.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9595   Rheinfracht: 36.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ecuador verabschiedet sich von Produktionskürzungen – Futures geben nach

 

Die OPEC bleibt unter Druck, nachdem Ecuador nun offenbar einseitig die Einhaltung des Produktionsabkommens aufgekündigt hat. Zudem hielt sich die OPEC schon im Juni nicht mehr ganz so strikt wie in den letzten Monaten an das Abkommen. Die IEA ging von einer Quotentreue von 78% aus. Nach der Aktion Ecuadors könnten die Abweichungen der anderen Produzenten nun zunehmen, was die Preise sicherlich stark unter Druck setzen würde. Bleibt abzuwarten, wie sich die OPEC Mitglieder in den kommenden Tagen dazu äußern, insbesondere mit Blick auf die Anstehenden Meetings kommende Woche Montag und Donnerstag.

Die Marktteilnehmer sind daher etwas verunsichert, es ist ein ständiges hin und her zwischen belastenden Meldungen zum Angebot und stützenden Einflüssen der Nachfrage.

Marktteilnehmer warten in dieser Woche wieder gespannt auf die US Ölbestandsdaten und ob sich die Abbauten der letzten Wochen weiter fortschreiben.

Die Rheinfrachten sind erneut gestiegen und die Lage bleibt nach wie vor angespannt

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish           

 

 

 

 

 

17. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.99 $   Crude (WTI): 46.61 $   Gasoil 449.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9651   Rheinfracht: 34.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Fester Start in die Woche – Warten auf OPEC

 

Die Geschwindigkeit, mit der die US Unternehmen neue Ölbohranlagen in Betrieb nehmen, schwächte sich in den letzten Wochen spürbar ab. Durch eine zeitliche Verzögerung von etwa 6 bis 9 Monaten wird sich dies aber erst im kommenden Jahr als Schwächephase beim US Ölproduktionswachstum zeigen.

Zusammen mit den in den letzten Wochen sinkenden US Ölbeständen und der Anhebung der Wachstumsprognose der IEA für die Ölnachfrage 2017, gibt es aktuell eine etwas positivere Stimmung im Markt als noch zuletzt. Shell Nigeria meldete Force Majeure auf seine Lieferungen, sodass sich auch das Produktionswachstum der letzten Monate abschwächen könnte.

Insgesamt zeigten die Monatsreports der letzten Wochen allerdings, dass nicht davon auszugehen ist, dass die Versorgungslage 2018 besonders knapp werden wird. Sollten OPEC und Nicht-OPEC Länder ihre Produktionskürzungen beenden, so droht dem Markt gar eine drastische Überversorgung.

Für heute deuten sich bei den Inlandspreisen insgesamt weiter Aufwärtsspielräume an.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral    

 

 

 

 

 

14. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.26 $   Crude (WTI): 45.92 $   Gasoil 441.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9668   Rheinfracht: 33.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Bearishe Monatsberichte können Preise nicht nachhaltig drücken

 

Mehrere Experten und Analysten glauben, dass die OPEC die Produktionskürzungen intensivieren müsste, um die globalen Ölbestände schneller abzubauen. Mit einer solchen Maßnahme würde sich die OPEC allerdings ins eigene Fleisch schneiden, denn dies würde die Preise steigen lassen und das Ölwachstum außerhalb des Kartells, insbesondere in der US Schieferölindustrie, ankurbeln.

Stützend wirken sich aktuell die positiven Signale einer gestiegenen Nachfrage aus. Die IEA korrigierte in ihrem gestern veröffentlichten Monatsreport die bisherige Nachfrageeinschätzung 2017 weltweit nach oben. Zum Teil läge dies auch an der guten Nachfrage aus den USA und Deutschland, so die Begründung.

Allerdings zeigen die Monatsreports von dieser Woche auch, dass der Ölmarkt noch weit davon entfernt ist in ein stabiles Gleichgeweicht zurückzufinden. Auch wenn der Markt aktuell knapper wird, so schiebt die OPEC das Problem der Überversorgung vor sich her.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral    

 

 

 

 

 

13. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.50 $   Crude (WTI): 45.28 $   Gasoil 434.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9627   Rheinfracht: 33.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC plant Sondertreffen - Bearishe Reaktion nach bullishen US Bestandsdaten

 

Wenn bullishe Daten eine Abwärtsreaktion hervorrufen, ist dies ein klares Warnsignal, dass die Stimmung extrem bearish ist. So geschehen nach den Bestandsdaten des DOE letzte und diese Woche. Die Bestandsabbauten bei Rohöl deuten eigentlich an, dass die Versorgungslage in den USA knapper wird, worauf man eigentlich gewartet hat. Doch beeindruckt ist davon offenbar niemand.

Die EIA hat die US Ölförderung für das kommende Jahr zwar nach unten korrigiert, allerdings wäre das noch immer ein Rekordniveau.

Die OPEC hat zwar keine so detaillierten Preiserwartungen veröffentlicht, dennoch kommt deren Monatsreport einer Bankrotterklärung gleich, denn die Förderung des Kartells stieg im Juni deutlich an. Die Zahlen der OPEC sind entsprechend alarmierend und zeigen, dass das Kartell seine Probleme nicht losgeworden ist. Vielleicht ist auch gerade dies der Grund, weshalb die Vertreter der OPEC am Montag zu einem mysteriösen Sondertreffen zusammenkommen werden, dessen Inhalt bisher nicht kommuniziert wurde.

 

Fundamental neutral / bearish   Chartanalyse neutral    

 

 

 

 

12. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.24 $   Crude (WTI): 45.83 $   Gasoil 442.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9635   Rheinfracht: 32.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Saudi-Arabien schummelt – Futures nach API Bericht fester

 

Gestern machten Berichte die Runde, wonach Saudi-Arabien im Juni 10,07 Mio. B/T gefördert haben soll. Dies wäre eine massive Steigerung gegenüber Mai und mehr als im Produktionsabkommen zwischen OPEC und Nicht-OPEC Ländern vereinbart war. Der Monatsbericht der EIA bestätigt dies in der Tendenz. Das Kartell produziert deutlich mehr als unter dem Produktionsabkommen vereinbart. Auf das Gesamtjahr gerechnet wäre dies eine Verringerung der globalen Bestände um etwa 21,9 Mio. Barrel, was nicht ansatzweise dem Ziel entspricht die Vorräte um knapp 300 Mio. Barrel abzubauen.

Stützend ist allerdings die aktuelle Entwicklung der US Ölbestandsveränderung des API, wonach die Vorräte bei Rohöl deutlich gesunken sein sollen.

Trader warten heute auf den Monatsreport der OPEC. Der DOE Bestandsbericht um 16:30 Uhr kann dann den nächsten wichtigen Impuls für die Ölbörsen geben.

Nach dem Preisanstieg im späten Handel, deutet sich für heute Morgen eine Preisanpassung nach oben an.

 

Fundamental neutral / bearish   Chartanalyse bullish     

 

 

 

 

 

11. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.14 $   Crude (WTI): 44.68 $   Gasoil 432.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9672   Rheinfracht: 32.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Abwärtsbewegung ausgebremst – Analysten bleiben mehrheitlich bearish

 

Aktuell werden im Markt mögliche Produktionsbeschränkungen für Libyen und Nigeria abgewogen. Die Möglichkeit, dass die Fördermengen begrenzt werden stützt natürlich leicht, allerdings ist dies ein sehr unwahrscheinliches Szenario. Sowohl Libyen als auch Nigeria müssten einer solchen Maßnahme zustimmen. Russland befasst sich offenbar schon mit dem Gedanken, wie man aus den Produktionskürzungen aussteigen kann.

Die Aufwärtsbewegung von gestern ordnet man Short-Covering zu und man glaubt eher, dass der Markt noch einmal versuchen wird die Tiefs vom 21. Juni zu testen, anstatt einen Aufwärtstrend zu entwickeln. Trader warten nun allerdings noch auf die wöchentlichen Bestandsdaten, bei denen die bisherigen Einschätzungen bullish sind.

Nach der Aufwärtsbewegung von gestern Abend generiert dies somit rechnerisch, moderates Aufwärtspotenzial.

 

Fundamental neutral / bearish   Chartanalyse neutral    

 

 

 

 

 

10. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.76 $   Crude (WTI): 44.27 $   Gasoil 428.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9643   Rheinfracht: 32.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures zum Wochenauftakt wenig verändert – Bearishe Stimmung bleibt dominant

 

Trader ignorierten in der letzten Woche bullishe Meldungen wie die starken US Ölbestandsabbauten. Eigentlich hatte man genau auf solche Zahlen gewartet. Der Markt versteift sich jedoch derzeit auf bearishe Meldungen. Auch die Exporte legten im Juni zu und sollen rund 2 Mio. B/T über Juni 2016 liegen. Diese Entwicklung spricht absolut nicht dafür, dass sich der Markt auf ein Gleichgewicht zubewegt, weshalb die stützenden US Ölbestände in der letzten Woche keinen nachhaltigen Einfluss auf die Preisniveaus hatten.

Nigeria und Libyen könnten künftig eventuell in den Produktionsdeal zwischen OPEC und Nicht-OPEC Ländern mit einbezogen werden. Allerdings ist eine Kürzung der Mengen unwahrscheinlich. Die OPEC bleibt weiter in ihrem Dilemma gefangen.

Mit diesem Ausblick ist eine langfristig bullishe Entwicklung bei den Ölpreisen nicht zu erwarten,

Weiteren Aufschluss über den Zustand des Marktes werden die Monatsreports von EIA, OPEC und IEA geben, die diese Woche erwartet werden.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral bis bearish           

 

 

 

 

 

7. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.53 $   Crude (WTI): 44.93 $   Gasoil 434.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9614   Rheinfracht: 31.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

DOE: Deutliche Abbauten beim US- Rohöl – trotzdem heute günstigere Preise

 

Die grösser als erwarteten Abbauten bei amerikanischen Ölproduktion liessen gestern die Preise an der Börse zuerst anziehen. Die Bestandsabbauten sowie die Nachfrageentwicklung sind eindeutig stützende Faktoren. Das einzige bearishe Element ist die gestiegene US Rohölförderung, die aktuell bei 9,34 mio. B/T liegt. Der Rückgang der US Ölförderung lag anscheinend wie vermutet am Einfluss von Tropensturm Cindy. Einen so bullishen DOE Report wie gestern gibt es selten, auch wenn der Markt nur kurzzeitig darauf reagiert hat. Analysten senken derzeit wieder reihenweise ihre Preisprognosen für Rohöl. Die Tatsache, dass die Preise nicht mit einer stärkeren Aufwärtsreaktion auf die DOE Bestandsabbauten reagierten, zeigt, wie bearish die Stimmung im Markt derzeit ist.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse bearish   

 

 

 

 

 

6. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.10 $   Crude (WTI): 45.43 $   Gasoil 441.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9650   Rheinfracht: 29.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Bullishe API Bestandesdaten

 

Die Rohölbestände wie auch Benzinvorräte haben abgenommen, während bei den Destillaten leichte Aufbauten verzeichnet wurden. Trader warten die US Ölbestandsdaten des DOE ab. Wenn die bullishen Zahlen des API bestätigt werden, könnte es eine erneute Aufwärtsbewegung geben. Die Deutsche Bank senkt Ölpreiserwartung für 2018 von 65 Dollar auf 54 Dollar. In der langfristigen Preiserwartung geht man davon aus, dass sich das Niveau bei etwa 60 Dollar etablieren wird. Als Grund nennt man die Annahme, dass die US-Ölförderaktivität erst in einem Preisbereich von unter 40 bis 45 Dollar nicht mehr rentabel sein würde. Die OPEC Exporte und die Ölförderung im Juni haben zugenommen. Zusätzliches Öl aus Nigeria, Libyen aber auch aus der US Schieferölindustrie verhindern weiter, dass die OPEC ihre gesetzten Ziele erreicht und die Ölbestände signifikant senken kann. Die Marktstimmung bleibt somit insgesamt weiterhin bearish.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

5. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.65 $   Crude (WTI): 47.00 $   Gasoil 450.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9652   Rheinfracht: 28.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Spekulationen über einen ausgeglichenen Markt?

 

Reuters wie auch Bloomberg gehen in den Vorabschätzungen für den Monat Juni davon aus, dass die Ölproduktion der OPEC und auch die Exporte im Vergleich zum Mai gestiegen sind. Die steigenden Preise der letzten Tage sind vor allem das Resultat einer technischen Korrektur, die sich vereinzelt bullishe Meldungen zu Nutze gemacht hat. So konnten Trader Gewinne mitnehmen (Short- Corvering). Die iranischen Nachrichtenagentur IRNA berichtet, dass die Ölproduktion Irans im iranischen Monat Chordad, der zum 22 Mai beginnt, auf das höchste Fördernivau des Landes seit Aufhebung der westlichen Sanktionen gestiegen ist. Der russische Energieminister Alexander Nowak gab gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Novosti an, der Markt sei bereits auf dem Weg zurück in ein Gleichgewicht. Man ist dieser Prognose gegenüber jedoch skeptisch und will endlich Zahlen sehen, die das auch bestätigen. Die Marktteilnehmer warten nun auf die anstehenden Monatsreports von EIA, OPEC und IEA, die in der kommenden Woche Dienstag, Mittwoch bzw. Donnerstag veröffentlicht werden.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

4. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.40 $   Crude (WTI): 46.83 $   Gasoil 448.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9645   Rheinfracht: 28.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Immer noch steigende Ölpreise

 

Mit dem heutigen US Feiertag (Independence Day), wird eher ein impulsarmer Börsentag erwartet. Auch wenn die Ölpreise die letzten Tag um mehrere Dollar pro Barrel angestiegen sind, so notiert die US Rohölsorte mit ihrem gestrigen Schlusskurs dennoch etwa -13,2% unterhalb des Eröffnungskurses vom Januar. Da die Nachfrage und die Angebots- Situation immer noch nicht ausgeglichen sind, wird es der OPEC, vermutlich nicht gelingen die globalen Rohölbestände auf das 5-Jahresdurchschnittsniveau zu drücken. Die Quotentreue der OPEC und Nicht-OPEC soll laut JBC Energy im Juni von 102% auf 93% gesunken sein. Trotz der saisonal starken Sommernachfrage lässt die Nachfrageentwicklung zu wünschen übrig. Man geht davon aus, dass die aktuellen Aufwärtsbewegungen als Phasen gesehen werden müssen, in denen Trader ihren Fokus kurzfristig auf bullishe Einzelmeldungen legen.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral bis bullish           

 

 

 

 

 

3. Juli 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.86 $   Crude (WTI): 46.20 $   Gasoil 441.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.8760   Rheinfracht: 28.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Trendwende im Wachstum der US- Öl Förderanlagen?

 

Am Freitagabend kam es einer starken Preisrallye. Baker Hughes meldete für die vergangene Berichtswoche eine gesunkene Anzahl um 2 aktive US Ölbohranlagen. Dies ist das erste Mal seit Januar, dass die Anzahl von einer auf die andere Woche abnahm. Marktteilnehmer bewerten diese Meldung bullish. Man geht davon aus, dass das aktuelle Preisniveau zu niedrig ist und die US Ölförderung nicht weiter wachsen wird. Das könnte ein voreiliger Schluss sein. In Libyen soll die Ölproduktion wieder bei etwa 1 Mio. B/T liegen. Das Land, das von den Produktionskürzungen ausgenommen ist, fördert damit so viel wie seit vier Jahren nicht mehr. Auch wenn sich die OPEC Länder im Großen und Ganzen an ihre Kürzungen halten, so geht eine Umfrage bei Reuters davon aus, dass die Ölförderung des Kartells im Juni wieder zugenommen hat.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral