AVIA Vereinigung Schweiz

Archiv Juli

Marktinformation

31.07.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 105.83 $  Crude 89.64 $  Gasoil 910 $ pro Tonne

Dollar: 0.9792  Rheinfracht: 21.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die Spannungen zwischen Iran und Israel werden nach dem Besuch von Präsidentschafts-kandidat Romney nun auch zum Wahlkampfthema in den USA. Die Rohölmärkte handelten gestern nervös in enger Handelsspanne und konsolidieren auf hohem Niveau. Die bullishen Faktoren bei den Fundamentals dominieren derzeit. Gespannt wartet man auf die Äusserungen von FED Chef Bernanke am Mittwoch und der EZB am Donnerstag zur Geldpolitik bzw. zur Lösung der Euro Krise.

 

Romney betonte bei seinem Besuch in Israel die Gefahr einer nuklearen Aufrüstung Irans. Die Sanktionen und Drohungen hätten nichts bewirkt. Daher sei eine starke militärische Drohung gegen den Iran notwendig. Das tönt nach Säbelrasseln. Ob das bei allen Amerikaner gut ankommt, ist fraglich. Wer ist denn in Amerika für eine weitere Verwicklung in einen Krieg? Und womit würde man diesen finanzieren. Aber im Wahljahr muss halt alles für einen möglichen Erfolg herhalten.

30.07.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 106.52 $  Crude 90.35 $  Gasoil 914 $ pro Tonne

Dollar: 0.9726  Rheinfracht: 21.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die Märkte (Rohöl und Aktien) verabschiedeten sich zum Teil mit einem deutlichen Plus ins Wochenende. Die Zusicherung verschiedener ranghoher EU Politiker, dass man alles tun werde, um den Euro zu retten, unterstützte dabei. In Syrien toben die heftigsten Kämpfe seit Ausbruch der Unruhen. Der Iran bekommt die Auswirkungen des Ölembargos zu spüren und es kostet das Land Milliarden.

 

Die blutigen Kämpfe in Syrien kommentieren wir an dieser Stelle nicht weiter, denn es werden in den Medien genug schreckliche Bilder über die Gräueltaten gezeigt. Der Iran muss Milliarden für den Versicherungsschutz seiner Tankerflotten decken, denn vor Inkrafttreten des EU Embargos waren 90 % der Policen durch europäische Konzerne abgedeckt. Diesen ist es nun verboten, weitere Versicherungsdeckungen zu gewähren. Das trifft auch Indien. Man würde iranisches Öl importieren, bekommt aber für die Tanker keinen Versicherungsschutz. Um in Zukunft unabhängiger zu sein, kurbelt der Iran auch den Schiffsbau an. Ob sich der Iran mit dem Embargo auch in den Atomverhandlungen in die Knie zwingen lässt, bleibt abzuwarten.

 

27.07.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 106.07 $  Crude 90.04 $ Gasoil 910.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9769  Rheinfracht: 18.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die Aeusserungen Mario Draghis (Chef EZB) wonach man alles zur Erhaltung

des Euro’s unternehmen werde, unterstützte die Märkte und trieb die

Preise weiterhin nach oben.

Die klar bearishen US Lagerzahlen vom Mittwoch konnten die Börsen

nicht im geringsten beeinflussen.

 

 

26.07.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 104.01 $  Crude 88.58 $  Gasoil 897.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9888  Rheinfracht: 18.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die eindeutig bearishen DOE Lagerzahlen konnten die Oelbörsen nur

kurzfristig beeinflussen. Der „Taucher“ nach der Veröffentlichung

wurde innert kurzer Zeit – auf Grund der festen Aktienmärkte –

wieder nach oben korrigiert.

 

25.07.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 102.90 $  Crude 87.95 $  Gasoil 887.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9950  Rheinfracht: 18.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die API Lagerzahlen weisen durchgehend Bestandesaufbauten aus.

Gespannt wartet der Markt auf die DOE Lagerzahlen  von heute Nachmittag.

Iran zeigt wieder „leise“ Gesprächsbereitschaft im Atomstreit.

 

24.07.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 103.84 $  Crude 88.68 $  Gasoil 895.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9915  Rheinfracht: 18.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Brent:  verliert zum Wochenauftakt 4,2 %.

Gasoil: grösste tägliche Abwärtsbewegung seit dem 11.Juni (-$35 to)

Euro-Sorgen rücken in den Fokus.

 

 

23.07.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 105.10 $  Crude 90.11 $  Gasoil 910.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9921  Rheinfracht: 18.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die gesunkenen Oelwerte werden durch den höheren Dollar nahezu kompensiert.

Dadurch werden die Inlandpreise praktisch auf dem gleichen Niveau wie am

Freitagmorgen erwartet.

 

20.07.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 107.35 $  Crude 91.98 $  Gasoil 926.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9800  Rheinfracht: 18.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die politischen Spannungen im Nahen Osten treten in den Vordergrund

und treiben die Oelwerte an den Börsen weiterhin nach oben.

Iran und Syrien sind Pulverfässer welche jederzeit zünden können.

 

19.07.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 105.96 $  Crude 90.59 $  Gasoil 915.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9778  Rheinfracht: 18.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

ICE und NYMEX setzen feste Tendenz nach DOE Lagerzahlen fort.

Die guten Zahlen zum US Häusermarkt – stärkster Anstieg der Wohnbaubeginne

seit Oktober 2008 – wurde vom Markt als ein positives Signal gewertet.

Bernanke schliesst Interventionen durch FED nicht aus.

 

18.07.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 103.38 $  Crude 88.74 $  Gasoil 895.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9779  Rheinfracht: 18.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Oelbörsen konsolidieren auf hohem Niveau nach Bernanke’s Rede.

Die erhofften expansiven Massnahmen blieben (vorerst) aus.

 

17.07.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 103.20 $  Crude 88.14 $  Gasoil 891.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9781  Rheinfracht: 18.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Der bullishe Trend an den Oelbörsen bleibt erhalten.

Gespannt wartet der Markt auf die Reden des US-Notenbankchefs Ben Bernanke

heute und morgen vor dem US Kongress. Marktteilnehmer spekulieren auf

Hinweise für expansive Massnahmen.

Weiterhin im Brennpunkt steht der Iran: USA errichten Raketenabwehrstation

in Katar und planen für ein Seemanöver im September in dieser Region.

  

16.07.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 102.56 $  Crude 86.90 $  Gasoil 882.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9810  Rheinfracht: 18.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die Oelwerte an den Börsen bleiben weiterhin fest.

Iran droht wieder einmal mit der Schliessung der Strasse von Hormus.

Starke Präsenz der USA zurzeit vor der Küste Irans.

Die Vereinigten Arabischen Emirate weihen eine neue Oel-Pipeline

zur Umgehung der Strasse von Hormus ein.

 

13.07.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 101.19 $  Crude 86.03 $  Gasoil 877.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9842  Rheinfracht: 18.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die USA weiten ihre Sanktionen gegen den Iran aus.

ICE und NYMEX reagieren mit einem Satz nach oben.

 

12.07.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 99.86 $  Crude 85.50 $  Gasoil 873.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9819  Rheinfracht: 19.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die US Lagerzahlen von DOE zeigten unterschiedliche Richtungen (Abbau Rohöl und

Aufbau Fertigprodukte). Dies zeigte sich dann auch in den Entwicklungen der

Oelbörsen: Crude und Brent stiegen an und Gasoil London (ICE) schloss nahe dem

Morgenkurs. Der Dollar behauptet sich über 0.98 und die Rheinfrachten sind unter

Fr. 20.00 gefallen. Mit all diesen +/- Faktoren kann im Moment keine konkrete

Entwicklung der Oelpreise ausgemacht werden.

 

11.07.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 98.58 $  Crude 84.70 $  Gasoil 873.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9788  Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Nach den gestrigen Anstiegen am Nachmittag kamen die Oelmärkte am Abend

wieder zurück und starten heute Morgen nur leicht höher.

Der Dollar erreichte mit 0.9803 ein Jahreshoch zum Schweizer Franken.

Die Märkte warten auf die DOE Lagerzahlen von heute Nachmittag.

 

10.07.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 98.42 $  Crude 84.84 $  Gasoil 868.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9771  Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die Norwegische Regierung beendet den Streik der Öelarbeiter.

Dadurch gaben die bisher eher bullishen Oelpreise deutlich nach.

Die Richtung der Preisentwicklung bleibt jedoch offen, da möglicherweise

die Preise nochmals nach oben gedrückt werden könnten um drohende

Verluste einzudämmen….

 

 

09.07.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 98.60 $  Crude 84.68 $  Gasoil 870.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9774  Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die Märkte verabschiedeten sich leicht „traurig“ ins Wochenende. Nach den US Arbeitsmarktdaten – schlechter als erwartet, aber nicht dramatisch – gaben die Aktienindizes wie auch die Rohölbörsen nach den starken Haussebewegungen der Vortage einen Teil der Gewinne wieder ab. In Norwegen sind die Bemühungen der Regierungsvertreter, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, gescheitert.
Wahlen in Libyen historisch, aber überschattet von Unruhen. Die Probleme in diesem maroden Land sind noch lange nicht gelöst und es kann weiter zu „explosionsartigen“ Zuständen  kommen. Die früher verfeindeten Stämme, welche von Gaddafi nur mit fragwürdigen Methoden unter Kontrolle gehalten wurden, sind nun nicht plötzlich Freunde.

 

06.07.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 99.63 $  Crude 86.15 $  Gasoil 879.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9705  Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die EZB senkte den Leitzins um 0.25 Punkte auf 0.75 %. Ein historisches Tief. Die Euphorie der Märkte hielt sich aber in Grenzen. Es könnte auch für die Verteidigung der Untergrenze durch die SNB von 1.20 kritisch werden. Die DOE Zahlen mit zum Teil deutlichen Abbauten, zeigten in einer ersten Reaktion eine bullishe Wirkung. US Arbeitsmarktdaten besser als erwartet. Statoil droht in Norwegen, Arbeitnehmer auszusperren. Der Ausfall von x Millionen Barrel gerade in der jetzigen Zeit, wo auch wegen dem EU Embargo Öl aus dem Iran ausfällt, müsste das nicht unbedingt sein. Der Verdacht, dass die norwegischen Ölgewerkschaften nicht ohne Grund den jetzigen Zeitpunkt gewählt haben, ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Die heutigen Notierungen fast auf Vortagesniveau, doch der $ verteuert die Produkte in der Schweiz erneut.

 

Nach dem US Feiertag starten die Börsen zunächst verhalten in den Donnerstag. Die Ankündigung der norwegischen Öl- und Gasgesellschaften, weitere Plattformen zu schliessen (würde deutliche Lieferausfälle bedeuten), liessen die Notierungen deutlich ansteigen. Vermutlich wird nun hier die Politik gefordert sein, denn der Streik dauert nun doch schon 12 Tage.  Die Bank of England, die EZB und auch die chinesische Zentralbank senkten die Leitzinsen, zum Teil auf historische Tiefstwerte. Zusätzlich zu den besser als erwarteten US Arbeitsmarktdaten überzeugten auch die deutschen Industrieaufträge mit einem Plus von 0.6 % (erwartet 0.2 %). Das alles und zusätzlich noch die bullishen DOE Lagerbestandeszahlen um 16.30 gaben nochmals Schub.

 

Infolge Ferien sind wir personell während den nächsten 3 Wochen etwas reduziert. Deshalb fassen wir die Marktinformation nur kurz oder lassen sie ganz ausfallen, wenn keine wirklich relevante News in den Märkten sind. Danke für Ihr Verständnis. Auch Ihnen wünschen wir schöne und erholsame Ferien.

 

05.07.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 99.41 $  Crude 86.84 $  Gasoil 876.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9592  Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

13.45 EZB senkt Leitzins von 1 % auf das historische Tief von 0.75 %

 

 

11.36 Uhr -Die norwegische STATOIL plant EINSTELLUNG der Produktion. Würde einen Ausfall bis zu 1.2 Mio Fass pro Tag bedeuten. Börsen reagieren explosionsartig. Siehe Chart

 

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Infolge des US Feiertages verlief der Handel an den übrigen Börsenplätzen gestern unspektakulär in enger Spanne seitwärts bei wenig Volumen. Der Iran würde dem UN Vertrag zum Verzicht auf Nuklearwaffen unter Bedingungen zustimmen. Mit Spannung wird der morgige Zinsentscheid der EZB erwartet. Im Fokus steht auch ein eventuelles Sondermeeting der OPEC mit einer möglichen Rückkehr zum früheren Preisbandmodell. Die Verhandlungen zur Beilegung des Streiks der Ölarbeiter in Norwegen sind vorerst gescheitert.

 

Nach den gestrigen, offenbar „konstruktiven“ Verhandlungen zwischen dem Iran und der 5+1 Gruppe über das Atomprogramm (es verhandelte ja nur die „zweite“ Garde) könnte man der Meinung sein, dass Bewegung in die Sache kommt. Iran würde nun anscheinend dem UN Vertrag zum Verzicht auf Massenvernichtungswaffen, insbesondere Nuklearwaffen, zustimmen. Dafür solle die UN dem Iran das Recht der friedlichen Nutzung zugestehen, was auch die Anreicherung von Uran umfasst. Aber da ist ja gerade der „Hund“ begraben und Experten glauben nicht, dass da auf höchster Ebene wirklich ein Durchbruch erfolgen kann. Und was auf Papier zu stehen käme, ist noch lange nicht umgesetzt bzw. eingehalten. In den Verhandlungen zur Beilegung des Streiks in Norwegen bewegen sich die Parteien nicht in Richtung einer Einigung und die Gespräche sollen auch heute fortgesetzt werden. Von Seiten der Gewerkschaften prüfe man erneut eine Ausweitung des Streiks. Drohungen sind erfahrungsgemäss eine schlechte Vorsetzung zur Erreichung einer konstruktiven Lösung. Weiterhin belasten die Drohungen Irans und die Aufstockung der US Truppen im persischen Golf die Märkte, denn die Gefahr einer militärischen Auseinandersetzung verstärkt sich somit weiter, vor allem auch dann, wenn die Atomgespräche definitiv scheitern sollten. Infolge des gestrigen Feiertages werden die DOE Lagerzahlen aus den USA erst heute um 16.30 Uhr publiziert. Sollte die Dienstagnacht publizierten API Zahlen bestätigt werden, könnte es weiter in bullishe Marktrichtung gehen.

 

04.07.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 100.31 $  Crude 87.10 $  Gasoil 879.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9538  Rheinfracht: 25.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Rohöl-, wie auch Aktienmärkte -zogen zum heutigen US Feiertag kräftig an und diverse Widerstände (rote Marken im Tageschart unten) wurden zügig durchbrochen. (Brent knackte die psychologische Marke von 100 $ pro  Fass). Spannungen im persischen Golf nehmen zu und eine Eskalation des Konfliktes ist nicht ausgeschlossen. Streik in Norwegen dauert an, wird aber im Moment nicht ausgeweitet. Markt Fundamental somit deutlich bullish. US Industrieaufträge mit überraschendem Anstieg gaben den Märkten Auftrieb. (Erklärungen zu den Begriffen Widerstand/Unterstützung seit gestern auf unserer Homepage „Begriffserklärungen“ ganz unten) 

 

Besser als erwartete US Wirtschaftszahlen (Industrieaufträge) und Hoffnungen auf geldpolitische Massnahmen der Notenbanken (für Morgen steht Zinsentsheid der EZB an) beflügelten die Märkte und liessen Stimmung aufkommen. Im Fokus stehen weiterhin die laufenden Verhandlung im Iran Atomprogramm, wo kein Lösung in Sicht ist, der Notfallplan Irans für die Sperrung der Strasse von Hormus, das provokative Manöver der iranischen Armee mit Tests der Raketentechnik (die USA haben mit der Verstärkung ihrer Truppen in der Region reagiert) und der Streik der Ölarbeiter in Norwegen (wird gemäss gestrigem Beschluss der Gewerkschaften im Moment aber nicht ausgeweitet, weil man das Eingreifen der Politik nicht provozieren wollte). Ein Ende des Streiks ist nicht in Sicht und die fehlenden Mengen „beflügeln“ die Notierungen von Rohöl  Brent. Das alles hat mitgeholfen, dass die Märkte gestern enorm nervös handelten und wir auch weiter steigende Preise in der Schweiz ertragen müssen. Vieles ist derzeit unsicher und eine Überlegung wert, ob man im Moment wenigstens einen Teil abdecken sollte, denn Goldman Sachs hat gestern die kurzfristige Prognose von 107 $ im Crude (heute bei 87.10) und auch die 3 Monats Prognose von 120 $ bekräftigt. Das könnte durchaus eintreffen und in Kombination mit weiterhin fundamental negativen News könnte das ohne weiteres wieder 10 bis 20 Franken per 100 lt höhere Preise bedeuten. In wenigen Wochen/Monaten wissen wir mehr darüber.

 

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03.07.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 98.23 $  Crude 84.45 $  Gasoil 863.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9538  Rheinfracht: 25.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die OPEC Produktion im Juni ist rückläufig. Auch Algerien fordert ein Sondertreffen des Kartells. Im Iran entwirft man ein Gesetz zur Sperrung der Strasse von Hormus. Das sind gute Voraussetzungen für eine Einigung für die Atomgespräche, welche heute beginnen !! Vermutlich will man damit die 5+1 Gruppe in die Knie und zu Zugeständnissen zwingen. Bei den Notierungen konnten technische Unterstützungen gehalten werden (grüne Linien im Chart unten) und der Markt konsolidiert – nach vorübergehendem „Unwohlsein“ - auf hohem Niveau. (Tageshandel in technischer Spanne zwischen grünen Unterstützungs- und roten Widerstandslinien - Chart unten)). Börse startet fest in den heutigen elektronischen Handel. Die Gewerkschaften wollen heute über eine Ausweitung des Streiks der Ölarbeiter entscheiden. Markteinschätzung sowohl Charttechnisch wie auch Fundamental: neutral bis bullish.

 

Die leicht rückläufigen OPEC Mengen gehen vor allem auf fehlende Mengen aus dem Iran (wegen bereits angelaufenen Sanktionen) zurück. Nachdem sich bereits der Iran für ein Sondertreffen der OPEC ausgesprochen hat, doppelt nun Algerien  nach. Die Rohölpreise würden sich weiter deutlich unter 100 $ im Rohöl (Crude - New York) bewegen und das gelte es mit geeigneten Fördermengen Strategien zu korrigieren. Das geht nicht zuletzt auch in die Richtung der Forderung Venezuelas, das frühere Bandbreiten System wieder einzuführen. Der Gesetzesentwurf (Notfallplan) zur Sperrung der Strasse von Hormus kam bereits bei 100 von 209 Abgeordneten im Parlament gut an. Das sei die Antwort auf das seit Sonntag in Kraft gesetzte Öl Embargo gegen den Iran. Das heute erneut angesetzte Treffen um das Atomprogramm wird nicht von ranghohen Diplomaten bestritten und man erwartet auch keinen Durchbruch, da es mehr um einen fachlichen Bereich gehe. Man will der Gegenpartei zeigen, dass man weiter an einer konkreten Lösung interessiert ist. Was immer das auch heissen mag. Die europäischen Aktienmärkte erwischten einen guten Wochenstart. DAX und SMI über 1 % im Plus. Man hofft auf eine weitere Zinssenkung der EBZ auf ein Rekordtief von 0.75 % am Donnerstag.

 

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02.07.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 96.26 $  Crude 83.80 $  Gasoil 853.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9517  Rheinfracht: 25.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Der Markt verabschiedete sich mit einem wahren Feuerwerk ins Wochenende. Crude in New York mit plus 9 %, Brent in London mit Plus 6.2 % im Tageshandel (ergibt dollarbereinigt ein Plus in den CHF Produkten von knapp Fr. 3.00 per 100 ll). Brent ist nicht mehr weit von der magischen Marke von 100 $ pro Fass entfernt. Sollte es zum Durchbruch durch diese Marke kommen, ist nach oben wieder alles offen. Leise Hoffnung auf eine Übergangsregierung am Syrien Gipfel in Genf am Samstag. Aber der Weg dorthin ist steinig. Diese Woche steht im Fokus der Iran Atomverhandlungen und die Auswirkungen des EU Ölembargos, welches gestern in Kraft getreten ist. Der Iran will das EU Embargo mit faulen Tricks umgehen und provoziert mit Militärmanöver.

 

Ein fast einmaliges Rallye spielte sich im Tageshandel am Freitag ab. Mit Differenzen Tiefst- zu Höchstwerten von 46 $ im Gasoil, 6.7 $ im Brent und 7 $ im Crude wurde beinahe Maximalwerte erzielt. Auch die bedeutenden Aktienindizes gingen mit deutlichem Plus aus dem Handel. Nur der schwächere Dollar (Höchst 0.9660 – Tiefst 0.9480) verhindert noch wesentlich höhere CHF-Preise. Die gute Stimmung der Börsianer war offenbar nicht zuletzt auf das eher positive Fazit des EU Gipfels letzte Woche zurückzuführen. Ob die Champagner Stimmung auch diese Woche anhalten wird, bleibt abzuwarten. In Norwegen geht der Streik der Ölarbeiter auf den Bohrinseln in die zweite Woche (wird aber nicht ausgeweitet) und infolge eines Wasserlecks muss eine weitere Plattform ausser Betrieb gesetzt werden, die Spannungen zwischen der Türkei und Syrien halten an. Der Iran will das von der EU verhängte Öl-Embargo offenbar „umschiffen“, indem er 15 seiner 39 Tanker neu mit der Fahne des winzigen Landes „Tuvalu“ beflaggt habe. Auch ihre Ortung über das AIS System will man über das Ausschalten der Transponder verhindern (ist das denn so einfach ??) Dennoch dürfte der Schwindel relativ schnell auffliegen. Aber eben auch hier wieder: Die Iraner. Man kann ihnen einfach nicht über den Weg trauen -vermutlich auch im Atomprogramm nicht. Und nun provozieren sie auch noch mit einem Militär-Wüstenmanöver. Dabei sollen vor allem Raketen mit 300 bis 500 km getestet werden. Die angestrebte Übergangsregierung in Syrien steht laut Medienberichten auf wackligen Beinen, denn sowohl aus Kreisen der Rebellen und des Assad Regimes werden klare Vorbehalte gemacht. So kommt man einfach nicht weiter.

 

 

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