AVIA Vereinigung Schweiz

1. Oktober 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 48.82 $   Crude (WTI): 45.69 $  Gasoil  469.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9764   Rheinfracht: 59.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Futures am frühen Morgen fester – Hurrikan, Syrien und Konjunkturdaten aus China

 

Trader hatten gestern auf die Bestandsdaten des DOE gewartet, die in der Tendenz zwar bearish interpretiert werden, deren Einfluss allerdings gering blieb. Zu dieser Jahreszeit rechnet man mit einem Nachfragerückgang, einer sinkenden Raffinerieauslastung und steigenden Rohölbeständen.

Unterdessen ist die wöchentliche US Ölförderung gesunken, die Monatsstatistik der EIA zeigt allerdings, dass die Produktion von Juni auf Juli gestiegen ist. Eigentlich rechnet die EIA für das restliche Jahr mit einem stetigen Rückgang der Förderung. Tatsächlich ist die Förderung von Juni auf Juli allerdings gestiegen.

Dennoch gibt es momentan bullishe Faktoren, die von den Marktteilnehmern eingepreist werden und daher dominieren. Hier ist zum einen die geopolitische Risikoprämie für Syrien zu nennen, zum anderen aber auch Hurrikan Joaquin, der vermutlich für Störungen in der Ölindustrie an der US Ostküste sorgen könnte. Einige Marktteilnehmer werden daher bereits im Vorfeld aktiv und sichern sich mit Käufen gegen mögliche Preissteigerungen ab, was die Notierungen entsprechend stützt.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

30. September 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 47.94 $   Crude (WTI): 44.85 $  Gasoil  461.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9721   Rheinfracht: 59.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Bearishe Vorgaben vom API – Futures mit weichem Start in den Mittwoch

 

Die US Ölförderung ist nach dem Sommer bisher stärker als zunächst erwartet zurückgegangen. Dies hat auch die Experten überrascht, die nun davon ausgehen, dass die Ölproduktion der Nicht-OPEC-Länder 2016 erstmals seit 2008 rückläufig sein wird. Dennoch rechnet man für das Gesamtjahr weiter mit einer Überversorgung die allerdings abnehmen soll. Die zusätzliche Förderung des Iran sei in diese Kalkulation bereits mit einbezogen.

Auf der Nachfrageseite bleiben die Vorzeichen allerdings schlecht. Das Wachstum werde deutlich langsamer als erwartet ausfallen, weshalb man sich für einen ausgeglichenen Markt nicht allein auf das Nachfragewachstum verlassen könne und dieser auf absehbare Zeit weiter überversorgt bleibe. Vor allem für Entwicklungsländer und China wurden die Konjunkturprognosen zuletzt nach unten korrigiert.

Marktteilnehmer werden heute auch auf die Zahlen der EIA zur US Ölförderung warten.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral

 

 

 

 

29. September 2015

 

 

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 47.36 $   Crude (WTI): 44.44 $  Gasoil  455.75 $ pro Tonne

 

Dollar: 0.9722   Rheinfracht: 59.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

 

 

Fester Euro und weiche Ölbörsen lassen Inlandspreise fallen

 

 

 

Die meisten Experten rechnen nicht damit, dass sich das Überangebot am Rohölmarkt allein durch Veränderungen auf der Angebotsseite neutralisieren wird. Es bedürfe eines Zusammenspiels aus sinkendem Angebot und wachsender Nachfrage, damit der Markt wieder in ein Gleichgewicht findet. In den letzten Wochen und Monaten achten die Marktteilnehmer an den Ölbörsen daher verstärkt auf die wirtschaftliche Entwicklung, die als Indikator für das Ölnachfragewachstum gilt. Niedrigere Wachstumserwartungen, die enttäuschenden Konjunkturdaten aus Asien und die Verschiebung der US Zinserhöhung haben daher allesamt einen bearishen Einfluss auf die Preisentwicklung an den Ölbörsen.

 

Für den Moment scheinen die bearishen Einflüsse die bullishen zu überwiegen, wobei die Notierungen sich bereits dem unteren Bereich ihrer Konsolidierungszone angenähert haben, während sich an der fundamentalen Versorgungslage im Prinzip nichts verändert hat. Nur mit neuen, klar bearishen Einflüssen hätten die Preise seiner Ansicht nach Potenzial für weitere signifikante Abwärtsbewegungen. Die US Produktionszahlen in Verbindung mit den wöchentlichen Bestandsdaten des DOE werden am Mittwoch vermutlich einen starken Einfluss haben.

 

 

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral

 

28. September 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 48.07 $   Crude (WTI): 45.22 $  Gasoil  464.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9802   Rheinfracht: 59.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Futures bleiben in Seitwärtskonsolidierung – Klare charttechnische Impulse bleiben aus

 

Die US Rohölproduktion ist in den letzten Wochen und Monaten stetig gefallen. Vom Hoch im April hat sich die Förderung zurück entwickelt, was nicht zuletzt auch an der sinkenden Anzahl der US Ölbohranlagen liegt. Nach den hohen Ölpreisen im Mai und Juni hatten einige Ölproduzenten ihre Tätigkeit wieder erhöht und neue Ölquellen in Betrieb genommen, mittlerweile sinkt die Anzahl der aktiven US Ölbohranlagen jedoch wieder.

Einige Produzenten haben zudem bereits erschlossene Quellen in der Hinterhand, an denen aus Kostengründen noch nicht gefördert wird. Die Förderanlagen von stillgelegten Quellen könnten bei Bedarf einfach verlegt werden, sodass die US Ölförderung wieder steigen könnte, ohne dass die Anzahl der aktiven Anlagen zunimmt.

Konjunkturdaten deuteten zuletzt darauf hin, dass sich vor allem China und andere Entwicklungs- und Schwellenländer, die in den letzten Jahren einen Großteil zum Ölnachfragewachstum beigetragen hatten, hinter den Erwartungen zurückbleiben. Und auf Angebotsseite erwartet man die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran, die bereits gegen Ende 2015 die Ölexporte des Landes steigen und das globale Überangebot nochmals verschärfen könnte.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral

 

 

 

 

25. September 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 48.53 $   Crude (WTI): 45.31 $  Gasoil  469.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9790   Rheinfracht: 59.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Futures geringfügig fester – Iran kündigt baldige Exportsteigerung an

 

Die Überversorgung am Rohölmarkt bleibt akut, auch wenn sich dies bei den US Rohölbeständen aktuell nicht so deutlich zeigt wie in den vorherigen Monaten. Die Vorräte sind hier zuletzt gesunken, und das in einer Zeit, in der diese mit Wartungsarbeiten an den Raffinerien für gewöhnlich steigen.

Die Schieferölförderung ist nach Ansicht der Experten auch noch längst nicht tot. Dieser Technologie gehört die Zukunft und wird mit weiterem technologischem Fortschritt auch auf absehbare Zeit wieder rentabel. Auch die EIA rechnet damit, dass der Trend einer sinkenden Förderung im kommenden Sommer wieder drehen wird.

Die Rückkehr der iranischen Ölexporte wird in den kommenden Wochen verstärkt in den Fokus rücken. Marktteilnehmer werden abschätzen, ob die optimistisch klingende Einschätzung des Iran realistisch ist. Kommen die Ölexporte auf den Markt, so wird dies die Preisniveaus in den kommenden Monaten sicherlich belasten.

Durch den späten Preisanstieg und den weichen Euro/Dollar-Kurs deuten sich für das Inland aktuell rechnerisch leichte Preissteigerungen an.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral

 

 

24. September 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 47.98 $   Crude (WTI): 44.75 $  Gasoil  464.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9769   Rheinfracht: 59.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Bullishe DOE Daten können sich nicht durchsetzen – Wiederinbetriebnahme der US Pipelines

 

Auch wenn die gestrigen US Ölbestandsdaten bullish ausfielen, so glauben die Analysten nicht an eine Verknappung des Ölangebots. Alle Faktoren, die die Ölpreise auf die aktuell niedrigen Niveaus geschickt hatten, seien noch vorhanden.

Die US Schieferölproduktion befindet sich zwar in einem rückläufigen Trend, was die Daten der EIA nun mehrfach bestätigt haben, die global schwächelnde Wirtschaft, in erster Linie in China, sorge allerdings dafür, dass das grundlegende Angebots/Nachfrage-Verhältnis für Brent und WTI bearish bleibe.

Die abgeschalteten US Produktpipelines wurden in der Nacht nun offenbar wieder hochgefahren, sodass hier ein bullisher Aspekt aus dem Markt verschwindet, der den Börsen Dienstagabend und Mittwochvormittag noch Auftrieb gegeben hatte. In der Nordsee wurden geplante Wartungsarbeiten am größten Forties Ölfeld Buzzard von Oktober auf November verschoben. Durch die Verschiebung der Wartungsarbeiten verändert sich der Ausblick der kurzfristigen Verfügbarkeit für Rohöl.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral

 

 

23. September 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 48.84 $   Crude (WTI): 46.18 $  Gasoil  468.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9755   Rheinfracht: 59.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Der kritische Geist ist im Parlament abhandengekommen, die Energiewende wird offenbar als unausweichlich beurteilt.

 

Der Ständerat ist praktisch oppositionslos auf die Energiestrategie 2050 eingetreten – das ist kein gutes Zeichen.

 

Rund vier Stunden hat die Eintretensdebatte des Ständerats zur Energiestrategie 2050 des Bundesrats gedauert. Obwohl es sich dabei um ein für die Zukunft der Schweiz entscheidendes Thema handelt, blieb eine kontroverse Grundsatzdebatte praktisch aus, man war sich weitgehend einig, dass die Energiewende und das vorliegende Paket im Grund der Dinge gut seien. Die Dauerberieselung mit schönfärberischen Studien und bewegenden Umweltappellen hat offenbar Wirkung gezeigt, der kritische Geist ist im Parlament abhandengekommen. Die Energiewende wird offenbar als unausweichlich beurteilt. Entsprechend klar wurde Eintreten auf die Vorlage mit 39 zu 2 Stimmen beschlossen.

Das ist schon sehr erstaunlich, denn auch nur ein kurzer Blick zum nördlichen Nachbarn müsste zu kritischem Nachdenken anregen. Deutschland ist der Schweiz in der Energiewende voraus, es hat schon erste Kernkraftwerke stillgelegt. Konsequenzen sind ein Anstieg des CO2-Ausstosses – zum Teil wurden gar alte Kohlekraftwerke wieder hochgefahren – sowie aus dem Ruder laufende Kosten. Zudem haben die enormen Subventionen für neue erneuerbare Energieträger, bezahlt von den Konsumenten, den Markt gründlich ruiniert. Die Schweiz bewegt sich auf demselben Weg: Über vermehrte Importe von Gas- oder Kohlestrom wird auch die Schweiz den CO2-Ausstoss steigern.

Statt sich darum zu kümmern, übt sich nach dem Nationalrat nun auch der Ständerat in energiepolitischer Feinsteuerung. Es wird an allen möglichen und unmöglichen Stellschrauben manipuliert. Auch hier wird die Feinsteuerung, ähnlich wie im Bereich der Konjunktur, letztlich am mangelnden Wissen der Steuernden scheitern, Fehlsteuerungen sind unausweichlich.

Überdies werden ob des Steuerungseifers die übergeordneten mit der Strategie verbundenen Fragen ausgeklammert: Welche ordnungspolitischen Konsequenzen hat der eingeschlagene planwirtschaftliche Weg in der Energiepolitik? Welche Folgeeingriffe sind zu gewärtigen? Wie hoch werden die Kosten sein, und wer wird sie tragen? Was bedeuten sie für die Wettbewerbsfähigkeit und die Strukturen der Wirtschaft? Als Stichwort sei etwa auf die energieintensiven Branchen und Unternehmen verwiesen. Wird die Umwelt wirklich entlastet? Als Stichworte seien hier der mutmasslich steigende CO2-Ausstoss oder die Beeinträchtigung der Landschaft durch Solar- und Windkraftanlagen genannt.

 

 

22. September 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 48.45 $   Crude (WTI): 46.31 $  Gasoil  464.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9745   Rheinfracht: 59.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Futures zum Wochenauftakt fester

 

Die Ölbörsen befinden sich aktuell in einem Spannungsfeld aus einer sehr langfristig bullishen Marktkonstellation und einer kurzfristig weiter bearishen Markteinschätzung. Langfristig deuten die Daten aus den USA darauf hin, dass die US Ölförderung weiter fällt. Durch die Investitionskürzungen soll die Produktion bis ins kommende Jahr hinein weiter abnehmen.

Kurzfristig hingegen bleibt die Überversorgung am Rohölmarkt ein Faktor, der nicht so schnell verschwindet und potenziell weiter auf den Preisen lastet, da die globalen Rohölbestände steigen und die Lager zunehmend ausgelastet sind. Hinzu kommt die mögliche Rückkehr der iranischen Ölexporte zum Jahreswechsel, die die Überversorgung nochmals erhöhen oder zumindest stabilisieren könnte, auch wenn die US Rohölförderung abnimmt. Auch die saisonalen Wartungsarbeiten an den Raffinerien werden kurzfristig als Grund genannt, der gegen eine Preisrallye spricht, da die Rohölnachfrage der Anlagen in dieser Zeit abnimmt.

Dieses Spannungsfeld sorgt aktuell für eine Konsolidierungsphase, nachdem die Preise Ende August noch ein Langzeittief markiert hatten.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

21. September 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 48.04 $   Crude (WTI): 45.29 $  Gasoil  463.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9680   Rheinfracht: 59.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Weicher Start an den Ölbörsen

 

Die Zinsentscheidung der Fed war in der vergangenen Woche das zentrale Thema an den Finanzmärkten und damit auch an den Ölbörsen. Die negative Einschätzung der globalen Konjunktur sind ein Belastungsfaktor für die Ölnachfrage, weshalb das Nachfragewachstum aus Sicht der Analysten wohl nicht ausreichend sein wird, damit Angebot und Nachfrage wieder in ein Gleichgewicht kommen. In ihrer Wirkung überwiegen diese Aspekte die bullishe Komponente einer Stimulation der Nachfrage durch günstiges Geld wodurch die Investitionsfreudigkeit zunimmt. Die Zinsentscheidung der Fed hat sich damit als ein bearisher Faktor am Markt etabliert, der nun allerdings allmählich eingepreist sein sollte.

Die sinkende Anzahl der US Ölbohranlagen sei ein Zeichen, dass sich die Preise stabilisierten, nachdem sie in diesem Jahr bisher sehr volatil gewesen seien. Auch wenn die Berichte über eine sinkende US Rohölförderung bullish sind, so bleibe kurzfristig allerdings das Problem der Überversorgung.

Die Ölbörsen orientieren sich aktuell am Euro/Dollar-Kurs und ziehen mit diesem etwas an.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

18. September 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 49.08 $   Crude (WTI): 46.66 $  Gasoil  469.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9613   Rheinfracht: 59.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Futures nach Gewinnmitnahmen weicher – Geringe Reaktion an den Ölbörsen auf Fed-Entscheidung

 

Die Zinsentscheidung der Fed hat sowohl eine bullishe als auch eine bearishe Auswirkung auf die Ölpreise. Zum einen wertet der US Dollar mit der Beibehaltung der Niedrigzinspolitik ab. Das in Dollar gehandelte Öl wird damit für viele Marktteilnehmer außerhalb der USA günstiger, die die Situation für Käufe nutzen können. Zudem ist es ein stützende Impuls für das Wirtschaftswachstum und die damit verbundene Ölnachfrage, was ebenfalls einen bullishen Aspekt darstellt.

Zum anderen gesteht die Fed damit allerdings auch ein, dass sich die Wirtschaft aktuell noch nicht in dem Maße erholt hat und es noch weitere Abwärtsrisiken für die Konjunktur gibt. Die bullishen und bearishen Faktoren der Entscheidung hielten sich bislang die Waage. Auch wenn die Preise an den Ölbörsen kurz nach der Entscheidung etwas anzogen, so blieb eine eindeutige Reaktion aus.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral

 

 

17. September 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 49.76 $   Crude (WTI): 46.98 $  Gasoil  475.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9707   Rheinfracht: 59.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Rohölabbauten lassen Futures steigen – WTI zieht Markt nach oben

 

Die gestrigen US Ölbestandsdaten des DOE haben gezeigt, dass die Raffineriemargen noch immer gut sind und die üblichen Wartungsarbeiten noch nicht in dem Umfang durchgeführt werden, wie man es zu dieser Jahreszeit eigentlich erwarten dürfte. Abgesehen von den bullishen Bestandsabbauten im Rohölbereich, spricht dies auf der anderen Seite gleichzeitig dafür, dass das Überangebot im Rohölbereich in eine Überversorgung bei den Produkten gewandelt wird. Die Destillate- und Benzinbestände nehmen momentan ungewöhnlich stark zu und haben ein Rekordniveau erreicht, so dass die momentane Lage nicht als einen fundamentalen Trendwechsel im Markt betrachtet werden kann.

Das nächste große Event für die Finanzmärkte und damit auch für die Ölbörsen ist das FOMC Meeting, dessen Ergebnis heute am späten Abend bekannt gegeben wird. Wird der Zinssatz unverändert niedrig belassen, würde dies den Dollar belasten, während das günstige Geld die Futures tendenziell stützen dürfte. Eine Anhebung des Zinssatzes hingegen sollte die Öl-Futures eher belasten.

 

 

Fundamental neutral     Chartanalyse bullish

 

 

16. September 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 47.87 $   Crude (WTI): 44.90 $  Gasoil  460.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9732   Rheinfracht: 50.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Hohe Destillatebestände in Europa, bullishe US Ölbestandsdaten

 

Klar stützend wirken sich aktuell die Bestandsdaten des API aus, das überraschend deutliche Abbauten bei Rohöl ankündigt. Eigentlich rechnet man in dieser Jahreszeit mit steigenden Rohölbeständen. Mit den starken Abbauten scheint dies allerdings weniger wahrscheinlich zu werden, was den Preisen Auftrieb gibt und aktuell die bearishen Komponenten bei den Produkten in ihrer Wirkung dominiert.

Die kurzfristige Einschätzung des Marktes bleibt weiter bearish. Der Markt könnte 2016 daher ausgeglichener sein, als die OPEC momentan glaubt. Dies hat kurzfristig zwar weniger Einfluss auf die Preise, spricht allerdings für eine bullishe Entwicklung im kommenden Jahr.

In den USA bleibt die Aufhebung des Exportverbotes Thema. Dieses würde den Preisunterschied zwischen WTI und Brent wieder verringern, wobei WTI tendenziell teurer werden würde, wenn die Anzahl der potenziellen Abnehmer für die US Rohölsorte zunimmt. Das angekündigte Veto des Weißen Hauses belastete WTI gestern daher kurzzeitig.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

15. September 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 47.36 $   Crude (WTI): 44.19 $  Gasoil  460.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9685   Rheinfracht: 50.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Futures mit weichem Wochenstart – Kurzfristig bearishe Einschätzung setzt sich durch

 

Nach dem bearishen EIA Bericht und dem bullishen Report der IEA von letzter Woche, folgte gestern der OPEC Monatsbericht. Hier hat man die Nachfrageprognose 2015 zwar leicht nach oben korrigiert, mit Blick auf die Augustproduktion ist allerdings klar, dass das Kartell den Markt für 2015 unverändert deutlich überversorgt belässt.

Letztlich rechnen alle drei (EIA, IEA und OPEC) mit einem spürbar ausgeglichenen Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage im kommenden Jahr. Bis dahin wird allerdings jeden Tag mehr Öl produziert als verbraucht. Und auch wenn die US Rohölförderung nun schneller und stärker abnehmen wird als bisher gedacht, so geht man davon aus, dass die Exporte des Iran diese Mengen auffangen werden. Kurzfristig deutet daher kaum etwas auf eine nachhaltige Aufwärtsbewegung an den Ölbörsen hin.

Langfristig gesehen dürfte sich die Marktlage in 2016 langsam drehen. Es gibt Anzeichen, dass die Ölproduktion in den USA, aber auch in Ländern wie dem Irak sinkt.

aktuell deuten sich bei den Inlandspreisen rechnerisch zunächst erst einmal wieder moderate Preisnachlässe an.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral bis bearish

 

«Das Wort «Korrektur» klingt wunderbar harmlos. Etwas wird korrigiert und nachher ist die Welt wieder in Ordnung.»

 

Nach vier Jahren war es wieder einmal so weit: Ende August brach der amerikanische Leitindex S&P 500 (SP500 1961.05 0.45%) mehr als 10% ein und registrierte, was man im Jargon eine Korrektur nennt. Das Wort «Korrektur» klingt wunderbar harmlos. Etwas wird korrigiert, und nachher ist die Welt wieder in Ordnung. Nach einer Korrektur sind die Märkte bereit für die nächste Phase im Bullenmarkt, so die gängige Lesart.

 

Szenario eintritt. Doch die Warnsignale sind nicht mehr zu übersehen: Die Schwäche Chinas, die abnehmende globale Wachstumsdynamik, fallende Gewinne von US-Unternehmen und steigende Kreditaufschläge sind nur einige Beispiele. In Kombination mit den vielerorts sportlichen Bewertungen hat sich das Risiko-Rendite-Profil für Aktien merklich verschlechtert.

 

Wer darauf spekuliert, dass die Zentralbanken notfalls zur Rettung eilen und die Märkte ankurbeln werden, werfe einen Blick auf China. Lange Zeit für ihre Kompetenz in der Steuerung der Wirtschaft bewundert, hat die Führungsriege im Reich der Mitte zuletzt eklatant versagt. Weder im Aktienmarktcrash noch in der Einführung des neuen Renminbi-Wechselkursregimes hinterliess Peking einen souveränen Eindruck. Kennt die vermeintliche Allmacht westlicher Notenbanken vielleicht ebenfalls Grenzen?

 

Niemand weiss mit Bestimmtheit, wie es an den Märkten weitergeht. Es wird sich weisen, ob die Pessimisten oder die Optimisten Recht behalten. Angesichts der gestiegenen Risiken tun Anleger jedoch gut daran, ihre Risikofähigkeit kritisch zu hinterfragen. Nach Jahren der Hausse an den Aktienmärkten geht gerne vergessen, dass die Börsen auch fallen und nicht bloss korrigieren können – und zwar deutlich mehr als nur 10%.

 

 

11. September 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 48.82 $   Crude (WTI): 45.61 $  Gasoil  480.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9725   Rheinfracht: 50.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Futures trotz bearisher DOE Daten fester – US Exportban, US Ölproduktion und OPEC stützen

 

Der Monatsreport der EIA fiel in dieser Woche bearish aus, da man die Erwartung der Überversorgung nach oben korrigiert hat. Allerdings bestätigen die wöchentlichen US Ölbestandsdaten den Trend der sinkenden US Rohölförderung. Auch wenn die US Ölbestände Rekordniveaus erreicht haben, bleibe daher ein bullisher Beigeschmack. Die Daten zeigen allerdings auch, dass die US Rohölnachfrage nun erst einmal wie erwartet abnimmt, da sich die Sommersaison dem Ende entgegen neigt.

In den USA hat ein Komitee des Repräsentantenhauses unterdessen ein neues Gesetz angenommen, dass das Verbot von US Rohölexporten aufheben würde. Sollte dieses Gesetz umgesetzt werden, so hätten die US Ölproduzenten weitere Abnehmermärkte und könnten mit der steigenden Nachfrage für ihr Öl höhere Preise erzielen. Mittel- bis langfristig sollte dies die globalen Preise allerdings eher belasten, da dadurch das Angebot auf dem Weltmarkt zunehmen würde.

Die ärmeren OPEC Länder arbeiten offenbar weiter an einer Lösung zur Stabilisierung der Preise. Gleichzeitig schätzen die Kartellmitglieder die Preisniveaus langfristig zwar niedriger als zuletzt ein, die Bemühungen der OPEC Länder um Venezuela sorgen allerdings dennoch für Nervosität und verhindern derzeit starke Abwärtsbewegungen an den Ölbörsen.

heute deuten sich aktuell rechnerisch dennoch Preissteigerungen für den Vormittag ab.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

10. September 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 47.21 $   Crude (WTI): 44.00 $  Gasoil  468.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9759   Rheinfracht: 49.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Ölbörsen geben mit API Bestandsdaten und EIA Monatsreport nach

 

Die Turbulenzen in China hatten in den letzten Wochen für eine erhöhte Volatilität an den Finanzmärkten gesorgt. Von großem Einfluss werden auch die Anpassungen der Prognosen zum Ölangebot sein, nachdem viele Länder und Unternehmen Budgetkürzungen durchgeführt haben. Gestern warnte die IEA noch, dass der Markt Ende 2016 eventuell unterversorgt sein könnte, sollten die Investitionen zu stark zurückgefahren werden.

Die EIA hat ihren Report bereits gestern Abend veröffentlicht, der unterm Strich bearish zu interpretieren ist. Mit den pessimistischen Konjunkturaussichten für China wurde die globale Nachfrage 2016 zugleich nach unten korrigiert, sodass man bei der EIA nicht davon ausgeht, dass die überversorgte Marktlage im kommenden Jahr kippen wird.

Unterdessen belasten auch die Zahlen des API, da die Rohölbestände in den USA für die abgelaufene Berichtswoche offenbar gestiegen sind.

Die Stimmung ist damit am Vormittag zunächst etwas bearish….

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

9. September 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 49.50 $   Crude (WTI): 45.71 $  Gasoil  481.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9779   Rheinfracht: 48.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Ölbörsen mit Aktienmärkten fester – Aktivitäten der OPEC geben Rückenwind

 

Die OPEC arbeitet offenbar weiter daran ihren verlorenen Markteinfluss wieder zu erlangen. Die Wideraufnahme Indonesiens erhöht das vom Kartell kontrollierte Angebot und steigert damit dessen Marktmacht. Gleichzeitig holt sich die OPEC aber auch neue Probleme mit an Bord, da Indonesien als ein netto Ölimporteur (Importe sind höher als Exporte) grundsätzlich eher an niedrigen Preisniveaus interessiert ist. Dies stellt ein Interessenkonflikt dar, der insbesondere dann zum Tragen kommt, wenn es um die Reduzierung der Ölproduktion zur Anhebung der Marktpreise geht. Da eine solche Entscheidung grundsätzlich von den Kartellmitgliedern einstimmig getroffen werden muss, wird auch Indonesien mit solchen Maßnahmen einverstanden sein müssen.

Nach den Gesprächen mit Russland hat man nun auch versucht Mexiko für eine koordinierte Maßnahme zur Stabilisierung der Preise zu gewinnen. Mexiko erklärte sich grundsätzlich dazu bereit sich an entsprechenden Maßnahmen zu beteiligen. Die Aktivitäten der OPEC sorgen dennoch für etwas Unruhe im Markt, da die "Initiativen zur Stabilisierung der Preise" bislang nicht näher beschrieben wurden und das Kartell deutlich darauf aus ist seinen Einfluss am Markt wieder zu erhöhen.

Damit deuten sich für die Vormittagspreise deutliche Preisaufschläge für das Inland an.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral

 

 

8. September 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 48.02 $   Crude (WTI): 44.50 $  Gasoil  472.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9721   Rheinfracht: 47.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Weicher Wochenauftakt an ICE deutet auf Preissenkungen im Inland hin

 

Saudi-Arabien hatte letzte Woche seine Preise für Rohöllieferungen gesenkt. Eigentlich sind Produktionskürzungen stützend, im Zusammenhang mit den Preissenkungen können diese allerdings auch ein Indiz dafür sein, dass die Nachfrage schwach ist und Saudi-Arabien auch in Asien nicht genug Abnehmer für sein Öl findet, um die Rekordniveaus der Sommermonate beizubehalten.

Mittel- bis langfristig rechnet man zudem mit den Exporten aus dem Iran, sodass sich an der Versorgungslage grundsätzlich auch weiter wenig ändern wird.

Experten teilen diese Auffassung und rechnen damit, dass die Ölpreise bis Ende des Jahres etwa auf dem jetzigen Level bleiben könnten und sehen Brent in den kommenden 12 Monaten weiter volatil, jedoch innerhalb einer gewissen Spanne, während das Überangebot abgebaut wird. In der Zwischenzeit werden vor allem nicht-fundamentale Faktoren wie Devisenhandel, makroökonomische Einflüsse oder auch Investitionen großen Einfluss auf die Kursbewegungen haben.

Für die Vormittagspreise deuten sich allerdings bereits jetzt schon rechnerisch deutliche Preisanpassungen an.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

7. September 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 49.10 $   Crude (WTI): 45.62 $  Gasoil  478.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9738   Rheinfracht: 47.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Ölbörsen starten weicher in den US Feiertag

 

In den USA hat die Anzahl der aktiven US Ölbohranlagen in der abgelaufenen Berichtswoche laut Baker Hughes um 13 abgenommen und lag damit bei nur noch 662 Anlagen. Damit wurde die Serie von sechs Zunahmen in Folge gebrochen. Eine nachhaltig bullishe Wirkung hatte dies allerdings nicht auf die Ölbörsen. Wenig Wirkung ging auch von den Arbeitsmarktdaten in den USA aus, die man mit Blick auf die US Zinsentscheidung kommende Woche als einen Gradmesser erachtete. Während eine Anhebung der Zinsen die Ölpreise belasten würde, wäre eine Beibehaltung der Niedrigzinspolitik tendenziell bullish für die Futures.

Auch wenn Venezuela weiter nach Verbündeten zur Reduzierung des Ölangebots sucht, dürfte dieses Vorhaben wohl kaum von Erfolg gekrönt sein. Der Markt bleibt weiter überversorgt, auch wenn die Überproduktion etwas abgenommen haben dürfte. Die Ausfälle des Irak sollten überdies nur von vorübergehender Natur sein.

Marktteilnehmer werden sich heute vermutlich zurückhalten, da in den USA der Labour Day gefeiert wird und das Handelsinteresse damit deutlich geringer als sonst üblich sein wird.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

4. September 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 50.01 $   Crude (WTI): 46.12 $  Gasoil  483.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9731   Rheinfracht: 47.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Der fundamental überversorgte Ölmarkt sorgt immer noch für verhältnismässig tiefe Preise

 

Gestern hat die EZB den Leitzins wie erwartet unverändert bei 0,05% belassen, dies führte gestern zu grossen Preisschwankungen am Finanzmarkt, der höhere Dollar zum Schweizerfranken belastete die Inlandpreise.

 

Die USA und Saudi-Arabien produzieren in September weniger Öl, als erwartet wurde, aus Asien und Afrika kommen Anzeichen einer schwächeren Nachfrage, Venezuela und Russland haben vage auf "Initiativen" zur Stabilisierung der Ölpreise geeinigt. Das alles stützt die Ölpreise im Moment obwohl wir uns aus fundamentaler Sicht immer noch in einem stark überversorgten Markt befinden.

 

Bearishe Faktoren sind: die Raffinerien breiten sich langsam auf Wartungsarbeiten vor und benötigen deshalb bald weniger Rohöl zur Verarbeitung, der Irak kündigt Rekordexporte an,Nigeria steigert Exporte, USA genehmigen weitere Kondensat-Exporte und OPEC lässt Förderung unverändert.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral

 

 

3. September 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 50.14 $   Crude (WTI): 46.00 $  Gasoil  472.75 $ pro Tonne

Dollar:0.9696   Rheinfracht: 47.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Ölbörsen nach DOE volatil aber weiter fest – OPEC Länder zunehmend unter Druck

 

Die extremen Preisschwankungen der letzten Tage werden vermutlich auch weiterhin die Märkte beherrschen. Viel Unsicherheit befindet sich aktuell in den Märkten, die zu diesen enormen Kursausschlägen führt. Es gebe aktuell nichts Neues in den Märkten, was nicht bereits vor Monaten bekannt war, damit auf die Spekulationen über Saudi-Arabiens Ölproduktion angespielt.

die US Ölbestandsveränderungen sorgen mit ihren gemischten Impulsen durchaus dafür, dass die Unsicherheit und damit die Volatilität im Markt weiter hochbleiben. Der deutliche Rückgang der Produktionszahlen ist nach den Korrekturen der EIA vom Montag nicht unbedingt überraschend. Probleme in der Versorgung sind dadurch nicht zu erwarten, da Saudi-Arabien den US Produktionsrückgang gerne kompensieren wird.

Nachdem der Euro/Dollar gestern nachgab und die Öl-Futures an der ICE im späten Handel gestern wieder angezogen haben, deuten sich für die Inlandspreise heute Morgen rechnerisch starke Preisanhebungen zum Vortag an.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

2. September 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 48.59 $   Crude (WTI): 44.44 $  Gasoil  468.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9627   Rheinfracht: 47.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Russland will Ölproduktion nicht senken – Futures mit API Bestandsdaten weicher

 

Die EIA hat mit ihrer neuen Ermittlungsmethode der US Ölproduktion die bisherigen Zahlen für das laufende Jahr nach unten korrigiert. Nachdem dies am Montag zunächst für etwas Aufruhr sorgte, sehen die meisten Analysten die Zahlen allerdings wenig dramatisch, denn an der Überversorgung ändere dies wenig.

Auch die Einschätzung, dass die OPEC bei einem Sondermeeting die Ölproduktion zusammen mit Russland kürzen würde, habe sich gestern erneut verändert. Zunächst sah es so aus wäre eine Produktionskürzung nicht mehr auszuschließen, nach den Äußerungen aus Russland relativiert sich diese Ansicht allerdings erneut. Auch Saudi-Arabien scheint keine Anstalten für einen Kurswechsel zu machen.

Chinas wirtschaftliche Probleme, die sich gestern erneut in den enttäuschenden Einkaufsmanagerindizes zeigten, bleiben ein bearisher Faktor für die Ölpreise. Diese werden bis zum Jahresende vermutlich weiter sehr volatil sein.

Marktteilnehmer warten heute auf die neue Runde der US Ölbestandsdaten des DOE um 16:30 Uhr.

 

Fundamental neutral bis bearish                          Chartanalyse bearish

 

 

1. September 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 52.74 $   Crude (WTI): 47.74 $  Gasoil  500.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9595   Rheinfracht: 47.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Stärkster Preisanstieg seit 1990 – OPEC, EIA und Produktionsausfall in Kanada

 

Die globale Überversorgung beruht im Wesentlichen auf der hohen US Ölförderung und der Produktion der OPEC, deren Mitglieder seit dem letzten Winter ihre Marktanteile maximieren wollen und in diesem Jahr ihre gemeinsame Quote von 30,0 Mio. B/T faktisch abgeschafft haben. Doch nun haben sich beide Faktoren entscheidend verändert.

Die EIA hat gestern ihre bisherigen Zahlen zur US Ölförderung in diesem Jahr deutlich nach unten korrigiert. Als Ursache für die Korrektur gilt die neue Methode zur Ermittlung der Ölproduktion, die genauer sein soll. Mit den neuen Zahlen werden vermutlich auch die Prognosen für die zukünftige Ölförderung geringer ausfallen. Somit ist auch die Überversorgung neu einzuschätzen.

Die beiden Hauptfaktoren (Ölproduktion der USA und OPEC), die zu den aktuell niedrigen Preisen geführt haben, werden damit plötzlich hinterfragt. Dies schürt die Unsicherheit der Marktteilnehmer, die die zuletzt eindeutig bearishe Marktlage genutzt hatten, um auf sinkende Preise zu spekulieren. Diese Positionen wurden in den letzten Tagen panikartig glattgestellt, sodass es zu der massiven Aufwärtsreaktion kommen konnte.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

31. August 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 49.46 $   Crude (WTI): 44.76 $  Gasoil  475.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9599   Rheinfracht: 47.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Börse nach Rallye weicher in den Montag – Analysten bleiben weiter bearish

 

Die jüngste Preisrallye, mit der die Futures aus ihren bisherigen Abwärtstrends nach oben ausgebrochen sind, beruht viel mehr auf Glattstellungen von Short-Positionen als auf Wetten, dass die OPEC ihre Förderung tatsächlich einstellen wird. Bleibt alles unverändert, gehen die meisten Experten davon aus, dass die Preise an den Ölbörsen vielleicht schon bald wieder fallen könnten. Die Marktlage habe sich grundsätzlich nicht verändert und sei weiter von extrem hohen Ölbeständen geprägt.

Für heute Morgen ist allerdings zunächst einmal mit einer erneut starken Preiskorrektur nach oben zu rechnen, die auf den späten Preisanstieg an der ICE von Freitagabend zurückzuführen ist.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

28. August 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 47.69 $   Crude (WTI): 42.83 $  Gasoil  459.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9647  Rheinfracht: 46.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Ungewohnt hoher Tagespreis Anstieg des Rohöl wegen charttechnischer Preis- Rallye

 

Charttechnische Kaufimpulse beim Rohöl und der aufgrund guter US Konjunkturdaten steigende Dollar bescheren uns heute Morgen höhere Ölpreise.

Laut iranischem Ölminister wurde ein OPEC-Sondertreffen beantragt, was den Börsenteilnehmer  wieder viel Luft für Spekulation gibt.

Chartanalyse bullish.

 

 

27. August 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 44.36 $   Crude (WTI): 39.81 $  Gasoil  430.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9534   Rheinfracht: 46.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Heute leicht höhere Preise

 

Trotz hoher Produkte Nachfrage in der USA, ist der US Gesamtölbestand auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Dies und die Tatsache, dass die OPEC  keine Anstalten macht die Fördermengen zu kürzen, lässt den Verdacht aufsteigen, dass die Überversorgung noch weiter anhalten wird. Die chinesische Nachfrage an Rohöl ist trotz wirtschaftlichen Problemen immer noch sehr hoch.

 

Chartanalyse neutral bis bullish.

 

 

26. August 2015

 

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 44.38 $   Crude (WTI): 39.62 $  Gasoil  428.00 $ pro Tonne

 

Dollar: 0.9441   Rheinfracht: 46.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Immer noch sehr tiefe Ölpreise...

 

Dank der Intervention der chinesischen Zentralbank am Geldmarkt, hat sich gestern die chinesische Börse etwas beruhigt. Gemäss Meldungen von heute morgen ist sie jedoch bereits wieder im Sinkflug. Die überraschend bullishen API Bestandesdaten beim US Rohöl verhindern aktuell eine weitere Abwärtsbewegung des Ölpreises. Die Marktteilnehmer erwarten gespannt auf die US Ölbestände des DOE von heute Nachmittag.

 

Chartanalyse neutral bis bullish.

 

 

25. August 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 43.87 $   Crude (WTI): 38.72 $  Gasoil  428.75 $ pro Tonne

 

Dollar: 0.9322   Rheinfracht: 46.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Schwache Aktienmärkte drücken auf die Ölpreise. Ölpreise auf 6,5- Jahrestief

 

Das Wirtschaftswachstum in China hat sich verlangsamt und man geht davon aus, dass die Ölnachfrage aus dieser Region langsamer als angenommen wachsen wird. OPEC kürzt Fördermengen nicht, Anzahl der US Ölbohranlagen erneut gestiegen. Alles in allem tiefe Einkaufspreise für unseren Inlands- Markt. Ein Einkauf könnte sich lohnen, wer weiss wann der Boden erreicht ist… 

Chartanalyse neutral bis bearish.

 

 

24. August 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 44.33 $   Crude (WTI): 39.42 $  Gasoil  437.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9433   Rheinfracht: 44.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Weiterhin fallende Ölpreise

Enttäuschender Einkaufsmanager- Index aus China und der USA, ein tiefer als erwarteter GFK Konsumklima- Index für September in Deutschland, schwache Aktienmärkte und eine weiterhin steigende Anzahl der US- Ölbohranlagen lässt den Ölpreis fallen. Anscheinend ist die US Ölwirtschaft konkurrenzfähiger als angenommen. Der technische Verkaufsdruck an den Börsen liessen dann die Ölpreise vollends purzeln, was uns heute im Inland tiefe Ölpreise beschert.

Charttechnik neutral bis bearish.

 

 

21. August 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 46.08 $   Crude (WTI): 40.92 $  Gasoil  450.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9577   Rheinfracht: 44.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

 

20. August 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 46.81 $   Crude (WTI): 40.52 $  Gasoil  458.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9659   Rheinfracht: 44.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Vorboten der US Wartungssaison – Ölpreise brechen nach US Bestandsdaten massiv ein

 

Die US Bestandsdaten des DOE werden vor allem wegen der Entwicklung bei den Rohölbeständen bearish beurteilt, die alle anderen Faktoren des Berichts überlagern. Normalerweise nehmen die Vorräte in dieser Jahreszeit noch ab, bevor der Trend Anfang bis Mitte September dreht. Mit über 95% ist die Auslastung der Raffinerien noch immer extrem komfortabel. Steigen die Bestände schon derart früh, könnten die Lagerkapazitäten während der Wartungssaison im September und Oktober schnell an ihre Grenzen kommen.

Umso stärker die Bestände steigen und sich der Kapazitätsgrenze nähern, desto größer wird der Preisdruck auf WTI, da die Produzenten das Rohöl besonders günstig anbieten müssen, damit sich Käufer finden.

Heute Morgen deuten sich bei den Inlandspreisen starke Preissenkungen ab.

 

Fundamental bearish     Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

19. August 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 48.54 $   Crude (WTI): 42.31 $  Gasoil  470.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9762   Rheinfracht: 44.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Short-Coverings stützen WTI – Trader warten auf US Bestandsdaten

 

In Asien sind die Aktienmärkte in der Nacht eingebrochen, nachdem China erneut an den Finanzmärkten interveniert hat. Um den Kapitalabfluss auszugleichen und gegen das schwache Wirtschaftswachstum vorzugehen, hat die Zentralbank Chinas den Märkten eine kräftige Liquiditätsspritze gegeben. Da China der zweitgrößte Ölverbraucher der Welt ist und in den letzten Jahren den Großteil des globalen Ölwachstums beigetragen hat, belastet dies heute Morgen auch die Ölbörsen. Eine aggressive Verkaufswelle blieb allerdings noch aus, was darauf schließen lasse, dass die Marktteilnehmer etwas defensiver geworden seien.

Insgesamt bleibt die Versorgung global gesehen weiter sehr komfortabel. Nachdem der Irak im Juli erst neue Rekordzahlen veröffentlicht hat, plant Angola ebenfalls seine Ölexporte zu steigern. Die Produktionszahlen der OPEC und Nicht-OPEC-Länder zeigen, dass viele Ölproduzenten auch bei den momentan niedrigen Preisniveaus noch rentabel sind. Daher sei momentan noch keine Bodenbildung in Sicht.

Die vom API veröffentlichten US Ölbestandsdaten sind unterm Strich zwar leicht bullish, allerdings warten Marktteilnehmer auf die Zahlen des DOE heute Nachmittag, bei denen der Fokus einmal mehr auch auf den Zahlen zur US Ölproduktion liegen wird.

 

Fundamental bearish     Chartanalyse neutral

 

 

18. August 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 48.31 $   Crude (WTI): 41.51 $  Gasoil  468.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9772   Rheinfracht: 44.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Öl-Futures geben Kursgewinne wieder ab – Weicher Start in den Dienstag

 

In den USA rücken nun langsam die Ölbestandsdaten für die abgelaufene Berichtswoche in den Fokus. Nachdem die Anzahl der US Ölbohranlagen in den letzten vier Wochen kontinuierlich gestiegen ist, wartet man zudem auf eine Reaktion der US Ölförderung, die davon profitieren und mit einem Anstieg ebenfalls bearish sein sollte.

Mittelfristig gehen die Experten davon aus, dass die US Bestandsentwicklung die Preisniveaus weiter belasten werden, wenn für die US Raffinerien Ende August die Wartungssaison anläuft. Dann werden Kapazitäten abgeschaltet, sodass die Verarbeitung von Rohöl sinkt, die Bestände steigen und damit der Preisdruck an den Ölbörsen noch einmal erhöht wird.

Analysten hatten in den letzten Tagen und Wochen vermehrt ihre Preisprognosen überarbeitet und diese nach unten korrigiert. Wegen der erwarteten Ölexporte aus dem Iran und den bevorstehenden Wartungsarbeiten an den Raffinerien geht man davon aus, dass die Überversorgung von Rohöl noch einmal zunehmen und auch im kommenden Jahr Bestand haben wird.

 

Fundamental bearish     Chartanalyse neutral

 

 

17. August 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 48.61 $   Crude (WTI): 42.00 $  Gasoil  471.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9766   Rheinfracht: 44.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Bearisher Marktausblick und technische Verkaufssignale belasten Preise

 

Die neuesten Angaben des Iran zur eigenen Ölproduktion lassen vermuten, dass die OPEC ihr Ölfördermaximum für dieses Jahr noch nicht erreicht hat. Die zusätzlichen Mengen werden vom Markt allerdings nicht benötigt und würden lediglich zur weiteren Überversorgung beitragen.

Die Anzahl der aktiven US Ölbohranlagen hat zwar nur um zwei zugenommen, dies ist allerdings der vierte Anstieg in Folge. Die Gesamtzahl aktiver Ölbohranlagen ist damit auf 672 angestiegen, was der Beleg ist, dass die US Ölindustrie wettbewerbsfähiger als von den meisten erwartet ist.

Die Grundstimmung am Markt bleibt damit weiter unverändert. Marktteilnehmer rechnen eher noch einmal mit weicheren Preisen, bevor die Niveaus wieder anziehen.

In den USA stehen zum Ende des August zudem die saisonalen Wartungsarbeiten der Raffinerien an. Diese werden daher in den kommenden Wochen vermutlich weniger Rohöl nachfragen, während die Rohölbestände steigen. Die Bestandsabbauten bei Rohöl waren in diesem Sommer relativ enttäuschend, sodass die Bestände mit den Wartungsarbeiten neue Rekordwerte erreichen könnten.

 

Fundamental bearish     Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

14. August 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 49.22 $   Crude (WTI): 41.98 $  Gasoil  476.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9755   Rheinfracht: 44.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Korrekturbewegung abgeschlossen…?

 

Der Monatsreport der IEA war zur Wochenmitte zunächst bearish zu interpretieren. Unterm Strich weist allerdings auch der Bericht der IEA auf eine weiter anhaltende Überversorgung des globalen Rohölmarktes hin, die auch in 2016 Bestand haben wird. Zudem geht man davon aus, dass die Vorräte des Iran um mehrere Millionen Barrel zugenommen haben, nachdem das Land seine Förderung im Juli gesteigert hat, diese Mengen allerdings nicht exportieren kann. Die Vorräte, die der Iran in seinen Öltankern eingelagert hat, sollen bereits bei etwa 46 Mio. Barrel liegen.

Angebotsseitig besteht zusammen mit der hohen Produktion anderer Länder weiter keine Hoffnung, dass der Markt in absehbarer Zeit ausbalanciert wird.

Nachfrageseitig ist der Fokus aktuell auf China gerichtet. Der zweitgrößte Ölverbraucher der Welt hatte in der Vergangenheit einen Großteil des globalen Ölnachfragewachstums ausgemacht, scheint allerdings vermehrt wirtschaftliche Probleme zu bekommen.

Der generelle Trend sei in diesem Markt aktuell "sehr bearish". Da sich der Euro gestern Abend wieder erholen konnte, die Futures an der ICE allerdings stark nachgaben, deuten sich bei den Inlandspreisen für heute Vormittag bereits starke Preisnachlässe an.

 

Fundamental bearish     Chartanalyse neutral

 

 

13. August 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 49.16 $   Crude (WTI): 43.38 $  Gasoil  485.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9771   Rheinfracht: 44.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Futures fester – Langfristiger Ausblick bleibt allerdings bearish

 

Wurden die Ausblicke der Monatsreports von EIA und OPEC von Dienstag zunächst noch bearish interpretiert, so sind die Zahlen der IEA von gestern eher bullish zu sehen. Auch im kommenden Jahr rechnet man weiter mit einem hohen Nachfragewachstum. Die Anzeichen einer starken Nachfrage überstrahlen bearishe Aspekte des Reports, wie die Einschätzung einer aktuellen hohen Überversorgung, da Länder wie Saudi-Arabien und Irak weiter ihre Produktionskapazitäten ausreizen und um Marktanteile kämpfen.

 

Die aktuelle Aufwärtsbewegung sei nicht ungewöhnlich oder überraschend, da die Abwärtsbewegung der letzten Tage stark war und damit Korrekturen begünstigt haben.

China bleibt weiterhin ein Sorgenkind. Die Abwertung des Yuan stärkt zwar die Exportwirtschaft, verteuert parallel allerdings die Importe, sodass die Ölnachfrage vermutlich langsamer als zuletzt wachsen dürfte. Die Verkäufe von Autos, die als langfristiger Indikator der chinesischen Ölnachfrageentwicklung gesehen werden, sanken im Juli im Jahresvergleich um -7,1% und dürften mit der Abwertung des Yuan auch weiter schwach bleiben.

 

unterm Strich ist rein rechnerisch aktuell allerdings dennoch von einer leichten Preissteigerung im Vergleich zu gestern Vormittag auszugehen.

 

Fundamental neutral bis bearish Chartanalyse neutral

 

 

12. August 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 49.12 $   Crude (WTI): 43.07 $  Gasoil  475.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9831   Rheinfracht: 44.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

EIA Monatsbericht, API und Yuan belasten die Preise

 

Gestern hatte neben der OPEC auch die EIA ihren neuen Monatsbericht veröffentlicht, in dem sie ihre aktuelle Markteinschätzung darlegen. Die OPEC hat zwar die globalen Nachfrageerwartungen für 2015 leicht nach oben angepasst, in derselben Höhe allerdings auch ihre Erwartung für die Förderung aus Nicht-OPEC-Ländern angehoben. Auch wenn die aktuelle Preisentwicklung dafür spreche, dass die US Ölförderung sinken müsste, so sorgen eine höhere Effizienz und Steuervorteile dafür, dass begonnene Projekte umgesetzt werden.

Die EIA sieht die US Ölförderung durch den aktuellen Preisrutsch deutlich pessimistischer als zuletzt und hat ihre Prognosen für die Produktion deutlich nach unten korrigiert. Dennoch hat die EIA die Einschätzung der globalen Überversorgung im Vergleich zum Juli Report angehoben und die Erwartungen der zukünftigen Preisniveaus drastisch gesenkt. Unterm Strich ist weder für OPEC noch EIA ein Ende der Überversorgung absehbar, sodass beide Reports bearish einzustufen sind.

Hinzu kommt nun noch die Abwertung der chinesischen Währung Yuan - ein klares Zeichen, dass die Regierung versucht die Wirtschaft zu stimulieren, da sich das Wachstum weiter verlangsamt. Dies deute auch auf eine schwach wachsende Ölnachfrage aus China hin.

 

Fundamental bearish     Charttechnik neutral

 

 

11. August 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 50.17 $   Crude (WTI): 44.62 $  Gasoil  481.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9838   Rheinfracht: 42.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Technische Käufe lassen Preise zum Wochenauftakt stark steigen

 

Die Kombination aus schlechten Konjunkturdaten aus China, die auf ein schwaches Ölnachfragewachstum hindeuten, und die hohe Produktionsleistung in den USA, Saudi-Arabien, Russland und Irak sorgen dafür, dass die Marktteilnehmer langfristig mit einem Fortbestehen der Überversorgung rechnen. Zwar haben die großen Ölkonzerne drastische Sparmaßnahmen angekündigt, allerdings würde man deren Einfluss frühestens in zwei Jahren spüren.

Chinas Regierung hat gestern Abend auf die allgemeine Konjunkturschwäche und die enttäuschenden Exportzahlen reagiert. Nach geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen lässt man nun den Yuan abwerten. Dadurch vergünstigen sich die chinesischen Waren für Käufer aus dem Ausland, wodurch man den Exportmarkt wieder in Schwung bringen will. Gleichzeitig verteuert man hierdurch aber auch die Importe, was sich negativ auf die Rohölnachfrage Chinas auswirken wird.

Belastend für die Ölbörsen dürfte sich hingegen die Abwertung des Yuan auswirken, da damit die chinesische Ölnachfrage abnimmt, der US Dollar aufwertet und somit das Öl auch für Investoren aus anderen Ländern verteuert und damit deuten sich aktuell rechnerisch für das Inland am Vormittag deutliche Preisaufschläge an.

 

Fundamental bearish     Charttechnik neutral bis bullish

 

 

10. August 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 48.42 $   Crude (WTI): 43.62 $  Gasoil  467.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9832   Rheinfracht: 42.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Steigende US Ölproduktion und enttäuschende Konjunkturdaten

 

Wenn man die Anzahl der Ölbohranlagen erhöht, fördert man auch mehr Öl, so das schlichte Fazit zum jüngsten Anstieg der US Ölbohranlagen. Jeder produziert so viel Öl wie er nur kann und neben USA bauen auch andere Länder ihre Ölförderung weiter aus – trotz der akuten Überversorgung.

Hinzu kommen die möglichen Exporte des Iran, sobald die Sanktionen gegen das Land aufgehoben werden. Statt einer deutlichen Reduzierung der Überversorgung, wie von vielen Marktteilnehmern in der ersten Jahreshälfte noch vermutet, könnte die Überversorgung sogar noch einmal zunehmen.

Auf der Nachfrageseite enttäuschten vor allem die Konjunkturdaten aus China. Das Land machte mit seinem starken Wirtschaftswachstum in den letzten Jahren den Großteil des jährlichen Ölnachfragewachstums aus. Die enttäuschenden Daten wurden an diesem Wochenende durch den massiven Rückgang der Exportzahlen untermauert, die auf einen Nachfragerückgang nach chinesischen Waren hindeuten. Unterm Strich sind dies Anzeichen, dass Chinas Konjunktur weiter schwächelt und das Ölnachfragewachstum vermutlich hinter den Erwartungen und den Werten der Vorjahre zurückbleibt.

Zusammen mit dem wieder festeren Euro/Dollar-Kurs eine Kombination, die bei den Inlandspreisen am Vormittag aktuell auf erneut starke Preisnachlässe hindeutet.

 

Fundamental bearish     Charttechnik neutral bis bearish

 

 

07. August 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 49.84 $   Crude (WTI): 44.92 $  Gasoil  472.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9811   Rheinfracht: 42.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Futures in der Nacht erholt – Analysten sehen Potenzial für neue Langzeittiefs

 

Der Supertanker "Sea King" mit einer Kapazität von bis zu 2 Mio. Barrel soll sich seit Ende Juli auf dem Weg nach Südkorea befinden. Berichten zu Folge wurde ein Teil des Rohöls auf der Sea King erneut zum Kauf angeboten, während der Tanker selbst seine Fahrt offenbar abgebrochen hat und sich wieder auf dem Weg vor der Küste Schottlands befinden.

Experten bezeichnen dies als ein ungewöhnliches Vorgehen, da ein Teil der Ladung bereits an Abnehmer aus Südkorea verkauft gewesen sei. Der Betreiber des Tankers wollte keine Angaben zu den Hintergründen machen, schloss technische Probleme allerdings aus. Experten vermuten daher, dass man nicht in der Lage gewesen sei Abnehmer für das Rohöl zu finden und deshalb den Transport abgebrochen hat.

 

Viele Marktteilnehmer sind im Frühjahr davon ausgegangen, dass die Überversorgung in der zweiten Jahreshälfte abnehmen wird, und hatten deshalb auf steigende Preise gewettet. In dieser Phase kletterte WTI zeitweise auf über 60 Dollar. Die Ansicht, dass die Überversorgung nicht so schnell abnimmt wie erwartet, setzt sich immer mehr durch. Diverse Analysten rechnen mit einer Konsolidierung auf niedrigem Niveau oder weiter fallenden Preisen. Der anziehende Dollar bleibt aber ein Faktor für eine festere Tendenz.

 

Fundamental bearish     Charttechnik neutral bis bullish

 

 

06. August 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 49.46 $   Crude (WTI): 44.91 $  Gasoil  469.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9784   Rheinfracht: 40.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Brent und Gasoil mit neuen 6-Monatstiefs – Erneuter Kursrutsch nach den Lagerzahlen

 

Momentan ändert sich wenig an der allgemeinen Marktlage, wobei der seit Anfang Juli registrierte Preisrückgang von bis zu 22,2% bei Brent und 20,4% bei Gasoil die Ölindustrie erneut unter Druck setzt. Effizienzsteigerungen, Kosteneinsparungen und Investitionskürzungen sind die Folge, die nicht nur in den USA umgesetzt werden, sondern auch in Mexiko. Nichtsdestotrotz nahm die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen in den USA in den letzten Wochen zu. Neue Projekte waren in dieser Phase wieder rentabel geworden und hatten die Unternehmen veranlasst in den Ausbau ausgewählter Projekte zu investieren, was sich nun in einer Zunahme der Ölbohranlagen zeigt.

 

Unterdessen stuft man die US Ölbestandsdaten von gestern nicht als bullish ein. Auch wenn die Produktnachfrage stark sei, würden die Raffinerien weiterhin mehr Produkte herstellen als verbraucht werden.

 

Die Gesamtkonstellation bleibt damit in der Tendenz leicht bearish, wobei der festere Euro die Notierungen an ICE und NYMEX etwas stützt.

 

Fundamental bearish     Charttechnik neutral

 

 

05. August 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 50.46 $   Crude (WTI): 46.12 $  Gasoil  475.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9791   Rheinfracht: 37.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Futures nach Short-Coverings erholt – Analysten behalten bearishe Einschätzung bei

 

Mit den Verlusten der letzten Tagen ist Brent unter seine psychologisch wichtige Unterstützung bei 50 Dollar gefallen und auch Gasoil hat die 480 Dollar nach unten durchbrochen. Die Kombination aus einer gestiegenen Anzahl aktiver US Ölbohranlagen, enttäuschenden Konjunkturdaten aus China, sowie eine gesteigerte Förderung der OPEC-Länder waren Faktoren die die Preise nachhaltig belasteten. Momentan macht die Abwärtsbewegung jedoch eine Pause.

Während das Ölangebot mit der hohen Förderung der USA und der OPEC weiter hoch bleibt, macht man sich am Markt Sorgen über die Nachfrage aus Ländern wie China, die in den letzten Jahren einen großen Anteil am Nachfragewachstum gehabt hatten. Während der Markt weiter unsicher ist, ob das Nachfragewachstum die Überversorgung wird aufnehmen können, verdauen die Marktteilnehmer noch immer die Erwartung steigender Ölexporte aus dem Iran, die das Angebot weiter steigern würden, sobald die Sanktionen gegen das Land aufgehoben werden.

Rein rechnerisch zeigt sich für heute eine leichte moderate Preissteigerungen ab.

 

Fundamental neutral / bearish   Charttechnik neutral

 

 

04. August 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 49.65 $   Crude (WTI): 45.51 $  Gasoil  470.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9681   Rheinfracht: 37.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Futures folgen bearishen Vorgaben – Jahrestiefs im Blick

 

Der Ölmarkt ist und bleibt weiterhin überversorgt. Die Preisphase von über 60 Dollar von April bis Juni war in erster Linie von Erwartungen einer deutlich sinkenden US Ölproduktion und einer damit abnehmenden Überversorgung verursacht. Die Ölförderung blieb weiter auf Rekordniveau, während die Ölfirmen die Phase nutzten, um wieder in den Ausbau ihrer Produktionskapazitäten zu investieren. Bei Preisen von über 60 Dollar und gesunkenen Produktionskosten wurden Projekte wieder rentabel.

Gleichzeitig fördern die OPEC-Länder und andere Produzenten wie Russland im Kampf um Marktanteile so viel Rohöl wie nie zuvor. Die Erwartung einer Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran verstärkt diese Entwicklung nochmals. Unterdessen deuten die jüngsten Konjunkturdaten aus China darauf hin, dass das Land, das in den letzten Jahren den Großteil des globalen Ölnachfragewachstums ausgemacht hat, weniger stark als erwartet wachsen wird.

Die Aussichten für eine Aufwärtsbewegung der Preise in der zweiten Jahreshälfte hätten sich nun aufgelöst, sodass sich bei den Inlandspreisniveaus für den Morgen momentan erneut deutliche Preissenkungen abzeichnen.

 

Fundamental bearish     Charttechnik bearish

 

 

03. August 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 51.72 $   Crude (WTI): 46.68 $  Gasoil  482.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9650   Rheinfracht: 36.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Brent fällt auf 6-Monatstief – Börse weiterhin mit seitlichen Bewegungen instabil…

 

Die OPEC zeige bisher absolut kein Signal, dass man von der bisherigen Politik abweiche und die eigene Ölförderung, angesichts der niedrigen Preise, reduziere. Der Generalsekretär des Kartells betonte zuletzt, dass die anziehende Nachfrage und die Preise stützen werden. Zusätzliche Ölexporte aus dem Iran würden so vom Markt aufgenommen. Bedauerlicher Weise für die OPEC, unterstütze die aktuelle Datenlage diese Sicht der Dinge jedoch nicht.

Die gestiegene Anzahl der US Ölbohranlagen in Verbindung mit der hohen Ölförderung der OPEC und der Ankündigung einer schnellen Produktionssteigerung des Iran, sorgen von fundamentaler Seite für eine weiter bearishe Markteinschätzung. Hinzu kommen die Konjunkturdaten aus China, die am Wochenende und heute Morgen nicht überzeugen konnten. Mitte letzter Woche kamen die Preise von ihren Zwischentiefs deutlich zurück, eine starke Aufwärtsrallye blieb allerdings aus. Von daher seien viele Marktteilnehmer offenbar überzeugt, dass eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung, die Anfang Juli begann, wahrscheinlich ist.

Mit der Abwärtsbewegung vom späten Freitag und dem zu Freitagmorgen etwas festeren Euro/Dollar-Kurs, deutet sich bei den Inlandspreisen aktuell rechnerisch moderates Abwärtspotenzial im Vergleich zu Freitag an.

 

Fundamental bearish     Charttechnik bearish

 

 

31. Juli 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 52.39 $   Crude (WTI): 48.13 $  Gasoil  488.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9653   Rheinfracht: 35.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Börse startet weich in den Tag – Dollar, OPEC und Gesetz für US Ölexporte belasten

 

Saudi-Arabien wird seine Ölförderung ab September reduzieren. Dies ist allerdings ein saisonaler Effekt und kein Strategiewechsel. Die OPEC sieht weiter keinen Grund für eine Kürzung der Produktion und wähnt sich damit auf einem guten Weg wieder einen ausgeglichenen Markt zu erreichen. Die Nachfrage werde zunehmen und damit weitere Preisrückgänge verhindern.

Auch die bevorstehende Rückkehr des Iran an den Markt werde an der aktuellen Politik der OPEC nichts ändern.

Der Energieausschuss des US Senats hat am späten Abend gestern über ein Gesetz abgestimmt, dass das bestehende Verbot von Ölexporten aufheben soll. In den USA besteht seit den 70er Jahren ein Verbot zur Ausfuhr. Mit dem Schieferölboom hat die Produktion deutlich zugenommen, wobei viele Raffinerien nicht auf die Verarbeitung des leichten Öls ausgelegt sind und schwerere Rohölsorten importieren müssen. Dies hat vor allem zu hohen Rohölbeständen geführt, Das bestehende Verbot von Rohölexporten wird daher zunehmend kritisiert, wobei eine Gesetzesänderung vor allem von konservativen Politikern Gegenwind erhält. Studien hatten allerdings gezeigt, dass eine Aufhebung des Verbots die Treibstoffpreise in den USA senken würde, weshalb Experten davon ausgehen, dass die Umsetzung dieser Maßnahme nur eine Frage der Zeit sei.

 

Fundamental neutrag bis bearish           Charttechnik neutral

 

 

30. Juli 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 53.67 $   Crude (WTI): 48.87   Gasoil  491.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9707   Rheinfracht: 35.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Futures ziehen nach DOE-Daten an – Fester Dollar begrenzt Aufwärtspotenzial

 

Die Zahlen des DOE von gestern sind klar bullish.. Die gesunkenen US Rohölbestände, zusammen mit der niedrigeren Ölförderung sind für einige Marktteilnehmer ein Zeichen, dass die Überversorgung etwas abgenommen hat. Allerdings ist dies nur eine Momentaufnahme. Es wird noch immer mehr Öl produziert als verbraucht.

Die Hochphase der US Fahrsaison ist mittlerweile überschritten, sodass der Benzinbedarf allmählich wieder abnehmen wird. Die Rohölbestände könnten dann in den kommenden Wochen und Monaten konstant zunehmen, wenn die Raffinerieauslastung zurückgeht und die Anlagen gewartet werden. Noch sind die Margen der Raffinerien außergewöhnlich hoch, sodass die Betreiber weiter so viel Rohöl wie möglich verarbeiten.

Die Meldung, dass Saudi-Arabien am Ende des Sommers seine Produktion reduzieren wird, ist nur bedingt bullish, da man mit diesem Effekt rechnet. Zudem ist ein Rückgang in der angekündigten Größenordnung angesichts der massiven Überversorgung wenig signifikant, zumal die saudische Ölförderung dann mit etwa 10,2 bis 10,3 Mio. B/T historisch gesehen weiter auf extrem hohen Niveau liegen wird.

Durch den Preisanstieg nach der Veröffentlichung der DOE Zahlen gestern und dem festeren Dollar, deutet sich bei den Inlandspreisen heute Vormittag eine deutliche Preisanhebung zum Vortag an.

 

Fundamental neutrag bis bearish           Charttechnik bullish

 

 

29. Juli 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 53.09 $   Crude (WTI): 47.79   Gasoil  488.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9636   Rheinfracht: 33.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Börse nach technischer Reaktion am Abend etwas fester

 

Die Überversorgung am Rohölmarkt ist der Hauptgrund, weshalb die Raffineriemargen in diesem Jahr auf einem extrem hohen Niveau liegen und die Anlagen weltweit nahe ihrer Kapazitätsgrenzen operieren, während Wartungsarbeiten lieber hinausgezögert werden. Die Raffinerien produzieren mehr als benötigt wird. Nachdem viele Betreiber in den letzten Jahren ihre Anlagen verstärkt auf eine Dieselproduktion umgerüstet hatten, könnte vor allem in diesem Bereich eine massive Überversorgung folgen.

Somit droht der Überversorgung am Rohölmarkt eine Überversorgung am Produktemarkt zu folgen. Eine nachhaltige Preiserholung ist damit nicht in Sicht, zumal der Rohölmarkt auch in 2016 überversorgt bleibt. Die Bestände zu Beginn des kommenden Jahres werden daher auf dem höchsten Niveau liegen, das zu Beginn eines Jahres jemals gemessen wurde.

Ebenfalls auf der Agenda steht heute das FOMC Meeting am späten Abend, wobei es hier vor allem darauf ankommt, wie sich die Notenbänker zu einer möglichen Zinsanhebung in der Zukunft äußern. Der Preisanstieg von gestern Abend wird als technisch angesehen.

 

Fundamental bearish     Charttechnik neutral bis bullish

 

 

28. Juli 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 52.37 $   Crude (WTI): 46.78   Gasoil  480.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9641   Rheinfracht: 33.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Bearishes Marktumfeld lässt Ölpreise weiter fallen

 

Der globale Rohölmarkt ist seit Mitte letzten Jahres stark überversorgt. Der Preiseinbruch im Herbst und Winter hatte zu einer Stagnation der US Ölindustrie geführt, wo zahlreiche Ölförderanlagen stillgelegt wurden, da die Förderung an einigen Quellen bei den niedrigeren Börsenpreisen nicht mehr rentabel war. Marktteilnehmer spekulierten darauf, dass die Ölförderung in den USA als Konsequenz zeitlich verzögert sinken würde. Zusammen mit der saisonal zunehmenden Nachfrage über die Sommermonate rechnete man mit einem ausgeglichenen Markt, in dem die Überversorgung reduziert wird.

Verstärkt wird dieser Effekt durch die Ankündigung von Produktions- und Exportsteigerungen großer Ölproduzenten wie Saudi-Arabien und Irak sowie den erwarteten Sanktionslockerungen für die iranische Ölindustrie. Mit dem Atom-Deal kippte der Markt schließlich und verließ eine zweimonatige Seitwärtskonsolidierung. Alleine im Juli sind die Preise für WTI bisher um bis zu -14,5%, bei Brent um -11,9% und für Gasoil um -14,2% gefallen, das mittlerweile das niedrigste Niveau seit Ende Februar erreicht hat.

Die im bearishen Markt fallenden Preise für Öl-Futures bringen für die Inlandspreise spürbares Abwärtspotenzial. Der festere Euro/Dollar-Kurs wirkt gleichgerichtet und sorgte in den letzten Tagen ebenfalls für fallende Inlandspreise. Rein rechnerisch deuten sich mit dieser Kombination auch heute Vormittag wieder deutliche Preisnachlässe zu den Inlandspreisen von gestern Vormittag an.

 

Fundamental bearish     Charttechnik neutral bis bearish

 

 

27. Juli 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 54.09 $   Crude (WTI): 48.06   Gasoil  498.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9604   Rheinfracht: 30.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Gasoil knackt die 500er Marke – Anzahl der US Ölbohranlagen deutlich gestiegen

 

Die Ölpreise sind seit ihrem Hoch im Juni um mehr als 20% gefallen und erfüllen damit die allgemeine Definition eines bearishen Marktes. Diese Entwicklung hat gleich mehrere Faktoren als Ursache, von denen der feste US Dollar einer ist. Umso fester die US Währung, desto teurer werden in Dollar gehandelte Waren und Rohstoffe für Investoren außerhalb der USA, die sich mit Käufen entsprechend zurückhalten und Gewinnmitnahmen begünstigen.

Die Versorgungslage ist auf globaler Sicht weiter extrem komfortabel, da Saudi-Arabien so viel Rohöl wie seit 40 Jahren nicht mehr fördert und die Produktion der USA sowie Russland ebenfalls Allzeithochs erreicht haben. Im Fall der USA blieb der erwartete Produktionsrückgang, auf den viele Trader gesetzt hatten, bislang aus. Die Anzahl der aktiven US Ölförderanlagen steigt sogar wieder und könnte somit zu einem Produktionszuwachs führen.

Hinzu kommen die erwarteten Ölexporte des Irans. Erste Exporte aus eingelagertem Rohöl wurden per Tanker bereits gemeldet, sodass weitere Ausfuhren, schon vor offizieller Aufhebung der Sanktionen, folgen könnten. Der Irak hat unterdessen angekündigt seine eigenen Ölexporte zu steigern, um seine Marktanteile zu verteidigen. Für den laufenden Monat deuten die aktuellen Zahlen darauf hin, dass der Irak einen neuen Exportrekord aufstellen wird.

 

Fundamental bearish     Charttechnik neutral bis bearish

 

 

24. Juli 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 55.43 $Crude (WTI): 48.73   Gasoil  506.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9592  Rheinfracht: 30.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Ölbörsen geben in der Nacht weiter nach

 

Die unerwartet hohen Aufbauten bei den US Rohölbeständen sind die Überraschung in dieser Woche gewesen. Eigentlich ist dies die Phase im Jahr, in der die US Rohölbestände wegen der hohen Raffinerieauslastung stark abbauen, bevor sie Anfang Herbst mit den Wartungsarbeiten der Raffinerien wieder zunehmen. Die Bestände sind daher viel zu hoch. Ursache ist die weiter hohe US Ölförderung, die noch immer auf Rekordniveau liegt, aber auch die hohe Förderung der OPEC-Länder.

Das Kartell hatte seine Produktion im Juni zum Vormonat wieder gesteigert und 95,08 Mio. B/T erreicht. Die Nachfrage nimmt in den Sommermonaten zwar zu, allerdings bei weitem nicht in dem Maße, dass eine Mehrproduktion vom Markt aufgenommen werden kann. Indem die OPEC ihre Produktion auf ein Dreijahreshoch angehoben hat, stellt sie sicher, dass der Markt weiter überversorgt bleibt und da die erwarteten Exporte aus dem Iran nichts an der Politik ändern werde, sei kurzfristig nicht damit zu rechnen, dass sich das Angebots/Nachfrage-Verhältnis in naher Zukunft ändern werde.

Kurzfristig stützt zwar der feste Euro, allerdings sollte der US Dollar mittel- bis langfristig weiter fest bleiben, wenn die US Notenbänker in diesem Jahr tatsächlich die angekündigte Zinswende einleiten.

 

Fundamental neutral bis bearish Charttechnik neutral bis bearish

 

 

23. Juli 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 56.04 $Crude (WTI): 49.24   Gasoil  509.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9588  Rheinfracht: 30.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Rohöl-Produkte nach den Lagerzahlen deutlich weicher

 

Die US Raffinerieauslastung befindet sich weiter auf einem extrem hohen Niveau und ist in der letzten Woche noch einmal gestiegen. Noch nie wurde in den USA in einer Woche so viel Rohöl verarbeitet wie aktuell. Umso überraschender sind die deutlichen Aufbauten bei den US Rohölbeständen in Cushing, aber auch landesweit.

Die US Raffinerien produzieren aktuell so viel wie noch nie zuvor, seit das DOE 1982 mit der wöchentlichen Bestandsermittlung begann. Die Betreiber nutzen das relativ günstige Preisniveau für Rohöl und die saisonal hohe Nachfrage, um von ihren guten Margen zu profitieren. Dabei wird insbesondere wieder vermehrt auf Rohölimporte zurückgegriffen und weniger auf die Bestände in Cushing, Oklahoma.

Diese Entwicklung könnte in den kommenden Wochen und Monaten weiter problematisch werden, wenn die Raffinerien im Herbst ihre Wartungsarbeiten beginnen und weniger Rohöl verbrauchen.

Nach den erfolglosen Tests der 50 Dollar-Marke bei WTI hat der Durchbruch nun Abwärtspotenzial geschaffen. Einige Experten gehen davon aus, dass der Durchbruch dieses psychologischen Levels nun die Preise weiter belasten würde.

 

Fundamental neutral bis bearish             Charttechnik neutral

 

 

22. Juli 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 56.56 $Crude (WTI): 50.24 $Gasoil  510.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9568  Rheinfracht: 27.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

WTI behält 50 Dollar-Marke im Visier – API Bestandsdaten belasten

 

Der globale Rohölmarkt befindet sich seit Sommer 2014 in einem überversorgten Zustand. Im Mai diesen Jahres erreichte das Überangebot seinen vorläufigen Höchststand, als die Förderung den Bedarf im Monatsdurchschnitt um ca. 2,99 Mio. B/T übertraf. Durch die Erwartung einer sinkenden US Ölförderung in der zweiten Jahreshälfte 2015 bei einer kontinuierlich wachsenden Nachfrage, hatten viele Marktteilnehmer in der ersten Jahreshälfte noch damit gerechnet, dass der Markt 2016 deutlich ausgeglichener sein wird. Mit dem Atomdeal könnte diese Rechnung nun eventuell nicht mehr aufgehen. Mit den zusätzlichen Mengen wird sich der Markt daher vermutlich später als bisher gedacht ausgleichen. In einer ersten Phase kamen daher die Preise für Futures mit Fälligkeit in 2016 zunächst unter Druck.

 

WTI hat mit dieser Entwicklung die 50 Dollar-Marke bereits fest ins Visier genommen. Der feste Euro/Dollar-Kurs verhinderte zunächst noch den Durchbruch nach unten. Sollten die Lagerzahlen heute Nachmittag die bearishe Tendenz bestätigen, würde dies die Ölpreise weiter belasten.

 

Fundamental neutral bis bearish             Charttechnik neutral

 

 

21. Juli 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 56.66 $Crude (WTI): 50.00 $Gasoil  509.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9635  Rheinfracht: 27.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Trader loten weiteres Abwärtspotenzial aus

 

Die Rückkehr des iranischen Öls bleibt weiter ein zentrales Thema an den Ölbörsen. Die meisten Experten rechnen damit, dass das Land seine internationalen Ölverkäufe erst im Laufe des kommenden Jahres wird erhöhen können und so rechnet man nicht vor dem zweiten Quartal 2016 mit einem schrittweisen Anstieg der Exporte. Das günstige Geld, das durch die Zentralbanken weltweit noch immer in die Wirtschaft gepumpt wird, dürfte genügend Anreize liefern, damit Wirtschaft und Ölnachfrage in der zweiten Jahreshälfte 2015 wachsen, weshalb die bearishe Einschätzung der Ölpreise übertrieben sei.

Die Öl-Futures für 2016 und 2017 sind aktuell so günstig wie noch nie, seit dem diese handelbar sind. Dies dürfte auch an dem erwarteten iranischen Öl liegen, wodurch viele Analysten mittlerweile davon ausgehen, dass die Überversorgung auch im kommenden Jahr anhält und es länger dauern wird, bis sich der globale Ölmarkt wieder in ein Gleichgewicht bewegt.

 

Rheinfrachten ziehen heute am Mittel- und Oberrhein leicht an

Die Nachfrage nach Frachtraum an der Rheinschiene ist weiterhin sehr gut. Auf Grund des anhaltenden Niedrigwassers ziehen die Rheinfrachen am Mittel- und Oberrhein heute erneut leicht an. Auch in den nächsten Tagen werden die Flusspegel kontinuierlich weiter zurückgehen.

 

Fundamental neutral bis bearish             Charttechnik neutral

 

 

20. Juli 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 56.95 $Crude (WTI): 50.80 $Gasoil  511.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9631  Rheinfracht: 25.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Futures im frühen Handel mit weicher Tendenz

 

Die meisten Marktteilnehmer bleiben weiter bei einer bearishen Markteinschätzung, da die Überversorgung weiter akut bleibt und diese durch zusätzliche Mengen aus dem Markt potenziell noch erhöht werden kann. Wenn im Herbst wieder Wartungsarbeiten an den Raffinerien durchgeführt werden, könnte der Rohölüberschuss wieder zunehmen. Marktteilnehmer werden in dieser Woche darauf achten, ob der Iran weiteres Rohöl exportiert und wie sich die US Ölbestände entwickeln, nachdem Genscape bereits letzte Woche angedeutet hatte, dass die Vorräte in Cushing erneut gestiegen sein könnten.

Die Sanktionen gegen die iranische Ölindustrie werden offiziell zwar erst gegen Ende des laufenden Jahres gelockert, allerdings sorgen erste Rohölexporte aus Lagerbeständen bereits heute für Aufsehen. Der Iran hatte letzte Woche einen ersten Öltanker aus seiner Flotte in Richtung Asien auf den Weg gebracht und signalisiert den Marktteilnehmern damit, dass man die Exporte so schnell wie möglich steigern will. Die Verfügbarkeit von Rohöl in dem ohnehin überversorgten Rohölmarkt wird daher potenziell weiter steigen. Der Markt habe momentan zwar eine Pause eingelegt, drifte allerdings noch immer nach unten.

 

Fundamental neutral bis bearish             Charttechnik neutral

 

 

17. Juli 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 57.00 $Crude (WTI): 50.95 $Gasoil  516.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9599  Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Erste Rohölexporte aus dem Iran und steigende US Rohölbestände

 

Nachdem das Atomabkommen mit dem Iran unterzeichnet wurde, haben die Märkte ein Auge auf die iranische Tankerflotte geworfen. Etwa 20 Schiffe haben für den Iran seit Monaten Rohöl eingelagert und warten auf die Freigabe für den Transport. In der Nacht hat sich nun ein erster Öltanker des Iran Fahrt in Richtung Asien aufgenommen. Der Rohöltanker "Starla" hatte sich seit November letzten Jahres nicht mehr bewegt und steuert nun den Hafen in Singapur an. Der Tanker hat eine Kapazität von etwa 2 Mio. Barrel und anhand des Tiefganges scheint er voll beladen zu sein.

Marktlage

Der US Ölmarkt bleibt auch mit den gemeldeten Rohölabbauten weiter überversorgt. Fasst man die Bestandsveränderungen aller Produkte und bei Rohöl zusammen, so haben die US Vorräte sogar neue Rekordhochs erreicht, obwohl die Verarbeitung der Raffinerien aktuell auf Rekordniveau liegt. Sinkt mit den saisonalen Wartungsarbeiten an den Raffinerien die Rohölnachfrage zum Herbst, dürfte dies den Preisdruck erhöhen, wenn sich die Bestände dem Lagerlimit nähern. Der US Dienstleister Genscape hat bereits wieder erneute Aufbauten in Cushing angekündigt. Von Freitag letzter Woche bis Dienstag sollen die Vorräte um knapp eine Mio. Barrel gestiegen sein.

 

Fundamental neutral bis bearish Charttechnik neutral bis bearish

 

 

16. Juli 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 57.44 $Crude (WTI): 51.82 $Gasoil  519.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9536  Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Futures nach uneinheitlichen US Ölbestandsdaten weicher

 

Bei einer gestiegenen Raffinerieauslastung haben die Rohölbestände abgenommen, während die Vorräte bei den Produkten zugelegt haben. Die relativ stark gestiegene Auslastung der US Raffinerien ist sicherlich etwas überraschend, da die Hochsaison der Sommernachfrage bereits vorbei ist und die US Raffinerien mit etwa 16,8 Mio. B/T so viel Rohöl verarbeitet haben wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen.

Marktlage:

Die Ölbörsen müssen sich nach dem Atomabkommen mit dem Iran erst wieder neu orientieren. Die Einschätzung wann und wie viel Rohöl der Iran auf den Markt bringen kann, ist noch strittig. Klar scheint allerdings, dass mit einer kurzfristigen Exporterhöhung nicht zu rechnen ist, da der Iran die Anforderungen an das Abkommen erst bis zum 15. Dezember erfüllen muss und auch dann erst die Aufhebung aller Sanktionen folgen wird. Sollte der Iran allerdings bereits zuvor alle Vorgaben erfüllen, ist auch eine frühere Rückkehr iranischen Öls an den Markt nicht ausgeschlossen. Man geht auch davon aus, dass die Kontrollen der Sanktionen gegen Ende des Jahres nicht mehr ganz so strikt sein werden, wenn der Iran bereits erste Auflagen erfüllt hat.

 

Fundamental neutral     Charttechnik neutral bis bearish

 

 

15. Juli 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 58.57 $Crude (WTI): 53.11 $Gasoil  535.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9453  Rheinfracht: 20.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Öl-Futures nach Atomabkommen fester – Konjunkturdaten aus China geben Auftrieb

 

Das lang erwartete Abkommen mit dem Iran wurde gestern unterschrieben und regelt die Aufhebung der Sanktionen gegen das Land. Da der Iran große Mengen an Rohöl in Tanks und auf Schiffen vor der Küste eingelagert hat, rechneten viele Marktteilnehmer damit, dass bei einem Deal das Rohölangebot bereits kurzfristig erhöht werden kann, schon bevor der Iran seine Ölproduktion auf das Niveau von vor den Sanktionen wird steigern können. Die Sanktionen werden allerdings nicht sofort gelockert, sondern erst in den kommenden Monaten, wobei der 15. Dezember als Zieldatum festgelegt wurde. Dies wiederum eine entsprechend bullishe Wirkung hatte.

Sollte der Iran die Auflagen aus dem Abkommen jedoch erfüllen, so könnte dies langfristig die Preise dennoch stark beeinflussen. Experten gehen davon aus, dass das iranische Angebot die Preisniveaus bis Ende 2016 beeinflussen könnte.

Unterdessen stützen heute zunächst die Konjunkturdaten aus China. Das Land hatte in den letzten Jahren den Großteil des globalen Ölnachfragewachstums ausgemacht und in diesem Jahr mit schlechten Konjunkturdaten bisher nicht überzeugen können. Die heute Vormittag veröffentlichten Daten sorgen allerdings für eine positive Stimmung.

 

Fundamental neutral     Charttechnik neutral

 

 

13. Juli 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 57.04 $Crude (WTI): 51.43 $Gasoil  527.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9403  Rheinfracht: 18.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Analysten rechnen mit bearisher Entwicklung – Iran-Deal scheint erreichbar

 

Bei den Verhandlungen über das iranische Atomprogramm soll nun heute eine Einigung erzielt werden. Bei den Gesprächen ging es zuletzt auch um die Aufhebung eines UN Waffenembargos gegen den Iran, nachdem Iran in diesem Punkt den Rückhalt Russlands und Chinas hatte, die neben Frankreich, Großbritannien, USA und Deutschland ebenfalls Mitglieder der 5+1 Gruppe sind.

Berichten zu Folge können die Verhandlungen nun allerdings nicht mehr viel länger dauern, nachdem die Gespräche auf Ministerialebene nun bereits 16 Tage andauern. Wird bis Mittwoch keine Einigung erzielt, müsste wohl eine Sommerpause eingelegt werden – ein Ereignis, das sich weder der Iran, noch die Vertreter der 5+1 Gruppe wünschen

Marktteilnehmer warten nun auf den heute Anstehenden Monatsbericht der OPEC. Der Report der EIA fiel letzte Woche bullish aus, während der Bericht der IEA am Freitag bearish interpretiert wurde. Vor allem die Atomverhandlungen werden genau beobachtet, deshalb eine Vielzahl von Analysten bereits eine bearishe Haltung eingenommen haben. Da sich der Euro/Dollar-Kurs heute Morgen kaum verändert zeigt, deuten sich auch bei den Inlandspreisniveaus für den Vormittag rechnerisch starke Preisnachlässe zum Freitagvormittag an.

 

Fundamental neutral bis bearish             Charttechnik neutral bis bearish

 

 

10. Juli 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 59.28 $Crude (WTI): 53.37 $Gasoil  541.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9462Rheinfracht: 18.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Börse zum Wochenausklang fester

 

War man in der letzten Woche noch sehr zuversichtlich, dass es nun endlich einen Deal zwischen dem Iran und dem Westen geben wird, so sind die Marktteilnehmer umso überraschter, dass die Verhandlungen nun scheinbar wieder vor dem Abbruch stehen. Die ursprüngliche Fristen für eien Lösung wurden zwei mal verschoben. Gibt es einen Deal, ist mit der Lockerung der Sanktionen gegen den Iran in den kommenden Wochen und Monaten zu rechnen. Dank der Einlagerung großer Rohölmengen könnte Teheran seine Ölexporte binnen kurzer Zeit dann rasch steigern und somit das Ölangebot weiter erhöhen.

Nun liegt es an Iran zu entscheiden, ob man ein Abkommen und Sanktionslockerungen möchte, oder eben nicht. Bei einem Deal rechnet man zwar mit einem steigenden Angebot, geht allerdings davon aus, dass die Ölpreise weiter im aktuellen Bereich seitwärts handeln bis sich die Situation beruhigt hat.

Die neuerlichen Zweifel an einem Durchbruch bei den Atomverhandlungen haben gestern wieder umfangreiche Korrekturen nach oben ausgelöst. Mit der Stabilisierung der Finanzmärkte in Asien haben die Marktteilnehmer wieder etwas vom Vertrauen zurückgewinnen können.

 

Fundamental neutral      Charttechnik neutral bis bullish

 

 

09. Juli 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 57.90 $Crude (WTI): 52.64 $Gasoil  534.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9431Rheinfracht: 18.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Börse mit technischen Käufen in der Nacht fester

 

Der Preisrutsch, der sich bereits Ende letzter Woche andeutete, hatte gleich eine Vielzahl von auslösenden Faktoren. Die hohe US Ölproduktion, gestiegene Anzahl von US Ölbohranlagen, Verhandlungen mit dem Iran über ein langfristiges Atomabkommen, höhere Produktion und Exporte der OPEC im Juni sowie die Griechenlandkrise und der Kurseinbruch an den Aktienmärkten in China werden als Ursachen genannt.

Der starke Verkaufsdruck hat nun allerdings nachgelassen, nachdem der vom EIA am Dienstagabend veröffentlichte Monatsreport mit einer bullishen Tendenz veröffentlicht wurde.

Der US Ölbestandsbericht von gestern ist zwar bearish, allerdings sei die US Nachfrage insgesamt noch immer sehr stark. Benzin sei die letzte Stütze im Markt, der damit auf die bisher gute US Sommernachfrage hinweist.

Trader werden weiter ein Auge auf die Verhandlungen mit dem Iran haben, wo spätestens morgen Nacht ein Abkommen geschlossen werden soll. Ein Abkommen wäre daher klar bearish, während ein Abbruch der Verhandlungen wohl zu einer Aufwärtskorrektur führen würde.

Mit der Aufwärtsbewegung von gestern Nacht und heute Morgen deuten die rechnerischen Inlandspreise aktuell auf eine deutliche Anhebung der Vormittagspreise im Inland hin.

Fundamental neutral bis bearish             Charttechnik neutral bis bullish

 

 

08. Juli 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 56.35 $Crude (WTI): 51.92 $Gasoil  523.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9456Rheinfracht: 16.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

EIA Monatsbericht sorgt für Aufwärtsreaktion an den Ölbörsen

 

Der EIA Monatsreport von gestern Abend fiel für bearish eingestellte Marktteilnehmer sicherlich enttäuschend aus. Zwar wurde die US Ölproduktion für April wie bereits bekannt nach oben korrigiert, die Werte der übrigen Monate wurden allerdings deutlich weniger stark angepasst. Insofern rechnet die EIA weiter mit einer sinkenden US Ölförderung für das restliche Jahr 2015.

Die letzten Tage seien sehr schwierig gewesen, da der Preisrutsch überrascht habe. Nach der langen Seitwärtsphase im Mai und Juni sei es daher nun entsprechend schwer einen Bereich für eine Bodenbildung auszumachen. die Krise am chinesischen Aktienmarkt ist ein wesentlicher Faktor für die aktuelle Abwärtsreaktion. Der chinesische Aktienindex ist seit seinem Hoch im Juni um 25% eingesackt, was Anleger und Investoren an den Ölbörsen nicht gerade in Kauflaune versetzt.

Die Verlängerung der Atomgespräche mit dem Iran bis Freitag wird allgemein als ein Zeichen gewertet, dass die Verhandlungen weiter konkret sind und eine Lösung in greifbare Nähe gerückt ist. Heute Abend wird der französische Außenminister zurück in Wien erwartet, sodass es dann schnell gehen könnte.

Fundamental neutral bis bearish             Charttechnik neutral

 

 

06. Juli 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 59.51 $Crude (WTI): 54.76 $Gasoil  550.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9419Rheinfracht: 16.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Griechenland stimmt mit Nein – Griechischer Finanzminister Varoufakis kündigt Rücktritt an !!

 

Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis hatte eigentlich bei einem "Ja" mit einem Rücktritt gedroht, nun kündigt er trotz des Erfolges seiner Position seinen Rücktritt an.

 

Die Griechen haben bei ihrem Referendum am Wochenende mit "Nein" gestimmt und damit die von den Geldgebern vorgeschlagenen Hilfs- und Reformvorschläge abgelehnt. Die Zukunft ist mehr als ungewiss. Die europäischen Regierungen werden beraten müssen, wie man mit der Ablehnung des griechischen Volkes umgeht, während sich parallel auch die Verantwortlichen von Großbanken untereinander kurzschließen.

Man geht davon aus, dass ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone nun das wahrscheinlichste Szenario ist. Die griechischen Reserven seien sehr gering und ein unmittelbares Hilfsprogramm scheint nun nicht mehr möglich, weshalb sich Griechenland auf einem direkten Weg raus aus der Eurozone befinde.

Fundamental bearish     Charttechnik bearish

 

 

03. Juli 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 61.87 $Crude (WTI): 56.63 $Gasoil  564.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9422Rheinfracht: 16.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Atomverhandlungen mit dem Iran vor dem Durchbruch?

Die Verhandlungen in Wien zwischen der 5+1 Gruppe und dem Iran kommen weiter gut voran. Man sei noch nicht am Ziel, aber man komme vorwärts. Auch von Seiten des Iran bereitet man sich offenbar auf einen Durchbruch vor.

Die Verhandlungen mit dem Iran sollen kommenden Dienstag am 7. Juli in einem langfristigen Deal münden, bei dem die Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden und die IAEA das iranische Atomprogramm regelmäßig inspizieren darf.

Die Anzahl der US Ölbohranlagen nimmt wieder zu während die Produktion nie gesunken ist. Dies sei eine Woche sehr bearisher Nachrichten gewesen, so Analysten, die die anhaltende Überversorgung als Indiz deutet, dass sich der starke Preisverfall von letztem Jahr eventuell wiederholen könnte. Die Nachfrage sei nicht ganz so gut wie man sie sich wünschen würde, weshalb die Ölpreise unter Druck bleiben würden und es keinen wirklichen Grund gebe, weshalb die Preise steigen sollten.

Heute wird das Handelsinteresse wegen des Ruhetages in den USA gering bleiben, da sich viele Trader bereits in ein langes Independence Day Wochenende verabschiedet haben. Durch das geringere Volumen könnte der Markt allerdings volatiler als üblich sein.

Fundamental bearish     Charttechnik neutral bis bearish

 

 

02. Juli 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 62.29 $Crude (WTI): 57.09 $Gasoil  568.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.94.57Rheinfracht: 16.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Börse deutlich weicher – gestiegene US Bestandsdaten belasteten

Die Produktionszahlen der USA lassen vermuten, dass die US Ölförderung im Juni deutlich höher als bisher erwartet ausfallen wird. Die EIA hatte ihre Einschätzung für Mai bereits nach oben korrigiert. Zusammen sind dies Indizien, dass die US Ölförderung weniger stark als bisher angenommen abnehmen wird und die EIA ihre Prognosewerte für die kommenden Monate entsprechend anpassen wird.

Auch die OPEC scheint weiter bemüht zu sein so viel Öl wie möglich zu fördern und baut ihre Rekordmarke vom Mai im Juni wohl weiter aus. Das Kartell bereitet sich offenbar auf die Rückkehr des iranischen Öls am Weltmarkt vor, weshalb Produzenten wie der Irak und Saudi-Arabien versuchen so viel Rohöl wie möglich schon im Vorfeld zu verkaufen, bevor die Preise mit den Mengen aus dem Iran möglicher Weise wieder fallen.

Die Ursache der Überversorgung sehen Analysten nicht in einer mangelnden Nachfrage sondern vielmehr in der Tatsache, dass zu viel Öl produziert werde.

Fundamental bearish     Charttechnik neutral

 

 

01. Juli 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 62.64 $Crude (WTI): 58.39 $Gasoil  572.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9395Rheinfracht: 16.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Ölproduktion der USA und OPEC weiter gestiegen – Atomverhandlungen verlängert

Die Futures an der Börse orientierten sich bereits am Dienstagmorgen nach oben und durchbrachen im Laufe des Vormittags erste Widerstandsbereiche. Der technische Verkaufsdruck der letzten Tage war zu diesem Zeitpunkt bereits abgearbeitet.

Atomverhandlungen mit Iran verlängert

Kein Experte hatte nach den Ankündigungen der Verhandlungsführer der 5+1 Gruppe und des Iran tatsächlich mit einem Abkommen noch vor Ablauf der Deadline zum 30. Juni gerechnet. Insofern ist es auch nicht überraschend, dass die Gespräche nun bis zum 7. Juli um einige Tage verlängert wurden.

Hauptproblem scheint aktuell weiter die Inspektionen im Iran zu sein. Neben den Nuklearanlagen inspiziert die IAEA (auch in anderen Ländern) für gewöhnlich ebenso militärische Einrichtungen, um verdeckte Arbeiten an einem militärischen Atomprogramm zu entlarven. Der Iran lehnte dies mehrfach ab und hatte im Juni sogar ein Gesetz gegen die Inspektion von Militäranlagen erlassen.

Fundamental bearish     Charttechnik neutral bis bullish

 

 

30. Juni 2015  

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 62.04 $Crude (WTI): 58.23 $Gasoil  566.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9303Rheinfracht: 16.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Griechenland und mögliches Atomabkommen im Fokus - Handel volatil erwartet

Die Griechenlandkrise ist in dieser Woche ein Faktor, der die Ölpreise weiter belasten wird. Allein die Unsicherheit, wie die Griechen beim bevorstehenden Referendum am kommenden Sonntag abstimmen werden und ob Griechenland anschließend ein vollwertiges Mitglied der Eurozone bleiben wird, ist bearish für die Preise an der Börse. Kommt der Grexit, würde dies den Euro sicherlich stark belasten, was die in Dollar gehandelten Futures für Investoren aus Europa verteuert, und sich somit negativ auf die Ölnachfrage auswirken würde. Die Situation tendiere zudem dazu, das europäische Wirtschaftswachstum zu schwächen, was sich ebenfalls negativ auf die Entwicklung der Ölnachfrage auswirken würde.

Neben Griechenland bleibt der Iran das zweite Hauptthema für diese Woche. Die Verhandlungen werden aller Voraussicht nach über den heutigen Tag hinausgehen. Kommt ein Atomabkommen, so wäre dies ein bearishes Signal für die Märkte, denn der Iran erhält dann vermutlich die Möglichkeit zusätzliches Öl am Weltmarkt anzubieten.

Fundamental neutral bis bearish             Charttechnik neutral

 

 

29. Juni 2015  

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 62.38 $Crude (WTI): 58.71 $Gasoil  568.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9379Rheinfracht: 16.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Griechenlandkrise: Gespräche vorerst beendet

Vergangene Woche zeichnete sich bereits ab, dass die Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Geldgebern IWF, EU und EZB schwierig werden. Nachdem die Verhandlungen Freitag ohne einen Kompromiss abgebrochen wurden, zeigten sich am Wochenende die Folgen. Griechenland hatte auf eine Verlängerung des laufenden Hilfsprogramms um wenige Tage gehofft, um am 5. Juli ein Referendum abhalten zu können. Die Geldgeber lehnten dies allerdings ab, sodass Griechenland am morgigen Dienstag wohl nicht in der Lage sein wird einen Kredit von etwa 1,6 Mrd. Euro an den IWF zurückzahlen zu können.

Der Zahlungsausfall bedeutet damit quasi die Pleite Griechenlands. die EZB versorgt die griechischen Geschäftsbanken weiterhin mit Geld, die in den kommenden Tagen allerdings geschlossen haben werden. Sollte die griechische Bevölkerung den Maßnahmen in einem Referendum zustimmen, so hätte Ministerpräsident Alexis Tsipras den Rückhalt, um den Geldgebern kommende Woche die verlangten Zugeständnisse zu machen. Dann könnte es plötzlich wieder schnell gehen.

Der bevorstehende Zahlungsausfall Griechenlands belastet die Öl-Futures an den Börsen. Gestern bildeten sich schon Schlangen an Tankstellen, da man befürchtet, dass der Nachschub ausbleiben könnte….

Fundamental neutral bis bearish             Charttechnik bearish

 

 

26. Juni 2015  

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 63.58 $Crude (WTI): 60.14 $Gasoil  575.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9371Rheinfracht: 16.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

technische Verkaufssignale – Börse vor Griechenland- und Iran-Deal zurückhaltend

Die offizielle Deadline für ein langfristiges Atomabkommen mit dem Iran läuft am 30. Juni aus. Am kommenden Dienstag muss sich die 5+1 Gruppe auf die Regelungen. Aus den USA kommt nun aber starke Kritik an der Aufweichung der Forderungen. Ohne eine Gegenleistung zu bekommen, habe Obama dem Iran Zugeständnis um Zugeständnis eingeräumt. Bekomme der Iran mehr Flexibilität, würde dies nicht zu einem guten Abkommen führen, so seine Warnung. Die Aussicht auf große Mengen Öl aus dem Iran, der Schätzungen zufolge bis zu 35 Mio. Barrel Rohöl eingelagert haben könnte, lähmt den Markt aktuell.

Die Bestandsdaten der USA haben diese Woche gezeigt, dass die Rohölvorräte nun vor allem in Produkte umgewandelt werden und sich die überversorgte Marktlage damit lediglich verlagert.

Marktteilnehmer warten auch auf eine Lösung zur Griechenlandkrise. Da ein Grexit negative Folgen für Griechenland und die gesamte EU hat, könnte ein Scheitern der Verhandlungen die Preise belasten, während eine Einigung sich positiv auswirken könnte. Sollten die Sanktionen tatsächlich gelockert werden,

Fundamental neutral bis bearisch           Charttechnik bearish

 

 

25. Juni 2015  

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 63.53 $Crude (WTI): 60.14 $Gasoil  578.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9351Rheinfracht: 16.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Gestiegene US Ölproduktion und Produktbestände – Börse weicher…

Die Raffinerieauslastung legte nach dem überraschenden Rückgang in der Vorwoche wieder zu. Entsprechend steigt der Bedarf an Rohöl, während die Importe in der Berichtswoche um -0,302 Mio. B/T zurückgingen. Zusammengenommen erklären sich hieraus die starken Bestandsabbauten bei Rohöl und in Cushing, die durchaus bullish interpretiert werden.

Die US Rohölproduktion nahm in der Berichtswoche wieder um 15.000 B/T zu und liegt damit auf dem zweithöchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen in 1973.

 

Marktteilnehmer werden vor dem Wochenende nun wohl versuchen sich gut zu platzieren und größere Risikopositionen zu vermeiden. Der Fokus wird langsam auf die Atomverhandlungen gerichtet, die bis zum 30. Juni abgeschlossen sein sollen. Der Iran könnte bei einer Lockerung oder Aufhebung der Sanktionen binnen kurzer Zeit das Ölangebot am globalen Markt stark steigern, da die Anlagen des Irans nie ganz abgeschaltet wurden. Damit könnte der Preis für Brent ins Schwanken kommen.

 

Fundamental neutral bis bearisch           Charttechnik neutral

 

 

24. Juni 2015  

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 64.50 $Crude (WTI): 61.05 $Gasoil  586.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9333Rheinfracht: 16.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Massiver Preisanstieg katapultiert WTI an die Grenzen seiner Handelsspanne

Die Ölbörsen bleiben auch mit dem gestrigen Anstieg weiter auf hohem Niveau. WTI hat dabei seine Aufwärtsspielräume ausgenutzt. Analysten sehen für die US Rohölsorte nun aber nur noch wenig Aufwärtspotenzial. Für die Analysten gibt es im Bereich der 65 Dollar einen entscheidenden Widerstand, da die US Ölindustrie ab diesem Niveau die Investitionen in Förderanlagen wieder steigern wird, während nach unten im Bereich der 60 Dollar die Konsumenten mit einer steigenden Nachfrage stützen.

Die Anzeichen scheinen sich zu verdichten, dass die US Ölfirmen in den kommenden Monaten ihre Investitionen in die Ölproduktion wieder anheben und neue Quellen in Betrieb nehmen werden. Allein in Texas gäbe es mehr als 3.000 Quellen, die bereits teilweise erschlossen sind.

Das Thema Iran bleibt ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor, wobei beide Seiten bereits mehrfach betont haben, dass die Deadline am 30. Juni eventuell überschritten wird. Die zusätzlichen Mengen des Irans, die bei einem Deal am Markt erwartet werden, könnten die Überversorgung noch einmal drastisch erhöhen.

Fundamental neutral     Charttechnik neutral bis bullish

 

 

23. Juni 2015  

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 63.39 $Crude (WTI): 60.32 $Gasoil  576.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9265  Rheinfracht: 16.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Devisenhändler warten auf Griechenland - Euro zum Auftakt weicher

Die europäische Gemeinschaftswährung bricht am frühen Morgen ein und fällt dabei deutlich unter das Vortagesniveau zurück. Bezüglich der Griechenland-Krise wird es wohl noch einige Tage dauern, bis man sich geeinigt hat.

Japan und China sind die zwei größten Volkswirtschaften Asiens. Schwache Zahlen können einen negativen Einfluss auf das globale Wachstum, weshalb die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer mit diesen Zahlen abnimmt

Hinzu kommt, dass die konstruktiven Vorschläge Griechenlands gestern nicht ausreichten um eine Einigung unter den Geldgebern zu erzielen. Zwar wurden die Vorschläge Athens grundsätzlich als eine gute Basis bezeichnet, allerdings ist man skeptisch, ob die geplanten Maßnahmen ausreichend sind um die Sparziele der Griechen einzuhalten.

Marktlage:

Im Atlantik gibt es mehrere unverkaufte Rohöl-Cargoes, für die noch Abnehmer gesucht werden. Bereits Anfang Juni berichteten wir von dieser Situation die sich noch nicht aufgelöst hat. Man schätzt das Volumen mittlerweile auf etwa 10 Mio. B/T

Je länger diese Konstellation anhält, desto größer wird der Preisdruck am physischen Markt, der sich schließlich auch bei den Öl-Futures an ICE und NYMEX bemerkbar machen wird.

 

Fundamental neutral bis bearish             Charttechnik neutral bis bearish

 

 

22. Juni 2015  

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 63.07 $Crude (WTI): 59.66 $Gasoil  573.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.91.96  Rheinfracht: 16.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Weiche Futures fester Euro lassen Inlandspreise purzeln

Marktteilnehmer befanden sich vor dem Wochenende im Konsolidierungsmodus und waren darauf bedacht ihr Risiko zu minimieren. Mit dem Ausbruch nach unten wurden in dieser Phase vor allem Long-Positionen glatt gestellt, die spekulative Marktteilnehmer in den letzten Monaten aufgebaut hatten. Auslöser war einmal mehr der schwache Euro/Dollar-Kurs, der auf Grund einer ausbleibenden Lösung in der Griechenlandkrise nachgab. Die Probleme in Griechenland sind mittlerweile auch zu einem direkt belastenden Faktor für die Ölbörsen geworden, da man fürchtet, dass bei einem Grexit die Ölnachfrage sinken könnte.

Die mögliche Lockerung der Sanktionen gegen den Iran ist weiter ein großer Unsicherheitsfaktor für die Marktteilnehmer. Einigt man sich mit der 5+1 Gruppe auf ein langfristiges Abkommen, mit dem die Handelsbeschränkungen des Irans aufgehoben werden, würde die Überversorgung drastisch zunehmen. Auch die angekündigten Mengen aus Libyen erhöhen die Überversorgung, wobei das Land wegen der schlechten Sicherheitslage seine Exporte mit erheblichen Preisabschlägen anbieten muss.

 

Fundamental neutral bis bearish             Charttechnik neutral bis bearish

 

 

19. Juni 2015  

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 64.22 $Crude (WTI): 60.24 $Gasoil  586.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9289  Rheinfracht: 16.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Für den Euro geht es am Morgen bergab - Keine Einigung mit Griechenland

Griechenlands Schuldenprobleme bleiben weiter ungelöst, während die Deadline am 30. Juni immer näher rückt. Geben die Geldgeber Griechenland keine neuen Kredite, wird das Land seine fällige Rückzahlung an den IWF in Höhe von knapp 1,6 Mrd. Euro nicht begleichen können. Ohne die geforderten Reformen zeigen sich IWF, EU und EZB allerdings weiter unnachgiebig, was die Auszahlungen weiterer Hilfen angeht.

Marktlage

Die Nachfrage ist im Mai saisonal am schwächsten, weshalb viele Trader für die kommenden Monate nun mit einem ausgeglichenen Angebots/Nachfrage-Verhältnis rechnen. In Ländern wie Brasilien ist der Konsum allerdings wohl so schwach, dass der staatliche Konzern Petrobras das am Weltmarkt eingekaufte Benzin im Inland günstiger wieder verkaufen muss.

In den USA hingegen haben die Raffinerien in diesem Sommer von der Kombination einer bisher guten Benzinnachfrage und relativ billigem US Rohöl profitiert. Durch die besonders guten Margen haben die Betreiber bereits angekündigt ihre Wartungsarbeiten im Herbst hinauszuzögern, weshalb man bei der Credit Suisse davon ausgeht, dass weniger Kapazitäten als üblich abgeschaltet werden.

 

Fundamental neutral      Charttechnik neutral bis bullish

 

18. Juni 2015  

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 63.56 $Crude (WTI): 59.47 $Gasoil  582.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9209  Rheinfracht: 16.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Futures nach Berg- und Talfahrt nahezu unverändert

Tropensturm Bill hat sich über Texas mittlerweile aufgelöst. Weder an den Ölquellen in Texas, noch von den Raffinerien wurden Ausfälle gemeldet, sodass der Sturm die Region ohne Beeinträchtigungen für die Ölindustrie verlässt.

Marktteilnehmer hatten bei den US Ölbestandsdaten gestern eigentlich auf Zahlen gewartet, die zeigen, dass die US Ölnachfrage kräftig zulegt. Im Vorfeld hatte man sich auf ein bullishes Zahlenwerk vorbereitet, die Daten konnten die Erwartungen allerdings nicht erfüllen. man hat darauf gewartet, dass die Nachfrage nach Benzin, auf hohem Niveau bleibt oder sogar noch einmal anzieht. Stattdessen hat der Bedarf abgenommen und die Vorräte sind wieder gestiegen.

Die US Notenbank scheint zu einer vorsichtigen Anhebung des Zinsniveaus zu tendieren, nachdem man die Wachstumsprognose für 2015 deutlich gesenkt hat. Eine weiter hohe Liquidität sorgt auf der einen Seite zwar für eine höhere Risikobereitschaft unter den Investoren, die entsprechend auch Geld an den Ölbörsen investieren.

Fundamental neutral      Charttechnik neutral

 

17. Juni 2015  

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 63.76 $Crude (WTI): 60.10 $Gasoil  580.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9243  Rheinfracht: 16.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Hurrikan Center: Tropensturm Bill zieht über Texas hinweg

Bill ist mittlerweile in Texas wie erwartet auf Festland getroffen. Bei seinem Weg über den Golf von Mexiko hatte er bei den Betreibern der Ölbohranlagen zwar für Vorsichtsmaßnahmen gesorgt, Abschaltungen oder größere Störungen gab es allerdings nicht. Durch Überflutungen, Windschäden oder Stromausfälle könnte der Betrieb einiger Raffinerieanlagen in der Region gestört werden, weshalb die Betreiber den Sturm weiter genau im Auge behalten, nachhaltige Beeinträchtigungen in der Produktion sind momentan allerdings nicht erwarten.

Den größten bullishen Einfluss hat aktuell die Einstellung der Schifffahrt auf den Kanälen, was den Umschlag der Produkte beeinträchtigt.

Trader hatten mit dem Tropensturm Bill eine geringfügige Risikoprämie in die Märkte eingepreist, da Sturmschäden nie auszuschließen sind. Bleiben diese nun aus, dürfte diese Prämie wieder ausgepreist werden und die Futures belasten.

 

Fundamental neutral      Charttechnik neutral

 

16. Juni 2015  

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 64.27 $Crude (WTI): 60.18 $Gasoil  579.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9296  Rheinfracht: 16.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Euro profitiert von US Daten und ignoriert Griechenland-Krise

Die europäische Gemeinschaftswährung konnte im späten Handel von den enttäuschenden US Konjunkturdaten profitieren, die auf eine späte Anhebung des US Zinsniveaus hindeuten. Der griechische Ministerpräsident Tsipras geht unterdessen weiter auf Konfrontationskurs, sodass aus politischer Sicht ein "Grexit" immer wahrscheinlicher wird, von den Devisenhändler als großer Belastungsfaktor für den Euro/Dollar-Kurs allerdings noch ignoriert wird.

Marktlage

Die Überversorgung am Ölmarkt könnte länger andauern, als manche Analysten zunächst vermutet oder gehofft hatten. Laut der IEA ist der globale Ölmarkt nun im sechsten aufeinander folgenden Quartal überversorgt.

Analysten sehen keine Anzeichen, dass die OPEC die Überversorgung durch Produktionskürzungen vermindern wird. Beim letzten Meeting des Kartells wurde die eingeschlagene Strategie einer gezielten Überversorgung, um Konkurrenten aus dem Markt zu drängen, als Erfolg verbucht. Von daher geht man davon aus, dass Saudi-Arabien seine Ölförderung sogar erhöhen könnte, um den Druck auf die Schieferölindustrie noch einmal zu steigern.

 

Fundamental neutral      Charttechnik neutral

 

15. Juni 2015  

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 63.84 $Crude (WTI): 59.87 $Gasoil  580.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9315  Rheinfracht: 16.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Technische Verkaufssignale – Börse setzen leichte Abwärtsbewegung zum Handelsauftakt fort.

 

In der letzten Woche stieg der Preis für WTI wieder über 61 Dollar und bis in die Region der 62 Dollar Marke. Seit Anfang Mai ist WTI schon ein paar Mal über die 61 Dollar geklettert, konnte sich allerdings jeweils nicht in diesem Bereich etablieren und fiel schließlich wieder zurück.

Der Preisanstieg im März und April kam grundsätzlich früher als von den meisten Marktteilnehmern erwartet, weshalb beispielsweise die EIA ihre Prognosen für die US Schieferölförderung in den kommenden Monaten nach oben korrigiert hat. Die Monatsreports zeigten zwar, dass die Überversorgung in 2016 abnehmen wird, die OPEC wird allerdings weiter auf Rekordniveau fördern und die Produktion der USA nimmt weniger deutlich als in den vorherigen Berichten prognostiziert ab. Auch wenn die Anzahl der US Ölbohranlagen stetig gesunken ist, so wurden in erster Linie alte und ineffiziente Anlagen abgeschaltet, während moderne Anlagen an den ergiebigen Ölfeldern aktiv bleiben werden.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Charttechnik bearish

 

12. Juni 2015  

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 64.71 $Crude (WTI): 60.32 $Gasoil  587.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9339  Rheinfracht: 16.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

  

Leichte Korrektur nach Rallye in der ersten Wochenhälfte

 

Nach der Preisrallye zur Wochenmitte blieb die charttechnische Ausgangslage für die Ölbörsen am Donnerstagmorgen noch leicht bullish, mit dem Erreichen oberen Grenzen zeichnete sich allerdings bereits eine Konsolidierungsphase ab.

Marktteilnehmer hatten in den letzten Wochen und Monaten verstärkt auf die Erwartung einer sinkenden US Ölproduktion gesetzt, die zusammen mit dem saisonalen Nachfrageanstieg zum dritten Quartal zu einen Abbau der Überversorgung führen soll. Der Nachfrageanstieg in der zweiten Jahreshälfte liegt durch die verstärkte Reiseaktivität und dem höheren Verbrauch bei einer stärkeren globalen Wirtschaftsleistung zum zweiten Quartal. Die US Ölförderung hat allerdings immer neue Rekordniveaus erreicht und auch mit dem erwarteten Nachfrageanstieg bleibt der Markt wohl auch in der zweiten Jahreshälfte überversorgt.

Der Markt sei sowohl für bearishe als auch bullishe Marktteilnehmer zunehmend frustrierend, da die Preise seit längerer Zeit nun in einer relativ engen Spanne ohne klaren Trend konsolidieren.

Analysten gehen davon aus, dass die Produktion der OPEC es schwer machen werde die Rallye von diesem Niveau aus weiter fortzuführen. Damit es beim Angebot zu nennenswerten Kürzungen komme, müsse die USA die Rolle des Ausgleichsproduzenten übernehmen, die früher die OPEC inne hatte, und bei einer Überversorgung die Förderung reduzieren

Belastend für die Futures wirken sich momentan die Produktbestände in Europa aus. Im Raum ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen) sind diese mit 5,85 Mio. Tonnen auf ein Rekordniveau geklettert. Die gute Versorgungslage könnte dazu führen, dass die Raffineriemargen sinken und diese dann weniger produzieren und somit ihre Nachfrage nach Rohöl drosseln.

 

IWF hat Gespräche mit Griechenland abgebrochen

Der IWF ist neben der EZB und der Eurozone einer der Kreditgeber Griechenlands, die mit Athen über neue Reformen verhandeln, damit weitere Hilfszahlungen freigegeben werden. Der IWF hat heute die laufenden Gespräche in Brüssel abgebrochen und ist bereits abgereist, so der Sprecher Gerry Rice. Dies macht eine Einigung mit den anderen Institutionen unwahrscheinlicher.

 

Fundamental neutral                  Charttechnik neutral

 

11. Juni 2015  

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 65.50 $Crude (WTI): 61.15 $Gasoil  596.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9316  Rheinfracht: 16.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Preisrallye nach DOE und IWF Konjunkturprognose ausgebremst

 

Nach der Preisrallye von Dienstag startete die Börse gestern mit festen Tendenzen und wurden dabei von bullishen Konstellationen gestützt.

Die gestiegene US Ölproduktion überraschte jedoch, sodass sich nach einer volatilen Phase und weiteren Aufwärtstests die Gewinnmitnahmen durchsetzten.

Die Aufwärtsbewegung von Dienstag und Mittwochmorgen sehen Analysten nicht als den Beginn einer neuen Preisrallye, denn Öl ist noch immer mehr als ausreichend vorhanden.

Weltbank korrigiert globale Wachstumsprognose nach unten

Die Weltbank geht davon aus, dass das globale Wirtschaftswachstum 2015 bei etwa 2,8% liegen wird. Damit hat sie ihre vorherige Prognose um -0,2%-Punkte nach unten korrigiert. Vor allem die Entwicklungsländer sieht die Weltbank kritisch. Die anstehende Zinsanhebung in den USA werden noch Probleme verursachen, so die Erwartung der Experten.

 

Fundamental neutral                  Charttechnik neutral bis bullish

 

10. Juni 2015  

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 65.54 $Crude (WTI): 61.07 $Gasoil  593.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9302  Rheinfracht: 16.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Technische Käufe und bullishe US Ölbestandsdaten – Börse nach Preisrallye deutlich fester

 

Nach einem ruhigen Handelsauftakt zum Wochenanfang deuteten sich Dienstagmorgen in der Charttechnik erste Kaufimpulse an den Ölbörsen an.

Die US Ölbestandsveränderungen sind mit Blick auf die Veränderungen bei Rohöl und Benzin unterm Strich ganz deutlich bullish zu bewerten, man wartet nun gespannt auf die DOE Zahlen am Nachmittag.

Die Marktteilnehmer werden heute auf den Monatsbericht der OPEC warten, der in der Regel gegen Mittag veröffentlicht wird. Größter Unsicherheitsfaktor für den Markt ist nun der Iran, der bei einem möglichen Atomabkommen das Angebot am Ölmarkt bei einer Aufhebung der Sanktionen noch einmal kräftig steigern könnte.

 

Fundamental neutral bis bullish              Charttechnik bullish

 

09. Juni 2015  

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 62.89 $ Crude (WTI): 58.41 $ Gasoil  571.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9265  Rheinfracht: 16.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Börse zum Wochenauftakt in enger Spanne

 

Nach dem Preisanstieg am späten Freitag ging den Futures zum Wochenauftakt am Montag die Luft aus.

Die schwachen Rohölimporte Chinas belasten die Preise nur bedingt, da man davon ausgeht, dass diese in erster Linie auf Wartungsarbeiten an Raffinerien zurückzuführen sind. Entsprechend rechnet man damit, dass diese Zahlen in den kommenden Monaten steigen, wenn die Raffinerien ihre Verarbeitung wieder hochfahren und China seine strategischen Reserven weiter auffüllt.

Einer der Hauptgründe, weshalb die OPEC nicht versucht die Ölpreise mit Produktionskürzungen auf hohem Niveau zu stabilisieren, ist die US Schieferölproduktion. Die Förderunternehmen haben angekündigt den Ausbau der Produktion zu beschleunigen und die Investitionen wieder hochzufahren, sollte sich das Preisniveau bei über 60 Dollar stabilisieren.

 

Fundamental neutral Charttechnik neutral bis bullish

 

08. Juni 2015  

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 62.93 $ Crude (WTI): 58.70 $ Gasoil  572.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9428  Rheinfracht: 16.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Ölmärkte nach OPEC fester – Rohölnachfrage aus China gesunken.

 

Die OPEC hat ihre offizielle Förderquote beim Meeting in Wien am vergangenen Freitag wie erwartet unverändert belassen. Der Generalsekretär erklärte, dass die Mitglieder diese einhalten wollen, betonte gleichzeitig allerdings auch, dass dies lediglich eine "Indikation" und somit keine feste Vorgabe sei. Bezüglich einer möglichen Rückkehr des Iran an den globalen Rohölmarkt sei es noch zu früh um Massnahmen zu besprechen. Mit dem Beschluss der OPEC bleibt die Überversorgung wohl weiter bestehen.

 

Fundamental und Charttechnik neutral

 

05. Juni 2015  

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 61.78 $ Crude (WTI): 57.66 $ Gasoil  567.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9333  Rheinfracht: 16.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

  

Tag der Entscheidung - anstehende OPEC-Entscheidung sorgt für Volatilität

 

Die Diskussion um die Produktionsquote der OPEC hat die Märkte diese Woche wie erwartet im Griff. Analysten sind sich weitestgehend einig, dass eine Kürzung der Quote ausgeschlossen werden kann.

Der globale Ölmarkt ist deutlich überversorgt, da das Angebot aus Saudi-Arabien und Russland in diesem Jahr deutlich höher als gedacht ausfällt und in den USA der erwartete Einbruch der Förderung bisher auf sich warten lässt. Trotz Abschaltungen von Ölbohranlagen nahm die Ölproduktion sogar zu.

 

Fundamental bearish     Charttechnik neutral bis bearish

 

04. Juni 2015  

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 63.71 $ Crude (WTI): 59.50 $ Gasoil  582.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9341  Rheinfracht: 16.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Starke Preisnachlässe im Inland – Börse nach DOE und vor OPEC-Meeting weicher

 

Die Ölbörsen in London und New York starteten mit einer weichen Tendenz in den Mittwoch.

Die Dieselnachfrage in Europa habe sich im ersten Quartal deutlich um + 7.2% verbessert, dies ist vermutlich auf die niedrigen Ölpreise in diesem Zeitraum zurückzuführen.

Wie erwartet sind die Märkte im Vorfeld des OPEC-Meetings extrem volatil, was sich auch im heutigen Tagesverlauf nicht ändern wird.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartechnik bearish

 

03. Juni 2015  

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 65.19 $ Crude (WTI): 60.86 $ Gasoil  595.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9326  Rheinfracht: 16.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

  

Spekulationen um OPEC-Quote belasten die Börse

 

Der Einfluss des Euro/Dollar-Kurses auf die Ölpreise bleibt weiterhin sehr gross, da sich die Marktteilnehmer an die überversorgte Marktlage mittlerweile gewöhnt haben. In dieser Woche rückt allerdings auch das anstehende OPEC-Meeting am Freitag in den Fokus. Saudi-Arabien hatte in der Vergangenheit mehrfach betont, dass man eine Produktionskürzung nicht vornehmen werde. Vor allem mit Russland führte man Gespräche, das jedoch mehrfach betonte, dass es seine Förderung nicht künstlich reduzieren werde. Zudem traue man Russland nicht mehr, nachdem sich Moskau 2009 nicht an eine getroffene Vereinbarung zur Produktionskürzung gehalten hatte.

Experten rechnen zum dritten Quartal nun mit einem saisonal kräftigen Nachfragewachstum.

 

Fundamental neutral bis bearish – Chartechnik neutral

 

02. Juni 2015  

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 65.25 $ Crude (WTI): 60.17 $ Gasoil  592.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9434  Rheinfracht: 16.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

  

Marktteilnehmer warten auf OPEC-Entscheidung – Handelsinteresse sinkt, Volatilität steigt

 

Auch wenn die US Ölvorräte in den letzten Wochen konstant abnahmen, so bleiben sie dennoch weiter nahe der Allzeithochs. Die Versorgungslage wird allgemein weiter als sehr komfortabel angesehen, da man auch global noch immer von einer Überversorgung ausgeht.

Der Fahrplan der Marktteilnehmer in dieser Woche scheint klar zu sein. Im Vorfeld des OPEC-Meetings wird die Nervosität größer, weshalb man die Risikopositionen reduziert. Damit sinkt gleichzeitig sowohl das Handelsinteresse als auch die Liquidität im Markt, wodurch die Notierungen volatiler, also anfälliger für Preisschwankungen werden.

 

Fundamental und Charttechnik neutral.

 

01. Juni 2015  

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 62.25 $ Crude (WTI): 59.88 $ Gasoil  596.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9428  Rheinfracht: 16.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Starker Preisanstieg an den Ölbörsen am am Freitag- Nachmittag

 

Die Benzinnachfrage in der USA ist aufgrund der Saison angestiegen. Die bullishen US Ölbestandesdaten und die gesunkene Anzahl US Öl- Bohranlagen begünstigen am Freitag eine Preis- Rallye mit technischen Anschlusskäufen, was uns heute höhere Inlandpreise beschert.

 

Aufgrund des OPEC Meetings, das diesen Freitag stattfindet, wird diese Woche an der Olbörse eine eher nervöse Stimmung mit erhöhter Volatilität erwartet. Im Grundsatz ist der Ölmarkt immer noch überversorgt.

 

Marktlage: neutral, Chartechnik neutral bis bullish