AVIA Vereinigung Schweiz

30. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.70 $   Crude (WTI): 45.19 $   Gasoil 434.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.8740   Rheinfracht: 28.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Trump setzt auf steigende Ölförderung

 

Mit der charttechnisch leicht bullishen Ausgangslage orientierten Sie gestern Morgen die Ölbörsen nach oben. Die Aufhebung der Force Majeure für Bonny Light in Nigeria und die Erwartung dass auch aus Kanada nächsten Winter mehr Öl kommen wird, hat das Aufwärtspotential begrenzt. Der US Präsident Donald Trump stellte gestern Abend einen 6-Punkte Plan für seine Energiepolitik vor. Darin enthalten ist der Plan eine neue Exportpipeline für Ölprodukte nach Mexiko zu bauen. Darüber hinaus sollen die Genehmigungen für weitere Exportterminals im Golf von Mexiko ausgestellt und neue Offshore Fördergebiete für Öl und Gas freigegeben werden. Damit werden die Erschließungsarbeiten von Ölquellen in Alaska und vor der US Ostküste wieder zunehmen, die durch die Obama Regierung ausgebremst wurden. Viele Trader stellen sich auf ein langes US-Wochenende ein, denn am Dienstag wird der US Independence Day gefeiert. Die Börsen schliessen am Dienstag früher.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

29. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.59 $   Crude (WTI): 44.06 $   Gasoil 422.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9599   Rheinfracht: 30.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Die gestrigen US Ölbestandes-daten des DOE haben die Zahlen des API nicht bestätigt

 

Die Auslastung der US Raffinerie nahm ab und fiel sogar hinter das Vorjahresniveau zurück, was teilweise auch auf den Sturm Cindy von letzter Woche zurückzuführen sei. Die US Raffinerien haben damit weniger Rohöl verbraucht, sodass die Bestände nicht so deutlich wie erwartet abgenommen haben. Die geringere Produktion der Raffinerien wirkt sich auf die Verfügbarkeit der Produkte aus, vor allem bei Benzin werden die Abbauten bullish interpretiert. Die Nachfrage nach Öl und Treibstoffe ging zurück und ist damit bearish zu sehen. Wegen den Wartungsarbeiten in Alaska und den temporären Abschaltungen von Ölanlagen im Golf von Mexiko, brach die US Rohölförderung ein, was die Preise wiederum stützt. Experten glauben aber nicht an eine Trendwende bei der US Ölförderung, sondern gehen davon aus, dass diese Effekte bei den Zahlen in den kommenden Wochen keinen Einfluss mehr haben werden.

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

28. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.59 $   Crude (WTI): 44.06 $   Gasoil 422.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9599   Rheinfracht: 30.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

API: anstatt Abbauten = Aufbauten der Öl- Vorräte

 

Die gestrigen API Zahlen zeigten gestiegene Öl- Vorräte auf und sind somit bearish zu interpretieren. Eigentlich rechnete man wegen Import- Schwierigkeiten  aufgrund des Tropensturms im Golf von Mexico, mit Bestandes- Abbauten. Auch die Nachfrage blieb bis jetzt hinter den Erwartungen zurück. Heute im späteren Nachmittag wird man sehen, ob die DOE- Daten die API Zahlen bestätigen.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

27. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.23 $   Crude (WTI): 43.73 $   Gasoil 415.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9722   Rheinfracht: 30.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach Berg- und Talfahrt kaum verändert – Charttechnik begünstigt Short-Covering

 

Die Stimmung im Markt wird weiter als bearish beschrieben. Dies liegt vor allem daran, dass die OPEC Produktion durch Libyen und Nigeria wächst und die US Schieferölproduktion ebenfalls weiter steigt. Auch aus anderen Ländern wie Kanada und Brasilien kommen zusätzliche Barrel auf den Markt und selbst in der Nordsee nimmt die Verfügbarkeit zu.

Unterm Strich sorgt diese Konstellation dafür, dass die Kürzungen der OPEC zu einem Großteil ausgeglichen werden. Bisher enttäuschte die Nachfrage und man geht nicht davon aus, dass die Nachfrage das Überangebot aufnehmen kann.

Allerdings gibt es charttechnisch Kaufsignale und die Short-Positionen spekulativer Trader stiegen für WTI zuletzt auf das höchste Niveau seit Anfang/Mitte August 2016. Dies kann eine Short-Covering Rallye begünstigen.

Das DOE veröffentlicht seine Daten am Mittwoch, bei denen erneut Abbauten bei Rohöl zu erwarten sind. Allerdings hatte Tropensturm Cindy in der letzten Woche zur Abschaltung einiger Produktionsanlagen im Golf von Mexiko geführt und Verladungen behindert.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse bullish

 

 

 

 

 

26. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 45.97 $   Crude (WTI): 43.43 $   Gasoil 412.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9702   Rheinfracht: 30.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technisches Kaufsignal – Futures testen GD 7 Widerstand

 

Die OPEC und Nicht-OPEC Länder weisen mit 106% eine sehr hohe Quotentreue bei der Umsetzung ihrer Kürzungen auf. Allerdings kann dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Förderung des Kartells zuletzt insgesamt gestiegen ist. In erster Linie konnten Libyen und Nigeria ihre Produktion erheblich steigern und werden wohl auch für Juni wieder für einen Produktionsanstieg sorgen. In Kombination mit einer weiter stark zulegenden US Ölförderung dämpft dies die Erwartungen der Marktteilnehmer, dass die Strategie der OPEC erfolgreich ist.

Entsprechend haben viele Marktteilnehmer in den vergangenen Wochen eine bearishe Position eingenommen.

Aktuell ziehen die Preise an und klettern bei WTI und Brent bis in den Bereich ihrer GD 7 Widerstandslinie, die sich in den letzten Wochen als Schlüsselwiderstand etabliert hat. Wegen des Tropensturms Cindy wurden Schiffsverladungen und Ölproduktion im Golf von Mexiko für einige Tage unterbrochen. Bei den in dieser Woche zu erwartenden US Ölbestandsveränderungen könnte dies zu bullishen Abbauten bei den Rohölbeständen führen.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

23. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 45.35 $   Crude (WTI): 42.83 $   Gasoil 409.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9703   Rheinfracht: 29.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures kommen mit Short-Covering von Jahrestiefs zurück

 

Der Markt hat in den letzten Wochen den Glauben daran verloren, dass es der OPEC gelingt den Markt auszugleichen und die übermäßigen globalen Ölbestände in der angekündigten Zeit zu senken. Die Tatsache, dass die OECD Bestände bis April jedoch gestiegen sind und aus Ländern wie Libyen, Nigeria und den USA immer mehr Öl auf den Markt kommt, erweckt den Eindruck, dass sich die OPEC in einen aussichtslosen Kampf begeben hat.

Die Stimmung ist seit Wochen sehr bearish. Short-Covering könnte nach den Abwärtsbewegungen zunehmend attraktiv werden. Schlicht deshalb, weil niemand mehr übrig ist der verkauft, wenn alle bereits verkauft haben. Momentan gebe es nach fundamental nichts, was für weiter fallende Kurse oder eine signifikante Aufwärtsbewegung sprechen würde.

Bei den Inlandspreisen deutet sich somit rein rechnerisch nur wenig Aufwärtspotenzial an.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

22. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 44.97 $   Crude (WTI): 42.50 $   Gasoil 406.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9720   Rheinfracht: 27.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

WTI markiert neues 10-Monatstief – Warten auf die Gegenbewegung

 

Mit den jüngsten Abwärtsbewegungen hat sich ein sogenannter "Bärenmarkt" entwickelt. Der Markt reagiert dann weniger stark auf bullishe Meldungen und überbewertet bearishe Nachrichten. Dies zeigte sich bei den gestrigen US Ölbestandsdaten eindrucksvoll. Eigentlich hatten Marktteilnehmer nur auf Bestandsabbauten gewartet, um eine Bestätigung zu haben, dass die Kürzungen der OPEC funktionieren. Eigentlich hätte die Mehrheit eine Preisrallye nach Bestandsabbauten bei Rohöl und Benzin erwartet. Anscheinend nutzen Trader die Rallye allerdings um zu etwas höheren Preisen verkaufen zu können.

Die Strategie der OPEC hat zum jetzigen Zeitpunkt offenbar nicht funktioniert. Zudem stellt sich zu Recht die Frage wie lange das Abkommen Bestand haben kann, wenn sich damit keine höheren Preise durchsetzen lassen.

Trader warten nun darauf, dass sich irgendwo ein Boden bildet, im Bereich der 42 Dollar hat WTI nun allerdings ein neues Langzeittief erreicht, das durchaus die Möglichkeit für eine Korrektur bietet.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

21. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 45.97 $   Crude (WTI): 43.52 $   Gasoil 415.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9742   Rheinfracht: 27.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisrutsch auf 7-Monatstief – "Bärenmarkt" hat sich gebildet

 

Seit dem Hoch in diesem Jahr ist WTI um 20% gefallen. Für Experten ist damit die Voraussetzung eines "Bärenmarktes" erfüllt. Letztmals gab es dies im August 2016. Kurz darauf erholten sich die Preise allerdings wieder, da die saisonal höhere Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte stützte. Marktteilnehmer sind vor allem davon enttäuscht, dass es der OPEC nicht gelingt die Produktion zu reduzieren und damit die Bestände im angekündigten Umfang abzubauen. Mit Libyens Ziel, die Produktion im Juli weiter anzuheben, scheint dieser Trend auch noch nicht vorbei. In den USA rechnet man aufgrund des Schieferölbooms ohnehin mit einer steigenden Förderung.

Solange die Trader keine Anzeichen sehen, dass die globalen Ölbestände stark sinken, wird sich die bearishe Einschätzung des Marktes wohl kaum auflösen. Der Sturm im Golf von Mexiko könnte allerdings ebenfalls stützen, sollte er für Ausfälle an den Raffinerieanlagen oder den Verladeterminals sorgen.

Die Futures bleiben heute Morgen auf niedrigem Niveau

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

20. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.95 $   Crude (WTI): 44.44 $   Gasoil 421.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9748   Rheinfracht: 25.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise geben nach – Abwärtstrends bleiben weiter intakt

 

Laut der Analysten sind die jüngsten Zahlen zur Versorgungslage nicht gerade bullish. Die OECD Bestände an Rohöl und Ölprodukten hätten im ersten Quartal – trotz Produktionskürzung der OPEC und Nicht-OPEC Länder – um etwa 1 Mio. B/T zugenommen. Die steigende Ölförderung in Nigeria und Libyen setzen die OPEC weiter unter Druck und erhöhen das Ölangebot.

Zahlen zu den Lagerbeständen auf Öltankern deuten darauf hin, dass aktuell immer mehr Tanker dazu genutzt werden um Öl einzulagern, auch wenn dies rein rechnerisch anhand der Contango Konstellation an den Ölbörsen nicht unbedingt profitabel ist. Dennoch ist diese Tendenz bearish für die Ölpreise und könnte den Verkaufsdruck bei den Frontmonaten erhöhen.

Vermutlich warten Marktteilnehmer nun auf bullishe US Ölbestandsdaten. Diese enttäuschten in den letzten Wochen immer wieder. Unterdessen könnte sich im Golf von Mexiko ein Tropensturm entwickeln, der zumindest kurzzeitig die Preise stützen kann, sollte es zu Behinderungen bei der Ölförderung oder der Raffinerieproduktion kommen.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

19. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.16 $   Crude (WTI): 44.51 $   Gasoil 422.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9729   Rheinfracht: 22.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Short-Covering bremst Abwärtsbewegung aus

 

Die Produktionskürzungen der OPEC und Russlands verknappen das Angebot nicht in dem Umfang, wie man es noch vor einigen Wochen erwartet hatte. Grund ist die steigende Ölförderung Libyens und Nigerias. Die zusätzlichen Barrel erschweren es der OPEC und Russland das globale Angebot so deutlich zu verknappen, dass die Bestände signifikant und zügig sinken.

Die USA steigert ihre Schieferölproduktion weiter, die Förderung der OPEC nimmt mit dem Potenzial Libyens zu und die US Benzinnachfrage blieb bisher hinter dem Vorjahresniveau zurück. Auch für China warnen Experten bereits davor, dass das Nachfragewachstum in der zweiten Jahreshälfte abflachen könnte, was die beiden größten Wachstumsfaktoren für die Ölnachfrage schlecht aussehen lässt.

Die Stimmung am Markt war daher in den letzten Wochen bearish. Vor den neuen DOE Daten wurden immer wieder Gewinne aus Short-Positionen mitgenommen, sodass die Futures vor der nächsten Runde der US Daten leicht anzogen. Dies ist auch aktuell wieder zu beobachten.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

16. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.98 $   Crude (WTI): 44.48 $   Gasoil 420.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9746   Rheinfracht: 22.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Öl Futures bleiben weich

 

Die Kürzungen der OPEC haben aktuell wenig Einfluss auf die Verfügbarkeit. Libyen und Nigeria sind von dem Abkommen ausgenommen und fördert mehr als es laut dem eigenen Abkommen eigentlich produzieren will und gelten mit ihrem Produktionspotenzial und den Ausnahmeregelungen schon länger als Risiko für das Vorhaben der OPEC, was sich nun mehr und mehr zu bewahrheiten scheint.

Mit der starken Nachfrage zur zweiten Jahreshälfte sollten die Bestände deutlich sinken, so die Erwartung. In den USA ist die Benzinnachfrage enttäuschend, sodass die Vorräte laut DOE zuletzt gestiegen sind.

Ohne ein starkes Nachfragewachstum werden die Ölbestände aber vermutlich nicht so schnell sinken, wie es die OPEC angekündigt hat und wie man es für eine Reduzierung auf die anvisierten langjährigen Durchschnittsniveaus benötigt.

Die Futures bleiben zunächst einmal weich und im Bereich der Jahrestiefs.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

15. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.05 $   Crude (WTI): 44.70 $   Gasoil 419.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9715   Rheinfracht: 22.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

IEA und DOE bringen Ölbörsen erneut unter Druck

 

Bei den wöchentlichen DOE Bestandsdaten überrascht vor allem die Entwicklung bei Benzin. Das DOE wies nun zwei Wochen in Folge überraschende Bestandsaufbauten für Benzin aus. Für gewöhnlich ist die Nachfrage nach Benzin in den Sommermonaten deutlich höher und ein wesentlicher Faktor bei der saisonal zunehmenden Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte.

Langfristig bleibt die Lage schwierig für das Kartell. Bisher ist eine Exit Strategie aus den Kürzungen nicht bekannt, sodass die Überversorgung nach Ende der Kürzungen im kommenden Jahr wieder drastisch steigen könnte. Die Berichte von IEA und DOE hinterlassen diese Woche somit unterm Strich ein Bild von einer enttäuschenden Nachfrageentwicklung, bei einem steigenden Angebot, was die OPEC langfristig vor Probleme stellen wird.

Heute Morgen bleiben die Futures auf niedrigem Niveau nahe der Vortagestiefs. Der Euro/Dollar-Kurs musste seine Gewinne nach der Zinsanhebung der US Notenbank am späten Abend wieder abgeben, was die Preise leicht stützt.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

14. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.49 $   Crude (WTI): 46.12 $   Gasoil 430.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9682   Rheinfracht: 22.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

API Daten bremsen Preisanstieg aus

 

Der Markt bleibt für Trader weiter schwer einzuschätzen. Die angekündigten Exportkürzungen von Saudi-Arabien für die USA sollen die wöchentlichen Ölbestandsdaten des DOE vermutlich drücken.

Die OPEC versuchte in der Vergangenheit immer wieder mit Kommentaren die Preise zu beeinflussen, ohne dass der versprochene Effekt eintrat. Entsprechend vorsichtig ist man bei der Interpretation der Versprechen.

Der OPEC Monatsbericht bestätigte unterdessen die Erwartungen einer höheren OPEC Produktion im Mai. Die gestiegene Ölproduktion Libyens ist bearish, während die Probleme in Nigeria diesen Effekt aktuell ausbalancieren. Nach den bearishen API Bestandsdaten in der Nacht warten Marktteilnehmer zudem noch auf die US Ölbestandsdaten des DOE.

Neue Zahlen im Markt lassen vermuten, dass die Anzahl der Supertanker, die zur Einlagerung von Rohöl genutzt werden, weiter gestiegen ist. Trader geben an, dass derzeit mehr als 50 dieser Riesenschiffe genutzt werden um bis zu 60 Mio. Barrel an Rohöl einzulagern.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

13. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.51 $   Crude (WTI): 46.29 $   Gasoil 427.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9693   Rheinfracht: 21.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Schlüsselwiderstand bleibt bislang weiter stabil

 

Die Ölminister Saudi-Arabiens und Russlands haben die Produktionskürzungen verteidigt. Saudi-Arabien will seine Exporte in den kommenden Monaten um etwa 600.000 B/T kürzen. Für Marktteilnehmer allerdings keine große Überraschung, da der Energieverbrauch Saudi-Arabiens mit dem verstärkten Einsatz von Klimaanlagen in den Sommermonaten zunimmt. In dieser Zeit verbraucht das Land etwa 700.000 B/T mehr an Rohöl, sodass der Rückgang der Ausfuhren nicht überrascht.

In den letzten Monaten hatten die Länder der OPEC immer wieder versucht die Preise mit Kommentaren und Erwartungen hoch zu halten. So langsam scheint sich der Markt daran gewöhnt zu haben und nicht auf jeden Kommentar zu reagieren.

In Nigeria stützt unterdessen ein Produktionsausfall. Da die Förderung Nigerias aber ohnehin nicht als sehr zuverlässig gilt, ist dies nicht unbedingt ein starker Preistreiber.

Die Stimmung im Markt sei aber noch immer sehr bearish. Man beobachte sinkende Bestände, jedoch seien diese nicht umfangreich genug.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

12. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.35 $   Crude (WTI): 46.01 $   Gasoil 427.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9682   Rheinfracht: 19.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Fester Start in die neue Woche – Preissteigerungen deuten sich an

 

Die starke Abwärtsbewegung an den Ölbörsen letzte Woche wurde vor allem durch die US Ölbestandsdaten ausgelöst, die überraschende Aufbauten in allen Kategorien lieferten. Eigentlich rechnet man mit Abbauten zu dieser Jahreszeit. Eine saisonal höhere Nachfrage sollte dazu führen, dass die Kürzungen der OPEC und Nicht-OPEC Länder nun ihren Effekt zeigen und die Vorräte abnehmen. Die Bestandsaufbauten schürten Zweifel, dass es der OPEC gelingen wird den Markt wie gewollt zu verknappen.

Unterdessen bleibt die weiter hohe und steigende Ölproduktion der USA ein Problem für die OPEC. Morgen wird die OPEC ihren Monatsreport vorlegen, aus dem die Produktionsdaten für letzten Monat hervorgehen werden. Nach dem EIA Report und den Prognosen einiger Experten ist davon auszugehen, dass die Förderung der OPEC im Mai gestiegen ist. Die Quotentreue könnte unterdessen gesunken sein.

Die Futures starten mit einer festen Tendenz und deuten somit für den Moment leichte Preissteigerungen an.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

09. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.75 $   Crude (WTI): 45.54 $   Gasoil 421.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9692   Rheinfracht: 19.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölbörsen bleiben weich – Nachgebender Euro gleicht Verluste aus

 

Der DOE Bericht vom Mittwoch hat den Markt auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Die Verfügbarkeit von Öl bleibt - auch mit der Verlängerung der Produktionskürzungen – auf hohem Niveau und kann die Bestände in den USA nicht nennenswert reduzieren.

Der Markt ist in einem Spannungsfeld aus Produktionskürzung der OPEC und der Steigerung der US Schieferölproduktion gefangen. Im Wochenbericht des DOE stieg die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen 20 Wochen in Folge.

Ein wesentliches Problem für die OPEC ist, dass sie die Preise mit ihren Ankündigungen zu einer Produktionskürzung zu früh zu hoch getrieben hatte. Mit dem Preisanstieg konnten US Ölproduzenten ihre Schieferölprojekte frühzeitig absichern und setzen diese nun nach und nach um.

Durch die starken Abwärtsbewegungen der letzten Tage sind an den Ölbörsen durchaus Spielräume für eine Aufwärtskorrektur vorhanden. Eine Preisrallye ist bei unveränderter Marktlage unwahrscheinlich, da die Kürzungen der OPEC offenbar nicht den gewünschten Effekt haben.

 

Fundamental neutral/bearish                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

08. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.47 $   Crude (WTI): 46.03 $   Gasoil 423.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9648   Rheinfracht: 19.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisrutsch nach US Ölbestandsdaten – Inlandspreise markieren neue Jahrestiefs

 

Die Zahlen des DOE waren gestern durch und durch bearish. Analysten  bezeichneten das Zahlenwerk, mit Blick auf die frühe Raffineriesaison gar als ein "Pseudodesaster".

Marktteilnehmer hatten sich nach den Bestandsabbauten der letzten Wochen eigentlich darauf eingestellt, dass während der nachfrageintensiven Sommermonate die US Ölbestände – wie üblich – abnehmen. Der jetzt registrierte Anstieg ist zum einen gegen den saisonalen Trend und zum anderen auch gleichzeitig der umfangreichste seit 2008! Dies erhöht natürlich wieder die Zweifel, dass die Verlängerung des OPEC Deals auch in der zweiten Jahreshälfte nicht so funktioniert, wie es sich das Kartell vorstellt und die globalen Ölbestände nicht im erwarteten Umfang sinken.

Andere Faktoren, wie der erneute Start von Raketen in Nordkorea, haben unterdessen keinen nachhaltigen Einfluss auf die Ölpreise. Eventuell gilt es abzuwarten, ob sich die Preise auf dem niedrigen Niveau auch stabilisieren oder ob es zu einer Gegenbewegung kommt.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

07. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.99 $   Crude (WTI): 48.06 $   Gasoil 432.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9629   Rheinfracht: 19.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures zogen in der Nacht an – API sorgt für kleine Abwärtskorrektur

 

Senkungen der Preisprognosen sind - trotz der Verlängerung der Produktionskürzungen von OPEC und Nicht-OPEC Ländern – momentan in aller Munde. Diverse Investmentbanken wie auch die EIA hatten zuletzt ihre Erwartungshaltung für die Preisentwicklung nach unten korrigiert und schätzt die Preisniveaus ab dem vierten Quartal schwächer als zuletzt ein.

Hintergrund ist die zuletzt gestiegene Rohölproduktion der OPEC, die man über die Sommermonate deutlich höher als zu Beginn des Jahres einschätzt. Vor allem aus Libyen und Nigeria erwartet man offenbar mehr Rohöl.

Die Krise mit Katar bleibt ein zweischneidiges Schwert. Die Spannungen zwischen den OPEC Ländern könnten das Produktionsabkommen gefährden, fürchten einige Marktteilnehmer. Die Konstellation mit Katar ist für den Moment daher weder eindeutig bearish noch bullish einzustufen.

Trader werden sich nun vorerst auf die neuen US Ölbestandsdaten des DOE am Nachmittag um 16:30 Uhr konzentrieren. Die Zahlen des API hatten eine belastende Wirkung.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

06. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.59 $   Crude (WTI): 47.51 $   Gasoil 434.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9633   Rheinfracht: 19.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures mit schwachen Vorgaben in die neue Woche

 

In der letzten Woche hatte Russland und Experten gemeldet, dass die Ölproduktion der OPEC im Mai eine deutliche Zunahme der Ölproduktion der OPEC erfahren hat. Saudi-Arabien beteuert zwar, dass man mit einer Produktion von unter 10 Mio. B/T weiterhin mehr als vereinbart vom Markt genommen habe, allerdings sorgten die Produktionssteigerungen in Libyen und Nigeria für einen Anstieg der Gesamtproduktion. In Verbindung mit der immer weiter zunehmenden US Ölproduktion und steigender Anzahl aktiver US Ölbohranlagen, sind die Sorgen nicht unbegründet, dass die OPEC die Rohölbestände in der zweiten Jahreshälfte nicht im geplanten Umfang reduzieren kann.

Unterdessen könnte der Deal zur Produktionsbegrenzung durch die Spannungen in der Golf-Region mit Katar auf die Probe gestellt werden. Viele Zweifel bestehen somit im Markt, was die Preise nicht gerade stützt.

Trader warten auf eine neue Markteinschätzung durch die üblichen Monatsreports. Die Berichte von IEA und OPEC folgen in der kommenden Woche.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

02. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.89 $   Crude (WTI): 47.60 $   Gasoil 439.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9710   Rheinfracht: 19.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

DOE stützte nur kurzzeitig – Ölpreise geben über Nacht weiter nach

 

Die US Ölbestandsdaten sind sicherlich bullish und stützen die Märkte. Die Importe sinken weiter und werden daher als Indiz gesehen, dass die Produktionskürzungen nun auch die Verfügbarkeit am US Markt reduzieren. Allerdings legt auch die US Ölförderung weiter zu und neutralisiert einen erheblichen Anteil der Förderkürzung. Auch die Rekordverarbeitung der Raffinerien kann nicht ewig auf diesem Niveau bleiben.

Vor allem aber scheint die OPEC selbst Probleme zu bekommen. Die Produktionskürzung wurde zwar verlängert, die Förderung des Kartells ist allerdings gestiegen. Libyen und Nigeria fördern immer mehr Rohöl und sind von den Kürzungen ausgenommen, sodass die Marktlage in der zweiten Jahreshälfte eventuell nicht in dem Umfang verknappt wird, wie es sich die OPEC vorgestellt hatte.

Die OPEC wird nervös, das zeigen auch die jüngsten Äußerungen aus Russland. Ohne Erfolg könnten die Ölproduzenten dazu neigen ihre stillgelegten Produktionskapazitäten wieder in Betrieb zu nehmen, sollte sich die eingeschlagene Strategie nicht auszahlen.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

01. Juni 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 51.15 $   Crude (WTI): 48.73 $   Gasoil 451.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9692   Rheinfracht: 20.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gegenbewegung in der Nacht– Bullishe API Daten stützen

 

Die OPEC und Nicht-OPEC Länder lassen die Produktionskürzungen der ersten Jahreshälfte bis Ende März 2018 unverändert. Der Plan ist, dass man die saisonal zunehmende Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte 17 ausnutzt, um mit unveränderten Produktionsmengen den Markt in ein Angebotsdefizit zu führen. Die höhere Produktion Libyens und Nigerias könnte den Effekt allerdings schmälern.

Eine steigende Ölproduktion des Kartells ist selbstredend kontraproduktiv, will die OPEC den Markt davon überzeugen, dass man das Angebot wirkungsvoll verknappen kann. Denn die US Ölförderung wird in den Sommermonaten ebenfalls steigend erwartet. Nachdem das Kartell bereits in der ersten Jahreshälfte seine Ziele nicht erreicht hatte, ist die Skepsis am Markt groß.

Kurzfristig werden die Marktteilnehmer nun aber erst einmal ein Auge auf die US Ölbestandsdaten haben. Nachdem das API enorme Bestandsabbauten bei Rohöl gemeldet hat, liegt die Latte für die DOE Bestände hoch.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish