AVIA Vereinigung Schweiz

Archiv Juni

29.06.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 93.04 $  Crude 79.66 $  Gasoil 829.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9545  Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Der EU Gipfel verlief nicht gerade harmonisch und nach dem Gusto von Angela Merkel – und am Abend folgte vom „Super Mario“ dann die zweite, kalte Dusche im EM Spiel gegen Italien. Diverse Politiker äussern sich positiv zum Ausgang des EU Gipfels, ja sprechen zum Teil sogar von einem „Durchbruch“. Die Märkte handeln heute früh ganz leicht tiefer als gestern Morgen (nur Dollar leicht schwächer).  Hoffnung für Syrien? Weltmächte erwägen eine Übergangsregierung. Aber die steht noch lange nicht. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Die Iran Atomgespräche werden nächste Woche fortgesetzt.

 

Die Diskussionen über eine Übergangsregierung in Syrien sollen morgen Samstag in Genf unter der Leitung von Kofi Annan beginnen. Doch die Opposition in Syrien zeigt keinerlei Dialogbereitschaft, solange das Assad Regime am Ruder ist. Annan liess offen, ob Assad an der Übergangsregierung überhaupt beteiligt sein würde. Schwierig Verhandlungen stehen bevor. Viele Politiker sehen eine solche Übergangsregierung als letzte Chance vor dem totalen Chaos. Angela Merkel liess am EU Gipfel Mario Monti aus Italien vorerst abblitzen (das Ganze sei Panikmacherei, dass der „Euro zur Hölle fahre“) bewegte sich dann schliesslich unter dem Druck von Spanien und Italien schlussendlich doch. Nun soll ja eine Möglichkeit geschaffen werden, dass den Banken in Zukunft direkt geholfen werden kann. Die Auswirkungen des EU Gipfels waren auch an den Ölbörsen (leicht steigend nach vorerst nachgebenden Kursen) spürbar. Auch die asiatischen Aktienmärkte (Nikkei) handeln heute früh deutlich im Plus

 

28.06.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 93.43 $  Crude 80.51 $  Gasoil 830.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9601  Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die seit Anfangs Mai anhaltende Baissebewegung scheint nun – mindestens für den Moment – gebremst zu sein und die Märkte (Aktien und Rohstoffe) drehten schon ab Mittag nach oben ab. Dabei unterstützen auch besser als erwartete US Wirtschaftszahlen. Die Reaktion der  Publikation der Lagerzahlen fiel gemischt aus und gab keine Impulse. Unsicherheiten und Nervosität prägten die Finanzmärkte vor dem heute beginnenden EU Gipfel zur Bewältigung der Schuldenkrise. OPEC Mitglied Venezuela will Rückkehr zu Preisband System (Erklärungen dazu siehe unten)

 

Die Ölbörsen testeten und durchbrachen zum Teil Widerstandsmarken. Weiter stützend wirken die Spannungen zwischen der Türkei und Syrien sowie der Streik auf den norwegischen Bohrinseln. Vor allem Letzteres dürfte auch der Grund sein, warum Rohöl Brent stärker ansteigt als das Rohöl Curde in Amerikan. Die DOE Lagerzahlen, publiziert um 16.30 Uhr, blieben ohne Impulse. Die Aktienmärkte, mehrheitlich deutlich im Plus (auch die asiatischen Börsen heute früh) profitierten von besser als erwarteten Konjunkturdaten (Auftragseingänge für langlebige Güter). Investoren rechnen zunehmend mit EZB Zinssenkung. Mit Spannung warten vor allem die Finanzmärkte auf den Ausgang des heute beginnenden EU Gipfels zur Bewältigung der Schuldenkrise. Experten rechnen allerdings damit, dass ausser dem Gruppenfoto mit zum Teil neuen Gesichtern nicht viel Substanzielles herauskommen wird. Ebenfalls gespannt erwartet werden für Morgen die neuesten Zahlen zum Arbeitsmarkt aus den USA. Der Markt – weiterhin neutral bis bullish eingestuft – scheint sich in einer Konsolidierungsphase zu befinden.

 

Preisband System: Früher (bis ca. ins Jahr 2000) galt bei der OPEC folgendes System. Wenn der Markt innerhalb einer Spanne von 22 – 28 $ pro Barrel handelte (das waren noch Zeiten !!), liess man ihn gewähren. Sank er während mindestens 20 aufeinanderfolgenden Tagen unter 22 $ - wurden automatisch Fördermengenkürzungen vorgenommen (damit erhöhte sich der Preis wieder in das Preisband). War der Preis während 20 aufeinanderfolgenden Tagen über 28 $, wurde die Fördermengen erhöht. Somit kam mehr Ware auf den Markt und die Preise kamen zurück. Das war so ein ungeschriebenes Gesetz, funktionierte aber recht gut.

Nun will Venezuela auf dieses System zurückkommen, allerdings auf viel höherem Niveau. Die Bandbreite sieht Venezuela zwischen 80 – 120 $ und sollten die Notierungen in die eine oder andere Richtung ausbrechen, könnte die OPEC  mit Produktionsanpassungen regulierend eingreifen können. Vielleicht gelingt es Venezuela, eine Mehrheit innerhalb der OPEC für diese „alte“ Idee zu begeistern. Auch Nichtmitgliedländer dürften sehr gerne auf diese Zug aufspringen. Was würde das konkret heute für die Preisnotierungen heissen: Eher (deutlich) steigende Preise.

 

27.06.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 92.79 $  Crude 79.35 $  Gasoil 825.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9608  Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Scharfe Töne aus der Türkei. Armee in erhöhter Alarmbereitschaft. Erdogan schwört Syrien „furiose“ Rache und ruft zum Sturz seines früheren Freundes Assad auf. Beobachter halten einen Krieg bei anhaltenden Provokationen beider Seiten nicht mehr für ausgeschlossen Die Reaktion der Börsen war heftig. Im Abendhandel zogen die Notierungen deutlich an (Chart unten). Die Streiks in Norwegen gehen weiter. Man muss mehr Ölplattformen schliessen als geplant. Die Märkte werden neu – sowohl fundamental als auch charttechnisch – als „neutral bis bullish“ eingestuft. EU Ölembargo tritt am 1. Juli in Kraft. Auch die Ausweitung der US Sanktionen ab Morgen gegen den Iran wirken bullish.

 

Die Nato hat den Abschuss des türkischen Kampfjet aufs Schärfste verurteilt. Mehr war nicht zu erwarten. Man will sich nicht in einem weiteren Krisengebiet engagieren (man hat noch die Erfahrungen vom Einsatz in Libyen im Hinterkopf).. Die Türkei erteilt Schiessbefehlt an der syrischen Grenze und doht mit Gegenangriffen, sollte sich Ereignisse (wie Kampfjetabschuss letzte Woche) wiederholen. Die schlechter als erwarteten US Konjunkturdaten traten gestern – genau wie die Herabstufung von weiteren 28 Banken - aufgrund „wichtigerer“ Ereignisse eher in den Hintergrund..  Die Aktienmärkte handelten kaum verändert. Die bullishen Reaktionen im gestrigen Abendhandel wurde durch gute Umsätze getragen. Offenbar haben „Haussiers“ neue Longpositionen aufgebaut, d.h. sie wetten auf steigende Preise. War das nun nach fast 2 Monaten „Baisse“ die überfällige Gegenreaktion. Nach langer Baisse folgt oft eine Haussebewegung, die kräftiger ausfällt als die vorangegangene Baisse. Mal sehen, ob es diesmal auch so sein wird. Die Zeichen dafür stehen „leider“ gut. In wenigen Tagen / Wochen wissen wir mehr. Wir rechnen – so oder so – mit weiter nervösen und höchst volatilen Märkten, auch am Finanz- und Aktienmarkt. Das alles spielt ja bekanntlich auch in die ganzen Überlegungen rund ums Öl mit eine Rolle. Die EIA erwartet zunehmende Abhängigkeit von der OPEC

 

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26.06.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 90.84 $  Crude 78.93 $  Gasoil 813.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9609  Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Der Tropensturm „Debby“ dreht nun östlich über Florida ab und die Plattformen werden wieder reaktiviert. Dafür werden nun Plattformen in Norwegen bestreikt. Das EU Ölembargo tritt am 1. Juli in Kraft. Auch Südkorea wird beim Embargo in die Knie gezwungen. Die Rohölnotierungen gaben im Tageshandel nochmals nach, machten aber die Verluste bis Handelsschluss fast wieder wett. Die OPEC plant (vorläufig) kein Sondertreffen. Markt weiterhin neutral bis bullish eingestuft.

 

Der Tropensturm „Debby“ richtete im Golf von Mexiko keine Schäden an, doch der Ausfall wird auf etwas 608 000 Fass beziffert. In Norwegen wird beim Streik der Ölarbeiter mit ca. 268 000 Fass Verlust gerechnet. Das EU Ölembargo, welches ab 1. Juli in Kraft treten wird, trifft den Iran deutlich. Versicherer in der EU, welche ein Monopol für iranische Öl haben, dürfen keine Verträge mehr abschliessen. Und auch Süd Korea findet keinen neuen Versicherer mehr und muss sich wohl oder übel dem Embargo auch anschliessen. Vor dem Hintergrund dieser fundamentalen Vorlagen scheint ein zusätzlicher Rückgang der Notierungen als wenig wahrscheinlich. Und die Lage in diversen ölproduzierenden Ländern ist explosiv, was die Notierungen weiter stützen dürfte. Die OPEC sieht im Moment (noch) von einem Sondertreffen ab, welches beim letzten Meeting vor zwei Wochen in Aussicht gestellt wurde, sollten sich die Preise weiter deutlich nach unten bewegen (dann würden mögliche Kürzungen der Fördermenge diskutiert werden müssen, was zwangsläufig zu höheren Preisen führen dürfte).

 

Sie können sich jederzeit selbst über folgenden Link über die Entwicklung eines Tiefdruckgebietes zum Tropensturm bzw. Hurrikan informieren.

http://hurricane.accuweather.com/hurricane/atlantic/basin.asp?partner=forecastfox

 

 

25.06.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 91.35 $  Crude 80.14 $  Gasoil 816.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9587  Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

In Ägypten wurde der Vertreter der Muslimbrüder als Wahlsieger ausgerufen. Syrien schiesst einen türkischen Kampfjet ab. Beides dürfte in den nächsten Tagen und Wochen für Zündstoff sorgen. Die Ölnotierungen brachten am Freitag, nach tagelanger Baisse – mindestens vorübergehend – eine (überfällige) Gegenreaktion und die Börsen handelten mit fester Tendenz (siehe Chart unten). Tropensturm Debby legt Teile der Produktion im Golf von Mexiko lahm. Diese Woche steht im Fokus des EU Gipfels. Rheinfrachten steigen weiter.

 

Gespannt wartete man auf das definitive Ergebnis der Präsidentschaftswahlen in Ägypten, nachdem die Militärs erst vor kurzem weitere Macht für sich zementiert hatten. Die Ausrufung des Muslimbruders Mursi dürfte weiteres Unruhepotential beinhalten. Ob der türkische Kampfjet in- oder ausserhalb der türkischen Grenze abgeschossen wurde, wird nun von internationalen Stellen geklärt. Auch hier weiterer Zündstoff in der Region. Der Tropensturm Debby sorgt dafür, dass einige Ölanlagen evakuiert wurden und es wird zu Produktionsausfällen kommen. Die OPEC versichert erneut, diese kompensieren zu können. Man strebe aber weiterhin einen Barrelpreis um die 100 $ an. Davon sind wir im Moment aber deutlich entfernt und von dieser Seite her könnte es durchaus sein, dass die Preise in den nächsten Tagen und Wochen nochmals steigen könnten. Der Markt wird derzeit Fundamental „bullish“, Charttechnisch „neutral bis bullish“ definiert. 

 

Sie können sich jederzeit selbst über folgenden Link über die Entwicklung eines Tiefdruckgebietes zum Tropensturm bzw. Hurrikan informieren.

http://hurricane.accuweather.com/hurricane/atlantic/basin.asp?partner=forecastfox

 

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22.06.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 89.79 $  Crude 80.48 $  Gasoil 829.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9469  Rheinfracht: 20.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Wieder über 100 Tote bei Unruhen in Syrien. Wann hört das Morden endlich auf und was macht die UNO ? Der Dow Jones verliert über 2 %. Auch die Rohölnotierungen gaben weiter nach.  Rohöl Brent rutschte unter die magische Grenze von 90 $ pro Fass. (diesen Preis haben wir letztmals Anfangs Dezember 2010 gesehen). Moody’s stuft weitere 15 Banken – u.a. CS und UBS – herunter, vermutlich sehr zum Unmut der Aktionäre. 

 

Die gestrigen Kursbewegungen wurden von Panik und Histerie beherrscht. Die IWF Chefin spricht in Sachen Geldpolitik und Rettung der Banken klare Worte. Die Wirtschaftszahlen aus China entsprechen nicht den Erwartungen. Auch die Arbeitsmarktdaten – wenn auch mit leicht geringeren Erstanträgen auf Arbeitslosigkeit – mochten die weiterhin trübe Stimmung an den Märkten nicht aufhellen. China importiert mehr Öl aus dem Iran und läuft einen Kontra-Kurs gegenüber der EU. Generell wird China in den nächsten Wochen stark im Käufermarkt anzutreffen sein, denn zur Bestückung der neu gebauten Lager wird offenbar eine Menge von 200 Mio Fass benötigt.  Die Märkte werden kurzfristig leicht bearish eingestuft. Man darf aber nicht übersehen, dass alles sehr schnell anders sein kann. Vielleicht müsste man sich zu den heute doch wieder deutlich tieferen Preisen als auch schon in diesem Jahr einen Zukauf  überlegen (mindestens vielleicht eine Teilmenge).

Eine „verrückte“ Börsenwoche geht zu Ende. Die Märkte dürften weiterhin für „irrationale“ Bewegungen anfällig sein. Wir wünschen allen unseren interessierten LeserInnen ein erholsames Wochenende.

 

21.06.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 92.27 $  Crude 80.48 $  Gasoil 829.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9469  Rheinfracht: 20.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Eigentlich erstaunlich, dass bei der derzeitigen, fundamentalen Nachrichtenlage (Scheitern der Iran Atomgespräche mit möglichem Präventivschlag Israels, Unruhen in Ägypten, Tunesien und Syrien) die Rohölmärkte nochmals deutlich zurückgestuft wurden (Rohöl Brent auf 1.5 Jahrestief). Im Fokus stehen im Moment die  Finanz- und Aktienmärkte und sie diktieren das Geschehen (schlechte Wirtschaftszahlen aus der EU und den USA – das Programm „let’s twist again“ lässt grüssen) sorgen für eine eingetrübte Stimmung, nicht nur bei den Rohstoffen. Aber der Markte könnte sehr schnell wieder in die andere Richtung drehen. Darin sind sich Experten einig. Rheinfrachten steigen leicht an.

 

Der Markt wartete gestern einerseits auf die Entscheidung des FED über geldpolitische Massnahmen, auf die DOE Lagerzahlen und die Bildung einer neuen Regierung in Griechenland. Die DOE zahlen fielen dann bearish aus und lösten einen Erdrutsch aus. Das FED enttäuschte die Marktteilnehmer mit Ihrer Entscheidung und das liess eine zusätzliche Dynamisierung der Abwärtsspirale aufkommen. Erstaunlich, dass die Aktienindizes sich da noch knapp halten konnten. Für weitere „Stimmung“ in den nächsten Tagen dürfte gesorgt sein. In Ägypten werden die Einsprachen der beiden Präsidentschaftskandidaten, welche sich beide als Sieger ausgerufen haben, behandelt und es sind weitere Unruhen zu befürchten.

20.06.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 95.96 $  Crude 84.13 $  Gasoil 847.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9470  Rheinfracht: 18.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die Verhandlungen im Atomprogramm Iran sind gescheitert. Auch der G 20 Gipfel in Mexiko ging ohne nennenswerte Resultate mit dem üblichen Gruppenfoto zu Ende. Eigentlich nur gegenseitige Beschuldigung, wer an der derzeitigen EURO-Krise die Schuld  trage. Aber damit ist auch nichts für die Lösung der Probleme getan. Handel gestern seitwärts mit deutlichen Ausschlägen in beide Richtungen. Es bleibt nervös. Der persische Golf und die Region könnte durch einen Präventivschlag Israels destabilisiert werden.

 

Und auch in der dritten Verhandlungsrunde um das Iran Atomprogramm wurde – wie objektiv erwartet wurde - kein Durchbruch erzielt. Das lässt möglicherweise nichts Gutes offen. Man schiebt sich gegenseitig die Schuld für das Scheitern zu. Niemand wollte also den ersten Schritt tun, der für einen Erfolg so dringend nötig gewesen wäre. Am 3/4. Juli sollen die Gespräche in eine neue Runde gehen. Die USA werden ab 28.6.2012 ihre bereits beschlossenen, verschärften Sanktionen in Kraft setzen. Die EU wird das ebenfalls bereits beschlossene Ölembargo per 1. Juli ebenfalls durchsetzen. Es steigt nun auch wieder die Gefahr, dass ein Präventivschlag Israels erneut ins Spiel gebracht wird, der nach Ansicht der USA einen grösseren Konflikt im persischen Golf auslösen und die Region destabilisieren könnte.

Die Markteinschätzung heute früh: Charttechnisch und Fundamental auf „Neutral“.

 

 

19.06.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 95.95 $  Crude 82.98 $  Gasoil 842.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9523  Rheinfracht: 18.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Geringe Erfolgsaussichten bei Atomverhandlungen mit Iran.

Spaniens Probleme belasten die Finanzmärkte.

Ueberproduktion am Rohölmarkt hält an.

 

Die Atomverhandlungen in Moskau scheinen immer mehr ins Stocken zu geraten

und lassen wenig Hoffnung für ein Einlenken seitens Iran erwarten.

Nach den positiven Meldungen aus Griechenland, dämpfen die neuen, negativen

Meldungen aus Spanien wieder alle Hoffnungen für ein Ende der Eurokrise.

Mit dem OPEC-Entscheid der letzten Woche, bleibt die Rohölüberproduktion bestehen.

 

18.06.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 98.65 $  Crude 84.89  $  Gasoil 858.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9452  Rheinfracht: 18.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die griechischen Eurobefürworten wählen den steinigen Weg. Eine Koalitionsregierung wird schwierig werden. Die asiatischen Märkte handeln deutlich im Plus. In Ägyten rufen sich die Muslimbrüder als Gewinner der Wahlen aus. Zu früh? Es werden Unruhen erwartet und das Militär reisst erneut Volksrechte an sich. Eine Woche mit (massiven ?) Preisausschlägen in beide Richtungen dürfte bevorstehen.

 

Am Freitag war der gesamte Handel ausgerichtet auf die Wahlen in Griechenland und Ägypten. Vor allem die spekulativen Kräfte hielten sich zurück, um nicht in unkalkulierbare Situationen hineinzulaufen. In Griechenland dürfte die Bildung einer handlungsfähige Koalition nicht einfach sein und es dürfte zu Nachverhandlungen über Sparmassnahmen mit der EU kommen. Die Verantwortlichen der EU begrüssten in einer ersten Stellungnahme den Ausgang der Wahlen. Aber mit dem Ausgang der Wahlen ist in Griechenland ja nicht plötzlich alles anders. In dieser Woche werden die Atomgespräche um den Iran zwischen der „5+1“ Gruppe und dem Mullah-Regime weitergeführt. Es sieht so aus, dass sich die Fronten wieder verhärtet haben und kein Durchbruch erfolgen wird. Auch der G 20 Gipfel findet diese Woche statt. Der Markt wird derzeit Fundamental als „neutral“, Charttechnisch „neutral bis bullish“ eingestuft und der Verlauf der Märkte dürfte auch in dieser Woche sehr volatil sein.

 

15.06.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 97.85 $  Crude 84.51  $  Gasoil 851.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9506 Rheinfracht: 18.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Dynamitstimmung in Ägypten nach der Auflösung des Parlamentes und vor den Wahlen. Schicksalswahlen in Griechenland – Wahl zwischen Cholera und Pest ? Assad kündigt Grossoffensive gegen die Rebellen an. OPEC bleibt den bisherigen Fördermengen. Enttäuschende Arbeitsmarktdaten aus den USA. Erdgas (oft Frühindikator für Preisrichtung der Ölmärkte) legte innerhalt von 8 Stunden über 15 % zu. Spekulanten halten sich vor dem Wochenende zurück. Notierungen legten im Abendhandel zu.  

 

Die OPEC hat beschlossen, das derzeitige Fördervolumen von 30 Mio Barrel pro Tag beizubehalten. Die Mitglieder, welche jetzt total 1.6 Mio Barrel mehr produzieren, werden gemahnt, diese Überproduktion abzubauen. Die Disziplin dürfte auf sich warten lassen. Die Auflösung des Parlamentes in Ägypten wirft Fragen auf. Handelt es sich um einen Putsch des Militärs, welche einfach wieder Mubarak-Leute an die Spitze bringen wollen. Die Lage ist hochexplosiv, auch in Tunesien. Das Morden in Syrien geht weiter und Assad kündigt eine Grossoffensive gegen die Rebellen an, sollten diese die Waffen nicht niederlegen. Griechenland – und die EU – stehen vor einer Schicksalswahl. Das beunruhigt seit Tagen die Finanz- bzw. Devisenmärkte. Die Spekulanten halten sich vornehm zurück, um nicht in kritische Situationen hineinzulaufen. Ein wichtiger Faktor, und der ist für die weitere Preisentwicklung der Ölmärkte nicht unbedeutend, dürfte der Ausgang der Iran Atomgespräche Anfangs kommender Woche sein. Wer jetzt entscheiden muss, kaufen oder warten, ist nicht zu beneiden. „Im Zweifelsfall die Hälfte“, lautet da der Rat von „alten Ölfüchsen“.

 

14.06.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 97.74 $  Crude 83.06  $  Gasoil 845.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9547  Rheinfracht: 18.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Heute (und eventuell Morgen) werden an der OPEC Konferenz in Wien die Weichen für die Fördermengen in den nächsten Monaten gestellt. Nach Publizierung der DOE Lagerzahlen reagierten die Märkte sichtlich nervös. Die US Wirtschaftsdaten konnten nicht überzeugen. Der Devisenhandel wartet auf den Ausgang der Wahlen in Griechenland. Atomgespräche weiterhin im weltweiten Fokus.  

 

Die Ölfutures an den Börsen in London und New York starteten zunächst etwas fester in den Mittwoch und testeten dabei die Aufwärtsspielräume. Nach Bekanntgabe der leicht bullishen DOE Lagerzahlen um 16.30 MEZ entwickelte sich eine grosse Nervosität (Chart unten), doch die Märkte schlossen dann leicht unter Eröffnungsniveau. Der Fokus steht klar im Zeichen der heutige beginnenden OPEC Konferenz (Beschlüsse werden eventuell erst morgen Freitag gefasst). Der Markt ist derzeit gut mit Produkten versorgt. Aus dieser Optik wollen diverse Mitglieder des Kartells bei der aktuellen Förderquote bleiben. Andere sprechen sich für die Erhöhung der Quote aus. Wenige wollen die Mengen kürzen. Allgemein wird angenommen, dass es zu heftigen Diskussionen kommen wird, es aber bei den derzeitigen Fördermengen bleibt und dass wieder einmal zur Fördermengen Disziplin gemahnt wird. Für den Finanz- und Devisenhandel wird das kommende Wochenende mit den Wahlen in Griechenland natürlich mit Argusaugen verfolgt. Auch da könnten entscheidende Weichen für die Zukunft (der Eurozone) gestellt werden. Und da ist ja dann noch der mit Spannung erwartete Ausgang der weiteren Atomgespräche um den Iran in den nächsten Tagen (Sondierungsgespräche sind bereits am laufen). So sind die nächsten Tage an Spannung kaum zu übertreffen und es kann zu massiven Preisausschlägen in die eine oder andere Richtung kommen.

 

 

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13.06.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 97.20 $  Crude 82.98  $  Gasoil 843.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9615  Rheinfracht: 16.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Kinder als Schutzschilder – die UNO spricht erstmals von Bürgerkrieg in Syrien und gemäss den USA unterstützt Russland Syrien mit Kampf-Helikopterlieferungen. Tunesien und Libyen: Die Unruhen flammen erneut auf. Ölbörsen handeln seitwärts in enger Handelsspanne bei überdurchschnittlich hohem Handelsvolumen. Venezuela plädiert für Produktionskürzungen an der Morgen beginnenden OPEC Konferenz. Der Ausgang des Meetings könnte neue Impulse an die Märkte geben. Rheinpegelstände hoch, Teils fast auf Hochwasserniveau.

 

Die Lage in Syrien verschärft sich weiter. Die USA werfen Russland vor, man unterstütze das Regime mit Lieferungen von Kampfhelikoptern. Logisch, dass Russland für eine Resolution im UN Sicherheitsrat nicht zu motivieren ist. Der OPEC droht am morgen beginnenden, zweitägigen Meeting ein Zerwürfnis. Saudi-Arabien will die Produktion hoch halten und eventuell sogar anheben. Weitere Länder, allen voran Iran, Irak und Venezuela, plädieren für eine Senkung der Fördermengen (würde höhere Preise bedeuten, welche diese Länder für den Staatshaushalt gut gebrauchen könnten) bzw. die Einhaltung der früher beschlossenen Mengen, was de facto auch eine Reduzierung in die Märkte bedeuten würde (denn die OPEC fördert derzeit über den seit längerem beschlossenen Mengen). So oder so: Der Ausgang des Meetings wird mit grosser Spannung erwartet und könnte neue Impulse an die Märkte geben. Die EIA korrigiert die Prognosen für 2012/2013 leicht nach unten. In Griechenland steht am Wochenende der zweite Wahlgang an und die Parteien machen Wahlkampf – was denn sonst – auf Pump (mit Geldern der EU). So läuft es halt eben (vermutlich nicht nur in Griechenland).

 

12.06.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 97.56 $  Crude 81.99  $  Gasoil 849.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9614  Rheinfracht: 16.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Im Sog der deutlich fallenden Aktienindizes gaben auch die Ölnotierungen im Tagesverlauf die vorerst mitgenommenen Gewinne wieder ab. Einzig der steigende Dollar „verhindert“ starke Preiseinbrüche in den Produkten in der Schweiz. Ob der ab Anfangs Mai 2012 anhaltende Baissetrend (oder man könnte auch sagen der seit Ende August 2010 anhaltende Aufwärtskanal mit starken Gegenbewegungen) weiter fortgesetzt wird, dürfte sich in dieser Woche zeigen, wenn wichtige Entscheidungen der OPEC bzw. in den Atomgesprächen neue Impulse geben könnten. Verhandlungen im Atomstreit zwischen IAEA und Iran offenbar festgefahren. Neue Prognosen von Goldman Sachs.

 

Die Aktienmärkte – wie auch die Ölwerte – starteten, getragen von positiven News für die Bankenrettung in Spanien, mit deutlichen Plus in die neue Handelswoche (viele Händler mussten sich nach den News übers Wochenende auch zuerst einmal neu positionieren). Doch bald war die gute Laune vorbei und die Märkte verloren deutlich. So sank Rohöl Brent wieder deutlich unter die 100 $ Grenze, nachdem auch charttechnische Lücken geschlossen wurden. Da konnten auch die besser als erwarteten Wirtschaftszahlen aus China (u.a. Rohölimporte auf Rekordniveau) nichts daran ändern. Bereits am Mittwoch will der russische Aussenminister Lavrov in den Iran reisen, um die Vermitttlungsbemühungen im Atomprogramm voranzutreiben. Am 18. und 19.6. findet dann in Moskau die dritte Runde über das Atomprogramm zwischen der sogenannten 5 plus 1 Gruppe und dem Iran statt. Kenner rechnen aber nicht mit einem Durchbruch und auch die IAEA scheint den früher Optimismus abgelegt zu haben.

 

Die neuen Prognosen von Goldman Sachs (man kann von Prognosen halten, was man will, aber es passiert meist etwas und so daneben war Goldman Sachs in der Vergangenheit oft nicht)

 

Für 3 Monate

Crude 118 $ (jetzt bei 81.99) Brent 120 $ (jetzt bei 97.56

Für 6 Monate

Crude 122.50 $ (jetzt bei 81.99) Brent 127.50 $ (jetzt bei 97.56)

Für 12 Monate

Crude 125 $ (jetzt bei 81.99) Brent 129 $ (jetzt bei 97.56)

 

Erstaunlich dabei ist, dass man die Differenzen zwischen Crude und Brent nicht mehr so breit sieht, wie das in der letzten Zeit der Fall war. (heute z.B. noch 15.50 $ pro Fass)

 

11.06.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 101.32 $  Crude 85.87  $  Gasoil 869.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9515  Rheinfracht: 16.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Spaniens Banken – nur eine Beruhigungspille. Rohölimporte in China gestiegen. In dieser Woche könnten für die Weiterentwicklung der Ölpreise bedeutende Weichen gestellt werden (OPEC Konferenz mit Fördermengenfragen, Atomgespräche um das Iran Atomprogramm, am Wochenende zweiter Wahlgang in Griechenland und Frankreich) und die relativ günstigen Ölpreisen könnten eventuell bald wieder der Vergangenheit angehören. Die Ölbörsen starten heute mit einem sattem Plus in den Handel. Auch die asiatischen Aktienmärkte handeln deutlich im Plus. Anschlag auf irakische Ölquellen im Irak.

 

Die Rettung der spanischen Banken über den Rettungsschirm wurde unterschiedlich aufgenommen. Während die Eurozone vorübergehend aufatmet und auch die USA sich etwas erleichtert zeigt, regt sich in Spanien selbst Unmut. Verständlich, es würden ja nur die die Bankenprobleme gelöst. Das Land selbst ist nicht „gerettet“. Somit bleibt die Eurozone weiterhin auf der Intensivstation. Die Rohöl Crudeimporte in China sind gegenüber Vorjahr um knapp 20 % gestiegen. China wird weiterhin im Markt als Käufer auftreten und es werden auf diesem Preisniveau sogar strategische Reserven angelegt. Wer spricht da von mangelnder Nachfrage?

 

 

Sie können sich jederzeit selbst über folgenden Link über die Entwicklung eines Tiefdruckgebietes zum Tropensturm bzw. Hurrikan informieren.

http://hurricane.accuweather.com/hurricane/atlantic/basin.asp?partner=forecastfox

 

08.06.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 98.97 $  Crude 83.31  $  Gasoil 851.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9595  Rheinfracht: 16.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Nachdem Rohöl Brent gestern zuerst erneut auf 102.60 $ pro  Fass zulegte, rutschte es ab ca. 16 Uhr (knapp vor der Rede des FED Chefs Bernanke) bis Handelsschluss wieder leicht unter die 100 $ Marke. Die Notierungen finden derzeit einfach die neue Richtung (noch) nicht. Man wartet gespannt auf die kommende Woche mit der zweiten Runde in den Iran Atomgesprächen und der OPEC Konferenz. Das könnte durchaus neue Impulse in die eine oder andere Richtung bringen. Die Lage in Syrien bleibt mehr als angespannt und eine humanitäre Katastrophe ist nicht mehr allzu fern. Chinesische Zentralbank senkt überraschend den Leitzins.

 

Der Markt verlief gestern wieder sehr nervös. Nach der Rede des FED Chefs Bernanke, der sich nicht über die erwarteten, konkreten geldpolitischen Massnahmen zur Stützung der Wirtschaft ausgesprochen hat, trübte sich die Stimmung an den Märkten – auch bei den Aktien – wieder ein. Im Vorfeld  der Rede Bernankes waren auch die Ölpreise von Optimismus getrieben. Der FED Chef warnte auch vor einer Zuspitzung der Euro-Krise. Es ist ja einfacher, mit dem Finger auf andere zu zeigen als die Aufgaben im eigenen Land zu machen. Im Vorfeld zur OPEC Konferenz nächsten Donnerstag sagte der algerische Ölminister Yousfi, man werde über erforderliche Massnahmen, um den überversorgten Markt angesichts der momentan stagnierenden Nachfrage, wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Man will weiterhin am Barrelpreis von ca. 100 $ festhalten. Man wird somit wieder einmal an die Disziplin der Mitglieder (man fördert derzeit 1 – 2 Mio Barrel pro Tag mehr als früher beschlossen) appellieren. Nicht überraschen würde es, wenn sogar eine Kürzung der Fördermengen beschlossen würde. Das Resultat wäre denn „steigende Preise“. Aber da sind ja noch die Atomgespräche, welche ebenfalls am 14. Juni in die zweite Runde gehen. Und wenn das Embargo gegen den Iran dann wirklich in Kraft treten sollte, ist sowieso wieder alles kalter Kaffee von gestern.

 

07.06.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 100.91 $  Crude 85.41  $  Gasoil 865.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9550  Rheinfracht: 15.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Der Dow Jones mit über 2 % als grösster Gewinn im Tageshandel in diesem Jahr. Auch andere Aktienindizes (SMI plus 1.9 %) legten deutlich zu. Rohöl Brent schaffte den Sprung wieder über die 100 $ Marke. Generelle Euphorie an den Märkten, nachdem die EZB den Leitzins weiterhin tief hält und das BIP in der Eurozone stabil ist. Erneut furchtbare Massacker in  Syrein. Die die UN und die Arabische Liga „beraten“ weiter und hoffen noch immer auf diplomatische Lösungen. Diverse Importeure, welche sich aus dem Süden versorgen, bekommen durch die Sperrung der Gotthardstrecke Probleme mit der Bahnbelieferung. Das hat zum Teil Auswirkungen auf die CHF Preise.

 

Im Vorfeld der in der nächsten Woche beginnenden Atomgespräche warnt der Iran vor einem möglichen Misserfolg. Eigentlich glauben nur Optimisten, dass es diesmal einen Durchbruch gibt. Die gestern publizierten DOE Lagerzahlen, eigentlich bearish, wurden durch die Champagnerlaune der Börsianer in den Hintergrund gestellt. Oder zeigen sie ihr wahres Gesicht eventuell erst heute. Aber Hand aufs Herz: Ist denn an den Finanzmärkten plötzlich alles anders? Man glaubt nun offenbar, dass die FED und auch die EBZ Massnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft aus dem Ärmel zaubern. Aber wie auch schon an dieser Stelle erwähnt: Viele Börsianer bzw. Marktteilnehmer reagieren „manisch depressiv“ – heute „himmelhoch jauchzend“, am andern Tag „zu Tode betrübt“. Nun herrscht offenbar wieder die manische Phase. Aus der Nordsee kommt wieder mehr Öl, nachdem wegen diversen Problemen die Fördermengen reduziert werden mussten.

 

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06.06.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 99.50 $  Crude 85.15  $  Gasoil 853.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9605  Rheinfracht: 15.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Nach der Aufkündigung des Friedensplans durch die Rebellen nehmen die Kämpfe in Syrien an Intensität und Brutalität weiter zu. China und Russland sehen tatenlos zu und blockieren weitergehende Sanktionen der UNO. Was ist das für ein „Club“ geworden? Ölpreise im gestrigen Tageshandel bei geringem Handelsvolumen (Feiertag in England) in enger Spanne seitwärts. G7 Konferenz ohne Impulse. Fester Handel heute früh. Rohöl Brent kratzt wieder an der psychologisch wichtigen Marke bei 100 $ pro Fass. Sollte dieser Widerstand nachhaltig durchbrochen werden, könnte die Reise schnell wieder Richtung 110 $ emporschnellen.

 

China und Russland glauben nach wie vor, dass die Unruhen bzw. Probleme in Syrien nur auf diplomatischem Weg gelöst werden können. Das ist vermutlich nicht nur blauäugig, sondern das ist der Glaube an den Storch. Da spielen halt doch gewaltige Eigeninteressen mit. Unterschiedliche Wirtschaftszahlen (teils besser, teils schlechter) aus dem Euroraum und den USA hielten sich in etwa die Waage. Der Markt wird derzeit wie folgt eingeschätzt:

Fundamental bearish, Charttechnisch neutral bis bullish. Rein von der Charttechnik her gesehen wäre eigentlich eine weiterführende Gegenreaktion (aufwärts) überfällig. Mal sehen, wer in den nächsten Tagen die Oberhand gewinnt – die Bullen oder die Bären….

 

05.06.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 99.30 $  Crude 84.68  $  Gasoil 851.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9599  Rheinfracht: 15.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Wie Du mir, so ich Dir. Die Rebellen in Syrien erhöhen den Druck auf das Assad Regime. Notierungen gaben gestern im Laufe des Tages nochmals nach, konnten aber wichtige Unterstützungen nicht durchbrechen und schlossen leicht über Eröffnungsniveau (siehe Chart unten). Eurokrise weiterhin im Fokus der Märkte. Fester Handel heute früh (auch an den asiatischen Märkten).

 

Die Rebellen in Syrien erklären den UN Friedensplan als gescheitert und wollen den Druck auf die  Assadtruppen verstärken (Assad halte den Friedensplan ja auch nicht ein). Nur UN Blauhelmtruppen könnten das Land vor dem Diktator schützen und eventuell Ruhe bringen. Russland steht aber für verstärkte Sanktionen gegen Syrien weiterhin nicht zur Verfügung. Über die weitere Marktentwicklung sind sich Experten und Analysten uneinig. Während die einen meinen, dass der Markt – wie zwischen 1997 und 1999 - deutlich einbrechen könnte, vertreten die anderen ein komplett konträre Meinung. Sie gehen von einer weiteren, deutlich steigenden  Marktentwicklung aus. Noch in diesen Monat stehen Entscheidungen an (OPEC Ministertreffen, Atomgespräche Iran etc), welche wegweisend sein und neue Impulse geben könnten. Falls Sie am ganzen Bericht der eher bearish orientierten Analysten interessiert sind, senden wir Ihnen diesen gerne zu (Mail an anton.eigenmann@langenergie.ch ).

 

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04.06.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 96.78 $  Crude 81.64  $  Gasoil 836.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9673  Rheinfracht: 15.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Rohöl Brent und Gasoil befinden sich auf 16 Monatstief. Wird sich angesichts der dramatischen Lage in Syrien und der wieder aufflammenden Unruhen in Ägypten die Abwärtsspirale weiterdrehen. Eine Gegenreaktion wäre allerdings überfällig. Von dieser Warte aus müsste man sich einen – mindestens Teilkauf – im Moment wirklich überlegen.

 

Nach der Urteilsverkündung in Ägypten gab es gemischte Reaktion. Die Anhänger Mubaraks feierten, die Gegner protestierten. Im zweiten Wahlgang kann man zwischen Pest und Cholera wählen. Die Lage in Syrien steht vor einer entscheidenden Situation. Wenn Russland nicht einlenkt, dann kann es zu einem verheerenden Bürgerkrieg kommen, wovon sich das Land vermutlich nie mehr erholen wird. Sehr oft, wenn die Märkte innert kurzer Zeit so massiv, wie in den letzten Wochen, nachgegeben haben, fällt die Gegenreaktion umso heftiger aus. Das könnte – muss aber nicht – in den nächsten Tagen bzw. Wochen durchaus der Fall sein. (Zahlen seit 1.5.12 – Brent Minus 17 %- Gasoil minus 20.5 %, Dollar plus 6.6 %). Auf der Traktandenliste der OPEC wird die Fördermengenpolitik für die nächsten Monate stehen. Allerdings wird man eher eine Senkung, statt eine Erhöhung diskutieren. Denn der Zusammenbruch der Notierungen passt den Förderstaaten, welche mit viel höheren Einnahmen budgetiert haben, natürlich gar nicht. Und mit dem Schauben an den Fördermengen liesse sich das durchaus korrigieren.

 

01.06.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 101.88 $  Crude 86.35  $  Gasoil 871.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9717  Rheinfracht: 15.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Gleiche Tendenzen wie in den letzten Tagen: Oelbörsen runter – Dollar rauf.

DOE weist höhere Crude-Lagerbestände aus und unterstützt die bearishe

Entwicklung.