AVIA Vereinigung Schweiz

Archiv Mai

31.05.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 103.48 $  Crude 87.93 $  Gasoil 882.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9694  Rheinfracht: 15.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Oelbörsen im Sinkflug. Dollar stark im Steigen.

US-Oelverbrauch im 1. Quartal auf 15 Jahrestief.

 

 

30.05.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 106.36  Crude 90.33  $  Gasoil 897.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9633  Rheinfracht: 15.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die Rohölmärkte starteten nach dem langen Wochenende recht nervös in die neue Handelswoche. Dabei wurde im Rohöl Crude (New York) die 90 $ angekratzt, aber nicht nachhaltig durchbrochen. Dollar mit 0.9633 recht stark.

 

Enttäuschender US Verbrauchervertrauensindex sorgte für eine etwas getrübte Stimmung zum Wochenbeginn.  Doch solange sich die Aktienmärkte irgendwie einigermassen halten können, bleibt wenige Spielraum für weiter tiefere Öelpreise. Derzeit geben die Aktienmärkte etwas den Ton an.

 

29.05.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 107.54  Crude 91.47  $  Gasoil 910.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9586  Rheinfracht: 15.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die Öelbörsen zeigen seit Freitag wieder leicht festere Tendenzen.

Die OPEC sieht keine Veranlassung zur Erhöhung der Förderquoten.

 

25.05.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 106.29  Crude 90.57  $  Gasoil 903.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9597  Rheinfracht: 15.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die Aktienmärkte glichen etwas von den deutlichen Vortagesverlusten aus. Dem konnten sich auch die Rohölmärkte nicht entziehen und schloss leicht im Plus. Dollar weiter erstarkt. Der erhoffte Durchbruch bei den Atomgesprächen in Bagdad blieb aus und man will Mitte Juni in Moskau weiter verhandeln. Die Börse reagierte darauf leicht bullish. Wahlen in Ägypten verliefen angeblich meist regulär, doch wird kein Resultat im ersten Wahlgang erwartet.

 

War man im Vorfeld der Iran Atomgespräche noch eher (zweck) optimistisch, so muss man erneut konstatieren, dass die gegenseitigen Vorstellungen einer Lösung deutlich auseinanderliegen (siehe Vorstellung der „5+1 Gruppe unten). Das Hauptinteresse Irans dürfte aber die Forderung sein, dass das im Juli in Kraft tretende Ölembargo der EU aufgehoben wird. Dazu dürfte es jedoch vermutlich nicht kommen. Die EU würde so eine wichtige “Waffe“ aus der Hand geben. Tatsache ist, dass die weltweiten Lagerbestände im Benzin und Destillaten auf den tiefsten Ständen seit 2008 sind.Die OPEC, an der kommenden Konferenz am 14. Juni eine Fördermengenerhöhung auf die Agenda zu setzen. Die Mehrheit des Kartells  glaubt aber kaum, dass mit Erhöhungen der Kapazitäten zu rechnen ist. Man würde sich ins eigene Fleisch schneiden (mehr Ware würde heissen, sinkende Preise und daran sind die Förderländer keinesfalls interessiert, denn mit dem heutigen Preisniveau sind die Staatshaushalte zu grossen Teil NICHT ausgeglichen). Angesichts der Unsicherheiten um den Euro in Griechenland und die desolate Finanzlage weiterer EU Staaten dürften die Märkte weiterhin stark volatil bleiben. Geniessen wir nun aber zuerst einmal hoffentlich sonnige Pfingsttage.

 

Das Angebot der „5+1 Gruppe“ fordert vom Iran
• die Uran Anreicherung auf 20% Reinheitsgrad zu stoppen
• die Vorräte des relativ hoch angereicherten Materials auszuführen, damit eine weitere Anreicherung auf waffenfähiges Niveau verhindert wird
• die Anreicherungsanlage im Militärbunker nahe der Stadt Qom zu schließen

Angeboten wird dem Iran
• die Aufhebung der Exportsperre für Ersatzteile von US Flugzeugen
• Bereitstellung von nicht militärischen Techniken und Materialien zur Nutzung der Atomenergie zur Stromerzeugung

 

Sie können sich jederzeit selbst über folgenden Link über die Entwicklung eines Tiefdruckgebietes zum Tropensturm bzw. Hurrikan informieren.

http://hurricane.accuweather.com/hurricane/atlantic/basin.asp?partner=forecastfox

 

24.05.2012  15:44 Uhr

Iran weist Vorschläge des Westens bei Atomgesprächen zurück - Die Börse reagiert bereits.


Der Iran ist bei den Atomgesprächen in der irakischen Hauptstadt Bagdad erneut auf Konfrontationskurs gegangen. Teherans Verhandlungsführer Said Dschalili wies die Vorschläge der 5+1-Gruppe für eine baldige Rückkehr der internationalen Inspektoren zu den iranischen Atomanlagen zurück.
Auch einer Fortsetzung der Gespräche im kommenden Monat in Genf standen die iranischen Unterhändler kritisch gegenüber und forderten stattdessen einen Ort, an dem westliche Sanktionen nicht unterstützt werden.
Die Vorschläge des Westens seien weit von einem Kompromiss entfernt, sagte ein iranischer Diplomat am Rande der Verhandlungen. Dschalili äußerte seine Bedenken in einem privaten Gespräch mit der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton, die die Atomgespräche leitet. Ashtons Sprecher Michael Mann sagte dennoch, es habe in den Gesprächen Fortschritte gegeben, bezeichnete sie aber als "schwierig". Zuvor hatte es zunächst keine Anzeichen für eine Gefährdung der Verhandlungen gegeben. Sie sollten noch am Donnerstag abgeschlossen werden.

 

24.05.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 105.90  Crude 90.41   Gasoil 903.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9551  Rheinfracht: 15.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Europäische Aktienmärkte – im Angst- und Chaosmodus – ziehen auch die Ölwerte in den Keller. EU Gipfel: ausser Spesen nichts gewesen- Treffen fürs Gruppenfoto. Bisher kein Durchbruch in Bagdad bei den Atomgesprächen. Euro auf Tiefpunkt. Dollar zum CHF stark. US Lagerbestände in den Destillaten bzw. Benzin auf den tiefsten Ständen seit Juni bzw. November 2008 !

 

Auf vielseitigen Wunsch quotieren wir ab heute auch die ICE London „Gasoilnotierungen“ (Basis für Heizöl/Diesel). Dieser Wert ist vor allem massgebend für die physischen Preise am Seehafen Rotterdam / Amsterdam / Antwerpen (ARA). Nicht zu verwechseln mit Erdgas.

 

Die Gasoilnotierungen an der Börse in London rutschten gestern zeitweise unter die magische (psychologische) Marke von 900 $ pro Tonne (letztmals im Dezember 2011 auf diesem Niveau). Die Unterstützung konnte aber nicht nachhaltig durchbrochen werden und bei Handelschluss lag Gasoil leicht über 904 $. Der gestrige EU Gipfel brachte keine handfesten Resultate. Aber man traf sich halt wieder, um schon längst Gesagtes erneut zu diskutieren. Mal schauen, ob dann der Junigipfel mehr Fleisch am Knochen hat. Dann ist auch der Ausgang der Wahlen in Griechenland bekannt. Die Verhandlungen zum Atomprogramm im Iran werden heute fortgesetzt. Bisher wurden noch keine konkreten Resultate erzielt. Man fordert den Iran zu Zugeständnissen auf. Experten meinen, dass man weiter von einer Einigung entfernt ist, als in (zweck)optimistischen News vermeldet wird. Der Ausgang dieser Gespräche dürfte auch Auswirkungen auf die Ölpreisentwicklungen haben (in die eine oder andere Richtung). Die Ölbranche bekommt die Sanktionen gegen Syrien zu spüren. Die Unruhen in Syrien schwappen mehr und mehr auch nach Libanon über. Die gestrigen DOE Lagerzahlen (deutliche Abbauten im Benzin – nächste Woche beginnt in den USA die Driving-Season) trugen nicht viel zur Meinungsbildung bei. Auch die positiver als erwarteten US Wirtschaftszahlen sowie die Auftragseingänge der europäischen Industrie liessen die Stimmung an den weltweiten Börsen nicht wirklich aufhellen. Zu fest steht derzeit die Eurokrise im Fokus (Griechenland, Spanien, Portugal etc.).

 

tl_files/fM_k0001/news/23 05 12 gasoil.jpg 

23.05.2012

 

17.00 Atomunterhändler fordern Iran zu Zugeständnissen auf

Bei den Atomgesprächen mit der iranischen Führung in Bagdad haben die internationalen Unterhändler den Druck auf Teheran erhöht. «Wir haben einen neuen Vorschlag auf den Tisch gelegt», sagte Michael Mann, der Sprecher der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton. «Wir hoffen, dass die Iraner darauf in einer guten Art und Weise reagieren», sagte sie nach dem Start der neuen Verhandlungsrunde in der irakischen Hauptstadt.
Die Vertreter der 5+1-Gruppe (die fünf UN-Vetomächte China, Frankreich, Großbritannien, Russland und die USA - sowie Deutschland) seien sich in ihrer Vorgehensweise völlig einig, sagte Mann. Details zu dem Vorschlag wollte er nicht nennen. Ashton leitet die internationale Delegation. Vertreter der 5+1-Gruppe wollen bei dem Treffen mit Vertretern des Irans an den als positiv bezeichneten Start neuer Gespräche vor gut fünf Wochen in Istanbul anknüpfen.
Nach iranischen Angaben sollten die Gespräche am Donnerstag fortgesetzt werden. Das meldete der iranische Nachrichtensender Press TV unter Berufung auf informierte Quellen. Eine amtliche Bestätigung für den Bericht gab es nicht. Irakische Regierungsvertreter sprachen als Gastgeber von einem eintägigen Treffen.



 

09.00 Ehemaliger Ministerpräsident der Übergangsregierung "Papademos" in Griechenland: Denkt laut über Austritt Griechenlands aus der EURO-Zone nach. Vorbereitung würden bereits getroffen. Das belastet vor allem den Euro und die weltweiten Aktienmärkte (vor allem in Europa und Asien (Nikkei 225 schloss 2.3 % im Minus). Auch die Rohstoffmärkte bleiben nicht unverschont. Da braut sich ein Gewitter zusammen.

 

Rohöl/Barrel:  Brent 107.73  Crude 91.08  $  Dollar: 0.9481  Rheinfracht: 15.00 CHF/to

Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Heute beginnen nicht nur die Iran-Atomgespräche, sondern auch die Wahlen in Ägypten. Es wird sich zeigen, ob wirklich neue Kräfte an die Macht kommen oder ob die „alten Bekannten“ von Mubarak weiterhin am Ruder bleiben und die Militärs die Macht wirklich abgeben. Experten zweifeln daran. Japans Bonität wurde durch die Ratingagentur Fitch herabgestuft. Dollar stärker.

 

„Unter Mubarak gab es wenigstens eine Ordnung im Lande, heute herrscht das Chaos“, so der Tenor vieler Wähler. Deshalb ist zu befürchten, dass die Getreuen von Mubarak als Sieger aus den „Wahlen“ hervorgehen könnten. Doch die Schwergewichte wurden ja schon vor Wochen aus dem Verkehr gezogen. Wie nervös sich die Märkte gestern vor den Gesprächen der ständigen Mitglieder des UN Sicherheitsrates und Deutschland mit den Iranern verhielten, sehen Sie im 24 Std. Chart unten. Es wird im Moment etwas Optimismus verbreitet. Aber Papier ist ja bekanntlich geduldig und aufgrund der Vergangenheit bleibt abzuwarten, welches Resultat dann WIRKLICH folgt. Die Börsen sind zumindest etwas abwartend.

 

tl_files/fM_k0001/news/22 05 12 Brent.jpg

22.05.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 108.96  Crude 91.84  $  Dollar: 0.9396  Rheinfracht: 15.00 CHF/to

Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Nun geht es offenbar in die befürchtete Gegenrichtung (siehe Rohöl Brent 24. Std. Chart unten). Diese könnte eventuell massiver ausfallen als den Konsumenten lieb ist. Notierungen durchbrechen diverse Widerstände. Blutbad mit Dutzenden von Toten und Verletzten in Jemen. Offenbar steht wieder Al Qaida dahinter. Die Unruhen in Syrien schwappen auf den Libanon über. Hoffnung auf Konjunkturprogramm in China. IAEA-Chef beginnt Atomgespräche in Teheran. USA erhöhen Druck auf den Iran mit weiteren Sanktionen. Preise in der Schweiz werden heute leicht höher erwartet.

 

Die neuen US Sanktionen gegen den Iran betreffen Firmen mit Joint-Ventures im Öl- und Uran-Sektor, bei welchen der Iran ebenfalls beteiligt ist. Manager dieser Unternehmen dürfen nicht mehr in die USA einreisen, ebenso Iraner, deren Studien mit der Nuklearindustrie in Verbindung gebracht wird. Gleichzeitig mit den Rohölnotierungen drehten auch die meisten Aktienindizes ins Plus. Der positive US Chicago Fed National Activity Index trug wesentlich zur aufgehellten Stimmung an der Wall Street bei. Dollar unwesentlich schwächer zu gestern früh. Die chinesische Regierung konzentriere sich darauf, den Wirtschaftsmotor wieder auf Touren zu bringen. Dazu wurden einige Massnahmen vorgeschlagen, welche durchaus Wirkung zeigen könnten. Im Irak vermeldet man den höchsten Stand der Einnahmen aus Erdölexporten seit 1989. Während der Rohölmarkt Fundamental „neutral bis bearish“ interpretiert wird, sieht die Charttechnisch die nahe Zukunft „neutral bis bullish“. Der Markt muss die neue Richtung finden und in dieser Woche könnten diverse Fundamentals (wie die Atomgespräche etc) dazu weitere, wegweisende Impulse geben. 

 

tl_files/fM_k0001/news/21 05 12 brent.jpg 

21.05.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 107.20  Crude 91.86  $  Dollar: 0.9401  Rheinfracht: 15.00 CHF/to

Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Zahnloser G8 Gipfel in Camp David. Ölwerte(auch Aktienindizes) weiter auf Talfahrt. Gasoil seit 19.3.2012 (Höchststand 2012 mit 1043 $ pro Tonne) am Freitag mit 902 $ um rund 13.5 % günstiger. Damit handelte Gasoil am Freitag ganz nahe an der psychologisch wichtigen Marke von 1000 $ pro Tonne. Wenn die Preise innert kurzer Zeit so stark sinken, könnte die Gegenbewegung umso massiver ausfallen. Der iranische Wirtschaftsminister warnt: Die Preise könnten durch das Ölembargo gegen sein Land massiv, bis zu 160 $ pro Barrel steigen. Das scheint nicht unrealistisch zu sein. Gold nach längerer Schwächeperiode wieder deutlich fester.

Vielleicht sollte man sich tatsächlich zum jetzigen Zeitpunkt einen (Teil) Kauf überlegen.

 

Obama setzt sich am G8 Gipfel mit dem Vorstoss zu Ölreserven durch. Die Länder seien bereit, notfalls die Internationale Energieagentur IEA einzuschalten, um die Versorgung der Märkte zu gewährleisten. Doch das Embargo gegen den Iran, welches durch die EU per Juli eigentlich beschlossene Sache ist, könnte die Preise trotzdem in die Höhe schnellen lassen. Der iranische Wirtschaftsminister meint, dass das Fass auf 160 $ klettern könnte, und diese Zahl scheint nicht an den Haaren herbeigezogen zu sein. Am Mittwoch, 23.5.12 geht es in eine nächste Gesprächsrunde im Iran Atomprogramm. Davon werden möglicherweise bedeutende Impulse für den weiteren Verlauf der Rohölnotierungen ausgehen.

Die üblicherweise gut funktionierenden charttechnischen Indikatoren haben in den letzten Tagen eher „versagt“ und zu Verunsicherungen der Marktteilnehmer geführt.

 

18.05.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 107.32  Crude 92.30  $  Dollar: 0.9480  Rheinfracht: 15.00 CHF/to

Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Während wir bei strahlendem Wetter den Feiertag geniessen konnten, gab es an der Rohölbörse in London einen kleinen Wolkenbruch. Brent gab am 16/17. Mai um rund 2.3 % nach. Allerdings stieg der Dollar und das verhindert in der Schweiz deutlich tiefere Preise.

 

Weiter im Fokus steht Griechenland und die Angst, dass es in Spanien auch zu einem zweiten Griechenland kommen könnte. Die „Welt“ steht vor weiteren, wichtigen Atomgesprächen um den Iran am 23. Mai. Die am Mittwoch publizierten DOE Lagerzahlen wurden unterschiedlich interpretiert (Aufbauten im Rohöl, Abbauten beim Benzin und den  Destillaten). Es gibt Stimmen, welche meinen, dass die Aufbauten im Rohöl bewusst erfolgen. Man habe Angst, dass nach einem eventuellen Scheitern der Atomgespräche ein Angriff Israels nicht mehr zu bremsen sei. Die Reaktion im Iran könnte dann die schon längst angedrohte Schliessung der Strasse von Hormus sein. Da müsse man mit gut gefüllten Lagern operieren können. Ansonsten sind keine wirklich nennenswerte, fundamentale News in den Märkten.

 

17.05.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 109.75  Crude 93.25  $  Dollar: 0.9435  Rheinfracht: 15.00 CHF/to

Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die internationalen Börsen laufen trotz heutigem Feiertag in der Schweiz. Deshalb nur kurz die Eckdaten (oben) und der gestrige 24 Stundencharts Rohöl Brent (Verlauf in Handelsspanne von 2 $ pro Fass)

 

tl_files/fM_k0001/news/16 05 12 brent.jpg 

16.05.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 111.05  Crude 92.44  $  Dollar: 0.9448  Rheinfracht: 15.00 CHF/to

Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Ölbörsen orientieren sich seitwärts, Aktienmärkte, Euro und API Daten belasten. Griechenland vor Neuwahlen. Die News, dass KEINE Regierung gebildet werden kann, kamen kurz vor 15.30 herein. Schauen  Sie auf den Charts unten, was daraufhin bei den Währungen passierte. So schnell geht es, wenn Fundamentals in die Märkte kommen. Auch die Aktienmärkte gaben zum Teil deutlich nach. Am meisten die Börse in Griechenland, wo ein Tiefst-Stand wie seit 20 Jahren nicht mehr erreicht wurde.

 

Die Situation in Griechenland kennen Sie hinlänglich aus den Medien. Was die Neuwahlen bringen? Experten sind sich da uneinig. Vielleicht sind diejenigen, welche noch ein paar Drachmen in den Schubladen haben, für die Ferien gut beraten, diese noch weiter zu hüten. Die letzte Nacht publizierten API Zahlen zeigen deutliche Aufbauten im Rohöl, jedoch moderate Abbauten bei Benzin und den Destillaten. Diese Zahlen müssen allerdings heute um 16.30 Uhr mit den DOE Zahlen bestätigt werden, sollten sie vom Markt ernst genommen werden (was bei den API Zahlen oft absolut nicht der Fall ist und Abweichungen gegenüber DOE oft sehr gross sind). Was gestern erfreulich war, ist die Meldung, dass das BIP in Deutschland und in der Eurozone besser als erwartet ausgefallen ist. Auch der positive Empire State Index aus den USA „beflügelte“ die Märkte leicht. Doch dann kam eben die Meldung der Hellenen und das nahm den Akteuren an den Börsen den Wind aus den Segeln.

 

tl_files/fM_k0001/news/14 05 12 EURO_USD.jpg 

 

tl_files/fM_k0001/news/14 05 12 USD_CHF.jpg

15.05.2012

 

15.05.2012  15:19 Uhr

Regierungsbildung in Griechenland endgültig gescheitert

In Griechenland hatte nach Angaben des Präsidialamts auch der letzte Versuch zur Regierungsbildung keinen Erfolg. Bis zuletzt hatte der Staatspräsident versucht, alle Parteien an einen Tisch zu bekommen und eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden. Nun steht das hochverschuldete Euro-Land vor Neuwahlen.


 

 

Rohöl/Barrel:  Brent 111.19  Crude 94.39  $  Dollar: 0.9350  Rheinfracht: 15.00 CHF/to

Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Schlechter Start in die neue Aktienwoche, denn die Indizes rutschen weiter ab. Rohöl Brent kann sich – zuerst im Sog der Akteinmärkte – bis Börsenschluss wieder erholen und schliesst ca. einen Dollar tiefer als Eröffnungsniveau. Der Rohölmarkt hat die neue Richtung nach wie vor nicht gefunden. Es braucht vermutlich fundamentale Impulse, welche im Moment fehlen.

 

Die gestern publizierten Zahlen der Industrieproduktionen der Eurozone im März fielen enttäuschend aus. Dies –und vor allem die Lage um die Neuformierung einer Regierung in Griechenland - (sowie die Herabstufung von 26 Banken in Spanien) dämpfte die Stimmung an den Aktienmärkten. Rohöl Crude New York erreichte gestern ein neues Jahrestief. Die Mengen, welche aktuell an den Rohölbörsen gehandelt werden, sind weiter unter Durchschnitt. Man ist vorsichtig, weil aktuell Impulse in die eine oder andere Richtung fehlen. Es könnte aber durchaus die Anfälligkeit für eine Aufwärtskorrektur erhöhen. Denn oft, wenn es starke Einbrüche bei den Notierungen gab, folge im Anschluss eine deutlich massivere Gegenbewegung als der vorangegangene Einbruch. Mal sehen, ob diese Faustregel auch in diesen Tagen Gültigkeit hat. Einige Experten meinen, dass der Markt derzeit überversorgt sei. Und da spricht die OPEC noch davon, dass man möglicherweise die Förderquoten erhöhen wolle. Absoluter Blödsinn.

 

14.05.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 111.79  Crude 95.69  $  Dollar: 0.9317  Rheinfracht: 15.00 CHF/to

Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die Märkte handelten am Freitag seitwärts in enger Spanne von ca. 1 $ pro Fass und schlossen auf Niveau der Börseneröffnung. Die Aktienmärkte schlossen zum Teil leicht im Plus. In der  physischen Nachfrage nach Produkten werden keine weiteren Einbrüche erwartet. Der weitere Marktverlauf dürfte sich somit weiter seitwärts bewegen. Diverse Analysten und Prognostiker sehen zwar seit Wochen und Monaten ein deutliches Anziehen der Notierungen im zweiten Quartal. Der Ausgang des nächsten Treffens um das Atomprogramm im Iran am 23.5.2012 dürfte dem Markt entscheidende Impulse in die eine oder andere Richtung geben.

 

Im Fokus der Finanzmärkte steht weiter die desolate Lage in der Regierungsbildung in Griechenland. Vermutlich wird es zu Neuwahlen im Juni kommen. Experten gehen allerdings davon aus, dass sich am Ausgang der Neuwahlen in der Konstellation nichts ändern wird und dass eine „Pleite“ Griechenlands mit möglichem Austritt aus der Eurozone bevorstehen könnte. Die Folgen für den Euro sind noch nicht absehbar, denn auch in Spanien ist die Lage alles andere als rosig und es könnte dort zu einem zweiten Griechenland kommen. Auch der Spekulationsverlust von JP Morgan in den USA zeigt wieder deutlich auf, wie grosse Geldinstitute mit dem Feuer spielen. China enttäuschte zu Wochenschluss mit einer ganzen Reihe enttäuschenden Konjunkturdaten und liess die Märkte leich bearish reagieren. Da konnte auch der positive Michigan Konjunkurindiex aus den USA nichts ändern (mit Ausnahme, dass der Dow Jones davon profitierte). Saudi Arabien sieht höheren Bedarf im dritten und vierten Quartal. Die Baissepositionen bei Gas wurden drastisch reduziert, d.h. man wettet auf steigende Erdgaspreise (wie schon oft an dieser Stelle erwähnt: Erdgas gibt oft die Richtung von Rohöl vor).

 

11.05.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 111.87  Crude 96.03  $  Dollar: 0.9300  Rheinfracht: 15.00 CHF/to

Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die OPEC fördert soviel wie seit 2008 nicht mehr. In Syrien nimmt die Gewalt zu. Hatte Al Qaida bei den gestrigen, massiven Anschlägen die Hände im Spiel ? Wahlen in Algerien. Das Land könnte auch bald den arabischen „Frühlingswind“ spüren. Der sei eine „Plage“, so der Regierungschef. Gasoil handelte in der technischen Handelsspanne von rund 8 $ pro Tonne. Dollar erstarkt.

 

Die Medien sind voll von Schlagzeilen zur katastrophalen Lage in Griechenland. Experten meinen, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Zerfall der Eurozone gestiegen sei. Allerdings entgegnet Deutschlands Finanzminister Schäuble, dass man ein Ausscheiden Griechenland aus der Eurozone „verkraften“ könnte. (schöngeredet“). Die Bankenkrise in Spanien scheint weit schlimmer zu sein als bisher angenommen. Das bereits am Abgrund (vor der Pleite ?) stehende Land sollte viele marode Banken retten. Ein zweites Griechenland? Das alles drückt enorm auf die Finanz- und Aktienmärkte, welche gestern ebenfalls zum Teil wieder verloren. Auch die Wirtschaftszahlen der letzten Tage aus den USA und China erzeugten keine Freudensprünge bei den Börsianern, wenn auch die Arbeitsmarktzahlen aus den USA nicht negativ waren und die Inflationsrate in China geringer, d.h. den Erwartungen der Ökonomen entspricht (nicht „negativ“ wird heute zum Teil schon als „positiv“ gewertet). Auch Gold, normalerweise ein sicherer Hafen, verlor deutlich an Wert. Offenbar brauchen viele Marktteilnehmer Geld, um andere Löcher zu stopfen. Das EU Ölembargo gegen den Iran wird im Juni nochmals geprüft. Man geht allerdings nicht davon aus, dass Wesentliches verändert wird. Am 23.5. starten die nächsten Atomgespräche um den Iran. All das hat etwas Druck von den Märkten genommen. Das kann sich aber bei negativem Ausgang sehr rasch wieder ändern. Von einer Trendwende darf man sicher heute noch nicht ausgehen, wenn wir auch in diesen Tagen das Jahrestief der Notierungen erleben.   

 

tl_files/fM_k0001/news/10 05 12 Gasoil.jpg

10.05.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 113.00  Crude 96.78  $  Dollar: 0.9277  Rheinfracht: 15.00 CHF/to

Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die Finanz- und Aktienmärkte stehen immer noch im Fokus der Wahlausgänge in Frankreich und vor allem Griechenlands, wo eine Neubildung der Regierung aussichtslos erscheint. Auch Spanien mit der Rettung einer weiteren Bank beeinflusst stark. Beim Rohöl zeigten die gemischt interpretierten DOE Lagerzahlen im Abendhandel eine deutlich bullishe Wirkung. Der wieder stärkere Dollar beschert uns in der Schweiz leicht höhere Produktepreise. 

 

In Griechenland scheint es unmöglich, eine neue Regierung zu bilden und es zeichnen sich für Juni Neuwahlen ab (ob das Volk dann tatsächlich anders entscheiden wird ?). Spanien, selbst hochverschuldet und vor dem „Abgrund“, musste gestern in einer Blitzaktion die viertgrösste Bank mit 4 Mio. Euro retten. Man geht allerdings davon aus, dass weitere 10 Mio notwendig sein werden. Das alles belastet derzeit die Finanz- und Aktienmärkte enorm und viele Anleger steigen (vorübergehend) aus dem Aktienengagement (vor allem  Bankaktien) aus. Die Gelder könnten in Rohstoff(spekulationen) fliessen, wo schnell gutes Geld gemacht werden kann (Das Beispiel von Erdgas, welches am Dienstag innert 4 Stunden um über 7 % Gewinn brachte, zeigt das deutlich auf). Diverse Analysten sind der Meinung, dass wir im Rohöl die Talsohle erreicht bzw. bereits hinter uns haben und der Weg für die Aufwärtsbewegung frei ist. Seit Monaten weisen namhafte Prognostiker darauf hin, dass wir aus zyklischer Sicht im zweiten Quartal 2012 mit massiven Preisaufschlägen zu rechnen haben. In wenigen Wochen wissen wir mehr. Der Markt wird zurzeit, sowohl fundamental und charttechnisch in „Wartestellung“ als neutral eingestuft.

 

09.05.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 112.36  Crude 96.59  $  Dollar: 0.9259  Rheinfracht: 16.00 CHF/to

Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Der Markt findet im Moment die neue Richtung nicht. Die Nervosität ist  gross (siehe 24 Std. Chart „Brent“ unten). Oder gibt eventuell Erdgas (oft Vorläufer im Trend) die neue Richtung vor? Anstieg gestern innert 4 Stunden um 7.4 %. Die arabische Welt kommt nicht zur Ruhe. Syrien: steht vor dem totalen Chaos. Jemen: Agentenkrimi gegen Al Qaida. Libyen: Die Unruhen flammen wieder auf. Stämme wollen an der Macht teilhaben. Im Gegensatz zu den Rohölnotierungen konnten sich die Aktienmärkte bis Handelsschluss nicht von den Verlusten erholen.

 

Man muss schon Zweckoptimist sein, wenn man daran glaubt, dass die zusätzlichen 260 UN Beobachter, welche die UNO nach Syrien entsenden will, die Lage noch retten können. Das Land steht vor dem totalen Chaos (Bürgerkrieg). Und die in den letzten Tagen durchgeführten Wahlen sind eine reine Farce. In Jemen konnte dank einem Doppelagenten ein Bombenattentat auf ein Passagierflugzeug durch die Al Qaida verhindert werden. In Libyen geht das Tauziehen um die zukünftige Macht weiter. Fazit: Die arabische Welt ist weiterhin ein absolutes Pulverfass. Die gestern im Monatsbericht der EIA publizerten Prognosen in Bezug auf Verbrauch und Förderung zeigen mit einer Ausnahmen alle nach oben. Wir sind gespannt auf die heute um 16.30 publizierten DOE Bestandeszahlen aus den USA (Veränderungen zur Vorwoche). Der Verbrauch von Benzin wird während der „Driving season“ – vom 28.5. bis 3. September mit grosser Wahrscheinlichkeit wieder ansteigen. Noch zum Erdgas: Die Haussepositionen wurden in den vergangen Tage deutlich aufgestockt, d.h. viele Marktteilnehmer wetten auf steigende Erdgaspreise.

 

tl_files/fM_k0001/news/08 05 12 brent.jpg

08.05.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 113.60  Crude 97.81  $  Dollar: 0.9216  Rheinfracht: 16.00 CHF/to

Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Konsolidierung mit leicht fester Tendenz. Die Spanne im Handel Rohöl Brent lag gestern vom Tiefst- zum Höchstpunkt leicht über 3 $ pro Fass. Die Verluste des Vortages konnten zum Teil wieder wettgemacht werden. Die Aktienmärkte reagierten auf den Ausgang der Wahlen in Frankreich und Griechenland vorerst mit zum Teil massiven Verlusten, welche aber bis Handelsschluss beinahe wieder ausgeglichen wurden.

 

Oft, wenn sich die Medien zu einseitig auf fallende Preise eingeschossen haben, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für eine Aufwärtskorrektur. Aufgrund des bearishen Verlaufes der letzten Tage ist eine (zumindest vorübergehende) Gegenreaktion – also Aufwärtskorrektur – überfällig. Das gestern war vermutlich der Anfang. Wie schon so oft an dieser Stelle erwähnt, sind aber immer auch die Bewegungen an den Finanz- und Aktienmärkten in die Überlegungen mit einzubeziehen. So kann eine steigende Börse, aber ein fallender Dollar, bei uns in der Schweiz zu einer „Nullrunde“ bei den Produkten führen. Oder auch bei gleichbleibender Börse und höherem Dollar zu Aufschlägen. Ein kompliziertes, aber immer wieder spannendes Geschäft.

 

07.05.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 112.34  Crude 97.04  $  Dollar: 0.9251  Rheinfracht: 16.00 CHF/to

Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die Notierungen an den Rohölbörsen (auch Aktienmärkte) gaben am Freitag nochmals deutlich nach. Rohöl Crude in New York durchbrach (seit Mitte Februar 2012) erstmals wieder die psychologische Marke von 100 $ pro Barrel. Seit Anfangs Mai 2012 verlor Rohöl Crude somit ca. 8.5 % an Wert.

 

Für den Rückgang am Freitag waren wohl die angespannten Jobzahlen aus den USA und die höchste Arbeitslosenzahlen aus dem Euroraum seit 1997 und die Unsicherheit der Wahlausgänge in Frankreich und Griechenland verantwortlich. Die letzte Woche publizierten Wirtschaftszahlen aus den USA, China und dem Euroraum habe auch nicht gerade für gute Stimmung an den Märkten gesorgt. Wie immer bei Rekordwerten von Rückgängen wächst die Wahrscheinlichkeit für eine Umkehr, d.h. Aufwärts-Gegenbewegung. Japan erwägt neues Gesetz, um Ölimporte aus dem Iran weiter zu ermöglichen.

 

 

04.05.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 116.19  Crude 102.56  $  Dollar: 0.9141  Rheinfracht: 16.00 CHF/to

Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Der gestrige, nervöse Börsentag ist schnell zusammengefasst. Bearische Charttechnik, nachwirkende DOE Zahlen vom Mittwoch und Konjunkturdaten sorgen für einen Rückgang der Notierungen von knapp 2 ½  $ im Rohöl bis Handelsschluss. Die Raffinerie in Cressier FR wird in der zweiten Jahreshälfte die Produktion unter einem neuen Besitzer wieder aufnehmen.

 

Da momentan fundamentale News an den Märkten fehlen, stand der Markt im Fokus der Charttechnik. Im Gasoil durchbrachen die Notierungen die wichtige 1000 $ Markte pro Tonne. Doch Erdgas, oft Richtungsweiser für die Rohölmärkte, legte rund 4.5 % zu. Der Dollar ist im Moment stabil. Man könnte also davon ausgehen, dass es gestern nicht eine Trendwende war. Einige namhafte Analysten und Prognostiker stehen immer noch dazu, dass im zweiten Quartal 2012 mit massiven Preisaufschlägen zu rechnen sei. In ein paar Wochen wissen wir mehr.

 

03.05.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 118.24  Crude 105.09  $  Dollar: 0.9142  Rheinfracht: 16.00 CHF/to

Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

„Der Iran strebt die Zerstörung Israels an“ so Benjamin Netanjahu. Derweil erhofft sich der Iran vom nächsten Atomgespräch die Aufhebung der Sanktionen. Bearish interpretierte DOE Zahlen, schwache USA Wirtschaftsdaten und Aktienmärkte – das alles ergab zusammen mit charttechnischen Aspekten eine Kombination von leicht nachgebender Wirkung. Die zum Teil psychologisch wichtigen Marken konnten sich aber halten. Oft zeigt sich das wahre „Gesicht“ der US Lagerzahlen erst am Folgetag. Produktepreise dollarbereinigt heute cirka gleich wie gestern.

 

„Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass sich der Iran mit dem Bau der Atombombe die Zerstörung Israels zum Ziel gesetzt hat“. Mit diesem Hinweis heizt Israels Premier die Stimmung um das Atomprogramm ein paar Wochen vor der nächsten Sitzung wieder an. Vermutlich dürfte die gestrige Preisnachgabe nicht die von vielen erhoffte Trendwende gewesen sein, denn grosse Preisdifferenzen während des Tages sind seit langem bald an der Tagesordnung. Und die DOE Zahlen von gestern (Aufbauten bei Rohöl, etwa gleich grosse Abbauten bei den Destillaten und bei Benzin) könnten auch erst heute „verdaut“ werden. Das zeigten die letzen Wochen deutlich, wo die Konstellation in etwa gleich war.

 

02.05.2012

 

Rohöl/Barrel:  Brent 119.48  Crude 105.87  $  Dollar: 0.9096  Rheinfracht: 16.00 CHF/to

Notierungen zwischen 08.00 – 09.00 Uhr

 

Der Dow Jones handelte gestern auf dem höchsten Stand seit 4 Jahren. Auch die Rohölnotierungen stiegen seit einer Woche kontinuierlich wieder leicht an. Ob dieser Trend weiter anhält, bleibt abzuwarten. Diverse Analysten haben schon vor Wochen/Monaten darauf hingewiesen, dass aus zyklischer Sicht im zweiten Quartal 2012 mit zum Teil massiven Preisanstiegen zu rechnen sei. Deutlich im Plus ist seit 27.4.2012 Erdgas, welches oft frühzeitig die Richtung von Rohöl vorgibt. (gestriger Verlauf von Rohöl Brent siehe Chart unten)

 

Der gestern um 16 Uhr veröffentlichte USA ISM Index des verarbeitendes Gewerbes dürfte der Auslöser für den heftigen Kursanstieg sein. Gleichzeitig schoss nämlich auch der Dow Jones in die Höhe. Auch der Dollar mit 0.9040 veränderte sich innert weniger Minuten auf 0.91. Wie schon oft an dieser Stelle erwähnt, genügt es heute nicht mehr, nur die Ölcharts zu verfolgen. Man muss zwingend die Aktien- und Finanzmärkte in die Kaufüberlegungen miteinbeziehen. Aber auch da gibt es die Kristallkugel nicht. Fundamental hat sich in den letzten Tagen nichts wirklich Neues entwickelt.

 

tl_files/fM_k0001/news/01 05 12 brent.jpg