AVIA Vereinigung Schweiz

17. Juli 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 71.50 $   Crude (WTI): 67.48 $   Gasoil 627.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9957 Rheinfracht:.33.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Brent und Gasoil mit 3-Monatstief – Preisrutsch im Inland

 

Saudi-Arabien fördert mehr Öl als in den letzten Monaten, und scheinen ihre Produktion immer weiter anzuheben, worauf Berichte über Extralieferungen in Richtung Asien hindeuten. Nach der Lockerung des Produktionsabkommens wird auch von Russland eine deutliche Produktionssteigerung erwartet.

In Libyen gibt es am Sharara Ölfeld zwar ein paar Probleme, insgesamt hat sich die Lage dort in der letzten Woche aber deutlich verbessert.

Unterdessen hat China im Juni deutlich weniger Rohöl als zuvor importiert und die Wirtschaft hat sich abgekühlt, und das bereits bevor die negativen Einflüsse des Handelsstreits zwischen USA und China ihre Auswirkungen haben zeigen können. Kein positiver Ausblick für die globale Ölnachfrage.

Die Versorgungslage hat sich dadurch im Vergleich zur Lage von vor zwei oder drei Wochen erheblich verbessert, Spekulative Marktteilnehmer tun sich mit diesem Ausblick schwer nun auf einen Preisanstieg zu setzen, sodass die fundamentale Konstellation tendenziell leicht bearish eingeschätzt wird.

Nachdem die Ölbörsen auch heute Morgen im Bereich ihrer 3-Monatstiefs liegen, deuten sich bei den rechnerischen Inlandspreisen Preisnachlässe ab.

 

Fundamental; neutral bis bearish                       Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

16. Juli 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.68 $   Crude (WTI): 70.46 $   Gasoil 649.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.007 Rheinfracht:.30.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise im Vergleich zu Freitag fester – USA erwägen Freigabe von strategischen Ölreserven

 

Kurzfristig hat sich die Versorgungslage erst einmal wieder stabilisiert. Auch wenn die Sicherheitslage instabil bleibt, so steigt erst einmal das Ölangebot, was sich letzte Woche bei den Preisen bearish bemerkbar machte. Doch die Marktlage bleibt insgesamt angespannt.

Die OPEC und Russland wollen zu starke Preissteigerungen verhindern, da dies die Ölnachfrage negativ beeinflusst. Bei etwa 80 Dollar Brent wird die Schmerzgrenze gesehen, da die Produzenten bei Erreichen dieses Niveaus die Förderung zuletzt angehoben hatten.

Auch die US Regierung fürchtet zu hohe Öl- bzw. Spritpreise, da diese nicht gut bei der Wählerschaft ankommen. Eine Freigabe der strategischen Reserven ist bei der aktuellen Versorgungslage und Ölpreisen zwar nicht unbedingt akut notwendig, viel größer wäre allerdings die Symbolik dahinter.

Der Markt scheint sich nun erst einmal eingependelt zu haben, nachdem die Niveaus in der letzten Woche von ihren Langzeithochs zurückkamen.

Heute Morgen notieren die Futures zwar unter den Hochs vom Freitag, bleiben allerdings dennoch oberhalb der Vor- und Nachmittagswerte. unterm Strich ergeben sich bei den Preisen Aufwärtsspielräume.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

13. Juli 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.22 $   Crude (WTI): 70.36 $   Gasoil 646.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0028 Rheinfracht:.30.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures am Morgen wenig verändert – Angebot 2019 wächst schneller als Nachfrage

 

Die IEA hatte in ihrem gestrigen Monatsreport vor einer Abnahme der Produktionsreserven gewarnt, wodurch die Märkte anfällig für Produktionseinbrüche und Aufwärtsbewegungen werden können. Hohe Preise verlangsamen das Nachfragewachstum, was das Kartell auf jeden Fall verhindern will.

Die Reservekapazität ist zwar eine wichtige Kenngrösse, auf die aktuelle Versorgungslage hat dies allerdings nur geringen Einfluss. Hier war in dieser Woche insbesondere entscheidend, dass die Exporte in Libyen wieder freigegeben wurden.

Bei der langfristigen Markteinschätzung, gibt es trotz all der Warnungen, auch zwei Werte die auf eine bessere Versorgungslage im kommenden Jahr hoffen lassen. Die globale Ölnachfrage soll 2019 laut IEA zulegen, das Ölangebot von den Nicht-OPEC Ländern hingegen wird mit einem Wachstum erwartet. Sollte sich dies bewahrheiten sinkt im nächsten Jahr die Abhängigkeit vom OPEC Öl, während sich die Versorgungssicherheit verbessert.

Heute Morgen bleiben die Futures an der ICE deutlich über den späten Tiefs von gestern Abend, jedoch unterhalb der Werte von gestern Vormittag.

 

Fundamental; neutral bis bearish                       Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

12. Juli 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.66 $   Crude (WTI): 70.76 $   Gasoil 650.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9956 Rheinfracht:.27.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Libyen und US Handelsstreit lassen Ölpreise einbrechen

 

2019 sollte sich die Lage wieder spürbar verbessern. Auch wenn viel über Unterinvestitionen gesprochen wird, die OPEC Einschätzung deutet an, dass die Preise langfristig nicht stark steigen werden – zumindest, wenn es keine außerplanmäßigen Ausfälle gibt.

Die US Sanktionen gegen den Iran sowie die Produktionsausfälle in Libyen waren in den letzten Tagen und Wochen die wichtigsten Elemente, die die Preise hoch hielten. In beiden Bereichen gibt es nun aber eine überraschende Entwicklung. Die USA werden Ausnahmeregelungen für einige Abnehmerländer prüfen. In Libyen sind die Exporthäfen wieder offen und kann so die Verfügbarkeit am Weltmarkt wieder schnell steigen lassen.

Die Marktlage hat sich damit unterm Strich massiv entspannt. Im Handelsstreit zwischen USA und China hingegen bleiben die Fronten verhärtet, was das Wirtschaftswachstum und den Ölverbrauch dämpfen sollte.

Mit den aktuellen Entwicklungen ist die fundamentale Stimmung plötzlich gekippt und hat eine leicht bearishe Ausprägung eingenommen.

 

Fundamental; neutral bis bearish                       Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

11. Juli 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 78.19 $   Crude (WTI): 73.64 $   Gasoil 674.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9912 Rheinfracht:.27.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures geben in der Nacht nach – USA mildern Iran-Sanktionen ab

 

Die EIA hatte gestern Abend ihren Monatsreport veröffentlicht. Dabei ist vor allem die Einschätzung zur Ölproduktion der OPEC interessant. Die Förderung für Juni wurde zwar leicht nach oben korrigiert, für Juli rechnet man allerdings nun wieder mit einem deutlichen Rückgang der Förderung, obwohl Saudi-Arabien seinen Output weiter steigert. Dies unterstreicht, dass man auch bei der EIA davon ausgeht, dass die Produktionssteigerungen nicht ausreichen, um die ungeplanten Ausfälle in Libyen und anderen Ländern zu kompensieren.

Vor allem kurzfristig sieht man die Preise daher fester als zuletzt und korrigiert die Preiserwartungen für Q3 und Q4 nach oben. Erst im kommenden Jahr geht man von einer Entspannung der Versorgungslage und von einem Überangebot aus.

Die knappe Verfügbarkeit macht den Markt anfällig für Produktionsausfälle. Vermutlich ist das auch der Grund, weshalb die USA sich nun doch vorstellen kann einige Länder von den Sanktionen gegen den Iran auszunehmen.

Die fundamentale Grundposition bleibt daher tendenziell leicht bullish.

 

Fundamental; neutral bis bullish                        Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

10. Juli 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 78.62 $   Crude (WTI): 74.32 $   Gasoil 675.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9919 Rheinfracht:.29.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Versorgungsprobleme und Charttechnik - Preise ziehen an

 

Die kanadischen Öllieferungen bleiben länger als bisher erwartet auf reduziertem Niveau, sodass die US Ölbestände tendenziell weiter abnehmen. Während dies in erster Linie den US Markt trifft, steht Europa mit den weiter fehlenden Mengen aus Libyen auch nicht gerade besser dar.

Die Häfen Libyens bleiben geschlossen, sodass die Ölförderung nun immer weiter sinkt. Die Ausfälle kommen hier zu einer denkbar ungünstigen Zeit, denn durch die US Sanktionen nehmen auch die Lieferungen aus dem Iran immer mehr ab.

Die OPEC hat ihre Produktion zwar erhöht, doch können diese – wenn überhaupt – gerade einmal die temporären Probleme kompensieren. Selbst wenn die OPEC alle ihre Reservekapazitäten aktiviert, hätte das Kartell keine Möglichkeit eine Verknappung zu verhindern.

Selbst im Falle der Aktivierung dieser Reserven, ist der Markt dann weiteren unplanmäßigen Produktionsausfällen schutzlos ausgeliefert. Angesichts der momentanen Nachrichtenlage scheint der Markt kurzfristig eher anfällig für Aufwärtstests.

Die Futures ziehen in den Morgenstunden an und ergeben daraus zum Teil deutliche Preissteigerungen.

 

Fundamental; neutral bis bullish                        Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

09. Juli 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 77.67 $   Crude (WTI): 74.14 $   Gasoil 669.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9873 Rheinfracht:.29.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise ziehen trotz Produktionssteigerung zum Auftakt an

 

Die OPEC hat im Juni die Ölförderung offenbar bereits steigern können, wobei hier Saudi-Arabien einmal mehr der ausschlaggebende Faktor war. Die Steigerung wurde damit bereits vor dem OPEC Meeting am 22. Juni erreicht, bei dem das Kartell eine Anhebung der Produktionsmengen offiziell beschloss. Um wie viel die Länder der OPEC ihre Förderung allerdings tatsächlich gesteigert haben, werden die kommenden Monatsreports von EIA, OPEC und IEA in dieser Woche zeigen.

Auch wenn die OPEC ihre Produktion steigert, so wird die kurzfristige Versorgungslage wohl weiter knapp bleiben und die globalen Bestände sinken.

Erst mit einer Erholung der Ölförderung in Libyen und Kanada, könnte dies die Preise wieder unter Druck bringen. Solange dies nicht geschieht, bleiben die Preise vermutlich weiterhin fest und in der Spanne zwischen 72 und 80 Dollar.

Heut Morgen orientieren sich die Ölpreise an ICE und NYMEX nun erst einmal wieder leicht nach oben, wobei von fundamentaler Seite richtungsweisende Impulse bisher fehlen. 

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

06. Juli 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 77.38 $   Crude (WTI): 73.17 $   Gasoil 667.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9922 Rheinfracht:.29.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures gaben nach DOE nach – Handelsstreit zwischen USA und China belastet

 

Überraschender Weise sind die Rohölbestände der USA zuletzt nicht mehr gesunken, sondern haben laut DOE in der Vorwoche zugelegt. Angesichts der zahlreichen Ausfälle, insbesondere aus Kanada, sicherlich unerwartet und bringt etwas Entspannung in den Markt.

Während die US Ölbestände gut dastehen belastet der Handelsstreit zwischen den USA und China bzw. Europa die Preise. Das Wirtschaftswachstum hat sich abgeschwächt und könnte sich damit auch negativ auf das Ölnachfragewachstum auswirken. In dem sich generierten Spannungsfeld wird ein hohes Mass an Unsicherheit generiert, sodass die Marktteilnehmer vor allem auf aktuelle Wasserstandsmeldungen, sowie die US Ölbestände, reagieren.

Auch wenn es potenziell bullishe Faktoren am Markt gibt und die Produktionssteigerung der OPEC vermutlich nicht ausreicht, um alle Ausfälle zu kompensieren, belasten heute Morgen der Handelsstreit sowie die US Ölbestandsdaten des DOE von gestern Abend.

Auch wenn es potenziell bullishe Faktoren am Markt gibt, belasten heute Morgen der Handelsstreit sowie die US Ölbestandsdaten des DOE von gestern Abend die aktuellen Preise.

 

Fundamental; neutral bis bearish                       Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

05. Juli 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 77.78 $   Crude (WTI): 73.83 $   Gasoil 664.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9918 Rheinfracht:.29.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisnachlässe nach ruhigem US Feiertag

 

Bei den US Ölbeständen wird in dieser Woche wieder ein klarer Bestandsabbau angenommen. Die Versorgungslage bleibt in den USA vermutlich weiter knapp. Ebenso wie auch in anderen Regionen, denn die Produktionsausfälle haben in den letzten 2 Wochen stark zugenommen.

Momentan gibt es zahlreiche unerwartete Lieferprobleme aus mehreren Ländern. Zum Teil sind diese, wie in Kanada nur vorübergehend. In anderen Fällen, wie in Libyen, ist eine Normalisierung nicht abzusehen. Wie viel die OPEC nun tatsächlich mehr produzieren kann und wird, ist ebenfalls noch unklar, sodass am Markt ein hohes Mass an Unsicherheit vorherrscht. Einig scheint man sich darüber zu sein, dass die aktuelle Mehrproduktion der OPEC nicht ausreicht, um die vorübergehenden Ausfälle auszugleichen.

Eine deutliche Preisrallye bleibt dennoch aus. Zum einen wird sich die Verfügbarkeit wieder verbessern und zum anderen könnte die USA mit der Freigabe strategischer Reserven einem Anstieg entgegenwirken, während Saudi-Arabien die weitere Steigerung seiner Fördermengen in Aussicht gestellt hat.

Heute wird das Handelsinteresse vermutlich wieder zunehmen, wobei der Markt weiter volatil bleiben dürfte.

 

Fundamental; neutral bis bullish                        Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

04. Juli 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 78.05 $   Crude (WTI): 74.51 $   Gasoil 665.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9909 Rheinfracht:.29.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise ziehen nach API Daten wieder an – Geringeres Volumen wegen US Feiertag

 

Die gestrige Ankündigung der Saudis macht klar, dass das Königreich einen starken Preisanstieg, der sich negativ auf die Nachfrage auswirken könnte, entgegenwirken möchte.

Die kurzfristige Versorgungslage ist mit Ausfällen unerwartet knapp geworden. Diese Entwicklung war bei Beschluss der Produktionssteigerung der OPEC Ende Juni nicht abzusehen. Unterm Strich sind diese Ausfälle alleine schon größer als die angekündigte Produktionssteigerung der OPEC.

Während die Saudis eventuell noch etwas Luft haben um die Förderung anzuheben, wird in den USA gemunkelt, dass Trump strategische Reserven freigeben könnte, um die Preise zu drücken. Dafür spricht, dass die USA mehr Reserven als von der IEA gefordert hält und die Regierung diese Mengen eigenständig freigeben kann.

Die Konstellation ist insgesamt wenig stabil, weshalb die Märkte wohl weiter volatil bleiben und sich keine klare Richtung entwickelt.

Wegen des US Feiertages (Independence Day) ist heute mit einem geringeren Handelsvolumen zu rechnen.

Die Rheinfracht hat sich innert Wochenfrist um 10.00 CHF/to. verteuert.

 

Fundamental; neutral bis bullish                        Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

03. Juli 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 77.90 $   Crude (WTI): 74.74 $   Gasoil 664.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9939 Rheinfracht:.26.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Weitere Produktionsausfälle aber technische Verkaufssignale

 

Die US Ölförderung steigt weiter und auch die OPEC Länder, die Reservekapazitäten haben, heben ihre Förderung nach dem OPEC Beschluss vom 22. Juni an. Der Markt blickt somit auf jede Menge zusätzliches Öl, allerdings bleibt die klare bearishe Wirkung aus. Der bearishe Effekt der Rekordproduktion in den USA bleibt daher sehr begrenzt, zumal der Markt parallel mit Lieferunterbrechungen aus Kanada zu kämpfen hat.

Auch wenn die OPEC und Nicht-OPEC Länder zusätzliche Mengen an Öl an den Markt bringen, so fallen durch ungeplante Unterbrechungen mindestens so viele Öllieferungen auch aus, weshalb die Preise weiter auf hohem Niveau bleiben und höchstens kurzzeitige Abwärtskorrekturen möglich sind. Wenn die Ausfälle allerdings behoben werden können, besteht die Möglichkeit einer deutlichen Bewegung nach unten.

In Bezug auf die Nachfrage scheint sich zudem das Wachstum nun abzuschwächen. Die Nachfrage ist nicht nur im Inland gering, auch global ist der Bedarf nach den guten Monaten vom Jahresbeginn abgeflaut.

die Preise bleiben allerdings noch unterhalb der Niveaus von gestern Mittag. 

 

Fundamental; neutral bis bullish                        Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

02. Juli 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 78.26 $   Crude (WTI): 73.46 $   Gasoil 668.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9925 Rheinfracht:.25.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Abwärtsreaktion an Ölbörsen zum Wochenauftakt

 

Zuletzt haben die Produktionsausfälle die Nachrichten dominiert. In Venezuela sinkt die Produktion bereits seit längerem stetig und die USA sanktioniert die Regierung weiter. Im Iran nehmen die Exporte anscheinend ebenfalls bereits ab, nachdem die USA auch hier harte Sanktionen für diejenigen angekündigt haben, die ihre Käufe nicht vollständig einstellen.

Die OPEC will diese Ausfälle kompensieren, damit die Versorgungslage nicht zu knapp wird. Entsprechend hatte das Kartell mit seinen verbündeten Rohölproduzenten Ende Juni beschlossen die Förderung anzuheben. Doch mittlerweile sind weitere Ausfälle in Libyen, Kanada und Kasachstan hinzugekommen, die die Versorgungslage noch einmal verschlechtert haben.

Letztlich bleibt die aktuelle Markt- und Versorgungslage undurchsichtig. Ständige Produktionsausfälle und unklare Zahlen zu den Produktionssteigerungen von OPEC und den Nicht-OPEC Ländern machen es derzeit sehr unübersichtlich. Trader reagieren daher oft auf einzelne Nachrichten, sodass die Preise volatil bleiben.

Der Tweet von Donald Trump vom Wochenende könnte die Ölpreise zum Wochenende wieder negativ beeinflusst haben, denn die Futures geben zum Handelsauftakt deutlich nach.

 

Fundamental; neutral bis bullish                        Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

29. Juni 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 77.84 $   Crude (WTI): 73.24 $   Gasoil 665.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9940 Rheinfracht:.25.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Saudis Produktionssteigerung kann Ausfälle nur zum Teil kompensieren

 

Die Produktionssteigerung der Saudis ist nicht einmal ausreichend die neuen unerwarteten Produktionsausfälle zu kompensieren. Daher wird dies auch nicht zu einer verbesserten Marktlage führen. Gleichzeitig nimmt die Reservekapazität der OPEC mit jeder Produktionssteigerung ab, sodass man weitere ungeplante Ausfälle im Angebot kaum mehr wird auffangen können. Insofern überwiegen derzeit die bullishen Einflüsse am Markt und Trader meiden - trotz der angekündigten Produktionssteigerung der OPEC - Short-Positionen.

Die kurzfristig aufgetretenen Ausfälle haben damit die bearishe Wirkung des OPEC Beschlusses mehr als neutralisiert. Auch wenn die bullishen Meldungen zuletzt Oberhand hatten, so könnten die Preise wieder nachgeben, sofern die Förderprobleme in Kanada und Kasachstan wieder behoben sind.

Gut möglich, dass die Preise nach der momentan bullishen Phase wieder nachgeben werden.

Die aktuelle Marktlage ist damit weiterhin knapp und mit der Aufwärtsbewegung der letzten Tage wurde zwar schon ein Grossteil der Einflussfaktoren eingepreist, nichtsdestotrotz bleibt die fundamentale Konstellation noch immer leicht bullish. 

 

Fundamental; neutral bis bullish                        Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

28. Juni 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 77.50 $   Crude (WTI): 72.51 $   Gasoil 663.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9977 Rheinfracht:.25.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisrallye nach DOE und weiteren Produktionsausfällen

 

Die OPEC hatte am Freitag letzte Woche eine Steigerung der Ölförderung bekanntgegeben und dennoch steigen die Preise an und markiert ein neues 3,5 Jahreshoch. Es ist fast so, als hätte es das OPEC Meeting mit der Anhebung der Produktionsmenge gar nicht gegeben.

Die Reservekapazität der Öl produzierenden Länder reicht unter den aktuellen Gesichtspunkten nicht aus, um die Ausfälle zu kompensieren, sodass sich vermutlich ein Defizit ergibt, d.h. die Nachfrage das Angebot übersteigt. Die Bestände und die Versorgungssicherheit werden weiter abnehmen und auch die steigende US Rohölförderung ändert daran nicht viel, denn begrenzte Pipeline Kapazitäten verhindern, dass das im Inland geförderte Rohöl schnell an die Exporthäfen kommt und damit den Weltmarkt erreicht.

Wenn sich die Konstellation nicht wieder entspannt, ist es gut möglich, dass Brent noch einmal die 80 Dollar ins Visier nimmt. Die fundamentale Lage ist mit den zahlreichen Ausfällen und den starken US Ölbestandsabbauten somit vorerst weiter bullish.

Dies ergibt deutliche Preissteigerungen im Vergleich zu gestern.

 

Fundamental; bullish                 Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

27. Juni 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 76.58 $   Crude (WTI): 70.82 $   Gasoil 653.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9906 Rheinfracht:.23.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Niedrige US Rohölbestände und US Sanktionen stützen die Preisniveaus

 

Unerwartete Ausfälle und die Steigerung der Rohölproduktion durch die OPEC haben die Konstellation am Markt wieder nachhaltig verändert. Libyens Produktionsausfälle sind vermutlich ein längerfristiges Problem, da die Infrastruktur beschädigt wurde. Hinzu kommen Versorgungsprobleme aus Kanada, wo weniger in die USA geliefert werde, nachdem dort eine Aufbereitungsanlage wohl für den gesamten Juli ausfällt.

Hinzu kommt nun noch der erwartete Rückgang der Verfügbarkeit aus dem Iran, die mit der neuen Ankündigung der US Regierung umfangreicher als bisher gedacht sein könnte.

Dem gegenüber steht die Produktionssteigerung der OPEC und Nicht-OPEC Ländern. Damit würden die Rückgänge des Iran zwar kompensiert werden, jedoch nicht zusätzlich die Ausfälle in Kanada und Libyen.

Mit den starken Abbauten bei den gemeldeten US Rohölbeständen, sowie mit der neuen Drohung der USA bezüglich der iranischen Ölexporte, dürfte auch bei einer Produktionssteigerung Saudi-Arabiens und Russlands das Abwärtspotenzial vorerst begrenzt sein, sodass die fundamentale Konstellation leicht bullish eingeschätzt wird.

für Heute deuten sich deutliche Preissteigerungen zu gestern an.

 

Fundamental; neutral bis bullish                        Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

26. Juni 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.80 $   Crude (WTI): 68.25 $   Gasoil 643.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9864 Rheinfracht: 19.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Markt verarbeitet OPEC Entscheidung – Analysten sehen Preise stabil bis fester

 

Die OPEC hat die Anhebung der Förderung bekanntgegeben. Da die Summe der Anhebung nicht nach oben überraschte, blieb eine deutliche Abwärtsbewegung an den Ölbörsen aus. Zwar zogen die Preise nach bekannt werden der Veränderung an, doch zum Wochenauftakt blieb eine Rallye am Markt aus.

Saudi-Arabien, Russland und übrige Produzenten haben clever agiert und sich eine maximale Flexibilität gesichert. Man wird mehr Öl an den Markt liefern und wenn es unerwartete Ausfälle gibt, kann die Produktion weiter gesteigert werden.

Unsicherheiten im Markt bestehen derzeit vor allem im Bezug auf die Produktionsmengen des Iran und Venezuela, wo man wegen Sanktionen der USA und Probleme in der Infrastruktur mit einem Rückgang der Förderung und Exporte rechnet. Der Handelsstreit zwischen USA, China und der EU könnte die Ölnachfrage dämpfen.

ICE Gasoil bleibt in den Morgenstunden im Bereich der Vormittagswerte von Montag. Der Euro/Dollar-Kurs hat allerdings angezogen, was den Inlandspreisen leichte Nachlässe zu gestern ermöglicht.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

25. Juni 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.24 $   Crude (WTI): 68.44 $   Gasoil 641.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9887 Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisrückgang zum Handelsauftakt an ICE – Gewinnmitnahmen nach Freitagsrallye

 

Nach wochenlangen Spekulationen haben OPEC und Nicht-OPEC Länder nun erst einmal für Klarheit gesorgt. Die Produktionskürzungen bleiben weiter intakt, sollen künftig aber nicht mehr übererfüllt werden. In Ländern wie Venezuela oder Angola sank die Förderung deutlich stärker als zu Beginn des Abkommens gedacht. Diese Fehlmengen dürfen nun von den anderen Produzenten, proportional ihrer Quotierung, ausgeglichen werden.

Formal besteht die Möglichkeit die Ölproduktion um knapp 1 Mio. B/T anzuheben, real werden es aber wohl 0,6 Mio. B/T sein. Der OPEC Entscheid wird nun also dafür sorgen, dass sich die Versorgungslage wieder verbessert, was prinzipiell bearish ist.

Die von der OPEC getroffene Massnahme werde dafür sorgen, dass der Markt in der zweiten Jahreshälfte von einer Unterversorgung in eine Überversorgung wechsle. Offen bleibt aber der Produktionsrückgang, der in Venezuela und durch die US Sanktionen auch im Iran zu erwarten ist.

Im Vergleich zu Freitag ist heute Morgen noch mit geringfügigen Preisanhebungen zu rechnen.

 

Fundamental; neutral bis bearish                       Chartanalyse; neutral