Preisentwicklung Heizöl

21. Oktober 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.86 $ Crude (WTI): 41.44 $ Gasoil: 338.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9059 Rheinfracht: 15.60 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

API-Daten gemischt - Ölfutures kaum verändert zu Vortagessettlements

Die Bestandsdaten des API von Dienstagnacht konnten den Ölbörsen keine einheitlichen Impulse geben. Während die Rohölbestände der USA in der vergangenen Woche leicht gestiegen sein sollen, wurden für die Produkte – vor allem bei Diesel -Bestandsabbauten gemeldet.
US-Präsident Trump sorgte am Dienstag mit seinen Kommentaren zu Corona-Hilfsmaßnahmen eher für weniger Klarheit. Während er für ein noch umfangreicheres Konjunkturprogramm plädierte als das von den Demokraten vorgeschlagene, scheint bei den bisherigen Verhandlungen – zumindest nach Ansicht der Demokratin Nancy Pelosi – vor den Präsidentschaftswahlen nicht mehr mit einer Einigung zu rechnen zu sein.
Im heutigen Handelsverlauf stehen erst einmal die offiziellen Bestandsdaten des DOE im Fokus. Daneben werden die Händler auch die Ölproduktion Libyens im Auge behalten. Dort war zuletzt die Förderung am größten Ölfeld, Sharara, auf 160.000 B/T gestiegen.
Die Ölfutures notieren heute Morgen im Bereich der Settlement Preise von Dienstag. Bei den Inlandspreisen deuten sich damit keine größeren Veränderungen im Vergleich zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral

 


20. Oktober 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.29 $ Crude (WTI): 40.57 $ Gasoil: 334.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9095 Rheinfracht: 16.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Deutliche Preisnachlässe - OPEC Meeting ohne konkrete Ergebnisse

Das gestrige Planungstreffen der OPEC+ brachte den Marktteilnehmern nicht die gewünschten konkreten Hinweise auf eine Verschiebung der Quotenanpassung. Die Ergebnisse des Meetings blieben wage und die Kommentare der Vorsitzenden waren eher allgemeiner Natur.
Somit bleibt aber die Sorge der Marktteilnehmer bezüglich eines drohenden Überangebots bestehen.
Davon geht auch Howie Lee von Oversea Chinese Banking aus: „Die OPEC+ könnte die Angebotssteigerung um drei Monate bis April 2021 verschieben, da sich die Nachfrage momentan wieder abschwächt". An dieser Front sieht es allerdings nach wie vor schlecht aus, denn Republikaner und Demokraten sind inzwischen so verfeindet, dass konstruktive Gespräche immer schwieriger werden.
Die Ölfutures geben im Lichte all dieser Unsicherheiten am Dienstagmorgen erneut nach und haben ihre Vortagestiefs schon unterschritten. Bei den Inlandspreisen zeigt sich damit deutliches Abwärtspotenzial im Vergleich zu gestern.

Fundamental: neutral bis bearish       Chartanalyse: bearish

 


19. Oktober 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.82 $ Crude (WTI): 40.75 $ Gasoil: 342.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9159 Rheinfracht: 16.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Warten auf OPEC - Ölpreise starten weich

Der Fokus der Marktteilnehmer richtet sich zum Wochenanfang auf die heute stattfindende Videokonferenz des Joint Ministerial Monitoring Committee (JMMC) der OPEC+. Das Komitee überprüft die Einhaltung der Förderkürzungen und könnte auch Hinweise zu einer möglichen Verschiebung der Quotenanpassung im Januar geben.
Warren Patterson von ING geht davon aus, dass die OPEC+ die Idee der Quotenlockerung erst einmal wieder aufgeben muss und nennt als Grund vor allem die heftige zweite Corona-Welle, die zurzeit über die Welt rollt.
In den USA treten unterdessen die Verhandlungen bezüglich des Corona-Hilfspaketes weiterhin auf der Stelle. Die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, sagte am Sonntag, sie sei optimistisch, man werde eine Lösung noch vor der Wahl Anfang November finden.
Die Ölfutures geben am Montagmorgen etwas nach und notieren leicht unterhalb der Settlements von Freitag. Der Euro/Dollar-Kurs gibt ebenfalls etwas nach, so dass sich bei den Inlandspreisen im Vergleich zu Freitag nur wenig Veränderung zeigt.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish

 


16. Oktober 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.77 $ Crude (WTI): 40.60 $ Gasoil: 343.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9149 Rheinfracht: 16.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

US-Aktienmärkte und DOE-Daten: Ölfutures deutlich oberhalb der Vortagestiefs

Die Ölbestandsdaten des DOE für die Woche zum 9. Oktober hatten am Donnerstagabend nur eine begrenzt bullishe Wirkung. Die Rückkehr der Ölfutures bis in die Nähe ihrer Ausgangswerte von Donnerstagmorgen dürfte eher der Erholung an den US-Aktienmärkten geschuldet gewesen sein. Diese wurde nicht zuletzt dadurch ausgelöst, dass US-Präsident Trump bei den Verhandlungen über weitere Konjunkturspritzen ein Entgegenkommen des Weißen Hauses signalisierte.
Angesichts der jüngsten restriktiven Maßnahmen in Europa, die erneute Sorgen über die Entwicklung der Wirtschaft des Euroraums und auch der Ölnachfrage aufkommen ließen, dürfte das Aufwärtspotenzial an den Ölbörsen vorerst begrenzt bleiben, zumal auch in den USA die Anzahl der Infektionen weiter steigt.
Was das weltweite Angebot anbelangt, wartet der Markt nun auf die Sitzung des OPEC+ Gremiums JMMC am Montag.
Die Ölfutures notieren heute Morgen leicht unterhalb der Vortageshochs während der EUR/USD geschwächt bleibt. Bei den Inlandspreisen deutet sich zumindest zu gestern Nachmittag weiterhin Aufwärtspotenzial an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 

 


15. Oktober 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.35 $ Crude (WTI): 41.08 $ Gasoil: 347.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9128 Rheinfracht: 15.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures nach bullishen API-Daten und IEA-Bericht weiter fest

Die IEA überraschte die Marktteilnehmer am Mittwoch mit einem eher bullishen Monatsbericht. Hatten EIA und OPEC ihre Prognosen zum Nachfragewachstum für 2020 und 2021 im Vergleich zum vergangenen Monat gesenkt, behielt die IEA ihre Erwartungen diesbezüglich bei. Nichtsdestotrotz warnte die IEA, dass der Markt zusätzliche Produktionsmengen nur schwer verkraften könnte, sollten die OPEC+ Länder an ihrem Vorhaben festhalten, ab Januar wieder mehr Öl zu fördern.
Die Händler sind nun gespannt, was die nächste Sitzung des Kontrollgremiums der OPEC+ (JMMC) am kommenden Montag bringen wird.
Was die US-Nachfrage angeht, so dürfte diese laut Finanzminister Steven Mnuchin wohl erst nach den Präsidentschaftswahlen im November durch weitere Konjunkturspritzen der Regierung gestützt werden. Die Ölfutures halten sich heute Morgen im Bereich der Vortageshochs und auch der EUR/USD notiert nahezu unverändert. Daher deutet sich bei den Inlandspreisen rein rechnerisch weiterhin Aufwärtspotenzial zu gestern an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 


14. Oktober 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.29 $ Crude (WTI): 40.02 $ Gasoil: 338.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9151 Rheinfracht: 15.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC+ unter Zugzwang - Warten auf IEA Report

Mit weiterhin steigenden Corona-Fallzahlen weltweit rücken an den Ölbörsen die Nachfragesorgen wieder in den Vordergrund. Der bearishe Monatsreport der OPEC, welcher gestern erschien und erneut das Nachfragewachstum nach unten korrigierte, gleichzeitig aber das Produktionswachstum der Nicht-OPEC-Länder nach oben setzte, tut sein Übriges.
Da die Fallzahlen von Covid 19 seit einigen Wochen wieder alarmierend schnell steigen, haben viele Länder ihre Beschränkungsmaßnahmen wieder verschärft. Die Angst vor neuen Lockdowns steigt damit ebenfalls an. Die nächsten Schritte der OPEC+ werden von den Marktteilnehmern zurzeit besonders genau beobachtet, denn im Januar steht die geplante Lockerung der Förderquoten an.
Neben dem Monatsbericht der IEA warten die Marktteilnehmer heute nun noch auf die US-Ölbestandsdaten des API um 22:30 Uhr (morgen auf unseren Seiten).
Mit einer fundamental weiter tendenziell bearishen Ausgangsituation geben die Ölfutures heute Morgen leicht nach. Bei den Inlandspreisen deuten sich damit ebenfalls leichte Preisnachlässe im Vergleich zu gestern Mittag an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral

 


13. Oktober 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 41.79 $ Crude (WTI): 39.51 $ Gasoil: 338.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9094 Rheinfracht: 15.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Schwacher Wochenstart sorgt für Preisnachlässe im Inland

Von den bullishen Faktoren der Vorwoche ist inzwischen nichts mehr zu spüren. Die Wiederaufnahme der Ölproduktion nach dem Streik in Norwegen und dem Hurrikan im Golf von Mexiko lastet ebenso auf den Ölpreisen wie die zusätzlichen Ölmengen, die inzwischen aus Libyen kommen. Gleichzeitig bleibt die Nachfrageerholung das große Sorgenkind. Die Marktteilnehmer warten deshalb mit Spannung auf die Entscheidungen der OPEC+, die sich in der kommenden Woche zu ihrem JMMC-Meeting (Joint Ministerial Monitoring Committee) treffen wird, um über die Fortführung der Förderkürzungen zu beraten.
Immer mehr Länder weltweit verschärfen ihre Eindämmungsmaßnahmen, da die Fallzahlen alarmierend ansteigen. Großbritannien und Tschechien haben erst gestern wieder neue Beschränkungen verhängt, während die französische Regierung lokale Lockdowns ebenfalls nicht mehr ausschließen will.
Die Ölfutures starten mit der überwiegend bearishen Ausgangslage heute unterhalb der Niveaus von gestern Nachmittag in den Tag. Auch bei den Inlandspreisen deuten sich trotz des etwas schwächeren Euros klare Preissenkungen an.

Fundamental: bearish         Chartanalyse: neutral bis bearish

 


12. Oktober 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.52 $ Crude (WTI): 40.28 $ Gasoil: 343.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9100 Rheinfracht: 14.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Streikende, Erholung der Produktion in Libyen und USA - Ölfutures weicher

Die kurzfristigen bullishen Faktoren, die an den Ölbörsen in der vergangenen Woche zu einem Aufwärtstrend geführt hatten, haben sich in der neuen Handelswoche bereits größtenteils gegeben.
Der Streik von Ölarbeitern in Norwegen, der bereits seit eineinhalb Wochen angedauert hatte, wurde am Freitag beigelegt.
Stattdessen dürfte der Markt erst einmal weiterhin gut versorgt bleiben, zumal Libyen – ein OPEC-Mitglied das von den Produktionskürzungen ausgenommen ist – zuletzt die Wiederaufnahme des Förderbetriebs an seinem größten Ölfeld angekündigt hat.
Davon abgesehen dürften auch die Produktionsausfälle im Golf von Mexiko, die durch Hurrikan Delta in der vergangenen Woche verursacht wurden, erwartungsgemäß kurzlebig bleiben.
Die Händler werden nun im Auge behalten, wie schnell sich Libyens Produktion weiter erholen wird, aber auch welche Schäden Hurrikan Delta an der Ölinfrastruktur in der US-Golfregion hinterlassen hat.
Die Ölfutures präsentieren sich heute Morgen etwas weicher, während der Euro oberhalb der 1,18 Dollar-Marke bleibt. Bei den Inlandspreisen deutet sich leichtes Abwärtspotenzial zu Freitag an.

Fundamental: bearish        Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 


09. Oktober 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.24 $ Crude (WTI): 41.11 $ Gasoil: 346.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9153 Rheinfracht: 14.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Delta, Streik, OPEC-Spekulationen und Trump-Kehrtwende - Ölfutures weiter fest

Die Produktionsausfälle im Golf von Mexiko und in Norwegen überlagern vor dem Wochenende weiterhin die Sorgen über eine stockende Nachfrageerholung. Wenngleich Hurrikan Delta die Produktion im Golf von Mexiko bereits um 92 Prozent hat sinken lassen.
Was die Produktion Norwegens angeht, könnte der umfangreiche Rückgang vielleicht vermieden werden. Ein längerfristiger Faktor wäre eine Verschiebung der nächsten Lockerungen der OPEC+ Produktionskürzungen auf Ende des ersten Quartals. Aus Kreisen der saudischen Ölindustrie hieß es gestern, Saudi-Arabien ziehe dies in Erwägung.
Unterdessen wurden die Ölfutures von gestern auf heute durch eine scheinbare Kehrtwende des US-Präsidenten in Sachen Konjunkturspritzen gestützt. Nachdem er Mitte der Woche die Verschiebung der Gespräche über ein weiteres Konjunkturprogramm auf nach den Präsidentschaftswahlen bekannt gab, wenig später jedoch, scheint Trump seine Meinung wieder geändert zu haben.
Die Ölfutures notieren heute Morgen geringfügig unterhalb der Hochs von Donnerstag. Daher deutet sich bei den Inlandspreisen aktuell trotz des festeren EUR/USD Aufwärtspotenzial zu gestern an.

Fundamental: bullish      Chartanalyse: neutral

 


08. Oktober 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.12 $ Crude (WTI): 40.00 $ Gasoil: 337.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9165 Rheinfracht: 14.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures fester - Delta und Streik in Norwegen stützen

Das Zurückrudern des US-Präsidenten in Sachen Corona-Hilfsprogramm zeigte am gestrigen Mittwoch deutlich weniger Wirkung auf die Finanzmärkte, als die Verschiebung der diesbezüglichen Verhandlungen, die er noch am Vortag angekündigt hatte.
Auf der Angebotsseite bleiben derzeit weiterhin bullishe Faktoren. Wenngleich die Ölproduktion im Golf von Mexiko aufgrund des herannahenden Hurrikans Delta mittlerweile zu 80 Prozent gedrosselt wurde, hält Ed Moya von OANDA diesen Faktor an den Ölbörsen für weitestgehend eingepreist.
Auf kurze Sicht könnte eine Ausweitung des Streiks von Ölarbeitern in Norwegen die Ölproduktion des Landes noch deutlich stärker sinken lassen als bisher.
Angesichts der umfangreichen Produktionsausfälle im Golf von Mexiko und des potenziellen massiveren Einflusses des Streiks in Norwegen auf die Ölproduktion in der Nordsee, stufen wir die fundamentale Situation heute zumindest auf kurze Sicht als leicht bullish ein. Die Ölfutures orientieren sich derzeit leicht nach oben, bei den Inlandspreisen deuten sich heute Morgen keine größeren Veränderungen zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bullish     Chartanalyse: neutral

 

 


07. Oktober 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.19 $   Crude (WTI): 40.11 $   Gasoil: 340.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9177   Rheinfracht: 14.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures kommen von 2-Wochenhoch zurück – Trump, EIA und API

In den letzten Tagen hatte die Erwartung eines US-Konjunkturpaketes die Finanzmärkte getragen und somit auch die Ölbörsen gestützt. Nun, da Trump die Gespräche bis nach den Präsidentschaftswahlen verschoben hat, hat dies natürlich einen stark negativen Effekt auf die Börsen.
Unterdessen hat auch der EIA Monatsbericht von gestern Abend die Preise nicht wirklich stützen können. Zwar löste dieser keine unmittelbare Reaktion aus, die Tatsache, dass die Experten die Ölnachfrageprognose gesenkt haben und auch die bisherigen Preisprognosen nach unten korrigierten sind ein bearishes Signal für den Markt.
Die US Ölbestandsdaten des API liefern einmal mehr gemischte Impulse.
Die Futures an den Ölbörsen bleiben in den Morgenstunden zunächst in einer engen Handelsspanne, nachdem sie in der Nacht von ihren 2-Wochenhochs zurückkamen. Gasoil gab im Vergleich zu Rohöl nicht ganz so stark nach, sodass sich bei den Inlandspreisen heute Morgen deutliche Preisanstiege zu gestern andeuten.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral/bullish

 


06. Oktober 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 41.43 $ Crude (WTI): 39.34 $ Gasoil: 329.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9147 Rheinfracht: 15.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Hurrikan, Trump und Norwegen – Futures ziehen zunächst wieder an

Republikaner und Demokraten ringen noch immer um eine Einigung bezüglich eines Hilfsprogramms für die Corona-Pandemie. Die Entlassung Trumps könnte diesen Prozess eventuell beschleunigen, der bereits in den letzten Tagen bereits auf eine Einigung drängte. Ein Hilfsprogramm würde Wirtschaft und damit natürlich auch die Ölnachfrage stützen, sodass dies die Risikobereitschaft an Aktienmärkten und eben auch an den Ölbörsen steigert.
Dazu kommen noch der Streik in Norwegen und der Hurrikan Delta im Golf von Mexiko. Beides wird das Ölangebot reduzieren. Und so seien es vor allem "angebotsseitigen Faktoren, die sich in den letzten 24 Stunden geändert haben" und die Preise ansteigen ließen.
In Libyen steigt die Förderung zwar stetig, doch in Anbetracht der angebotsseitigen Faktoren rückt dieser Aspekt für den Moment in den Hintergrund. Nach drei Wochen in denen der US-Benzinbedarf sank, nahm die Nachfrage in der letzten Woche erstmals wieder zu.
Mit Blick auf die Streiks in Norwegen und die potenziellen umfangreichen Produktionsausfälle der US-Ölförderanlagen im Golf von Mexiko ist die fundamentale Konstellation nun erst einmal leicht bullish einzustufen. Mit dem späten Anstieg gestern Nachmittag zeichnen sich heute zunächst einmal deutliche Preissteigerungen ab.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

05. Oktober 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 40.14 $ Crude (WTI): 38.05 $ Gasoil: 318.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9172 Rheinfracht: 20.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Neue Hurrikans im Golf von Mexiko – Ölpreise mit festem Wochenstart

Die Corona-Infektion von Donald Trump hatte zum Freitag die Börsen tendenziell noch belastet. Experten gehen davon aus, dass dies die Chance auf Trumps Wahlsieg geschmälert haben könnte und ein Präsident Joe Biden würde vermutlich weniger konfrontativ mit Venezuela und Iran verfahren. Das könnte Lockerungen von Sanktionen oder zumindest neue Abkommen bedeuten und somit mehr Öl. Das ist allerdings alles noch sehr theoretisch
Diesen Monat werden wohl noch einmal ein paar Mengen hinzukommen, denn Libyen kann seine Förderung und Exporte langsam aber sicher steigern. Parallel zur steigenden Ölförderung bleibt die Nachfrage momentan schwach.
Im Auge behalten muss man nun allerdings die Stürme im Golf von Mexiko. Vor allem das tropische Tiefdruckgebiet südlich von Jamaika kann die US-Ölförderung hart treffen und für umfangreiche Produktionsausfälle sorgen. Für den Moment werden die potenziellen Ausfälle kaum eingepreist, was sich aber im Laufe der Woche sicherlich ändern wird, sollten sich die bisherigen Prognosen der Meteorologen als korrekt erweisen.
Unterm Strich nehmen wird heute daher eine fundamental neutral bis noch immer bearishe Haltung ein. Zu Freitagnachmittag dürften die Preise allerdings moderat zulegen.

Fundamental: neutral / bearish      Chartanalyse: neutral
 
 

 

02. Oktober 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 39.90 $ Crude (WTI): 37.66 $ Gasoil: 317.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9186 Rheinfracht: 20.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Mehr Öl und weniger Nachfrage - Preise geben deutlich nach

Hatten die historisch hohen Förderkürzungen der OPEC+ noch im Sommer besser gewirkt, so werden inzwischen immer mehr Zweifel laut. Nicht nur die Quotentreue einiger Mitgliedsstaaten, allen voran der Irak, hat der Organisation von Anfang an Schwierigkeiten gemacht. Gestiegene Exportzahlen aus Saudi-Arabien helfen nicht gerade dabei, das Vertrauen der Marktteilnehmer in die OPEC+ Maßnahmen zu stärken. Der Fokus richtet sich außerdem auch wieder auf Russland, das im Sommer - entgegen der sonst üblichen Salamitaktik bei Förderkürzungen– von Anfang an die Quoten eingehalten hatte. Doch nun hat das Land seine Förderung angeblich erhöht. Möglicherweise ist dies ein Hinweis darauf, dass der wichtigste Partner der OPEC nach Monaten der Konformität nun langsam wieder die eigenen Interessen in den Vordergrund rückt.
Auch die Nachfrageseite bietet weiterhin keinen rosigen Ausblick, da Corona alles bestimmend über den Märkten schwebt. „Die fundamentale Lage für Öl ist nicht gerade ermutigend, da das Angebot steigt und die Nachfrageaussichten düster aussehen“, fassen die Analysten die Lage zusammen.
Unterm Strich ist die Marktlage damit wieder bearish einzustufen. Bei den Preisen zeigen sich damit aktuell Preisabschläge zu gestern an.

Fundamental: bearish       Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 


1. Oktober 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.31 $   Crude (WTI): 40.23 $   Gasoil: 336.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9196   Rheinfracht: 20.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreise ziehen bis zu Schlüsselwiderständen an

Trotz der allgegenwärtigen Nachfragesorgen stimmen die Bestandsdaten in dieser Woche die Marktteilnehmer doch wieder etwas positiver, da zumindest bei US-Rohöl gestern deutliche Abbauten verzeichnet wurden. Dennoch überwiegen mit zunehmenden Corona-Fallzahlen und steigender Ölproduktion seitens der OPEC die Abwärtsrisiken an den Ölmärkten
Dies bekommen inzwischen auch die Raffineriebetreiber immer mehr zu spüren, da vor allem die Nachfrage nach Kerosin und Diesel stark nachgelassen hat und die Lagerbestände immer weiter ansteigen.
Angebotsseitig beobachten die Marktteilnehmer vor allem, wieviel Öl von Seiten der OPEC+ auf den Markt kommt. Das nächste Treffen der OPEC+ ist für Mitte Oktober geplant. Dann wird das Joint Ministerial Monitoring Committee (JMMC) wieder per Videokonferenz über die Förderkürzungen beraten.
Die Ölfutures notieren am Morgen knapp oberhalb ihrer Eröffnungskurse im Bereich ihrer späten Vortageshochs und somit deutlich über den Preisen von gestern Mittag bzw. Nachmittag. Bei den Inlandspreisen deuten sich damit aktuell deutliche Preisaufschläge zu gestern an.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral

 


30. September 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 40.57 $   Crude (WTI): 38.99 $   Gasoil: 322.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9209   Rheinfracht: 20.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

API überrascht mit Aufbauten bei Benzin – Ölfutures unter Druck

Über eine Millionen Menschen haben inzwischen durch das Corona Virus ihr Leben verloren und die Zahl der Neuinfektionen nimmt weltweit weiter zu. Immer mehr Länder verschärfen ihre Beschränkungsmaßnahmen wieder und die Angst vor weiteren Lockdowns, die im Frühjahr zu einem radikalen Einbruch der Nachfrage führte, nimmt entsprechend zu.
Die Marktteilnehmer werden in den kommenden Monaten deshalb wieder verstärkt auf die OPEC+ blicken. Die Organisation hatte ursprünglich geplant, die Förderquoten ab Januar erneut anzupassen. Einige Experten scheinen nun aber schon damit zu rechnen, dass es dazu möglicherweise nicht kommt und die Organisation die 7,7 Mio. B/T an Förderkürzungen, die zurzeit gelten, auch im neuen Jahr beibehalten wird.
Die Öl Futures notieren am Morgen nahezu unverändert zum Eröffnungskurs, allerdings deutlich unter dem Niveau von gestern Nachmittag. Bei den Inlandspreisen deuten sich daher starke Preisnachlässe zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bearish     Chartanalyse: neutral bis bearish

 


29. September 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.28 $   Crude (WTI): 40.36 $   Gasoil: 331.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9240   Rheinfracht: 22.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Hoffnung auf US-Konjunkturpaket stützte Ölbörsen zum Wochenstart

Die Zahl der Corona-Toten hat mittlerweile die Schwelle von 1 Million überschritten und in vielen Ländern werden auf regionaler Ebene die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wieder verschärft. Wie stark derlei Maßnahmen die Ölnachfrage in naher Zukunft beeinträchtigen werden, ist schwer zu sagen, was nachhaltige Preisrallys an den Ölbörsen derzeit verhindert.
Positive Auswirkungen auf die Nachfrage könnten weitere Konjunkturspritzen der US-Regierung haben. In die Verhandlungen über ein weiteres Maßnahmenpaket kam zu Beginn der Woche etwas Schwung, nachdem die Demokraten im US-Repräsentantenhaus ein neues Konjunkturpaket vorschlugen, über das nun mit dem Weißen Haus und den Republikanern im Senat verhandelt wird.
Während die OPEC+ Länder ihre Produktion weiterhin drosseln, dürften die Marktteilnehmer gespannt sein, ob sich der von der EIA für Oktober prognostizierte Rückgang der weltweiten Nachfrage bewahrheitet.
In den frühen Morgenstunden geben die Ölfutures erst einmal nach, bleiben allerdings deutlich oberhalb der Niveaus von Montagvormittag. Bei den Inlandspreisen deuten sich erneut geringfügige Veränderungen an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 


28. September 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 41.57 $   Crude (WTI): 39.89 $   Gasoil: 324.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9285   Rheinfracht: 23.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures starten schwächer in die neue Handelswoche

In der vergangenen Woche schienen die Marktteilnehmer nicht recht zu wissen, in welche Richtung sie sich engagieren sollen.
Kurzfristig könnte von Angebotsseite in dieser Woche zumindest ein Streik norwegischer Ölarbeiter für bullishe Impulse sorgen. Sollte die von den Gewerkschaften angekündigte Maßnahme am Mittwoch beginnen, könnte das weltweite Angebot Schätzungen der Norwegian Oil and Gas Association (NOG) zufolge vorübergehend um etwa 900.000 B/T.
Unterdessen geht OPEC-Generalsekretär Mohammad Barkindo davon aus, dass die Ölbestände der OECD erst im zweiten Quartal des kommenden Jahres unter den 5-Jahresdurchschnitt sinken dürften, und Russlands Energieminister Alexander Nowak rechnet mit einer langsamen Erholung des Ölmarktes von der Covid-19 Krise.
Heute Morgen orientieren sich die Ölfutures leicht nach unten, bleiben jedoch bislang oberhalb der Tiefs von Freitag. Der Euro erholte sich leicht, bleibt allerdings dennoch geschwächt. Bei den Inlandspreisen deuten sich nur geringfügige Veränderungen im Vergleich zu Freitag an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 


25. September 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.17 $   Crude (WTI): 40.53 $   Gasoil: 327.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9266   Rheinfracht: 23.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures notieren fester – Iraks Quotentreue bleibt fraglich

Auch die moderate Erholung der letzten Tage kann an den Ölbörsen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Nachfrageprobleme schwer auf dem Markt lasten. Hatte sich im Sommer noch manch ein Marktteilnehmer der Illusion hingegeben, dass die Corona-Krise bald vorbei sein könnte, so wird er nun eines Besseren belehrt. Die Infektionszahlen steigen weltweit alarmierend an.
Immer größere Sorgen bereitet den Marktteilnehmern auch die Wirksamkeit der OPEC+ Maßnahmen. Hatten diese im Frühjahr mit historisch hohen Kürzungen noch maßgeblich zur schnellen Erholung der Ölpreise beigetragen, wachsen nun die Zweifel, ob es der Organisation auch längerfristig möglich sein wird, die Preise zu stabilisieren. Die Einhaltung der Quoten ist und bleibt ein Streitthema zwischen den beteiligten Ländern. Die Ölfutures können in den frühen Morgenstunden ihre Gewinne ausbauen und notieren oberhalb ihrer Settlements vom Vortag. Bei den Inlandspreisen deuten sich daher aktuell Preisaufschläge im Vergleich zu Donnerstag an.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral bis bullish

 


24. September 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 41.45 $   Crude (WTI): 39.51 $   Gasoil: 321.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9233   Rheinfracht: 26.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Bullisher Effekt der DOE-Daten blieb kurzlebig

Die Covid-19 Pandemie und die damit einhergehenden Sorgen hinsichtlich der Entwicklung der Ölnachfrage lasten weiterhin auf den Ölpreisen.
Während sich die Anzahl der weltweit registrierten Corona-Fälle mittlerweile der Marke von 32 Millionen nähert, rechnen die Marktteilnehmer mit zunehmenden Eindämmungsmaßnahmen, die auch die Erholung der Wirtschaft von der ersten Pandemiewelle wieder in Gefahr bringen könnten.
Der wöchentliche Bestandsbericht des DOE konnte die Ölfutures trotz eines Anstiegs der Produktnachfrage und Bestandsabbauten nicht nachhaltig stützen. Ohnehin wurden die wöchentlichen Nachfragedaten zuletzt immer wieder stark durch die Wetterlage in der US-Golfregion beeinflusst, nachdem innerhalb kürzester Zeit mehrere Hurrikans und zuletzt ein Tropensturm über die Region hinweggefegt waren.
Sollte die Nachfrage weiterhin enttäuschen dürfte der Markt verstärkt auf eine erneute Verschärfung der OPEC+ Kürzungen spekulieren.
Heute Morgen notieren die Ölfutures im Bereich der Schlusswerte von Mittwoch, während der EUR/USD bereits das Vortagestief ausgebaut hat. Bei den Inlandspreisen deuten sich aktuell keine größeren Veränderungen zu Mittwoch an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 


23. September 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 41.39 $   Crude (WTI): 39.40 $   Gasoil: 318.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9209   Rheinfracht: 26.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreise bleiben nach API-Daten unter Druck

Auch zur Wochenmitte bleibt Corona das Thema Nummer eins für die Marktteilnehmer. Mit steigenden Fallzahlen weltweit und einer zweiten Infektionswelle in Europa wächst die Angst vor möglichen neuen Lockdowns, die einen erneuten Nachfrageschock auslösen könnten. Die Tatsache, dass in den USA inzwischen über 200.000 Menschen an dem neuartigen Virus gestorben sind, hilft nicht gerade dabei, die Stimmung aufzuhellen.
Die Sorge um die Nachfrageentwicklung beschäftigt die Märkte auch im Hinblick auf die ungewöhnlich vielen Stürme und Hurrikane, die die US-Golfküste in dieser Saison heimsuchen. So ist Tropensturm Beta inzwischen auf Land getroffen, sorgt mit heftigen Regenfällen und Überschwemmungen nach wie vor für Ausfälle an vielen Ölanlagen.
Die Ölfutures geben unter der Last der immer stärker werdenden Nachfragesorgen nach und testen schon in den frühen Morgenstunden ihre Vortagestiefs. Auch bei den Inlandspreisen deutet sich damit weiteres Abwärtspotenzial im Vergleich zu gestern Mittag an.

Fundamental: neutral bis bearish     Chartanalyse: neutral bis bearish

 


22. September 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 41.33 $   Crude (WTI): 39.22 $   Gasoil: 320.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9149   Rheinfracht: 26.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Neue Corona-Sorgen und libysche Ölproduktion lasten auf Ölpreisen

Die Besorgnis über ein erneutes Aufflammen der Corona-Pandemie weltweit hat die Ölmärkte in dieser Woche fest im Griff. Vor allem die nahenden Herbst- und Wintermonate befeuern die Angst vor neuen, unkontrollierten Covid-Ausbrüchen.
Die Sorgen scheinen nicht unberechtigt, denn viele Ländern beginnen inzwischen damit, die im Sommer gelockerten Corona-Beschränkungen wieder zu verschärfen. Neue, strikte Lockdowns sind dabei bisher jedoch die Ausnahme.
Die Wiederaufnahme der libyschen Ölförderung sieht Lee nicht als entscheidenden Faktor an, denn es sei ungewiss, wie schnell die Produktion tatsächlich wieder hochgefahren werden könne.
Heute Abend um 22:30 Uhr werden die Bestandsdaten des API erwartet, gefolgt von den Daten des DOE, die morgen Nachmittag um 16:30 Uhr veröffentlicht werden.
Die Ölfutures geben heute Morgen leicht nach, bleiben aber noch oberhalb der Vortagestiefs. Im Vergleich zu gestern Mittag befinden sich die Notierungen allerdings deutlich im Minus und so deuten sich auch bei den Inlandspreisen heute Morgen deutliche Preisnachlässe an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: bearish

 


21. September 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.04 $   Crude (WTI): 41.00 $   Gasoil: 337.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9098   Rheinfracht: 23.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures starten weicher in die Woche - Libyen und Tropensturm im Fokus

Die weitere Entwicklung der Covid-19 Pandemie und deren Einfluss auf die Nachfrage ist derzeit nicht der einzige Faktor, der die Händler an den Ölbörsen verunsichert. Die jüngsten Ereignisse in Libyen sowie die aktive Hurrikan-Saison im Atlantik bringen zusätzliche Unsicherheit.
Im August hatte Libyen dem jüngsten OPEC-Monatsbericht zufolge etwa 106.000 B/T gefördert. Kann die Ölproduktion des Landes bald wieder auf das Niveau von 2019 (etwa 1,1 Mio. B/T) gesteigert werden, müssten die OPEC+ Länder ihre Kürzungen wieder verschärfen, statt sie, wie geplant, weiter zu lockern.
Einen weiteren, wenn auch eher kurzfristigen Unsicherheitsfaktor stellt die Hurrikan-Saison im Atlantik dar. Während der Ausfall der Produktion im Golf von Mexiko durch den aktuellen Hurrikan Tropensturm Beta die Ölfutures stützt, hat der Raffineriesektor an der US-Golfküste ebenfalls an dem Sturm zu knabbern. Heute Morgen orientieren sich die Ölfutures nach einer kurzen Aufwärtsbewegung wieder nach unten. Bei den Inlandspreisen deuten sich daher leichte Abwärtspotenziale zu Freitag an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 


18. September 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.58 $   Crude (WTI): 41.20 $   Gasoil: 342.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9085   Rheinfracht: 21.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures nach JMMC-Meeting fester

Die Verlängerung des Zeitraums, in dem die Abweichler von den OPEC+ Produktionskürzungen ihre Überproduktion der vergangenen Monate kompensieren können, stimmte die Marktteilnehmer gestern wieder etwas optimistischer.
Nachdem EIA, OPEC und IEA ihre Nachfrageprognosen für 2020 in ihren aktuellsten Monatsberichten gesenkt hatten, dürfte die OPEC+ Kooperation weiterhin dafür sorgen, dass zumindest das Angebot halbwegs unter Kontrolle bleibt.
Sollte sich die Marktlage aufgrund der schwachen Nachfrage und steigender Corona-Neuinfektionszahlen verschlechtern, könnten sich die OPEC+ Produzenten allerdings bereits im Oktober zu einer Sondersitzung treffen. Angesichts der Tatsache, dass die EIA für Oktober mit einem Rückgang der Nachfrage rechnet, ist eine Sondersitzung der OPEC+ gar nicht einmal so unwahrscheinlich, vor allem, falls die gegnerischen Parteien in Libyen es tatsächlich schaffen, die Ölindustrie des Landes wieder aufleben zu lassen.
Heute Morgen testen die Ölfutures bereits die Hochs von Donnerstag. Bei den Inlandspreisen deuten sich dennoch deutliche Aufwärtspotenziale zu Donnerstag an.

Fundamental: neutral bis bullish        Chartanalyse: neutral bis bullish

 


17. September 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 41.72 $   Crude (WTI): 39.63 $   Gasoil: 322.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9126   Rheinfracht: 20.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Aufwärtskorrektur ausgereizt? Trader warten auf OPEC+ Meeting

Die US-Rohölbestände sind schwächer als vom API gemeldet gesunken, der Rückgang setzt den Trend der letzten Wochen allerdings fort und so liegen die Rohölvorräte nun auf dem niedrigsten Niveau seit Anfang April. Sicherlich ein bullisher Faktor, doch sind die Zahlen durch die Hurrikan Laura noch immer verzerrt. Der Sturm hatte einen großen Teil der Ölproduktion in der Golfregion zum Erliegen gebracht und Importe sowie Exporte verhindert.
Trader warten nun auf das Treffen der OPEC+ Mitglieder und deren Beschlüsse im JMMC Meeting. Die Gruppe wird sich mit den Abweichlern beschäftigen müssen, nachdem die Vereinten Arabischen Emirate (VAE) aber auch Länder wie der Irak mehr Öl gefördert hatten. Zudem prognostiziert man für Oktober einen Rückgang der weltweiten Ölnachfrage. Logischer Weise müsste sich die OPEC+ für eine leichte Kürzung der Produktionsmengen aussprechen.
Die Futures kommen am Morgen unter Druck und insbesondere Gasoil gibt nach, sodass sich für heute Morgen nur kleinere Korrekturen zu gestern andeuten.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 


16. September 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 41.14 $   Crude (WTI): 38.96 $   Gasoil: 324.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9076   Rheinfracht: 18.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Langsamer Hurrikan, API Bestandsdaten und Kaufimpulse – Futures ziehen an

Mitten in einer Zeit, in der die Zahlen für Neuinfektionen wieder zunehmen und die Sorgen um eine zweite Welle wieder zugenommen haben, gab es aus China, den USA und aus der EU gestern positive und besser als erwartete Konjunkturdaten. Das hat die Ängste vor einer starken Negativentwicklung in der Wirtschaft etwas reduziert und wirkt sich somit positiv bzw. bullish auf die Finanzmärkte und Ölbörsen aus.
Die Unsicherheiten, wie sich der Markt weiterentwickelt, sind aber weiterhin enorm.
Trader werden ihren Fokus heute erst einmal auf die US-Ölbestandsdaten des DOE richten. Größeren Einfluss auf die Stimmung am Markt hat aktuell aber Hurrikan Sally, da sich das Sturmtief nur sehr, sehr langsam weiterbewegt.
Die Futures legten in den frühen Morgenstunden zu, während der Euro/Dollar-Kurs deutlich schwächer im Vergleich zu gestern Mittag steht. Für die Inlandspreise bedeutet dies, dass heute Morgen erst einmal Aufwärtspotenzial vorhanden ist und sich moderate Preissteigerungen andeuten.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: bullish

 


15. September 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 39.53 $   Crude (WTI): 37.21 $   Gasoil: 319.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9063   Rheinfracht: 18.15 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Hurrikan Sally verhindert stärkere Preisnachlässe

Zuletzt nahm eher der Pessimismus unter den Marktteilnehmern zu, da man von einem saisonalen Nachfrageloch ausgeht. Die starke Erholung von Wirtschaft und Ölnachfrage bekommt somit eine Delle, die sich verschärfen könnte, sollten die Infektionszahlen weiter steigen und erneute lokale Lockdowns die Folge sein.
Marktteilnehmer warten nun noch auf das JMMC Meeting am Donnerstag und dessen Empfehlung, wie der Deal der OPEC+ weitergeführt wird. Insbesondere eine mögliche Produktionssteigerung in Libyen könnte hier für Anpassungsbedarf sorgen. Ohne Hurrikan Sally, der zu einem Ausfall eines erheblichen Teils der US-Ölproduktion im Golf von Mexiko sorgt, hätten die Ölpreise vermutlich noch mehr Abwärtspotenzial.
Da sich Sally sehr schnell bewegt und der bullishe Einfluss damit schon bald passé sein könnte, nehmen wir von fundamentaler Seite heute Morgen wieder einen leicht bearishen Standpunkt ein.
In den frühen Stunden können sich die Futures allerdings gut behaupten und bleiben oberhalb der Vortagestiefs. Bei den Inlandspreisen deuten sich Abwärtsspielräume an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral

 


14. September 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 39.93 $   Crude (WTI): 37.52 $   Gasoil: 323.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9086   Rheinfracht: 16.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Nächster potenzieller Hurrikan im Golf von Mexiko

Über das Wochenende kam mit Tropensturm Sally, der sich über dem Atlantik zusammengebraut hatte, ein Faktor auf, der die Situation am Markt zumindest kurzfristig veränderte. Da sich Ölanlagen im Golf von Mexiko in der Zugrichtung des Tropensturms befinden und einige davon bereits evakuiert wurden, stützt Sally die Ölfutures zum Wochenbeginn leicht.
Die Nachfragesorgen hatten in den vergangenen Wochen wieder deutlich zugenommen, nicht zuletzt auch weil die US-Benzinnachfrage in der US-Fahrsaison nicht die Erholung zeigte, die sich die Marktteilnehmer erhofft hatten.
Unterdessen warten die Marktteilnehmer in dieser Woche auf die Monatsberichte von OPEC und IEA, die heute Nachmittag und am Dienstagmorgen veröffentlicht werden.
An der ICE testeten die Futures heute Morgen ihr Aufwärtspotenzial. Wenngleich ICE Gasoil derzeit leicht unter dem Settlementwert von Freitag notiert, so ist der Kontrakt dennoch fester zu Freitagnachmittag, weswegen sich zusammen mit dem weicheren EUR/USD bei den Inlandspreisen immer noch leichtes Aufwärtspotenzial abzeichnet.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 


11. September 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 39.89 $   Crude (WTI): 37.17 $   Gasoil: 319.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9097   Rheinfracht: 16.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures bleiben weiter unter Druck - DOE-Daten enttäuschen

Der Bestandsbericht des DOE von Donnerstagnachmittag wies für die vergangene Woche einen Anstieg der Gesamtnachfrage nach Produkten um +1,7 Mio. B/T auf. Die Nachfragesorgen der Marktteilnehmer konnte dies jedoch nicht beschwichtigen.
Das Kontrollgremium der OPEC+ Länder (JMMC) wird sich am kommenden Donnerstag wieder über die aktuelle Marktsituation und die Umsetzung der Produktionskürzungen austauschen. Einige Analysten gehen, ähnlich wie Bart Melek, davon aus, dass man bei der Sitzung eine erneute Verschärfung der Kürzungen zumindest wieder thematisieren wird. Zuvor sind jedoch noch die aktuellen Monatsberichte von OPEC und IEA (Montag und Dienstag) fällig.
Die Ölfutures an der ICE notieren derzeit unterhalb der Settlement Werte von Donnerstag, während sich der EUR/USD von den Gewinnmitnahmen von Donnerstagabend nur bedingt erholen kann. Für heute Morgen zeichnen sich daher bei den Inlandspreisen hauptsächlich zu Donnerstagvormittag noch leichte Abwärtspotenziale ab.

Fundamental: bearish      Chartanalyse: neutral

 


10. September 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 40.77 $   Crude (WTI): 37.96 $   Gasoil: 319.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9114   Rheinfracht: 16.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Abwärtspotenzial erst einmal ausgeschöpft – Technische Kaufsignale

Über ein halbes Jahr nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie hat das Virus die Welt immer noch fest im Griff. An den Ölmärkten verstärken sich die Anzeichen für die oft heraufbeschworene „zweite Welle“, die nach der Erholung in den Sommermonaten nun mit erneuter Wucht auf die Märkte trifft.
Der Fokus der Trader wird sich in den kommenden Tagen wieder vermehrt auf die OPEC+ richten, denn in der kommenden Woche, am 17. September, tritt das Planungsgremium der Organisation, das Joint Ministerial Monitoring Committee (JMMC) zu ihrem aktuell monatlich stattfindenden Treffen zusammen. Dabei werden die Förderkürzungen der Gruppe engmaschig überwacht.
Fundamental bleiben wir weiter bei einer leicht bearishen Ausrichtung, wobei wir diese im Vergleich zu den letzten Tagen etwas relativieren. Dank der Kursgewinne gestern können die Inlandspreise heute aber dennoch zulegen. Die Futures an der ICE starten deutlich über den Niveaus von gestern Mittag, sodass sich für heute Morgen deutliche Aufwärtspotenziale zeigen.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bullish

 


09. September 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 39.70 $   Crude (WTI): 36.66 $   Gasoil: 311.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9180   Rheinfracht: 16.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Schwache Nachfrage und Impfstoffsorgen - Erneuter Preisrutsch an den Ölbörsen

„Der Markt ist auf den Boden der Realität zurückgekehrt“, meint Analyst Eugen Weinberg von der Commerzbank lakonisch und nimmt Bezug auf den gestrigen Kursrutsch. So wie die meisten seiner Kollegen sieht auch er in der stagnierenden Nachfrageerholung das Hauptthema an den Ölmärkten.
Für die Marktteilnehmer scheint die Angst vor einer Stagnation der Nachfrageerholung oder gar einem erneuten Einbruch regelrecht erdrückend geworden zu sein.
Tatsächlich sprechen gerade eine Menge Faktoren dafür, dass die Ölnachfrage auch weiterhin gering bleibt. In der kommenden Woche trifft sich das Planungsgremium der OPEC+ (JMMC), um ihr weiteres Vorgehen zu besprechen.
Fundamental bleibt die Ausrichtung damit auch heute bearish. Der Euro/Dollar-Kurs handelt zu gestern Mittag zwar etwas weicher und verteuert damit die Inlandspreise, der Kursrutsch an den Ölbörsen dominiert allerdings. Die Futures an der ICE starten deutlich unter den Niveaus von gestern Mittag, sodass sich für heute Morgen deutliche Abwärtspotenziale andeuten.

Fundamental: bearish     Chartanalyse: neutral

 


08. September 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 41.95 $   Crude (WTI): 39.00 $   Gasoil: 328.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9179   Rheinfracht: 16.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreise geben nach – Nachfragesorgen belasten

Nach wie vor haben die neu entfachten Nachfragesorgen den Markt fest im Griff. Nicht nur die stockende Erholung des asiatischen Ölbedarfs sondern auch das Ende der US-Fahrsaison sowie die beginnende Wartungssaison an Raffinerien und Ölanlagen belasten die Nachfrageerholung weltweit.
Hinzu kommen nun außerdem auch wieder neue Corona-Ängste, wie Stephen Innes von Axi Corp zu bedenken gibt.
Weltweit steigt die Zahl der Neuinfektionen weiter an und ein Ende der Pandemie ist längst noch nicht in Sicht.
Belastend für den Markt seien außerdem die bevorstehenden Wartungsarbeiten an den US-Raffinerien, die die Nachfrage nach Rohöl um 1,5 bis 2 Mio. B/T senken könnten.
In der Gesamtbetrachtung bleiben wir daher bei einer fundamental tendenziell bearishen Ausrichtung. Die Ölfutures handeln am frühen Morgen erneut etwas weicher und auch der EUR/USD gibt im frühen Handel etwas nach. Für die Inlandspreise ergeben sich damit unterm Strich im Vergleich zu gestern leichte Abwärtspotenziale.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral

 


07. September 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.16 $   Crude (WTI): 39.19 $   Gasoil: 331.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9142   Rheinfracht: 14.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures nach Bekanntgabe von Aramco Preisen weicher

Die Tatsache, dass Saudi Aramco die Preise für ihre Oktober-Lieferungen erneut gesenkt hat, dämpft die Hoffnung der Marktteilnehmer auf eine stärkere Erholung der Nachfrage. Hinzu kommt, dass die für gewöhnlich nachfrageintensivere US-Fahrsaison mit dem Labor Day Wochenende inoffiziell nun auch zu Ende gegangen ist, ohne dass sich eine maßgebliche Erholung der Nachfrage vom pandemiebedingten Einbruch ergeben hat.
Die Marktteilnehmer sind in dieser Woche gespannt darauf, wie die EIA in ihrem aktuellen Monatsbericht die Entwicklung der Nachfrage einschätzt. Zudem wartet man auf die Prognosen zum Ölangebot. Der Bericht der EIA wird aufgrund des heutigen Feiertags in den USA am Mittwochabend bekannt gegeben. Die Monatsberichte von OPEC und IEA folgen Anfang nächster Woche.
Nachdem sie am frühen Morgen zunächst die Tiefs von Freitag unterschritten, notieren die Ölfutures wieder oberhalb der Tiefs von heute Morgen. Der EUR/USD verharrt bislang in einer engen Spanne. Somit besteht bei den Inlandspreisen zu Freitag weiterhin Potenzial für Abschläge.

Fundamental: bearish     Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 


04. September 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.70 $   Crude (WTI): 40.98 $   Gasoil: 338.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9095   Rheinfracht: 14.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Nachfragesorgen bleiben allgegenwärtig – Ölfutures machen Verluste

Der Preisdruck an den Ölbörsen bleibt auch vor dem nahenden Wochenende bestehen, da die Corona bedingten Nachfragesorgen alles überschatten. Der stärkere Dollar tut sein Übriges, die Ölpreise unter Druck zu setzen und auch das Hin und Her zwischen der OPEC+ und dem Irak verunsichert die Marktteilnehmer.
„Die Stimmung ist schwach und die Händler verkaufen Risikoanlagen auf breiter Front“, meint Howie Lee von Oversea-Chinese Banking.
Mit Blick auf die anstehenden saisonalen Raffineriewartungen, geringere Importe Chinas und offensichtliche Spannungen innerhalb der OPEC bleiben wir bei einer fundamental noch immer leicht bearishen Markteinschätzungen. Heute ist vor allem auf die US-Arbeitsmarktstatistik und eventuell auch auf eine Veröffentlichung der Verkaufspreise der Saudi Aramco zu achten. Die Ölfutures starten etwas weicher in den Tag, notieren dabei aber noch oberhalb ihrer Vortagestiefs. Für die Inlandspreise deuten sich zu gestern Vormittag deutliche Preisnachlässe an, im Vergleich zu gestern Nachmittag sind die Preisveränderungen allerdings geringer.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral

 


03. September 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 44.26 $   Crude (WTI): 41.40 $   Gasoil: 347.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9132   Rheinfracht: 14.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Technische Verkäufe, OPEC+ und Raffineriewartungen – Ölpreise heute deutlich weicher

Rohöl war zu lange zu stark in einer engen Handelsspanne, was die Marktteilnehmer normalerweise etwas nervös macht.
Analyst Andy Lebow, von der Commodity Research Group, merkt zudem an, dass man trotz dieser Abbauten noch immer über "mehr als genug Vorräte" verfüge, um das weiterhin "schlechte Nachfrageverhalten" zu bedienen. Hinzu kommt wohl noch die geringere Rohölnachfrage Chinas, nachdem die Importgenehmigungen für einige chinesische Raffinerien auslaufen. Die weltweite Ölnachfrage hat sich bisher zwar zügig und auch schneller als zu Beginn der Pandemie erwartet erholt, doch von hieraus wird es die Nachfrage schwer haben weiter anzuziehen.
Alles in allem sind die jüngsten Meldungen belastend für die Ölpreise, sodass wir fundamental nun auch eine bearishe Haltung einnehmen. Die Ölpreise an ICE und NYMEX bleiben auch heute Morgen weich und Gasoil fällt dabei sogar unter das Vortagestief. Bei den Inlandspreisen deuten sich Preisnachlässe zu gestern an.

Fundamental: bearish       Chartanalyse: neutral bis bearish

 


02. September 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 45.96 $   Crude (WTI): 43.12 $   Gasoil: 366.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9107   Rheinfracht: 14.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Bullishe API-Bestandsdaten – Irak exportiert weniger Rohöl

Die Marktteilnehmer sind nach dem glimpflich verlaufenen Hurrikan Laura nun wieder recht optimistisch gestimmt, da die Produktion im Golf von Mexiko allmählich wieder zurückkehrt.
Die allgegenwärtigen Corona bedingten Nachfragesorgen bleiben aber nach wie vor Thema an den Ölmärkten und verhinderten in der Vergangenheit immer wieder stärkere Preisanstiege. Hoffnung machen in diesem Zusammenhang die API-Bestandsdaten, die durchweg bullish ausfielen.
Tatsächlich überwiegen in dieser Woche die positiven Meldungen zur Konjunkturentwicklung, nicht nur in den USA sondern auch in Asien.
Im Fahrwasser der bullishen Ölbestandsdaten des API stufen wir die fundamentale Situation heute als leicht bullish ein. Die Ölfutures an ICE und NYMEX notieren heute Morgen etwas oberhalb ihrer Settlements vom Vortag, während der Euro nicht an seine Vortageshochs anknüpfen kann und deutlich unterhalb der 1,20 Dollar notiert. Bei den Inlandspreisen zeichnet sich daher heute Aufwärtspotenzial ab.

Fundamental: neutral bis bullish     Chartanalyse: neutral bis bullish

 


01. September 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 45.70 $ Crude (WTI): 42.98 $ Gasoil: 363.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9007 Rheinfracht: 18.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures erholen sich von Vortagesverlusten - Nachfragesorgen bleiben

Nachdem Hurrikan Laura schnell über die US-Golfregion hinwegzog warten die Marktteilnehmer weiterhin auf die Schadensberichte der Ölindustrie. Zumindest, was den Raffineriesektor angeht, könnten diese jedoch noch etwas auf sich warten lassen. Stromausfälle verhindern derzeit teilweise noch die zügige Wiederherstellung des normalen Raffineriebetriebs entlang der Küste.
Während die Marktteilnehmer die Erholung der Ölindustrie in der US-Golfregion weiter im Auge behalten werden, geht der Fokus der Marktteilnehmer wie erwartet wieder verstärkt auf die Nachfrage über. Die Tatsache, dass die Anzahl der registrierten Corona-Fälle in den USA mittlerweile über 6 Millionen gestiegen ist und Indien Anfang der Woche neue Rekorde bei der Anzahl der Neuinfektionen und auch der Zahl der Todesopfer markiert, dämpfen die Hoffnungen auf eine nachhaltige Erholung der Nachfrage ebenso wie Daten zu den Rohölimporten Südkoreas.
Die wöchentlichen Daten zur Entwicklung der US-Ölbestände könnten in dieser Woche einen geringeren Einfluss auf die Ölbörsen haben. Zwar rechnen Analysten mit Bestandsabbauten, allerdings dürften die Marktteilnehmer mit einkalkulieren, dass Hurrikan Laura bei den Daten für die Woche zum 28. August vermutlich für Verzerrungen gesorgt hat.
Trotz der bullishen Bestandserwartungen stufen wir die fundamentale Situation daher dennoch vorerst nur als neutral ein. Bei den Preisen zeichnet sich heute Abwärtspotenzial ab.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral
 
 

31. August 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 46.20 $ Crude (WTI): 43.21 $ Gasoil: 370.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9037 Rheinfracht: 18.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures starten etwas fester in die neue Handelswoche

Trotz der Tatsache, dass Hurrikan Laura zeitweise die Stärke eines Hurrikans der Kategorie 4 erreicht hatte, blieben die Händler an den Ölbörsen relativ unbeeindruckt von dem Sturm. Die offiziellen Schadensberichte stehen zwar noch aus, die Marktteilnehmer richten ihre Aufmerksamkeit jedoch bereits wieder verstärkt auf die Entwicklung der Nachfrage.
Die Aussichten diesbezüglich werden derzeit erneut durch die weiter steigenden Zahlen zu den Corona-Neuinfektionen getrübt. Vor allem der neue Rekord beim Anstieg der Neuinfektionszahlen in Indien und neue Hotspots in den USA bereiten den Marktteilnehmern Sorge.
Mit dem Ende des Monats August dürften in dieser Woche wieder erste Schätzungen über die Entwicklung der Fördermengen der OPEC und ihrer Partner im (noch) laufenden Monat abgegeben werden, was die Ölpreise beeinflussen könnte.
In den USA sank indes in der vergangenen Woche die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen. Allerdings bleibt abzuwarten, inwiefern dieser Rückgang mit Hurrikan Laura zu tun hatte. Aussagekräftiger dürften daher die Daten für die laufende Woche sein.
Die Ölfutures starten heute etwas fester in den Tag, so dass sich heute insgesamt noch Potenzial für Preisaufschläge andeuten.

Fundamental: neutral/bearish       Chartanalyse: neutral
 
 

28. August 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 45.11 $   Crude (WTI): 43.00 $   Gasoil: 364.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9052   Rheinfracht: 18.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Restart der Ölanlagen im Golf von Mexiko – Technische Verkaufssignale

Nachdem Hurrikan Laura abgezogen ist und offenbar die Ölindustrie dieses Mal größtenteils verschont geblieben ist, werden die Marktteilnehmer nun genau beobachten, wie schnell die Ölproduktion und die Raffinerietätigkeit im Golf von Mexiko wiederaufgenommen werden kann.
Die Nachfrage bleibt voraussichtlich sowieso das größte Fragezeichen, denn die Sorgen der Marktteilnehmer haben sich von den Produktionsausfällen nun eher auf die Nachfragevernichtung durch den Hurrikan verlagert. Helima Croft von RBC geht davon aus, dass die Überschwemmungen wahrscheinlich das Konsumverhalten der Menschen in den betroffenen Gebieten stören werde. Phil Flynn von der Price Futures Group sieht darin auch den Grund für „mehr Verkaufsdruck entlang des Energiekomplexes“, da er mit niedrigeren Benzinpreisen aufgrund mangelnder Nachfrage rechnet.
Die Ölfutures an ICE und NYMEX starten oberhalb der gestrigen Vortagestiefs im Bereich der Settlements, jedoch unterhalb der Niveaus von gestern Nachmittag. Der Euro/Dollar-Kurs kann am Freitagmorgen zulegen, sodass sich in der Gesamtbetrachtung heute bei den Inlandspreisen klare Preisnachlässe abzeichnen.

Fundamental: neutral/bearish      Chartanalyse: bearish

 


27. August 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 45.75 $   Crude (WTI): 43.38 $   Gasoil: 373.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9075   Rheinfracht: 17.85 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Sturm historischen Ausmaßes trifft US-Golfküste - Hurrikan Laura überschattet Ölbörsen

Hurrikan Laura ist und bleibt das alles bestimmende Thema in dieser Woche. Während die Evakuierungen und Abschaltungen der Ölanlagen die Ölpreise zu einem gewissen Grad belasten, rechnen die Marktteilnehmer gleichzeitig mit einem Nachfragerückgang weil die Raffinerien an der Küste ihre Verarbeitung drosseln oder einstellen mussten.
Auch die Sorge einer möglichen Unterversorgung mit Benzin scheint eher unbegründet. Manch ein Marktteilnehmer hatte befürchtet, dass aufgrund der Raffinerieschließungen die Benzinpreise zumindest im Südosten der USA nach dem Sturm in die Höhe gehen könnten.
Die gestern erschienen DOE-Bestandsdaten zeigen allerdings auch einen erneuten wöchentlichen Rückgang bei den Rohölbeständen sowie Abbauten bei Benzin und einen Anstieg der Nachfrage. Der bullishe Einfluss des Hurrikans dürfte mittlerweile weitestgehend eingepreist sein. ICE Gasoil notiert unterhalb der Niveaus von gestern Nachmittag im Bereich der Schlusswerte. Der Euro/Dollar-Kurs notiert am Donnerstagmorgen wird etwas fester gehandelt, sodass sich für das Inland unterm Strich kleinere Preisnachlässe andeuten.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral

 


26. August 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 46.00 $   Crude (WTI): 43.33 $   Gasoil: 377.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9097   Rheinfracht: 18.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Sturm Laura bedroht US-Golfküste und stützt Ölfutures

Der Fokus der Marktteilnehmer richtet sich diese Tage vor allem auf Hurrikan Laura. Die Evakuierungen an der Ölanlagen sorgen schon jetzt für Produktionsausfälle. Die Ölfutures werden von diesen Nachrichten gestützt und dürften sich in den nächsten Tagen auch weiterhin nach oben orientieren.
So haben sich China und die USA in dieser Woche schließlich doch zu Gesprächen zusammengefunden und bekräftigt, am Teilhandelsabkommen festzuhalten.
Ebenfalls bullish wirken die in der Nacht veröffentlichten US-Bestandsdaten des API. Die klaren Rückgänge bei Rohöl und Benzin deuten darauf hin, dass die Nachfrage sich trotz steigender Corona-Infektionen doch positiv entwickelt.
Insgesamt mögen die Hurrikane das Angebot in dieser Woche einschränken. Doch schon bald wird sich der Markt wieder auf den schlimmsten Hurrikan von allen konzentrieren: Covid-19.
Die an der ICE gehandelten Ölfutures notieren am frühen Morgen im Bereich der Hochs von Dienstag. Bei den Inlandspreisen zeichnen sich damit heute Morgen im Vergleich zu Dienstagnachmittag moderate Aufwärtspotenziale ab.

Fundamental: bullish      Chartanalyse: neutral bis bullish

 


25. August 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 45.24 $   Crude (WTI): 42.55 $   Gasoil: 373.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9113   Rheinfracht: 16.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

US-Bestandserwartungen und Gespräche zwischen USA und China stützen

Tropensturm Marco ist gestern Nacht an der Küste des US-Bundesstaates Louisiana auf Land getroffen und wurde mittlerweile vom National Hurricane Center zu einem Tiefdruckgebiet heruntergestuft. Derweil ist Tropensturm Laura fast über Kuba hinweggezogen und sollte über dem Golf von Mexiko Hurrikanstärke erlangen, bevor er in der Nacht zum Dienstag die Küstengebiete von Texas und Louisiana erreichen dürfte.
Die Außerbetriebnahme der Produktionsanlagen im Golf von Mexiko sowie der reduzierte Raffineriebetrieb entlang der Golfküste dürften dazu führen, dass es bei den Bestandsberichten von API und DOE in der kommenden Woche zu Verzerrungen kommt.
Was die Ölnachfrage allgemein betrifft, ließen zuletzt auch die Gespräche zwischen den USA und China zum Teilhandelsabkommen sowie Fortschritte bei potenziellen Impfstoffen gegen das Coronavirus die Hoffnungen auf eine nachhaltige Erholung der Nachfrage steigen. Die an der ICE gehandelten Ölfutures notieren am frühen Morgen im Bereich der Hochs von Montag. Bei den Inlandspreisen zeichnen sich heute Morgen leichte Aufwärtspotenziale ab.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral

 


24. August 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 44.32 $   Crude (WTI): 42.29 $   Gasoil: 364.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9122   Rheinfracht: 16.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Marco und Laura in dieser Woche im Fokus

An den Ölbörsen dürften sich diese Woche Marco und Laura in den Vordergrund drängen. Beide Stürme nahmen Ende letzter Woche Kurs auf den Golf von Mexiko und die US-Golfküste.
Die Tatsache, dass knapp 60 Prozent der Ölproduktion im Golf von Mexiko durch die beiden Stürme vorübergehend zum Erliegen kamen, hat zumindest kurzfristig einen bullishen Einfluss auf die Ölfutures.
Davon abgesehen bleibt die Unsicherheit im Hinblick auf die Nachfrage weiter bestehen. Diese ist derzeit an die Entwicklungen in Sachen Covid-19 Pandemie gekoppelt. Während die Anzahl der Covid-19 Toten mittlerweile auf über 800.000 gestiegen ist, verbreiteten Meldungen des Pharmakonzerns Pfizer zuletzt Hoffnung. Das Unternehmen teilte mit, sein Impfstoff gegen den Coronavirus sei auf dem richtigen Weg für die Zulassungsprüfung im Oktober
Die Futures sind zwar von den Tagestiefs am Freitag wieder zurückgekommen, bleiben aber in etwa auf den Niveaus von gestern Mittag. Bei den Inlandspreisen deutet sich heute Morgen zu Freitagmorgen leichtes Abwärtspotenzial an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish

 


21. August 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 45.07 $   Crude (WTI): 42.95 $   Gasoil: 374.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9069   Rheinfracht: 16.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Zwei Tropenstürme bedrohen die US-Ölförderung – Charttechnik deutet Kursschwäche an

Die OPEC+ Gemeinschaft schätzt die globale Ölnachfrage 2020 laut dem JMMC Meeting etwas schwächer als zuletzt ein. Vor allem die Warnung vor Negativauswirkungen einer zweiten Welle in China, Indien, Europa und den USA sind hierbei zu erwähnen.
Die Fed schätzt die Auswirkungen des Coronavirus als gravierender ein und sieht die wirtschaftliche Erholung langsamer als zuletzt erwartet. Hier verweist man auf einen möglichen Dämpfer, den eine zweite Welle haben könnte, die die Experten im Herbst erwarten.
Trotz der bullishen Meldungen bezüglich der sinkenden US-Ölbestände in den letzten Wochen, habe es nicht zu einer starken Preisrallye gereicht.
Die fundamentale Konstellation ist damit leicht bearish zu interpretieren, wären da nicht die tropischen Tiefdruckgebiete, die Anfang kommender Woche als Tropensturm/Hurrikan den Golf von Mexiko erreichen werden. Die Futures sind von den Tagestiefs gestern wieder zurückgekommen, bleiben aber in etwa auf den Niveaus von gestern Mittag. Womit sich bei den Inlandspreisen heute Morgen leichte Abwärtsspielräume andeuten.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral bis bearish

 


20. August 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 44.99 $   Crude (WTI): 42.49 $   Gasoil: 374.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9148   Rheinfracht: 16.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

DOE-Daten und JMMC-Meeting ohne nachhaltige Wirkung

Weder die Bestandsdaten des DOE noch die Ergebnisse der Sitzung des Joint Ministerial Monitoring Committee (JMMC) konnten die Händler am gestrigen Mittwoch aus der Reserve locken. Allerdings waren die Ergebnisse des Meetings im Hinblick auf die Ölproduktion der OPEC+ Länder eher nichtssagend. Das Problem blieb seit dem letzten Treffen dasselbe.
Der Irak zeigte sich zwar zuletzt immer williger, die Vorgaben einzuhalten, Marktbeobachter zweifeln jedoch daran, dass das Land – sollte es die Kürzungen einhalten – tatsächlich auch noch die geforderten Kompensationen umsetzen kann. Auch Nigeria hinkt mit den Kürzungen immer noch deutlich hinterher. Dabei bleibt den beiden Ländern nicht allzu viel Zeit, um die Vorgaben zu erfüllen. Bis Ende September soll die Produktion auf Kurs gebracht und die Kompensationen umgesetzt werden.
Heute Morgen orientieren sich die Ölfutures leicht nach unten. Bei den Inlandspreisen zeichnen sich daher im Vergleich zu Mittwoch keine größeren Veränderungen ab.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral

 


19. August 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 45.09 $   Crude (WTI): 42.62 $   Gasoil: 379.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9036   Rheinfracht: 16.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

API-Daten lassen Nachfragesorgen wieder steigen

Die vom API Dienstagnacht gemeldeten Bestandsabbauten bei Rohöl und Destillaten konnten ihre bullishe Wirkung gestern nicht entfalten. Die Marktteilnehmer waren enttäuscht über den Anstieg der US-Benzinbestände, die das API für die Woche zum 14. August gemeldet hatte.
Der Markt kämpft um neue Hochs, da die Nachfragesorgen an die Sorgen hinsichtlich des Coronavirus gekoppelt sind, während die OPEC diesen Monat mehr Barrel zurück auf den Markt bringt.
Im heutigen Tagesverlauf wird daher die Sitzung des Joint Ministerial Monitoring Committee (JMMC) im Fokus stehen, das die OPEC+ Kürzungen überwacht und das Produzentenbündnis berät.
Im Hinblick auf das Ölangebot werden die Händler ihr Augenmerk auch wieder stärker auf die Lage in Libyen richten. Die Notierungen liegen heute Morgen in etwa auf dem Niveau von Dienstagnacht, während der Euro/Dollar-Kurs leicht unterhalb seines neuen Langzeithochs notiert. Bei den Inlandspreisen zeichnen sich daher im Vergleich zu Dienstag nur geringfügige Veränderungen ab.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral

 


18. August 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 45.25 $   Crude (WTI): 42.73 $   Gasoil: 377.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9051   Rheinfracht: 16.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Fester Wochenstart - Trader blicken auf OPEC+ Meeting

Die Marktteilnehmer fokussieren sich mehr und mehr auf das nahende Treffen der OPEC+, welches morgen im Laufe des Tages stattfinden wird. Auch wenn nicht mit einer erneuten Anpassung der Förderquoten gerechnet wird, bleibt die Quotentreue der Nachzügler Staaten das Hauptthema.
Die US-Schieferölindustrie tut sich nach wie vor schwer, sich von der Corona Krise zu erholen und so sinkt die Ölproduktion in den USA eher als dass sie steigt.
Entsprechend gespannt warten die Marktteilnehmer auf die wöchentlichen US-Bestandsdaten die heute und morgen erscheinen. Heute Abend macht das API den Anfang, gefolgt von den etwas ausführlicheren Daten des DOE am Mittwochnachmittag.
Ohne richtungsweisende Nachrichten schätzen wir die fundamentale Lage im Vorfeld des OPEC+ Meetings als neutral ein. Die Notierungen liegen in etwa auf dem Niveau von Montagabend, während der Euro/Dollar-Kurs heute wieder leicht oberhalb seines Referenzkurses notiert. Bei den Inlandspreisen zeichnen sich daher im Vergleich zu Montag keine größeren Veränderungen ab.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 


17. August 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 45.17 $   Crude (WTI): 42.42 $   Gasoil: 378.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9091   Rheinfracht: 16.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

USA beschlagnahmen Iranisches Öl – China steigert US-Ölimporte

Mit der Meldung, dass China mehr Öl aus den USA importieren will, wird auch wieder die Hoffnung auf eine schnelle Nachfrageerholung wieder unterfüttert und die Sorge eines Scheiterns des Handelsabkommens geringer.
Um die Entwicklung der Coronapandemie im Auge zu behalten, trifft sich die OPEC+ zurzeit einmal im Monat, um über ihr weiteres Vorgehen bezüglich der Produktionskürzungen abzustimmen. In dieser Woche kommt das sogenannte Joint Ministerial Monitoring Committee (JMMC) wieder zusammen.
Beim letzten Treffen hatte man wie geplant die Förderkürzungen angepasst und die Quoten gelockert. Angesichts der gestiegenen US-Öllieferungen nach China und der Hoffnung auf den Erfolg des Handelsabkommens sowie den Spannungen zwischen den USA und dem Iran betrachten wir die fundamentale Situation als leicht bullish. Die Notierungen liegen in etwa auf dem Niveau von Freitagnacht, während der Euro/Dollar-Kurs nur leicht oberhalb seines Referenzkurses notiert. Bei den Inlandspreisen zeichnen sich daher im Vergleich zu Freitag keine größeren Veränderungen ab.

Fundamental: neutral bis bullish       Chartanalyse: neutral

 


14. August 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 45.13 $   Crude (WTI): 42.39 $   Gasoil: 378.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9098   Rheinfracht: 16.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Rohölfutures trotz schwächerer IEA-Nachfrageprognosen oberhalb des GD7

Mit der IEA gab am Donnerstag nach EIA und OPEC die letzte der drei wichtigen Institutionen am Ölmarkt ihre Einschätzung zur Lage am Ölmarkt bekannt. Was die Entwicklung der Ölnachfrage angeht ist die IEA eher bei der OPEC, die schon tags zuvor ihre Nachfrageprognosen gesenkt hatte.
Auf Produktionsseite steht nun erst einmal die nächste Sitzung des OPEC+ Komités zur Kontrolle der Produktionskürzungen im Fokus. Die Frage bleibt, ob die immer noch von den Vorgaben abweichende Produktion Iraks unter den OPEC+ Mitgliedern für zunehmende Spannungen sorgt oder ob man weiter darauf wartet, dass sich das Land an die Vereinbarungen hält.
Vor dem Wochenende stehen noch einige wichtige Wirtschaftsindikatoren auf der Agenda. Angesichts der Erwartungen IEA zur Nachfrageentwicklung betrachten wir die fundamentale Situation heute Morgen als leicht bullish. Die Notierungen liegen in etwa auf dem Niveau von Donnerstagnacht. Bei den Inlandspreisen zeichnen sich daher im Vergleich zu Donnerstag keine größeren Veränderungen ab.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral

 


13. August 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 45.30 $   Crude (WTI): 42.55 $   Gasoil: 379.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9111   Rheinfracht: 16.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreise bleiben nach ersten Monatsreports auf hohem Niveau

Der EIA Monatsreport August vom späten Dienstagabend fiel bullish aus, nachdem die erwartete Überversorgung im laufenden Jahr deutlich nach unten korrigiert wurde. Der Monatsbericht der OPEC fiel eher bearish aus, da man die Ölförderung außerhalb des Kartells höher als zuletzt einstuft.
Laut DOE sanken die US-Ölbestände in der letzten Woche in allen wichtigen Kategorien, während die Nachfrage nach Ölprodukten den höchsten Stand seit 5 Monaten erreicht hat.
Auch wenn der OPEC Monatsreport bearish ausfiel, so nehmen wir von fundamentaler Seite her einen bullishen Standpunkt ein, nachdem sich ein positiver Trend bei der Nachfrage ergibt, die US-Ölbestände sinken und die EIA in ihrem Monatsreport ebenfalls einen bullisheren Ausblick als im Vormonat hatte.
Trader warten heute auf den Monatsbericht der IEA, der am späten Vormittag erwartet wird. Die Notierungen bleiben auf dem höheren Niveau von gestern Nacht und drücken die Inlandspreise etwas. Unterm Strich deuten sich keine größeren Veränderungen bei den Vormittagspreisen an.

Fundamental: bullish       Chartanalyse: neutral bis bullish

 


12. August 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 44.64 $   Crude (WTI): 41.68 $   Gasoil: 372.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9193   Rheinfracht: 16.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures trotz bullisher Berichte von EIA und API weicher

Die EIA rechnet für das laufende Jahr mit einem geringeren Angebotsüberschuss als noch im Juli. Auch die Preiserwartungen für Brent und WTI für 2020 wurden nach oben korrigiert.
Die optimistischen Erwartungen der EIA zur Nachfrageentwicklung – sei es für die USA oder für China – hängen immer noch vom weiteren Verlauf der Pandemie ab. Von der Produktionsseite her dürfte die Entwicklung der Rohölproduktion der USA die Ölpreise zumindest im laufenden Jahr noch stützen.
Die OPEC selbst wird ihre aktuellen Prognosen und die Produktionszahlen für Juli heute Nachmittag in ihrem neuen Monatsbericht bekannt geben. Dieser wird von den Marktteilnehmern ebenso erwartet wie der offizielle Bestandsbericht des DOE. Für uns bleibt die fundamentale Konstellation angesichts der API-Daten und des EIA-Berichts weiter leicht bullish.
Aufgrund der deutlichen Abwärtskorrektur in der zweiten Tageshälfte am gestrigen Dienstag deutet sich heute bei den Inlandspreisen Potenzial für Abschläge an.

Fundamental: neutral bis bullish       Chartanalyse: neutral

 


11. August 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 45.20 $   Crude (WTI): 42.27 $   Gasoil: 371.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9148   Rheinfracht: 16.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures nehmen Aufwärtspotenziale ins Visier – Flugverkehr nimmt spürbar zu

In den USA finden Republikaner und Demokraten offenbar zusammen. US-Präsident Donald Trump hat per Twitter mitgeteilt, dass es ein Treffen mit den Demokraten aus dem Kongress geben könnte, um Konjunkturhilfen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zu besprechen.
In der Tat scheint sich die Lage in der Corona-Pandemie in den USA zu verbessern und auch die Luftfahrt kann sich dank der Urlaubszeit vom stärksten Einbruch der Geschichte erholen. Der weltweite Flugverkehr hat sich seit dem Tiefststand Mitte April mehr als verdoppelt und der positive Trend hält auch im August weiter an.
Während es positive Anzeichen bei der Nachfrage gibt, scheint es auf Angebotsseite gewisse Einschränkungen zu geben. Für uns bleibt die fundamentale Konstellation damit weiter leicht bullish, was vor allem der optimistischeren Stimmung am Markt geschuldet ist. Durch die festere Tendenz an den Ölbörsen in den Morgenstunden deuten sich bei den Inlandspreisen aktuell ebenfalls geringe Aufwärtspotenziale an.

Fundamental: neutral bis bullish       Chartanalyse: neutral

 


10. August 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 44.87 $ Crude (WTI): 41.82 $ Gasoil: 370.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9133 Rheinfracht: 15.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

US-Konjunkturhilfen und Ölnachfrage – Futures ziehen zum Handelsauftakt an

Letzte Woche hatten die Ölpreise noch neue Langzeithochs erreicht und waren am Mittwoch auf den höchsten Stand seit März dieses Jahres geklettert. Die Rallye hatte wenig Schwung, was darauf hindeutet, dass sich die Trader am Ende einer erschöpften Aufwärtsbewegung befinden. So lange im Kampf gegen die Corona-Pandemie jede Woche Rückschläge hinzunehmen seien, bleibe der Ausblick unsicher.
Zumindest für die USA zeichnet sich eine vorsichtige Besserung der Situation im Kampf gegen das Coronavirus an. Trumps Konjunktur-Maßnahmen, die Ankündigung, dass die Verhandlungen zu einem gemeinsamen Hilfspaket aufgenommen wurden, sorgt für vorsichtigen Optimismus an den Finanzmärkten.
Die Anzahl der aktiven US-Ölbohranlagen ist laut Baker Hughes auf ein 15-Jahrestief gefallen. Auch wenn die Zahlen zuletzt nur wenig Relevanz hatten, so ist es zumindest ein psychologischer Aspekt. Und mit Blick auf die Konjunkturhilfen in den USA, der positiven Nachfrageeinschätzung der Saudi Aramco sowie den angekündigten Zusatzkürzungen des Irak ist die fundamentale Marktlage für uns leicht bullish einzuordnen.
Die Futures ziehen in den Morgenstunden leicht an und so bleiben noch leichte Abwärtspotenziale für heute Vormittag bestehen.

Fundamental: neutral bis bullish       Chartanalyse: neutral
 
 

07. August 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 44.99 $ Crude (WTI): 41.87 $ Gasoil: 372.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9117 Rheinfracht: 15.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures trotz Iraks versprochener Zusatzkürzungen nahe Vortagestiefs

Nachdem die Rohölfutures am Mittwoch noch auf den höchsten Stand seit Anfang März geklettert waren, zeigte sich bereits am Donnerstag, dass die Marktteilnehmer von dem Preisanstieg nicht recht überzeugt waren. Schließlich scheint die Erholung der Ölnachfrage ins Stocken geraten zu sein, was die DOE-Daten zur US-Produktnachfrage am Mittwoch untermauerten. Die Pandemie verschlimmere sich zwar nicht, aber sie werde auch keinen Deut besser. Die Aussicht auf eine „Achterbahnfahrt“ in Sachen Covid-19 im Land mit dem größten Ölverbrauch weltweit, dämpft bei den Händlern am Ölmarkt die Hoffnung auf eine nachhaltige Erholung der Nachfrage und dürfte das Aufwärtspotenzial der Ölpreise auch weiterhin begrenzen.
Derweil bleibt abzuwarten, wie sich die Steigerung der OPEC+ Ölproduktion im August auf den Markt auswirken wird. Zudem ist der Irak nicht gerade bekannt dafür, sich - was die Ölproduktion angeht – an die Vereinbarungen mit den übrigen OPEC+ Partnern zu halten.
Eher chronisch als akut wirken derzeit die Spannungen zwischen den USA und China. Die Ankündigung von Sanktionen gegen chinesische Kommunikationsunternehmen sowie das Agieren der US-Regierung in Sachen Taiwan brachte noch mehr Schärfe in den bereits vorher schwelenden Konflikt.
Insgesamt deuten sich bei den Preisen noch leichte Preisabschläge an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

06. August 2020
 
Rohöl/Barrel: Brent: 45.54 $ Crude (WTI): 42.43 $ Gasoil: 379.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9069 Rheinfracht: 15.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Gewinnmitnahmen nach neuen Langzeithochs
 
Der gestrige Aufwärtstest wurde vor allem durch die Entwicklung beim Dollar und die erneuten Gewinne an den Aktienmärkten verursacht. Letztere gelten als Indikatoren für die die wirtschaftliche Entwicklung. Dass diese jedoch maßgeblich vom weiteren Verlauf der Covid-19 Pandemie abhängt, darauf wiesen zur Wochenmitte gleich mehrere Mitglieder der Fed hin. Die Welt ist definitiv immer noch in einer Rezession und es gibt sehr viele reale Sorgen hinsichtlich der Entwicklung der US-Wirtschaft.
Der Juli-Bericht des privaten Instituts ADP deutete gestern zudem darauf hin, dass sich die Situation am US-Arbeitsmarkt nur langsam verbessert. Eine zügige Erholung des Arbeitsmarkts käme durch einen höheren Pendlerverkehr jedoch auch der Nachfrage zugute.
Auf Angebotsseite bleibt weiterhin die Produktionssteigerung der OPEC+ Länder Thema. Außerdem wird man die Entwicklung der US-Rohölproduktion im Auge behalten. Auch wenn diese laut den Schätzungen des DOE in der vergangenen Woche leicht sank, rechnet man mittelfristig mit einem Anstieg der Förderung.
Heute Morgen handeln die Futures an ICE und NYMEX kaum verändert im Bereich der Niveaus von Mittwochnacht. Insgesamt deuten sich bei den Preisen allerdings dennoch Preisabschläge an.
 
Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

05. August 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 44.39 $ Crude (WTI): 41.62 $ Gasoil: 374.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9130 Rheinfracht: 15.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preisanstieg nach später Tagesrallye – API meldet starke Abbauten bei Rohöl

Der Markt bleibt weiter geprägt von einem sehr hohen Maß an Unsicherheit, was sich an der relativ engen Handelsspanne der letzten Wochen zeigt. Seit Anfang Juli blieb Brent zwischen 41 und 45 Dollar und handelt aktuell wieder am oberen Ende dieser Range. Die Kursschwankungen der Aktienmärkte haben in dieser Zeit einen größeren Einfluss auf die Notierungen an ICE und NYMEX bekommen, was ebenfalls für Unsicherheit und fehlende Richtungsvorgaben aus dem Markt heraus spricht.
Die Aktienmärkte werden vor allem immer dann relevanter, wenn die Nachfrageseite der entscheidende Faktor ist. Das Überangebot konnte kurzfristig von der OPEC+ Gruppe durch Produktionskürzungen reguliert werden, damit der Markt aber dauerhaft und nachhaltig wieder in Balance kommt, muss sich die im Frühjahr eingebrochene Nachfrage erholen.
Angebotsseitig wird es in diesem Monat tendenziell mehr Öl geben, nachdem die OPEC+ Gruppe ihre Produktion steigert und man auch von den US-Schieferölunternehmen eine höhere Förderung erwartet. Von dieser Sichtweise her ist es schwer, grosse Aufwärtspotenziale an den Ölbörsen zu sehen, so lange es keine wirklich bullishen Meldungen am Markt gibt.
Unterm Strich deuten sich so bei den Preisen moderate Preissteigerungen zu gestern an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

04. August 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.77 $ Crude (WTI): 40.69 $ Gasoil: 365.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9180 Rheinfracht: 18.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreise können Abwärtspotenziale nicht nutzen

Mit der zuletzt positiven Entwicklung beim Infektionsgeschehen in den USA ist auch die Stimmung unter den Marktteilnehmern wieder vorsichtig optimistischer geworden. Dies zeigt sich an den Aktienmärkten, deren Kursanstieg ein Indiz für eine gute Wirtschaftsentwicklung und damit auch Ölnachfrage ist.
Für August sollte die Produktion der OPEC weiter zunehmen. Aus den USA erwartet man ebenso mehr Öl, da Preise jenseits der 30 Dollar eine Wiederinbetriebnahme einiger Anlagen ermöglichen. Seit einem Monat notiert WTI nun fast durchgehend oberhalb der 40 Dollar, sodass zumindest der Preis kein großes Problem mehr darstellen dürfte.
Bisher hielten sich die US-Unternehmen allerdings zurück. In den USA habe sich die Erholung bei der Nachfrage nach Treibstoffen zuletzt abgeschwächt. Für August sieht man in den USA nun eine stagnierende Nachfrage, während man für September noch sehr unsicher sei.
Eine gewisse Preisschwäche deutet auch der Time-Spread bei Brent an, welche als Contango-Konstellation bezeichnet wird. Nimmt diese zu, spricht diese für eine eher bearishe Marktsituation.
Aktuell bleiben die Futures in einer engen Spanne. Damit deuten sich leichte Preissteigerungen zu gestern an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

03. August 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.44 $ Crude (WTI): 40.10 $ Gasoil: 365.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9157 Rheinfracht: 18.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures starten nahezu unverändert in die neue Woche

Ab dem Wochenende fördert die OPEC+ Gruppe wieder mehr Öl. Die Produktionsquoten wurden offiziell angehoben, weil einige Länder sich vorher nicht ganz an die Vorgaben hielten, dürfen diese noch nicht das volle Potenzial der Lockerung ausschöpfen.
Mehr Öl für den Weltmarkt belastet Ölpreise in der Regel, wenngleich der Markt vorher vermutlich ein Defizit aufgewiesen hatte. Wie genau Angebot und Nachfrage sich im Juli entwickelt haben, werden die Monatsreports von EIA, IEA und OPEC in der kommenden Woche zeigen.
Die fundamentale Grundeinschätzung wird von uns zum Wochenauftakt somit weiter leicht bearish eingestuft, da zusätzlich auch noch vereinzelt weitere Corona-Lockdowns verhängt wurden und die indische Ölnachfrage schwächer als erwartet ausfällt. Anleger machen sich wegen eines Überangebots sorgen. Auch die Befürchtung über ein Wiederaufleben der Coronavirus-Fälle belastet die Ölmärkte.
Die Corona-Pandemie bleibe der wichtigste Faktor für die Ölnachfrage. Die Geschwindigkeit, mit der sich das Virus global verbreite, rufe Angst hervor. Man habe sich darauf eingerichtet, dass die Preise noch lange niedrig bleiben würden und es ein "sehr unsicheres Umfeld" sei.
Die Ölpreise starten heute zunächst verhalten in den Tag und bleiben etwa auf dem Niveau vom Freitag.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

31. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.43 $ Crude (WTI): 40.07 $ Gasoil: 363.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9132 Rheinfracht: 16.80 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Aufwärtstrend oberhalb des GD 21 durchbrochen

Die vorläufigen Zahlen zum Wirtschaftswachstum in Deutschland und den USA versetzten der Risikofreude an den Finanzmärkten gestern einen Dämpfer. Vor allem, was das US-Wachstum angeht, wogen die Daten umso schwerer, als Fed-Chef Jerome Powell Mitte der Woche nur eine langsame Erholung in Aussicht stellte.
Die Marktteilnehmer hatten zuvor verstärkt auf eine rasche Erholung der Konjunktur gehofft. Die Debatte im US-Kongress über ein weiteres Konjunkturprogramm könnte daher heute umso stärker in den Vordergrund rücken.
Sollte sich die Entscheidung hinsichtlich des Konjunkturpakets weiter verzögern, würde dies die Sorgen hinsichtlich der Erholung der US-Wirtschaft und der Nachfrage erneut steigen lassen, zumal man mittlerweile befürchtet, dass sich das Sars-Co-V2 Virus im Land wieder in Bundesstaaten ausbreiten könnte, in denen es eigentlich als eingedämmt galt.
Auf Seiten des Angebots steht zum Wochenende zudem nun die angekündigte Produktionssteigerung der OPEC+ Länder bevor. Angesichts der Ungewissheit hinsichtlich der Nachfrageentwicklung, scheint diese zu einem ungünstigen Zeitpunkt zu kommen. Sollte es erneut zu einem Überangebot kommen, könnte die OPEC+ seiner Ansicht nach die jüngste Entscheidung, die Kürzungen zu lockern, möglicherweise sogar wieder rückgängig machen.
Für Heute deuten sich bei den Preisen Preisabschläge zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral
 
 

30. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.69 $ Crude (WTI): 41.20 $ Gasoil: 376.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9132 Rheinfracht: 16.80 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures nach DOE-Daten und Fed-Entscheidungen weiter oberhalb des GD 21

Weder die Entwicklung der Nachfrage noch der massive Abbau der landesweiten Rohölvorräte der USA konnten die Preise jedoch gestern maßgeblich steigen lassen. Dies lag wohl nicht nur an den höheren Benzin- und Destillatbeständen, sondern auch daran, dass die Marktbeobachter befürchten, dass die positive Entwicklung der Nachfrage ein kurzzeitiges Phänomen bleiben könnte, sollte die Ausbreitung des Sars-CoV2-Virus in den USA nicht deutlich eingedämmt werden können.
Für Verunsicherung sorgt derzeit auch die bevorstehenden Lockerung der OPEC+ Produktionskürzungen Anfang August. Noch fragt man sich am Markt, ob die zusätzlichen Mengen durch die Nachfrage absorbiert werden oder ob dadurch wieder ein deutliches Überangebot entsteht.
Auch auf die US-Bestände könnte die Produktionssteigerung der OPEC+ Einfluss nehmen. In der vergangenen Woche sanken beispielsweise die saudischen Rohölexporte in die USA auf den niedrigsten Stand. Sollte die Nachfrage im eigenen Land die höheren Produktionsmengen nicht wie von Saudi-Arabien in Aussicht gestellt auffangen, wird das Königreich versuchen müssen, sein Öl anderweitig loszuwerden.
Die Futures notieren derzeit in etwa auf dem Schlussniveau von Mittwoch somit sich bei den Preisen keine grösseren Preisveränderungen für den Vormittag andeuten.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

29. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.34 $ Crude (WTI): 41.08 $ Gasoil: 372.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9168 Rheinfracht: 16.80 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

API Zahlen ohne großen Effekt – Nachfragesorgen durch Covid nehmen wieder zu

In den USA gibt es zwischen Demokraten und Republikaner noch keine Einigung was das neue Corona-Hilfspaket anbelangt. Dies besorge die Marktteilnehmer, denn das Programm und Hilfen aus Washington seien wichtig für den Ölmarkt und die Entwicklung der Nachfrage.
Auch in anderen Ländern der Welt sieht es gerade danach aus, dass es eher wieder Einschränkungen im öffentlichen Leben geben wird, als dass die Lockdowns weiter aufgeweicht werden. Die Entwicklung der Pandemie und die daran gekoppelte Ölnachfrageentwicklung bleiben der Schlüssel für die weitere Preisentwicklung an den Ölbörsen.
Mit Blick auf die aktuellen Nachfrageentwicklungen, insbesondere in den USA, aber auch in Ländern wie Indien, ist die fundamentale Konstellation heute Morgen eher leicht bearish einzuschätzen. Wichtig für den stimmungsgetriebenen Markt werden heute aber die US-Ölbestandsdaten des DOE um 16:30 Uhr sowie die Kommentare der Fed sein, von der man eine Zusage für langfristig stützende Maßnahmen erwartet. Diese haben das Potenzial mit entsprechenden Impulsen für eine Reaktion in die ein oder andere Richtung zu sorgen.
Für heute deuten sich bei den Preisen aktuell nur geringfügige Preissenkungen für den Vormittag an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral
 
 

28. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.42 $ Crude (WTI): 41.50 $ Gasoil: 375.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9216 Rheinfracht: 16.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures bleiben oberhalb der GD 21 Linie – US Geldpolitik stützt

Die neuen Einschränkungen für das öffentliche Leben und Reisen in den USA und Europa sind ein Dämpfer für das erwartete Ölnachfragewachstum.
Die OPEC+ Gruppe wird am dem Wochenende beginnen mehr Öl zu fördern und vermutlich auch zu exportieren. Zum 1. August werden die Quoten der bisherigen Produktionskürzungen gelockert. Gleichzeitig zeichnet sich in den USA mit dem ersten Anstieg bei der Anzahl der aktiven Ölbohranlagen eine Wiederbelebung der Schieferölindustrie ab. Sicherlich wird es zu keinem Boom kommen, aber die Lagertanks in den USA sowie die globalen Ölbestände sind noch immer gut gefüllt.
Es gibt zahlreiche Anzeichen, die für eine Korrektur an den Ölbörsen sprechen. Einige Experten bezeichneten diese in den vergangenen Wochen auch als überfällig und gehen davon aus, dass die nächste große Kursbewegung nach unten sein wird. Doch bisher halten sich die Notierungen tapfer auf hohem Niveau.
Die Futures an ICE und NYMEX bleiben in den Morgenstunden auf hohem Niveau und hatten die Vortageshochs zum Teil auch schon kurzzeitig überschritten. Die Kursgewinne mussten allerdings wieder abgegeben werden, sodass die Futures nun in etwa auf dem Niveau von gestern Nacht bleiben.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

27. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.26 $ Crude (WTI): 41.23 $ Gasoil: 375.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9178 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures mit technischem Abwärtspotenzial – Preise verharren noch auf höherem Niveau

Die Spannungen zwischen USA und China haben in der letzten Woche deutlich zugenommen, nachdem beide Länder gegenseitig Konsulate geschlossen haben. Das sich verschlechternden Verhältnis der beiden Großmächte belastet die Finanzmärkte im Allgemeinen, da es das globale Wirtschaftswachstum und damit auch das globale Ölnachfragewachstum behindert.
In den USA gibt es nun vermehrt Anzeichen, dass die Aktivität in der Ölindustrie wieder ansteigt und die Ölproduktion wieder zulegen kann. Der aktuelle Baker Hughes Report meldet nach 18 Wochen nun erstmals wieder einen Anstieg bei der Anzahl der aktiven US-Ölbohranlagen.
Aus China werden nun weniger Ölkäufe erwartet, nachdem man die Bestände im Frühjahr bei den Niedrigpreisen aufgestockt hatte. Teilweise exportiert das Land nun sogar Rohöl, da die Raffinerien ihre Auslastung drosseln müssen.
Rohöl habe sich einer Abwärtskorrektur bisher widersetzen können, hauptsächlich wegen einer starken und anhaltenden Abschwächung des US Dollars. Trotz der politischen Spannungen bleibe der Ölmarkt von dem Umstand dominiert, dass man noch immer abwägt, wie stark die Nachfrage von der Corona-Pandemie getroffen wurde.
Auch heute Morgen bleiben die Notierungen etwa im Bereich der späten Schlusskurse vom Freitag. Unterm Strich deuten sich so leichte Preisnachlässe zu Freitag an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

24. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.45 $   Crude (WTI): 41.13 $   Gasoil: 377.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9248   Rheinfracht: 17.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

US-Aktienmärkte zogen Ölfutures mit nach unten

Die jüngsten Bestandesberichte des DOE zeigten am Mittwoch, dass die lokalen Maßnahmen zur Eindämmung der Covid19-Pandemie die US-Kraftstoffnachfrage noch immer beeinträchtigt. Am Donnerstag erhielten die Hoffnungen auf eine rasche Erholung der Nachfrage durch die enttäuschenden wöchentlichen Arbeitsmarktdaten aus den USA erneut einen Dämpfer.
Der jüngsten Euphorie über die Einigung beim EU-Gipfel auf ein milliardenschweres Konjunkturprogramm wurde gestern durch das EU-Parlament erst einmal ein Dämpfer versetzt. Das Parlament fordert Änderungen beim vereinbarten Haushaltspaket.
Weiter im Fokus der Marktteilnehmer bleibt außerdem die baldige Lockerung der OPEC+ Produktionskürzungen, die das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage wieder verschärfen könnte, sollte die Nachfrage schwächer ausfallen, als es das Produzentenbündnis zum Zeitpunkt der Entscheidung über die Lockerung erwartet hatte.
Die Ölfutures an ICE und NYMEX bleiben heute Morgen im Bereich der Tiefs von Donnerstagabend. Bei den Inlandspreisen deuten sich daher Abschläge im Vergleich zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bearish     Chartanalyse: neutral bis bearish

 


23. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 44.43 $   Crude (WTI): 42.06 $   Gasoil: 384.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9282   Rheinfracht: 17.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Hoffnung auf kurzfristige US-Finanzhilfen stützt Ölbörsen

Der Anstieg der US-Ölbestände sowie die rückläufige Produktnachfrage dämpfte am gestrigen Mittwoch die Hoffnung der Händler darauf, dass der Markt zügig wieder in ein Gleichgewicht zurückkehren wird.
Bevor absehbar ist, ob die höheren Produktionsmengen, die ab August von den OPEC+ Ländern zu erwarten sind, vom Markt tatsächlich absorbiert werden können, wird sich der Handel wohl weiter an der Stimmung an den Aktienmärkten orientieren. Auf diese könnte in naher Zukunft neben neuen Meldungen zu Konjunkturpaketen und potenziellen Impfstoffen gegen Sars-Co-V2 auch eine weitere Eskalation der Spannungen zwischen den USA und China Einfluss nehmen.
Heute Morgen orientieren sich die Ölpreise an ICE und NYMEX zunächst leicht nach oben. Während sich zu gestern Nachmittag bei den Inlandspreisen bereits leichtes Aufwärtspotenzial andeutet, zeichnen sich im Vergleich zu gestern Vormittag noch keine größeren Veränderungen ab.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 


22. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.96 $   Crude (WTI): 41.52 $   Gasoil: 382.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9321   Rheinfracht: 17.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

API meldet überraschend deutliche Aufbauten - Futures kommen von Langzeithochs zurück

Wichtigster Taktgeber für die Ölbörsen bleiben weiterhin die Aktienmärkte als Barometer der Risikobereitschaft und allgemeinen Wirtschaftseinschätzung. Die positiven Meldungen zur Impfstoffentwicklung haben die Stimmung an den Finanzmärkten positiver werden lassen.
Mit diesen Vorgaben sind die Ölpreise nun aus ihren vorläufigen, engen Handelsspannen ausgebrochen, doch scheint die Dynamik aber immer noch "nicht stark genug zu sein, um WTI über das 45 Dollar-Niveau zu bringen.
Angesichts der Pandemie gibt es auch weiter kritische Stimmen, zumal das Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in den USA eine hohe Dunkelziffer vermutet. In Bezug auf die Anzahl der Infektionen haben wir dieses Virus nicht unter Kontrolle und dennoch steigen die Ölpreise noch immer.
Aus fundamentaler Sicht, nehmen wir heute Morgen weiterhin einen neutralen Standpunkt ein. Die Ölpreise an ICE und NYMEX bleiben noch auf höheren Niveaus, notieren dennoch klar unterhalb der Vortageshochs. Bei den Inlandspreisen deuten aktuell zu gestern keine größeren Preisveränderungen an.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral

 


21. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.41 $   Crude (WTI): 40.84 $   Gasoil: 373.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9391   Rheinfracht: 17.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Impfstoffhoffnung, EU-Hilfspaket und Aktienmärkte – Ölpreise mit spätem Anstieg

Die Ölbörsen bleiben weiterhin ein stimmungsgetriebener Markt, was sich gestern einmal mehr zeigte.
In Zeiten wie diesen, ist das nicht unüblich, denn es geht primär um die Frage, wie schnell sich die Wirtschaft und damit auch die Ölnachfrage erholen wird. Dabei sind die Aktienmärkte der Hauptimpulsgeber, wie man es auch schon zu Zeiten der Finanzkrise 2008/09 erlebte.
Positive Nachrichten zur Entwicklung eines Impfstoffes, die Einigung auf das EU-Hilfspaket oder auch eine Stabilisierung der Neuinfektionen in den wichtigen US-Bundesstaaten sind sicherlich stützend. Nachhaltig sind diese Meldungen nur, wenn sich auch ein Anstieg der Ölnachfrage nachweisen lässt.
Angesichts der bullishen Meldungen zum Corona-Impfstoff und der Tatsache, dass der Markt momentan durch die Risikobereitschaft an den Finanzmärkten getrieben ist, nehmen wir von fundamentaler Seite her neutralen Standpunkt ein.
Die Futures an der ICE bleiben fest und ziehen in den Morgenstunden an. Der Euro/Dollar-Kurs muss Gewinne abgeben, sodass sich für das Inland deutliche Preissteigerungen ankündigen.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral

 


20. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.87 $   Crude (WTI): 40.33 $   Gasoil: 364.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9390   Rheinfracht: 15.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Technische Verkaufssignale und Corona-Sorgen – Preise mit weichem Wochenstart

Im Angesicht einer zunehmenden Ölnachfrage, nachdem die meisten Lockdowns auf der Welt gelockert wurden, bei einer gleichzeitig steigenden Anzahl von weltweiten Neuinfektionen, hat sich an den Ölbörsen in den letzten Wochen eine enge Handelsspanne auf hohem Niveau gebildet. WTI pendelt dabei immer wieder um die 40 Dollar-Marke.
Der Markt bleibt weiter in "Hab-Acht-Stellung" bei der die Trader abwägen müssen, wie sehr sich die Ölnachfrage noch erholt, oder ob die neuen Lockdowns eventuell sogar zu einem neuen Rückgang führen. In dem Zusammenhang wird spannend zu beobachten sein, ob die Produktionssteigerung der OPEC+ ab August vom Markt aufgenommen werden kann.
Die Futures an den Ölbörsen geben in den Morgenstunden nach und handeln damit unterhalb der Niveaus von Freitagmittag und Nachmittag. Der Euro kann seine Kursgewinne verteidigen und markiert zu Freitag sogar neue Hochs. Das verbilligt das international in Dollar gehandelte Öl, sodass sich für das Inland moderate Preisnachlässe andeuten.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish

 


17. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.13 $   Crude (WTI): 40.58 $   Gasoil: 367.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9446   Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preise bei hohem Niveau auf Richtungssuche

China hatte die niedrigen Preise im Frühjahr genutzt und sich massiv mit Rohöl eingedeckt. Die Importe lagen, trotz der Corona-Krise, zum Teil sogar über den Niveaus vom Vorjahr. Ein Phänomen, dass es so in wohl keinem anderen Land gab. China hatte die Raffinerieauslastung hochgefahren und die Bestände gefüllt.
Die steigende Anzahl der Corona-Neuinfektionen, nicht nur in den USA, könnten noch ein Faktor werden, sollten weitere Lockdowns kommen. Epidemiologen warnen zudem davor, dass dies noch nicht die zweite Welle ist, und diese erst im Herbst/Winter erwartet wird, wenn sich die Menschen wieder vermehrt in geschlossenen Räumen aufhalten werden und Sicherheitsabstände weniger gut eingehalten werden können.
Die Futures geben in den Morgenstunden etwas nach und testen damit die Vortagestiefs. Fundamental hat sich wenig geändert, wobei die bullishe Wirkung der US-Ölbestandsdaten langsam aufgebraucht sein dürfte. Entsprechend werden sich bei den Inlandspreisen aktuell geringfügige Preisnachlässe zum Vortag abzeichnen.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral

 


16. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.63 $   Crude (WTI): 40.95 $   Gasoil: 371.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9448   Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC+ und DOE – Ölpreise ziehen weiter an

Die US Ölbestandsdaten von gestern hatten quasi keinerlei bearishe Elemente. Die Ölnachfrage stieg, die Bestände bei Rohöl und Produkten sanken und die Ölproduktion bleibt weiter unverändert und scheint sich – trotz höherer Preise – noch immer nicht so recht erholen zu wollen.
Nachdem die Produktionssteigerung der OEPC+ Gruppe, samt Relativierung durch die Kompensationsmengen der bisherigen Abweichler, mehr oder weniger erwartet wurde, bleibt ein nachhaltig bearisher Effekt von der Maßnahme aus. Die bullishen US-Ölbestandsdaten stützen vielmehr, sodass wir die fundamentale Konstellation heute Morgen leicht bullish einstufen. Weiter zu beobachten ist allerdings die Corona-Pandemie und die Möglichkeit weiterer Lockdowns in den USA und Indien.
Die Preise an ICE und NYMEX legten im späten Handel gestern Abend kräftig zu und bleiben auch heute Morgen auf den höheren Niveaus. Für das Inland deuten sich damit aktuell leichte Preissteigerungen im Vergleich zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bullish       Chartanalyse: neutral

 


15. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.10 $   Crude (WTI): 40.46 $   Gasoil: 365.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9399   Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC, API und Aktienmärkte – Ölpreise ziehen wieder an

Die erneuten Lockdowns in Kalifornien bereiten den Marktteilnehmern durchaus Sorgen, denn das wird den Ölverbrauch deutlich reduzieren, ist es doch immerhin der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat. Vor der Pandemie wurden in Kalifornien pro Tag etwa 100.000 Barrel Benzin verbraucht. Während der Krise hatte sich dies im April etwa halbiert.
Auf der anderen Seite wird die OPEC+ Gruppe ab kommenden Monat ihr Ölangebot wieder erhöhen.
Allerdings wird eine Entscheidung für eine Anhebung der Förderung ab August niemanden mehr überraschen, weshalb sich nach einer volatilen Anfangsreaktion der Effekt auch schnell verpuffen könnte.
Somit warten die Marktteilnehmer heute auf die Entscheidung und Kommentare aus OPEC+ Kreisen sowie auf die US Ölbestandsdaten des DOE um 16:30 Uhr. Nach ihrem späten Anstieg bleiben die Notierungen an den Ölbörsen zunächst auf höherem Niveau. Der Anstieg des Euro/Dollar-Kurses gleicht dies aber zum Teil aus, sodass sich bei den Inlandspreisen keine größeren Veränderungen abzeichnen.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 


14. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.02 $   Crude (WTI): 39.32 $   Gasoil: 362.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9417   Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Lockdowns und steigende OPEC Produktion – Preise in der Nacht weicher

Die OPEC+ Gruppe wird ihre Produktionskürzungen im August wohl drosseln und knapp 2 Mio. B/T mehr produzieren. Einige Länder, wie Irak, Nigeria und Angola, werden ihre Förderung zunächst noch nicht im ursprünglich geplanten Umfang anheben, da man die Mehrproduktionen aus Mai und Juni noch bis September durch zusätzliche Kürzungen kompensieren muss.
In den USA hat Kalifornien nun einen "Soft-Lockdown" beschlossen, bei dem das öffentliche Leben in einigen Bereichen eingeschränkt wird.
Zeitgleich rechnet man am Markt auch mit einer steigenden Ölproduktion aus Kanada und USA, wo Ölfirmen mit dem Preisanstieg bereits angekündigt haben, dass man wieder rentabel fördern könne und die Auslastung der Kapazitäten wieder steigern will.
In der Nacht haben die Ölpreise an ICE und NYMEX deutlich an Boden verloren. Die Futures gaben auch in den heutigen Morgenstunden nach und handeln unterhalb der Niveaus von gestern. Damit deuten sich für das Inland weitere Preisnachlässe an.

Fundamental: neutral bis bearish     Chartanalyse: neutral bis bearish

 


13. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.92 $   Crude (WTI): 40.22 $   Gasoil: 370.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9398   Rheinfracht: 15.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC+ Produktionssteigerung erwartet – Preise zum Start weiter auf hohem Niveau

Die IEA hat ihre Nachfrageprognose in der vergangenen Woche nach oben korrigiert, was wenig überraschend ist, nachdem die EIA bei ihrem Monatsreport ebenfalls eine entsprechende Korrektur vornahm.
Nach dem deutlichen Anstieg der Nachfrage dürfte sich diese Entwicklung nun aber etwas verlangsamen. Der positive Effekt auf die Nachfrage war mit den ersten Schritten aus den Lockdowns heraus am größten und nimmt nun ab. Dennoch plant die OPEC+ Gruppe offenbar den geplanten Mechanismus zur Steigerung der Ölproduktion in Gang zu setzen.
Dafür bleibt aber die Corona-Pandemie weiterhin im Fokus, denn auch am Wochenende blieben die Infektionszahlen weiter hoch.
Weitere Aufwärtsbewegungen sind von fundamentaler Seite her eigentlich nur mit neuen und überraschenden bullishen Meldungen möglich. Die fundamentale Konstellation schätzen wir neutral bis bearish ein.
Heute Morgen bleiben die Futures zunächst auf den hohen Niveaus, die im späten Handel am Freitag erzielt wurden. Damit deuten sich bei den Inlandspreisen erst einmal moderate Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral bis bearish       Chartanalyse: neutral

 


10. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 41.74 $      Crude (WTI): 38.93 $       Gasoil: 359.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9418   Rheinfracht: 15.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Technische Abwärtskorrektur – Preissenkung zum Wochenende

Die Ölnachfrage hat sich nach dem Einbruch mit den Lockdowns im Frühjahr deutlich schneller als ursprünglich erwartet erholt. Zusammen mit den Produktionskürzungen der OPEC+ war dies der Hauptgrund für den schnellen Preisanstieg an ICE und NYMEX nach den Rekordtiefs mit Minuspreisen bei WTI.
Plötzlich richtet sich der Fokus auf die Möglichkeit, dass die Ölnachfrage nach unten abfällt", so Experte John Kilduff, von Again Capital. Der Markt wird ein Auge auf die Entwicklung der Pandemie in den USA werfen sowie auf die wöchentlichen Ölbestände und Treibstoffnachfrage. Die Möglichkeit, dass sich die Erholung der US-Ölnachfrage für eine Weile abflacht, wird nun eingepreist", fasst Analystin Vandana Hari, von Vanda Insights, die Lage zusammen.
Nach ihrem gestrigen späten Preisrutsch geben die Futures auch in den Morgenstunden weiter nach, wenngleich Gasoil noch nicht gehandelt wurde. Während wir eine fundamental neutral bis bearishe Haltung einnehmen, deuten sich bei den Inlandspreisen deutliche Preisnachlässe im Vergleich zum Vortag an.

Fundamental: bearish     Chartanalyse: bearish

 


09. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.19 $      Crude (WTI): 40.77 $       Gasoil: 368.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9368   Rheinfracht: 15.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Corona, Hurrikan-Center, Libyen - Futures nach DOE weiter in enger Spanne

Die US-Ölbestandsdaten des DOE konnten den Preisen gestern keine neue Richtung geben. Die landesweiten Rohölbestände kletterten zwar deutlich, doch das lag vor allem an Veränderungen bei Importen und Exporten.
Auch wenn die gute Konjunktur und die höhere Benzinnachfrage sicherlich stützt, bleiben die Sorgen, dass die höhere Infektionsrate in den USA die positive Entwicklung ausbremsen kann. Die Wahrscheinlichkeit nimmt immer mehr zu, dass neue Lockdowns kommen.
Die Unsicherheit der Trader zeigt sich auch beim Handelsvolumen an den Ölbörsen. Das Handelsvolumen ist in den letzten Monaten gesunken und bleibt auch im Juli bisher extrem gering. Im aktuellen Monat ist das Handelsvolumen zum Durchschnitt Juni um 32% gesunken und um knapp Zweidrittel im Vergleich zu März eingebrochen, als die Märkte kollabierten.
Entsprechend der Gesamtlage bleiben wir heute Morgen bei einer fundamental neutralen Markteinschätzung.
ICE Gasoil bleibt heute Morgen innerhalb der gestrigen Handelsspanne. Bei den Inlandspreisen deuten sich heute Morgen nur geringe Preisveränderungen an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 


08. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.98 $      Crude (WTI): 40.50 $       Gasoil: 368.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9421   Rheinfracht: 15.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

EIA und API ohne Richtungsimpulse - Konsolidierung oberhalb der 40 Dollar-Marke

Die steigende Anzahl der Infektionen in den USA sorgt weiterhin für Unruhe an den Märkten, doch wirkt sich dies preislich nur bedingt aus. Weitreichende Wiedereinführungen von Lockdowns werden offenbar nicht erwartet, weshalb sich die Notierungen an ICE und NYMEX weiterhin auf hohem Niveau halten können.
Bei den US Ölbestandsdaten des API zeichnet sich ein Anstieg der US Rohölproduktion ab, während die sinkenden Bestände bei Benzin eine solide Treibstoffnachfrage suggerieren.
Unterm Strich ist es noch immer so, dass so lange es keine weitreichenden Lockdowns gibt, die die Erholung der Wirtschaft und Ölnachfrage ausbremsen können, die Trader optimistisch bleiben. Positive Konjunkturdaten und steigende Aktienmärkte haben die Futures in den letzten Tagen auf hohem Niveau gehalten, sodass WTI sich über der 40 Dollar-Marke stabilisieren konnte.
Auf Grund der weiteren Unsicherheiten bezüglich der Corona-Pandemie, ausbleibenden Richtungsimpulsen durch die US-Ölbestandsdaten, nehmen wir heute Morgen eine fundamental neutrale Haltung ein. Es deuten sich kleinere Preisänderungen zu gestern Vormittag an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish

 


07. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.82 $      Crude (WTI): 40.34 $       Gasoil: 368.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9426   Rheinfracht: 15.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Coronasorgen, Wirtschaftswachstum, Verkaufssignale - Futures mit schwachem Start

Auf dem hohen Niveau der aktuellen Preise tun sich die Marktteilnehmer weiter sichtbar schwer größere Preissteigerungen an den Ölbörsen durchzusetzen. Weiterhin bleibt es dabei, dass es zwei Hauptfaktoren gibt, die in entgegengesetzte Richtungen wirken.
Der Markt wird daher in den kommenden Wochen sehr volatil bleiben. Trader werden vermutlich auf einzelne Nachrichten stark reagieren und auf Hinweise achten, ob die Lockdowns nun kommen und das Nachfragewachstum negativ beeinflussen. Auch die Entwicklung der bisher positiven Konjunkturdaten, oder eine mögliche Verlängerung der Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe über Juli hinaus sind zu beobachten.
Nachdem Goldman Sachs gestern ihre US-Konjunkturprognose nach unten angepasst hatte und es erste Anzeichen gibt, dass die US-Benzinnachfrage noch immer weit unter Vorjahresniveau bleibt, nehmen wir heute Morgen aus fundamentaler Sicht einen neutral bis bearishen Standpunkt ein.
Die Futures geben in den Morgenstunden etwas nach, während der Euro/Dollar-Kurs seine Gewinne halten kann. Somit deuten sich bei den Inlandspreisen leichte Abwärtspotenziale zum Vortag an.

Fundamental: neutral bis bearish     Chartanalyse: neutral bis bearish

 


06. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.17 $      Crude (WTI): 40.57 $       Gasoil: 367.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9428   Rheinfracht: 15.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Fester Start nach langem US-Wochenende – Technische Verkaufspotenziale sind vorhanden

In den USA ist die Anzahl der Neuinfektionen am Wochenende wieder unter 50.000 gesunken, nachdem die Zahl zwischen Mittwoch und Freitag vergangene Woche jeweils jenseits dieser Marke lag. Die Lage hat sich also noch nicht unbedingt wieder entspannt. In der letzten Woche hatten einige Staaten bereits die Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen zum Teil ausgesetzt oder rückgängig gemacht. Experten warnen zudem vor einem weiteren Anstieg durch einen zu sorglosen Umgang mit dem Virus. Sollten die Lockdowns in den USA aber wieder strenger werden, dürfte das in erster Linie wohl die Staaten mit den höchsten Infektionszahlen treffen. Dazu gehören Florida, Kalifornien und Texas. Das sind gleichzeitig aber auch die Staaten, mit dem höchsten Benzinbedarf. Shutdowns würden daher die Ölnachfrage treffen und könnten somit die begonnene Preiserholung an den Ölbörsen unterlaufen.
Nachdem die Preise in den frühen Morgenstunden zulegten und Gasoil das Freitagshoch überschritten hat, deuten sich auch bei den Inlandspreisen weitere Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral

 


03. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.65 $      Crude (WTI): 40.18 $       Gasoil: 364.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9458   Rheinfracht: 15.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Positive US-Arbeitsmarktdaten lassen Preise noch einmal steigen

Die US-Arbeitsmarktdaten sind eine Erleichterung für die Politik gewesen. Die positive Entwicklung fiel besser als erwartet aus und sind ein Beleg, dass die Wirtschaft aus dem Krisenmodus kommt. Mehr Menschen arbeiten, was auch mehr Verkehr und Ölverbrauch bedeutet. Meldungen wie diese geben dem Optimismus am Markt neue Nahrung, der damit momentan die Oberhand zu behalten scheint.
Doch die Zahlen zu den Neuinfektionen bleiben besorgniserregend.
Dass die Trader bereits vorsichtiger geworden sind, sieht man auch an den Kursverläufen der letzten Tage. Bei Preissteigerungen über 40 Dollar WTI ist man noch immer zurückhaltend, denn die US-Ölunternehmen beginnen bereits wieder ihre Förderung zu steigern.
Heute Morgen bleiben die Futures allerdings zunächst noch weiter auf den höheren Niveaus, die gestern Abend erreicht wurden, wenngleich die Vortageshochs noch ein wenig entfernt sind. In Kombination mit dem weicheren Euro/Dollar-Kurs, deuten sich heute nun erst einmal weitere Preissteigerungen für die Inlandsnotierungen an.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral

 


02. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.06 $      Crude (WTI): 39.80 $       Gasoil: 358.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9456   Rheinfracht: 16.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Saudi-Arabien drohte mit zweitem Preiskrieg – Futures bleiben auf hohem Niveau

Die US Ölbestandsdaten von gestern gaben den Ölbörsen keine klare Richtung. Die stärksten Abbauten bei den landesweiten Rohölbeständen hatten keinen Effekt.
In den kommenden Wochen wird insbesondere die Nachfrageentwicklung im Fokus liegen, denn nur mit einem deutlichen Anstieg des Verbrauchs können sich höhere Preise dauerhaft halten. Große Sorge bereitet die Ausbreitung des Covid-19 Virus und mögliche Lockdowns in den USA aber auch Indien. Die Anzahl der weltweiten Neuinfektionen erreichte mit 196.901 gestern einen neuen Rekordwert.
Es bleibt weiter bei dem Spannungsfeld, dass sich die globale Wirtschaft und die Ölnachfrage mit den momentanen Lockerungen der Shutdowns auf der einen Seite zwar erholt und die Preise stützt, auf der anderen Seite deuten die Infektionszahlen auf eine zweite Welle in den USA hin, die neue Lockdowns eventuell notwendig machen könnten und damit die Nachfrageerholung abwürgt. Fundamental bleiben wir bei neutraler Einschätzung. Bei den Inlandspreisen deuten sich kleinere Änderungen an, wobei die Tendenz zu Preisnachlässen geht.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral

 


01. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 41.56 $ Crude (WTI): 39.62 $ Gasoil: 356.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9471 Rheinfracht: 16.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures nach API fester – Fauci warnt eindringlich vor zweiter Welle

Kombiniert mit den positiveren Konjunkturdaten der letzten Wochen haben auch die Experten ihre Preisprognosen wieder angehoben und blicken optimistischer in die Zukunft. Und genau das ist das Problem. Die Einschätzungen der Entwicklung gehen sehr weit auseinander.
Vor allem der Blick auf die Entwicklung der Infektionszahlen in den USA sorgt für Unruhe. Noch gibt es nur begrenzte und lokal eingeschränkte Lockdowns. Sollten die Einschränkungen im öffentlichen Leben wieder zunehmen, um zu verhindern, dass das Coronavirus außer Kontrolle gerät, dann würde auch die Erholung der Ölnachfrage negativ beeinflusst werden.
Die US Ölbestandsdaten des API sind ohne Frage bullish und auch die aktuelle Entwicklung der Wirtschaft, Nachfrage und Angebotskürzungen begünstigen steigende Preise. Doch mit den steigenden Fallzahlen der Covid-19 Infektionen und dass neuerliche Lockdowns die Nachfrageerholung zurückwerfen könnten, bildet sich ein Spannungsfeld an den Ölbörsen, das für eine erhöhte Volatilität sorgen kann. Je nachdem können starke Preisreaktion in die eine oder andere Richtung folgen.
Die fundamentale Konstellation wir daher weiter neutral eingeschätzt. Für heute deuten sich weitere moderate Preissteigerungen bei den Preisen an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bullish