AVIA Vereinigung Schweiz

17. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 61.38 $   Crude (WTI): 55.39 $   Gasoil 553.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9916   Rheinfracht: 20.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölbörsen vor dem Wochenende noch einmal weicher

 

Die Preisrallye von Anfang Oktober bis Anfang November war enorm. Brent legte um 28,0% und WTI um 17,6% zu. Geht man von Mitte Juni aus, liegen die Preissteigerungen sogar bei 44,3% für Brent und bei 36,1% für WTI. Mit der starken Sommernachfrage und der strikten Einhaltung der Produktionskürzungen der OPEC wurde ein Angebotsdefizit erzeugt, dass seit Mitte des Jahres die globalen Ölbestände haben sinken lassen.

Doch der Rally scheint nun die Luft auszugehen. Die Netto-Long-Position spekulativer Marktteilnehmer ist sehr groß. Trader setzen noch immer auf Preissteigerungen, gleichzeitig baut sich damit aber auch Potenzial für Gewinnmitnahmen auf.

Mit einer frühzeitigen Verlängerung der Produktionskürzungen von OPEC und Nicht-OPEC Ländern bis Ende 2018 könnten die Preise zwar noch einmal gestützt werden, die Verhandlungen gestalten sich aber offenbar schwer.

Der Baker Hughes Report hatte in der letzten Woche erstmals wieder einen deutlichen Anstieg bei der Anzahl der aktiven Ölbohranlagen gezeigt. Dies deutet dies auf eine wieder steigende US Ölförderung hin und könnte Gewinnmitnahmen begünstigen.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

16. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 62.07 $   Crude (WTI): 55.41 $   Gasoil 557.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9906   Rheinfracht: 20.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise nach DOE wieder etwas fester – Gegenbewegung hält sich in Grenzen

 

Allmählich zieht das bevorstehende OPEC Meeting den Markt in seinen Bann. In zwei Wochen soll die Entscheidung über eine Verlängerung der Produktionskürzungen fallen, die Ende März 2018 auslaufen. Trader haben eine Verlängerung weitestgehend bereits eingepreist. Sollte die Entscheidung vertagt werden, nehmen Marktteilnehmer voraussichtlich Gewinne aus Long-Positionen mit. Entsprechend wird die Volatilität an den Märkten in den kommenden 14 Tagen zunehmen, was die Preise unberechenbarer macht.

Die unterschiedliche Datenlage macht die Beurteilung der Marktlage alles andere als einfach, weshalb die OPEC und Nicht-OPEC Länder tatsächlich zu einer Vertagung der Entscheidung oder einer Verlängerung zunächst nur um 3 Monate tendieren könnten, damit man etwas mehr Zeit gewinnt um die Marktentwicklung zu beobachten.

Eine Gegenbewegung wie gestern ist nach einem massiven Preisrutsch nicht unüblich.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

15. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 61.62 $   Crude (WTI): 55.17 $   Gasoil 551.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9875   Rheinfracht: 20.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

IEA und Charttechnik leiten Abwärtskorrektur ein – Starke Preisnachlässe erwartet

 

Lange wartete man an den Ölbörsen auf eine Abwärtskorrektur, nachdem die Preise zuletzt immer neue Sphären und 2-Jahreshochs markiert hatten. Der technische Verkaufsdruck nahm immer weiter zu. Man in den letzten Tagen vermehrt darauf hingewiesen, dass Preise oberhalb der 60 Dollar langfristig wohl nicht haltbar und eine Gegenbewegung daher überfällig sei.

In diesem Jahr hatte die IEA die Prognose zur Ölnachfrage immer wieder nach oben korrigiert und nun zum ersten Mal gesenkt. Dies bedeutet nichts anderes, als dass die Länder außerhalb der OPEC die zusätzliche Nachfrage 2018 vollständig bedienen werden.

Auch die bereits von vielen Marktteilnehmern erwartete Verlängerung des Produktionsabkommens zwischen OPEC und Nicht-OPEC Ländern scheint bei den hohen Ölpreisen für den 30. November auf der Kippe zu stehen.

Da die meisten Experten jedoch den Durchschnittspreis Brent 2018 im Bereich von ca. 55 Dollar prognostizieren, könnten die nun eingeleiteten Gewinnmitnahmen Brent eventuell wieder unter 60 Dollar drücken.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse bearish

 

 

 

 

 

14. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 62.87 $   Crude (WTI): 56.57 $   Gasoil 561.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9963   Rheinfracht: 23.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise bleiben relativ hoch – IEA kündigt US Ölboom an

 

Spannungen innerhalb Saudi-Arabiens und zwischen den Ländern in der Region des Persischen Golfs haben die Ölpreise zuletzt auf ein hohes Niveau getrieben, auf dem die Notierungen nun konsolidieren. Trader warten, ob es Anzeichen gibt die weitere Preissteigerungen begründen oder ob Gewinnmitnahmen fällig sind.

Auch wenn die Preisniveaus von den meisten Experten als zu hoch und fundamental als nicht gerechtfertigt angesehen werden, so könnten solche irrationalen Perioden durchaus eine gewisse Zeit stabil bleiben.

Der OPEC Monatsreport von gestern wurde bullish aufgefasst, dennoch reagierte der Markt kaum auf diesen Impuls. Zum einen kann dies ein Hinweis sein, dass die Kaufkraft nun langsam nachlässt, zum anderen warten die Trader sicherlich auch noch auf den IEA Monatsreport.

Sollte auch dieser Bericht bullish ausfallen und eine Aufwärtsbewegung ausbleiben, könnte dies Gewinnmitnahmen auslösen. Folgt man den Erwartungen der Analysten, so ist eine Abwärtskorrektur überfällig.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

13. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 63.57 $   Crude (WTI): 56.79 $   Gasoil 566.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9964   Rheinfracht: 23.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Analysten: Ölpreise viel zu hoch – Kommt der Einbruch diese Woche?

 

Die Spannungen zwischen Iran und Saudi-Arabien haben sich in den letzten Wochen drastisch zugespitzt. Im schlimmsten Fall könnte es zu einer direkten militärischen Konfrontation zwischen Iran und Saudi-Arabien kommen, die die gesamte Region destabilisieren und die Ölversorgung aus dem Golf gefährden würde.

Auch das bevorstehende Meeting der OPEC am 30. November steht stark im Fokus. Trader rechnen damit, dass das Kartell zusammen mit den Nicht-OPEC Ländern die Produktionskürzungen bis Ende 2018 verlängern wird. Einigt man sich auf eine kürzere Laufzeit oder verschiebt man eine Einigung eventuell komplett, so dürfte dies eine Abwärtskorrektur auslösen.

Die Anzeichen verdichten sich, dass die US Ölproduktion auf die hohen Preise reagiert und die Förderung im kommenden Jahr schneller als bisher erwartet zulegen wird.

Marktteilnehmer werden sich nun langsam auf das OPEC Meeting Ende des Monats einschießen. Die Volatilität könnte zum Wochenauftakt entsprechend hoch sein und die Richtung für die Gesamtwoche vorgeben.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

10. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 63.76 $   Crude (WTI): 57.06 $   Gasoil 567.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9952   Rheinfracht: 23.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Geopolitische Risiken stützen - Hohe Preisniveaus bleiben besorgniserregend

 

Die Ölpreise an den Börsen bleiben weiter fest und scheinen sich auf dem hohen Niveau zu stabilisieren, bisher hat sich eine Abwärtskorrektur allerdings noch nicht materialisiert. Als verantwortlich werden vor allem die geopolitische Risiken, die unerwartet hohe Ölnachfrage in diesem Jahr sowie die Produktionskürzungen gesehen, wodurch sich in der zweiten Jahreshälfte ein Angebotsdefizit ergeben hat.

Trader haben eine Verlängerung der Produktionskürzungen von OPEC und Nicht-OPEC eingepreist, ob am 30. November allerdings tatsächlich eine Verlängerung des Deals bis Ende 2018 beschlossen wird, ist noch lange nicht in trockenen Tüchern.

Zudem sind die hohen Preise ein Segen für die Ölproduzenten, deren Ölförderung damit wieder rentabel wird. Dies würde die Ölproduktion, insbesondere aus den US Schieferölgebieten, im kommenden Jahr stärker als bisher erwartet steigen lassen und gleichzeitig schon heute den Verkaufsdruck an den Ölbörsen erhöhen, weshalb in den kommenden Wochen mit einer deutlich erhöhten Volatilität zu rechnen ist.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

09. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 63.62 $   Crude (WTI): 56.89 $   Gasoil 563.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9982   Rheinfracht: 23.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Analysten weisen auf Möglichkeit der Abwärtskorrektur hin

 

Gute Konjunkturdaten, eine unerwartet hohe Nachfrage, die hohe Quotentreue der OPEC, sinkende Ölbestände sowie geopolitische Spannungen im Nahen Osten waren die Faktoren, die die Preise zuletzt auf ihre 2-Jahreshochs getrieben hatten. Die gestiegenen Preise sind insbesondere für die US Schieferölindustrie allerdings eine Möglichkeit schon heute die Voraussetzungen für eine besonders starke Produktionssteigerung 2018 zu legen.

Die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen nahm zuletzt zwar ab, die Ölproduktion stieg aber dennoch an. Bei den höheren Preisen können die Unternehmen die erwartete Produktionsmenge über die Futures an ICE und NYMEX gegen Preiseinbrüche absichern (Hedging). Die Inbetriebnahme dauert etwa 6 bis 9 Monate, weshalb die hohe Anzahl der vorhandenen Bohrlöcher ein Indiz ist, dass die US Ölförderung im kommenden Jahr kräftig steigen kann.

Die fundamentale Grundkonstellation bleibt weiter tendenziell bullish, allerdings könnten einige Trader vor dem OPEC Meeting zu Gewinnmitnahmen tendieren. Der Markt kann daher in den kommenden Tagen deutlich volatiler werden.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

08. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 63.48 $   Crude (WTI): 55.98 $   Gasoil 562.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9991   Rheinfracht: 24.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisrallye legt eine Verschnaufpause ein – Kommt die Abwärtskorrektur?

 

Der starke Preisanstieg der letzten Tage ist vor allem auf zwei zentrale Aspekte zurückzuführen. Die globale Konjunkturentwicklung präsentiert sich äußerst positiv, sodass die Ölnachfrage stärker als zu Jahresanfang erwartet ausfällt und zum andern haben die geopolitischen Spannungen, insbesondere im Nahen Osten zwischen Saudi-Arabien und dem Iran zugenommen, was die Risikoprämie am Markt erhöht hat.

Analysten schätzen die Lage unterschiedlich ein und man glaubt, die Preise seien in zu kurzer Zeit zu stark angestiegen. Die fundamentale Angebots- und Nachfragekonstellation würde diesen Preisanstieg derzeit nicht rechtfertigen, weshalb mit einer Korrektur in den kommenden Wochen zu rechnen sei.

die EIA hat in ihrem aktuellen Monatsreport von gestern Abend ihre Preisprognosen aktualisiert und geht demnach ebenfalls nicht von einer Fortsetzung der Rallye aus. Trader warten heute noch auf die US Ölbestandsdaten des DOE, nachdem die Zahlen des API von gestern Nacht keinen richtungsweisenden Impuls generierten.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse bearish

 

 

 

 

 

7. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 64.26 $   Crude (WTI): 57.27 $   Gasoil 567.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9993   Rheinfracht: 26.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preissprung: Fundamental bullishe Konstellation treibt Preisniveaus nach oben

 

Die Preise an ICE und NYMEX scheinen derzeit fast unaufhaltsam zu steigen. Die knappe Marktlage sorgt dafür, dass geopolitische Spannungen wie im Irak oder zwischen Saudi-Arabien und Iran wieder eine stärkere Rolle spielen. Jeder Produktionsausfall würde sofort auf die globale Versorgung durchschlagen. Die Einpreisung einer Risikoprämie ist daher die Konsequenz.

Stützend für die Ölbörsen ist auch die aktuelle Bestandsentwicklung, die mit den wirkungsvollen Produktionskürzungen der OPEC auf globaler Ebene abnimmt. Auch in den USA haben die Kürzungen die Vorratstanks bereits erreicht, sodass in dieser Woche erneut mit Abbauten zu rechnen ist.

Unterdessen wartet man auch auf den ersten Monatsbericht der EIA. Besonders im Fokus dürfte die Einschätzung zur Entwicklung der globalen Ölnachfrage und der US Ölproduktion sowie die Preisprognosen für Brent und WTI stehen.

Die gestrige Preisrallye sorgt für rechnerisch erhebliches Aufwärtspotenzial bei allen Produkten.

 

Fundamental bullish                   Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

6. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 62.41 $   Crude (WTI): 55.84 $   Gasoil 557.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0019   Rheinfracht: 26.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Die Bullen bestimmen aktuell den Markt

 

Die Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen im Nigerdelta könnten wieder zunehmen, weil ab heute, der Waffenstillstand im Niger Delta beendet ist. Die Anzahl der US Ölbohranlagen fiel letzte Woche um 8 auf 729 und hat damit das niedrigste Niveau seit Ende Mai diesen Jahres (722) erreicht. Dies wird bullish interpretiert, da dies auf eine geringere Ölförderung oder zumindest auf ein langsameres Wachstum der Industrie hin deutet. In Saudi-Arabien kam es am Wochenende zu einer Verhaftungswelle, von der elf Prinzen, vier Minister und dutzende ehemalige Minister festgenommen worden sein sollen. Die Maßnahme ist in seinem Umfang bisher beispiellos. Verwicklungen in Korruption sind zwar wahrscheinlich, Experten gehen allerdings davon aus, dass der Kern der Maßnahmen auf die Sicherung der Macht von Kronprinz Mohammed bin Salman abzielt. In Venezuela gibt es unterdessen weiter große Schuldenprobleme. Das Land befindet sich seit Jahren am Rande einer Staatspleite und ist mit einer Ölproduktion von über 2 Mio. B/T ein wichtiger Öllieferant. Ein Staatsbankrott würde zu einem weitreichenden Ausfall an Rohöllieferungen führen. China und Russland haben viel Geld in dessen Ölindustrie investiert und werden deshalb Venezuela vermutlich weiter unter die Arme greifen.

 

Fundamental bullish                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

30. Oktober 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 60.48 $   Crude (WTI): 53.95 $   Gasoil 549.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9975   Rheinfracht: 26.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Brent auf den höchsten Stand seit Juni 2015 und WTI auf ein 8-Monatshoch

 

Die aktuelle Preisentwicklung bestätigt der OPEC, mit den Produktionskürzungen auf dem richtigen Weg zu sein, den Markt in ein Gleichgewicht zu bringen. Da auch die Nachfrage höher war, wurden die historisch hohen Bestände langsam abgebaut. Der Erfolg stellte sich zwar später als erhofft ein, doch die Zahlen der letzten Monate belegen, dass das Kartell seinem Ziel näher kommt. Und so signalisieren neben Saudi-Arabien auch Iran, Algerien, Venezuela und Russland ihre Bereitschaft zur Verlängerung der Produktionskürzungen. In den USA schrumpfen die Gesamtbestände von Woche zu Woche und fielen laut DOE Daten der letzten Woche auf ein 2-Jahrestief. Wegen der knapperen Marktlage gewinnen auch geopolitische Spannungen wieder mehr an Bedeutung, die in den letzten Jahren an den Ölbörsen kaum Berücksichtigung fanden. Jeder Produktionsausfall auf Grund von Konflikten wie im Irak führt zu einer stärkeren Unterversorgung und verschärft die knappe Marktlage. Von daher werden auch wieder Risikoprämien eingepreist, die dem Markt einen bullishen Grundton geben. Doch einige Experten warnen bereits, dass die Preise zu stark gestiegen sind und vermehrt wieder Produktionssteigerungen hervorrufen könnten.

 

Fundamental neutral bis bullish                         Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

27. Oktober 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 59.37 $   Crude (WTI): 52.60 $   Gasoil 541.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.8587   Rheinfracht: 26.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preissprung im Inland erwartet - Brent steigt auf 2-Jahreshoch

 

Die Ölpreise haben sich in den letzten Wochen immer weiter nach oben geschraubt. WTI ist damit auf den höchsten Stand seit April und Brent erreichte ein 2-Jahreshoch. Stützend sind insbesondere geopolitische Risiken durch die Spannungen zwischen Irak und Kurdistan sowie die mögliche Verschärfung der US Sanktionen gegen den Iran. Der Irak hat Saudi-Arabien bei den Rohölexporten in die USA überholt. Die Saudis sind seit vielen Jahren einer der wichtigsten Bezugsquellen für die US Rohölimporte. Im Zuge der Produktions- und Exportkürzungen hatte Saudi-Arabien im Herbst allerdings in erster Linie die Ausfuhren in die USA gekürzt. Der Irak nutzte die sich bietende Angebotslücke offenbar und füllte diese Lücke. Das Thema der Produktionskürzungen von OPEC und Nicht-OPEC Ländern wirkt sich im Moment bullish auf die Börse aus. Die Gesamt- Nachfrage nach Rohöl wird sich Schätzungen zufolge positiv entwickeln, trotzdem geht man davon aus, dass ohne unerwartete Angebotsausfälle das Aufwärtspotenzial begrenzt bleiben wird. In den USA können Schieferölunternehmen mit einer Produktionssteigerung vergleichsweise schnell auf steigende Preise an den Börsen reagieren.

 

Fundamental neutral bis bullish                         Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

26. Oktober 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 58.38 $   Crude (WTI): 52.11 $   Gasoil 532.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9888   Rheinfracht: 26.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Sinkende Produktbestände

 

Nachdem Hurrikan Nate die Golfregion verlassen hat, nahm die Auslastung der Raffinerien wieder zu. Die DOE Daten zeigten gestern trotz gestiegener Raffinerieauslastung eine leichte Zunahme der Rohölbestände, während bei den Produktvorräten für Destillate und Benzin Abbauten ausgewiesen wurden. Die Entwicklung insgesamt deutet weiter auf sinkende Vorräte hin. Marktteilnehmern ist dies ein Indiz, dass die globalen Ölvorräte ebenfalls weiter abnehmen. Zu den Produktionskürzungen der OPEC kommen die saisonal noch hohe Nachfrage sowie die unplanmäßigen Ausfälle im Irak hinzu. Was die Nachfrage angeht, so ist mit einem Rückgang im ersten Quartal zu rechnen, wenn der saisonale Bedarf nachlässt. Im Irak gibt es zudem Hinweise, dass sich die Lage dort eventuell bald bessern könnte. Offenbar soll es Gespräche über die Wiederinbetriebnahme der Ölproduktion an den Kirkuk Feldern und Exporte über die kurdische Pipeline nach Ceyhan geben. Sollten die Verhandlungen Erfolg haben, würden bis zu 300.000 B/T an Rohöl auf den Markt kommen, was die Preise belasten würde, nachdem der Markt die Ausfälle in den letzten beiden Wochen eingepreist hatte.

 

Fundamental neutral bis bullish                         Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

25. Oktober 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 58.40 $   Crude (WTI): 52.42 $   Gasoil 534.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9903   Rheinfracht: 27.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Produktions- Abkommen OPEC: Verlängerung oder Exit?

 

API: Trotz höherer US Raffinerieauslastung wurde eine überraschende Bestandes-Zunahme beim Rohöl verzeichnet. Dafür sind die Abbauten bei den Destillaten und dem Benzin erheblich umfangreicher als von den Experten vorab geschätzt wurde, sodass dies klar bullish ist. Gestern hatte der saudische Ölminister angekündigt, dass man alles unternehmen werde, um die globalen Ölbestände weiter abzubauen. Von den 350 Mio. Barrel über dem 5-Jahresdurchschnitt habe man bereits 180 Mio. Barrel vom Markt genommen. Nun werde man sicher nicht auf halbem Wege aufhören und halte sich alle Optionen offen. Es wird über eine Verlängerung des Produktionsabkommens von März bis Jahresende 2018 diskutiert. Gleichzeitig beschäftigt sich die OPEC aber mit einer Exit Strategie. Würde das Produktionsabkommen auf einen Schlag beendet werden, könnte das Ölangebot quasi über Nacht um 1,8 Mio. B/T steigen. Einen derartigen Schock und einen damit verbundenen Preiseinbruch wird man allerdings vermeiden wollen. Beim Meeting am 30. November in Wien könnten erste Grundzüge der Exit Strategie bekanntgegeben werden. Die Marktteilnehmer warten nun auf die Daten des DOE um 16:30 Uhr, die mit Zahlen zu Nachfrage, Rohölförderung sowie Importen und Exporten einen tieferen Einblick ermöglichen.

 

Fundamental neutral bis bullish                         Chartanalyse neutral bis bullish

24. Oktober 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 57.47 $   Crude (WTI): 51.99 $   Gasoil 529.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9848   Rheinfracht: 24.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Konflikt Kurdistan – Irak belastet die Ölbörsen

 

Die Exporte aus dem Irak nehmen wieder leicht zu. Das zusätzliche Potenzial wurde unter anderem durch die vorzeitige Inbetriebnahme einer Ladestation für Öltanker im Süden des Landes generiert. Eigentlich ist die Anlage noch nicht fertig und sollte erst im Dezember ihren Betrieb aufnehmen. Um einen Teil der Exportausfälle über Ceyhan zu kompensieren, wurde das Verladeterminal bereits jetzt in Betrieb genommen, auch wenn es mit einer geringeren Auslastung betrieben wird. Die Zunahme der Exporte entspannt die Versorgungslage, wenngleich der Konflikt ungelöst bleibt und Potenzial für eine weitere Eskalation bietet. Die gestiegenen Ausfuhren sorgen aber erst einmal dafür, dass die Risikoprämie nicht weiter steigt und gestern sogar etwas reduziert wurde. An den Grenzübergängen zu Syrien und der Türkei wurden Artillerien aufgefahren um die Grenzübergänge Iraks wieder unter die Kontrolle zu bringen. Ziel war, die Verhältnisse wiederherzustellen, die vor Juni 2014 gegolten hatten, bevor kurdische Peshmerga-Kämpfer im Kampf gegen den IS einige Gebiete unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Die Markteilnehmer warten auf die API Zahlen, die heute Abend veröffentlich werden.

 

Fundamental neutral bis bullish                         Chartanalyse neutral   

 

 

 

 

 

23. Oktober 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 57.84 $   Crude (WTI): 52.05 $   Gasoil 534.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9840   Rheinfracht: 23.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

 

Russland kauft Anteile der Ölindustrie in Kurdistan

 

Die Ölnachfrage in Asien bleibt hoch. Chinas Raffinerieauslastung stieg im September auf ein Rekordhoch, während die Rohölförderung des Landes gleichzeitig gesunken ist. Der Öldurst wird daher vermehrt durch Importe gedeckt. Auch Indiens Ölnachfrage stieg wieder an, nachdem zahlreiche Raffinerien ihre Wartungsarbeiten beendet haben. Der Irak verzeichnet einen Produktionsrückgang. Der russische Ölriese Rosneft hat sich dazu bereit erklärt einen Anteil von 60 Prozent an der wichtigsten Pipeline der semi-autonomen Region Kurdistan zu übernehmen. Für die Pipeline plant die Rosneft auch eine Kapazitätssteigerung um ein Drittel auf etwa 950.000 B/T. Durch den derzeitigen Konflikt sanken die Rohölexporte Kurdistans zuletzt auf ein Drittel des normalen Volumens. Auch in den USA wird aktuell ein Rückgang der aktiven Ölbohranlagen verzeichnet und ist mit 736 Anlagen auf den niedrigsten Stand seit Anfang Juni gefallen. Das Produktionskürzungs- Abkommen der OPEC soll bis Ende 2018 verlängert werden. Die meisten Mitglieder der OPEC scheinen dies bereits zu befürworten, sodass die Verlängerung mehr oder weniger als sicher angenommen wird und zu einem gewissen Anteil eingepreist ist. Die Entscheidung könnte bereits am 30. November, wenn sich die OPEC mit den Nicht OPEC Ländern trifft.

 

Fundamental neutral bis bullish               Chartanalyse neutral