Marktinformationen

Preisentwicklung Heizöl

24. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 62.30 $      Crude (WTI): 55.83 $       Gasoil: 551.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9702   Rheinfracht:  31.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures nach DOE und WHO-Einschätzung etwas fester

Die offiziellen Bestandsdaten des DOE verhinderten am Donnerstagabend eine stärkere Abwärtsbewegung an den Ölbörsen. Die Rohöl- und Destillatevorräte nahmen dem DOE zufolge in der vergangenen Woche leicht ab, während bei den Benzinbeständen der schwächste Anstieg seit September registriert wurde.
Im Hinblick auf die weltweite Ölnachfrage beschwichtigte die Bewertung der neuartigen Lungenkrankheit, die sich von China aus langsam ausbreitet, durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Sorgen der Marktteilnehmer. Die WHO teilte am gestrigen Donnerstag mit, sie sehe in der Krankheit keinen gesundheitlichen Notstand von internationaler Tragweite.
Während man in Sachen Ölangebot weiterhin auf neue Nachrichten aus Libyen wartet, äußerte sich OPEC-Generalsekretär am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos zu den Produktionskürzungen. Diese würden auch von Nigeria und Irak stärker eingehalten, so Barkindo in einem Interview.
Die Ölfutures notieren etwas oberhalb der Schlusswerte von Donnerstag, während der EUR/USD weiter schwächelt. Daher deutet sich bei den Inlandspreisen Potenzial für leichte Preisaufschläge zu Donnerstagvormittag an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 


23. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 62.14 $      Crude (WTI): 55.60 $       Gasoil: 549.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9683   Rheinfracht:  31.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Inlandspreise rutschen auf 5,5-Monatstief – Angst vor Virus belastet die Finanzmärkte

Bei den gestern Nacht veröffentlichten US Ölbeständen nach Version des API zeigten sich überraschende Bestandsaufbauten bei Rohöl. Auch bei den Destillaten und Benzin nahmen die Vorräte stärker als erwartet zu, sodass die Zahlen bearish zu interpretieren sind.
Mittlerweile ist der Coronavirus somit zum Hauptthema an den Finanzmärkten und an den Ölbörsen geworden. Es gibt mehrere bestätigte Ansteckungen außerhalb Chinas, die Zahl der Opfer ist bereits auf 17 gestiegen und Experten fürchten einen negativen Einfluss auf die Weltwirtschaft und die Ölnachfrage.
Der zusätzliche Nachfrageausfall könnte daher eine stärkere Auswirkung haben als der Ausbruch des SARS Virus in 2002-2003, als die Versorgungslage erheblich knapper war.
Die Futures an den Ölbörsen setzen die zuletzt bearishe Tendenz fort und unterschritten in der Nacht die Vortagestiefs. Damit sind die Inlandspreise in den Morgenstunden auf das niedrigste Niveau seit Anfang August letzten Jahres gefallen. Es deuten sich starke Preissenkungen im Vergleich zu den gestrigen Niveaus an.

Fundamental: neutral/bearish       Chartanalyse: neutral bis bearish

 


22. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 64.30 $      Crude (WTI): 58.03 $       Gasoil: 564.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9698   Rheinfracht:  29.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Virus belastet Ölbörsen – Ausfälle in Libyen nur eine Randnotiz

Libyens Ölproduktion soll durch die Blockade an Ölterminals und die Abschaltung einer zentralen Pipeline gesunken sein.
Fällt in Libyen die Produktion, dann ist das erst einmal nicht unbedingt dramatisch. Sollte die Situation in Libyen allerdings in einen voll ausgewachsenen Bürgerkrieg eskalieren, würde dies wohl wieder neu bewertet werden.
Die Lage im Irak schätzt man hingegen als eine deutlich höhere Gefahr ein. Hier gibt es noch keine großen Produktionsausfälle, allerdings protestiert die Bevölkerung schon seit letztem Jahr gegen die Regierung. Unterdessen wachsen die Sorgen mit Blick auf das in China ausgebrochene Corona-Virus. Das Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar und soll eine relativ lange Inkubationszeit von etwa 14 Tagen haben.
Mit der Einschätzung, was die Ausfälle in Libyen anbelangt, zusammen dem Corona-Virus, der sich negativ auf den Ölverbrauch auswirken soll, schätzen wir die fundamentale Marktlage heute Morgen neutral ein. Es deuten sich für die Inlandspreise heute Morgen Abwärtspotenziale zu gestern an.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral bis bearish

 


21. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 64.65 $      Crude (WTI): 58.20 $       Gasoil: 574.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9677   Rheinfracht:  27.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Bullishe Wirkung der Situation in Libyen verflüchtigt sich bereits

Libyens Ölproduktion ist weiterhin durch die Abschaltung einer wichtigen Exportpipeline beeinträchtigt. Nach der Friedenskonferenz in Berlin am Wochenende trafen sich die EU-Außenminister in Brüssel, um darüber zu beraten, wie die Waffenruhe zwischen den gegnerischen Parteien in Libyen gesichert werden soll.
Unterdessen fragen sich die Marktteilnehmer, wie lange General Haftar die Ölproduktion des Landes wohl noch als Druckmittel für die Waffenstillstandsverhandlungen nutzen wird. Am Montagmorgen hatten auch Berichte über einen vorübergehenden Produktionsstopp an einem irakischen Ölfeld die Ölbörsen gestützt. Die Förderunterbrechung war durch weitreichende Proteste verursacht worden.
In der Nacht zum Dienstag sorgten dafür neue Raketeneinschläge in Bagdads Regierungsviertel erneut für Verunsicherung. Mindestens zwei Raketen sollen eingeschlagen sein. Eine erneute Verschärfung der Spannungen zwischen den USA und Iran würde den Ölbörsen erneut bullishe Impulse liefern.
Angesichts der andauernden Produktionsunterbrechungen in Libyen bleibt die fundamentale Konstellation heute Morgen weiterhin bullish. Bei den Inlandspreisen, deuten sich heute Morgen daher geringfügige Preissenkungen zu Montag an.

Fundamental: neutral bis bullish        Chartanalyse: neutral bis bearish

 


20. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 65.63 $      Crude (WTI): 59.17 $       Gasoil: 577.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9684   Rheinfracht:  25.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preissprung zum Handelsauftakt – Produktionsausfälle in Libyen und Irak

Am Wochenende fand in Berlin eine Friedenskonferenz für Libyen statt, bei der es eine gemeinsame Erklärung zur Befriedung des Landes gab. Der Waffenstillstand soll verlängert und einen politischen Prozess ermöglichen.
Die Monatsreports von EIA, OPEC und IEA haben in der letzten Woche aufgezeigt, dass man in 2020 zunächst mit einer deutlichen Überversorgung zu rechnen hat. Der Produktions- und Exportausfall in Libyen trifft in erster Linie den europäischen Markt. Sollte die Produktion tatsächlich auf ein Minimum schrumpfen, dann würde dies die von der IEA geschätzte Überversorgung in der ersten Jahreshälfte übersteigen und zu einer Unterversorgung führen.
Der Markt hat mit einer deutlichen Aufwärtsbewegung reagiert, die Kursgewinne halten sich allerdings noch in Grenzen.
Die fundamentale Konstellation ist leicht bullish einzustufen, da sich die Produktionsausfälle in Libyen noch verstärken könnten. Mit dem Preissprung in der Nacht überträgt sich dies auch auf die Inlandspreise, bei denen sich heute Morgen moderate Preissteigerungen zu Freitag andeuten.

Fundamental: neutral bis bullish         Chartanalyse: neutral bis bullish

 


17. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 64.56 $      Crude (WTI): 58.45 $       Gasoil: 572.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9652   Rheinfracht:  24.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Rohölfutures starten nahe GD7 in den letzten Handelstag der Woche

Die IEA geht in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht weiter davon aus, dass das Ölangebot der Produzenten, die nicht der OPEC angehören, 2020 wesentlich stärker wachsen wird als die weltweite Nachfrage
Unterdessen könnte die EU das Teilabkommen anfechten. Laut EU-Handelskommissar Phil Hogan müsse die Staatengemeinschaft das Dokument zwar zunächst noch prüfen, sollte dieses jedoch gegen die WTO-Regeln verstoßen, werde man dies auch vor Gericht bringen.
Neben dem Teilabkommen zwischen den USA und China sorgten am Donnerstag auch die Entwicklungen hinsichtlich des Handelsabkommens zwischen den USA, Mexiko und Kanada (USMCA) für neue Impulse.
Die Ölfutures starteten heute Morgen im Bereich der Settlement Werte von Donnerstag. Nach der ereignisreichen Woche warten die Händler vor dem Wochenende nun nur noch auf einige Konjunkturdaten.
Bei den Inlandspreisen deutet sich derzeit bei Heizöl noch leichtes Abwärtspotenzial im Vergleich zu Donnerstagvormittag an, vor allem weil der EUR/USD derzeit etwas niedriger notiert als gestern Vormittag.

Fundamental: neutral bis bearish        Chartanalyse: neutral bis bullish

 


16. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 64.36 $      Crude (WTI): 58.18 $       Gasoil: 577.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9646   Rheinfracht:  24.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures nach US-China Teilabkommen geringfügig fester

Der stärker als erwartete Rückgang der Rohölbestände der USA, den das DOE am Mittwochnachmittag meldete, überraschte die Marktteilnehmer. Das API hatte am Vorabend noch Aufbauten angezeigt. Nachdem die Raffineriebetreiber vor dem Jahreswechsel noch versuchten, aus steuerlichen Gründen ihre Bestände zu reduzieren, schien dies durchaus plausibel.
Der aktuelle Monatsbericht der OPEC lässt für das laufende Jahr auf ein stärker als bisher erwartetes Wachstum der weltweiten Ölnachfrage hoffen.
Was den Handelsstreit zwischen den USA und China angeht, stützte die Unterzeichnung des Teilabkommens die Ölbörsen am Mittwochabend zwar etwas, eine nachhaltige Preisrally wird es jedoch wohl vorerst nicht auslösen. Nachdem die wöchentlichen US-Bestandsdaten sowie die Monatsberichte von EIA und OPEC mittlerweile veröffentlicht sind, steht für die Händler nun heute der Monatsbericht der IEA im Fokus. Bei den Inlandspreisen deutet sich noch leichtes Abwärtspotenzial im Vergleich zu Mittwoch an, da der EUR/USD weiterhin fest ist und die Ölfutures auf dem Ausgangsniveau von gestern notieren.

Fundamental: neutral bis bearish        Chartanalyse: neutral bis bullish

 


15. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 64.34 $      Crude (WTI): 58.11 $       Gasoil: 579.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9673   Rheinfracht:  23.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Gewinnmitnahmen nach API und EIA Daten

Bei den US Ölbestandsdaten weist das API Bestandsaufbauten bei Rohöl, Destillate und Benzin aus. Trader warten noch auf die Zahlen des DOE, die heute Nachmittag veröffentlicht werden.
Viel wird aber auch von den Spannungen im Nahen Osten abhängen. Die USA haben dem Irak nun mit weiteren Sanktionen gedroht, sollten die US Truppen des Landes verwiesen werden.
Das von Deutschland, Frankreich und Großbritannien initiierte Schlichtungsverfahren könnte den Atomdeal entweder retten oder weitere Sanktionen gegen den Iran zur Folge haben.
Mit den US Ölbestandsveränderungen vom API, der von der EIA höher als zuletzt eingeschätzten Überversorgung für 2020, überwiegt heute Morgen erst einmal die fundamental bearishe Stimmung.
Nachdem die Ölpreise an ICE und NYMEX ihren zeitweisen Anstieg gestern nicht halten konnten, bleiben die Futures heute Morgen zunächst auf niedrigerem Niveau. Allerdings bleiben sie auch über den Vortagestiefs. Die Inlandspreise werden daher kaum verändert zu gestern Nachmittag, dafür aber fester zu gestern Vormittag erwartet.

Fundamental: neutral bis bearish        Chartanalyse: neutral

 


14. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 64.27 $      Crude (WTI): 58.10 $       Gasoil: 578.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9708   Rheinfracht:  23.00 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preisrutsch: Gasoil mit 1,5-Monatstief – Technische Abwärtspotenziale gering

Die Wahrscheinlichkeit einer Konfrontation zwischen dem Iran und den USA bleibt im Vergleich zur vergangenen Woche deutlich geringer. Die Spannungen haben abgenommen, auch weil sich die Spirale von Vergeltungsschlägen nicht weiterdreht.
Die USA haben allerdings angekündigt nicht locker zu lassen und den Druck auf das Regime in Teheran weiter erhöhen zu wollen. Zwar nicht militärisch, dafür aber mit weiteren Sanktionen.
Updates über die neuen Markteinschätzungen werden EIA, IEA und OPEC mit ihren neuen Monatsreports in dieser Woche liefern.
Nach der deutlichen Abwärtsbewegung gestern könnte das Abwärtspotenzial nun erst einmal ausgereizt sein. Während die geopolitische Risikoprämie ausgepreist ist, wartet man nun auf die US Ölbestandsdaten und die Unterschrift zum Handelsabkommen zwischen USA und China.
Die Futures starten heute Morgen deutlich unterhalb der Werte von gestern Mittag, bleiben aber knapp oberhalb der Tiefs. Da der Euro/Dollar-Kurs seine Gewinne von gestern halten kann, deuten sich bei den Inlandspreisen heute Morgen deutliche Preisnachlässe an.

Fundamental: neutral bis bullish         Chartanalyse: neutral

 


13. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 65.06 $      Crude (WTI): 59.17 $       Gasoil: 590.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9729   Rheinfracht:  22.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Weicher Start in die Woche – Preise niedriger erwartet

Die Lage zwischen den USA und dem Iran hat sich am Wochenende entspannt. Der Iran hat den versehentlichen Abschuss des ukrainischen Passagierflugzeuges mittlerweile eingeräumt.
Bagdad hat die US Truppen zu einem Abzug aufgefordert, während die USA nun mit konkreten Sanktionen drohen. Der Irak selbst orientiert sich offenbar verstärkt in Richtung Russland und scheint den Kauf von russischen Luftabwehrsystemen in Betracht zu ziehen. Das Parlament hat den Ministerpräsidenten bereits die Freigabe für den Kauf von Luftabwehrsystemen genehmigt. Am Sonntag gab es zwar erneut einen Beschuss einer Militärbasis im Irak, bei dem 4 irakische Soldaten verletzt wurden, die Befürchtung einer Eskalation der Gewalt zwischen USA und Iran haben sich reduziert und es scheine so, als sei dieses Thema nun abgeschlossen, so die Analysten der Commerzbank.
Zum Wochenstart geht es an ICE und NYMEX erst einmal unterhalb der Freitagstiefs los. Der Euro/Dollar-Kurs kann etwas anziehen. Bei den Inlandspreisen zeichnen sich moderate Nachlässe an.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral

 


10. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 65.27 $      Crude (WTI): 59.46 $       Gasoil: 592.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9727   Rheinfracht:  22.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Risikoprämie größtenteils wieder ausgepreist

Die Preissteigerungen, die durch die Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani durch US-Luftangriffe und den darauffolgenden Vergeltungsschlag Irans verursacht wurden, haben sich mittlerweile wieder vollständig zurückgebildet.
Die Ölindustrie rechnet zwar mittlerweile nicht mehr mit einem Krieg, erneute Angriffe auf Tanker oder Ölanlagen halte man jedoch für möglich.
Unterdessen hat das US-Repräsentantenhaus für eine Resolution gestimmt, mit der die Vollmachten von Präsident Trump für weitere Militäraktionen gegen den Iran eingeschränkt werden sollen. Trump soll gemäß der Resolution nicht mehr ohne Zustimmung des Kongresses auf US-Streitkräfte zurückgreifen können, um gegen die Islamische Republik vorzugehen. Damit will man eine weitere Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Iran verhindern.
Heute Morgen notieren die Futures in etwa im Bereich der Settlementpreise von Donnerstag. Der Euro/Dollar-Kurs ist nahezu unverändert zum Referenzwert von Donnerstagnachmittag. Bei den Inlandspreisen zeichnen sich derzeit noch leichte Preisabschläge zu Donnerstagvormittag ab.

Fundamental: neutral bis bullish       Chartanalyse: neutral

 

 


09. Januar 2020
 
Rohöl/Barrel: Brent: 65.37 $      Crude (WTI): 59.61 $       Gasoil: 597.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9740   Rheinfracht:  22.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Ölfutures nach US-Reaktion auf iranischen Angriff weicher
 
Mit dem Angriff auf zwei US-Militärstützpunkte im Irak scheint der Iran tatsächlich eine „verhältnismäßige Maßnahme“ in Reaktion auf die Tötung des Generals Soleimani gewählt zu haben. Die Ölfutures an ICE und NYMEX gaben nach der ersten Aufwärtsreaktion auf den Angriff daher am Mittwoch wieder deutlich nach. US-Präsident Trump bestätigte am späten Nachmittag die Gerüchte, denen zufolge bei den Angriffen keine amerikanischen Soldaten getötet wurden, und kündigte vorerst keinen weiteren Militärschlag gegen den Iran an. Bei den Marktteilnehmern weckt dies die Hoffnung, dass die Spannungen zwischen den USA und Iran vorerst nicht weiter eskalieren werde.
Allerdings scheint es noch zu früh, Entwarnung zu geben, wenn es um das Risiko des USA/Iran-Konflikts für die Ölversorgung geht. „Wenn Iran weitere Ziele für die Vergeltung der Tötung sucht, ohne aber dabei die von den USA genannten roten Linien überschreiten [zu wollen], was eine militärische Reaktion auslösen würde, könnte die Energieinfrastruktur reizvoll sein.
Die gestrigen Kommentare aus OPEC-Kreisen dürften viele Marktteilnehmer jedoch erst einmal beruhigt haben.
Der Anstieg der US-Ölbestände, den das DOE am Mittwochnachmittag für die vergangene Woche meldete, könnte die Preise auch heute noch etwas ausbremsen.
Für Heute deuten sich deutliche Preisabschläge an.
 
Fundamental: neutral bis bullish  Chartanalyse: neutral
 
 

8. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 69.06 $      Crude (WTI): 63.29 $      Gasoil: 624.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9699    Rheinfracht:  23.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Iranischer Vergeltungsschlag – Ölpreise mit einem Satz nach oben

Marktteilnehmer reagierten in den frühen Morgenstunden auf den Angriff der iranischen Revolutionsgarden auf zwei Militärbasen im Irak. Mit insgesamt 15 Raketen beschoss man eine Einrichtung im Norden bei Erbil und eine im Westen bei Al Asad.
Die Preise schnellten binnen weniger Minuten stark nach oben, gaben einen Großteil des Anstiegs in der Nacht aber bereits wieder auf, nachdem der iranische Außenminister den Angriff als die "proportionale Maßnahme" bezeichnete, die man zuvor angekündigt hatte.
Dennoch wird man mit Spannung auf das von Trump für heute angekündigte Statement warten, mit dem um Mittag oder frühen Nachmittag zu rechnen ist.
Auch wenn ein Großteil des Preissprungs in der Nacht bereits wieder ausgepreist wird, so bleibt die fundamentale Konstellation mit den neuen Angriffen des Iran natürlich erst einmal weiter bullish zu bewerten. Da die Futures noch immer über den Niveaus von gestern Nachmittag notieren, deuten sich für die Inlandspreise momentan deutliche Preissteigerungen an.

Fundamental: bullish      Chartanalyse: neutral

 

 


7. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 68.31 $      Crude (WTI): 62.74 $      Gasoil: 616.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9700    Rheinfracht:  24.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Technisches Abwärtspotenzial nach Gewinnmitnahmen – Iran-Spannungen im Fokus

Nachdem bereits Exxon Mobil seine US Mitarbeiter aus dem Irak abgezogen hat, folgt nun auch Chevron. Damit folgt man der Anweisung der US Regierung, die wegen der Spannungen mit Irak und Iran eine Ausreise empfahl.
Einen Krieg erwarte man nicht, da der Iran bedachter agieren werde, als es einige befürchten, so Sen.
Der Markt wird weiter abwarten müssen, wie sich die Situation nun weiterentwickelt, da verschiedenste Varianten mit unterschiedlichen Folgen möglich erscheinen. Es ist alles eine Frage der Szenarien, die sich auf die Ölförderung auswirken können oder nicht.
Nach den Gewinnmitnahmen von gestern gaben die Preise auch heute Morgen weiter nach und haben damit an ICE und NYMEX die Vortagestiefs unterschritten. Die fundamentale Konstellation bleibt zwar weiter bullish, doch scheint der Markt die jüngsten Faktoren vollständig eingepreist zu haben. Der Euro/Dollar-Kurs kann seine Gewinne von gestern unterdessen halten, sodass sich bei den Inlandspreisen heute Morgen starke Abwärtspotenziale andeuten.

Fundamental: bullish       Chartanalyse: neutral/bearish

 

 


6. Januar 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 70.16 $      Crude (WTI): 64.30 $      Gasoil: 639.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9710    Rheinfracht:  27.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Eskalation im Nahen Osten – WTI mit 8,5-Monatshoch

Am Wochenende hatte das irakische Parlament eine nicht bindende Resolution verabschiedet, die eine Ausweisung aller ausländischer Truppen aus dem Land vorsieht. Damit sind in erster Linie natürlich die US Einheiten gemeint.
Der US Präsident sieht jedoch eine gemeinsame Vereinbarung als zwingend notwendig an, dass sich die Truppen aus dem Irak zurückziehen. Der Irak müsse dafür bezahlen.
Unterdessen droht der Iran mit Vergeltungsschlägen gegen die USA, während diese ihrerseits weitere Maßnahmen ankündigte, sollte der Iran durch Teheran beeinflusste Milizen, Angriffe ausführen lassen. Trump Twitterte, dass es 52 Ziele gebe, die man in einem solchen Falle eingreifen könne.
Die Gefahr für Öleinrichtungen in der Region ist sicherlich gestiegen, doch für die Experten bei Goldman Sachs wird es nicht zwangsläufig auf Angriffe auf diese hinauslaufen. In der Nacht zogen die Preise erneut deutlich an. WTI hat damit ein neues 8,5 Monatshoch erreicht. Damit deuten sich bei den Inlandspreisen weitere Preissteigerungen zu Freitag an.

Fundamental: bullish       Chartanalyse: neutral

 

 


20. Dezember 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 66.65 $      Crude (WTI): 61.15 $      Gasoil: 616.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9792    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Aufwärtstrend mit bullisher Stimmungslage weiter fortgesetzt

Nach den jüngsten Entwicklungen gehen die Marktteilnehmer generell mit einer leicht bullishen Stimmung auf die Feiertage zu. China hat weitere Details zu dem Abkommen bekanntgegeben, sechs Produkte aus dem Öl- und Chemie-Sektor benannt, bei denen es Ausnahmen bei den bestehenden Zöllen geben wird.
Kurz vor dem Wochenende und den Feiertagswochen scheinen sich Trader lieber mit Long-Positionen gegen mögliche weitere Preissteigerungen abzusichern. Die Futures bleiben auf hohem Niveau, ziehen sogar noch einmal leicht an. Bei den Inlandspreisen deuten sich heute erneut Preissteigerungen zum Vortag ab.

Fundamental: bullish      Chartanalyse: neutral


Wir bedanken uns für das entgegengebrachte Vertrauen in diesem Jahr und wünschen Ihnen, Ihrem Team und Mitarbeiter, Ihrer Familie schöne, besinnliche Festtage sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr 2020!

Das ganze Team der Firma Lang Energie AG in Kreuzlingen

 


19. Dezember 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 66.18 $      Crude (WTI): 60.95 $      Gasoil: 610.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9800    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Rohölfutures nach DOE-Bericht auf höherem Niveau

Die jüngsten Bestandsdaten des DOE zeigten für die vergangene Woche einen leichten Rückgang der Gesamtölbestände der USA an und auch die Zahlen zur Produktnachfrage sahen wieder deutlich besser aus als in der Woche zuvor. Zudem blieb in der aktuellen Berichtswoche die US-Rohölproduktion weiterhin auf hohem Niveau, auch wenn sie unterhalb des bisherigen Rekordhochs lag.
Im Hinblick auf den Handelsdisput zwischen den USA und China gilt das Teilabkommen zwischen den beiden Nationen, welches Anfang Januar unterzeichnet werden soll, mittlerweile als weitestgehend eingepreist. Sollte es bis zur Unterzeichnung jedoch noch einmal Misstöne in der Kommunikation der beiden weltweit größten Ölkonsumenten geben, könnte dies den Finanzmärkten und somit auch den Ölbörsen einen deutlichen Dämpfer versetzen.
Die Ölfutures handeln derzeit in etwa auf dem Niveau der Settlements von Mittwoch. Daher deutet sich für das Inland geringfügiges Abwärtspotenzial zu gestern Vormittag an.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral

 

 


18. Dezember 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 65.70 $      Crude (WTI): 60.45 $      Gasoil: 611.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9809    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

API Aufbauten bremsen Rallye – Inlandspreise nach 3-Monatshoch dennoch fester erwartet

Mit der OPEC+ Kürzung und dem Teilabkommen zwischen den USA gibt es zwei wichtige Faktoren, die den Markt aktuell psychologisch stützen. Zwar bestehen begründete Zweifel ob deren Wirksamkeit, gerade was die Beseitigung der von der IEA erwarteten Überversorgung in der ersten Jahreshälfte 2020 anbelangt.
Die US Ölbestandsdaten des API aus der Nacht haben in der Nacht allerdings für eine Korrektur gesorgt. Während Experten im Vorfeld eigentlich mit moderaten Abbauten gerechnet hatten, werden nun nicht nur bei Rohöl, sondern auch bei den Destillaten und Benzin starke Bestandszuwächse registriert. Damit sind die Zahlen von gestern Nacht klar bearish.
Für das erste ist die Rallye allerdings gestoppt. Mit den klar bearishen Zahlen des API ist die fundamentale Konstellation für uns heute Morgen erst einmal wieder neutral einzustufen, während man auf den Impulsgeber DOE wartet. Für das Inland deuten sich somit Preissteigerungen zu den Niveaus von gestern an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 

 


17. Dezember 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent: 65.40 $      Crude (WTI): 60.25 $      Gasoil: 606.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9826    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Fester Start in die neue Woche – Gasoil mit 3-Monatshoch
 
Die Rohölpreise hatten mit der lang ersehnten Einigung im Handelsstreit am Freitag neue 3-Monatshochs erreicht. Auch die von der OPEC+ Gruppe beschlossenen zusätzlichen Produktionskürzungen bleiben stützend für die Ölpreise, wenngleich die Preissteigerungen nach beiden Events schnell wieder abnahmen.
Beim Abkommen der OPEC+ Länder gibt es begründete Zweifel, dass das reale Ölangebot nicht so deutlich wie auf dem Papier angegeben sinken wird, während das Handelsabkommen einen Großteil der Zölle noch immer intakt lässt. Das bedeutet, dass der Deal zwischen USA und China wohl nur bedingt dazu geeignet ist die Ölnachfrage im kommenden Jahr deutlich anzukurbeln.
Die Tatsache, dass die Preise weder mit dem Beschluss er OPEC+ Gruppe, noch mit der Bekanntgabe des Handelsabkommens eine starke Rallye hingelegt haben und sich stattdessen innerhalb des mittelfristigen Aufwärtstrends moderat nach oben bewegten zeigt, dass es ein großes Maß an Unsicherheit im Markt gibt.
Je nach Dynamik im Handel bietet dies gleichzeitig Potenzial für technische Gewinnmitnahmen zum Jahresendspurt. Bereits im letzten Jahr hatte man um die Weihnachtsfeiertage eine erhöhte Volatilität mit neuen Jahrestiefs erlebt.
Unterm Strich nehmen wir von fundamentaler Seite heute eine leicht bullishe Haltung ein, sodass sich momentan nur kleinere Preisanpassungen andeuten.
 
Fundamental: neutral bis bullish       Chartanalyse: neutral
 
 

16. Dezember 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 65.07 $      Crude (WTI): 59.87 $      Gasoil: 599.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9833    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Handelsabkommen im Januar unterschriftsreif – Rohöl zwischenzeitlich auf 3-Monatshoch

Das Handelsabkommen zwischen USA und China ist ein echter Durchbruch. Lange wurde verhandelt, bis man am Freitag nun die Rahmenbedingungen bekanntgegeben hatte. Klar ist allerdings, dass die Zölle nicht so stark gesenkt werden, wie China erhofft hatte, die dafür aber auch weniger Agrarprodukte aus den USA beziehen werden, als es die Trump Regierung sich erwünschte.
Noch ist das Abkommen aber nicht unterschrieben, auch wenn Lighthizer am gestrigen Sonntag betonte, dass der Phase 1 Deal "vollständig erledigt" sei. Die Papiere müssen noch ausformuliert werden und die Unterschriften sollen in der ersten Januarwoche folgen.
Der Phase 1 Deal scheint ebenso wie die OPEC+ Kürzung weitestgehend eingepreist zu sein. Ohne weitere stützende Details zum Handelsabkommen schätzen wir die fundamentale Konstellation heute Morgen neutral ein. Die Futures bleiben in den Morgenstunden weiter auf höherem Niveau, wenngleich auch deutlich unterhalb der 3 Monatshochs vom Freitag. Für das Inland deuten sich damit aktuell moderate Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 

 


12. Dezember 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent: 64.02 $      Crude (WTI): 58.90 $      Gasoil: 581.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9820    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Futures gaben mit DOE deutlich nach – Rohölpreise korrigierten ihre Verluste in der Nacht
 
Die US Ölbestandsdaten des DOE haben die bearishen Zahlen des API von Dienstagnacht in etwa bestätigt. Überraschend allerdings vor allem die Ölnachfrage, die förmlich einbrach.
Nachdem der EIA Monatsreport von uns neutral eingeschätzt wurde, konnte die OPEC mit ihrem gestrigen Bericht ebenfalls keine neuen Impulse setzen. Die wichtigen Größen ließ das Kartell unverändert und passte lediglich die eigene Förderung an.
Die EIA rechnet zudem damit, dass die USA im kommenden Jahr ein Nettoexporteur von Energie sein wird. Das Land wird dann also mehr Energie exportieren als es aus dem Ausland importiert. Für die OPEC nicht gerade hilfreich.
Nun richten die Marktteilnehmer ihre Aufmerksamkeit auf den Handelsdeal zwischen USA und China. Die USA hat die für Sonntag angekündigten Sanktionen bisher nicht weiter bestätigt oder verschoben. Beobachter rechnen allerdings damit, dass die Zölle nicht kommen und im letzten Moment ausgesetzt oder verschoben werden, während man eine Annäherung für einen Deal mit China ankündigt.
Die Kombination aus nachgebenden Ölbörsen und einem anziehenden Euro/Dollar-Kurs von gestern Abend sorgt für ein niedrigeres Preisniveau.
Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

11. Dezember 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent: 63.94 $      Crude (WTI): 58.88 $      Gasoil: 587.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9857    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Konsolidierung auf hohem Niveau – API meldet überraschende Bestandsaufbauten
 
In den letzten Monaten hatten die US Ölbestandsdaten des API kaum einen Einfluss auf die Preisbildung an den Märkten, da die Trader vor allem auf die Zahlen des DOE warten. Doch gestern Nacht reagierte der Markt klar bearish auf die Daten. Vor allem die Aufbauten bei den landesweiten Rohölbeständen sind bearish einzustufen.
Der neue EIA Monatsreport hat unterdessen die zusätzlichen OPEC Produktionskürzungen für das kommende Jahr mit berücksichtigt. Für 2020 rechnet man zwar weiter mit einem Überangebot. Die Intervention der OPEC soll vor allem kurzfristig Wirkung zeigen, denn die Preisprognosen für das laufende und die ersten beiden Quartale 2020 wurden nach oben angepasst.
Am Sonntag steht die Einführung weiterer Strafzölle in den USA gegen China auf der Agenda. Trump machte diese zuletzt von den Fortschritten bei den Verhandlungen abhängig, die allerdings noch auf sich warten lassen. Im Oktober hatte es geheißen, dass man sich im Prinzip geeinigt hätte. Mehr als acht Wochen später wartet man allerdings noch immer.
Wir schätzen wir die fundamentale Ausgangslage heute Morgen leicht bearish ein. Daher deuten sich bei den Preisen aktuell noch leichte Preissteigerungen an.
 
Fundamental: neutral bis bearish       Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

10. Dezember 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 64.25 $      Crude (WTI): 59.01 $      Gasoil: 586.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9875    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Technisches Korrekturpotenzial – OPEC+ Entscheidung stützt kaum

Analysten zeigen sich zunehmend skeptisch bezüglich der OPEC+ Kürzungen. Zwar hat das Kartell mit den Nicht-OPEC Ländern mehr als erwartet vom Markt genommen, dennoch stellt sich die Frage, ob dies ausreichend ist.
Die Maßnahme der OPEC+ Gruppe soll zunächst für die ersten drei Monate in 2020 gelten. Gerade was die erste Jahreshälfte 2020 angeht bleibt vermutlich auch mit den Kürzungen eine leichte Überversorgung bestehen.
Der Markt wendet sich wieder verstärkt den Geschehnissen zwischen USA und China zu, die noch immer keine Einigung im Handelsstreit erzielt haben. Die rückläufigen Exporte Chinas hatten den Markt gestern belastet, dies zeigt, wie stark der Einfluss auf die reale Wirtschaft ist.
In den Morgenstunden legen die Futures an ICE und NYMEX zwar leicht zu, bleiben dabei aber in einer noch engen Handelsspanne. Der Preisanstieg von gestern Nachmittag sorgt bei den zu erwartenden Inlandspreisen für Preissteigerungen zu den Nachmittagserhebungen und Preissenkungen im Vergleich zu den Vormittagspreisen.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 

 


09. Dezember 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 64.21 $      Crude (WTI): 58.92 $      Gasoil: 589.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9904    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreise nach OPEC fester – Konjunkturdaten aus China belasten

Die OPEC+ Gruppe hatte am Freitag neue Produktionskürzungen zu den bestehenden Quoten beschlossen. Doch der entscheidende Faktor ist Saudi-Arabien, dass bisher mehr als gefordert vom Markt genommen hatte.
Als Reaktion auf das neue Abkommen haben die Analysten bei Goldman Sachs die Preisprognose für Brent 2020 angehoben. Den langfristigen Preis sieht man bei der Investmentbank aber unverändert.
Und dazu gibt es zum Wochenstart erst einmal schlechte Konjunkturdaten. Die chinesischen Exporte sind im November zum vierten Mal in Folge gesunken, was in einem starken Kontrast mit dem erwarteten Anstieg steht. Der Handelsstreit zwischen den beiden Ländern wird wieder in den Mittelpunkt rücken, denn schließlich steht noch eine Entscheidung über eine Anhebung von US Zöllen zum 15. Dezember auf der Agenda.
Die Futures an ICE und NYMEX starten verhalten in die neue Woche und in einer sehr engen Spanne. Damit ergeben sich für die Inlandspreise aktuell klare Preissteigerungen im Vergleich zu den Freitagsniveaus.

Fundamental: neutral bis bullish       Chartanalyse: neutral

 

 


06. Dezember 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent: 63.32 $      Crude (WTI): 58.40 $      Gasoil: 583.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9878    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Ölfutures aktuell (noch) unbeeindruckt von OPEC-Beschlüssen
 
Die OPEC beschloss in ihrer halbjährlichen Vollversammlung gestern, die mit weiteren Ölproduzenten vereinbarten Produktionskürzungen um 500.000 B/T zu verschärfen. Was zunächst einmal bullish klingt, hatte gestern jedoch keine größeren Auswirkungen auf die Ölpreise.
Dies liegt zum einen daran, dass die im Dezember 2017 vereinbarten Kürzungen in den vergangenen Monaten ohnehin übererfüllt wurden. Am tatsächlichen Ölangebot dürfte sich somit nicht viel ändern.
Zum anderen wird die Bemessung der russischen Ölproduktion nun – wie von Russland gefordert – die Förderung von Gaskondensat nicht mehr mit einbeziehen. Damit kann Russland, das seit Beginn des Jahres die vorgegebenen Kürzungen nur in drei Monaten erfüllte, seine Produktionsgrenze besser einhalten, ohne wirklich zusätzliche Einschnitte vorweisen zu müssen.
Die Marktteilnehmer dürften nun wieder verstärkt auf eine Lösung im Handelsstreit zwischen den USA und China hoffen, mit der die Preise zumindest von Seiten der Nachfrage bullishe Impulse erhalten würden. Allerdings scheint hier die Tendenz der Meldungen fast täglich zwischen positiv und negativ zu schwanken.
Der Handel wird heute vermutlich erneut volatiler sein als sonst, bis die OPEC und ihre Partner ihre Beschlüsse zur weiteren Produktionspolitik bekannt geben.
 
Fundamental: neutral bis bullish       Chartanalyse: neutral
 
 

05. Dezember 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 62.81 $      Crude (WTI): 58.15 $      Gasoil: 580.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9878    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures vor OPEC-Sitzung auf hohem Niveau

Das DOE bestätigte am Mittwochnachmittag von der Tendenz her die Erwartungen der Analysten und die Zahlen des API in Bezug auf die Bestandsveränderungen in den USA. Der Fokus liegt auf den Treffen der OPEC und des OPEC+ Bündnisses.
Nachdem US-Präsident Trump am Dienstag mitteilte, er habe kein Problem damit, wenn es erst nach den Präsidentschaftswahlen ein Handelsabkommen mit China geben sollte, sagte er, die Gespräche verliefen „sehr gut.“
Zudem hieß es, die USA und China hätten sich bei der Frage, wie viele Strafzölle in einem ersten Teilabkommen aufgehoben werden sollen, mittlerweile angenähert. Die Unterzeichnung eines solchen Teilabkommens noch vor Jahresende könnte den Ölfutures noch einmal deutlichen Schub geben, da damit die Sorgen des Wirtschaftswachstums und der Ölnachfrage deutlich nachlassen würden.
Derzeit handeln die Ölfutures leicht unterhalb der Hochs von Mittwoch, allerdings immer noch deutlich über den Niveaus von Mittwochvormittag. Daher deutet sich bei den Inlandspreisen noch leichtes Aufwärtspotenzial an.

Fundamental: neutral bis bullish       Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 


04. Dezember 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 61.23 $      Crude (WTI): 56.44 $      Gasoil: 572.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9867    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Produktionskürzung auf 1,6 Mio. B/T – Entscheidung fällt am Freitag

Hatte US Präsident Donald Trump China in diesem Jahr mehrfach gewarnt das Abkommen bis nach den Präsidentschaftswahlen zu verzögern, so findet er diese Idee aktuell offenbar gar nicht so schlecht.
Viele Experten halten eine zusätzliche Kürzung für zwingend notwendig, um einen Preiseinbruch an den Börsen zu verhindern. Es gibt auch andere Stimmen am Markt. Nigeria, Irak und auch Russland hatten ihre Produktion bisher nicht im geforderten Maße gesenkt, während Saudi-Arabien mehr als verlangt gekürzt hatte. Stärkere Produktionskürzungen werden allerdings nur dann einen echten Effekt am Markt haben, wenn Saudi-Arabien seine Ölförderung noch weiter senkt. Und bisher ist auch nicht bekannt, wie Russland zu einer möglichen Entscheidung steht.
Eine erhöhte Volatilität ist in jedem Fall zu erwarten, während man am Markt mögliche Hinweise zur OPEC und dem Handelsstreit verarbeitet. Man wartet auch noch auf die US Ölbestandsdaten des DOE heute Nachmittag. Bei den Inlandspreisniveaus deuten sich leichte Preissteigerungen zum Vortag an.

Fundamental: neutral bis bullish         Chartanalyse: neutral

 

 


03. Dezember 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent: 61.11 $      Crude (WTI): 56.24 $      Gasoil: 572.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9919    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
OPEC-Kürzung würde nicht reichen – Preise bleiben nach Wochenstart weicher
 
Informanten aus OPEC Kreisen zu Folge soll innerhalb der Gruppe die Möglichkeit einer weiteren Produktionskürzung diskutiert werden. Offenbar scheint auch Saudi-Arabien, das einflussreichste Mitglied der OPEC, an einem solchen Schritt interessiert sein. Vor allem haben die Saudis wegen des Börsengangs ein hohes Interesse daran die Preise auf einem stabilen Niveau zu halten.
Experten halten eine weitere Produktionskürzung der OPEC für zwingend notwendig, will das Kartell eine deutliche Abwärtsbewegung vermeiden. Sollte die Gruppe das aktuelle Abkommen ohne zusätzliche Kürzungen verlängern, werden die Preise wahrscheinlich sinken.
Also selbst mit zusätzlichen Kürzungen in genannter Größenordnung dürften die Preise wohl nur vorübergehend anziehen. Bleibt eine stärkere Produktionseinschränkung allerdings aus, besteht erhebliches Abwärtspotenzial im Jahresendspurt.
Im Handelsstreit zwischen USA und China hat der US Handelsminister angekündigt, dass die zusätzlichen Zölle im Dezember wahrscheinlich umgesetzt werden. Die neuen Spannungen zwischen den beiden Ländern dämpfen den Optimismus, dass es noch vor Ende des Jahres einen Deal geben wird. Kurz vor dem OPEC Meeting ist der Markt quasi unberechenbar.
Den Markt schätzt man von fundamentaler Seite her erst einmal neutral ein und für Heute deuten sich Preisnachlässe ab.
 
Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral
 
 

2. Dezember 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 61.27 $      Crude (WTI): 56.08 $      Gasoil: 573.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9999    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Inlandspreise zum Wochenstart deutlich schwächer – OPEC+ Entscheidung und Handelsstreit

Im Handelsstreit hatte China den USA zuletzt mit starken Gegenmaßnahmen gedroht, sollte man das neue Hongkong-Gesetz nutzen, um neue Sanktionen gegen China zu verhängen.
Bisher wurden die Kommentare der OPEC dahingehend gedeutet, dass sich das Kartell mit den übrigen Ländern auf eine Beibehaltung der Quoten in Verbindung mit einer Verlängerung der Kürzungen bis mindestens Mitte 2020 einigt. Welche Position Russlands Ölministerium beim Meeting in dieser Woche vertreten wird, ist allerdings noch unklar.
Die Woche könnte daher extrem volatil werden, wenn Marktteilnehmer vor der OPEC Entscheidung am 05. und 06. Dezember ihre Positionen entsprechend managen. Nachdem die Ölpreise am Freitag massiv einbrachen, erholen sich die Futures in den Morgenstunden und kommen von den Tiefs letzter Woche etwas zurück. Dabei bleiben die Futures aber noch immer weit unter den Niveaus von gestern Mittag und Nachmittag, sodass sich bei den Inlandspreisen heute Morgen aktuell massive Preisnachlässe zu Freitag andeuten.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral

 

 


29. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 63.57 $      Crude (WTI): 57.95 $      Gasoil: 589.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9983    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures orientieren sich nach US-Feiertag leicht nach unten

An der Marktlage hat sich im Vergleich zu Donnerstagmorgen nichts Wesentliches geändert. Die Händler richten ihren Fokus einerseits immer stärker auf das Treffen der OPEC und ihrer Partner am kommenden Freitag.
Bei diesem wird darüber entschieden werden, ob die aktuellen Produktionskürzungen unverändert beibehalten, noch weiter verschärft oder verlängert werden. Eine solche Entscheidung dürfte die Marktteilnehmer eher enttäuschen und könnte Ende nächster Woche zunächst einmal für einen Rücksetzer an den Ölbörsen führen.
Abgesehen davon warten die Marktteilnehmer auf die Gegenmaßnahmen, die China in Reaktion auf US-Gesetze zur Unterstützung der Demonstranten in Hong Kong zuletzt ankündigte. Nach Angaben der NOC nahmen die Anlagen an dem Ölfeld nur geringen Schaden durch die Kämpfe zwischen Truppen der LNA und Truppen, der international anerkannte Regierung. In den Morgenstunden gaben die Preise wieder leicht nach, Gasoil handelt allerdings noch oberhalb des Niveaus von Donnerstagvormittag. Bei den Inlandspreisen deuten sich für heute Morgen daher leichte Aufwärtspotenziale an.

Fundamental: neutral bis bearish        Chartanalyse: bearish

 

 


28. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 63.78 $      Crude (WTI): 57.78 $      Gasoil: 587.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9990    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Deutliche Preisnachlässe am Donnerstagmorgen – OPEC und DOE

Bei den US Rohölbeständen wurden auch laut DOE Bestandsaufbauten bei Rohöl veröffentlicht. Im Handelsstreit zwischen USA und China rechnen die Analysten nun erst einmal damit, dass dieser die Preise nicht mehr so deutlich wie in der Vergangenheit stützen wird.
Unterdessen ist sich der Markt bei der Entscheidung der OPEC+ Gruppe in kommender Woche weitestgehend einig. Die erwartete Entscheidung der OPEC+ Gruppe bietet damit erhebliches Enttäuschungspotenzial für die Märkte.
Unterdessen stützt die Abschaltung des libyschen Ölfelds "El Feel" die Preise an den Börsen. Hier kam es offenbar zu einem Luftangriff vor den Toren der Anlage und in einer Wohnunterkunft, worauf die Arbeiter evakuiert wurden.
In den Morgenstunden können sich die Ölpreise an den Börsen in New York und London von ihren Tagestiefs etwas erholen, gerade Gasoil bleibt allerdings vergleichsweise weich und die Vortagestiefs sind noch immer in Reichweite. Bei den rechnerischen Inlandspreisen deuten sich für heute Morgen daher weitere Abwärtspotenziale an.

Fundamental: neutral bis bearish        Chartanalyse: bearish

 

 

 

 

 

 

 


27. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 64.07 $      Crude (WTI): 58.23 $      Gasoil: 590.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9983    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Überraschende Bestandsaufbauten – Preise bleiben auf hohem Niveau

Für die abgelaufene Berichtswoche hatten die Experten mit leichten Abbauten bei den Rohölbeständen gerechnet. Das API hatte gestern Nacht nun allerdings überraschend deutliche Aufbauten bekanntgegeben, die entsprechend bearish interpretiert werden.
Neue Entwicklungen zum Stand der Verhandlungen zwischen USA und China gab es in der Nacht keine. Auch wenn sich beiden Seiten offenbar weiter unterhalten, gibt es wegen der Proteste in Hongkong neue Differenzen. Die Marktlage bleibt damit insgesamt wenig verändert zu den vergangenen Tagen. Der Ausgang der Handelsgespräche und das mögliche Ergebnis des OPEC+ Meetings in der kommenden Woche bleiben die größten Einflussfaktoren für die Ölpreise. Die Trader werden sich unterdessen weiterhin zurückhalten, da morgen Thanksgiving ansteht und viele Marktteilnehmer damit nicht am Handel teilnehmen, oder zu den verkürzten Handelszeiten nur das nötigste handeln werden. Die fundamentale Konstellation bleibt somit neutral. Es deuten sich allerdings dennoch geringfügige Preissteigerungen zum Vortag ab, da die Preise ihren Anstieg von gestern bewahrt haben.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral

 

 

 

 


26. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 63.65 $      Crude (WTI): 57.97 $      Gasoil: 586.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9965    Rheinfracht:  29.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Positive Meldungen zum Handelsstreit – Preise geringfügig fester zu Vortag

Im Top-Thema, dem Handelsstreit zwischen USA und China, scheint sich in den letzten Wochen kaum etwas zu bewegen. Die Sorgen bezüglich der Zölle nehmen etwas ab. Die Makroökonomischen Rahmenbedingungen würden sich daher in Richtung einer Aufwärtsbewegung in 2020 verbessern. Auch vom OPEC+ Deal in der kommenden Woche könnte ein bullisher Impuls ausgehen, da man mit einer Verlängerung des Deals bis Ende Dezember 2020 rechnet, wobei eine stärkere Einhaltung der Quoten das Ölangebot faktisch drosseln würden.
Noch immer wartet man auf Informationen zu den Verhandlungen in China und natürlich auch auf die wöchentlichen Ölbestandsdaten. Zudem ist es mit dem Thanksgiving Day am Donnerstag und dem Black Friday für viele eine kurze Handelswoche, weshalb man sich vor großen Positionen scheuen wird.
Die fundamentale Konstellation schätzen wir heute Morgen weiter neutral ein. Nach dem späten Preisanstieg von gestern, der heute Morgen noch verteidigt werden kann, deuten sich bei den Inlandspreisen leichte Aufwärtspotenziale an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 

 

 


25. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 63.71 $      Crude (WTI): 57.98 $      Gasoil: 584.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9972    Rheinfracht:  28.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreise weitestgehend unverändert – China mit Zugeständnissen im Handelsstreit

Im Handelsstreit zwischen USA und China hat Peking die US Delegation eingeladen, um die Differenzen auszuräumen, die einen Abschluss der ersten Phase bisher verhindert haben. Am Wochenende machte die chinesische Regierung noch weitere Zugeständnisse und kündigte härtere Strafen an.
Trump hatte am Freitag noch einmal für einen Stimmungsdämpfer gesorgt, als er zwar angab, dass man einem Deal "sehr nahe" sei, allerdings würde China das Abkommen dringender wollen als die USA.
Bei der OPEC+ rechnet man in der kommenden Woche weiter mit einer Beibehaltung der aktuellen Kürzungsvereinbarung, die bis Ende Juni 2020 verlängert werden soll.
Unterdessen streiken die Bahnmitarbeiter in Kanada weiterhin und sorgen damit für eingeschränkte Lieferungen über das Schienennetz in die USA. Die fundamentale Konstellation wird von uns heute Morgen zunächst neutral eingestuft.
Nachdem die Ölpreise am späten Freitag von ihren Hochs zurückkamen und sich auch heute Morgen relativ stabil zeigen, bleiben auch die erwarteten Inlandspreise relativ unverändert zu Freitag.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral

 

 


22. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 63.52 $      Crude (WTI): 58.13 $      Gasoil: 583.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9935    Rheinfracht:  28.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Starker Preisanstieg von Donnerstagnachmittag generiert Aufwärtspotenzial für Inlandspreise

Mit dem verhaltenen Optimismus, den Chinas Vizepremierminister Liu He zuletzt hat anklingen lassen, und den Meldungen, die chinesische Regierung habe US-Unterhändler zu Gesprächen nach Peking eingeladen, hellte sich die Stimmung hinsichtlich des Handelsstreits am Donnerstag wieder etwas auf.
Auf kurze Sicht warten die Händler außerdem auf neue Meldungen zu einem Streik von Bahnmitarbeitern in Kanada, der auch den Öltransport über die Schiene beeinträchtigt. Der Streik dauert nun bereits seit Dienstag an. Abgesehen davon wurden die Händler am Donnerstagabend durch eine Meldung zu einem Brand an einer Ölanlage in Midland, Texas, aufgeschreckt, wo ein aufgeheizter Lastwagen, mit dem Wachsablagerungen von Ölquellen abtransportiert werden, Feuer fing. Das Feuer wurde mittlerweile jedoch Berichten zufolge eingedämmt worden sein.
Die fundamentale Ausgangslage ist heute Morgen insgesamt leicht bullish einzustufen und die Ölfutures bewegen sich weiter auf hohem Niveau. Bei den Inlandspreisen deutet sich nach dem Preisanstieg von gestern im Vergleich zu Donnerstagmorgen Aufwärtspotenzial an.

Fundamental: neutral bis bullish       Chartanalyse: neutral bis bullish


21. November 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent: 62.32 $      Crude (WTI): 56.95 $      Gasoil: 569.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9912    Rheinfracht:  28.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Ölfutures kommen von gestrigen Hochs leicht zurück - DOE-Daten und technische Käufe hatten gestützt
 
Wenngleich das DOE am Mittwochnachmittag einen leichten Anstieg der landesweiten Rohöl- und Benzinbestände meldete, dämpfte der Rückgang der Gesamtölbestände die Sorgen der Marktteilnehmer hinsichtlich einer Überversorgung wieder etwas.
Auch aus Russland ist mit einer höheren Ölproduktion zu rechnen. Seine Ankündigung, dass Russland auch weiterhin mit der OPEC kooperieren werde, konnte den Ölbörsen daher nur mäßig bullishe Impulse geben. Dass Russland im Dezember einer schärferen Produktionskürzung zustimmen könnte, scheint vor diesem Hintergrund ebenfalls weiterhin eher unwahrscheinlich.
In Sachen Handelsstreit zeigte sich zur Wochenmitte Chinas Vizepremierminister angeblich „vorsichtig optimistisch.“ Sollten die Gespräche am 15. Dezember gut verlaufen, so dürften die US-Strafzölle, im Wert von 156 Milliarden Dollar, aufgeschoben werden. Sollten die Gespräche jedoch nicht gut laufen, dann werden die USA diese Zölle einführen und das wird das ganze Spiel ins nächste Jahr verlegen.
Die fundamentale Ausgangslage ist heute Morgen daher leicht bearish einzustufen. Bei den Preisen deutet sich immer noch leichtes Aufwärtspotenzial an.
 
Fundamental: neutral bis bearish       Chartanalyse: neutral
 
 
 

20. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 60.76 $      Crude (WTI): 55.12 $      Gasoil: 560.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9903    Rheinfracht:  26.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preise zum Mittwoch erneut deutlich weicher – Handelsstreit und OPEC+ Erwartung belasten

In den USA sind die landesweiten Rohölbestände offenbar wieder gestiegen, zumindest nachdem, was das API gestern Nacht gemeldet hat. Die Bestandsaufbauten sind deutlich umfangreicher als erwartet, und dass trotz der Abbauten in Cushing, Oklahoma.
Die Stimmung bezüglich der Entwicklungen im Handelsstreit zwischen USA und China scheint nun gekippt zu sein. Unterdessen gibt es Berichte, wonach Russland eine Verstärkung der Produktionskürzungen beim OPEC+ Meeting in 2 Wochen wahrscheinlich ablehnen wird.
Letztlich lässt sich die Situation also wie folgt zusammenfassen: die Schieferölproduktion in den USA wurde nach oben korrigiert, die Rohölbestände sind offenbar weiter gestiegen, der Deal zwischen USA scheint festgefahren und eine zusätzliche Produktionskürzung der OPEC+ Gruppe gilt als wenig wahrscheinlich. Heute Morgen ist die fundamentale Ausgangslage allerdings erst einmal bearish einzustufen. Mit den starken Kursverlusten von gestern Abend und aus der Nacht deuten sich aktuell zudem weitere Preisnachlässe für das Inland an.

Fundamental: bearish       Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 

 


19. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 62.26 $      Crude (WTI): 56.78 $      Gasoil: 572.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9897    Rheinfracht:  23.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Handelsstreit und US Ölproduktion – Ölpreise mit schwachem Start in die Woche

Wieder ist es der Handelsstreit, der die Nachrichten dominiert. Hatte dieser Ende letzter Woche mit positiven Kommentaren aus China und USA noch gestützt, so ist man nun wieder skeptischer. Im Fall der anstehenden Entscheidung der OPEC+ Länder in zwei Wochen gibt es ebenfalls nichts Neues, sodass man weiter davon ausgehen muss, dass die Produktionsquoten nicht gesenkt werden.
Der Markt befindet sich in einer Habacht-Stellung, in der man auf den Abschluss der Verhandlungen im Handelsstreit und eben auch auf die OPEC wartet.
Die Stimmung an den Ölbörsen ist daher am Morgen angekratzt und aus fundamentaler Sicht leicht bearishe einzustufen.
Die Futures kommen zwar von den späten Tagestiefs gestern etwas zurück, doch im Vergleich mit den Preisen von gestern Nachmittag bleiben die Notierungen noch immer auf sehr niedrigem Niveau. Somit deuten sich bei den Inlandspreisen aktuell deutliche Preisnachlässe im Vergleich zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bearish       Chartanalyse: neutral

 

 


18. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 63.25 $      Crude (WTI): 57.75 $      Gasoil: 587.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9902    Rheinfracht:  21.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Hoffnung im Handelsstreit lässt Inlandspreise steigen

Erneut ist es der Handelsstreit und die möglichen Verhandlungsergebnisse, die das Geschehen an den Ölbörsen dominieren. Am Freitag hatten sich die Verhandlungsführer positiv zu den aktuellen Fortschritten geäußert.
Nachdem die Monatsreports letzte Woche keinen starken Einfluss auf die Richtung hatten, ist also klar, dass der Handelsstreit auch in dieser Woche weiter Dreh- und Angelpunkt für die Stimmung des Marktes ist. Allerdings sind auch weitere Kommentare zur OPEC und deren Meeting in 2 Wochen zu erwarten.
Unterdessen stützten die zusätzlichen Raffineriekapazitäten in China. Auch die Demonstrationen im Iran und Irak können die Preise stützen. Zwar haben die Proteste der Bevölkerung noch keinen Einfluss auf die Ölförderung und Exporte gehabt, doch besteht die Gefahr, dass sich die Situation weiter destabilisiert und dann das Ölangebot negativ beeinflusst.
Die Notierungen bleiben heute Morgen weiter auf hohem Niveau in einer engen Spanne und so deuten sich auch bei den Inlandspreisen deutliche Aufwärtspotenziale zu Freitag an.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral

 

 


15. November 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent: 61.59 $      Crude (WTI): 56.97 $      Gasoil: 581.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9892    Rheinfracht:  20.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Leichte Short-Coverings nach Rücksetzer von Donnerstagabend
 
Nach der EIA hat nun auch die OPEC ihren aktuellsten Monatsbericht veröffentlicht. Bullish ausgerichtete Marktteilnehmer dürfte dieser enttäuscht haben.
Der OPEC-Generalsekretär hatte sich am Mittwoch auch optimistisch hinsichtlich einer Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China gezeigt. Dieser Optimismus scheint angesichts der jüngsten Kommentare des Weißen Hauses berechtigt zu sein. Man komme einem (Teil-)Abkommen näher, nachdem es sehr konstruktive Gespräche mit Peking gegeben habe. Die Marktteilnehmer dürften derlei Äußerungen allerdings nicht mehr allzu viel Gewicht beimessen.
Die Bestandsdaten des DOE fielen am Donnerstag eher bearish aus, wenngleich die sich Produktnachfrage in den USA als solide erwies und auch die Gesamtölbestände der USA in der Woche sanken. Der bearishe Effekt der gestiegenen landesweiten Rohölbestände sowie des gemeldeten Rekordhochs der US-Produktion setzte sich jedoch letztlich durch.
Sollte das Wachstum der US-Ölproduktion wieder stärker an Fahrt aufnehmen dürften auch die Spekulationen über schärfere Produktionskürzungen der OPEC+ im Vorfeld des nächsten Produzententreffens Anfang Dezember wieder zunehmen.
Für heute deuten sich demnach leichte Preisabschläge an.
 
Fundamental: bearish       Chartanalyse: neutral 
 
 

14. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 62.73 $      Crude (WTI): 57.53 $      Gasoil: 579.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9901    Rheinfracht:  20.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures fester - Barkindo-Kommentare, US-Rohölbestände und technische Käufe stützten

Der vom API gemeldete überraschende Rückgang der landesweiten Rohölbestände der USA sorgte Dienstagnacht an den Ölbörsen für einen kurzen Aufwärtstest.
Die EIA hat in ihrem am Mittwochabend veröffentlichten Monatsbericht ihre Prognosen zur weltweiten Ölnachfrage und zur Produktion für 2019 und 2020 jeweils in ähnlichem Umfang nach oben korrigiert. Somit haben sich bei der Einschätzung zur Marktlage in diesem und im kommenden Jahr nur geringfügige Veränderungen ergeben.
Was die US-Ölproduktion angeht, rechnet die EIA von 2019 auf 2020 mit einem Wachstum. Die OPEC hingegen, könnte ihre Erwartungen zum US-Produktionswachstum senken. Die EIA scheint etwas optimistischer zu sein, was die Entwicklung der amerikanischen Ölproduktion angeht.
Neben den kurzfristigen Produktionsprognosen bereiten einigen Experten vor allem die längerfristigen Erwartungen der EIA Sorge. Diese seien im Hinblick auf das Wachstumspotenzial der Schieferölproduktion überzogen.
Nach dem Anstieg von Mittwochnachmittag blieben die Ölfutures im Bereich der gestrigen Tageshochs. Daher deuten sich für das Inland heute Morgen Preisaufschläge an.

Fundamental: neutral bis bearish       Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 


13. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 61.80 $      Crude (WTI): 56.59 $      Gasoil: 569.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9906    Rheinfracht:  19.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Handelsstreit, Analysten und Bestandserwartung – Preise am Mittwoch niedriger

Zum großen Thema "Handelsstreit" bleiben neue Entwicklungen aus. Trump betonte noch einmal, dass ein bedeutendes Phase 1 Handelsabkommen mit China bald umgesetzt werden könnte.
Bisher gibt es weder einen Ausweichtermin, noch einen Ort. Die Quintessenz ist, dass sich beide Seiten noch immer nicht einig geworden sind, und ohne verwertbare Fakten verliert die Aussicht auf ein Handelsabkommen mittlerweile seine stützende Wirkung.
Die US Schieferölindustrie wird, trotz aller Berichte eines langsameren Wachstums, auch in Zukunft weiter zulegen. Die OPEC kommt demnach auch nach Ansicht der IEA in Zukunft weiter unter Druck und wird nicht mehr so viel Öl wie bisher fördern und verkaufen können, ohne einen Preiseinbruch zu riskieren.
Auch die Marktlage insgesamt wird nun wieder bearish eingestuft, da stützende Wirkung eines möglichen Handelsabkommens aktuell nachlässt.
Mit der nachgebenden Entwicklung an den Ölbörsen von gestern Abend und den Morgenstunden, deuten sich nun auch für das Inland heute Morgen durchaus beachtliche Preisnachlässe an.

Fundamental: bearish       Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 

 


12. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 62.46 $      Crude (WTI): 57.07 $      Gasoil: 582.85 $ pro Tonne
Dollar: 0.9948    Rheinfracht:  19.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Bestandsabbauten in Cushing stützen – Unsicherheit bei Handelsstreit bleibt dominierend

Es bleibt weiterhin so, dass die Ergebnisse im Handelsstreit zwischen USA und China der "entscheidende Auslöser" für Preisbewegungen an den Ölbörsen bleiben werden, so die Experten von AxiTrader. Bis klar ist, was beide Seiten tatsächlich auch schriftlich fixieren, wird dieses Hin und Her vermutlich weitergehen. Auch steht noch immer kein Termin oder Ort für eine Unterzeichnung des Teilabkommens "Phase 1" fest.
Die Monatsreports werden diese Woche in den Fokus rücken, von denen die EIA morgen Nacht den Anfang machen wird, den wir dann am Donnerstagmorgen in aller Ausführlichkeit zur Verfügung stellen werden.Nach dem Auf und Ab von gestern orientieren sich die Futures in den Morgenstunden wieder leicht nach oben, ohne aber deutlich anzuziehen und bleiben somit unter den Vortageshochs. Bei den Inlandspreisen deutet sich damit aber dennoch eine feste Tendenz zu gestern ab, sodass sich aktuell moderate Preissteigerungen zu gestern ergeben.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral


11. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 61.91 $      Crude (WTI): 56.69 $      Gasoil: 578.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9966    Rheinfracht:  20.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Börsen starten weicher – Inlandspreise fester in den Montagmorgen

Es scheint sich weiter alles um das Handelsabkommen zwischen USA und China zu drehen. Während die Chinesen betonten, dass das Teilabkommen der Phase 1 auch eine Rückführung der bestehenden Zölle beinhalten würde, lehnen die USA dies offenbar ab. Die Chinesen würden versuchen zu ihren Gunsten nachzuverhandeln, hieß es aus den USA, und Trump stellte klar, dass die Berichte, wie weit man die Sanktionen wieder abschaffen werde, nicht korrekt seien.
Unterdessen hatte der Iran am Wochenende bestätigt, dass man eine ausländische Drohne abgeschossen habe. Laut US Militär sei es keine Drohne der USA gewesen und bisher hat auch kein anderes Land aus der Golfregion den Verlust eines solchen Flugobjekts gemeldet. Nach der späten Rallye am Freitag geben die Futures an den Ölbörsen in den Morgenstunden nach. Dennoch bleiben die Futures über den Niveaus von Freitagnachmittag. Bei den Erwartungen für die Inlandspreise heute bedeutet dies, dass mit etwas festeren Preisniveaus zu rechnen ist.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 

 


8. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 62.16 $      Crude (WTI): 56.93 $      Gasoil: 580.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9947    Rheinfracht:  20.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Späte Gewinnmitnahmen – Preisnachlässe deuten sich an

Die Präsidenten Xi und Trump haben noch immer keinen Termin für eine mögliche Unterzeichnung ihres Teilabkommens. Auch wenn aus den USA bisher keine Bestätigung kam, so hat das Handelsministerium Chinas angekündigt, dass die Strafzölle der beiden Länder bei einem Abkommen schrittweise aufgehoben werden.
Das zweite große Thema ist das OPEC Meeting in 3,5 Wochen. Vor wenigen Wochen hatte man noch mit einer Verstärkung der Kürzung gerechnet, doch in dieser Woche dreht sich die Erwartungshaltung diesbezüglich. Der OPEC Generalsekretär hatte diese Woche gesagt, dass man den Ausblick 2020 optimistischer als zuletzt sehe.
Kurzfristig stützt natürlich die Erwartung eines Handelsabkommens und dessen positiver Effekt auf das Ölnachfragewachstum, doch gibt es hier noch immer Unsicherheiten. Die fundamentale Konstellation schätzen wir also unterm Strich neutral ein. Die Futures handeln heute Morgen in einer noch engen Spanne, wobei Gasoil gestern am späten Abend noch an Boden verlor und sich bei den Inlandspreisen somit moderate Abwärtspotenziale ankündigen.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 


7. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 61.73 $      Crude (WTI): 56.37 $      Gasoil: 584.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9924    Rheinfracht:  20.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures bleiben nahe Vortagestiefs - DOE-Daten und Handelsstreit USA/China belasten

Die Schätzungen der Analysten und die Daten des API hatten für die Woche zum 1. November auf einen Anstieg der US-Rohölvorräte hingedeutet. Allerdings meldete das DOE am Mittwochnachmittag einen wesentlich stärkeren Bestandszuwachs, als der API-Bericht ohnehin schon vermuten ließ.
Die USA und China suchen nach der Absage des APEC-Gipfels durch die chilenische Regierung derzeit einen neuen Ort, an dem die erste Phase eines Handelsabkommens unterzeichnet werden soll.
Ein hochrangiger Vertreter der US-Regierung gab gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters am gestrigen Mittwoch an, das geplante Treffen zwischen Präsident Donald Trump und Chinas Staatspräsident Xi Jinping könnte auf Dezember verschoben werden, da noch keinen geeigneten Ort dafür gefunden wurde und sich auch noch uneins über Bedingungen ist, die festgelegt werden sollen.
Zunächst einmal werden sich die Marktteilnehmer jedoch an den aktuellen Markteinschätzungen von EIA, OPEC und IEA orientieren. Bei den Inlandspreisen deuten sich in den Morgenstunden immer noch leichte Abwärtspotenziale zu gestern an.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 

 


6. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 62.66 $      Crude (WTI): 56.98 $      Gasoil: 589.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9928    Rheinfracht:  22.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Gewinnmitnahmen nach 6-Wochenhochs – API Daten bisher ohne Impuls

Auch wenn sich das Schieferölwachstum abschwächt, so wird die US Ölproduktion über viele Jahre hohe Wachstumsraten verzeichnen, während das Ölnachfragewachstum zwar positiv, aber geringer ausfällt. Der Bedarf an OPEC Öl wird so bis 2023 stetig abnehmen und sich erst danach wieder etwas positiver entwickeln. Das OPEC Meeting wird in den kommenden Wochen sicherlich ein zentraler Faktor für die Preisentwicklung. Bleibt eine Kürzung aus, ist fast sicher von einem Preiseinbruch auszugehen. Der andere wichtige Aspekt bleibt das anstehende Handelsabkommen zwischen USA und China. Hier hatten die Chinesen darauf hingewiesen, dass ein Deal in jedem Fall auch eine Reduzierung der Zölle beinhalten müsse.
Die Trader warten auf die Zahlen des DOE heute Nachmittag um 16:30 Uhr, die Zahlen zu Importen, Exporten, Nachfrage und Rohölförderung beinhalten.
Die gestern noch fundamental bullishe Konstellation hat sich für uns heute Morgen leicht abgeschwächt. Bei den Inlandspreisen deuten sich in den Morgenstunden leichte Aufwärtspotenziale zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bullish        Chartanalyse: neutral

 

 


5. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 62.28 $      Crude (WTI): 56.63 $      Gasoil: 591.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9892    Rheinfracht:  22.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Rallye zum Wochenauftakt – Kurzfristige Stimmung ist bullish

Die USA und China wollen, trotz Absage des APEC-Gipfels in kommender Woche, weiter an einem Abschluss des Phase 1 Pakets festhalten. China prüfe nun mehrere Orte in den USA, wo ein solcher Schritt bei einem Treffen zwischen US Präsident Trump und seinem Amtskollegen Xi möglich sei, heißt es aus China.
"Die Märkte dürften mit der Erwartung an ein Handelsabkommen zwischen den USA und China weiterhin bullishe Positionen aufbauen.", so die Analysten." Der Irak wird wieder zunehmend von gewaltsamen Demonstrationen erschüttert, die eine potenzielle Gefahr für die Ölförderung darstellen.
Die Gewinnmitnahmen in der Nacht sind nach 2 Tagen Preisrallye nicht unbedingt überraschend. Doch kurzfristig bleibt die Stimmung bullish, was aktuell weitere Verluste begrenzt und die Notierungen in den Morgenstunden sogar wieder leicht stützt. Bei den Inlandspreisen deutet dies zu gestern Nachmittag nur wenig Veränderungspotenzial an, zu gestern Vormittag sind hingegen stärkere Preissteigerungen zu erwarten.

Fundamental: bullish        Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 


4. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 61.34 $      Crude (WTI): 55.89 $      Gasoil: 584.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9868    Rheinfracht:  24.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preissprung vom Freitag – Deutlich höheres Niveau zum Wochenauftakt

Die Größte Sorge der Marktteilnehmer in diesem Jahr sind die schlechten Konjunkturaussichten und das damit verbundene schwache Ölnachfragewachstum. In den USA hatten die Arbeitsmarktdaten am Freitag daher überrascht und so einen Impuls gesetzt, der darauf hindeutet, dass die größte Volkswirtschaft der Welt eventuell nicht ganz so schlecht dasteht, wie befürchtet.
Es ist zwar davon auszugehen, dass die Ölnachfrageprognosen bei den anstehenden Monatsreports kommende Woche nach unten korrigiert werden, doch dies dürfte zum Teil bereits eingepreist sein. Zum jetzigen Zeitpunkt wartet man eher auf Zeichen, dass die Talsohle durchschritte ist und der Ölbedarf wieder schneller wächst.
Die Aufwärtsbewegung vom Freitag war die stärkste seit Mitte September, als die saudischen Ölanlagen angegriffen wurden. Trader haben in den Morgenstunden zwar ein paar Gewinne mitgenommen, die Futures bleiben aber dennoch auf sehr hohem Niveau. Entsprechend deuten sich bei den Inlandspreisen heute Morgen zunächst weitere kräftige Preissteigerungen zu Freitag an.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 

 


1. November 2019

Rohöl/Barrel: Brent: 59.62 $      Crude (WTI): 54.29 $      Gasoil: 569.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9860    Rheinfracht:  24.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preise nochmals deutlich nachgebend – US Ölproduktion auf Rekordhoch gestiegen

Die EIA hat einen neuen Bericht zur US Rohölförderung vorgelegt, der einen Anstieg der Produktion aufweist. Unterdessen bleiben die Sorgen über das Nachfragewachstum weiterbestehen.
Die Aktivität der japanischen Industrie ist auf ein 3-Jahrestief gefallen und bereits gestern Morgen hatte der Einkaufsmanagerindex China auf eine sinkende Aktivität der Industrieleistung hingewiesen.
Die Verhandlungen zwischen USA und China in Sachen Handelsstreit könnten nun noch eingeschlafen sein, nachdem der APEC Gipfel in Chile, wo man auf einen Abschluss der Verhandlungen gehofft hatte, abgesagt wurde. Für die USA wäre der Deal die Grundlage für weitere Verhandlungen und weiterreichende wirtschaftliche Reformen im Verhältnis beider Länder.
Die Futures an ICE und NYMEX legten in den Morgenstunden zwar leicht zu und kamen somit von den späten Tagestiefs gestern zurück, aktuell geben die Preise allerdings wieder nach. Die Notierungen bleiben so unter den Niveaus von gestern Vor- und Nachmittag, sodass sich bei den Inlandspreisen weiter Abwärtspotenziale zu gestern abzeichnen.

Fundamental: neutral bis bearish     Chartanalyse: neutral