Marktinformationen

Preisentwicklung Heizöl

20. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 64.78 $  Crude (WTI): 58.68 $  Gasoil 619.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9915  Rheinfracht: 43.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Marktteilnehmer behalten geopolitische Risiken im Auge

Zur Wochenmitte hatten sich die Gemüter an den Ölbörsen etwas beruhigt, es hieß, Saudi-Arabien könne seine Produktion nach den Anschlägen innerhalb weniger Wochen wieder auf Normalniveau steigern.
Der Angriff des Militärbündnisses unter saudischer Führung, der am gestrigen Donnerstag auf angebliche militärische Ziele im Jemen geflogen wurde, dürfte die Situation nicht entspannen. Auf Nachfrageseite ist man derzeit gespannt auf die Entwicklungen von Handelsgesprächen zwischen den USA und China.
Insgesamt halten wir die fundamentale Situation heute Morgen wieder für leicht bullish, da die Zweifel hinsichtlich der Erholung der saudischen Produktion bestehen bleiben und die geopolitischen Spannungen angesichts der Angriffe der Militärallianz unter Führung Saudi-Arabiens im Jemen nicht abnehmen dürften. Nach dem Anstieg die Futures an ICE und NYMEX am Mittwoch orientieren sich diese zwar derzeit wieder leicht nach unten, allerdings von einem höheren Niveau aus. Der EUR/USD legt zwar derzeit leicht zu, bei den Inlandspreisen deutet sich heute Morgen dennoch Aufwärtspotenzial an.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral

 

 

 


19. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 63.72 $  Crude (WTI): 58.29 $  Gasoil 608.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9961  Rheinfracht: 43.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

US-Bestandsdaten und Dollar belasteten Ölfutures zur Wochenmitte leicht

Am Dienstag hatte Saudi-Arabiens Energieminister mitgeteilt, dass die Ölproduktion des Königreichs bis Ende September wieder auf das Niveau steigen werde, auf dem sie vor den Anschlägen vom Wochenende gelegen hatte.
Die Huthi-Rebellen, die sich kurz nach den Anschlägen zu diesen bekannt hatten, versicherten am Mittwoch erneut, dass sie für die Angriffe auf die saudischen Ölanlagen verantwortlich gewesen seien.
Die US-Ölbestände legten in der vergangenen Woche erneut zu. Zusammen mit dem weiterhin hohen Niveau der US-Ölproduktion deutet dies ebenfalls auf eine bislang noch entspannte Versorgungslage hin. Zudem dürfte auch die erwartete Entwicklung der Nachfrage einem starken Preisanstieg entgegenstehen, weshalb wir die fundamentale Konstellation heute vorerst weiterhin als neutral einstufen.
Nachdem die Futures an ICE und NYMEX am frühen Mittwochabend noch leicht nachgaben, die Ergebnisse des FOMC-Meetings den Dollar jedoch stützten, zeichnet sich bei den zu erwartenden Inlandspreisen heute Morgen leichtes Abwärtspotenzial ab.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 

 


18. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 64.55 $  Crude (WTI): 59.05 $  Gasoil 613.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9935  Rheinfracht: 38.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preise deutlich weicher zu Vortag – Saudische Förderung Ende September wiederhergestellt

Wie viel und wie schnell können die Saudis ihre Ölförderung nach den Attacken am Wochenende wieder steigern? Dies ist die entscheidende Frage, die sich der Markt bei der aktuellen Preisfindung zu stellen hat. Unterdessen hat die USA erste Bilder der Anlagen in Saudi-Arabien veröffentlicht, die das Ausmaß der Schäden zeigen.
Die fundamentale Konstellation stufen wir nun wieder neutral ein, nachdem Saudi-Arabien wohl deutlich schneller als erwartet seine Förderung steigern kann. Während dies bearish auf die Preise wirkt, sorgt die Unsicherheit eines Militärschlages gegen den Jemen oder den Iran und dessen Folgen für ein gestiegenes bullishes Risikoempfinden am Markt. Zudem muss abgewartet werden, ob die Saudis die Produktionskapazitäten tatsächlich so schnell wie angekündigt werden steigern können. Nachdem die Futures an ICE und NYMEX am gestrigen Nachmittag deutlich nachgaben und auch heute Morgen auf dem niedrigen Niveau bleiben, zeichnen sich bei den Inlandspreisen heute Morgen erhebliche Abwärtspotenziale an.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 


17. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 68.62 $  Crude (WTI): 62.27 $  Gasoil 643.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9916  Rheinfracht: 38.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Erneuter starker Preisanstieg zum Dienstag – Update aus Saudi Arabien erwartet

Die Ölpreise werden in den kommenden Tagen weiter sehr volatil bleiben und das Handelsinteresse sehr hoch. Der weitere Preisverlauf wird davon abhängen wie schnell die Produktion der Saudis wieder hochgefahren werden kann und wie stark die Schäden an den Anlagen sein werden.
Das vorläufige Schadensbild von der Anlage in Abqaiq lässt vermuten, dass die Reparaturarbeiten lange andauern werden. Einige Teile müssten komplett neu gebaut werden, heißt es in ersten Schadenseinschätzungen. Genaueres wird heute Dienstag in einer Mitteilung bekannt gegeben, mit der dann wohl auch ein Update zur aktuellen Fördermenge kommt.
Währenddessen gibt es aus den USA bisher kein neues Update zur Frage des Schuldigen. Sollte es zu einem Angriff auf den Iran kommen, dürfte dies die gesamte Region weiter destabilisieren und die Preise stark stützen.
Da die Notierungen an den Ölbörsen auch gestern Abend wieder anzogen, deuten sich in den Morgenstunden erneut starke Preissteigerungen bei den zu erwartenden Inlandsnotierungen an.

Fundamental: bullish        Chartanalyse: neutral

 

 


16. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 66.28 $  Crude (WTI): 59.76 $  Gasoil 622.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9885  Rheinfracht: 34.25 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Heftiger Preissprung nach Angriff auf saudische Ölanlagen

Der Anschlag auf die saudischen Ölanlagen dominiert das Marktgeschehen. Der Umfang des Produktionsausfalls ist größer als alle anderen Ausfälle, die in den letzten Jahren beobachtet worden sind. Die Reaktion an den Märkten ist entsprechend stark bullish. Die USA machen den Iran verantwortlich für den Angriff auf die Ölanlagen.
Eine Annäherung zwischen USA und Iran scheint damit vom Tisch zu sein. Sollten Saudi-Arabien und/oder die USA militärisch auf die Angriffe antworten, so dürfte dies die Preise auch in den kommenden Wochen weiter steigen lassen. US Präsident Trump hat bereits angekündigt, dass er die Freigabe von Strategischen Reserven genehmigt hat, sollte dies im Zuge der Versorgungslage notwendig sein.
Von Saudi-Arabien erwartet man heute ein Update wie stark die Schäden sind und wie lange es dauern wird, bis die Produktion wieder in vollem Umfang laufe.
Der Preissprung sorgt dafür, dass die Inlandspreise zu Freitag anziehen. Entsprechend ist heute besondere Vorsicht bei der Preisung geboten.

Fundamental: bullish        Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 


13. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 60.38 $  Crude (WTI): 55.12 $  Gasoil 577.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9896  Rheinfracht: 34.25 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures starten oberhalb der Vortagestiefs in den letzten Handelstag der Woche

Dass die IEA ihre Prognosen zum Nachfragewachstum in ihrem aktuellen Monatsreport nicht senkte, dürfte einige Marktteilnehmer überrascht haben. Dennoch konnte der Bericht keine bullishe Wirkung entfalten.
Während die Handelsstreitigkeiten und die Entwicklung der Konjunktur vor allem die Nachfrage beeinflussen, ist man am Ölmarkt nach dem gestrigen Treffen des Kontrollgremiums der OPEC+ nun auch gespannt, wie sich das Angebot weiter entwickeln wird.
Ob die OPEC+ Länder ihre Produktionskürzungen eventuell doch noch intensivieren müssen, hängt nicht zuletzt auch davon ab, wie sich die Beziehungen zwischen den USA und Iran weiterentwickeln.
Heute Morgen handeln die Ölfutures an ICE und NYMEX zunächst einmal nahezu unverändert zu den Vortagesschlusswerten. Auch der EUR/USD bleibt im Bereich der Hochs von Donnerstagabend. Bei den Inlandspreisen deutet sich aufgrund des starken Kursrutsches an den Ölbörsen im gestrigen Tagesverlauf jedoch im Vergleich zu den Erhebungen von Donnerstagvormittag immer noch deutliches Abwärtspotenzial an.

Fundamental: neutral/bearish         Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 


12. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 61.27 $  Crude (WTI): 56.26 $  Gasoil 584.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9935  Rheinfracht: 34.25 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Trump erwägt Lockerung der Iran Sanktionen – Deutliche Preisabschläge deuten sich an

Die OPEC hat die Erwartung an das Ölnachfragewachstum 2019 und 2020 in ihrem Monatsreport erwartungsgemäß nach unten korrigiert.
Der irakische Ölminister, Thamir Ghadhaban hatte am späten Abend gestern in einem Interview noch gesagt, dass weitere Kürzungen etwas seien, über das man sich Gedanken machen müsse, insbesondere wenn die USA ihre Sanktionen gegen den Iran lockern sollte.
Präsident Trump diskutiert offenbar eine Lockerung der Iran Sanktionen damit ein Treffen mit dem iranischen Präsidenten ermöglicht wird.
Sollten die USA die Sanktionen gegen den Iran tatsächlich lockern und auf den Kompromissvorschlag des Irans über ein Atomabkommen eingehen, wird das zusätzliche Öl die Gefahr einer Überversorgung im kommenden Jahr nur noch verstärken.
Marktteilnehmer werden heute vor allem auf mögliche Kommentare zu den Iran Sanktionen warten sowie auf Äußerungen vom OPEC+ Meeting. Nach der scharfen Abwärtsbewegung an ICE und NYMEX gestern Abend deuten sich heute Morgen erst einmal starke Preisnachlässe für das Inland an.

Fundamental: neutral/bearish       Chartanalyse: bearish

 

 


11. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 62.73 $  Crude (WTI): 57.76 $  Gasoil 593.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9920  Rheinfracht: 34.25 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures nach Einbruch am Vorabend wieder stabil – US Politik, EIA und API

In Sachen Iran hat die US Regierung immer wieder betont, dass man die iranischen Ölexporte auf Null drücken wird. Nun könnte es sein, dass der Ton gegenüber dem Iran aber auch Venezuela gemäßigter und die US Regierung kompromissbereiter sein wird.
Die EIA hat die Preisprognosen für Brent und WTI nach unten korrigiert. Auch erwartet man von der IEA am Donnerstag eine Korrektur des Ölnachfragewachstums 2019
Stützend wirkten sich in der Nacht allerdings die US Ölbestandsveränderungen des API aus, das bei Rohöl und Benzin starke Abbauten meldet. Trader warten auf die Zahlen des DOE am Nachmittag. Davor steht aber auch noch der OPEC Monatsreport am frühen Nachmittag auf der Agenda.
Nach dem gestrigen Auf und Ab an den Börsen hat sich der Handel in den Morgenstunden scheinbar zumindest etwas beruhigt. ICE Gasoil startet etwas fester im Vergleich zu gestern in den Tag, sodass sich bei den Inlandspreisen zumindest leichte Aufwärtsspielräume andeuten.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral

 

 


10. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 62.81 $  Crude (WTI): 58.10 $  Gasoil 592.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9921  Rheinfracht: 34.90 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Erneuter Anstieg der Ölpreise – Technisches Aufwärtspotenzial nimmt ab

Der neue Ölminister Saudi-Arabiens, Abdulaziz bin Salman, wird keinen radikalen Kurswechsel in der Ölpolitik des Landes oder der OPEC forcieren.
Als wesentliche Gefahren für die Balance am Ölmarkt identifizierte Abdulaziz den Handelsstreit zwischen USA und China. Zwar äußerte er sich nicht zu den aktuellen Kürzungen, allerdings sehen Analysten eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass Abdulaziz den Druck erhöhen wird, dass die Mitgliedsländer der OPEC+ Gruppe ihre vereinbarten Quoten besser einhalten und die Kürzungen im kommenden Jahr eventuell noch einmal intensiviert werden.
Bei der Marktlage werden die Trader nun auf die Veränderungen bei den anstehenden Monatsreports blicken.
Angesichts der angedeuteten Abwärtskorrektur des Ölnachfragewachstums durch die IEA sehen wir einen Gegenpol zu den stützenden Faktoren am Markt, weshalb wir heute Morgen nun eine fundamental nur noch leicht bullishe Haltung einnehmen. Da die Futures in den Morgenstunden allerdings zunächst deutlich fester im Vergleich zu gestern Mittag notierten, deuten sich bei den Inlandspreisen aktuell Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral bis bullish       Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 


9. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 62.11 $  Crude (WTI): 57.14 $  Gasoil 585.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9890  Rheinfracht: 36.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Saudi-Arabien tauscht Ölminister aus – Futures ziehen in den Morgenstunden an

Der Ölminister der Vereinten Arabischen Emirate hatte am Sonntag in einem Interview bekräftigt, dass die OPEC und Nicht-OPEC Länder sich weiter verpflichtet sehen den Markt in Balance zu bringen.
Unterdessen hat sich in Saudi-Arabien am Wochenende ein Wechsel im Ölministerium ergeben. Nachdem Khalid al-Falih bereits vor einer Woche als Aufsichtsratsvorsitzender des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco abgelöst wurde, kam nun auch der Austausch an der Spitze des Ölministeriums.
Der Austausch des Ministers wird als Zeichen gesehen, dass der scheidende Khalid al-Falih in Bezug auf die Ölpreise seit 2016 nicht geliefert hat. Nun wird spekuliert, dass der neue Minister das Angebot stärker verknappen und die Preise damit stützen könnte.
In den Morgenstunden ziehen die Ölpreise an ICE und NYMEX an und reagieren damit auf den Wechsel des saudischen Ölministers. Mit dem Kursanstieg wurden die Freitagshochs bereits überschritten und bei den Inlandspreisen deuten sich nun deutliche Preissteigerungen für den Wochenauftakt an.

Fundamental: neutral bis bullish        Chartanalyse: neutral

 

 


6. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 60.99 $  Crude (WTI): 56.36 $  Gasoil 578.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9871  Rheinfracht: 37.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Händler nutzten Preisanstieg nach DOE-Daten für Gewinnmitnahmen

Die erste Euphorie darüber, dass sich die USA und China offenbar darauf geeinigt haben, die nächste Runde von Handelsgesprächen Anfang Oktober durchzuführen, verflog am Donnerstag relativ schnell. Die zuletzt wieder besseren Konjunkturdaten dürften die Marktteilnehmer im Vergleich dazu mehr beeindruckt haben.
Die wöchentlichen Daten des DOE zur Produktnachfrage schienen die Sorgen über eine schwächere Nachfrageentwicklung gestern zu bestätigen. Der leichte Rückgang der US-Ölproduktion sowie die Bestandsabbauten bei Rohöl, die mehr als doppelt so stark ausfielen wie erwartet, sprechen jedoch zumindest auf kurze Sicht noch für eine eher knappe Angebotssituation.
Die längerfristige Einschätzung der Situation hängt einerseits davon ab, wie schnell die USA und China sich auf ein Handelsabkommen einigen können und andererseits davon, ob die OPEC+ Länder ihre Produktionskürzungen noch einmal intensivieren. Die Futures an ICE und NYMEX blieben heute Morgen im Bereich der Hochs von Mittwochabend. Bei den Inlandspreisen deuten sich daher noch einmal leichte Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral bis bullish        Chartanalyse: neutral

 

 


5. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 60.64 $  Crude (WTI): 56.16 $  Gasoil 577.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9836  Rheinfracht: 37.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures bleiben nach API-Daten fester

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China steht bei den Marktteilnehmern weiterhin im Fokus, da er die Erwartungen im Hinblick auf die Entwicklung der Ölnachfrage maßgeblich beeinflusst.
Welche Erwartungen die Experten hinsichtlich der Ölnachfrage haben, wird sich in der kommenden Woche zeigen. Dann werden EIA, OPEC und IEA ihre aktuellen Monatsberichte veröffentlichen.
DOE meldete in seinem letzten Ölbestandsbericht einen Anstieg der Produktion. Damit erreichte die amerikanische Rohölproduktion in den wöchentlichen Schätzungen des DOE ein neues Rekordhoch. Nachdem die US-Rohölbestände in den vergangenen zwei Wochen abnahmen, rechnet das API für die aktuelle Berichtswoche wieder mit einem leichten Anstieg. Dies belastete die Ölfutures gestern Nacht noch.
Unterdessen hat Hurrikan Dorian in Florida deutlich geringere Schäden angerichtet als auf den Bahamas und ist nun in Richtung Norden unterwegs. Die Futures an ICE und NYMEX blieben heute Morgen im Bereich der Hochs von Mittwochabend. Bei den Inlandspreisen deuten sich noch einmal leichte Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 


4. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 58.47 $  Crude (WTI): 54.20 $  Gasoil 555.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9870  Rheinfracht: 37.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Korrektur nach schwachem Dienstag – Futures im frühen Handel erholt

Hurrikan Dorian hat auf den Bahamas eine Schneise der Verwüstung hinterlassen und nimmt nun Kurs auf Florida. Der Sturm hat sich mittlerweile abgeschwächt und wurde von der höchsten Kategorie herabgestuft. Letztlich sollte sich der Einfluss des Hurrikans allerdings in Grenzen halten, solange keine Pipelines oder Raffinerien in Mitleidenschaft gezogen werden.
Das Nachfragewachstum bei Öl dürfte bei den nächsten Prognosen der Monatsreports in der kommenden Woche wohl kaum positiv überraschen. Alles in allem bleibt die fundamentale Einschätzung unterm Strich leicht bearish, während man auf die wöchentlichen US Ölbestandsdaten wartet.
Die Futures an ICE und NYMEX haben sich nach dem Monatstief gestern wieder erholt und profitieren dabei von Short-Coverings und der Erwartung von Bestandsabbauten in den USA. Der festere Euro/Dollar-Kurs gleicht einen Teil des Preisanstiegs jedoch aus, macht er das in Dollar gehandelte Öl für den Import doch etwas günstiger. Bei den Inlandspreisen deuten sich somit nur geringe Preisveränderungen am Markt an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral

 

 


3. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 58.63 $  Crude (WTI): 54.83 $  Gasoil 558.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9922  Rheinfracht: 36.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Mehr Öl aus der OPEC – Futures mit einem weichen Start in die Woche

Die OPEC hat im August offenbar mehr Öl als im Vormonat gefördert, so die Schätzungen von Reuters und Bloomberg. Ungewöhnlich ist der Anstieg aus saisonaler Sicht nicht unbedingt, denn im Sommer steigt die Nachfrage nach Öl in den arabischen Ländern in der Regel an.
Auch wenn die Verhandlungen zwischen USA und China bezüglich eines Handelsabkommens weitergehen, so glauben Marktteilnehmer nicht an eine schnelle Lösung, sodass die gegenseitigen Strafzölle das Weltwirtschaftswachstum und die Ölnachfrage ausbremsen werden.
Hurrikan Dorian könnte mit Überschwemmungen und starken Winden die Geschäftstätigkeit an der US Ostküste zudem einschränken.
Die fundamentale Marktlage ist damit in der Gesamtbetrachtung leicht bearish zu sehen, wobei Trader auch noch auf die offiziellen Monatsreports in der kommenden Woche warten. Wegen des US Feiertages gestern werden die US Ölbestandsdaten von API und DOE in dieser Woche einen Tag später als üblich veröffentlicht.

Fundamental: neutral bis bearish        Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 


2. September 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 58.99 $  Crude (WTI): 55.11 $  Gasoil 564.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9906  Rheinfracht: 36.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreise nach Korrektur vom Freitag mit weichem Wochenstart

Am gestrigen Sonntag sind die neuen Strafzölle zwischen USA und China in Kraft getreten. Zwar bestätigte Trump am Wochenende erneut, dass es aktuell bei den angekündigten persönlichen Verhandlungen zwischen den beiden Delegationen kommen wird, doch letztlich geben Marktteilnehmer den Gesprächen kaum eine Chance für einen baldigen Durchbruch.
Sturm Dorian wurde mittlerweile zu einem Hurrikan der höchsten Stufe 5 und befindet sich an der Ostküste Floridas. Das Tief wird vermutlich die Ostküste entlang nach Norden ziehen und sich dabei nur langsam abschwächen. Der Sturm dürfte aber zu Problemen bei der Versorgung an der US Ostküste sorgen. Dies kann die Ölpreise zeitweise sogar belasten.
Nach dem Kursrutsch am Freitagabend zeigen sich die Futures heute Morgen leicht erholt, liegen aber noch immer weit unterhalb der Niveaus von Freitagmittag. Unterm Strich überwiegt aber dennoch der Einfluss der nachgebenden Öl-Futures, sodass sich bei den Inlandspreisen heute Morgen noch immer deutliche Preissenkungen zu Freitag abzeichnen.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 


30. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 60.76 $    Crude (WTI): 56.27 $    Gasoil 572.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9878    Rheinfracht: 36.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures fester - Hoffnungen hinsichtlich US/China-Handelskonflikt stützen

Der Handelsstreit zwischen den USA und China nimmt weiterhin Einfluss auf die Entwicklung der Ölmärkte. Erst am gestrigen Donnerstag stützten Meldungen darüber, dass die beiden Großmächte weiterhin versuchen einen Termin für Gespräche von Angesicht zu Angesicht im September zu finden. Auch wenn die Meldungen über Gespräche die Ölbörsen am Donnerstagnachmittag stützten, bleibt der USA/China-Konflikt ein Faktor, der dauerhafte und signifikante Preisanstiege an den Ölbörsen verhindert. Obwohl die Nachfragesorgen aufgrund der starken US-Bestandsabbauten zuletzt wieder etwas zurückgingen, bleibt der Handelskonflikt zwischen den USA und China ein Faktor, der das Wirtschaftswachstum und somit auch das Ölnachfragewachstum ausbremst.
Auf der Angebotsseite steht weiterhin das Wachstum der US-Rohölförderung den Produktionskürzungen der OPEC und ihrer Partner entgegen.
Die Ölfutures blieben heute Morgen im Bereich der Hochs von Donnerstag, wohingegen der Euro/Dollar-Kurs weiter an Boden verlor. Daher deutet sich bei den Inlandspreisen aktuell leichtes Aufwärtspotenzial zum Vortag an.

Fundamental: neutral bis bullish        Chartanalyse: neutral

 

 


29. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 60.07 $    Crude (WTI): 55.48 $    Gasoil 566.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9804    Rheinfracht: 36.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Bullisher Effekt der DOE-Daten lässt bereits wieder nach

Mit den massiven Abbauten, die das DOE am Mittwoch für die US-Rohölbestände meldete, sind diese auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2018 gefallen.
Auch in Sachen Nachfrage dürften die jüngsten Daten des DOE viele Marktteilnehmer vorerst einmal etwas beruhigt haben, denn die Produktnachfrage in den USA legte in der letzten Woche zu.
Hinsichtlich der weltweiten Nachfrageentwicklung erhalten die Sorgen der Marktteilnehmer wohl schon bald wieder neue Nahrung. Schließlich werden zum 1. September gegenseitige Strafzölle der USA und Chinas in Kraft treten, sollten die beiden Großmächte nicht doch noch kurzfristig entscheiden, von diesen Maßnahmen abzusehen.
Abgesehen davon treibt auch der immer wahrscheinlicher werdende Brexit die Händler um. Auf Seiten des Angebots zeigten sich am gestrigen Mittwoch, dass die US-Rohölproduktion weiterwächst. Da die Ölfutures nach dem Anstieg von Mittwochnachmittag heute Morgen wieder leicht nachgeben, deutet sich bei den Inlandspreisen aktuell leichtes Abwärtspotenzial an.

Fundamental: neutral bis bullish        Chartanalyse: neutral

 


28. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 59.96 $    Crude (WTI): 55.53 $    Gasoil 561.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9820    Rheinfracht: 36.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreise ziehen mit bullishen API Bestandsdaten deutlich an

Sah es am Montag noch nach einer spektakulären Wende in Sachen Iran aus, so dürfte dies mit den Kommentaren Rouhanis gestern wieder vom Tisch sein. Es werde nur dann wieder Gespräche mit den USA geben, wenn diese vorab alle Sanktionen aufheben, so der iranische Präsident. Trump hatte sich bisher zwar noch nicht dazu geäußert, doch bleibt der US Präsident seiner Linie treu, dürfte ein Entgegenkommen ausgeschlossen sein.
Ohne die Aussicht auf neue Mengen aus dem Iran bleibt es bei der aktuellen Versorgungslage knapp.
Auch die US Ölbestandsdaten des API deuten auf eine knappere Verfügbarkeit hin. Kombiniert mit den Abbauten bei Destillaten und Benzin sind die Zahlen des API klar bullish zu werten.
Nachdem eine Lösung mit dem Iran erst einmal wieder vom Tisch ist und die US Ölbestandsentwicklung offenbar starke Abbauten liefert, ist die fundamentale Konstellation leicht bullish einzustufen. Bei den Inlandspreisen deuten sich aktuell deutliche Preissteigerungen zum Vortag an.

Fundamental: neutral bis bullish        Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 

 


27. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 58.93 $    Crude (WTI): 53.88 $    Gasoil 554.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9785    Rheinfracht: 35.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Handelskrieg und Iran-Verhandlungen – Futures nach volatilem Wochenstart unverändert

Tump hatte beim G7 Gipfeltreffen gestern von einem Anruf Pekings gesprochen, bei dem China darum gebeten haben soll, dass man an den Verhandlungstisch zurückkehre.
Offenbar sind China und die USA durchaus daran interessiert ein Handelsabkommen zu schließen. Die Börsenkurse an ICE und NYMEX werden immer wieder auf Nachrichten aus diesem Bereich reagieren, da der Handelskrieg zwischen USA und China einer der größten Belastungsfaktoren dafür ist.
Überraschend kommt auch Bewegung in den Iran-Konflikt. Lehnte Trump bisher ein Meeting mit dem iranischen Amtskollegen strikt ab, so sei er nun unter gewissen Vorbedingungen bereit sich mit dem iranischen Präsidenten zu treffen.
Unterdessen ist auch weiter der Tropensturm Dorian im Auge zu behalten. Dessen Kurs hat sich weiter nach Norden verlagert, sodass die Gefahr etwas gesunken ist.
Die Futures bleiben in den Morgenstunden unterhalb der Niveaus von gestern Vormittag und dem frühen Nachmittag. Unterm Strich deuten sich für das Inland leichte Preissenkungen an.

Fundamental: neutral         Chartanalyse: neutral

 


26. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 58.75 $    Crude (WTI): 53.57 $    Gasoil 554.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9750    Rheinfracht: 34.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Eskalation im Handelsstreit – Futures starten mit Verlusten in die neue Woche

Eigentlich hatte sich in den letzten Wochen die Hoffnung einer Annäherung im Handelsstreit zwischen USA und China breitgemacht.
Am Freitag eskalierte der Streit zwischen Washington und Peking aufs Neue, als China neue Zölle auf US Güter ankündigte. Trump reagierte Freitagnacht mit einer Gegenmaßnahme und hob die Zölle auf Importe aus China an.
Trump sagte im Rahmen des G7 Gipfels am Wochenende zwar, dass er über die Strafzölle nochmals nachgedacht hatte, das Weiße Haus stellte dann allerdings klar, dass Trump damit meinte, dass er bedaure die Zölle nicht stärker angehoben zu haben. Unterdessen hat sich im Atlantik ein neuer Tropensturm gebildet. Ob die Sturmformation allerdings in den Golf von Mexiko eindringt und damit eine Gefahr für die US Ölindustrie wird, ist noch nicht vorherzusagen.
Die Futures starteten in den Morgenstunden mit neuen Tiefs zu Freitag, zogen danach aber wieder an. Damit deuten sich für das heute Morgen zunächst erhebliche Preisnachlässe an.

Fundamental: neutral bis bearish        Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 


23. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 60.25 $    Crude (WTI): 55.58 $    Gasoil 565.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9854    Rheinfracht: 32.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Enttäuschende US-Daten belasteten Ölfutures vor Jackson Hole Symposium

Während der Markt auf die nächste offizielle Runde von Handelsgesprächen zwischen den USA und China wartet, stand in dieser Woche die Geldpolitik im Fokus. Vor allem das Treffen internationaler Notenbänker in Jackson Hole, Wyoming, wurde mit Spannung erwartet und könnte dem Markt kurz vor dem Wochenende neue Impulse geben.
Die Sorgen im Hinblick auf die Ölnachfrage wurden zuletzt durch den Rückgang der Produktnachfrage in den USA sowie durch enttäuschende amerikanische Industriedaten verstärkt.
Auch der Konflikt zwischen den USA und dem Iran gehört weiterhin zu den Faktoren, die einen stärkeren Preisrückgang verhindern.
Dies ändert vorerst nichts daran, dass man für das kommende Jahr wieder mit einem Überangebot rechnet. Vor allem die Entwicklung der Handelsgespräche zwischen den USA und China bleibt ein Unsicherheitsfaktor, der das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage beeinflussen dürfte.
Die Ölpreise bleiben heute Morgen deutlich unterhalb der Niveaus von Donnerstagmittag. Daher deuten sich bei den Inlandspreisen dennoch leichte Preisaufschläge an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 


22. August 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent : 60.12 $    Crude (WTI): 55.56 $    Gasoil 567.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9823    Rheinfracht: 32.50 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Ölpreise geben am Morgen nach – DOE Daten konnten Futures nicht stützen
 
Die US Rohölbestände sind laut DOE stärker als ursprünglich erwartet gesunken, wenn auch nicht so deutlich wie vom API angekündigt. Doch bei Benzin und Destillaten zeigen sich Bestandzunahmen. Die US Fahrsaison geht noch zwei Wochen und Aufbauten bei den Produkten sowie schwache Nachfragedaten sind für die Trader ein Warnsignal.
Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben wieder etwas zugenommen. Der iranische Präsident drohte: sollten die USA die Ölexporte des Iran auf null reduzieren, würden die internationalen Wasserwege nicht mehr die gleiche Sicherheit wie zuvor haben. Unterdessen schließt sich nun auch Australien mit Kriegsschiffen der US geführten Mission an der Straße von Hormus zur Sicherung der Schifffahrt an, nachdem auch Großbritannien sich schon beteiligt hat.
Die saisonale Nachfrage nach Rohöl ist in dieser Jahreszeit hoch, sodass die globalen Rohölbestände in der zweiten Jahreshälfte wohl sinken werden. Aber für 2020 wird bereits die Rückkehr der Überversorgung angenommen, die besonders im ersten Quartal umfangreich ausfallen dürfte. Dies beschneidet das Aufwärtspotenzial an den Ölbörsen.
unterm Strich deuten sich bei den Preisen aber dennoch leichte Preisnachlässe an.
 
Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral
 
 

21. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 60.37 $    Crude (WTI): 56.38 $    Gasoil 570.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9793    Rheinfracht: 33.25 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures nach bullishen API Daten in der Nacht fester

Trader haben sich zuletzt vor allem auf den Handelsstreit zwischen USA und China konzentriert. Auch wenn die Zahlen zum Ölnachfragewachstum durch die Monatsreports von EIA, IEA und OPEC zuletzt nach unten korrigiert wurden, bringt die Entwicklung etwas Hoffnung.
Vor zwei Wochen meldete das API Abbauten von -3,4 Mio. Barrel, das DOE zeigte allerdings einen Anstieg von +2,3 Mio. Barrel. Der positive Einfluss der Kommentare zum Handelsstreit zwischen USA und China dürfte eingepreist sein, so dass es hier weitere Positivmeldungen bedarf, damit dies weiter stützt. Die Zahlen des API sorgen für eine Bodenbildung und einen leicht bullishen Grundton, wegen der Abweichungen zu den DOE Zahlen der letzten Wochen werden sich Trader aber wohl noch bis zum Mittag zurückhalten.
Im Vergleich zu gestern Mittag notieren die Futures an der ICE höher, während der Euro nur minimal zulegen kann. Unterm Strich deuten sich bei den Inlandspreisen momentan somit moderate Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral bis bullish       Chartanalyse: neutral

 

 


20. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 59.83 $    Crude (WTI): 56.30 $    Gasoil 563.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9807    Rheinfracht: 35.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Optimismus im Handelsstreit stützt die Ölpreise – Futures zum Morgen fester

Trump hatte in der letzten Woche einige der neuen Strafzölle gegen China, die für den 1. September angekündigt waren, auf Mitte Dezember verschoben und andere sogar ganz gestrichen.
Der Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften hatte die Weltwirtschaft im letzten Jahr massiv belastet und diese an den Rand einer Rezession gebracht. Eine Annäherung beider Seiten ist daher ein positives Signal für die Finanzmärkte und die Ölbörsen.
Der Angriff auf ein saudisches Ölfeld vom Wochenende ist mittlerweile nur noch eine Randnotiz, denn einen Produktionsausfall konnte man hier nicht registrieren. Die geopolitische Risikoprämie hatte auch nur vorübergehend zugenommen, denn die Spannungen gibt es schon länger, und ohne Auswirkungen auf die Förderung bleibt ein nachhaltig bullisher Einfluss aus.
Die Ölpreise an der ICE starten heute Morgen fester im Vergleich zu gestern Nachmittag in den Tag, während der Euro/Dollar-Kurs unverändert blieb. Damit deuten sich bei den Inlandspreisen heute Morgen moderate Preissteigerungen zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bullish         Chartanalyse: neutral bis bullish

 


19. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 59.32 $    Crude (WTI): 55.41 $    Gasoil 563.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9795    Rheinfracht: 37.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Anschlag auf saudisches Ölfeld – Preise ziehen zum Handelsauftakt an

Das die wirtschaftlich schwierige Konstellation die Ölpreise nicht gerade stützt, dürfte hinlänglich bekannt sein. Nachdem die EIA und IEA bereits zuvor ihre Erwartungen für das Ölnachfragewachstum nach unten korrigierten, folgte am Freitag auch die OPEC. Die Prognose für die Entwicklung 2020 wurde zwar unverändert belassen, in 2019 rechnet man nun aber mit einer niedrigeren Ölnachfrage.
Das Kartell sieht mit dem Brexit und dem noch immer nicht gelösten Handelsstreit zwischen USA und China sogar noch weitere Risiken für die Ölnachfrageentwicklung im kommenden Jahr.
In Saudi-Arabien haben unterdessen Kämpfer der Houthis Jemen das Shaybah Ölfeld, eines der größten Saudi-Arabiens angegriffen. Durch den Drohnenangriff soll es zu einem Feuer gekommen sein, die Ölproduktion sei aber nicht betroffen heisst es. Die Houthis könnten, wieder vermehrt Angriffe auf vornehmen.
Die Ölpreise quittieren die Meldung aus Saudi-Arabien mit einem Preisanstieg am frühen Morgen. Bei den Inlandspreisen deuten sich zu Freitagnachmittag entsprechend leichte Anpassungen nach oben an.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral

 

 


16. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 59.05 $    Crude (WTI): 55.33 $    Gasoil 563.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9788    Rheinfracht: 37.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures und Inlandspreise kurz vor dem Wochenende kaum verändert

Trader bleiben weiter verunsichert ob der globalen Wirtschaftsentwicklung und deren Einfluss auf die Ölnachfrage.Saudi-Arabien hatte zudem angekündigt alles zu unternehmen, damit der Ölmarkt im kommenden Jahr ausbalanciert ist. Dies deutet auf weitere Produktionskürzungen hin, bei denen sich die übrigen Länder der OPEC+ Gemeinschaft bislang allerdings zurückhalten. Nach den jüngsten Monatsreports von EIA und IEA ist allerdings klar, dass die aktuellen Maßnahmen der der OPEC+ nicht ausreichen werden, um eine Überversorgung in 2020 zu vermeiden.
Unterdessen ist der iranische Öltanker "Grace I" wieder freigekommen, nachdem ein US Antrag auf Beschlagnahmung beim obersten Gericht in Gibraltar scheiterte. Dies könnte die Spannungen zwischen Großbritannien und Iran abbauen und die Freilassung der "Stena Impero" durch den Iran ermöglichen. Die Futures können sich am Morgen leicht erholen und kommen von den gestrigen Tiefs etwas zurück. Mit der leichten Aufwärtsbewegung und dem weiter schwachen Euro/Dollar-Kurs deuten sich bei den Inlandspreisen Heute nur kleinere Preisveränderungen an.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral

 

 


15. August 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent : 59.26 $    Crude (WTI): 55.13 $    Gasoil 568.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9735    Rheinfracht: 37.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Rezessionsängste lassen Ölpreise fallen – WTI mit technischem Verkaufssignal
 
Hatte die Verschiebung der Strafzölle gegen China die Ölpreise am Dienstag noch kräftig gestützt, so bleibt die Angst vor einem schwachen Wirtschaftswachstum und der damit verbundenen Sorge eines schwächeren Ölnachfragewachstums allgegenwärtig. Das deutsche BIP sank im zweiten Quartal und die Industrieproduktionen der Eurozone nahmen in diesem Zeitraum ebenfalls stark ab.
Auch in China läuft es nicht rund. Industrieproduktionen und Einzelhandelsumsätze blieben im Juli deutlich hinter den Vormonatswerten zurück. China macht einen Großteil des globalen Ölnachfragewachstums aus, sodass die schwachen Zahlen von dort ebenso, wie die Daten aus Deutschland, als Warnsignal gesehen werden, die auf eine Rezession in den Industrieländern hindeutet.
In der zweiten Jahreshälfte 2019 wird die Versorgungslage wieder etwas knapper eingeschätzt. So lange die Rezessionsängste aber bestehen bleiben und eine Eskalation mit Iran oder andere unerwartete Vorkommnisse auf Angebotsseite ausbleiben, ist eine längere Preisrallye auf absehbare Zeit auszuschließen. Trader werden sich mit spekulativen Long-Positionen zurückhalten, da man für 2020 – insbesondere für die erste Jahreshälfte - eine starke Überversorgung annimmt.
Für Heute deuten sich bei den Preisen Abwärtspotenziale an.
 
Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 
 

14. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 60.63 $    Crude (WTI): 56.32 $    Gasoil 575.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9764    Rheinfracht: 38.25 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Bearishe API Zahlen sorgen für Gewinnmitnahmen nach Rallye

Die Ölnachfrage und deren Entwicklung ist für den Markt in den letzten Monaten von zentraler Bedeutung gewesen. Vor allem der Handelsstreit mit China belastet die Wachstumsaussichten.
Es wird von Tag zu Tag schwieriger vorherzusehen, was Präsident Trump tun wird, außer zu sagen, dass er seine eigenen Interessen verfolgt. Trump hat sich in der Vergangenheit als unberechenbar erwiesen und wird dies vermutlich auch weiter bleiben. Gerade im Handelsstreit gab es immer mal einen Schritt nach vorne, dann aber wieder zwei zurück.
Unterdessen warten Trader heute auch auf die neuen US Ölbestandsdaten des DOE, die um 16:30 Uhr veröffentlicht werden.
Nach der gestrigen Rallye an den Ölbörsen kamen die Futures in den Morgenstunden von ihren Hochs aus der Nacht zurück. Da die Futures an der Börse aber weit über den Preisen von gestern Nachmittag bleiben, deuten sich bei den Inlandspreisen für heute Morgen aktuell starke Anhebungen zu den Erhebungen des Vortages an.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral

 

 


13. August 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent : 58.35 $    Crude (WTI): 54.77 $    Gasoil 557.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9714    Rheinfracht: 38.25 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Bullishe Charttechnik verliert an Einfluss – Futures am Morgen unverändert
 
Die Saudis hatten in der letzten Woche angekündigt, dass man alle Optionen prüfen werde, um einen weiteren Preisverfall an den Ölbörsen zu vermeiden. Die Sorge des größten OPEC Ölproduzenten ist der US Handelsstreit mit China, der in Verbindung mit den ohnehin schon schwachen Konjunkturindikatoren die globale Wirtschaft zusätzlich belastet und für eine schwache Ölnachfrage sorgt.
Auch wenn die Berichte von Baker Hughes auf eine sinkende Aktivität der US Unternehmen bei der Ölsuche hinweisen, so bestätigt der neue Bericht der EIA zur Schieferölförderung, dass die Branche weiter schnell wächst. Angesichts dessen und mit der Unsicherheit die der Handelsstreit zwischen USA und China mit sich bringt, dürfte die OPEC im kommenden Jahr tatsächlich noch einmal zum Handeln gezwungen sein, will man in der ersten Jahreshälfte ein deutliches Überangebot vermeiden.
Bei den US Ölbestandsdaten in dieser Woche erwarten die Experten unterdessen erneut Abbauten. Die Zahlen des API werden morgen bekannt gegeben. Die Daten des DOE folgen dann am Mittwoch.
Unterm Strich deuten sich für heute leichte Preissteigerungen zum Vortag an.
 
Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral
 
 

12. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 58.41 $    Crude (WTI): 54.32 $    Gasoil 554.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9722    Rheinfracht: 38.60 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Saudis Kürzungen setzen sich gegen Handelskrieg durch – Futures nach Rallye fester

Nachdem die EIA die Ölnachfrageprognosen für 2019 und 2020 bereits nach unten korrigiert hatte, sieht die IEA die Lage ganz ähnlich. Allerdings wies man auch auf das sich abschwächende Produktionswachstum der Nicht-OPEC Länder hin, das in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres hinter den bisherigen Erwartungen zurückbleiben wird.
Der IEA Monatsreport ist daher kurzfristig stützend, langfristig aber eher bearish zu sehen. Vor allem die Ankündigung der Saudis, die jetzt schon deutlich weniger als vereinbart produzieren, gibt den Futures an ICE und NYMEX Rückenwind.
Hatte die Aussicht auf eine knappere Versorgungslage in der zweiten Jahreshälfte und zusätzliche Kürzungen der Saudis die Ölpreise Ende letzter Woche noch gestützt, so dämpft die Möglichkeit eines Abbruchs der Verhandlungen im Handelsstreit heute Morgen. Die Futures starten daher unterhalb der Freitagshochs aber höher als am Freitagmittag in die neue Woche. Bei den Inlandspreisen deuten sich damit für heute Morgen klare Preisanhebungen an.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral bis bullish

 


09. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 57.30 $    Crude (WTI): 52.51 $    Gasoil 543.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9740    Rheinfracht: 38.60 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Saudi-Arabien kürzt Ölexporte im September – Libyens Ölproduktion steigt

Nachdem Informanten angekündigt hatten, dass Saudi-Arabien alle Optionen prüfe um die Ölpreise nach den letzten Abwärtsbewegungen wieder zu stabilisieren, wird das Land die Exporte nun offenbar reduzieren. Im September will man die Ausfuhren kürzen und damit weniger Öl liefern als man eingeplant hatte.
Eine Kürzung der Ölexporte und der Ölförderung sind natürlich die offensichtlichsten Maßnahmen, doch ob sich auch die übrigen Partner der OPEC+ Gruppe daran beteiligen bleibt abzuwarten.
Saudi-Arabien und die OPEC können zwar die Förderung und Ölexporte reduzieren, die Ursache der bearishen Marktstimmung - das schwache Wirtschaftswachstum und den Handelskonflikt zwischen USA und China - kann man damit allerdings nicht beheben.
Unterdessen wird Libyen die Förderung und Ölexporte nun wieder steigern können.
Letztlich bleibt die fundamentale Konstellation für uns heute Morgen weiter neutral. In den Morgenstunden gaben die Ölpreise nach und kommen von den späten Hochs gestern zurück. Damit deuten sich bei den Inlandspreisen nur kleine Anpassungen an.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 


08. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 57.81 $    Crude (WTI): 52.70 $    Gasoil 544.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9752    Rheinfracht: 39.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Inlandspreise fallen auf 7-Monatstief – OPEC will Preisverfall aufhalten

Seit Dienstag befindet sich Brent wieder in einem Bärenmarkt. In einer Zeit, in der sich das globale Wirtschaftswachstum abschwächt, schadet der Handelskonflikt zwischen USA und China massiv und sorgt für immer neue Abwärtskorrekturen bei den Nachfrageprognosen.
Die EIA hatte in ihrem Monatsreport das Ölnachfragewachstum 2019 zum siebten Mal in Folge nach unten angepasst.
Die jüngste Preisentwicklung erhöht den Druck auf die OPEC+ Gruppe, deren momentane Produktionskürzungen ganz offenbar nicht ausreichen, um den Markt zu stabilisieren.
Die Inlandsnotierungen des RPI Regio-Preis-Index hatten gestern ein neues 7-Monatstief erreicht. Mit den Berichten über eine mögliche Intervention der Saudis oder der OPEC als Ganzes, haben die Ölpreise an ICE und NYMEX in der Nacht wieder etwas zugelegt, sodass die Notierungen heute Morgen deutlich über den Vortagestiefs starten. Da die Preise aber noch immer unterhalb der Niveaus von gestern Mittag liegen, deuten sich damit dennoch Preisnachlässe im Vergleich zu den gestrigen Erhebungen an.

Fundamental: neutral         Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 


07. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 58.98 $    Crude (WTI): 53.64 $    Gasoil 555.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9766    Rheinfracht: 39.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preise fallen in einen Bärenmarkt – Globales Ölnachfragewachstum erneut nach unten korrigiert

Die Preise an ICE und NYMEX sind seit den Jahreshochs Ende April wieder unter Druck gekommen und haben deutlich an Boden verloren. Auch wenn die geopolitischen Spannungen mit dem Iran in dieser Zeit zugenommen haben, so fokussiert sich der Markt auf die Aspekte der Nachfrage, die immer schwächer gesehen wird.
Auch für 2020 fällt die Nachfrageprognose schwächer als bisher aus, sodass die Überversorgung im kommenden Jahr höher als erwartet sein wird. Entsprechend dieser Konstellation hat die EIA auch die Preisprognosen für das laufende und die kommenden Quartale nach unten korrigiert.
Bei den vom API gemeldeten US Ölbestandsdaten zeichnet sich eine leicht stützende Wirkung ab, da die US Rohölvorräte sowie die Benzinbestände gefallen sind.
Nachdem Brent gestern wieder in einen Bärenmarkt gefallen ist, erholen sich die Futures in den Morgenstunden leicht, bleiben aber deutlich unter den Niveaus von gestern Mittag. Daher deuten sich bei den Inlandspreisen starke Preisnachlässe zu gestern an.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral

 

 


06. August 2019

Rohöl/Barrel: Brent : 60.43 $    Crude (WTI): 55.25 $    Gasoil 566.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9747    Rheinfracht: 40.00 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Handelsstreit und Devisenhandel sorgen für Volatilität – Futures kommen von Tiefs zurück

Der Handelsstreit zwischen USA und China ist voll im Gange und weitet sich auf immer neue Bereiche aus. Die Kursbewegungen im Devisenhandel sind Teil des Handelskrieges. Es ist eine starke Aussage in Richtung USA, die besagt: Wenn sie spielen möchten, könnten wir auch anders spielen. Das nimmt dem Markt jede Hoffnung, eine schnelle Lösung für den Handelsstreit zu finden. Die Eskalation des Handels zwischen den USA und China wirkt sich ebenfalls negativ auf die Aussichten für die Ölnachfrage aus.
Andere Faktoren am Markt werden von dem Handelsstreit und den potenziellen Auswirkungen auf die Balance am Ölmarkt dominiert. Trader werden aber auch noch auf die wöchentlichen US Ölbestandsdaten achten. Am Abend steht auch noch der EIA Monatsreport an, der ein Update für die Marktentwicklung liefern wird.
Die Futures an ICE und NYMEX ziehen in den Morgenstunden an und präsentieren sich volatil. Für die Inlandspreise deuten sich damit aktuell Abwärtspotenziale zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bearish        Chartanalyse: neutral

 


05. August 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent : 61.01 $    Crude (WTI): 54.94 $    Gasoil 570.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9784    Rheinfracht: 40.60 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Nachfragesorgen bleiben dominierend – Inlandspreise zum Wochenauftakt schwächer
 
Die Aktion des Iran (Festsetzung eines weiteren, kleinen Öltankers in der Straße von Hormus), die bereits am Mittwoch letzte Woche stattgefunden haben soll, schafft es nicht den Fokus auf sich zu ziehen. Marktteilnehmer konzentrieren sich bei der Einschätzung der Marktentwicklung vielmehr weiter auf die Nachfragesorgen. Und hier sieht es mit der Ankündigung der neuen US Zölle zum ersten September auf alle chinesischen Produkte nicht gerade positiv aus. Investoren sind eher besorgt über die Möglichkeit, dass sich die Situation zwischen den USA und China verschlechtern wird. Die Ölpreise könnten noch viel weiter sinken, wenn die zusätzlichen Zölle für China eingeführt würden und die Fed die Zinsen nicht noch einmal senken würde.
Wegen der schwachen Wirtschaftsleistung und dem enttäuschenden Ölnachfragewachstum, bleibt der Handelsstreit ein entscheidender Faktor, der die Preise an den Börsen belastet. Das Ölangebot wird in der zweiten Jahreshälfte 2019 und im Jahr 2020 weiter deutlich zulegen, sodass sich für jedes einzelne Quartal in 2020 eine Überversorgung ergeben werde.
Somit deuten sich bei den Preisen heute Morgen Abwärtspotenziale an.
 
Fundamental: neutral bis bearish       Chartanalyse: neutral
 
 
 

02. August 2019
 
Rohöl/Barrel: Brent : 61.91 $    Crude (WTI): 54.98 $    Gasoil 576.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9884    Rheinfracht: 40.60 CHF/to    Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Preiseinbruch nach Trump-Tweet – Stärkster Kursverlust seit 2015
 
Die US Fed senkt die Zinsen, der Iran setzt Öltanker bei der Durchfahrt der Straße von Hormus fest, die USA sanktionieren den Iran so stark wie noch nie, in Libyen fällt die Produktion am größten Ölfeld aus, die US Ölförderung blieb im Mai hinter den Erwartungen zurück, die US Rohölbestände fallen in der siebten Woche in Folge, während die OPEC+ Gruppe die Ölförderung seit Jahresbeginn deutlich einschränkt.
Diese Kombination an bullishen Faktoren hätte die Ölpreise in den letzten Jahren massiv gestützt.
Diese wiederum wird durch die zunehmenden Spannungen bei den internationalen Handelsbeziehungen belastet, zu denen der Brexit, vor allem aber der Handelskrieg zwischen USA und China zählen. Und bei letzterem hat Trump am späten Abend per Twitter nachgelegt und eine neue Runde von Strafzöllen ab 1. September angekündigt.
Trump lässt zwar eine Verhandlungstüre offen, kündigte zeitgleich aber auch an, dass die Zölle künftig auf "deutlich über 25%" steigen könnten. Damit bricht Trump den bisher den Waffenstillstand, den man zuletzt zwischen beiden Seiten hatte. Statt der erwarteten Annäherung scheint sich die Sanktionsspirale weiter zu drehen.
Für Heute deuten sich bei den Preisen erhebliche Preisnachlässe an.
 
Fundamental: neutral bis bearish        Chartanalyse: neutral bis bearish