AVIA Vereinigung Schweiz

18. Januar 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 61.79 $   Crude (WTI): 52.62 $   Gasoil 570.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9940   Rheinfracht: 34.45 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Späte Rallye sorgt für feste Inlandspreise – OPEC tut sich mit Marktbalance schwer

 

Die OPEC hat ihre Ölproduktion im Dezember bereits schneller und stärker als von den Marktteilnehmern angenommen reduziert. Vor allem Saudi-Arabien hat seinen Worten Taten folgen lassen. Die Steigerungen der zweiten Jahreshälfte 2018 wurde entschlossen zurückgeführt und damit die Grundlage dafür gelegt, dass die vereinbarten Produktionskürzungen im Januar eingehalten werden können.

Viele Marktteilnehmer fokussieren sich bei dem OPEC Report auf diese Zahlen, die durchaus bullish zu interpretieren sind. Doch der Bericht ist für den langfristigen Ausblick eher bearish einzustufen.

Die OPEC tut sich damit also weiter schwer den Markt in Balance zu bringen, was auch dem Fazit des EIA Monatsreports entspricht.

Kurzfristig ziehen die Ölpreise dennoch an, da Marktteilnehmer vor allem auf die umfangreiche Kürzung im Dezember hinweisen, mit denen die Vereinbarungen aus dem OPEC+ Abkommen im Dezember bereits mehr als erfüllt wurden.

Für Heute deuten sich erneut moderate Preissteigerungen an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

17. Januar 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 61.04 $   Crude (WTI): 52.02 $   Gasoil 568.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9909   Rheinfracht: 34.45 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise trotz bearisher DOE Zahlen fester – Russland beschleunigt Kürzungen

 

In den USA sind die Benzinbestände laut DOE Daten in der vergangenen Woche gestiegen. Dies ist das höchste Niveau seit Februar 2017. Die Bestände in den USA, insbesondere bei den Produkten, legten in den letzten Wochen deutlich zu und signalisieren eine sehr gute Versorgungslage, während die US Rekordproduktion bei Rohöl die Versorgungssicherheit weiter erhöht.

Die Exportkürzungen der Saudis in Richtung USA haben zugenommen und zeigen bereits ihre Wirkung. Die Kürzungen der OPEC haben insgesamt jedoch noch nicht ihre volle Wirkung entfaltet, da es immer einige Wochen dauert bis sich die niedrigere Förderung auch bei den Exporten bzw. Importen zeigt.

Für die Balance in 2019 wird entscheidend sein, ob die OPEC+ Gruppe so viel Rohöl vom Markt nehmen wird, um das zusätzliche Produktionswachstum der US Schieferölindustrie und anderer Länder, wie beispielsweise Kanada und Brasilien, zu kompensieren.

Nach dem Preisrutsch im Dezember und der Gegenbewegung nach Jahreswechsel, scheint sich nun eine Konstellation bilden zu können, in der die Ölpreise erst einmal in eine Seitwärtskonsolidierung übergehen könnten. Für heute ergeben sich damit aktuell moderate Preisanstiege zu gestern.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

16. Januar 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 60.70 $ Crude (WTI): 52.13 $ Gasoil 563.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9886 Rheinfracht: 34.45 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

EIA sieht dauerhafte Überversorgung

 

Die EIA hat mit ihrem Monatsreport von gestern Abend eine erste Einschätzung für die weitere Entwicklung am Ölmarkt abgegeben. Die Erwartungen der Experten sind beeindruckend, denn diese rechnen damit, dass die Überversorgung nach 2018 auch in 2019 und 2020 Bestand haben wird.

Die US Ölförderung wird weiter schneller wachsen als der US Ölverbrauch und die Nicht-OPEC Länder werden insgesamt mehr zusätzliches Öl fördern, als die globale Nachfrage zulegt. Für das erste Quartal 2019 rechnet man mit einem deutlichen Preisnachlass im Vergleich zum vierten Quartal 2018.

Die Ablehnung des Brexit Vertrages durch das britische Parlament gestern sorgt für Unsicherheit, wenngleich der Einfluss gering war, schließlich hatte sich dies zuvor bereits abgezeichnet.

Heute Morgen ziehen die Ölpreise an der ICE leicht an und handeln bereits im Bereich der gestrigen Tageshochs. Da der Euro/Dollar mit der Ablehnung des Brexit-Vertrages gestern Abend nochmal nachgab, deuten sich für die Inlandsreise heute Morgen aktuell Aufwärtspotenziale an.

 

Fundamental; neutral                 Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

15. Januar 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 59.84 $ Crude (WTI): 51.25 $ Gasoil 562.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9814 Rheinfracht: 34.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technisches Abwärtspotenzial im Aufwärtstrend ausgereizt

 

Auf Angebotsseite stehen noch immer die Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe im Fokus, die einer Überversorgung vermutlich entgegenwirken werden. Mittelfristig sind aber auch die US Sanktionen gegen den Iran wieder ein Thema.

Kurzfristig wartet man nun aber erst einmal auf den neuen Monatsbericht der EIA, der heute Abend bekanntgegeben wird und auf unseren Seiten morgen früh zur Verfügung stehen wird. Mit Blick auf die aktuell strikte Umsetzung der OPEC Produktionskürzungen und der angekündigten Nichtverlängerung der Sanktionsausnahmen der USA, bleibt die fundamentale Einschätzung kurz- bis mittelfristig leicht bullish und spricht gegen starke Abwärtsbewegungen. Großen Einfluss kann heute auch die Abstimmung des britischen Parlaments über den Brexit Vertrag haben, der vermutlich abgelehnt wird. Nach den Gewinnmitnahmen an den Ölbörsen im späten Handel gestern, ziehen die Notierungen an ICE und NYMEX heute Morgen leicht an. Der Euro/Dollar-Kurs bleibt etwas fester, sodass sich für die Inlandspreise heute Morgen insgesamt leichte Preissenkungen zu gestern andeuten.

 

Fundamental; neutral bis bullish             Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

14. Januar 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 59.77 $ Crude (WTI): 50.98 $ Gasoil 561.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9832 Rheinfracht: 38.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technische Gewinnmitnahmen – Analysten sehen akzeptables Preisniveau erreicht

 

An den Ölbörsen in London und New York hatte sich in den letzten Wochen ein Aufwärtstrend etabliert, mit dem sich in der letzten Woche ein "Bullenmarkt" gebildet hatte. Der Preiseinbruch, der Ende Dezember zu neuen Jahrestiefs geführt hatte, wurde als übertrieben eingeschätzt und mit den Produktionskürzungen der OPEC hat sich der Markt schließlich gedreht.

Mit Fortschritten im Handelsstreit zwischen USA und China steigen zudem die Hoffnungen, dass die globale Wirtschaft weniger stark wie befürchtet ausgebremst wird. Dennoch rechnet man generell mit einem langsameren Nachfragewachstum als in 2018, während die US Schieferölproduktion weiter stark steigend erwartet wird.

Aktuell wird der Markt 2019 wohl in etwa ausbalanciert gesehen und mit der jüngsten Rallye haben sich die Preise wieder ein Stück weit normalisiert. Aktuell geben die Futures an ICE und NYMEX nach. Die Freitagstiefs wurden bereits unterschritten, sodass sich bei den Inlandspreisen für heute Morgen starke Preisnachlässe zu Freitag andeuten.

 

Fundamental; neutral                 Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

11. Januar 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 61.54 $ Crude (WTI): 52.58 $ Gasoil 572.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9835 Rheinfracht: 38.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Längste Preisrallye seit 9 Jahren – Analysten sehen Korrektur als gerechtfertigt an

 

Die Preisrallye, die sich seit dem Jahreswechsel ergeben hat, ist bei WTI bereits die längste seit Januar 2010. Mit dem Aufwärtstrend hatte sich am Mittwoch ein sogenannter Bullenmarkt gebildet, was als eine Preissteigerung von über 20% nach einem Tief definiert ist. Die OPEC setzt ihre Kürzungen um und Saudi-Arabien hat mit seinen Ankündigungen weiterer umfangreicher Exportkürzungen in den letzten Tagen keinen Zweifel aufkommen lassen, dass man eine Überversorgung entschlossen bekämpfen wird.

Mit dem Versuch einer Lösung im Handelsstreit zwischen USA und China hat sich auch bei der Erwartung des Wirtschaftswachstums und der Ölnachfrage wieder leichter Optimismus breit gemacht.

Kommende Woche werden die neuen Monatsreports veröffentlicht. Kurzfristig scheint die Marktlage nicht auf eine Überversorgung hinauszulaufen.

In den kommenden Wochen und Monaten ist die Nachfrageentwicklung genau zu beobachten. ICE Gasoil notiert weiter deutlich über den Niveaus von gestern Nachmittag. So deuten sich bei den Inlandspreisen für den Morgen aktuell weitere Preissteigerungen an.

 

Fundamental; neutral bis bullish             Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

10. Januar 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 60.77 $ Crude (WTI): 51.71 $ Gasoil 564.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9733 Rheinfracht: 38.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Fed und Saudis lassen Preise steigen – Börse wieder ein Bullenmarkt

 

Saudi-Arabiens Ölminister hatte gestern Abend deutliche Exportkürzungen zum Jahresbeginn 2019 bestätigt.

Was der Ölminister damit allerdings klar zum Ausdruck gebracht hat, dass die Saudis keine Anstrengungen zu scheuen scheinen, um ein Überangebot zu verhindern. Darüber hinaus gibt es auch von der Fed positive Signale. Hinzu kommen noch die positiven Entwicklungen im Handelsstreit zwischen USA und China. Zwar gibt es noch keine Lösung oder einen Deal, aber immerhin sind beide in einen intensiven Dialog getreten und China wird mit zusätzlichen Importen aus den USA versuchen das Handelsdefizit zu verringern. An den Ölbörsen hat sich somit auch ein Aufwärtstrend entwickelt.

Nach dem starken Preisanstieg in den späten Handelsstunden gestern Abend, kommen die Ölfutures in den Morgenstunden nun wieder leicht von ihren Höchstständen zurück. Dennoch bleiben die Notierungen deutlich über den Werten von gestern Nachmittag, sodass sich bei den Inlandspreisen für heute Vormittag zunächst weitere Preissteigerungen andeuten.

 

Fundamental; neutral bis bullish             Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

09. Januar 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 59.34 $ Crude (WTI): 50.37 $ Gasoil 554.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9813 Rheinfracht: 38.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisanstieg in der Nacht – Positive Signale aus China stützen

 

Mit dem Preisrutsch zu Heilig Abend wurde Ende Dezember vorläufig ein Tief bei den Rohölpreisen erreicht. Seitdem hat sich ein Boden gebildet und ein bisher noch kurzfristiger Aufwärtstrend entwickelt. Die Produktionskürzung der OPEC+ Gruppe sowie die geplanten zusätzlichen Exportkürzungen von Saudi-Arabien haben das Stimmungsbild an den Börsen leicht bullish werden lassen.

Im Fokus in dieser Woche auch der Handelsstreit zwischen USA und China. Die Verlängerung der Verhandlungen in Peking auf einen ungeplanten dritten Tag wird als positives Signal gesehen. Die Vermeidung einer Zuspitzung und eventuell sogar der Abbau der Handelsbarrieren hätten einen positiven Effekt auf das erwartete Wirtschaftswachstum und damit auch auf die Ölnachfrage.

In der Nacht reagierten die asiatischen Aktienmärkte positiv auf die neue Entwicklung. Auch die Ölfutures an ICE und NYMEX reagierten auf die Entwicklung und folgten den Aktienmärkten nach oben. Dabei haben die Notierungen ihre Vortageshochs bereits geknackt, sodass sich bei den Inlandspreisen erhebliche Aufwärtspotenziale ergeben.

 

Fundamental; bullish                  Chartanalyse; bullish

 

 

 

 

 

08. Januar 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 57.23 $ Crude (WTI): 48.47 $ Gasoil 537.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9805 Rheinfracht: 38.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Späte Gewinnmitnahmen sorgen für Abwärtspotenzial im Inland

 

Die Produktionskürzung der OPEC und auch die angekündigte Kürzung der Exporte der Saudis ist ein Signal an den Markt, dass das Kartell das Ölangebot zum neuen Jahr wieder aktiv managen und reduzieren will. Die Strategie der Produktionskürzung ist für die OPEC allemal rentabler als sich auf einen Produktionswettbewerb mit der US Schieferölindustrie einzulassen. Es ist also davon auszugehen, dass die OPEC+ Gruppe die Kürzungen auch wie angekündigt durchziehen wird.

Letztlich bleibt noch immer die Unsicherheit, ob die Kürzungen der OPEC ausreichend sein werden, damit der erwartete Nachfragerückgang aufgefangen und kompensiert werden kann.

Nach den Preissteigerungen von gestern überwogen in der Nacht erst einmal die Gewinnmitnahmen, sodass die Futures an der ICE unter den Vortageswerten starten. Der Euro/Dollar-Kurs gibt zwar auch leicht nach, die Gewinnmitnahmen an ICE wiegen allerdings schwerer. Für die Inlandspreise bedeutet dies unterm Strich einen moderaten Preisnachlass im Vergleich zu den Niveaus vom Vortag.

 

Fundamental; neutral bis bullish             Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

07. Januar 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 57.93 $ Crude (WTI): 48.78 $ Gasoil 540.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9843 Rheinfracht: 42.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures zum Wochenstart fester – Analysten sehen Aufwärtspotenziale

 

Die bearishe Stimmung an den Ölbörsen hat sich zum Jahreswechsel gewandelt und wird nun vermehrt als bullish beschrieben. Besonderen Anteil an dieser Entwicklung dürfte die Produktionskürzung der OPEC sein, die sich nach vorläufigen Schätzungen wohl an die Kürzungen halten wird.

Saudi-Arabien hatte seine Produktion im Dezember massiv reduziert und für Januar weitere umfangreiche Kürzungen bestätigt. Zudem hat man die Preisniveaus für Rohöllieferungen im Februar nach Asien und in die USA angehoben. Rückenwind bekommen die Finanzmärkte und damit auch die Ölpreise momentan von den Gesprächen zum Handelsstreit zwischen China und den USA. Die Futures an ICE und NYMEX werden von diesem Umstand ebenfalls gestützt, da man bei positiven Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum auch positive Effekte auf die Ölnachfrage erwartet. In den Morgenstunden ziehen die Futures an ICE und NYMEX weiter leicht an. Unterm Strich deuten sich zu Freitag allerdings dennoch moderarte Preissteigerungen im Inland an.

 

Fundamental; neutral bis bullish             Chartanalyse; neutral bis bullish