AVIA Vereinigung Schweiz

16. November 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 67.24 $ Crude (WTI): 56.89 $ Gasoil 638.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0057 Rheinfracht: 190.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Konsolidierung im Abwärtstrend – Erste technische Kaufsignale

 

Die Versorgungslage wird insgesamt als sehr komfortabel angesehen und dürfte auch für das kommende Jahr eine Überversorgung generieren. In der Zwischenzeit scheint sich innerhalb der OPEC jedoch eine klare Tendenz zu ergeben, um diesen Effekt mit einer Produktionskürzung entgegen zu wirken.

Der Markt befindet sich daher nun in einem Spannungsfeld aus einer Überversorgung auf der einen Seite und einer erwarteten Produktionskürzung der OPEC auf der anderen Seite. Wie stark und effektiv die OPEC bei ihrem Meeting in drei Wochen das Angebot tatsächlich reduziert, wird sich zeigen.

Im Inland ist die Konstellation generell weiter angespannt. Vor allem in den Regionen Westen, Rhein-Main, Süd Westen und Süden reduzierten sich die Aufschläge, aber auch im Norden haben diese sich mittlerweile reduziert.

ICE Gasoil notiert in den Morgenstunden in etwa auf dem Niveau von gestern Nachmittag. Dies reduziert die in Dollar gehandelten Ölimporte, sodass sich bei den Inlandspreisen aktuell leichte Nachlässe andeuten.

 

Fundamental; neutral    Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

15. November 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 66.18 $ Crude (WTI): 56.19 $ Gasoil 641.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0056 Rheinfracht: 190.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Short-Coverings bremsen Kursrutsch – API Bestandsdaten halten den Druck aufrecht

 

Der Markt steuert auf eine Überversorgung zu, nachdem mehrere Komponenten zusammengekommen sind. Schwächere Nachfrageprognosen, steigende Förderung der OPEC und Nicht-OPEC Länder sowie die Aufweichung der US Sanktionen gegen den Iran werden als Hauptgründe für die Konstellation genannt.

EIA, IEA und OPEC sind sich bei ihrer Einschätzung für die Versorgungslage im kommenden Jahr einig und erwarten ein klares Überangebot. Eine Intervention des Kartells und der kooperierenden Nicht-OPEC Länder, wie beispielsweise Russland, gilt für den 6. Dezember als wahrscheinlich.

Entscheidend für die kommenden drei Wochen vor diesem Meeting wird nun sein, um wie viel die OPEC ihre Produktion kürzen wird. Bei den Inlandpreisniveaus kamen die starken Preissenkungen der letzten Wochen nur begrenzt an, denn hier hatten sich wegen der knappen Versorgungslage massive Preisaufschläge ergeben. Mit dem Preisanstieg bei Gasoil von gestern und dem schwächeren Euro/Dollar-Kurs, deuten sich bei den zu erwartenden Inlandspreisen für Heizöl und Diesel aktuell moderate Preisaufschläge zu gestern an.

 

Fundamental; neutral bis bearish            Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

14. November 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 65.24 $ Crude (WTI): 55.36 $ Gasoil 627.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0065 Rheinfracht: 187.35 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Massive Abwärtsbewegung nach OPEC Monatsreport

 

Die Ölpreise befinden sich seit Anfang Oktober im Sinkflug. Eine Reihe von Faktoren haben sich in dieser Zeit aufgebaut, die sich zu dem Kursverfall aufsummiert haben. Schwächeres Wirtschaftswachstum, gesenkte Prognosen für das Ölnachfragewachstum, eine steigende Förderung der OPEC+ Länder und die abgeschwächten Sanktionen der USA gegen den Iran belasten die Futures.

Vor allem das Angebot aus den USA wächst deutlich schneller als gedacht, sodass die Fördersteigerung der Nicht-OPEC Länder in 2019 das Nachfragewachstum laut OPEC übersteigen wird. Im Inland bleibt die Versorgungslage unterdessen weiter schwierig. Die Mengen müssen schon seit Wochen über andere Regionen hinzugekauft werden. Zusätzlich zu den hohen Frachtkosten wurden auch die Preisaufschläge für die verfügbare Ware gesteigert. Aktuell nehmen diese allerdings wieder etwas ab. Die Kombination aus einem festeren Euro/Dollar-Kurs und den nachgebenden Preisen an der ICE sorgt dafür, dass bei den Inlandspreisen heute erhebliche Preisnachlässe möglich sind.

 

Fundamental; neutral bis bearish            Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

13. November 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 69.39 $ Crude (WTI): 59.11 $ Gasoil 654.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0101 Rheinfracht: 187.35 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach Trump Tweet und vor Monatsberichten weicher

 

Die Ölpreise bleiben weiter in ihrem Abwärtstrend, nachdem Trump offenbar bereit ist den Druck auf die OPEC weiter aufrecht zu erhalten. Zudem hat die OPEC am Wochenende einen ersten Einblick in seine aktuelle Markteinschätzung gegeben und sieht den Rohölmarkt im kommenden Jahr offenbar als überversorgt an. Hinzu kommt, dass aus den USA weiter mit einem starken Produktionswachstum gerechnet wird, sodass sich selbst mit einer solchen Kürzung eventuell weiter eine Überversorgung ergeben könnte.

Auf den Monatsreport der OPEC heute folgt morgen der Monatsbericht der IEA.

Auch wenn sich die Gemeinschaftswährung leicht erholen kann, so bleibt der Euro relativ weich und sorgt somit für etwas teurerer Importkalkulationen für das in Dollar gehandelte Öl. Da die Ölbörsen selbst am späten Abend gestern aber stark nachgaben, so deuten sich hierdurch bei den Inlandspreisen für Heizöl, Diesel und Benzin nach aktuellem Stand zum Teil erhebliche Preisnachlässe an.

 

Fundamental; neutral    Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

12. November 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 71.51 $ Crude (WTI): 60.98 $ Gasoil 693.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0089 Rheinfracht: 185.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Saudi-Arabien nimmt 0,5 Mio. B/T vom Markt – Technische Kaufsignale

 

Mehr Öl aus der OPEC, Rekordförderung der USA, stetig steigende US Rohölbestände, Nachfragesorgen durch eine Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums und Ausnahmen zu den US Sanktionen gegen den Iran haben den Markt in den letzten Wochen belastet. Die Versorgung ist deutlich besser als noch im September erwartet, weshalb die vergangenen 1,5 Monate von einem sehr stabilen und steilen Abwärtstrend geprägt waren.

Die Ankündigung einer Exportkürzung von 0,5 Mio. B/T im Dezember durch Saudi-Arabien ist allerdings dennoch erst einmal ein klares Signal an den Markt, dass man nicht mehr mit allzu viel Abwärtspotenzial zu rechnen hat. Im Inland bleibt die Versorgungslage weiterhin unverändert angespannt. Die geringen Niederschläge im Süddeutschen Raum reichen bei Weitem nicht aus, um die Pegelstände steigen zu lassen. Da die Gasoil Notierung am späten Freitag und heute Morgen zulegte, deuten sich hier höhere Preise an. Unterm Strich deuten sich leichte Abwärtspotenziale bei den erwarteten Inlandsnotierungen.

 

Fundamental; neutral    Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

09. November 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 70.82 $ Crude (WTI): 60.66 $ Gasoil 673.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0076 Rheinfracht: 175.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Das Ende der OPEC? - Brent wechselt ins Contango

 

Die US Rohölbestände sind laut DOE Bericht dieser Woche zum siebten Mal in Folge gestiegen und haben das 5-Monatshoch erreicht. Die OPEC und Russland fördern mehr Öl, während die USA umfangreichere Sanktionserleichterungen gegen den Iran gewährt als gedacht.

Doch es gibt auch bullishe Aspekte. So spielt die OPEC offenbar mit dem Gedanken die Förderung wieder zu kürzen, wenn man am 6. Dezember in Wien zusammentritt. Die erneute Verknappung des Angebots ist sicherlich bullish für die Preise an der Börse, doch anderer Seits wäre dies lediglich eine Reaktion auf die veränderte Versorgungslage, die eben komfortabler geworden ist. Währenddessen deutet die Contango Konstellation bei Brent eine hohe Verfügbarkeit von Rohöl an und ist somit ein bearishes Zeichen, womit die Abwärtstrends vermutlich erst einmal intakt bleiben dürften.

Die knappe Versorgung könnte noch bis weit in den Winter hinein anhalten.

Für die Inlandspreise deuten sich erhebliche Abwärtspotenziale, die an den Markt weitergegeben werden könnten.

 

Fundamental; neutral bis bearish                        Chartanalyse; neutral bis bearisch

 

 

 

 

 

 08. November 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 72.26 $ Crude (WTI): 61.86 $ Gasoil 697.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0019 Rheinfracht: 175.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gasoil nach Anstieg deutlich fester – Rohöl Futures bleiben unter Druck

 

Mit den stetig sinkenden Produktionsmengen Venezuelas hatte sich der Markt unerwartet stark verknappt. Im kommenden Jahr sollen mit zusätzlichen Pipelines Engpässe im Transport abgebaut werden, sodass die Förderung schneller wachsen kann. Eine Kürzung würde die aktuell niedrigen Reservekapazitäten steigen lassen und damit wahrscheinlich sogar die Volatilität reduzieren und die Preise stabilisieren.

Auch wenn die Stimmung aktuell tendenziell bearish ist und die Rohöl Futures belastet, so haben sich die Gasoil Notierungen derzeit von den Rohölpreisen abgekoppelt. Dies liegt vor allem an der momentan hohen Nachfrage nach raffinerierten Produkten, in einer Zeit in der viele Raffinerien noch Wartungsarbeiten durchführen. Da der Euro/Dollar-Kurs seine Tagesgewinne von gestern nicht halten kann, verteuert dies das in Dollar gehandelte Öl für das Inland. Gasoil bleibt zudem im Bereich der Vortageshochs, sodass die Preissenkungen bei Rohöl bei Preisen für Heizöl und Diesel nicht ankommen. Es deuten sich damit unterm Strich deutliche Preissteigerungen zum Vortag an.

 

Fundamental; neutral/bearish                 Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

07. November 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 71.82 $ Crude (WTI): 61.80 $ Gasoil 680.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0008 Rheinfracht: 175.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gestiegene US Ölbestände und Sanktionsausnahmen – Brent fällt auf 3-Monatstief

 

Dass sich die Stimmung am Markt in den letzten Wochen von bullish auf bearish gewandelt hat, zeigt alleine schon der stabile Abwärtstrend, der sich seit Anfang Oktober herauskristallisiert hat. Statt einer immer knapper werdenden Versorgungslage, wie man sie mit den US Sanktionen gegen den Iran befürchtet hatte, ergibt sich mit den Entwicklungen der letzten Wochen plötzlich eine relativ komfortable Verfügbarkeit.

Bei der Nachfrage sieht man durch die globalen Handelsstreitigkeiten der USA mit beispielsweise China sowie durch das geschwächte Wirtschaftswachstum größere Probleme als noch in der ersten Jahreshälfte.

Wie stark sich die bullishe Einschätzung zurückgebildet hat, zeigt auch ein Blick auf die Entwicklung der spekulativen Netto-Long-Positionen.

Die Gasoil Futures bleiben in den Morgenstunden allerdings unterhalb der gestrigen Höchstwerte. Dies dämpft die Vorgaben bei den Inlandspreisen leicht, sodass sich aktuell nur kleinere Preisveränderungen bei Heizöl und Diesel mit einer nachgebenden Tendenz andeuten.

 

Fundamental; bearish                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

06. November 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 72.66 $ Crude (WTI): 62.82 $ Gasoil 677.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0043 Rheinfracht: 175.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Konsolidierung nach Abwärtsbewegung – US Sanktionen ohne starke Wirkung

 

Mit den verstärkten US Sanktionen gegen den Iran hat sich am Markt nun erst einmal nicht viel verändert. Die globalen Aktienmärkte hatten einen ziemlich schlechten Oktober, da Experten mit einer Abschwächung der Weltkonjunktur rechnen. Dies lastet auch auf dem Ölnachfragewachstum, das zuletzt nach unten korrigiert wurde. Während das Nachfragebild sich eingetrübt hat, fördern Russland, Saudi-Arabien und USA so viel Rohöl wie nie zuvor.

Die Preisentwicklung im Jahresendspurt wird nun zu einem entscheidenden Teil davon abhängen, wie stark die USA die Sanktionen durchsetzen und um wie viel die physischen Exporte des Iran tatsächlich sinken.

Nach den steilen Abwärtsbewegungen der letzten Woche scheint der Markt innerhalb des Abwärtstrends wieder in eine Konsolidierungsphase mit reduziertem Verkaufsinteresse zu kommen. Bei den Inlandspreisen bleibt die Situation durch die schlechte Versorgung unterdessen sehr angespannt. Preisvorteile werden noch immer kaum weitergegeben und die inländischen Preisaufschläge bleiben auf Rekordhochs. Damit deuten sich bei den Inlandspreisen moderate Preisaufschläge an.

 

Fundamental; neutral/bearish                 Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

 05. November 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 72.57 $ Crude (WTI): 62.83 $ Gasoil 671.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0042 Rheinfracht: 170.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Mehr Öl und Ausnahmen bei Iran Sanktionen – Ölpreise mit schwachem Start

 

Die USA haben nun insgesamt 8 Ländern wohl eine Ausnahmegenehmigung für Importe von iranischen Rohöl erteilt. Zusammen mit den Rekordfördermengen aus den USA, Saudi-Arabien und Russland werden die befürchteten Engpässe nun in den Hintergrund gedrängt. Für die kurz bis mittelfristige Preisentwicklung bis zum Jahresende kommt es nun darauf an, wie stark die USA ihre Sanktionen gegen den Iran durchsetzen und ob noch andere Ausfälle im Angebot ausfallen. Auch wenn die Börsenpreise derzeit sinken und damit Preisvorteile im Inland ermöglichen, so kommen diese weiter kaum bis überhaupt nicht bei den Spotmarktpreisen an. Zum Teil werden trotz Abwärtspotenziale die Preisniveaus angehoben, da die Verfügbarkeit von Waren extrem knapp bleibt. Insbesondere bei Benzin ist die Versorgungslage kritisch und so stehen kaum Mengen für den Spotmarkt zur Verfügung.

Mit der weichen Tendenz an den Ölbörsen deuten sich für heute zwar wieder einmal Preisnachlässe an, jedoch wird der Inlandsmarkt derzeit sehr unberechenbar bleiben.

 

Fundamental; neutral/bearish                 Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

 02. November 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 73.26 $ Crude (WTI): 63.74 $ Gasoil 688.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0017 Rheinfracht: 170.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Steigende Ölproduktion und Ausnahmeregelungen – WTI rutscht auf 7-Monatstief

 

Von den Ängsten einer knapper werdenden Versorgungslage ist derzeit wenig zu spüren. Zuletzt überwogen die bearishen Meldungen am Markt, sodass sich im Oktober ein starker Abwärtstrend etablierte, der sich – trotz ernst zu nehmender Aufwärtstests – aktuell weiter behaupten kann. Neben den USA fördern aber auch Russland und Saudi-Arabien auf Rekordniveaus. Generell geht man davon aus, dass die verschärften Sanktionen gegen den Iran die Verfügbarkeit noch einmal deutlich reduzieren werden. Um wie viel die Exporte sinken werden ist noch nicht ganz klar.

Die Ölpreise gaben daher weiter nach und fallen innerhalb des bestehenden Abwärtstrends. Bei der katastrophalen Versorgungslage im Inland kommen die Preisvorteile allerdings nicht oder nur sehr begrenzt an. Waren bleiben weiterhin kaum verfügbar, und wo es Mengen gibt, werden diese mit erheblichen Sonderaufschlägen vergeben. Momentan kommen die Futures von den späten Tiefs gestern zurück. Dies reduziert das Abwärtspotenzial, dennoch sind die Inlandspreise heute weicher zu erwarten.

 

Fundamental; neutral/bearish                 Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

 01. November 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.67 $ Crude (WTI): 65.01 $ Gasoil 699.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0065 Rheinfracht: 165.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Stabile Widerstandslinie begrenzt Aufwärtspotenzial – US mit Rekordproduktion

 

Die Abwärtsdynamik im Oktober führte zum stärksten Monatsverlust seit 2016, was allerdings nicht an einem einzigen Faktor festzumachen ist.

Als aller erstes sind Nachfragesorgen zu nennen. Die Aktienmärkte als Indikator für das wirtschaftliche Wachstum gaben im Oktober deutlich nach und verschreckten daher die Marktteilnehmer, deren Risikobereitschaft vor allem bei Rohstoffen deutlich sinkt. Bei Rohöl wurden die Nachfrageprognosen daher zuletzt gesenkt, was einen erheblichen Anteil am Trendwechsel beigetragen hat. Die Versorgungslage wird nun etwas entspannter als noch im September oder Anfang Oktober gesehen.

Im Inland kann man von diesen Preisvorteilen nur bedingt profitieren, denn die Versorgungslage bleibt durch die niedrigen Pegelstände am Rhein und die daraus resultierend eingeschränkten Transportmöglichkeiten problematisch. Dies schränkt die Verfügbarkeiten an anderer Stelle ebenfalls ein, bis sich die Lage am Rhein mit starken und dauerhaften Niederschlägen wieder entspannt.

Durch die späte Abwärtsbewegung an den Ölbörsen deuten sich bei den Inlandspreisen heute Morgen deutliche Preisnachlässe an.

 

Fundamental; neutral/bearish                 Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

 31. Oktober 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 76.29 $ Crude (WTI): 66.45 $ Gasoil 703.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0049 Rheinfracht: 165.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Charttechnik deutet auf Test des Schlüsselwiderstandes hin

 

Die Sorge vor einem knapper werdenden Angebot durch die Sanktionen gegen den Iran hatten die Ölpreise Anfang des Monats noch auf 4-Jahreshochs getrieben. Die Ölpreise sind somit drauf und dran den stärksten Monatsverlust seit Juli 2016 zu verzeichnen.

Das Nachfragewachstum wird nun schwächer gesehen, da die Ölpreise im Vergleich zu Jahresbeginn relativ hoch sind und die USA mit China im Handelsstreit liegen. Erst diese Woche hatte Trump verlautbaren lassen, dass er mit China am Rande des G20 Gipfels im November gerne einen Deal schließen würde. China sei allerdings noch nicht bereit dafür. Wenn die Verhandlungen keine Ergebnisse brächten, würden weitere Strafzölle in Milliardenhöhe ab Dezember folgen, so seine Drohung.

Heute Morgen bleiben die Futures zunächst in enger Handelsspanne, allerdings oberhalb der Vortagestiefs. Bei den Inlandspreisen sind aktuell nur geringe Kursveränderungen zu erwarten. Je nach aktueller Versorgungslage an den einzelnen Lagerorten besteht weiter die Gefahr, dass die Preisniveaus angehoben werden könnten.

 

Fundamental; neutral                 Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

30. Oktober 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 77.20 $ Crude (WTI): 67.11 $ Gasoil 708.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0018 Rheinfracht: 165.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures testen Schlüsselwiderstand – Mehr Öl aus der OPEC belastete die Preise

 

Die Rohölsorten Brent und WTI haben im Oktober bisher deutlich an Boden Verloren. Für die Rohölpreise deutet sich damit der stärkste Preisrückgang innerhalb eines Monats seit Juli 2016 an.

Zum einen sind da die Handelskonflikte mit den USA, zum anderen aber auch die Währungskrisen in einigen Schwellen- und Entwicklungsländern, die vom starken US Dollar unter Druck gesetzt werden.

Der hohe Ölpreis bremst das Wirtschaftswachstum zusätzlich aus, weshalb die globalen Ölnachfrageprognosen in diesem Monat nach unten korrigiert wurden. Russland und Saudi-Arabien produzieren immer mehr Rohöl, während die Sanktionen gegen den Iran dessen Exporte reduzieren.

Trader bleiben vor in Kraft treten der neuen Sanktionen kommende Woche vermutlich zurückhaltend.

Die Futures an der ICE ziehen in den Morgenstunden an und kommen somit von den späten Tagestiefs gestern zurück. Bei den zu erwartenden Inlandpreisen deuten sich somit Abwärtspotenziale an, die wegen der knappen Versorgungslage aber vermutlich nur bedingt weitergegeben werden.

 

Fundamental; neutral bis bearish                        Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

29. Oktober 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 77.27 $ Crude (WTI): 67.30 $ Gasoil 715.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9982 Rheinfracht: 165.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures zogen in Konsolidierungsphase an – Futures testen Ausbruch aus Abwärtstrend

 

Die Futures hatten Anfang des Monats noch ein neues 4-Jahreshoch erreicht, bevor Sorgen um die Nachfrageentwicklung die Trader verunsicherten. Die Versorgungslage im letzten Quartal wird zwar nicht unbedingt komfortabel gesehen, aber sie wird überwiegend als ausgeglichen beschrieben, und das ist eine deutliche Verbesserung im Vergleich zur Einschätzung im Vormonat.

Vor allem Saudi-Arabien scheint verunsichert zu sein und schwankte in seinen Äußerungen letzte Woche zwischen einer Produktionssteigerung auf ein Rekordniveau und der Kürzung der Fördermengen auf Grund steigender US Rohölvorräte.

Im Inland bleibt die Versorgungslage unterdessen weiter extrem angespannt. Die Pegelstände sind mit den Niederschlägen der letzten Tage zwar leicht angestiegen, dies reicht jedoch bei Weitem nicht aus, um für eine Entlastung bei der Versorgungslage zu sorgen.

In den Morgenstunden kommen die Ölpreise von den Freitagshochs wieder zurück, bleiben aber weiter oberhalb der Niveaus von Freitagnachmittag. Unterm Strich deutet sich somit heute Morgen erneut Aufwärtspotenzial bei den Inlandspreisen an.

 

Fundamental; neutral                 Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

 

 26. Oktober 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 76.27 $ Crude (WTI): 66.61 $ Gasoil 703.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0004 Rheinfracht: 165.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Konsolidierung im Abwärtstrend – Freigabe von EBV Vorräten

 

Während die OPEC mittlerweile vor einer Überversorgung im letzten Quartal warnt und sogar mit dem Gedanken spielt die Produktionsmengen wieder zu drosseln, fordert die IEA zu einer Anhebung der Produktionsmengen auf. Durch die höheren Preise an den Ölbörsen, die schwachen Währungen in Schwellen- und Entwicklungsländern sowie den internationalen Handelsstreitigkeiten wird das Nachfragewachstum deutlich schwächer als noch vor wenigen Monaten gesehen.

Je nachdem wie viele Ausnahmegenehmigungen die US Regierung bei den Sanktionen gegen den Iran erteilen wird, können sich die Preise entweder weiter deutlich nach oben orientieren, oder eben weitere Gewinnmitnahmen folgen.

Die Preisaufschläge im Inland haben sich gestern zumindest nicht mehr so stark wie in den letzten Tagen erhöht, sodass sich die Situation nun eventuell etwas stabilisieren könnte.

Da die Futures in den Morgenstunden nur leicht von ihren Hochs zurückkommen und der Euro/Dollar-Kurs zu gestern weiter weich bleibt, deuten sich bei den Inlandspreisen aktuell deutliche Preisaufschläge an.

 

Fundamental; neutral                 Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 25. Oktober 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 75.54 $ Crude (WTI): 66.14 $ Gasoil 692.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9965 Rheinfracht: 165.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Abwärtstrend bleibt vorerst weiter stabil

 

Nachdem Indien seine Rohölimporte aus dem Iran bereits massiv eingeschränkt hat, folgt nun doch auch China. Für November sollen die Bestellmengen aus China noch weiter gesunken sein, heißt es. Diese Maßnahmen sind tendenziell stützend für die Preisniveaus, da die Nachfrage somit aus anderen Quellen bedient werden muss.

In den USA steigen die Rohölbestände weiter an und zeigen, dass die Versorgungslage hier relativ gut ist. Abbauten bei den Produkten und eine anziehende Produktnachfrage haben bei den aktuellen Daten allerdings dafür gesorgt, dass der bearishe Effekt weniger deutlich als in den letzten Wochen zu tragen kommt. Im Inland bleibt die Versorgungslage weiter angespannt. Täglich kommt es zu Leerstände an verschiedenen Lagern. Die Preisaufschläge für die wenigen verfügbaren Mengen erreichen Rekordhochs und sorgen dafür, dass Inlandsnotierungen selbst bei nachgebenden Börsenkursen steigen können. Am Wochenende werden zwar Regenfälle erwartet, doch dies reicht bei Weitem nicht aus, um die Situation nachhaltig zu entschärfen.

 

Fundamental; neutral                 Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

 24. Oktober 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 76.72 $   Crude (WTI): 66.52 $ Gasoil 697.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9951 Rheinfracht: 165.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Abwärtstrend fortgesetzt – WTI rutscht auf 2-Monatstief

 

Die Sanktionen gegen den Iran werden in nicht ganz zwei Wochen verschärft, womit sich das Angebot in den kommenden Wochen und Monaten sicherlich nicht unbedingt verbessern wird. Die Ölpreise sind vergleichsweise hoch, die Wartungsarbeiten an Raffinerien in den USA und anderen Ländern reduzieren den Rohölbedarf. Die Ölnachfrage macht für gewöhnlich einen Großteil des globalen Ölnachfragewachstums aus, weshalb eine Schwäche zu Korrekturen in den letzten Nachfrageprognosen gesorgt hat.

Im Inland bleibt die Versorgungslage problematisch. Auf Grund der niedrigen Pegelstände auf dem Rhein gibt es weiter massive Engpässe, die sich mittlerweile auf ganz Deutschland ausgeweitet haben. Die Versorgung aus Süd- und Westdeutschland muss von anderen Regionen mitübernommen werden, sodass die Auswirkungen überall zu spüren sind. Heute Morgen deuten sich mit den Kursverlusten der Ölbörsen bei den Inlandspreisen deutliche Abwärtspotenziale an. Die Verlässlichkeit dieser Vorgaben wird sich kaum verbessern, so lange die Versorgungslage angespannt bleibt und die Pegelstände am Rhein derart niedrig sind.

 

Fundamental; neutral bis bearish                        Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

23. Oktober 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 79.49 $   Crude (WTI): 69.16 $ Gasoil 715.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9963 Rheinfracht: 165.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise in Konsolidierungsmodus – GD 7 hat Aufwärtsbewegung begrenzt

 

Das Spannungsfeld an den internationalen Märkten zwischen bullishen und bearishen Faktoren bleibt weiter bestehen. Anfang des Monats schossen die Ölpreise mit der Aussicht auf eine sehr schnell knapper werdende Versorgungslage auf neue 4 Jahreshochs.

Mittlerweile hat sich die Lage etwas entspannt. Die US Rohölbestände haben in den vergangenen 4 Wochen zugelegt und liegen wieder über dem 5 Jahresdurchschnitt. Mittlerweile scheint sich so zumindest vorübergehend ein Gleichgewicht gebildet zu haben.

Saudi-Arabien hat deutliche Produktionssteigerungen versprochen, wobei nicht klar ist, ob die höheren Fördermengen ausreichend sind, damit die Ausfälle des Iran ausgeglichen werden. Die Volatilität bleibt durch die Verunsicherung weiter hoch und das Risiko mittelfristig eher bullish. Die Pegelstände befinden sich weiter auf historischem Tiefststand, sodass über den Rhein kaum Ware nachkommt. Um die Versorgung in einem Mindestmaß aufrecht zu erhalten, wird aus dem Ausland Mengen hinzugekauft. Mit der nachgebenden Tendenz an den Ölbörsen in den Morgenstunden bleiben die großen Preissprünge aus.

 

Fundamental; neutral bis bullish             Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

 22. Oktober 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 80.02 $   Crude (WTI): 69.40 $ Gasoil 715.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9968 Rheinfracht: 150.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC hat Probleme Produktionsversprechen zu erfüllen – Preise wenig verändert

 

Die Versorgungslage wurde zum Ende des laufenden Jahres lange als dramatisch knapp angesehen. Das Ölnachfragewachstum wurde nach unten korrigiert und die Ölproduktion nach oben. Doch das bedeutet nicht, dass sich die Konstellation nun plötzlich automatisch entschärft hat.

OPEC und Russland haben durchaus Probleme die Ölproduktion in ausreichendem Maße und Geschwindigkeit anzuheben. Zwar hat vor allem Saudi-Arabien Reservekapazitäten, die aktiviert werden können, doch diese können nicht von einem auf den anderen Tag hochgefahren werden.

Exportausfälle des Irans werden vermutlich zunehmen, sodass man Probleme mit dem Ausgleich des Angebots durch die übrigen Länder befürchtet. Im Inland bleibt die Versorgungslage vor allem in den Regionen Rhein-Main und Süd Westen weiter angespannt. Berichten zu Folge hatten einzelne Tankstellen Ende vergangener Woche bereits Lieferengpässe. Ware wird daher weiter aus anderen Regionen zugekauft. Die Preisentwicklung ist dadurch in den betroffenen Regionen extrem schwierig. Dieses Phänomen sorgte bereits in den letzten Tagen zu heftigen Preissprüngen.

 

Fundamental; neutral bis bullish             Chartanalyse; neutral