AVIA Vereinigung Schweiz

24. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 68.57 $   Crude (WTI): 58.61 $   Gasoil 612.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0037   Rheinfracht: 34.90 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technische Korrektur nach stärkstem Kursrutsch in 2019

 

Die gestiegenen US Rohöl- und Benzinbestände vom Mittwoch hatten die Marktteilnehmer sicherlich überrascht. Die Tendenz der immer weiter steigenden Vorräte passt nicht zu der generell vorherrschenden Meinung einer physisch knappen Versorgungslage.

Dazu gab es gestern von der Shell noch die Ankündigung, dass man die Förderung an der neuen Plattform begonnen und damit ein neues Tiefseeprojekt im Golf von Mexiko umgesetzt hat. Unterdessen haben in China einige Raffinerien ihre Auslastung reduziert. Es herrscht ein Überangebot an Produkten vor, sodass einige Anlagen ihre Auslastung um 10% bis 20% reduziert hätten.

Die schwache Produktnachfrage zeigte sich zuletzt auch in den USA, wo die Bestände an Benzin zuletzt zunahmen und die Nachfrage - trotz beginnender Sommersaison – niedrig bleibt. Der Handelsstreit zwischen USA und China scheint sich mit den Sanktionen gegen einzelne Firmen (Huawei) weiter zuzuspitzen, sodass eine Lösung längst nicht mehr so greifbar erscheint, wie noch vor wenigen Wochen angenommen.

Die starken Kursverluste der letzten Tage dürfte die OPEC in ihrem Vorhaben allerdings bestärken, dass man die Produktionskürzungen fortführt.

Nach dem massiven Preisrutsch von gestern ist eine Konsolidierung nicht unüblich. Damit ergeben sich bei den Preisen aktuell Abwärtsspielräume,

 

Fundamental: neutral bis brearish                      Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 

 

 

 

23. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 70.34 $   Crude (WTI): 60.89 $   Gasoil 629.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0083   Rheinfracht: 34.90 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Mehr Öl in den USA, aus Kasachstan und Irak – Ölpreise geben nach

 

Die anhaltenden Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe, die vermutlich über Juni hinaus verlängert werden, sorgen seit Jahresanfang für eine knappe Versorgungslage. In Verbindung mit den Sanktionen der USA ist dies der Hauptgrund für die Preissteigerung bei Brent um über 30% im laufenden Jahr. Doch die steigenden Bestände in den USA widersprechen der Vorstellung einer knappen Marktversorgung. Diese haben nunmehr das höchste Niveau seit Juli 2017 erreicht. . Auch wenn die bullishe Wirkung der geopolitischen Risiken mit den Spannungen zwischen USA und Iran, den Versorgungsproblemen durch US Sanktionen sowie der Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe nicht von der Hand zu weisen sind, so wurden diese von den bearishen Bestandsdaten des DOE ausgekontert.

Parallel dazu hat sich auch der Handelskonflikt zwischen USA und China in den vergangenen Wochen nicht gerade positiv entwickelt. Auch wenn diese Faktoren bearish sind, dürfte dies die OPEC in ihrem Vorhaben bestärken, die Produktionskürzung in der zweiten Jahreshälfte zu verlängern.

In den Morgenstunden sind die Nachwirkungen der bearishen Faktoren von gestern noch zu spüren. Damit ergeben sich deutliche Abwärtspotenziale bei den Inlandspreisen.

 

Fundamental: neutral                 Chartanalyse: bearish

 

 

 

 

 

22. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 71.64 $   Crude (WTI): 62.51 $   Gasoil 641.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0118   Rheinfracht: 38.40 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gasoil nahezu unverändert – Bearishe US Bestandsdaten belasten

 

Es bleibt dabei, dass an den Ölbörsen das Spannungsfeld aus der Erwartung eines physisch knappen Angebots und den negativen Folgen des schlechten Wirtschaftswachstums für das Ölnachfragewachstum vorherrscht. Grundlegend hat sich daran in den letzten Wochen nicht viel geändert, was sich auch in der aktuellen Konsolidierung an den Ölbörsen ausdrückt. Die Futures bleiben durch die bullishe Grundstimmung zwar auf hohem Niveau, doch so lange die Bestände in den USA weiter zulegen und der globale Wirtschaftsausblick durch Faktoren wie den Handelsstreit zwischen USA und China gedämpft bleibt, ist auch das Aufwärtspotenzial an den Ölbörsen limitiert.

Die OPEC tendiert nach dem Meeting vom Wochenende zu einer Verlängerung der Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe. Russland hat sich noch nicht klar zu einer unveränderten Fortsetzung bekannt. Diese Konstellation ist allerdings von den letzten gemeinsamen Maßnahmen bereits bekannt.

Mit Blick auf den saisonal im Sommer steigenden globalen Ölbedarf und den verschärften Sanktionen der USA gegen Iran und Venezuela, sorgen die Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe für eine bullishe Grundstimmung am Markt. Gepaart mit den erwarteten Ausfällen, wird der Markt überwiegend knapp eingeschätzt.

Für heute deuten sich bei den Preisen weitere Abschläge zu gestern an.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 

 

 

 

21. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 72.26 $   Crude (WTI): 63.41 $   Gasoil 645.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0108   Rheinfracht: 38.40 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Späte Gewinnmitnahmen sorgen für niedrigere Preisniveaus

 

Venezuelas Ölförderung hat mit den verschärften Sanktionen der USA stark abgenommen. Auch in der Nordsee gibt es durch unplanmäßige Ausfälle und Wartungsarbeiten weniger Rohöl für den Markt. Hinzu kommen die Lieferprobleme aus Russland über die Druzhba Pipeline, die bereits zu Lieferschwierigkeiten in Deutschland geführt haben.

Das physische Angebot am Markt ist somit weiter sehr knapp. Es scheint auch nicht so, als ob sich das bald ändern würde, denn in den Sommermonaten steigt der Bedarf an Öl tendenziell. Die Finanzmärkte preisen diese knappe Marktlage momentan aber nicht mit steigenden Preisen ein.

Grund ist zum einen der schwelende Handelsstreit zwischen USA und China. Mit der Anhebung der Zölle auf beiden Seiten haben sich die Parteien in den letzten Wochen nicht unbedingt angenähert. Die Tatsache, dass die USA nun den größten chinesischen Mobilfunkanbieter Huawei auf eine schwarze Liste gesetzt hatte, dürfte weitere Spannungen hervorrufen. Google darf seine Software und Betriebssysteme dem Anbieter nun nicht mehr zur Verfügung stellen, sodass Huawei weltweit einen signifikanten Wettbewerbsnachteil hat, der auch die Exporte Chinas empfindlich treffen sollte.

Trotz der fundamental bullishen Konstellation deuten sich bei den Preisen momentan noch Abschläge zu gestern an.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 

 

 

 

20. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 73.12 $   Crude (WTI): 63.51 $   Gasoil 657.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0118   Rheinfracht: 38.40 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC spricht sich für Verlängerung der Kürzungen aus

 

Der Markt blickt wieder in Richtung OPEC und was diese Ende Juni, zusammen mit einigen Nicht-OPEC Ländern, entscheiden wird. Deutete sich am Freitag noch an, dass die aktuellen Produktionskürzungen gelockert werden könnten, sprach sich die Mehrheit für die Beibehaltung der Maßnahmen aus.

Der OPEC geht es dabei vor allem um die generelle Versorgungslage. Eine zu frühe Anhebung der Ölproduktion, wie im letzten Sommer / Herbst, will man vermeiden. Als Gegenargumente führt man aber die noch immer hohen Ölbestände ins Feld, die in den USA tendenziell zunehmen, sowie die Aussicht auf ein schwaches globales Wirtschaftswachstum.

Unterdessen hat Trump den Druck auf den Iran erhöht. "Wenn der Iran kämpfen will, werde dies das offizielle Ende des Irans sein", so der US Präsident. Die Spannungen im Nahen Osten werden weiter im Auge behalten werden, nachdem in der letzten Woche Ölanlagen in Saudi-Arabien und einige Öltanker angegriffen wurden. In Bagdad soll am Wochenende auch eine Rakete in der sogenannten "grünen Zone" eingeschlagen sein, wo sich auch die US Botschaft befindet.

Die Futures ziehen in der Eröffnung an und reagieren damit erwartungsgemäß bullish. Bei den Preisen sind daher Preissteigerungen zu erwarten

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 

 

 

 

17. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 72.66 $   Crude (WTI): 62.97 $   Gasoil 661.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0091   Rheinfracht: 38.40 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Backwardation Konstellation wird steiler – Preise ziehen deutlich an

 

Die Versorgungslage wird an den Börsen weiter als knapp eingeschätzt. Dies zeigt der sogenannte Time-Spread bei den Brent Futures, dessen Backwardation Konstellation in den letzten Tagen und Wochen stetig zugenommen hatte. Futures mit einer kurzen Lieferzeit sind dabei teurer als mit einer Lieferung zu einem späteren Zeitpunkt.

Die zunehmend steile Backwardation Konstellation ist damit Ausdruck der fundamental bullishen Grundstimmung, die an den Märkten vorherrscht.

Auch die geopolitischen Risiken, die in den letzten Wochen mit den Spannungen zwischen USA und Iran zugenommen haben, werden vor allem an der ICE eingepreist. Der Iran bleibt auch weiterhin das Top Thema am Markt. Bleibt es bei den gelegentlichen "Geplänkel" im Persischen Golf, so ist eine signifikante Risikoprämie sicherlich weiter zu rechtfertigen.

Zu Versorgungsproblemen führt auch der Ausfall der Druzhba Pipeline aus Russland, die noch immer nicht mit normaler Kapazität läuft. Die Raffinerie soll für ihre Produktlieferungen mittlerweile ein Force Majeure verhängt haben.

Bei den Preisen zeichnen sich daher starke Anpassungen nach oben an.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

16. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 72.10 $ Crude (WTI): 62.34 $ Gasoil 650.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0081 Rheinfracht: 35.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise ziehen mit Iran Kriese an – IEA sieht knappe Versorgungslage

 

Die IEA hat die globale Ölnachfrage für 2019 nach unten korrigiert. Dies liegt aber vor allem an einem schwachen ersten Quartal, für das man die Nachfrage niedriger als bisher einschätzte. Die steigende Ölförderung der USA soll zwar die Ausfälle in Venezuela und Iran auffangen können, doch bleibt die Versorgungslage weiter knapp.

Der DOE Bericht blieb insgesamt bearish, da die Ölnachfrage sank und die Rohölbestände deutlich zulegten.

Nachdem die USA gestern die Warnungen für alle US Bürger in der Region verschärft hatte, nimmt die Sorge einer militärischen Eskalation zu. Sollte es zu weiteren Zwischenfällen kommen, könnte sich die Lage schnell verschärfen.

In Anbetracht der potenziellen Folgen, die ein Konflikt zwischen USA und Iran mit sich bringen würde, dominieren momentan die bullishen Aspekte.

Die Preise bleiben auf einem hohen Niveau, sodass man heute Morgen Preissteigerungen für die Inlandspreise Heizöl und Diesel im Vergleich zu gestern erwartet.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 

 

 

 

15. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 71.05 $   Crude (WTI): 61.34 $   Gasoil 636.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0084   Rheinfracht: 35.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Geopolitisches Risiko im Persischen Golf stützt – Gewinnmitnahmen nach API Daten

 

Die Anschläge auf die Ölanlagen in Saudi-Arabien haben nicht gerade zu einer Entspannung der geopolitischen Lage in der Region geführt. Nach den Attacken auf die Öltanker ist dies der zweite Zwischenfall innerhalb von drei Tagen.

Marktteilnehmer fürchten eine "versehentliche" militärische Eskalation zwischen dem Iran und den USA, was die geopolitische Risikoprämie steigen lässt. Ein solcher Konflikt würde die Ölpreise massiv in die Höhe schnellen lassen. Der Iran weist die Verantwortung für die Anschläge von sich, während der geistige Führer des Irans bekräftigt, dass es kein Krieg mit den USA geben, man aber weiter Widerstand leisten werde.

Neben dem knappen Ölangebot sorgen sich die Marktteilnehmer aber auch um die Ölnachfrage. Der Handelsstreit zwischen USA und China eskalierte in den letzten 1,5 Wochen mit neuen Strafzöllen auf beiden Seiten. Das Weltwirtschaftswachstum wird dadurch weiter geschwächt, was sich negativ auf das Ölnachfragewachstum auswirken wird.

Die Zahlen des API zu den US Ölbeständen zeigen Aufbauten. Der Report ist damit eindeutig bearish und belastet die Preise. Trader warten nun auf den Bericht des DOE am Nachmittag.

Bei den Preisen werden daher Preissteigerungen zum Vortag erwartet.

 

Fundamental: neutral                 Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

14. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 70.57 $   Crude (WTI): 61.25 $   Gasoil 632.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0064   Rheinfracht: 36.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach Berg- und Talfahrt deutlich weicher in den Dienstag

 

An den Ölbörsen gibt es aktuell vor allem zwei gegenläufige Faktoren, die ein Spannungsfeld an den Ölbörsen generieren. Auf der einen Seite sind die US Sanktionen gegen Iran und Venezuela sowie die Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe, die das globale Angebot reduzieren und die Ölpreise damit stützen. Auf der anderen Seite steht der Handelsstreit zwischen USA und China, der sich in den letzten 8 Tagen zugespitzt hatte und das globale Ölnachfragewachstum schwächt.

Der Streit zwischen USA und China ist weiter eskaliert, nachdem die USA per 01. Juni bestehende Einfuhrzölle anheben und weitere Strafzölle auf alle übrigen Produkte aus China vorbereiten. China hat reagiert seine Zölle ebenfalls angehoben.

Das Spannungsfeld aus Risiken auf der Angebotsseite und Gefahren Seite der Ölnachfrageentwicklung, wird weiterhin bestehen bleiben und für Volatilität sorgen. In den Fokus werden nun die Monatsreports von OPEC und IEA rücken, die heute und Morgen veröffentlicht werden. Hinzu kommen die US Ölbestandsveränderungen des API und DOE von heute Nacht und morgen Nachmittag.

Nach dem Kurseinbruch gestern mit späten Tagestiefs, erholen sich die Ölpreise an den Börsen in New York und London und ziehen wieder etwas an, sodass sich bei den Preisen Preissenkungen andeuten.

 

Fundamental: neutral                 Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

13.Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 70.98 $   Crude (WTI): 61.73 $   Gasoil 638.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0112   Rheinfracht: 36.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise wenig verändert – Warten auf Handelsstreit und JMMC Meeting

 

Die Sanktionen gegen Iran und Venezuela sorgen für geringere Ölexporte aus beiden Ländern und haben das globale Ölangebot in den letzten Monaten reduziert. Die US Regierung verschärft die Sanktionen weiterhin. Dies sorgt für eine bullishe Grundstimmung, die allerdings auch in weiten Teilen bereits eingepreist ist.

Während das Ölangebot aus Venezuela und Iran also weiter abnehmen dürfte, steht nun der Beginn der Sommernachfrage an. Die Raffinerien an der US Golfküste werden mehr Rohöl verarbeiten. Was allerdings zu Unsicherheiten führt, ist der erwartete Produktionsschub in den USA sowie der Handelsstreit zwischen den USA und China.

Der Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften schadet nicht nur dem Wirtschaftswachstum der beiden Länder, sondern auch auf globaler Ebene. Die USA und China hatten im ersten Quartal 2019 rund 34% des globalen Ölverbrauchs ausgemacht, sodass eine Eintrübung der Stimmung ein enormes Gewicht hat. Sollten sich beide Seiten allerdings noch auf einen Deal einigen und die Zölle abbauen, könnten die Ölpreise wieder einen Schub bekommen.

Momentan ist noch nicht klar, welche der Aspekte sich in den kommenden Wochen durchsetzen werden, sodass sich bei den Preisen nur geringe Veränderungen abzeichnen.

 

Fundamental: neutral                 Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

 

10. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 70.52 $ Crude (WTI): 61.84 $ Gasoil 638.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0140 Rheinfracht: 36.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Volatiler Tagesstart – Verhandlungen verlängert, Zölle werden angehoben

 

Momentan konzentriert sich der Fokus der Marktteilnehmer auf die laufenden Verhandlungen zwischen USA und China. Trump hatte eine Frist für die Einsetzung der Sanktionen für Mitternacht gesetzt. Gibt es bis dahin keinen Deal, treten die neuen Zölle in Kraft. Die angekündigte Anhebung der Strafzölle wird nun erst einmal kommen. Ob heute ein Handelsabkommen geschlossen werden kann, ist abzuwarten, in jedem Fall präsentieren sich die Finanzmärkte, und damit auch die Ölpreise, in den Morgenstunden äußerst volatil auf diese Unsicherheiten.

Die erhöhten Handelszölle belasten das Wirtschaftswachstum in den USA, China und global. Daher wird dies auch die Ölnachfrage negativ beeinflussen, was die Preise entsprechend belastet. Kommt es zu keinem deutlichen Fortschritt bei den Verhandlungen, dürfte die Tendenz zu Gewinnmitnahmen zunehmen. Dieses Thema dominiert und stellt die übrigen Marktfaktoren in den Hintergrund.

Die Unsicherheiten beim Ölangebot halten die Ölpreise momentan auf einem relativ hohen Niveau. Auf der anderen Seite belastet der Handelsstreit, was aktuell gegen eine Preisrallye spricht.

Die Futures präsentieren sich in den Morgenstunden durch die Ereignisse im Handelsstreit sehr volatil. zu gestern deuten sich bei den Preisen aktuell jedoch keine starken Veränderungen an.

 

Fundamental: neutral                 Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 

 

 

 

 

09. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 69.85 $ Crude (WTI): 61.69 $ Gasoil 634.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0204 Rheinfracht: 38.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Abwärtsbewegung scheint nach bullishen DOE Daten beendet

 

Seit Mitte März hatten die US Ölbestände kontinuierlich und insgesamt um knapp 7,1% zugelegt. Ein Hinweis auf eine noch immer gute Versorgungslage, vor allem in den USA, sodass die Ölpreise in den vergangenen zwei Wochen deutlich gesunken sind. Die gestrigen Zahlen des DOE sind bullish und zeigen, dass die Versorgungslage nicht mehr ganz so komfortabel scheint, wie noch in den letzten Wochen.

Im Fokus momentan sicherlich die Lage im Iran und die Spannungen zwischen Washington und Teheran. Der Iran hatte gestern bekannt gegeben, dass er einige Aspekte des Atomabkommens zurückfahren werde. Die USA hat als Reaktion die Sanktionen gegen den Iran ausgeweitet und in dieser Woche die Militärpräsenz im Persischen Golf verstärkt. Noch reagiert der Markt verhalten auf das Säbelrasseln, da beide Seiten kein Interesse an einer weiteren Eskalation der Lage haben.

Das erneute Aufflammen des Handelsstreits zwischen USA und China hat die Sorgen über einen negativen Einfluss auf die globale Konjunktur und das Ölnachfragewachstum genährt.

Das geopolitische Risiko hat mit der jüngsten Entwicklung allerdings zugenommen.

Für Heute deuten sich leichte Preissteigerungen an.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

08. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 70.23 $   Crude (WTI): 61.88 $   Gasoil 633.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0184   Rheinfracht: 38.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

GD 7 Linie begrenzt Aufwärtsspielräume – Warten auf DOE und Stellungnahme des Iran

 

Mit der Ankündigung neuer Strafzölle gegen China sind die Sorgen über das Ölnachfragewachstum unter den Marktteilnehmern wieder gewachsen. Handelsbarrieren schwächen das globale Wirtschaftswachstum, weshalb auch Aktienmärkte von diesem Umstand belastet werden. Die Ölnachfrage dürfte sich damit ebenfalls abschwächen, was die Preise an entsprechend belastet. Während Trump den Druck auf China erhöhen, zeigt sich der US Energieminister zuversichtlich, dass Saudi-Arabien und andere Partner der USA ihre Produktion anheben werden, um den Wegfall der iranischen Ölexporte durch die verschärften Sanktionen zu kompensieren.

Da die OPEC+ Gruppe ihre Förderkürzungen wohl auch bis mindestens Ende Juni durchzieht, rechnen die meisten Experten kurzfristig, also in den kommenden Wochen, mit erneuten Aufwärtsbewegungen an den Ölbörsen. Erst später im Jahr, wenn mehrere US Pipelines fertiggestellt werden, und damit mehr Rohöl aus den US Schieferölregionen auf den Weltmarkt kommen, rechnet man wieder mit einer Entspannung.

Mit der neuen Konstellation der verschärften Sanktionen gegen den Iran, wird die Marktlage in 2019 nun knapper eingeschätzt, weshalb der Report insgesamt tendenziell bullish zu bewerten ist.

Damit ergeben sich auch bei den Preisen Abwärtsspielräume, die zu gestern Nachmittag allerdings geringer ausfallen.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

07. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 71.24 $   Crude (WTI): 62.39 $   Gasoil 642.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0167   Rheinfracht: 41.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technische Kaufsignale – Analysten sehen Ölpreise mehrheitlich fester

 

Gestern rückte die Nachfrageentwicklung plötzlich wieder in den Fokus der Märkte, da Trump schon für Freitag neue umfangreiche Zölle ankündigte. Sollten sich die Spannungen wieder zuspitzen und die Zölle steigen, dürfte sich dies negativ auf das globale Wirtschaftswachstum und auf die Ölnachfrage auswirken.

Veränderungen bei der Nachfrage sind allerdings eher langfristige Faktoren. Auch wenn der anscheinende Kurswechsel von Trump die Preise deutlich belastete, dürfte der Fokus kurzfristig eher auf dem Angebot liegen. Dies zeigt auch der Brent Spread für 3 und 6 Monate. Die vorhandene Backwardation Konstellation verstärkt sich, was in der Regel auf eine knappe Versorgung und tendenziell steigende Ölpreise hindeutet. Entsprechend gingen die Analysten in den letzten Wochen tendenziell von einer festen Entwicklung bei den Rohölpreisen aus, mit der Brent auf 75 bis 80 Dollar steigen könnte. Hinzu kommen erneute Spannungen zwischen den USA und dem Iran.

Eine knappe Marktlage und die geopolitischen Risiken sorgen dafür, dass die Abwärtspotenziale an den Ölbörsen gering und wenig nachhaltig sind, sodass sich auch bei den Preisen aktuell Preissteigerungen andeuten.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral bis bullish

 

 

 

 

 

06. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 69.24 $   Crude (WTI): 60.45 $   Gasoil 632.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0160   Rheinfracht: 42.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preiseinbruch zum Handelsauftakt – Trump droht China mit neuen Strafzöllen

 

Die Abwärtskorrektur an den Ölbörsen über die vergangenen beiden Wochen könnte nun dafür sorgen, dass sich Saudi-Arabien wieder stärker für eine Verlängerung der Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe für die zweite Jahreshälfte einsetzt.

Im letzten Monat hatte vor allem das globale Ölangebot im Fokus des Marktes gestanden. Die USA steigerte ihre Ölförderung in der letzten Woche auf ein neues Rekordniveau, während die OPEC+ Länder weiter ihre Produktion drosseln. Sanktionen gegen Venezuela und Iran wurden verschärft, womit das Angebot knapper wird.

Mit dem Wochenauftakt lenkt US Präsident, Donald Trump, die Aufmerksamkeit der Märkte nun wieder auf die Ölnachfrage. Laut eines Tweets vom Sonntag kommen die Verhandlungen über ein Handelsabkommen mit China zu langsam voran. Als Reaktion darauf kündigt Trump nun die Anhebung der Strafzölle auf chinesische Importe beginnend an diesem Freitag an.

Eigentlich hatte der Markt angenommen, dass sich China und USA bald, eventuell auch schon diese Woche, auf ein Handelsabkommen einigen können. Kommen die neuen Zölle, könnte dies die Annäherung beider Seiten erschweren.

Mit dem Preisrutsch deuten sich bei den Preisen erst einmal deutliche Abwärtsspielräume an.

 

Fundamental: neutral                 Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

03. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 70.40 $ Crude (WTI): 61.67 $ Gasoil 639.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0199 Rheinfracht: 42.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technische Gewinnmitnahmen – Hohe US Bestände belasten

 

Physisch ist momentan wohl noch nicht von einer Unterversorgung auszugehen.

Doch die momentane Abwärtskorrektur an den Börsen ist etwas kontraintuitiv zu dieser Lage.

In den USA sind die Rohölvorräte in der letzten Woche um knapp 10 Mio. Barrel gestiegen. In Anbetracht der Sanktionen gegen den Iran und Venezuela, sowie rückläufiger Ölimporte aus Saudi-Arabien, eine durchaus erstaunliche Entwicklung. Hinzu kommt, dass man davon ausgeht, dass die anstehenden Exportausfälle des Iran aufgefangen werden können. Diese Gefahr besteht nun seit mehreren Wochen, sodass sich der Markt in gewisser Weise hieran gewohnt hat. Die Produkt Futures, insbesondere Gasoil, zeigen sich derzeit im Vergleich zu den Rohölpreisen von Brent und WTI fester. Auch wenn die Futures an den Ölbörsen am Morgen oberhalb der Vortagestiefs bleiben, so handeln diese dennoch unter den Werten von gestern Vor- und Nachmittag. Trotz des weicheren Euros, setzen sich bei den Inlandspreisen heute Morgen die Preisnachlässe durch.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 

 

 

 

02. Mai 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 71.92 $ Crude (WTI): 63.39 $ Gasoil 643.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0174 Rheinfracht: 42.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Venezuela und Libyen - Ölpreise bleiben durch geopolitische Risiken fest

 

Die US Ölbestandsdaten des DOE haben gezeigt, dass die Versorgungslage in den USA, trotz all der Sorgen, die man aktuell auf globaler Ebene hat, weiter komfortabel bleibt. Die Rohölbestände sind deutlich gestiegen, auch wenn die Importe aus der OPEC den niedrigsten Stand seit über 30 Jahren markiert haben.

Die verschärften Sanktionen der USA werden die Ölexporte des Irans weiter reduzieren. Meldungen über interne Berichte aus dem Iran zeigen, dass die Regierung in Teheran offenbar mit einem Rückgang der Verkäufe rechnet.

Die Produktionskürzungen mit der OPEC+ Gruppe will man aber anscheinend weiter verlängern.

In Venezuela und Libyen haben sich die geopolitischen Unsicherheiten noch einmal gesteigert, was gegen eine starke Abwärtskorrektur an den Börsen spricht.

Entscheidend wird daher sein, wie sich die geopolitischen Konflikte auf die Produktion und Exporte der betroffenen Länder auswirken. Heute Morgen starten die Futures im Bereich ihrer Vortageshochs. Bei den Inlandspreisen deuten sich daher nun deutliche Preissteigerungen an.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral