AVIA Vereinigung Schweiz

25. März 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 66.70 $   Crude (WTI): 58.64 $   Gasoil 601.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9945   Rheinfracht: 21.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Angst vor Rezession – Technische Verkaufssignale belasten die Ölpreise

 

Im Tauziehen zwischen den stützenden Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe sowie US Sanktionen gegen Iran und Venezuela auf der einen Seite, und der Befürchtung eines geringen Nachfragewachstums auf der anderen Seite, scheint nun letzteres vorerst die Oberhand gewonnen zu haben. Die US Ölbestände sinken, Venezuela wird sich mit Ölexporten weiter schwertun und die Sanktionen gegen den Iran werden vermutlich weiter verschärft.

Hintergrund bleiben immer wieder aufkommende Zweifel an der globalen Wirtschaftsentwicklung und dem damit verbundenen Ölnachfragewachstum. Die Konjunkturdaten deuten auf eine Abkühlung der Wirtschaftslage hin und die Zahlen von letzter Woche waren nicht gerade erbaulich.

Auch die zähen Verhandlungen zwischen den USA und China in deren Handelsstreit belastet den Ausblick - insbesondere, dass die Strafzölle auch im Falle einer Einigung vorerst aufrechterhalten werden sollen.

Hatte in den letzten Wochen die knappe Marktlage durchgehend dominiert, so rücken nun die Konjunktur- und Ölnachfragesorgen in den Fokus. Dies dämpft die Stimmung an den Ölbörsen spürbar.

Bei den Preisen deuten sich daher noch immer leichte Abwärtspotenziale an.

 

Fundamental: neutral                 Chartanalyse: bearish

 

 

 

 

 

22. März 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 67.91 $   Crude (WTI): 59.99 $   Gasoil 610.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9927   Rheinfracht: 21.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Zaghafte Gewinnmitnahmen auf hohem Niveau – Preisnachlässe im Inland zu erwarten

 

Mit der jüngsten Preisrallye haben die Rohöl Futures neue Jahreshochs erreicht, was bei einigen Marktteilnehmern wieder die Frage aufwirft, wann dies zu einer Vernichtung der Ölnachfrage führt. Je höher die Ölpreise, desto geringer die Nachfrage. Und auf dem aktuellen Preisniveau, in Verbindung mit den pessimistischen Konjunkturaussichten, könnten sich Käufer zurückhalten, so die Befürchtung.

Die Kürzungen der OPEC+ Gruppe, die in den kommenden Monaten bis mindestens Juni noch beibehalten werden sollen, sorgen für eine weiterhin knappe Verfügbarkeit am physischen Markt.

Die Gefahr eines negativen Einflusses auf die Ölnachfrage und ein schnell steigendes Konkurrenzangebot von Nicht-OPEC Ländern, bei zu hohen Preisen, könnte zu einem Ende der Zusammenarbeit der OPEC+ Gruppe führen. Damit wäre allerdings eine Überversorgung in der zweiten Jahreshälfte sehr wahrscheinlich und würde zu einer heftigen Abwärtskorrektur führen. Diese Möglichkeit alleine dämpft dabei das Aufwärtspotenzial an den Börsen.

Die fundamentale Konstellation wird von uns heute Morgen auf neutral bis bullish zurückgestuft. Bei den Preisen deuten sich somit moderate Preisnachlässe an.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral

 

 

 

 

 

 

21. März 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 68.58 $ Crude (WTI): 60.17 $ Gasoil 618.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9912 Rheinfracht: 21.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Rohöl springt auf 4-Monatshoch – schwacher Dollar beeinflusst Preise

 

Die Kürzungen der OPEC+ Gruppe scheinen ihre Wirkung mittlerweile auch auf die US Ölbestände zu haben. Die gestern gemeldeten Abbauten bei Rohöl sind nun die zweiten in Folge und haben die US Rohölbestände bereits unter das 5-Jahresdurchschnittsniveau gedrückt.

Die Zahlen der USA deuten darauf hin, dass die Versorgungslage am Weltmarkt knapp ist, was sich in den letzten Wochen ja auch schon in der Backwardation Konstellation von Brent gezeigt hat.

Momentan scheint die Versorgung am Markt in der Tat knapp zu sein, denn die OPEC+ Länder behalten ihre Produktionskürzungen bei, bzw. haben zum Teil sogar deutlich mehr als angekündigt vom Markt genommen.

Nicht ganz klar ist allerdings, wie sich die Nachfrage im Jahresverlauf insgesamt entwickeln wird. Hier rechnen die meisten Experten auf Grund der schwächeren Konjunktur mit einer Abschwächung. Offen ist auch noch die mögliche Verlängerung des OPEC+ Abkommens in die zweite Jahreshälfte.

Ohne eine solche Maßnahme würden innerhalb kürzester Zeit große Produktionsmengen an den Markt zurückkehren.

Fundamental bleibt die Konstellation kurzfristig weiter bullish, wenngleich die langfristigen Effekte unsicher bleiben. Bei den Preisen deuten sich leichte Preissteigerungen an.

 

Fundamental bullish                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

 

20. März 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 67.79 $ Crude (WTI): 59.09 $ Gasoil 613.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0002 Rheinfracht: 21.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Verhaltene Reaktion auf bullishe API Daten – Erste technische Verkaufssignale

 

Die vermutlich wichtigsten Nachrichten dieser Woche kamen gleich zu Beginn: die OPEC+ Gruppe wird ihr nächstes Meeting erst im Juni abhalten und die Kürzungen bis Mitte des Jahres durchführen, bevor man über eine Fortführung der Maßnahmen entscheiden wird. Dies nimmt zunächst einmal etwas Volatilität aus dem Markt.

Andere Länder, vor allem aber Russland, wollen nicht voreilig agieren und die Entwicklung erst noch weiter beobachten. Mit den US Sanktionen gegen Venezuela und Iran, aber auch bei der Ölnachfrage und dem US Schieferölwachstum gibt es noch erhebliche Unsicherheiten.

Die OPEC hat demnach kaum die Möglichkeit die Maßnahmen Mitte des Jahres zu beenden und müsste die aktuellen Niveaus eigentlich beibehalten. Auch wenn der Markt aktuell nicht mehr überversorgt ist, so ist mit den Kürzungen die Versorgungssicherheit gestiegen. Die OPEC+ Länder haben nun erhebliche Produktionsreserven, die man relativ kurzfristig reaktivieren kann.

Bei der fundamentalen Markteinschätzung bleiben wir zunächst weiter bei unserer leicht bullishen Einschätzungen. Bei den Preisen deuten sich damit keine größeren Veränderungen an.

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

19. März 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 67.61 $ Crude (WTI): 59.05 $ Gasoil 608.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0003 Rheinfracht: 24.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

WTI klettert auf neues Jahreshoch – Libyens Ölproduktion wieder bei 1,2 Mio. B/T

 

Die OPEC+ Gruppe hatte beim gestrigen JMMC gestern beschlossen das Meeting im April abzusagen und stattdessen erst wieder am 25. bis 26. Juni eine Vollversammlung abzuhalten. Kasachstan, das sich ebenfalls an den OPEC+ Kürzungen beteiligt, will die Produktion an seinem riesigen Kashagan Ölfeld nun vorübergehend für April und Mai drosseln. Ab Juni werde man dann aber wieder mehr produzieren. Die Ankündigung Kasachstan deutet eher daraufhin, dass das Land die Kürzungen nicht über Juni hinaus verlängern wird. Von daher wird in den kommenden Monaten abzuwarten sein, wie sich das Marktverhältnis entwickeln wird.

Generell überwogen in den vergangenen Wochen zwar die bullishen Nachrichten, doch diese dürften auch weitestgehend eingepreist sein. Die fundamentale Konstellation kann daher erst einmal weiter neutral bis bullish eingestuft werden. Da ICE Gasoil über den Niveaus von gestern Morgen und Mittag in den Tag startet, deuten sich bei den Inlandspreisen für Heizöl und Diesel erst einmal leichtes Aufwärtspotenzial an.

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

 

18. März 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 67.19 $ Crude (WTI): 58.40 $ Gasoil 607.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0015 Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise nach Abwärtskorrektur am Freitag leicht erholt – OPEC wird weiter kürzen

 

Die Monatsreports von EIA, OPEC und IEA haben in der letzten Woche gezeigt, dass die Versorgungslage mittlerweile knapper geworden ist. Hatte man Ende letzten Jahres noch befürchtet, dass die Ölnachfrage einbricht und sich mit dem Boom der US Schieferölproduktion eine massive Überversorgung im neuen Jahr ergeben wird, hat sich das Bild mittlerweile gedreht. Die OPEC+ Gruppe hat den Markt mindestens wieder ausbalanciert, wenn nicht sogar eine leichte Unterversorgung etabliert.

Die Maßnahmen der OPEC haben damit Erfolg, denn auch der Ölpreis ist in dieser Zeit deutlich gestiegen. Doch ist der Markt eben nur wegen dieser Kürzungen in der jetzigen Konstellation, ohne die es vermutlich schnell wieder zu einer deutlichen Überversorgung kommen würde.

Wenn in den USA in der zweiten Jahreshälfte zahlreiche Pipelines fertiggestellt werden, könnten die Ölpreise unter Druck kommen. Für die OPEC+ Gruppe ist es allerdings noch zu früh um zu entscheiden, wie man mit dieser Konstellation umgehen wird und vermutlich erst beim Meeting im Juni über die Vorgehensweise in der zweiten Jahreshälfte entscheiden.

Bei den Preisen ist daher mit leichtem Abwärtspotenzial zu rechnen.

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

 

15. März 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 67.36 $ Crude (WTI): 58.76 $ Gasoil 612.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0023 Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Jahreshochs erneut ausgebaut – Ölpreise bleiben nach OPEC Report auf hohem Niveau

 

Momentan sieht es danach aus, als würde die Versorgungslage bis auf Weiteres angespannt bleiben. In den USA sinken die Bestände, die OPEC kürzt weiter und die Exporte aus Venezuela und Iran werden ebenfalls abnehmen, während die Ölnachfrage zum zweiten Quartal saisonal ansteigt. Gibt es keinen überraschenden Kurswechsel der OPEC oder andere unvorhergesehene Dinge, so dürften in die Ölpreise in dieser Konstellation bleiben und sich tendenziell nach oben orientieren.

Die USA plant zudem offenbar die Sanktionen gegen den Iran zu verschärfen und die bisherigen Ausnahmeregelungen für einige Länder ab Mai anzupassen

Doch die OPEC warnt vor einer grundlegenden Veränderung im letzten Quartal des laufenden Jahres. Das Kartell rechnet mit einem starken Angebotsschub von Nicht-OPEC Ländern, maßgeblich auch angetrieben von einem erneuten Boom in der US Schieferölindustrie, wenn neue Pipelines in Betrieb genommen werden,

Der Ölmarkt wird in 2019 damit weiter sehr spannend sein und sollte somit auch weiter volatil bleiben. Da ein Großteil der stützenden Faktoren bereits eingepreist ist, stufen wir die fundamentale Konstellation für den Moment auf neutral bis bullish zurück und es momentan keine größeren Preisveränderungen andeuten.

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

 

14. März 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 67.73 $ Crude (WTI): 58.38 $ Gasoil 612.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0048 Rheinfracht: 26.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Rohöl markiert auf neue Jahreshochs – Gasoil verhalten

 

In den USA fallen die Bestände bei Benzin und Rohöl. Eine knapper werdende Versorgungslage vor der Sommernachfrage ist immer ein stützender Impuls an den Ölbörsen. Hinzu kommt, dass das Ölangebot generell knapper eingeschätzt wird.

Die Iran Sanktionen werden ab Mai vermutlich noch einmal anziehen, so sind zumindest die neuesten Informationen zu deuten. Und auch die Versorgung aus Venezuela entwickelt sich weiter negativ. Indien wird weniger Rohöl aus dem Land kaufen und auf andere Bezugsquellen umsteigen müssen, was die Rohölpreise entsprechend stützt.

Es gibt jedoch auch Variablen, die das Aufwärtspotenzial in Grenzen halten. Experten nennen in diesem Zusammenhang die enttäuschenden Konjunkturdaten, die das Ölnachfragewachstum bremsen, sowie die Möglichkeit, dass größere Mengen an Rohöl rasch an den Markt zurückkehren könnten, wenn ein Restart der Produktion Libyens gelingt oder Russland und Saudi-Arabien ihre Strategie ändern. Dies sind aber eher Spekulationen.

Die fundamentale Grundkonstellation ist nach den bullishen DOE Daten und den angedeuteten Verschärfungen der Iran Sanktionen für heute Morgen bullish. Bei den Preisen zeichnet sich aktuell keine große Veränderung ab.

 

Fundamental bullish                  Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

 

13. März 2019

 

Rohöl/Barrel: Brent : 66.89 $ Crude (WTI): 57.20 $ Gasoil 610.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0076 Rheinfracht: 33.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach API Ölbestandsdaten und EIA Monatsreport nahezu unverändert

 

Saudi-Arabien hat bekanntlich mehr Rohöl vom Markt genommen, als es laut der OPEC+ Vereinbarung von Dezember muss. Die extra Kürzungen werden über den März hinaus auch bis in den April hinein beibehalten, womit auch die Exporte weiter künstlich auf niedrigem Niveau gehalten werden, dies hat zu Spekulationen geführt, dass die Förderkürzungen auch in der zweiten Jahreshälfte weiter aufrechterhalten werden könnten.

Aus dem Iran und Venezuela kommen weiter reduzierte Mengen auf den Markt, da die USA ihre Sanktionen aufrechterhalten. Für Experten dürfte dies zu einem schnelleren Rückgang bei den Verfügbarkeiten aus dem südamerikanischen Land führen.

Doch nicht alle Faktoren am Markt sind bullish, die wirtschaftlichen Risiken und globalen Wachstumssorgen sind bremsende Faktoren für die Ölpreise, wobei auch die immer weiter zunehmende US Ölproduktion das Aufwärtspotenzial verringert.

Die EIA hat in ihrem neuen Monatsreport die globale Versorgungslage nun knapper als noch im letzten Monat eingeschätzt.

Die Ölpreise an ICE und NYMEX bleiben am Morgen wenig verändert, notieren jedoch unterhalb der Werte von gestern Mittag.

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

12. März 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 66.67 $   Crude (WTI): 56.94 $   Gasoil 611.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0111   Rheinfracht: 38.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures bleiben weiter fest – Gasoil im Frontmonat nachgebend

 

Mit ihrem fünf Jahresausblick hat die IEA gestern eine langfristig komfortable Versorgungslage gezeichnet. Kurzfristig allerdings werden sich die Marktteilnehmer vor allem an der aktuellen Angebotssituation orientieren, und hier deutet sich bislang weiter eine knappe Versorgung mit Rohöl ab.

Saudi-Arabien will seine Ölförderung weiter stärker als mit der OPEC+ Gruppe ursprünglich vereinbart kürzen. Als Saudi-Arabien Anfang des Monats noch die Ölpreise mit Lieferungen im April für Abnehmer aus Europa reduziert hatte, war zu vermuten, dass die Saudis das Angebot im kommenden Monat wieder steigen könnte. Doch der Markt soll bewusst mit weniger Rohöl als gewünscht versorgt werden. Ohne eine außergewöhnliche Situation werde man die Kürzungen unverändert bis Mitte des Jahres beibehalten und die Entscheidung auf das Treffen Ende Juni vertagen.

Zusätzliches Öl kommt hingegen aus Libyen, dessen Sharara Ölfeld hochgefahren wird. Angesichts der Kürzungen der Saudis und der Sanktionen gegen Venezuela und Iran, eine dringend benötigte Fördersteigerung.

Bei den Preisen deuten sich daher für den Moment leichte Preisnachlässe zu gestern an.

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

11. März 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 66.09 $   Crude (WTI): 56.45 $   Gasoil 620.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0082   Rheinfracht: 42.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise erholen sich vom Kursrutsch am Freitag

 

Die OPEC und Nicht-OPEC Länder, die seit Januar zusammen mit dem Kartell freiwillig ihre Ölförderung gekürzt haben, werden sich am 17. und 18. April in Wien treffen. Eine Entscheidung über einen Zeitpunkt für das Ende der Produktionskürzungen werde es hier allerdings nicht geben.

Im Fokus dürfte dann das darauffolgende nächste Meeting am 25. und 26. Juni liegen. Die OPEC wird dann abzuschätzen haben, ob es gelungen ist das Angebot ausreichend zu reduzieren, um den Markt wieder in Balance zu bringen. Nur wenn Angebot und Nachfrage wieder ein ausgeglichenes Niveau erreichen, wird die OPEC die Produktionskürzungen wohl zurückschrauben.

Aus Libyen kommt mittlerweile wieder mehr Rohöl auf den Markt, im Großen und Ganzen wird das physische Angebot mit den Kürzungen der OPEC und den Ausfällen aus Venezuela und Iran aber als knapp eingeschätzt. China rechnet mit dem schwächsten BIP Wachstum seit Jahrzehnten und der Außenhandel brach im Februar förmlich ein.

Alles in allem bleibt der Markt somit weiter in einem Spannungsfeld mit größeren Unsicherheiten. Bei den Preisen deuten sich somit moderate Preissteigerungen an.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

08. März 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 65.73 $   Crude (WTI): 56.25 $   Gasoil 619.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0096   Rheinfracht: 42.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Geringe Dynamik auf hohem Niveau – Konsolidierungsphase bleibt bestehen

 

Auf der Nachfrageseite sind es vor allem Sorgen bezüglich des schwächelnden globalen Wirtschaftswachstums und dessen Einfluss auf die Ölnachfrage, die die Aufwärtspotenziale begrenzen. Die Verlangsamung des globalen Wachstums belaste den Ausblick bei den Ölpreisen. Dies sei Ursache für Gewinnmitnahmen und Begrenzungen der Spielräume nach oben.

Aus Libyen kommt unterdessen wieder etwas mehr Öl, nachdem das größte Ölfeld des Landes, Anfang der Woche wieder in Betrieb genommen wurde. Man geht davon aus, dass sich die Produktion in den kommenden Tagen wieder vollständig erholen wird.

In Sachen Iran baut Indien offenbar darauf, dass es im Mai weitere Ausnahmeregelungen geben wird. Die USA hat immer wieder betont, dass man die Ölexporte des Irans letztlich auf null drücken will, jedoch kein klares Statement zu Ausnahmeregelungen für einige Länder getroffen.

Die Kürzungen im Angebot sind und bleiben stützend, wurden über die letzten Wochen allerdings auch weitestgehend eingepreist. Ende März beginnt langsam die Sommernachfrage und man rechnet mit einem höheren Bedarf an Rohöl. Die Einschätzungen bezüglich der globalen Konjunktur verunsichern allerdings, sodass sich bei den Preiserwartungen aktuell leichte Abwärtsspielräume abzeichnen.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

07. März 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 66.09 $   Crude (WTI): 56.22 $   Gasoil 622.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0047   Rheinfracht: 45.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures bleiben nach uneinheitlichen DOE Daten in Konsolidierungsmodus auf hohem Niveau

 

Die Zahlen des DOE haben gezeigt, dass die USA bei den Veränderungen der Ölbestände nun verstärkt von Importen und Exporten abhängig ist. Diese Zahlen können durch Verzögerungen bei der Be- und Entladung einiger weniger Supertanker allerdings stark schwanken und tendenziell extreme Bestandsveränderungen begünstigt.

Unterdessen gilt die Versorgungslage auf globaler Ebene weiter als knapp, was auf die umfangreichen Kürzungen der OPEC und die Sanktionen gegen Iran und Venezuela zurückzuführen ist. Die Wiederinbetriebnahme des größten Ölfeldes in Libyen sollte das Angebot wieder erhöhen. Diese Mengen kommen gerade zur rechten Zeit, denn zum zweiten Quartal hin steigt für gewöhnlich die saisonale Nachfrage an.

Saudi-Arabiens Förderung wird in dieser Zeit weiter genau zu beobachten sein. Der Ölminister hatte angekündigt, dass man die Förderung drosseln werde. jedoch für April auch die Preise für Lieferungen nach Nordwesteuropa und das Mittelmeer deutlich reduziert, womit man offenbar die Nachfrage stärken will. Dies könnte ein Indiz sein, dass die extremen Kürzungen wieder gelockert werden, zumal auch das größten Offshore Ölfeld des Landes wieder nach Reparaturarbeiten diesen Monat hochgefahren wird.

Bei den Preisen bedeutet dies somit zunächst leichte Preissteigerung zu gestern.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

06. März 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 65.47 $   Crude (WTI): 56.15 $   Gasoil 618.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0049   Rheinfracht: 46.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures mit geringer Handelsspanne innerhalb technischer Vorgaben

 

An den Ölbörsen hat sich eine recht enge Handelsspanne knapp unterhalb der bisherigen Jahreshochs gebildet. Die Stimmung war zuletzt zwar überwiegend bullish, doch die freiwilligen Kürzungen der OPEC, die die Vereinbarungen aus Dezember deutlich übertreffen, sowie die Sanktionen gegen den Iran und Venezuela sind nun schon länger bekannt und sollten damit weitestgehend eingepreist sein. Auf der anderen Seite deutet sich aber auch ein Handelsabkommen zwischen USA und China ab, dass einen positiven Einfluss auf die Konjunkturerwartungen und damit auch auf die Ölnachfrage haben sollte.

Unterdessen steigt das Ölangebot aus Libyen. Auch in Saudi-Arabien deutet sich eine Entspannung bei den Einschnitten an.

Das Land hatte deutlich mehr Rohöl vom Markt genommen als es sich in dem OPEC+ Abkommen vom Dezember verpflichtet hatte. Für Lieferungen im April sind die Rohölpreise für Lieferungen deutlich gesenkt worden.

Im März zieht aber auch die Ölnachfrage langsam wieder an. Angesichts des Potenzials aus Libyen und einer möglichen Steigerung der Exporte aus Saudi-Arabien könnte sich die Marktlage, trotz des Nachfrageanstiegs, zum zweiten Quartal entspannen.

Für heute zeichnen sich leichte Preissteigerungen an.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

05. März 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 65.40 $   Crude (WTI): 56.37 $   Gasoil 618.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0000   Rheinfracht: 48.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisanstieg vom Montag nur von kurzer Dauer - Restart der Ölförderung in Libyen

 

Meldungen um eine bevorstehende Einigung im Handelsstreit zwischen USA und China sorgen für eine bullishe Stimmung am Markt. Sollten sich die Länder auf ein Abkommen einigen und die Zölle wieder abbauen, sendet dies ein positives Signal in die Märkte. Die Risikobereitschaft nimmt wieder zu, wovon traditionell auch die Ölbörsen profitieren. Auch die bisherigen Ölnachfrageprognosen für 2019 ließen sich damit eventuell wieder nach oben korrigieren, wobei man dafür erst noch abwarten muss, ob der Deal tatsächlich kommt.

Unterdessen ist nun aber mit einem deutlichen Anstieg der Ölförderung in Libyen zu rechnen, wo die Förderung am Sharara Ölfeld wieder zunimmt. Bleibt der Restart ohne Probleme, dürfte die Produktion zulegen und damit einen Großteil der OPEC Kürzungen aus Februar kompensieren. Dieser Effekt dürfte weitere starke Preissteigerungen an den Ölbörsen zunächst einmal entgegenwirken. Die fundamentale Einschätzung stufen wir heute Morgen daher zunächst einmal auf neutral herab.

Da die Ölpreise an den Börsen unterhalb der Niveaus von gestern Mittag liegen, zeichnen sich für den heutigen Vormittag leichte Preisnachlässe ab.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

04. März 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 65.20 $   Crude (WTI): 55.90 $   Gasoil 617.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0002   Rheinfracht: 54.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Schlechte US Konjunkturdaten – Ölpreise nach Gewinnmitnahmen weicher

 

Im laufenden Jahr sind die Ölpreise bisher um knapp 25% angezogen und haben damit auf die fundamental knappere Marktversorgung reagiert. Die Nachfrage ist im ersten Quartal eigentlich die saisonal schwächste im gesamten Jahr. Die Ursachen sind bekannt und liegen in den Produktionskürzungen der OPEC, den US Sanktionen gegen Iran und Venezuela sowie den Ausfällen in Libyen, wo das größte Ölfeld weiterhin abgeschaltet bleibt.

Die Ölpreise haben sich damit auf hohem Niveau stabilisiert. Die Aufwärtsdynamik wurde in der letzten Woche allerdings spürbar eingedämpft. Am Freitag kam eine Serie schlechter als erwarteter Konjunkturdaten auf den Markt, die den Pessimismus bezüglich des Wirtschafts- und Ölnachfragewachstums für das laufende Jahr wieder verstärkt haben.

Vermutlich muss der Markt in der ersten Jahreshälfte weiter mit einer erhöhten Volatilität leben, da die Unsicherheiten am Markt bis auf Weiteres bestehen bleiben.

Offen ist auch das Verhandlungsergebnis im Handelsstreit zwischen USA und China, dessen Deadline auf bislang unbekannte Zeit verschoben wurde.

Für Heute deuten sich bei den Preisen aktuell zunächst Abwärtspotenziale an.

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

01. März 2019


Rohöl/Barrel: Brent : 67.03 $   Crude (WTI): 57.74 $   Gasoil 630.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9989   Rheinfracht: 54.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nehmen Jahreshochs in den Blick – OPEC Kürzungen bei 275%

 

Die ersten Zahlen zu den OPEC Produktionsmengen Februar zeigen, wie strikt das Kartell die eigenen Produktionsvorgaben umgesetzt und zum Teil übererfüllt hat. Federführend natürlich Saudi-Arabien mit umfangreichen Kürzungen, aber auch Libyens Förderung ist unerwartet stark gefallen, während die Sanktionen gegen Iran und Venezuela sind eine zusätzliche Bürde sind.

Die Versorgungslage hat sich in den ersten zwei Monaten des neuen Jahres damit deutlich verknappt, sodass die Ölpreise entsprechend anstiegen. Brent kletterte im Jahreshoch bereits über 25% und legte damit einen der stärksten Jahresstarts in der Geschichte hin. Gleichzeitig aber gibt es einige Regionen in denen unverkauftes Rohöl lagert.

Langfristig gehen die meisten Experten allerdings davon aus, dass eine extreme Rallye vom aktuellen Niveau aus unwahrscheinlich ist. Die US Exporte liegen auf einem Rekordhoch und werden weiter zunehmen.

Auch wenn nicht mit einem Einbruch gerechnet wird, so dürfte die Verlangsamung der Konjunkturentwicklung ihre Spuren hinterlassen, womit sich die Marktlage in der zweiten Jahreshälfte wieder entspannen sollte.

Damit deuten sich bei den Preisen aktuell deutliche Preisaufschläge zum Vortag an.

 

Fundamental bullish                  Chartanalyse neutral bis bullish