AVIA Vereinigung Schweiz

17. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 79.40 $   Crude (WTI): 71.68 $   Gasoil 693.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0004 Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gasoil klettert auf 3,5 Jahreshoch – DOE, Venezuela und technische Käufe

 

In Sachen Ölnachfrage zeigte sich in den letzten Monaten eine klare Tendenz: der Bedarf wird hoch bleiben und die Prognosen wurden stetig nach oben angepasst. Umso überraschender kam die Korrektur der IEA gestern, die das globale Ölnachfragewachstum 2018 leicht nach unten korrigierte.

Die IEA begründete dies mit den höheren Preisen, die sich letztlich negativ auf die Nachfrageentwicklung auswirken werde.

Doch einige Experten sehen den negativen Einfluss der Preise auf die Nachfrage für zu übereilt, da die Preise keine neuen Allzeithochs erreicht haben. Zwar ist Öl so teuer wie seit 3,5 Jahren nicht mehr, im historischen Vergleich ist das Niveau aber noch immer günstig.

Die globale Nachfrage ist weiter angespannt und die Situation könnte sich am Wochenende noch einmal verschärfen. Dann sollen in Venezuela Präsidentschaftswahlen abgehalten werden. Mehrere Länder, darunter auch die USA, drohen die Wirtschaft und insbesondere den Ölsektor des Landes zu sanktionieren, sollte Maduro die Wahlen stattfinden lassen.

Dies bedeutet schlussendlich deutliche Preissteigerungen zum Vortag an.

 

Fundamental bullish                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

16. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 78.26 $   Crude (WTI): 71.16 $   Gasoil 683.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9995 Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Charttechnisches Korrekturpotenzial? – Warten auf IEA und US Ölbestandsdaten

 

Die Ölpreise zogen gestern wieder einmal deutlich an, wobei WTI sein Hoch der letzten Woche nicht knacken konnte.. Eventuell besteht nun die Möglichkeit, dass die Ölpreise ihr Aufwärtspotenzial vorerst ausgereizt haben, nachdem es in den letzten Wochen ausschließlich nach oben ging.

In den letzten Tagen und Wochen wurde viel von der Eskalation mit dem Iran und den drohenden Sanktionen eingepreist, sodass es ohne einen Produktions- oder Exportrückgang schwierig wird, die Situation weiter als Begründung für starke Preissteigerungen heranzuziehen.

Die Stimmung bleibt dennoch tendenziell bullish. Die hohe Nachfrage, das knappe Angebot und die Aussicht, dass die Ölproduktion des Iran und Venezuelas sinken dürfte wird die Preise weiterhin stützen.

Trader werden heute vor allem auf Impulse vom IEA Monatsreport am späten Vormittag und vom DOE Bericht am Nachmittag um 16:30 Uhr warten.

Da die Ölpreise von den gestrigen Höchstständen wieder etwas zurückkamen, deutet sich ein Preisniveau unterhalb des Vortageshochs an.

 

Fundamental neutral bis bullish                         Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

15. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 78.19 $   Crude (WTI): 70.89 $   Gasoil 683.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0004 Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Schwacher Euro und feste Futures – Inlandspreise steigen wieder

 

Der OPEC Report von gestern hat gezeigt, dass es den Markt unterversorgt sieht und die Bestände weiter sinken. Laut dem Monatsbericht liegen die Bestände nur noch knapp über dem 5-Jahresdurchschnitt.

Bleibt die OPEC weiter bei ihren Produktionskürzungen, so wird dies ein Angebotsdefizit im laufenden Jahr generieren. Venezuelas Ölförderung bleibt in einer rasanten Abwärtsspirale und verlor erneut deutlich an Boden. Geht dies in dieser Geschwindigkeit voran, wird es schwer sein die Verluste auszugleichen.

Die EU will sich zwar nicht an den Sanktionen der USA gegen den Iran beteiligen, doch die USA haben angekündigt auch europäische Firmen zu sanktionieren, sollten sich diese nicht an die Vorgaben halten.

Die Unruhen an der Grenze Israels haben zwar keinen direkten Einfluss auf die Versorgung, dennoch ist dies nicht gerade ein Zeichen der Stabilität. Die 80 Dollar, die bei Brent nicht mehr allzu weit entfernt ist, könnte eine Zielmarke für Trader werden.

Für Heute deuten sich erneut deutliche Preissteigerungen an.

 

Fundamental neutral bis bullish                         Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

14. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 76.82 $   Crude (WTI): 70.48 $   Gasoil 674.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0000 Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technische Gewinnmitnahmen zum Wochenauftakt

 

Mit der Entscheidung der USA die Sanktionen gegen den Iran wieder einzuführen, stiegen die Ölpreise. Bisher hält sich der Einfluss auf die physische Verfügbarkeit allerdings in Grenzen denn die USA haben eine Übergangsfrist von ca. 6 Monaten gewährt. Einige Analysten glauben allerdings, dass sich nun eine Konstellation ergibt, mit der Brent auf über 80 Dollar, mittel- bis langfristig sogar wieder bis 90 oder 100 Dollar steigen könnte.

Sollte das Ölangebot mit den Sanktionen weiter sinken, sind durchaus noch weitere Aufwärtspotenziale am Markt vorhanden. Doch es werden bereits auch Stimmen am Markt laut, die darauf verweisen, dass die OPEC nun die Produktionskürzungen zurückfahren könnte. Saudi-Arabien hatte jedenfalls angekündigt wegfallende Exporte des Iran zu ersetzen und auch andere Länder dürften bei den momentan höchsten Ölpreisen der letzten 3,5 Jahre erpicht sein, etwas von diesem Kuchen ab zu bekommen.

Einige Trader nutzen die Konstellation nun erst einmal für Gewinnmitnahmen, denn die Sanktionen gegen den Iran wurden bereits über Wochen eingepreist.

 

Fundamental neutral bis bullish                         Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

11. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 77.29 $   Crude (WTI): 71.26 $   Gasoil 674.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0034 Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Sanktionen und geopolitische Risiken halten Ölpreise auf hohem Niveau

 

Der jüngste militärische Schlagabtausch zwischen Iran und Israel hat das Risiko eines offenen Konflikts zwischen den beiden Ländern erhöht. Die Gefahr, die hiervon ausgehen könnte, wäre für die Region enorm und stellt auch ein Risiko für die Verfügbarkeit von Rohöl dar. Auch die Sanktionen der USA gegen den Iran können die Marktlage weiter verknappen. Zwar rechnen Analysten nur mit einem Ausfall, jedoch ist die Marktlage auch ohne diese Ausfälle bereits äußerst knapp.

Die Überkapazitäten sind schon längst abgebaut und so lange sich die OPEC weiter an die Produktionskürzungen hält wird sich dies vermutlich auch kurzfristig nicht ändern.

Bei abnehmenden Beständen und der anstehenden Sommernachfrage bleibt das Abwärtspotenzial aus jetziger Sicht sehr begrenzt. Im Marktfokus steht vor allem wie sich die Spannungen zwischen Iran und Israel sowie die angekündigten Sanktionen der USA gegen den Iran entwickeln werden.

Nachdem die Futures gestern ein neues 3,5-Jahreshoch erreicht haben, bleiben diese auch heute Morgen weiter auf hohem Niveau.

 

Fundamental bullish                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

09. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 76.61 $   Crude (WTI): 70.59 $   Gasoil 670.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0024 Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Trump und API lassen Ölpreise steigen – Öl so teuer wie seit November 2014 nicht mehr

 

Von der Wiedereinführung der US Sanktionen gegen den Iran dürfte wohl kaum einer überrascht sein, war das doch lange genug Thema und auch schon weitestgehend eingepreist.

Die Sanktionen gelten zwar sofort, die Übergangszeit wir es allerdings ermöglichen, dass die neue Verhandlungen geführt werden können und dass die Ölexporte des Irans nicht gleich in vollem Umfang einbrechen. Wie gross der Einfluss auf die Verfügbarkeit letztlich sein wird, bleibt abzuwarten. Die Unsicherheit Geschäfte mit dem Iran abzuschliessen ist allerdings deutlich gestiegen.

Die Ölpreise reagieren zunächst vor allem auf die bullishen Bestandsdaten des API, bei denen Abbauten in allen Kategorien gemeldet wurden, sowie auf die Ankündigung der Sanktionen gegen den Iran und setze die späte Aufwärtsbewegung heute Morgen fort und klettern auf den höchsten Stand seit November 2014. Dies ergibt somit deutliche Preissteigerungen.

 

Fundamental bullish                  Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

08. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 75.54 $   Crude (WTI): 70.02 $   Gasoil 662.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0029 Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise geben nach Trump Tweet nach – US Präsident wird heute über Sanktionen entscheiden

 

Der Ölpreis an den Börsen ist im letzten Monat um fast 14% gestiegen. Vor allem die Drohung Trumps gegen den Iran hatte zu dieser Rallye geführt. Trader haben sich auf das Schlimmste vorbereitet und eine Verknappung zum Teil eingepreist. Der Markt ist so kurzfristig extrem von der Laune in Trumps Fingerspitzen auf Twitter abhängig. Spätestens aber die Pressekonferenz am Abend um etwa 20 Uhr im Weißen Haus wird maßgeblich für den Markt sein.

Saudi-Arabien hat bisher auch keine Ambitionen die Kürzungen zu reduzieren, hat man doch ein Preisziel von etwa 80 Dollar im Visier. Doch innerhalb der OPEC ist dies nicht ganz unumstritten. Der Iran präferiert daher die 60 Dollar als ein angemessenes Niveau und nimmt damit ganz offen eine Konterposition zu Saudi-Arabien ein.

Am heutigen Abend stehen gleich mehrere wichtige Ereignisse an. Die Volatilität wird nach den europäischen Geschäftszeiten daher vermutlich extrem zunehmen.

Für heute Morgen deuten sich keine besonders großen Preisanpassungen an.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

07. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 75.54 $   Crude (WTI): 70.41 $   Gasoil 662.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0009 Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Angst vor Iran-Sanktionen – Ölpreis schießt auf 3,5-Jahreshoch

 

Der Ölmarkt bleibt diese Woche weiter fest im Griff der Bullen, die sich mit den drohenden Sanktionen der USA gegen den Iran in einer gestärkten Position sehen. Sollten die USA Handelseinschränkungen gegen den Iran einsetzen, würde dies die Ölpreise vermutlich weiter nach oben treiben. Lieber sichert man sich gegen eine mögliche Preisrallye ab, denn bislang gibt es wenig, dass auf eine Kehrtwende hindeutet

So lange OPEC und die Nicht-OPEC Länder weiter an ihren Produktionskürzungen festhalten, gibt es kaum etwas, das auf eine verbesserte Versorgungslage hindeutet. Im Frühjahr blieb zudem der saisonale Aufbau der Vorräte aus, mit denen man sich auf die Sommernachfrage einstellt, sodass auch von dieser Warte her wenig Hoffnung für eine bessere Versorgung besteht.

In der Gesamtbetrachtung gibt es kaum Trader, die auf fallende Kurse setzen, sodass die Preise in den frühen Morgenstunden schon einen Satz nach oben gemacht haben und sich so aktuell erhebliche Preissteigerungen andeuten.

 

Fundamental neutral/bullish                   Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

04. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 73.63 $   Crude (WTI): 68.43 $   Gasoil 645.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9985 Rheinfracht: 16.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Aufwärtsbewegung am späten Abend – Brent Pipeline wurde abgeschaltet

 

Noch acht Tage bis die von Trump genannte Deadline für das Atomabkommen mit dem Iran erreicht ist. Am 12. Mai will die US Regierung über mögliche neue Massnahmen entscheiden, die eventuell auch die Ölversorgung negativ beeinflussen könnte. Mit dieser Aussicht bleiben die Marktteilnehmer bereits seit Wochen in Habachtstellung, sodass grössere Abwärtsbewegungen an den Börsen derzeit nicht möglich sind.

Nichtsdestotrotz rechnen die meisten Akteure mit einem Ausstieg der USA aus dem bestehenden Abkommen. Insbesondere Macron hatte diese Erwartungshaltung nach seinem US Besuch vergangene Woche bestärkt. Experten gehen davon aus, dass der 12. Mai ein Tag mit nur zwei Optionen sein wird. Entweder verschärfen die USA die Sanktionen gegen den Iran, oder man verzichtet auf Sanktionen, womit die Preise nachgeben würden.

Ohne eine Entscheidung zum Iran wird sich an den Preisniveaus vermutlich nicht viel tun und die Volatilität wird hoch bleiben.

Für Heute sind keine grösseren Preissteigerungen zu erwarten.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

 

03. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 73.20 $   Crude (WTI): 67.86 $   Gasoil 646.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9974 Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach Fed Kommentaren wieder fester – Bearishe DOE Daten mit begrenztem Einfluss

 

Die US Ölbestandsdaten fielen zwar bearish aus, konnten die Preise allerdings nicht besonders stark belasten. Ganz erheblichen Anteil an daran haben die drohenden Sanktionen der USA gegen den Iran. Der Markt rechnet eigentlich bereits fest damit, dass die USA aus dem Atomabkommen in seiner jetzigen Form aussteigen werden.

Auch wenn noch undurchsichtig bleibt, welche Sanktionen die USA wieder einführen wollen, so fürchtet der Markt Probleme bei der Verfügbarkeit von Rohöllieferungen aus dem Iran. Die Entscheidung wird vermutlich am 12. Mai fallen, sodass bis dahin größere Kursverluste wohl ausbleiben sollten.

Auf der anderen Seite sind aber auch Preisanstiege limitiert. Denn zum einen erreicht die US Ölproduktion immer neue Rekordhochs und zum anderen bleibt bis zum 12. Mai unklar, ob die Ölexporte des Iran überhaupt von den Sanktionen betroffen sein werden. Von daher bleibt eine klare fundamentale Richtungsvorgabe für den Moment schwierig.

Unterm Strich ergeben sich daher nur geringe Preisveränderungen.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

02. Mai 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 73.52 $   Crude (WTI): 67.79 $   Gasoil 648.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9947 Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures geben über Feiertag deutlich nach – US Ölproduktion deutlich gestiegen

 

Der israelische Premierminister hatte am Montag noch von Beweisen für ein iranisches Atomprogramm gesprochen, doch die IEA bestreitet derartige Belege.

Trump hatte die Importzölle auf Stahl und Aluminium für die EU nochmals um einen Monat aufgeschoben, was von einigen Marktteilnehmern als Gesprächs- und Verhandlungsbereitschaft gewertet wird. Womöglich ergeben sich auch im Falle des Iran neue Möglichkeiten, bevor die USA die ganz scharfen Sanktionen gegen Teherans Ölindustrie auspackt.

Die leichte - wenngleich indirekte - Entschärfung der zugespitzten Lage im Nahen Osten wird flankiert von einer höheren US Ölproduktion. Die US Ölförderung steigt schneller als erwartet und limitiert damit das Aufwärtspotenzial.

Die generelle Marktlage bleibt damit unverändert in einem Spannungsfeld, bei dem eine rasant steigende US Ölförderung Preisanstiege verhindert, geopolitische Risiken im Nahen Osten und die Produktionskürzungen der OPEC größeren Preisabschlägen allerdings entgegenstehen.

Während die Produkte gestern stark nachgaben, begrenzt der stärkere Dollar-Kurs allerdings die Abwärtspotenziale, so dass die Preise leicht steigen.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

30. April 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.14 $   Crude (WTI): 67.824 $   Gasoil 651.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9877 Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise geben ohne neue Impulse leicht nach – Fokus auf Iran und Handelsstreit

 

Marktteilnehmer bleiben in einer generellen Long-Position, da vor allem das Risiko weiterer Produktionsausfälle Sorgen bereitet. Die Marktlage ist derart knapp, dass jeder weitere Ausfall am physischen Markt sofort spürbar ist und den Unterschied zwischen einem ausgeglichenen Markt und einer Unterversorgung machen kann.

Probleme in der Ölversorgung könnten vor allem entstehen, sollten die USA die Sanktionserleichterungen gegen den Iran am 12. Mai aufheben. Je nachdem welche Sanktionen die USA wieder einführen, könnte dies die Ölexporte des Irans hart treffen und die Ölförderung des Landes damit sinken lassen. Vor dem 12. Mai, wenn die USA die Sanktionen vermutlich benennen werden, bleiben die Abwärtsspielräume an den Ölbörsen klar begrenzt.

Auf der anderen Seite stehen nun aber auch wieder der Handelsstreit zwischen den USA und der EU im Fokus. Ab morgen sollen die Strafzölle auf Aluminium und Stahl auch für die EU gelten, die Gegenzölle angekündigt hat. Der Handelsstreit könnte sich damit weiter ausdehnen.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

27. April 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.50 $   Crude (WTI): 67.97 $   Gasoil 655.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9895 Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures konsolidieren auf hohem Niveau – Geopolitische Faktoren bleiben im Mittelpunkt

 

Die Ölpreise sind seit Anfang April um etwa 6 bis 7 Dollar gestiegen, was fast vollständig auf geopolitische Risikofaktoren zurückzuführen ist. Der kurze Produktionsausfall in Libyen ging dabei ebenso fast unter wie bearishe Meldungen, die am Markt derzeit weitestgehend ignoriert werden.

Im Vergleich zu den letzten Jahren sind die Ölbestände extrem niedrig, sodass der Puffer für Angebotsausfälle sehr klein ist. Die sinkende Produktion in Venezuela, ein möglicher Rückzug der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran, eine instabile Lage in Libyen und eine vermutliche Verlängerung der Produktionskürzungen von OPEC und Nicht-OPEC Länder in 2019 stellen daher ein großes Risiko für die Versorgungslage dar. Trader berücksichtigen dies durch die Einpreisung einer Risikoprämie, die die Futures auf hohem Niveau halten.

Im Fokus wird kurzfristig vor allem weiter Trump und seine Iran Politik bleiben. Die Deadline für eine Entscheidung der US Regierung ist der 12. Mai.

Für die Preise bedeutet dies aktuell leichte Preissteigerungen zum Vortag.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

26. April 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.44 $   Crude (WTI): 68.39 $   Gasoil 653.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9836 Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures ziehen trotz bearisher Bestandsdaten an – Macron rechnet mit Ausstieg aus Atomdeal

 

Die wöchentlichen US Ölbestandsdaten waren gestern eindeutig bearish, doch der Einfluss blieb gering. Die Zahlen reichten nicht aus, um die Preise substanziell nach unten zu drücken, der größte Fokus liegt offenbar noch immer bei den geopolitischen Spannungen mit dem Iran.

Standen die Anzeichen hier zu Beginn der Woche noch auf Entspannung so hat Macron die Hoffnungen wieder etwas gedämpft. Der französische Präsident fürchtet, dass Trump mit den USA am 12. Mai aus dem Abkommen aussteigen und die Sanktionen gegen Teheran wieder implementieren wird. Dann drohen Ausfälle bei den Exporten, mit denen die knappe Marktlage zusätzlich strapaziert wird, sodass die Ölpreise dann vermutlich wieder kräftig anziehen.

Die sich nun wieder breit machende Unsicherheit der Marktteilnehmer führt zu einer höheren Risikoprämie, sodass die Notierungen in der Nacht anzogen und die Stimmung wieder leicht bullish einzuordnen ist.

Diese Kombination verteuert die Preise, sodass heute Morgen mit deutlichen Preissteigerungen zu rechnen ist.

 

Fundamental neutral  bis bullish                        Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

25. April 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 73.80 $   Crude (WTI): 67.64 $   Gasoil 646.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9821 Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Neuer Iran-Deal? - Ölpreise geben in der Nacht nach

 

Die Ölnachfrage lag dieses Jahr bisher über dem erwarteten Niveau. Im ersten Quartal wurde das höchste Nachfragewachstum der letzten Jahre registriert. Gleichzeitig hatte die OPEC mit ihren Produktionskürzungen Erfolg. Die OECD Ölbestände sind auf das 5-Jahresdurchschnittsniveau gesunken, Venezuelas Ölindustrie fördert Monat für Monat weniger Öl und die USA drohen dem Iran mit neuen Sanktionen.

Eine Mischung, die die Ölpreise in den letzten Wochen permanent stützte und auf das höchste Niveau seit 3,5 Jahren trieb. An der geopolitischen Front gibt es nach den Kommentaren Macrons, der einen möglichen neuen Deal mit dem Iran andeutete, Anzeichen einer Entspannung. Die USA wollen am 12. Mai entscheiden, ob sie die Sanktionserleichterungen, die im Zuge des Atomabkommens 2015 gewährt wurden, wieder streichen werden.

Der Fokus der Trader wird in den kommenden Wochen, bis zur Entscheidung der USA, explizit auf diesem Thema liegen. Darüber hinaus stehen heute auch die US Ölbestandsdaten auf der Agenda. Für heute deuten sich leichte Preissenkungen an.

 

Fundamental neutral                 Chartanalyse bearish

 

 

 

 

 

24. April 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 75.20 $   Crude (WTI): 69.24 $   Gasoil 655.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9778 Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise ziehen im späten Handel deutlich an – Brent erreicht neues 3,5 Jahreshoch

 

Trump hatte getwittert, dass er die künstlich hohen Ölpreise der OPEC nicht akzeptieren werde. In Wahrheit fehlen ihm jedoch die Mittel gegen die Verknappung des Angebots durch die Produktionskürzungen nachhaltig vorzugehen. Die Aussicht auf Sanktionserleichterungen gegen einen russischen Rohstoffhersteller hatte die angespannte geopolitische Stimmung gestern zwar etwas gelockert, doch an der tendenziell bullishen Grundeinstellung des Marktes hat dies nicht viel verändert.

Vor allem gegenüber dem Iran hatte die politische Führung einen immer wieder kompromisslosen Ton angeschlagen und wird vermutlich am 12. Mai über ein (teilweises) Ende der gewährten Sanktionserleichterungen beschliessen, sodass eine erneute Verschärfung der Sanktionen potenziell das Ende des gesamten Abkommens bedeuten könnte.

Auf der anderen Seite bleibt die Versorgungslage am Markt weiter knapp. Die Oelnachfrage legte im ersten Quartal so stark zu wie seit 2010 nicht mehr und die Bestände sinken kontinuierlich.

Die Ölpreise starten nach der späten Aufwärtsbewegung von gestern deutlich fester in den Tag und ergeben aktuell deutliches Potenzial für Preissteigerungen.

 

Fundamental neutral bis bullish             Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

23. April 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 74.04 $   Crude (WTI): 68.33 $   Gasoil 647.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9755 Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Produktionsausfall in Libyen - Futures bleiben fest

 

Die US Ölindustrie boomt weiter. Mehr Ölbohranlagen bedeuten dabei, dass noch intensiver nach neuen Ölquellen gesucht wird. Es ist also davon auszugehen, dass der Trend eine langfristig positive Entwicklung bei der US Ölförderung andeutet.

Auch wenn die USA in diesem Jahr so viel Öl wie noch nie förderten, so sank die Ölproduktion der OPEC und Nicht-OPEC Länder, die sich an den gemeinsamen Produktionskürzungen beteiligt haben.

In Verbindung mit der starken Ölnachfrage hat sich die Marktlage damit in diesem Jahr deutlich verknappt, sodass weitere Produktionsausfälle die Verfügbarkeit direkt treffen und die Bestände belasten. Doch auch mögliche neue Sanktionen gegen Venezuela und den Iran könnten die Ölpreise weiter nach oben treiben.

Mit Blick auf die Exportprobleme Libyens und den drohenden Sanktionen der USA gegen Venezuela und Iran, bleibt die fundamentale Grundkonstellation bullish einzustufen. Für die Preise bedeutet dies Preissteigerungen im Vergleich zum Freitag.

 

Fundamental bullish                  Chartanalyse neutral