AVIA Vereinigung Schweiz

21. September 2018


Rohöl/Barrel: Brent : 78.97 $   Crude (WTI): 70.47 $   Gasoil 690.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9576 Rheinfracht: 95.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Weiche Futures und fester Euro – Inlandspreise geben mit Trump Tweet nach

 

Am Wochenende findet ein Meeting in Algerien statt, an dem einige Länder der OPEC sowie auch Russland teilnehmen werden. Dabei soll es in erster Linie um die Verteilung der im Juni beschlossenen Produktionssteigerung gehen. Doch die Länder haben bereits im Vorfeld ihre Produktionsmengen angehoben.

Der Iran kritisiert das Vorgehen und bezeichnet dies als ein Verstoss gegen die Abmachungen. Von daher werde man sich gegen weitere Produktionssteigerungen aussprechen.

Die Kombination aus einem höheren Ölpreis und der erwarteten knapperen Marktlage im letzten Quartal könnte den ein oder anderen Ölproduzenten durchaus dazu verleiten seine Förderung weiter zu steigern.

Dies wäre auch ganz im Sinne Donald Trumps, der gestern mit seinem Tweet den Druck auf die OPEC erhöhte. "Wir beschützen die Länder im Nahen Osten, ohne uns wären sie nicht lange sicher, und dennoch treiben sie die Ölpreise höher und höher! Wir werden uns erinnern. Das OPEC Monopol muss die Preise jetzt senken!", so Trump über Twitter. Die Börsen reagierten gestern kurzfristig.

Bei den Preisen deuten sich Preissenkungen zu gestern an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

 

20. September 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 79.78 $   Crude (WTI): 71.74 $   Gasoil 693.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9665 Rheinfracht: 95.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisanstieg: 80 Dollar-Marke kommt in Reichweite

 

Der US Ölbestandsbericht von gestern war verhalten bullish. Die US Rohölvorräte sind zwar auf den niedrigsten Stand seit Februar 2015 gefallen, allerdings liegt die Ursache hier vor allem in den hohen Rohölexporten, die erst seit 2016 wieder erlaubt sind. Es sind momentan einfach nicht genügend Reservekapazitäten vorhanden, um die Ausfälle der iranischen Ölexporte auszugleichen.

Hatten die Saudis dieses Jahr versucht ein Überschreiten der 80 Dollar-Marke zu verhindern. Dies wird als Signal gesehen, dass bei dem anstehenden Meeting der OPEC und Russland am Wochenende die Produktionsmengen nicht besprochen werden und vorerst keine Anpassungen erfolgen.

Sollten OPEC und Russland aber keine weiteren Produktionsanhebungen mehr vornehmen, so ist davon auszugehen, dass sich die Marktlage im letzten Quartal weiter verknappt. Weitere Preisanstiege sind dann nicht auszuschließen. Die Futures an ICE und NYMEX bleiben in den Morgenstunden weiter fest und knacken vereinzelt bereits die Vortageshochs. Bei den Inlandspreisen deuten sich Preissteigerungen zum Vortag an.

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

19. September 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 79.26 $   Crude (WTI): 70.19 $   Gasoil 689.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9642 Rheinfracht: 92.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Geopolitische Spannungen stützen Ölpreise

 

Der Abschuss eines russischen Flugzeugs durch die Syrische Luftwaffe hat die Spannungen in dem Konflikt noch einmal erhöht. Wenn Russland, Syrien und Israel zusammen in einer Meldung auftauchen, erregt dies immer die Aufmerksamkeit. Nachdem Putin gestern mit seinen Kommentaren die Wogen allerdings etwas glättete, ist nicht mit einer unmittelbaren Konfrontation zwischen Russland und Israel zu rechnen

Saudi-Arabien hatte zuletzt bei Preisen im Bereich von 80 Dollar dämpfend auf den Markt eingegriffen. Marktteilnehmer haben die 80 Dollar daher als einen stabilen Widerstand gesehen, den Saudi-Arabien vermutlich verteidigen wird. Entsprechend kehrte sich das Kaufinteresse in diesem Bereich immer wieder zu technischen Verkäufen, sodass sich eine Preisspanne zwischen 70 und 80 Dollar etablierte.

Da die Sanktionen gegen den Iran nicht für immer bleiben werden und die Monatsberichte von IEA, EIA und OPEC noch immer davon ausgehen, dass die Ölförderung der Nicht-OPEC Länder schneller wächst als die Ölnachfrage, könnten sich die Preise, nach einer Hochphase, langfristig wieder nach unten orientieren.

Die Ölpreise bleiben nach dem Preissprung von gestern auf hohem Niveau und deuten deutliche Preissteigerungen an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

18. September 2018


Rohöl/Barrel: Brent : 77.79 $   Crude (WTI): 68.79 $   Gasoil 677.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9612 Rheinfracht: 90.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Neue Strafzölle und Sorgen um Ölnachfrage belasten die Preise

 

Die sinkende Verfügbarkeit von Rohöl aus dem Iran ist auch das Thema, dass die Ölbörsen in den letzten Monaten dominiert hatte und auf dem momentan hohen Niveau hält.

Mit einer deutlichen Produktionssteigerung haben OPEC und Russland dem zwar entgegengewirkt, doch sollte die Ölförderung des Iran tatsächlich auf null sinken, können die übrigen Länder diesen Produktionsrückgang nicht mehr vollständig ausgleichen.

Nach den Boom-Jahren deutet sich nun eine Phase des schwächeren Wirtschaftswachstums an. Die Strafzölle der USA gegen China sind zwar eines der prominentesten Probleme, doch viele Währungen haben in diesem Jahr gegenüber dem US Dollar stark abgewertet. Dies macht das Öl für Käufer aus Schwellen- und Entwicklungsländern noch teurer, die in den letzten Jahren den Grossteil zum Ölnachfragewachstum beigetragen hatten. Selbst die OPEC sieht die Nachfrageentwicklung mit großer Sorge und plant daher die Zusammenarbeit mit Russland zu verlängern, um die Fördermengen zu kontrollieren.

Die Futures haben mit den neuen Strafzöllen der USA im Handel nachgegeben und somit deuten sich aktuell Abwärtspotenziale bei den Preisen an, wobei die Preise in der Rheinfacht erneut gestiegen sind.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

17. September 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 78.28 $   Crude (WTI): 69.21 $   Gasoil 681.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9665 Rheinfracht: 85.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise nach Hurrikan Florence zum Wochenstart wenig verändert

 

Die Monatsreports von EIA, OPEC und IEA der letzten Woche haben gezeigt, dass die Experten insgesamt mit einer Verknappung der Marktlage zum Jahresende rechnen.

Die Ölförderung des Iran sank bisher allerdings nur wenig, die Exporte dafür deutlich stärker. Dies führt dazu, dass die Lager im Iran zunehmend gefüllt werden und auch die Anzahl der Öltanker, die voll beladen vor der iranischen Küste liegen, zunehmen. Auch wenn sich die Versorgungslage im Laufe der zweiten Jahreshälfte weiter zuspitzen wird, so sorgte dies zuletzt für Entspannung am Markt.

Sorgen bereiten den Analysten die Abwertung der Währungen in Schwellen- und Entwicklungsländern, für die Öl damit immer teurer wird. Dies wird die Nachfrage ebenso belasten wie der Handelsstreit zwischen USA und China. Zusammen mit den Sanktionen gegen den Iran bildet sich so ein Spannungsfeld aus bullishen und bearishen Faktoren, wodurch die Ölpreise derzeit auf ihrem hohen Niveau gehalten werden.

unterm Strich deuten sich leichte Abwärtsbewegungen Preisen zu Freitag an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

14. September 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 78.14 $   Crude (WTI): 68.73 $   Gasoil 684.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9652 Rheinfracht: 85.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisrutsch nach Trump Tweet und IEA Report – Hurrikan Florence trifft heute auf USA

 

Die IEA hat in ihrem Monatsbericht die Nachfrageprognosen unverändert belassen. Die rückläufige Förderung Venezuelas und die US Sanktionen gegen den Iran werden die Marktlage in den kommenden Monaten weiter verknappen. Überraschend ist aber, dass die übrigen Länder deutlich mehr Rohöl auf den Markt gebracht, als in Venezuela und Iran verloren wurden.

Zudem stößt die IEA ins selbe Horn wie zuvor die OPEC und warnt vor negativen Einflüssen bei der Ölnachfrage. Besonders im Fokus sind die Probleme von Schwellen- und Entwicklungsländern, deren Währungen massiv abwerten und somit auch deren Kaufkraft für das in Dollar gehandelte Öl reduziert.

Vor allem der Handelsstreit zwischen USA und China könnte die Lage noch einmal verschärfen. Demnach könnten die Strafzölle schon bald um weitere 200 Mrd. Dollar steigen.

Kurzfristig hat sich die Stimmung an den Börsen mit dem Bericht der IEA, den bearishen US Ölbestandsdaten des DOE vom Mittwoch sowie mit der Herabstufung von Hurrikan Florence entspannt.

Im Inland bleibt die Versorgungslage durch Raffinerieabschaltungen und noch immer niedrige Pegelstände weiter angespannt und es deuten sich mögliche Preisnachlässe zum Vortag an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

13. September 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 79.34 $   Crude (WTI): 69.78 $   Gasoil 693.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9695 Rheinfracht: 80.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen am Morgen bremsen Preisrallye aus – Hurrikan hat sich abgeschwächt

 

Die OPEC hatte gestern ihren Monatsreport veröffentlicht und dabei die Erwartungen für das Ölnachfragewachstum nach unten korrigiert. Vor allem die Schwellenländer sieht man hier kritisch, die sich in einer schweren Situation mit zum Teil stark abwertenden Währungen befinden. Dies macht das Öl innerhalb dieser Länder vergleichsweise teuer und dämpft somit die Nachfrage.

Doch auch die Ölproduktion der USA und Nicht-OPEC Länder hat man nach unten korrigiert, wie es zuvor bereits auch die EIA in ihrem Monatsreport gemacht hatte. Die Abhängigkeit von Öl aus der OPEC nimmt damit im Vergleich zur letzten Schätzung zu und die Versorgungslage wird zum Jahresende hin knapper gesehen.

Die Herabstufung von Hurrikan Florence von Kategorie 4 auf 2 wirkt sich ebenfalls tendenziell bearish auf die Ölpreise aus. Zwar bleibt der Sturm grundsätzlich eine Gefahr, mit der Herabstufung hat diese jedoch deutlich abgenommen. Ein Teil der in den letzten Tagen eingepreisten Risikoprämie wird daher wieder aus dem Markt genommen.

Für heute könnten sich bei den Preisen sogar leichte Abwärtspotenziale zum Vortag andeuten, wäre da nicht die erneut gestiegenen Frachtkosten auf dem Rhein.

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

12. September 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 79.42 $   Crude (WTI): 69.93 $   Gasoil 691.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9737 Rheinfracht: 76.70 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise ziehen mit Hurrikan, US Bestandsdaten, Monatsreport und Charttechnik an

 

Nachdem der Chef der IEA sich am Wochenende bereits äusserte und vor einer knapperen Marktlage für das restliche Jahr warnte, zeichnet auch das US Energieministerium mit dem EIA Monatsreport ein Bild mit knapperer Verfügbarkeit. Die Unterversorgung 2018 wird größer als bisher gedacht ausfallen und die US Ölförderung wächst langsamer als zuvor eingeschätzt.

Hurrikan Florence sollte noch vor dem Wochenende, die US Ostküste erreichen. Weiträumige Evakuierungen sind angeordnet und sorgen für Knappheiten bei den Produkten. Man geht daher auf Nummer sicher und deckt sich mit Long-Positionen ein. Diese Risikoprämie hatte die Ölpreise bereits gestern gestützt, bleibt aber weiter ein bullishes Element, bevor die Auswirkungen von Florence nicht genauer abzuschätzen sind.

Auch die US Ölbestände des API mit starken Abbauten bei Rohöl sind zumindest leicht bullish.

Ein Großteil der Faktoren dürfte zwar mit den Aufwärtsbewegungen der letzten Tage eingepreist sein, dennoch bleibt die fundamentale Einschätzung damit kurzfristig bullish. Nun wartet man auf den Monatsreport der OEPC sowie auf die US Ölbestandsveränderungen des DOE um 16:30 Uhr

Für heute zeichnen sich daher bei den Preisen aktuell deutliche Preissteigerungen an.

Die Rheinfracht ist erneut gestiegen und erreicht sein Jahreshoch.

 

Fundamental; bullish                 Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

 

11. September 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 77.70 $   Crude (WTI): 67.66 $   Gasoil 681.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9751 Rheinfracht: 73.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Technische Kaufsignale und neuer Hurrikan

 

Momentan dominieren die Sorgen um die Entwicklung der iranischen Ölexporte den Markt. Die Versorgung wird mit den geringeren Ausfuhren des Landes knapper und könnte zum Jahresende zu einer Unterversorgung führen und dann schließlich auch die Preise steigen lassen.

Diese Äußerungen könnten ein Indiz sein, dass die IEA bei ihrem Monatsreport am Donnerstag ein etwas bullisheres Bild als zuletzt zeichnet und auch die Berichte von EIA und OPEC, die heute Abend und Morgen anstehen, bullish ausfallen könnten.

Der Anschlag auf eine Pipeline im Norden des Iraks und auf die NOC Zentrale in Libyens Hauptstadt haben gezeigt, dass die Produktionsmengen einiger Länder alles andere als garantiert und sicher sind. Zudem bewegt sich auf die USA mit Florence ein mächtiger Hurrikan zu. In einem solchen Marktumfeld geht wohl kaum einer – ohne ein klares Signal – spekulative Short-Positionen ein.

Die Monatsreports von EIA, OPEC und IEA können zwischendurch, ebenso wie auch die wöchentlichen US Ölbestandsdaten auch, für Impulse sorgen. Unterm Strich deuten sich damit bei den rechnerischen Inlandspreisniveaus damit keine grossen Veränderungen zum Vortag an.

 

Fundamental; bullish                 Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

10. September 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 77.37 $   Crude (WTI): 68.19 $   Gasoil 683.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9696 Rheinfracht: 72.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Fester Start in die neue Woche – IEA sieht knappe Versorgungslage

 

Es bleibt dabei, dass sich die Ölpreise an ICE und NYMEX in einem Spannungsfeld aus kurz- bis mittelfristig bullishen und mittel- bis langfristigen bearishen Faktoren bewegen. Grösstes Problem sind aber wohl die US Sanktionen gegen den Iran, durch die dessen Ölexporte bereits jetzt deutlich gesunken sind und auch weiterhin abnehmen werden. Diese Faktoren dominieren das Marktbild kurz- bis mittelfristig über die kommenden Wochen und Monate.

Die Ölproduzenten der OPEC können ihre Förderung zwar anheben, doch dies wird auf Kosten der Reservekapazitäten gehen. Die Versorgungssicherheit ist daher gefährdet, denn wenn die US Sanktionen gegen den Iran ihre volle Wirkung entfalten, nimmt die Reservekapazität weiter ab. Unerwartete Probleme in anderen Ländern können dann kaum mehr ausgeglichen werden und würden zu deutlichen Preissteigerungen führen.

Mittel- bis Langfristig nimmt die US Ölförderung weiter zu und auch andere Länder außerhalb der OPEC bringen grosse Mengen auf den Markt. Doch bis dieser Effekt am physischen Markt zu spüren ist, wird es mehrere Monate dauern.

Bei den Preisen zeichnen sich somit deutliche Preissteigerungen zu Freitag ab.

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

 

07. September 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 76.53 $   Crude (WTI): 67.88 $   Gasoil 678.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9657 Rheinfracht: 69.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise nach Kursrutsch am Morgen leicht erholt

 

Es bleibt weiter dabei, dass die US Sanktionen gegen den Iran momentan wohl den grössten Einfluss auf die Ölpreise haben. Doch daneben rückt nun auch verstärkt die Nachfrage in den Fokus. Die Sanktionsspirale zwischen USA und China wird das Wirtschaftswachstum und damit eben auch die Ölnachfrage dämpfen.

Mit Blick auf die Sanktionen und Zölle der USA gegen andere Länder sorgt dies für erhebliche Nachfragesorgen am Markt. Dazu kommt auch noch der aktuell relativ hohe Ölpreis, der ebenfalls nicht gerade für einen Nachfrageboom sorgen wird. Die bisherigen Nachfrageprognosen könnten daher womöglich schon bald nach unten korrigiert werden. Ein Zeitpunkt wäre die kommende Woche, wenn die neuen Monatsreports von EIA, OPEC und IEA anstehen.

Dominierend bleibt momentan aber noch die Sorge um ein knappes Angebot. Dies zeigt sich besonders deutlich beim Brent Time-Spread, der sich in einer Backwardation Konstellation befindet. Dies ist ein Zeichen, dass die Verfügbarkeit vom Markt insgesamt knapp eingeschätzt wird, was tendenziell für feste Preisniveaus spricht.

Bei den Preisen zeichnen sich damit für heute Preisnachlässe zu gestern ab, wenngleich die Ausnahmesituation bei der Versorgung bestehen bleibt.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

06. September 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 77.19 $   Crude (WTI): 68.57 $   Gasoil 685.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9708 Rheinfracht: 69.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Nach Abwärtskorrektur: Futures starten weicher in den Donnerstag

 

Angesichts der Entwicklung von Tropensturm Gordon und den geringen Einfluss auf die Ölförderung und Raffinerietätigkeit war der eingepreiste Risikoaufschlag deutlich überzogen. Nun, da sich der Sturm auflöst, wurde die Risikoprämie im Markt daher deutlich reduziert und hat Gewinnmitnahmen ausgelöst.

Bei der Einschätzung der Marktentwicklung in den kommenden Wochen und Monaten spielen vor allem drei wichtige Faktoren eine Rolle. Wie stark werden die iranischen Ölexporte noch sinken? Wie viel zusätzliches Öl können OPEC und ihre Partner noch auf den Markt bringen? Wie sehr wird die Ölnachfrage durch die negativen Auswirkungen des Handelsstreits ausgebremst?

Die Marktlage wird daher zum Jahresende hin knapper, doch Experten sind sich nicht einig, ob dies zwangsweise zu einer Preisrallye führen wird. Das Nachfragewachstum wird durch die international zunehmenden Zollniveaus geschwächt, jedoch ist dies der wohl am schwierigsten einzuschätzende Faktor.

Die Unsicherheit und Volatilität wird damit ebenfalls weiter hoch erwartet, während das Preisband von 70 bis 80 Dollar Brent, dass sich seit April entwickelt hatte, noch immer intakt ist.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; bearish

 

 

 

 

 

05. September 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 77.50 $   Crude (WTI): 69.10 $   Gasoil 690.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9742 Rheinfracht: 69.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen: Hurrikan Gordon mit geringem Einfluss auf Ölproduktion

 

Die Angst vor starken Sturmschäden, wie man sie im letzten Jahr durch Hurrikan Harvey erlebt hatte, dominierte die Ölbörsen zum Wochenauftakt. Es zeigt sich nun allerdings, dass Gordon ein Tropensturm geblieben ist und keine Hurrikan-Stärke erreichte, sodass bereits gestern damit begonnen wurde die Risikoprämie für den Tropensturm auszupreisen.

Die Zahlen des API werden in dieser Woche erst heute Nacht um 22:30 Uhr bekanntgegeben, während die Daten des DOE morgen Nachmittag um 17:00 Uhr folgen.

Der Ausblick für die globale Versorgungslage ist etwas bullisher als noch vor wenigen Monaten, zumal gerade in diesem Zeitraum auch die Nachfrage durch den Heizbedarf im Winter wieder zunimmt. Die Strafzölle zwischen USA und China hingegen könnten einen negativen Einfluss auf die Ölnachfrage haben, der allerdings schwer abzuschätzen bleibt.

OPEC: Inoffizielles Preisband von 70 bis 80 Dollar? Das Verhalten der OPEC und Saudi-Arabiens passt durchaus in dieses Schema, und letztlich blieb Brent auch seit dem 11. April kontinuierlich innerhalb der Handelsspanne von 70 bis 80 Dollar.

heute deuten sich bei den Preisen aktuell starke Preisnachlässe an. In wie fern diese mit der angespannter Versorgungslage jedoch weitergegeben werden, bleibt abzuwarten.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; bearish

 

 

 

 

 

04. September 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 78.11 $   Crude (WTI): 70.29 $   Gasoil 697.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9716 Rheinfracht: 69.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Deutlicher Preisanstieg zum Wochenauftakt – Versorgungsängste dominieren

 

In den USA ist die Ölproduktion zwar weiter ihrem Aufwärtstrend treu, doch ob dies ausreichend sein wird die Marktlage in Balance zu halten ist derzeit eher fraglich.

Zum Herbst und Winter ist jedoch auch mit dem saisonal üblichen Nachfrageschub zu rechnen, während die Verfügbarkeit aus dem abnehmen soll. Damit droht ein erheblicher Versorgungsengpass.

Momentan geht die EIA davon aus, dass die USA im Dezember etwa 11,3 Mio. B/T an Rohöl produziert. Verglichen mit dem erwarteten Rückgang von -1,5 Mio. B/T aus dem Iran reicht dies aber noch immer nicht aus, um das Angebot stabil zu halten.

Selbst wenn die OPEC ihre Produktion weiter steigert, so nimmt die Risikoprämie zu, denn die Reservekapazität nimmt im Gegenzug ab, sodass weitere Produktionsausfälle nicht mehr kompensiert werden können. Bei Brent zeigt sich diese Einschätzung auch im Time-Spread. Futures mit einer kürzeren Laufzeit werden teurer gehandelt als solche mit einer längeren Laufzeit, was für eine knappe Versorgungseinschätzung spricht. Börsianer sprechen hierbei von einer Backwardation Konstellation.

An den Ölbörsen ist die Stimmung nach dem langen US Wochenende somit eher bullish einzustufen.

Da die Futures auf dem hohen Niveau von gestern Nachmittag bleiben, deuten sich bei den Preisen weiter Preissteigerungen zum Vortag an.

 

Fundamental; bullish                 Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

03. September 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 77.46 $   Crude (WTI): 69.61 $   Gasoil 688.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9699 Rheinfracht: 69.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen zum Wochenauftakt – Spannungsfeld aus Sanktionen und Nachfragesorgen

 

In den letzten Wochen hatten die wöchentlichen US Ölbestandsabbauten sowie die Exportrückgänge des Irans die Preise an den Ölbörsen gestützt. Die Ausfuhren könnten somit am Ende deutlicher als anfangs eingeschätzt sinken, sodass die Versorgungslage zum Jahresende knapper werden.

Grosse Sorgen bereitet den Marktteilnehmern aber auch der Handelsstreit der USA mit anderen Wirtschaftsräumen. Trump hatte in der letzten Woche das Angebot der EU abgelehnt alle Zölle auf PKWs aufzuheben und gegenüber China wird damit gerechnet, dass er mit dem Ende einer Anhörungsfrist diese Woche weitere Strafzölle auf Importe mit einem Volumen von 200 Mrd. Dollar pro Jahr verhängen wird. Die Handelseinschränkungen bremsen das Wirtschaftswachstum und damit auch die Ölnachfrage aus.

Der Markt befindet sich damit in einem schwer einzuschätzenden Spannungsfeld aus bullishen Produktions- und Exportrückgängen des Irans und einer pessimistischen Nachfrageeinschätzung in Verbindung mit den zunehmenden Handelszöllen.

Für Heute deuten sich bei den Preisen für den Moment leichte Preisaufschläge an.

 

Fundamental; neutral                Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

31. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 77.50 $   Crude (WTI): 70.16 $   Gasoil 688.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9658 Rheinfracht: 69.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölbörsen setzen Aufwärtstrend fort – Iran erneuert seine Drohungen

 

Schneller als erwartet sinkende Ölexporte aus dem Iran und sinkende US Ölbestände haben die Preisentwicklung an den Ölbörsen diese Woche geprägt. Der negative Einfluss des Handelsstreits zwischen China und USA auf die Ölpreise hingegen ist eher abstrakter Natur und ein Element, dass mittel bis langfristig wirkt.

Die Sanktionen gegen den Iran haben allerdings bereits jetzt einen spürbaren Einfluss auf die Verfügbarkeit. In den kommenden Wochen wird sich dieser tendenziell verstärken als abschwächen. Der volle Effekt der US Massnahmen wird sich daher erst in den kommenden Wochen und Monaten, eventuell auch erst Anfang des nächsten Jahres zeigen.

Durch diesen Ausblick hält man sich im Markt daher mit Short-Positionen zurück. Zuletzt griff die OPEC im Juni bei Erreichen der 80 Dollar Brent ein, weil man einen negativen Einfluss auf die Ölnachfrage verhindern wollte.

Die Versorgungslage bleibt durch die niedrigen Pegelstände weiter angespannt. Es fehlt an Möglichkeiten Waren zu importieren, da die Tanker schon seit vielen Wochen nur noch zum Teil beladen werden können. Auch wenn die Pegelstände zuletzt leicht anzogen, größere Niederschläge und ein nachhaltiger Anstieg ist der Pegelstände ist derzeit nicht in Sicht.

Die Preise handeln am Morgen leicht unterhalb der Niveaus von gestern Nachmittag. Der Dollar-Kurs hat zu gestern an Wert verloren und billigt damit die in Dollar gehandelten Ölimporte. 

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

30. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 77.30 $   Crude (WTI): 69.72 $   Gasoil 690.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9694 Rheinfracht: 69.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

ICE Gasoil nach DOE auf 3 Monatshoch katapultiert

 

Die sinkenden Ölexporte des Iran hatten den Markt in Atem gehalten. Gestern kam dann noch eine US Benzinnachfrage auf Rekordniveau sowie Abbauten bei den US Produkt- und Rohölbeständen hinzu. Die wöchentliche Statistik zur US Ölversorgung des DOE gilt als ein Indikator für die aktuelle Gesamtversorgungslage und die hat sich damit in der letzten Woche nicht unbedingt verbessert.

Die Ölpreise reagieren entsprechend auf die Zahlen und sind bei Gasoil bereits auf ein 3-Monatshoch gestiegen. Für das Inland kommt noch hinzu, dass durch die niedrigen Pegelstände am Rhein kaum Ware verfügbar ist und auch die Nachversorgung über die Binnenschifffahrt durch die hohen Frachtraten teuer ist. So lange keine Niederschläge in Sicht sind und die Pegelstände nicht substantiell steigen, so wird sich an dieser Konstellation auch nicht viel ändern.

An den Börsen selbst zeichnet sich auch nicht unbedingt ein Stimmungswechsel an. Die IEA warnt vor einer sich weiter verknappenden Versorgungslage zum Jahresende und einer gleichzeitig hohen Nachfrage aus Asien.

Entgegenwirken könnte diesem Mechanismus die steigende Ölproduktion der USA und weitere Kapazitäten von OPEC und Nicht-OPEC Ländern, die aktiviert werden können.

auch heute Morgen dürfen wir uns erneut auf Preissteigerungen einstellen.

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral

 

 

 

 

 

29. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 75.74 $   Crude (WTI): 68.43 $   Gasoil 679.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9772 Rheinfracht: 69.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Rallye ausgebremst – Technische Verkaufssignale vor DOE Zahlen

 

Die iranischen Ölexporte sinken schneller als gedacht und sind damit bereits seit letzter Woche das Top Thema an den internationalen Märkten. Die jüngsten Einschätzungen zeigen allerdings, dass die Verfügbarkeit des iranischen Öls schneller als gedacht abnimmt und somit die Preise an den Ölbörsen stützt. Das letzte Mal, als sich Brent im Juni der 80 Dollar näherte, hatte die OPEC eine Anhebung der Förderung und Aufweichung der Produktionsquoten beschlossen. Das Kartell hat damit gezeigt, dass es versucht bei zu hohen Ölpreisen entgegenzusteuern.

Auf der anderen Seite könnte auch die Produktion von Nicht-OPEC Ländern in den kommenden Wochen und Monaten wieder steigen und die Preise so etwas unter Kontrolle behalten.

Die Analysten sehen Brent daher weiter in der Handelsspanne zwischen 65 und 80 Dollar, bis die US Sanktion gegen den Iran in der ersten Hälfte 2019 ihre volle Wirkung entfalten. Seit 4,5 Monaten bewegt sich Brent innerhalb einer Spanne zwischen 70 und 80 Dollar.

unterm Strich deuten sich bei den Preisen zunächst einmal leichte Spielräume für Preisnachlässe an, sollte die knappe Verfügbarkeit im Inland nicht erneut zu Preisaufschlägen führen.

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral bis bearish

 

 

 

 

 

28. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 76.12 $   Crude (WTI): 68.76 $   Gasoil 680.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9803 Rheinfracht: 66.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölbörsen zum Wochenauftakt fester – Technische Verkaufssignale deuten sich an

 

Zuletzt waren die Meldungen zum Versorgungsausblick bullish. Der Einfluss ist jetzt bereits grösser als einige Experten vermutet hatten, weshalb die Möglichkeit besteht, dass die bisherigen Prognosen zur Versorgungslage korrigiert werden müssen und Ende des Jahres wieder eine deutliche Unterversorgung entsteht.

Man versucht abzuschätzen, ob die OPEC und die USA ihre Produktionsmenge in ausreichendem Mass steigern kann, um die Ausfälle des Iran auszugleichen. Die Risikoprämie wird daher selbst mit einem ausgeglichenen Markt zunehmen.

Welchen Einfluss der Handelsstreit zwischen USA und China haben wird, ist noch immer schwer abzusehen. Dieser könnte das globale Wirtschaftswachstum deutlich verringern und damit das Ölnachfragewachstum ausbremsen.

Der Markt bleibt momentan weiter in der Konstellation, dass man Versorgungsknappheit zum Jahresende fürchtet, weshalb man sich mit spekulativen Short-Positionen mit langer Laufzeit zurückhält. Auf der anderen Seite könnte aber auch zusätzliches Öl aus den OPEC Ländern und Russland auf den Markt kommen, die zuletzt eine Produktionssteigerung angekündigt hatten.

Die Futures hatten in den frühen Morgenstunden ihre Vortageshochs geknackt und damit weitere Aufwärtspotenziale angedeutet. 

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral bis bullish

 

 

 

 

 

27. August 2018

 

Rohöl/Barrel: Brent : 75.73 $   Crude (WTI): 68.59 $   Gasoil 676.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9841 Rheinfracht: 66.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen nach überhitzter Rallye – Verkaufsimpulse bleiben noch aus

 

Die Sanktionen der USA gegen den Iran scheinen wirkungsvoller zu sein, als man bisher gedacht hatte.

Aktuell sanktionieren die USA vor allem Finanztransaktionen in Dollar mit dem Iran, aber auch Versicherungsgeschäfte sind von den Massnahmen betroffen. Die Sanktionen gegen die Ölindustrie selbst sollen erst am 4. November in Kraft treten. Doch auch wenn sich die bisherigen Schritte nur indirekt auf die Ölexporte des Irans auswirken, so sollen die Exporte bereits gesunken sein. Damit ist der Effekt jetzt schon stärker als einige den Gesamteinfluss, mit den direkten Sanktionen gegen die Ölexporte, einschätzten.

Die übrigen Ölproduzenten werden ihre Ölproduktion zwar wohl anheben, doch ob diese die Exportausfälle ausgleichen können ist überaus fraglich. Entweder sinkt die Verfügbarkeit oder die Reservekapazität, im Zweifel nimmt aber beides ab.

Mit diesem Ausblick ist die Unsicherheit am Markt gestiegen und Trader meiden derzeit das bilden von spekulativen Verkaufspositionen. Die fundamentale Grundausrichtung ist damit momentan leicht bullish einzuordnen.

Hinzu kommt im Inland die angespannte Versorgungslage entlang der Rheinschiene, da seit Wochen nur begrenzte Importmengen zur Verfügung stehen.

Heute Morgen bleiben die Futures in einer relativ engen Handelsspanne auf hohem Niveau.

 

Fundamental; neutral bis bullish            Chartanalyse; neutral bis bullish