AVIA Vereinigung Schweiz

30. November 2015

 

Rohöl/Barrel: Brent : 44.64 $  Crude (WTI): 41.62 $  Gasoil  414.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0296 Rheinfracht: 52.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Börse starten weich in die Woche der Entscheidung – EZB und OPEC im Fokus

 

Die Versorgungslage ist und bleibt weiter komfortabel, da weltweit noch immer mehr Öl gefördert als verbraucht wird. In den USA sind die landesweiten Rohölbestände nur noch kurz unter dem absoluten Rekordwert, was die Überversorgung betont. Lagerkapazitäten werden im Zuge dessen knapp, sodass immer mehr Öltanker längere Routen auf sich nehmen. Dies verschafft den Verkäufern mehr Zeit Abnehmer für ihr Öl zu suchen, während damit gleichzeitig der Anteil des auf Schiffen eingelagerten Rohöls zunimmt.

Am Donnerstag geht es dann weiter mit dem EZB Meeting, bei dem mit zusätzlichen expansiven Maßnahmen gerechnet wird. Folgt Draghi seinen Ankündigungen, dürfte dies den Euro/Dollar-Kurs im Wochenverlauf schwächen.

Auch bei der Fed wird es diese Woche möglicher Weise neue Impulse geben. Präsidentin Yellen wird sich am Donnerstag zur US Wirtschaft äußern – eine gute Gelegenheit für Hinweise auf die künftige Geldpolitik. Hier erwartet man beim nächsten Meeting (15. bis 16.12.) eine Zinsanhebung.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse bearish

 

 

 

27. November 2015

 

Rohöl/Barrel: Brent : 45.15 $  Crude (WTI): 42.28 $  Gasoil  421.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0236 Rheinfracht: 52.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die Markt Teilnehmer der Börse konzentrieren sich vermehrt auf das  OPEC- Meeting vom 04. Dezember 2015

Aus Kreisen der OPEC- Delegierten hört man, dass die OPEC die Förderung um eine Mio. B/T anheben möchte, da Indonesien als 13. Mitglied aufgenommen werden soll. Der Analyst Barnabas Gan schätzt, dass die Förderung der OPEC aufgrund der Lieferungen des Iran auf insgesamt 33 Mio B/T steigen könnte. Bleibt die OPEC bei der aktuellen Strategie, könnte das die Rohölpreise an den Börsen nochmals belasten.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

26. November 2015

 

Rohöl/Barrel: Brent : 45.82 $  Crude (WTI): 42.94 $  Gasoil  428.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0231 Rheinfracht: 58.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Gesunkene Rheinfrachten, Inlandpreise ähnlich wie gestern

 

US- Ölbestandsveränderungen:

 

Trotz gestiegener Raffinerieauslastung nahmen die Rohöl- und die Produktebestände zu. Die US Rohölbestände sind zwar nur leicht gestiegen, die landesweiten Vorräte haben mit 488,2 Mio. Barrel nun allerdings den dritthöchsten, jemals ermittelten Wert erreicht. Es scheint zurzeit nicht unmöglich, dass dieser Rekordwert noch geknackt wird, wobei die Geschwindigkeit der Bestandsaufbauten allmählich abnimmt.

 

Erneuter Rückgang um 9 US Ölbohranlagen auf nun 555 Anlagen.

 

Fundamental neutral bis bearish        Chartanalyse neutral

 

 

25. November 2015

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.33 $  Crude (WTI): 43.02 $  Gasoil  433.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0158 Rheinfracht: 65.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Heute gleichbleibende Rheinfracht, es werden leicht höhere Preise erwartet

 

Die Marktteilnehmer preisen, wegen des Abschuss des russischen Kampflugzeugs, eine Risiko Prämie ein. Die Risikoprämie fällt jedoch relativ klein aus, da man eher besorgt ist über das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage beim Öl und die Überversorgung immer noch gross ist.

 

Man rechnet im ersten Quartal 2016 mit einem saisonalen Nachfragerückgang. Die zusätzlichen Öl-Mengen die voraussichtlich aus dem Iran kommen werden, verhindern aktuell eine grosse Preisrallye gegen oben.

 

Stützend wirken sich auch der Raffinerieausfall an der kanadischen Ostküste sowie die geopolitischen Spannungen in Syrien aus. Wegen dem langen US Thanksgiving Wochenende, rechnet man mit einer aktuell eher volatilen Börse.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

24. November 2015

 

Rohöl/Barrel: Brent : 45.07 $  Crude (WTI): 42.07 $  Gasoil  429.25 $ pro Tonne

Dollar: 1.0186 Rheinfracht: 65.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Gestern starke Aufwärtsbewegung beim Öl aufgrund technischer Konstellationen

 

Innerhalb der OPEC ist man sich nicht einig ob am die Überproduktion weiter forcieren möchte um langfristig andere Ölproduzenten aus dem Markt zu drängen, oder ob man eine Produktionskürzung bevorzugt, damit die Preise wieder steigen. Der iranische Ölminister kritisiert die Produktionspolitik scharf, die Aufgabe des Kartells sei es den Markt zu stabilisieren, dieser Aufgabe werde die OPEC im Moment nicht gerecht. Auch Saudi- Arabien ist für eine Stabilisierung der Preise.

 

Venezuela, Libyen, Algerien und der Iran setzt der niedrige Ölpreis innerpolitisch unter Druck, da Sozialleistungen, Subventionen und Investitionen dramatisch einbrechen. Man vermutet dass die OPEC im Moment noch keinen Strategiewechsel vorsieht. Genaueres werden wir nach dem OPEC Meeting von nächster Woche erfahren.

 

Fundamental bearish                 Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

23. November 2015

 

Rohöl/Barrel: Brent : 43.84 $  Crude (WTI): 40.75 $  Gasoil  419.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0205 Rheinfracht: 70.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die Regenfälle lassen den Rheinpegel etwas steigen und somit die Frachten sinken – wieder tiefere Ölpreise im Inland

 

Da Venezuelas Wirtschaft abhängig ist von den Ölexporten, hat das Land Angst vor noch tieferen Ölpreisen. Die Kapazitäten der physischen Öllager sind begrenzt und könnten die Ölpreise noch mehr sinken lassen. Deshalb bittet Venezuela die OPEC darum sich dafür einzusetzen, dass sich Gleichgewichtspreis von 88 Dollar beim Rohöl etabliert. Der Vorschlag wird von Saudi Arabien und Katar geprüft. Das nächste OPEC Meeting findet am 04. Dezember 2015 statt.

Die Anzahl von bearishen Prognosen von Analysten für’s 2016 häufen sich aktuell, vor allem im Hinblick auf einen erwarteten milden Winter, hoher Öl- Bestände und der zusätzlich erwarteten Öl- Lieferungen aus dem Iran.

Diese Woche ist mit einem eher volatilen Handel zu rechnen. Wegen dem US Feiertag Thanksgiving am Donnerstag werden sich schon viele Marktteilnehmer am Mittwoch aus dem Handel zurückziehen.

Fundamental bearish Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

19. November 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 44.34 $   Crude (WTI): 40.75 $  Gasoil  426.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0173  Rheinfracht: 85.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Heute nochmals sinkende Preise im Inland aufgrund der sinkenden Rheinfacht

 

Die Öl- Vorräte wachsen nicht mehr so schnell wie auch schon, aber es dauert wohl noch eine Weile bis die Überversorgung auf dem Markt sinkt, im Moment wird immer noch mehr produziert als abgebaut.

 

Die US Notenbänker zweifeln noch an der Stabilität der Wirtschaft, sehen bei der Inflation noch Abwärtsrisiken und sind sich nicht sicher ob die Entwicklung der Inflation eine Anhebung der Zinsen rechtfertigen würde. Die Spekulation auf eine Erhöhung der Zinsen hat Trader bereits veranlasst die Erwartung einer Zinsanhebung einzupreisen. Das wirkt sich auf die Ölpreise belastend aus.

 

Fundamental neutral bis bearish                       Chartanalyse neutral

 

 

 

18. November 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 43.98 $   Crude (WTI): 40.99 $  Gasoil  423.00 $ pro Tonne

Dollar: 1.0155   Rheinfracht: 99.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Sinkende Rheinfracht wird sich heute auf den tieferen Inlandpreisen wiederspiegeln :-)

 

Die Konjunkturerwartung von Deutschland ist besser als erwartet, wobei die Gesamt- Eurozone und China eher schlecht als erwartet abschneiden. Trotz steigender Raffinerieauslastung in den USA (aktuell bullish zu interpretieren) ist der Rohölabbau nicht so hoch, dass man mittelfristig mit einem Rückgang der Rohölbestände rechnen kann.

 

Solange am Markt eine Überproduktion herrscht, können die Ölbestände nicht wirklich sinken und haben weiterhin einen bearishen Einfluss auf die Preise. Die Frage ist nur wie lange die OPEC an Ihrer Strategie, andere Teilnehmer vom Markt zu verdrängen festhält, oder wann ihr evtl. plötzlich selber die Luft ausgeht.

 

Die Marktteilnehmer warten heute auf die US Ölbestandsdaten die vom DOE um 16:30 Uhr veröffentlicht werden.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral

 

 

 

16. November 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 44.80 $   Crude (WTI): 40.96 $  Gasoil  427.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0066   Rheinfracht: 115.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

 

Überversorgung beim Rohöl ist immer noch Markt bestimmend

 

Die Ölbestände sind im September saisonal untypisch gestiegen und markierten neue Rekordhochs. Die Preise werden aus Sicht der IEA daher wohl noch lange niedrig bleiben, da die Bestände ein komfortabler Puffer gegen angebotsseitige Schocks sind.

Die Kombination aus hohen Ölbeständen, einer zuletzt steigenden US Ölförderung sowie schlechten Konjunkturdaten aus China, die auf ein weiteres Abschwächen des Wirtschafts- und Ölnachfragewachstums hindeuten, haben im November zu einem deutlichen Preisrückgang an den Ölbörsen geführt. Steigende Vorräte, Tankerstaus am Golf von Mexiko und die potenziellen Exporte des Iran könnten den Preisdruck auch künftig weiter hoch halten.

 

Stützend hingegen die Terroranschläge in Paris vom Freitag. Vermutlich wird Frankreich im Kampf gegen den IS nun aktiver und seine Tätigkeiten in Syrien intensivieren. Damit steigt das geopolitische Risiko in der Region, was vermutlich zur Einpreisung einer Risikoprämie beim Rohöl führen wird.

 

Fundamental neutral bis bearish                       Chartanalyse neutral

 

 

12. November 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 45.99 $   Crude (WTI): 43.16 $  Gasoil  440.75 $ pro Tonne

Dollar: 1.0040   Rheinfracht: 115.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die Raffinerie in Cressier rechnet damit bis Ende dieser Woche wieder die gewohnten Produktionsmengen zu erreichen. Die Lage im Inland benötigt noch eine Weile bis sie sich normalisiert hat, da der Rheinpegel immer noch sehr tief ist.

 

Geringes Handelsinteresse an den Ölbörsen

 

Gestern blieb das Handelsinteresse an den Ölbörsen gering, da einige US Trader dem Handel wegen des Veterans Day fernblieben und Impulse fehlten. Heute werden leicht tiefere Preise als gestern erwartet, die Börse reagierte auf die Meldung der hohen US- Rohöl Bestände und den Tankerstau im Golf von Mexiko.

 

Bestandesaufbauten beim Rohöl sind zu dieser Jahreszeit eher ungewöhnlich, da die Wartungsarbeiten bei den Raffinerien weitgehend abgeschlossen sind und man sich auf die Winternachfrage vorbereitet.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral

 

 

 

11. November 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 47.20 $   Crude (WTI): 43.74 $  Gasoil  447.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0044   Rheinfracht: 117.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die Raffinerie in Cressier rechnet damit bis Ende dieser Woche wieder die gewohnten Produktionsmengen zu erreichen. Die Lage im Inland benötigt noch eine Weile bis sie sich normalisiert hat, da der Rheinpegel immer noch sehr tief ist.

 

US Ölbestandes- Entwicklung aktuell immer noch bearish

 

Der aktuelle EIA Bericht enthält bulishe sowie auch bearishe Komponenten. Zum einen schätzt die EIA die Überversorgung für 2016 als geringer ein, zum anderen rechnet man mit nur langsam ansteigenden Preisen. Die China Wirtschaftsdaten liegen hinter den Erwartungen. Im Golf von Mexiko Stauen sich die Tanker infolge der Überversorgung im internationalen Schiffsverkehr. Saudi-Arabien senkt Rohölpreise für die Dezemberlieferungen. Die Produktlagerbestände in Europa sind nahe an ihrer Kapazitätsgrenze. Meteorologen rechnen mit einem milde Winter, was für einen geringen Bedarf an Heizöl spricht.

 

Fundamental bearish                 Chartanalyse neutral

 

 

10. November 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 47.26 $   Crude (WTI): 44.11 $  Gasoil  446.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0035   Rheinfracht: 117.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Wasserstand und Rheinfrachten auf Rekordniveau wie auch der Ausfall der Raffinerie in Cressier prägen und dominieren die Preissituation weiterhin ….

 

Futures starten weich in die Woche – Erwartete Bestandsaufbauten belasten

 

Bereits am Freitag letzter Woche hatten wir berichtet, dass Genscape mit einer Wende in der Bestandsentwicklung in Cushing, Oklahoma, rechnet und die Vorräte nach den Abbauten der letzten Wochen nun wieder steigend erwartet werden. In erster Linie belasten diese Erwartungen die Börse.

Mitglieder der OPEC hatten sich gestern zum Teil kritisch zur aktuellen Politik der OPEC geäussert, zum Teil aber auch ausgedrückt, dass man für 2016 mit einer ausgeglichener Marktsituation rechne, die letztlich die Preisniveaus stützen werde. Einen Strategiewechsel lehnte der Vertreter der Vereinten Arabischen Emirate allerdings ab, und so gibt es hier keine neuen bahnbrechenden Erkenntnisse für die Händler.

Die US Ölbestandsdaten des DOE werden wegen des Veterans Day am Mittwoch erst am Donnerstag um 17:00 Uhr veröffentlicht.

 

Fundamental bearish                 Chartanalyse neutral

 

 

 

 

9. November 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 47.64 $   Crude (WTI): 44.55 $  Gasoil  452.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9997   Rheinfracht: 115.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Wasserstand und Rheinfrachten auf Rekordniveau sowie dem Ausfall der Raffinerie in Cressier beiben weiterhin bestehen….

 

Futures am frühen Morgen fester – Rheinfrachten auf Höchststand….

 

Der US Arbeitsmarktbericht hatte am Freitag positiv überrascht. In Verbindung mit den Andeutungen der Notenbänker bezüglich einer Zinsanhebung im Dezember bei weiterhin guten Daten, hat sich damit die Einschätzung für eine US Zinswende noch in diesem Jahr erhöht. Der US Dollar wurde dadurch gestützt und legte gegenüber den anderen Währungen zu.

Die Fed hat angekündigt das Zinsniveau langsam anzuheben, damit das Wirtschaftswachstum nicht zu stark ausgebremst wird. Aus dieser Sicht werde es der Markt in der ersten Hälfte des kommenden Jahres damit sehr schwer haben sich nach oben zu entwickeln.

Der Ölminister Saudi-Arabiens, gab am Wochenende an, dass er davon ausgehe, dass sich die Attraktivität der niedrigen Preise bald in der Nachfrage widerspiegeln würde. allerdings überwiege noch immer das Angebot, weshalb die Abwärtsrisiken für die Ölpreise noch immer größer seien als die Wahrscheinlichkeit eines Aufwärtstrends.

 

Fundamental bearish                 Chartanalyse neutral

 

 

 

6. November 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 48.19 $   Crude (WTI): 45.50 $  Gasoil  450.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9953   Rheinfracht: 105.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

die Versorgungsschwierigkeiten durch den anhaltend-tiefen Pegelstand auf dem Rhein (die Rheinfrachten neu über CHF. 100.00) sowie dem Ausfall der Raffinerie in Cressier beiben weiterhin bestehen….

 

Saudi-Arabien läutet nächste Runde im Preiskampf ein

 

Mit der neuen Runde im Preiskampf zwischen Saudi-Arabien und Russland wird eine Produktionskürzung am 4. Dezember als unwahrscheinlich angesehen. Russland hatte mit den Förderungen im Oktober nicht nur ein neues Rekordniveau erreicht, auch die Exporte stiegen, so dass man Saudi-Arabien als größten Lieferanten Chinas verdrängte. Die Saudis wiederum beliefern nun auch verstärkt Länder in Europa und haben den Russen beispielsweise in Polen Marktanteile abgenommen. Ohne Kürzungen bei der Förderung ist ein Ende der Überversorgung jedoch nicht in Sicht, zumal zusätzliche Exporte aus dem Iran die Lage mittelfristig nochmals verschärfen könnten.

Die Temperaturen sind mild, die Nachfrage nach Produkten ist in der Vorwoche gesunken, die Raffinerien an der Ostküste beenden ihre Wartungsarbeiten und die Lagerbestände sind hoch. Die Probleme an der Colonial Pipeline seien daher nicht ausreichend, um einen nennenswerten Unterschied in der Versorgungslage zu verursachen.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral

 

 

 

5. November 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 48.86 $   Crude (WTI): 46.48 $  Gasoil  456.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9967   Rheinfracht: 100.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

die Versorgungsschwierigkeiten durch den anhaltend-tiefen Pegelstand auf dem Rhein (die Rheinfrachten neu über CHF. 100.00) sowie dem Ausfall der Raffinerie in Cressier beiben weiterhin bestehen….

 

Preiseinbruch nach den Lagerzahlen – Technische Verkaufssignale

 

Die Sperrung des libyschen Ölterminals in Zueitina hat das Ölangebot des Landes etwas reduziert. Die Sperrung ist das Ergebnis von Streitigkeiten zwischen den zwei konkurrierenden Regierungen in dem Land. Die Verluste sind damit zwar relativ gering, könnten allerdings noch größer werden, sollte die Regierung die gleiche Praxis auch auf die Terminals in den Häfen Brega und Hariga anwenden.

Auch die Streiks in Brasilien bleiben weiter bullish. Blickt man allerdings auf die Gesamtversorgung, so reichen die Ausfälle zusammen nicht aus, damit die Überversorgung am Rohölmarkt verschwindet.

Die Versorgungslage ist damit weiterhin nicht gefährdet, was auch die US Ölbestandsdaten aus den USA gestern zeigten. Die Gesamtbestände nahmen zwar ab, allerdings sank auch die Nachfrage und die Vorräte bleiben weiter deutlich über dem 5-Jahresdurchschnitt.

Marktteilnehmer werden den Streik in Brasilien weiter beobachten und auf die Meldung aus den USA warten, wann die Colonial Pipeline ihren Betrieb wieder aufnimmt,

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

4. November 2015

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 50.18 $   Crude (WTI): 47.65 $  Gasoil  470.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9926   Rheinfracht: 100.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

die Versorgungsschwierigkeiten durch den anhaltend-tiefen Pegelstand auf dem Rhein (die Rheinfrachten neu über CHF. 100.00) sowie dem Ausfall der Raffinerie in Cressier beiben weiterhin bestehen….

 

Futures ziehen mit bullisher Faktorkombination stark an

 

Mit den Ausfällen in Brasilien (Streik) und Libyen (Force Majeure), hat das globale Rohölangebot in dieser Woche stark abgenommen, wobei genaue Zahlen hierzu nicht bekannt sind. Damit verringert sich die Überversorgung, zumindest temporär, unverhofft drastisch. Entsprechend bullish wirkt sich dies auf die Ölpreise an der Börse aus.

Die fundamental bullishen Faktoren sind allesamt als temporäre Einflüsse zu sehen. Die Probleme der Colonial Pipeline werden innerhalb weniger Tage sicherlich behoben sein und mögliche Lieferengpässe dann nachgeholt oder über alternative Wege bedient werden. Der Streik in Brasilien ist wegen der Höhe des Produktionsausfalls der größte Brocken. Sobald eine Einigung erzielt wird, verschwindet dieser allerdings ebenfalls wieder vom Markt. Anders als bei den Pipeline Problemen in den USA, wird durch den Streik allerdings tatsächlich Menge vom Markt genommen, die nicht einfach wieder nachgeholt werden kann.

Zusammen deuten sich bei den Inlandspreisen damit rechnerisch starke Preisanpassungen nach oben an.

 

Fundamental neutral/bullish                    Chartanalyse neutral/bullish