AVIA Vereinigung Schweiz

30. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 63.43 $   Crude (WTI): 57.51 $   Gasoil 559.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9853   Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Tag der Entscheidung - Hohe Volatilität vor OPEC Meeting erwartet

 

Die US Ölbestandsdaten des DOE konnten die Preise an den Ölbörsen nicht stützen. Die Notierungen gaben im Anschluss sogar nach und markierten so ein neues Wochentief. Der Markt ist spürbar volatiler und nervöser geworden, da heute das OPEC Meeting in Wien ansteht.

Die Stimmen aus der OPEC sind zwar mehrheitlich für eine Verlängerung um 9 Monate, die der Markt vermutlich auch bereits weitestgehend eingepreist hat, allerdings gibt es auch kritische Stimmen zu dieser Variante. Es gibt gute Argumente die für eine Verlängerung um nur drei oder sechs Monate sprechen, damit würden die Ölproduzenten allerdings einen massiven Preiseinbruch riskieren.

Letztlich wird man abwarten müssen was die OPEC mit den Nicht-OPEC Ländern heute entscheiden wird. Doch selbst bei einer Verlängerung um 9 Monate könnten die Preise in den kommenden Wochen deutlich nachgeben. Da diese Variante bereits eingepreist ist, wird sich die Aufwärtsbewegung in Grenzen halten, worauf Trader dann mit Gewinnmitnahmen reagieren könnten.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

29. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 63.63 $   Crude (WTI): 57.72 $   Gasoil 563.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9837   Rheinfracht: 17.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise geben mit US Bestandsdaten nach

 

Die eigentlich noch immer knappe Marktlage spricht für Bestandsabbauten, auch in den USA. Trotz des Ausfalls meldete das API aber lediglich für Cushing einen Bestandsrückgang, die landesweiten Vorräte nahmen hingegen überraschend zu.

Die Versorgungslage scheint daher momentan weniger knapp als noch vor einigen Wochen zu sein. Dies kann Gewinnmitnahmen vor den DOE Zahlen heute Nachmittag begünstigen, wobei sich die Trader insgesamt wohl eher zurückhalten werden.

Laut dem aktuellsten Stand scheinen sich OPEC und Nicht-OPEC Länder auf eine Verlängerung der Produktionskürzungen verständigt zu haben, lediglich die Laufzeit des neuen Abkommens und/oder der Zeitpunkt, wann dieses beschlossen werden soll, scheint noch offen. Trader und Analysten gehen davon aus, dass eine Verlängerung um 9 Monate weitestgehend eingepreist ist, was enormes Abwärtspotenzial schafft, sollten die Ölminister weniger als das liefern.

Die Volatilität kann nun kurz vor dem Treffen zunehmen, da mit der Ankunft der Ölminister üblicherweise immer wieder neue Spekulationen und Gerüchte in den Markt kommen.

 

Fundamental neutral / bearish                Chartanalyse bearish

 

 

 

 

 

28. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 63.68 $   Crude (WTI): 57.74 $   Gasoil 566.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9826   Rheinfracht: 18.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

WTI gibt mit Restart von Keystone nach – ICE bleibt weiter fest

 

Die Wiederaufnahme der Ölexporte über die Keystone Pipeline vor Monatsende ist etwas früher als erwartet. Der Ausfall der Anlage hatte bereits zu Versorgungsengpässen in einigen Regionen der USA geführt, was die WTI Preise stützte. WTI könnte in den kommenden Tagen aber dennoch weiter belastet werden, wenn die Verfügbarkeit von Rohöl aus Kanada zunimmt.

Der wichtigste Faktor für die Marktteilnehmer ist und bleibt aber das anstehende Meeting von OPEC und Nicht-OPEC Ländern am Donnerstag. Es gibt noch immer eine Restunsicherheit bezüglich der Teilnahme Russlands an einer Verlängerung der Produktionskürzungen. Die Volatilität hat damit zwar zunächst abgenommen, dies ist allerdings die Ruhe vor dem Sturm.

Einige Analysten warnen, dass die Preise an den Ölbörsen nach dem Treffen in Wien heftig ausschlagen werden, egal welche Entscheidung das Kartell mit den Nicht-Mitgliedern treffen wird.

In jedem Fall rät sich in dieser Woche besonders wachsam zu sein, da große Preisschwankungen nach oben oder unten durch den hohen spekulativen Anteil im Markt nahezu unkontrollierbar ist.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

27. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 63.74 $   Crude (WTI): 58.64 $   Gasoil 567.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9802   Rheinfracht: 18.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Woche der Entscheidung – WTI bleibt weiter fest

 

Die globalen Ölbestände sinken derzeit. Auch wenn die Ölnachfrage im kommenden Jahr weiter zunehmen wird, so geht man am Markt allgemein davon aus, dass ohne ein Fortbestand der Produktionskürzungen wieder ein Überangebot entstehen wird.

Glaubt man den jüngsten Berichten aus OPEC Kreisen hat sich das Kartell mit Russland auch auf eine Verlängerung des Deals am kommenden Donnerstag verständigt. Russland fürchtet bei einer zu knappen Marktlage einen US Schieferölboom und will sich daher noch nicht fest auf eine Verlängerung bis Jahresende 2018 einlassen.

Für diese Woche wird daher vor und nach dem OPEC Meeting ein sehr volatiler Handel erwartet. Sollten OPEC und Russland enttäuschen droht ein massiver Preiseinbruch. Einige Analysten glauben, dass die Preise selbst bei Erfüllung der Erwartungen nach dem Treffen stark nachgeben können, und verweisen dabei auf den extrem hohen Stand der spekulativen Netto-Long-Position.

Unterdessen bleibt die Marktlage in den USA weiter knapp, da es durch die Probleme an der Keystone Pipeline bis mindestens Ende November noch zu Engpässen bei der Versorgung mit Rohöl kommen könnte.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

24. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 63.61 $   Crude (WTI): 58.56 $   Gasoil 567.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9819   Rheinfracht: 18.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

WTI mit neuem 2,5 Jahreshoch – Entscheidung der OPEC bereits gefallen?

 

In den USA wird momentan das Rohöl knapp, da die Lieferungen aus Kanada mit der Abschaltung der Keystone Pipeline bis mindestens Ende November reduziert bleiben. Doch nicht nur die reinen Bestände sind davon betroffen, erste Raffinerien reagieren bereits auf die Knappheit und haben ihre Auslastung reduziert. Die Situation in den USA stützt daher vor allem WTI und durch die Lieferausfälle ist für die Bestandsdaten in der kommenden Woche sicher mit deutlichen Abbauten bei Rohöl zu rechnen.

Unterdessen beginnen die ersten Spekulationen zum OPEC Meeting kommende Woche. Glaubt man den Analysten spricht die angesetzte Dauer von nur drei Stunden dafür, dass man sich bereits über eine Verlängerung bis Jahresende 2018 geeinigt hat.

Bleibt die OPEC allerdings hinter den Erwartungen zurück, droht dem Markt ein heftiger Einbruch. Nach dem ruhigen Feiertagshandel gestern und heute ist daher mit einer erhöhten Volatilität in der kommenden Woche zu rechnen.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

23. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 63.13 $   Crude (WTI): 57.89 $   Gasoil 562.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9816   Rheinfracht: 19.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen nach DOE lassen Inlandspreise sinken

 

Eine Umfrage von Bloomberg unter 36 Analysten und Trader hat ergeben, dass alle - ohne Ausnahme - mit einer Verlängerung der Produktionskürzungen beim Meeting in der kommenden Woche rechnen. Die Mehrheit geht dabei von einer Verlängerung bis Ende 2018 aus. Hinter den Kulissen laufen die Gespräche zwischen Saudi-Arabien und Russland auf Hochtouren. Russland hat sich offiziell bisher noch nicht zu einer Verlängerung bekannt.

Die Optionen reichen von einer Verschiebung der Entscheidung ins Frühjahr bis hin zu einer Verlängerung um drei, sechs oder neun Monate. Alles andere als eine Fortsetzung der Kürzung um neun Monate wäre für die Marktteilnehmer aber eine Enttäuschung und würde die Ölpreise vermutlich stark belasten.

Das bevorstehende OPEC Meeting stellt derweil andere Faktoren in den Schatten. Insbesondere die gestiegene US Rohölförderung wird derzeit wenig beachtet.

In den USA wird Thanksgiving gefeiert, weshalb der Börsenhandel nur verkürzt zur Verfügung steht

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

22. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 63.20 $   Crude (WTI): 57.83 $   Gasoil 565.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9898   Rheinfracht: 19.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach US Ölbestandsdaten mit festem Start

 

Die API Zahlen von gestern haben den Markt etwas überrascht. In den letzten beiden Wochen waren die US Ölbestände jeweils gestiegen. Die nun gemeldeten Abbauten sind deutlich umfangreicher als gedacht und geben den Preisen damit Auftrieb.

Marktteilnehmer halten sich diese Woche weitestgehend zurück, da in den USA am Donnerstag und Freitag Thanksgiving gefeiert wird. Dabei wird der Aufbau von größeren Risikopositionen gemieden, dennoch reagiert man noch auf bullishe oder bearishe Nachrichten. Die gesunkenen US Ölbestandsdaten sind dabei ein Zeichen, dass der Markt weiter unterversorgt sein könnte.

Auch wenn sich Russland bisher ziert, scheint der Markt eine Verlängerung des im März kommenden Jahres auslaufenden Abkommens bis Ende 2018 eingepreist zu haben.

Damit bleibt der Fokus der Marktteilnehmer weiter klar auf dem entscheidenden OPEC Meeting kommende Woche, wenn eine Verlängerung der Produktionskürzung ansteht oder eben ausbleibt.

Die Zahlen des API hatten die Preisniveaus an den Börsen in der Nacht gestützt, sodass diese auch in den frühen Morgenstunden ihre Aufwärtsbewegung fortsetzten.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

21. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 62.44 $   Crude (WTI): 56.58 $   Gasoil 560.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9935   Rheinfracht: 20.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Trader vor langem Wochenende und OPEC Meeting zurückhaltend

 

In dieser Woche wird sich der Handel mit dem Aufbau neuer Risikopositionen vermutlich weitestgehend zurückhalten. Dies liegt vor allem an dem bevorstehenden langen Thanksgiving Wochenende und viele Trader werden im Vorfeld nur noch passives Positions-Management betreiben, um frühzeitig in die Feiertage gehen zu können.

Auch das OPEC Meeting kommende Woche bremst den Handel aus. Börsianer rechnen mit einer Verlängerung der Produktionskürzung bis Ende 2018 und haben dies auch bereits weitestgehend eingepreist. Die Volatilität ist vor und nach dem Meeting bestimmt extrem groß, sodass man in dieser Woche eventuell die Ruhe vor dem großen Sturm sehen wird.

Insgesamt ist an den Ölbörsen momentan Zurückhaltung angesagt. Trader warten auf die US Ölbestandsdaten zur Wochenmitte, die auch in der verkürzten Handelswoche zu den gewohnten Zeiten veröffentlicht werden.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

20. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 62.54 $   Crude (WTI): 56.60 $   Gasoil 562.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9896   Rheinfracht: 20.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC Spekulationen werden den Markt dominieren

 

Wichtigster Faktor für den Ölmarkt ist die Produktionskürzung von OPEC und Nicht-OPEC Ländern. Saudi-Arabien, die treibende Kraft hinter dem Deal, hat am Freitag einmal mehr betont, dass weitere Produktionskürzungen im kommenden Jahr unverzichtbar seien. Damit macht das Land sehr deutlich, dass es den Deal Ende März 2018 nicht auslaufen lassen will.

Eine Verlängerung ist für den 30. November geplant, doch es gibt Zweifel, ob der Termin nicht zu früh ist. Vor allem die US Schieferölproduktion wird als große Gefahr für die Marktanteile gesehen. Die hohen Preise werden das Produktionswachstum in den USA beschleunigen.

Nicht wenige Marktteilnehmer vermuten daher, dass die aktuell hohen Preise nicht von Dauer sein können, wenn die Ölnachfrage im ersten Quartal 2018 saisonal vorübergehend einbricht und die US Schieferölförderung gleichzeitig zulegt. Die OPEC und Spekulationen rund um die Produktionskürzungen werden den Markt in den kommenden Tagen bis zum Meeting nächste Woche Donnerstag fest im Griff haben.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

 

17. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 61.38 $   Crude (WTI): 55.39 $   Gasoil 553.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9916   Rheinfracht: 20.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölbörsen vor dem Wochenende noch einmal weicher

 

Die Preisrallye von Anfang Oktober bis Anfang November war enorm. Brent legte um 28,0% und WTI um 17,6% zu. Geht man von Mitte Juni aus, liegen die Preissteigerungen sogar bei 44,3% für Brent und bei 36,1% für WTI. Mit der starken Sommernachfrage und der strikten Einhaltung der Produktionskürzungen der OPEC wurde ein Angebotsdefizit erzeugt, dass seit Mitte des Jahres die globalen Ölbestände haben sinken lassen.

Doch der Rally scheint nun die Luft auszugehen. Die Netto-Long-Position spekulativer Marktteilnehmer ist sehr groß. Trader setzen noch immer auf Preissteigerungen, gleichzeitig baut sich damit aber auch Potenzial für Gewinnmitnahmen auf.

Mit einer frühzeitigen Verlängerung der Produktionskürzungen von OPEC und Nicht-OPEC Ländern bis Ende 2018 könnten die Preise zwar noch einmal gestützt werden, die Verhandlungen gestalten sich aber offenbar schwer.

Der Baker Hughes Report hatte in der letzten Woche erstmals wieder einen deutlichen Anstieg bei der Anzahl der aktiven Ölbohranlagen gezeigt. Dies deutet dies auf eine wieder steigende US Ölförderung hin und könnte Gewinnmitnahmen begünstigen.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

16. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 62.07 $   Crude (WTI): 55.41 $   Gasoil 557.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9906   Rheinfracht: 20.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise nach DOE wieder etwas fester – Gegenbewegung hält sich in Grenzen

 

Allmählich zieht das bevorstehende OPEC Meeting den Markt in seinen Bann. In zwei Wochen soll die Entscheidung über eine Verlängerung der Produktionskürzungen fallen, die Ende März 2018 auslaufen. Trader haben eine Verlängerung weitestgehend bereits eingepreist. Sollte die Entscheidung vertagt werden, nehmen Marktteilnehmer voraussichtlich Gewinne aus Long-Positionen mit. Entsprechend wird die Volatilität an den Märkten in den kommenden 14 Tagen zunehmen, was die Preise unberechenbarer macht.

Die unterschiedliche Datenlage macht die Beurteilung der Marktlage alles andere als einfach, weshalb die OPEC und Nicht-OPEC Länder tatsächlich zu einer Vertagung der Entscheidung oder einer Verlängerung zunächst nur um 3 Monate tendieren könnten, damit man etwas mehr Zeit gewinnt um die Marktentwicklung zu beobachten.

Eine Gegenbewegung wie gestern ist nach einem massiven Preisrutsch nicht unüblich.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

15. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 61.62 $   Crude (WTI): 55.17 $   Gasoil 551.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9875   Rheinfracht: 20.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

IEA und Charttechnik leiten Abwärtskorrektur ein – Starke Preisnachlässe erwartet

 

Lange wartete man an den Ölbörsen auf eine Abwärtskorrektur, nachdem die Preise zuletzt immer neue Sphären und 2-Jahreshochs markiert hatten. Der technische Verkaufsdruck nahm immer weiter zu. Man in den letzten Tagen vermehrt darauf hingewiesen, dass Preise oberhalb der 60 Dollar langfristig wohl nicht haltbar und eine Gegenbewegung daher überfällig sei.

In diesem Jahr hatte die IEA die Prognose zur Ölnachfrage immer wieder nach oben korrigiert und nun zum ersten Mal gesenkt. Dies bedeutet nichts anderes, als dass die Länder außerhalb der OPEC die zusätzliche Nachfrage 2018 vollständig bedienen werden.

Auch die bereits von vielen Marktteilnehmern erwartete Verlängerung des Produktionsabkommens zwischen OPEC und Nicht-OPEC Ländern scheint bei den hohen Ölpreisen für den 30. November auf der Kippe zu stehen.

Da die meisten Experten jedoch den Durchschnittspreis Brent 2018 im Bereich von ca. 55 Dollar prognostizieren, könnten die nun eingeleiteten Gewinnmitnahmen Brent eventuell wieder unter 60 Dollar drücken.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse bearish

 

 

 

 

 

14. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 62.87 $   Crude (WTI): 56.57 $   Gasoil 561.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9963   Rheinfracht: 23.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise bleiben relativ hoch – IEA kündigt US Ölboom an

 

Spannungen innerhalb Saudi-Arabiens und zwischen den Ländern in der Region des Persischen Golfs haben die Ölpreise zuletzt auf ein hohes Niveau getrieben, auf dem die Notierungen nun konsolidieren. Trader warten, ob es Anzeichen gibt die weitere Preissteigerungen begründen oder ob Gewinnmitnahmen fällig sind.

Auch wenn die Preisniveaus von den meisten Experten als zu hoch und fundamental als nicht gerechtfertigt angesehen werden, so könnten solche irrationalen Perioden durchaus eine gewisse Zeit stabil bleiben.

Der OPEC Monatsreport von gestern wurde bullish aufgefasst, dennoch reagierte der Markt kaum auf diesen Impuls. Zum einen kann dies ein Hinweis sein, dass die Kaufkraft nun langsam nachlässt, zum anderen warten die Trader sicherlich auch noch auf den IEA Monatsreport.

Sollte auch dieser Bericht bullish ausfallen und eine Aufwärtsbewegung ausbleiben, könnte dies Gewinnmitnahmen auslösen. Folgt man den Erwartungen der Analysten, so ist eine Abwärtskorrektur überfällig.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

13. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 63.57 $   Crude (WTI): 56.79 $   Gasoil 566.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9964   Rheinfracht: 23.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Analysten: Ölpreise viel zu hoch – Kommt der Einbruch diese Woche?

 

Die Spannungen zwischen Iran und Saudi-Arabien haben sich in den letzten Wochen drastisch zugespitzt. Im schlimmsten Fall könnte es zu einer direkten militärischen Konfrontation zwischen Iran und Saudi-Arabien kommen, die die gesamte Region destabilisieren und die Ölversorgung aus dem Golf gefährden würde.

Auch das bevorstehende Meeting der OPEC am 30. November steht stark im Fokus. Trader rechnen damit, dass das Kartell zusammen mit den Nicht-OPEC Ländern die Produktionskürzungen bis Ende 2018 verlängern wird. Einigt man sich auf eine kürzere Laufzeit oder verschiebt man eine Einigung eventuell komplett, so dürfte dies eine Abwärtskorrektur auslösen.

Die Anzeichen verdichten sich, dass die US Ölproduktion auf die hohen Preise reagiert und die Förderung im kommenden Jahr schneller als bisher erwartet zulegen wird.

Marktteilnehmer werden sich nun langsam auf das OPEC Meeting Ende des Monats einschießen. Die Volatilität könnte zum Wochenauftakt entsprechend hoch sein und die Richtung für die Gesamtwoche vorgeben.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

10. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 63.76 $   Crude (WTI): 57.06 $   Gasoil 567.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9952   Rheinfracht: 23.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Geopolitische Risiken stützen - Hohe Preisniveaus bleiben besorgniserregend

 

Die Ölpreise an den Börsen bleiben weiter fest und scheinen sich auf dem hohen Niveau zu stabilisieren, bisher hat sich eine Abwärtskorrektur allerdings noch nicht materialisiert. Als verantwortlich werden vor allem die geopolitische Risiken, die unerwartet hohe Ölnachfrage in diesem Jahr sowie die Produktionskürzungen gesehen, wodurch sich in der zweiten Jahreshälfte ein Angebotsdefizit ergeben hat.

Trader haben eine Verlängerung der Produktionskürzungen von OPEC und Nicht-OPEC eingepreist, ob am 30. November allerdings tatsächlich eine Verlängerung des Deals bis Ende 2018 beschlossen wird, ist noch lange nicht in trockenen Tüchern.

Zudem sind die hohen Preise ein Segen für die Ölproduzenten, deren Ölförderung damit wieder rentabel wird. Dies würde die Ölproduktion, insbesondere aus den US Schieferölgebieten, im kommenden Jahr stärker als bisher erwartet steigen lassen und gleichzeitig schon heute den Verkaufsdruck an den Ölbörsen erhöhen, weshalb in den kommenden Wochen mit einer deutlich erhöhten Volatilität zu rechnen ist.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

09. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 63.62 $   Crude (WTI): 56.89 $   Gasoil 563.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9982   Rheinfracht: 23.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Analysten weisen auf Möglichkeit der Abwärtskorrektur hin

 

Gute Konjunkturdaten, eine unerwartet hohe Nachfrage, die hohe Quotentreue der OPEC, sinkende Ölbestände sowie geopolitische Spannungen im Nahen Osten waren die Faktoren, die die Preise zuletzt auf ihre 2-Jahreshochs getrieben hatten. Die gestiegenen Preise sind insbesondere für die US Schieferölindustrie allerdings eine Möglichkeit schon heute die Voraussetzungen für eine besonders starke Produktionssteigerung 2018 zu legen.

Die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen nahm zuletzt zwar ab, die Ölproduktion stieg aber dennoch an. Bei den höheren Preisen können die Unternehmen die erwartete Produktionsmenge über die Futures an ICE und NYMEX gegen Preiseinbrüche absichern (Hedging). Die Inbetriebnahme dauert etwa 6 bis 9 Monate, weshalb die hohe Anzahl der vorhandenen Bohrlöcher ein Indiz ist, dass die US Ölförderung im kommenden Jahr kräftig steigen kann.

Die fundamentale Grundkonstellation bleibt weiter tendenziell bullish, allerdings könnten einige Trader vor dem OPEC Meeting zu Gewinnmitnahmen tendieren. Der Markt kann daher in den kommenden Tagen deutlich volatiler werden.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

 

08. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 63.48 $   Crude (WTI): 55.98 $   Gasoil 562.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9991   Rheinfracht: 24.25 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisrallye legt eine Verschnaufpause ein – Kommt die Abwärtskorrektur?

 

Der starke Preisanstieg der letzten Tage ist vor allem auf zwei zentrale Aspekte zurückzuführen. Die globale Konjunkturentwicklung präsentiert sich äußerst positiv, sodass die Ölnachfrage stärker als zu Jahresanfang erwartet ausfällt und zum andern haben die geopolitischen Spannungen, insbesondere im Nahen Osten zwischen Saudi-Arabien und dem Iran zugenommen, was die Risikoprämie am Markt erhöht hat.

Analysten schätzen die Lage unterschiedlich ein und man glaubt, die Preise seien in zu kurzer Zeit zu stark angestiegen. Die fundamentale Angebots- und Nachfragekonstellation würde diesen Preisanstieg derzeit nicht rechtfertigen, weshalb mit einer Korrektur in den kommenden Wochen zu rechnen sei.

die EIA hat in ihrem aktuellen Monatsreport von gestern Abend ihre Preisprognosen aktualisiert und geht demnach ebenfalls nicht von einer Fortsetzung der Rallye aus. Trader warten heute noch auf die US Ölbestandsdaten des DOE, nachdem die Zahlen des API von gestern Nacht keinen richtungsweisenden Impuls generierten.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse bearish

 

 

 

 

 

7. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 64.26 $   Crude (WTI): 57.27 $   Gasoil 567.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9993   Rheinfracht: 26.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preissprung: Fundamental bullishe Konstellation treibt Preisniveaus nach oben

 

Die Preise an ICE und NYMEX scheinen derzeit fast unaufhaltsam zu steigen. Die knappe Marktlage sorgt dafür, dass geopolitische Spannungen wie im Irak oder zwischen Saudi-Arabien und Iran wieder eine stärkere Rolle spielen. Jeder Produktionsausfall würde sofort auf die globale Versorgung durchschlagen. Die Einpreisung einer Risikoprämie ist daher die Konsequenz.

Stützend für die Ölbörsen ist auch die aktuelle Bestandsentwicklung, die mit den wirkungsvollen Produktionskürzungen der OPEC auf globaler Ebene abnimmt. Auch in den USA haben die Kürzungen die Vorratstanks bereits erreicht, sodass in dieser Woche erneut mit Abbauten zu rechnen ist.

Unterdessen wartet man auch auf den ersten Monatsbericht der EIA. Besonders im Fokus dürfte die Einschätzung zur Entwicklung der globalen Ölnachfrage und der US Ölproduktion sowie die Preisprognosen für Brent und WTI stehen.

Die gestrige Preisrallye sorgt für rechnerisch erhebliches Aufwärtspotenzial bei allen Produkten.

 

Fundamental bullish                   Chartanalyse neutral

 

 

 

 

 

6. November 2017

 

Rohöl/Barrel: Brent : 62.41 $   Crude (WTI): 55.84 $   Gasoil 557.50 $ pro Tonne

Dollar: 1.0019   Rheinfracht: 26.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Die Bullen bestimmen aktuell den Markt

 

Die Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen im Nigerdelta könnten wieder zunehmen, weil ab heute, der Waffenstillstand im Niger Delta beendet ist. Die Anzahl der US Ölbohranlagen fiel letzte Woche um 8 auf 729 und hat damit das niedrigste Niveau seit Ende Mai diesen Jahres (722) erreicht. Dies wird bullish interpretiert, da dies auf eine geringere Ölförderung oder zumindest auf ein langsameres Wachstum der Industrie hin deutet. In Saudi-Arabien kam es am Wochenende zu einer Verhaftungswelle, von der elf Prinzen, vier Minister und dutzende ehemalige Minister festgenommen worden sein sollen. Die Maßnahme ist in seinem Umfang bisher beispiellos. Verwicklungen in Korruption sind zwar wahrscheinlich, Experten gehen allerdings davon aus, dass der Kern der Maßnahmen auf die Sicherung der Macht von Kronprinz Mohammed bin Salman abzielt. In Venezuela gibt es unterdessen weiter große Schuldenprobleme. Das Land befindet sich seit Jahren am Rande einer Staatspleite und ist mit einer Ölproduktion von über 2 Mio. B/T ein wichtiger Öllieferant. Ein Staatsbankrott würde zu einem weitreichenden Ausfall an Rohöllieferungen führen. China und Russland haben viel Geld in dessen Ölindustrie investiert und werden deshalb Venezuela vermutlich weiter unter die Arme greifen.

 

Fundamental bullish                  Chartanalyse neutral