AVIA Vereinigung Schweiz

31.10.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 109.59 Crude (WTI): 96.67 $ Gasoil 936.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9013 Rheinfracht: 28.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Am 25.10.13 wurde der Baissetrend gestoppt und es folgte eine deutliche Gegenreaktion auf Hausse, welche auch gestern anhielt. Zudem hat sich für den Einkauf auch der etwas festere Dollar negativ ausgewirkt. Der FED belässt die tiefen Zinsen. Die DOE Lagerzahlen (Aufbau im Rohöl, Abbau bei den Fertigprodukten) wurden gemischt interpretiert. Markteinschätzungen reichen von bearish bis neutral.

 

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30.10.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent: 108.96 $ Crude (WTI): 97.68 $ Gasoil: 933.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.8999 Rheinfracht: 28.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

29.10.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 109.03 Crude (WTI): 98.20 $ Gasoil: 926.75 $ pro Tonne

Dollar: .8959 Rheinfracht: 28.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

28.10.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 107.20 Crude (WTI): 97.56 $ Gasoil 915.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.8937 Rheinfracht: 28.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

 

Der Test des Abwärtspotentials ging auch zum Wochenabschluss weiter, und wieder ohne nachhaltige Resultate. Märkte seitwärts – Schluss in etwa – je nach Produkt – auf Eröffnungsniveau. Auch der Aktienmarkt blieb lustlos. Es gab keine nennenswerte News, welche Impulse hätten auslösen können. Es kann gut sein, dass die neue Woche so weitergeht, (oder auch nicht). Wir wünschen Ihnen einen guten Start in eine erfreuliche und erfolgreiche Woche.

 

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25.10.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 107.01 Crude (WTI): 97.07 $ Gasoil 910.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.8902 Rheinfracht: 28.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die Märkte testeten nochmals – am dritten aufeinanderfolgenden Tag – das Abwartspotential, allerdings mit geringem Erfolg. Schluss nur leicht unter Eröffnung. Eine kurzfristige Gegenbewegung in bullishe Richtung würde nach dem doch massiven Preisrückgang (im Heizöl ca. CHF 3.00/100 lt)  in dieser Woche nicht überraschen. Iran stoppt Urananreicherung auf 20 %.

 

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24.10.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 107.89 Crude (WTI): 97.44 $ Gasoil 918.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.8912 Rheinfracht: 28.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

 

Die Rohölnotierungen folgten den ebenfalls eher bearishen Aktienbewegungen und schlossen deutlich unter den Eröffnungskursen. Die bearishen DOE Zahlen standen im Fokus. Da konnten nicht einmal die positiven Meldungen zum HSBC Einkaufsmanagerindex aus China etwas dagegenhalten. Auch die Meldung über die erneute Schliessung der Shell-Pipeline in Nigeria wurde von den Marktteilnehmern offenbar ignoriert. Mal schauen, ob die Baissebewegung (seit drei Tagen), andauert.

 

Bitte beachten Sie bei Ihren Beschaffungsüberlegungen bereits heute, dass auf Heizöl und Gas per 1.1.2014 eine weitere Tranche CO2 Aufschlag erfolgen wird (massgebend ist das Liefer-, nicht das Bestelldatum). Beim Heizöl wird das einen Betrag von CHF 6.45  per 100 lt bedeuten. Beim Diesel sind bis heute keine neuen Abgaben/Steuern bekannt. Als vor Jahren der erste Aufschlag erfolgte, lief der gesamte Ölhandel mit den Logistik am Anschlag. Bestellen Sie deshalb rechtzeitig!

23.10.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 109.81 Crude (WTI): 97.97 $ Gasoil 935.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.8958 Rheinfracht: 27.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

 

Während die Aktienmärkte mehrheitlich mit zum Teil deutlichem Plus aus dem Handel gingen, konnten die Ölmärkte, mit Ausnahme von Crude / USA, die Stellung halten. Der Dollar rutschte in den Keller. Mit unter 0.90 notierte er so tief wie seit August 2011 nicht mehr. Heute schaut man gespannt auf die Publikation der DOE Lagerzahlen, welche diese Woche wieder etwas aussagekräftiger sein dürften, als die Nachlieferung der Daten am Montag, 21.10.13 von letzter Woche.

 

Auch die Ölmärkte starteten zunächst mit fester Tendenz und durchbrachen im Vormittagshandel sogar zügig diverse Widerstandslinien. Die Veröffentlichung der eher bearishen Arbeitsmarktdaten aus den USA liessen sie dann wieder von den Tageshochs zurückkommen. Mit Ausnahme von Crude (verlor 1.5 $ pro Barrel) schlossen die Notierung in etwa auf Eröffnungsniveau.

 

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22.10.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 109.84 Crude (WTI): 99.02 $ Gasoil 940.50 $ pro Tonne

Dollar: 0..9032 Rheinfracht: 27.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

 

Der gestrige Tag an der Rohölbörse ist schnell beschrieben. Handel seitwärts in enger Handelspanne - Schluss leicht unter Eröffnungsniveau. Gestern wurden auch die Zahlen von DOE  von letzter Woche (Büros waren infolge government shutdown geschlossen) nachgeliefert und brachten keine grosse Überraschung. Rohöl Brent fiel – mindestens vorübergehend – unter die psychologisch wichtigeMarke von 100 $. Das gilt aber noch nicht als nachhaltig. Die Volatilität an den Märkten dürfte weitergehen, werden doch heute auch wieder die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. Mal sehen. Morgen wissen wir (vielleicht) mehr.

 

21.10.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 110.02 Crude (WTI): 100.79 $ Gasoil 942.00 $ pro Tonne

Dollar: 0..9028 Rheinfracht: 26.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

 

Ölwerte sowie Aktienindizes konsolidieren auf hohem Niveau. Bereits am Freitagvormittag wurden diverse Widerstände durchbrochen (siehe Chart unten - rote Linien). Positive Wachstumszahlen vom 3. Quartal aus China lieferten, genau wie die Hoffnung auf eine weiterhin expansive Geldpolitik in den USA, dazu den nötigen Auftrieb. 

 

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18.10.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 109.33 Crude (WTI): 100.94 $ Gasoil 933.00 $ pro Tonne

Dollar: 0..9030 Rheinfracht: 27.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

 

Dass die USA am Mittwoch mit dem getroffenen Kompromiss die Schlinge um den Hals vorläufig etwas lockern konnte, kam gestern auch bei den Rohölhändlern an. Sie schickten die Notierungen (kurzfristig?) auf Talfahrt (dabei spielten vermutlich auch die normalerweise weniger bedeutenden – bearishen -  API Lagerzahen eine Rolle).. Wichtige Marken konnten aber nicht nachhaltig nach unten durchbrochen werden. Anders die Aktienmärkte. Der S & P kletterte auf ein neues Allzeithoch. Man geht generell davon aus , dass die FED die lockere Geldpolitik – vor allem unter der neuen FED Chefin – jetzt erst recht fortsetzen wird.  

 

17.10.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 110.50 Crude (WTI): 102.09 $ Gasoil 943.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9123 Rheinfracht: 28.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Ein Tag für die Geschichtsbücher.

USA: Kompromiss in letzter Minute. Aber „aufgeschoben ist nicht aufgehoben“. Spätestens im Januar 2014 wird das gleiche „Theater“ wieder losgehen. Eigentlich gibt es keine Gewinner, nur Verlierer. Die grössten Verlierer sind die Menschen in den USA. Doch die Wallstreet feiert und lässt Korken knallen. Dow-Jones mit Plus 1.4 %, dicht unter einem  historischen (histerischen?) Hoch. Auch der Dax erreicht einen nie dagewesenen Höchststand. Es scheint, dass die Rohölmärkte – obwohl gestern auch deutlich im Plus – das Ganze zuerst einmal verdauen müssen. Heute dürfte eine – wenn es das überhaupt gibt – objektive Reaktion folgen. In Genf gingen die zweitägigen Iran Atomgespräche in guter Atmosphäre ohne handfeste Ergebnisse zu Ende. Konnte man – bei allem Optimismus -auch nicht erwarten. An den Pressekonferenzen gab man sich optimistisch, dass die nächsten Verhandlungen im November 2013 mehr Klarheit bringen würden. Hausaufgaben sind zu Hauf zu erledigen. Markteinschätzung:. Neutral bis bullish.

 

 

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16.10.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 109.88 Crude (WTI): 101.12 $ Gasoil 936.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9141 Rheinfracht: 28.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

 

Baustellen soweit das Auge reicht. USA – Budgetstreit/Schuldenobergrenze / Syrien – Ägypten – Nigeria – Sudan – Iran Atomgespräche – Deutschland Regierungsbildung – Marode EU Länder Griechenland – Spanien – Zypern – Italien usw. Da soll noch jemand den Überblick haben, wie es mit den Finanz-/Aktien- und Rohstoffmärkten weitergeht. Die Märkte handeln äusserst nervös und die Akteure sind unsicher. (siehe Tickchart Gasoil – für Europa wichtiger Spotmarkt ARA unten). Aktienmärkte schliessen uneinheitlich. Gerade kommt die Meldung, dass in Norwegen die Ölarbeiter ab 20. Oktober 2013 streiken wollen (die wissen auch, wann es am "Günstigsten" ist). Das dürfte ein allfälliges Abwärtspotential einschränken.

 

Die Ratingagentur Fitch droht den USA mit der Herabstufung der Kreditwürdigkeit. Erstaunlich, dass nicht auch die anderen Agenturen Moody’s und Sandart & Poor’s  schon lange reagiert haben. Aber diese Agenturen wissen halt genau, was eine solche Aussage an Schaden für das entsprechende Land bedeutet. In Genf haben die Iran Atomgespräche in positiver Stimmung begonnen. Aber eine Schwalbe bringt bekanntlich noch keinen Sommer und noch immer ist nicht ganz klar, was in den Köpfen der neuen Regierungsmannschaft vorgeht (ob man nur die lästigen Sanktionen weg haben will oder wirklich bereit ist, auch tiefgreifende Zugeständnisse zu machen. . Im US Budgetstreit geht es schon lange nicht mehr nur ums Budget und die Anhebung der Schuldenkriese. Es geht um Ideologien. Die Tea Party sieht in der Sturheit das letzte Druckmittel gegen die Gesundheitsreform von Präsident Obama. Es herrscht eine Mikadosituation: Wer sich zuerst bewegt, hat verloren. Die Koalitionsgespräche in der Regierungsbildung werden in Deutschland für Angela Merkel und ihre CDU-CSU schwieriger, denn die Position der SPD ist nach der Absage der Grünen doch deutlich stärker. Es würde nicht überraschen, wenn es zu Neuwahlen käme und da könnte die Parteienlandschaft am Ende möglicherweise nach wenigen Wochen  etwas anders aussehen. Noch ist es nicht so weit. Wie früher schon gemeldet, sind die Büros DOE in den USA infolge government shutdown geschlossen. Heute also keine DOE Lagerzahlen.

 

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15.10.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 110.86 Crude (WTI): 102.15 $ Gasoil 937.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9102 Rheinfracht: 33.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

 

Würde es an der Börse und in der Politik ein „Wechselbad der Gefühle“ geben, wäre gestern so ein Tag gewesen. In den USA scheint sich zwischen Republikanern und Demokraten ein Kompromiss im Budgetstreit abzuzeichnen. Ist aber auch Zeit, wenn der Dollar als Leitwährung nicht noch mehr Schaden nehmen soll. Analysten gehen davon aus, dass die Märkte auf einen Durchbruch bei den Verhandlungen – mindestens im Moment – bullish reagieren könnten.

Die Reaktion der Börsen (siehe Rohöl Brent unten –wichtige Unterstützungen – grüne Linien – konnten nicht durchbrochen werden und auch der Test von Widerständen –rote Linien - blieb begrenzt)  infolge der unsicheren Situation sprechen Bände. Die Charts der Aktienindizes sehen nicht viel anders aus. In Deutschland gestalten sich die Gespräche für eine Koalitionsregierung schwierig. Man ist sich bisher auch nicht näher gekommen. Auch da braucht es Zugeständnisse. Heute beginnen die Verhandlungen im Iran Atomprogramm.

 

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14.10.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 111.27 Crude (WTI): 101.91 $ Gasoil 939.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9099 Rheinfracht: 33.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Syrien: Rückschlag bei humanitärer Hilfe – 6 IKRK Mitarbeiter entführt. Darfurkonflikt: 3 UN-Soldaten getötet. USA Budgetstreit: Silberstreifen am Horizont – kommt doch wieder in letzter Minute eine Einigung zustande? China: Rohölimporte auf Rekordniveau (Plus 19.8 % im September gegenüber August). Saudi-Arabien will Effizienz der Ölquellen auf 70 % erhöhen. Iran: Könnte – wenn die lästigen Sanktionen weg wären -  den Weltmarkt mit seinem Öl mit einem Schlag überfluten. Libyen: Beachten Sie eine interessante Interview  Datum 12.10.2013 (unten). USA-DOE: Erstmals seit 1979 bleiben diese Büros infolge government shutdown geschlossen (publizieren immer am Mittwoch die Veränderung der US-Lagerzahlen).

Markteinschätzung: Neutral bis bullish.

12.10.13 Spezialbericht zu Libyen

 

Zusammenfassung aus dem  Interview der „Südostschweiz“ mit dem Nahostexperten Michael Lüders vom 11.10.2013 . Lüders berät Firmen aus dem deutschsprachigen Raum, die sich im Nahen und mittleren Osten engagieren wollen.

 

Libyen ist zwei Jahre nach dem Ende Muammar el Gaddafis ein Rückzugsgebiet für Terroristen und droht als Staat auseinanderzubrechen. Dies sollte den Westen auch hinsichtlich Syrien nachdenklich stimmen, so Lüdesrs.

 

Vier der fünf Erdölhäfen in Libyen stehen unter Kontrolle von aufständischen Milizen, die nur wirtschaftliche Ziele verfolgen. Vor diesem Hintergrund ist Libyen natürlich ein idealer Rückzugsort für radikale Gruppen wie El Kaida (denn diese nisten sich bekanntlich dort ein, wo Gesetzlosigkeit und Anarchie herrscht). Und da wäre man auch beim Thema Ägypten, Algerien und Mali. Der Überfluss an Waffen aus dem Gadaffi Regime wurde nie richtig vernichtet. Für diese Länder ist Libyen ein sehr gefährlicher Dreh und Angelpunkt, sowohl für Waffen als auch für Ideologien. Die Vorstellung, dass El Kaida in Tripolis, also am westlichen Mittelmeerufer nach Belieben schaltet und waltet, ist auch für Europa beunruhigend. Auf die Frage, ob Südeuropa bedroht sei, meint Lüders: Noch nicht. Aber wenn sich die Verhältnisse in Libyen weiter verfestigen und den Verlauf von Somalia nehmen, also als Staat scheitern sollte, wäre dies eine besorgniserregende Entwicklung. Von Libyen aus gibt es grosse Flüchtlingsströme nach Europa, welche El Kaida zum Einschleusen bewaffneter Kräfte nach Europa nutzen könnte.

 

Was haben denn die Mächte Grossbritannien, Frankreich und die USA (am Sturz Gadaffis beteiligt) falsch gemacht? Leider hat man sich nach dem Sturz nicht mehr um Libyen gekümmert und das Land sich selbst überlassen. Libyen ist überfordert mit sich selbst. Es herrscht jetzt eine Situation, welche kaum noch unter Kontrolle zu bringen ist. Möglicherweise zerfällt das Land und endet – wie Somalia (dort mündete 1988 der Aufstand gen Diktator Siad Barre in einen bis heute andauernden Bürgerkrieg) im Chaos. Aber es ist ganz wichtig, zu beachten: Libyen liegt vor der Haustüre Europas und nicht am Horn von Afrika.

 

Im Zusammenhang mit Demokratie stellt sich auch die Frage, ob diese in Libyen überhaupt möglich ist. Die libyschen Stämme haben so etwas wie eine Stammesdemokratie, also Räte, die sich treffen, um Probleme im Konsens zu lösen. Aber diese Strukturen sind im Moment überlagert von gewalttätigen Milizen ohne klare Agenda und im Grenzbereich zwischen politischen Rebellentum und gewöhnlicher  Kriminalität angesiedelt. Niemand hat ein Rezept, wie es der Regierung gelingen soll, ihre Autorität zumindest auf gewisse Teile des Landes auszuweiten. Jeder macht, was er will.

 

Die Zeit, in der die Lage im „befreiten“ Libyen verharmlost werden kann, dürfte spätestens seit der Entführung des Präsidenten Seidan und seiner schwachen Regierung vorbei sein. Der Westen täte gut daran, sich zu überlegen, welche Strategie bei Diktator Assad zielführender ist. Das System Libyen funktioniert vermutlich auch in Syrien nicht.

11.10.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 111.50 Crude (WTI): 102.70 $ Gasoil 942.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9108 Rheinfracht: 33.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Libyen: Fällt ein bedeutendes Ölförderland in die Instabilität und ins Chaos zurück ?So die Einschätzung von profunden Libyenkennern.  Die Republikaner wollen offenbar für 6 Wochen die Schuldenobergrenze anheben. Zusammen mit der Meldung über die erneute Abschaltung der Trans Niger Pipeline gibt das absolut bullishe Signale und lässt die Bröse (Rohöl Brent) im Tageshandel um 2.3 $ oder 2.1 % im Tageshandel ansteigen. Auch die Aktienindizes machen dieses Rally mit. Markteinschätzung neutral bis bullish.

 

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10.10.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 109.75 Crude (WTI): 102.07 $ Gasoil 933.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9121 Rheinfracht: 33.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Nach der Publikation der bearishen DOE US Lagerzahlen gaben die Märkte deutlich nach, erholten sich aber bis Handelsschluss fast wieder bis Eröffnungsniveau (auch der Dollar hat zugelegt). Handel heute Morgen fest. Die Aktienmärkte verloren gestern oder waren ausgeglichen  (Ausnahme Nikkei). In den USA gehen mehr Notenbänker als gedacht von einer weiterhin lockeren Geldpolitik aus. Es wird soeben offiziell bestätigt, dass der libysche Ministerpräsident Seidan entführt wurde. Das schürt Befürchtungen, dass erneut Unruhen in diesem wichtigen Ölproduzentlenland  aufkommen könnten und liefert heute

09.10.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 109.98 Crude (WTI): 103.44 $ Gasoil 932.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9067 Rheinfracht: 33.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Im Gegensatz zu den Aktienindizes, welche seit Beginn des government shutdown kontinuierlich verlieren (SMI minus 2.9 – Dow Jones – 2.8 %)  legten die Röhlbörsen - auch gestern - nochmals zu (seit 30.9.2013 total ca .plus 3.4 % im Gasoil)). Rohöl Brent wurde im Nachmittagshandel bis Börsenschluss seitwärts leicht über der psychologischen Marke von 110 $ gehandelt, konnte diese Marke aber nicht nachhaltig durchbrechen. Weitere Tests dürften folgen. Im Fokus steht derzeit fast nur die US Haushaltskrise und die Anhebung der Schuldenobergrenze bis 17.10.13. Die Börsianer hoffen auf einen Minimalkonsens, welche offenbar in Sicht ist.

08.10.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 109.54 Crude (WTI): 103.10 $ Gasoil 925.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9047 Rheinfracht: 33.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Seit einer Woche besteht nun der Shut Down in den USA und die Parteien bewegen sich kaum. Aber die Proteste aufgrund finanzieller Schwierigkeiten der in die Zwangsferien und zu Arbeit ohne Lohn Verurteilten beginnen sich bemerkbar zu machen. Kaum zu glauben: Vor gut 14 Tagen hatten die USA offenbar genug Geld für einen Militärschlag in Syrien. Und jetzt bezahlt man über 1,8 Mio Beamte im eigenen Land nicht. Die Märkte sind deshalb im Moment sehr nervös und eine Marschrichtung ist  kaum auszumachen, denn vor allem in die Köpfe der Spekulanten sieht niemand. Das FED in den USA prüft erneut Beschränkungen für Banken im Handel mit Rohstoffen. Wird wieder – wie früher – eine Luftblase sein.

07.10.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 109.04 Crude (WTI): 103.24 $ Gasoil 923.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9041 Rheinfracht: 33.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

 

Die Fronten im Budgetstreit und bei der Schuldenobergrenze in den USA sind weiterhin verhärtet. Die UN C-Waffenexperten beginnen ihre Aktivitäten in Syrien und es bleibt zu hoffen, dass sie ungehindert arbeiten können. Die Zusammenstösse zwischen den Muslimbrüdern und den Regierungstreuen nehmen an Intensität wieder zu. Der Hurrikan „Karen“ hat bisher keine nennenswerten Schäden angerichtet und die stillgelegten Förderanlagen können mehrheitlich wieder in Betrieb gehen.

 

Die Büros der CFTC Commodity Futures Trading Commission, welche jeweils wöchentlich die von den Marktteilnehmern (auch Spekulanten) gehaltenen Positionen (Short und Long – und Abweichungen zur Vorwoche) ermitteln, blieben als Folge des US Shutdowns geschlossen. Diese Zahlen gaben doch immer wieder Hinweise, wo man den Markt sieht. Also bis auf weiteres keine Info mehr von dieser Stelle.

04.10.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 108.81 Crude (WTI): 103.10 $ Gasoil 926.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.8982 Rheinfracht: 33.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die Machtkämpfe der Demokraten und Republikaner in den USA im Budgetstreit und Schuldenanheben (spätestens am 17.10.2013 – sonst ist das Land zahlungsunfähig) geht weiter. Nun beginnt diese bedrohliche Situation auch auf die Finanz- und Aktienmärkte Einfluss zu bekommen. Rohöl blieb bis jetzt verschont und die Umsätze an den Börsen sind nicht eingebrochen.  Tropensturm „Karen“ ist in den Golf von Mexiko unterwegs und hat bereits zur Abschaltung / Evakuierung mehrer Ölplattformen geführt. Auch zum Teil besser als erwartete Wirtschaftszahlen stützten. Markteinschätzung: Neutral bis bullish.

 

Sie können sich jederzeit selbst über folgenden Link über die Entwicklung eines Tiefdruckgebietes zum Tropensturm bzw. Hurrikan informieren.

http://hurricane.accuweather.com/hurricane/atlantic/basin.asp?partner=forecastfox

 

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03.10.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 108.84 Crude (WTI): 103.66 $ Gasoil 923.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9015 Rheinfracht: 30.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Auch die zweite Runde im US Budgetstreit geht ohne Einigung zu Ende. Obana nimmt sich namhafte Exponenten der beiden Kammern zur Brust. Bisher ohne Erfolg. Unverständlich, dass man sich aus wahltaktischen Gründen nicht auf das Wohl der Nation besinnt. Der nächste Termin, 17. Oktober, zur Anhebung der Schuldenobergrenze liegt wie ein Damokles-Schwert über allem. Rohöl Brent (wie auch Crude) legten im Tageshandel nochmals deutlich zu. Brent notierte zeitweise nahe an der psychologischen Niveau von 110 $, konnte diese Marke aber nicht durchbrechen. „Angriffe“ darauf könnten heute erneut folgen. Dollar kränkelt weiter.

 

Bitte beachten Sie bei Ihren Beschaffungsüberlegungen bereits heute, dass auf Heizöl und Gas per 1.1.2014 eine weitere Tranche CO2 Aufschlag erfolgen wird (massgebend ist das Liefer-, nicht das Bestelldatum). Beim Heizöl wird das einen Betrag von CHF 6.50  per 100 lt bedeuten. Beim Diesel sind bis heute keine neuen Abgaben bekannt.

Als vor zwei Jahren der erste Aufschlag erfolgte, lief der gesamte Ölhandel mit den Logistik am Anschlag.



02.10.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 107.50 Crude (WTI): 101.55 $ Gasoil910.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9063 Rheinfracht: 30.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Ein Wechselbad der Gefühle nach dem US government shut down (showdown ?) an den Börsen. Doch wer einen völligen Zusammenbruch der Finanz-, Aktien- und Rohstoffmärkte erwartete, sah sich eines besseren beleert. Die Aktienindizes gingen zum Teil mit deutlichem Plus aus dem Handel. Auch die letzte Nacht brachte keine Einigung im Kongress und man schiebt sich gegenseitig die Schuld zu. Der scheidende OPEC-Generalsekretär meint, dass der US Öl-Boom langfristig keinen Einfluss auf die OPEC habe. Rheinfrachten ziehen kontinuierlich an (siehe detailierten Bericht unten).

 


Bei der "Oil & Money Conference" in London hat sich der scheidende OPEC Generalsekretär Abdalla Salem el-Badri zum Einfluss des US-Öl-Booms geäußert. Erste Erkenntnisse einer von der OPEC in Auftrag gegebenen Studie deuten darauf hin, dass der Einfluss für die OPEC langfristig gegen Null geht. Momentan steigert die USA zwar ihre Förderung kontinuierlich, allerdings seien die Grenzkosten von fast 90 Dollar zu hoch, um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben. Die OPEC Mitglieder werden weiterhin in den Ausbau der Ölindustrie investieren und die Förderung steigern. Ab 2018 sei davon auszugehen, dass die US-Schieferölförderung wieder abnehmen wird. Sollten die Preise in den Bereich von 60 oder 70 Dollar fallen, würde das Schieferöl wieder komplett vom Markt verschwinden, so die Prognose el-Badri's. Kurzfristig hat die gestiegene US-Ölförderung jedoch einen erheblichen Einfluss auf einige OPEC Mitglieder gehabt. Vor allem Nigeria, dessen Ölexporte in die US von 2011 bis 2012 um 41% eingebrochen sind, hatte es hart getroffen. Die vollständige Studie wird im Laufe des Herbsts erwartet.

 

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01.10.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 107.73 Crude (WTI): 102.04 $ Gasoil: 911.50 $ pro Tonne

Dollar: 0..9025 Rheinfracht: 26.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Lustloser Handel seitwärts in enger Spanne. Die Marktteilnehmer mochten sich offenbar im Hinblick auf den Ausgang im US Budgetstreit nicht gross auf die Äste hinaus lassen. Zum ersten mal seit 17 Jahren ist die öffentliche Verwaltung der USA lahmgelegt, nach dem sich der tief zerstrittene Kongress in der vergangenen Nacht nicht auf einen neuen Übergangshaushalt einigen konnte. Wirklich heftige Reaktionen an den Märkten blieben vorerst aus. Diese werden aber mit grosser Wahrscheinlichkeit schon noch eintreffen, wenn der erste Schock einmal verdaut ist. Es ist noch nicht ganz abzuschätzen, was all das für Finanz-, Aktien- und Rohstoffmärkte bedeutet.

Wo steht die einst grosse Nation?

 

Man rechnet, dass ca. 800 000 Bundesangestellte in den Zwangsurlaub geschickt wurden. Das dürfte aber erst der Anfang sein. Offenbar verfügt das US Energiedepartement noch über genügend Mittel, diese und nächste Woche noch die Lagerzahlen zu veröffentlichen. Dann könnte auch da durchaus für den Moment Funkstille herrschen.

 

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