AVIA Vereinigung Schweiz

31. Oktober 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 50.43  $  Crude (WTI): 48.92  $  Gasoil  455.75  $  pro Tonne

Dollar: 0.9883  Rheinfracht: 43.25  CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Keine Einigung bei OPEC Meeting – Ölpreise starten deutlich weicher

 

An den Ölbörsen wartet alles auf die OPEC. Erfüllt diese ihre vollmundigen Ankündigungen einer Produktionskürzung, oder nicht. Bisher hatten das Gerede und die bloße Möglichkeit einer koordinierten Maßnahme die Preise für WTI auf zwischenzeitlich knapp unter 52 Dollar nach oben getrieben. Zweifel an der Durchsetzbarkeit der Pläne führen allerdings zu Gewinnmitnahmen. Denn kann die OPEC ihre Versprechen nicht erfüllen, dürfte der Preisanstieg vom Markt schnell wieder ausgepreist werden.

Das Problem der OPEC dabei ist die Position einzelner Länder, insbesondere von Irak und Iran. Der zweit- und drittgrößte Produzent der OPEC wollen wie Nigeria und Libyen ihre Förderung nicht kürzen müssen, sondern im Gegenteil sogar noch steigern.

Der Ausgang der laufenden OPEC Verhandlungen hat einen massiven Einfluss auf die Entwicklung des Marktgleichgewichts für das kommende halbe Jahr.

Es ist damit zu rechnen, dass die Preissenkungen vermutlich nur zögerlich weitergegeben werden.

 

Fundamental neutral/bearish                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

28. Oktober 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 50.38  $  Crude (WTI): 49.56  $  Gasoil  462.25  $  pro Tonne

Dollar: 0.9929  Rheinfracht: 43.25  CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC schlägt 4% Kürzung vor – WTI scheitert an 50 Dollar-Marke

 

Die OPEC will die Produktion um 4% kürzen, so zumindest die jüngsten Informationen aus Kreisen des Kartells. Es bleibt allerdings mehr als fraglich, wer diese Mengen freiwillig vom Markt nehmen soll. Die Ankündigung stütze zwar den Markt, die große Frage bleibe allerdings, wie man mit den Forderungen aus dem Irak umgehe. Dieser gibt zwar an sich "flexibel" zu zeigen, stellt aber auch klar, dass man auf die momentanen Einnahmen aus dem Ölgeschäft nicht verzichten wird.

Die heute und morgen in Wien geführten Gespräche könnten eventuell neue Aufschlüsse liefern. So lange sich die OPEC Länder unterhalten, scheint dies Verkäufer vom Markt fern zu halten.

Der OPEC Deal bleibt weiter der wichtigste Faktor im Markt und so bleibt die Volatilität im Bereich der 50 Dollar WTI wohl hoch.

So ergeben sich für heute bei den Inlandspreisen weitere Aufwärtsspielräume.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

27. Oktober 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 50.26  $  Crude (WTI): 49.31  $  Gasoil  459.75  $  pro Tonne

Dollar: 0.9928  Rheinfracht: 45.75  CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

DOE verhindert deutliche Abwärtsbewegung

 

Die US Ölbestandsdaten von gestern sind ohne Frage bullish zu interpretieren. Die Tatsache, dass die Bestandsabbauten bei Rohöl vor allem auf abnehmende Vorräte an der US Westküste zurückzuführen sind, relativierte die Wirkung jedoch etwas. Unterm Strich sind die Daten offenbar nicht bullish genug, um die Zweifel an einem OPEC Deal und deren bearishe Wirkung auszuräumen.

Der Irak könnte der Schlüssel zu einem erfolgreichen Abkommen werden.

Sollten OPEC und Russland ihre Ankündigungen erneut nicht in die Tat umsetzen können, so droht ein starker Preisrutsch, eventuell sogar unter das Niveau von 45 Dollar, von wo aus die Preise mit den ersten Signalen des Kartells Ende September anzogen. Die OPEC hat eine Erwartungshaltung geschaffen, die es nun zu erfüllen gilt, will man die Preise weiterhin im Bereich der 50 Dollar halten.

Für heute gibt es aktuell keine großen Veränderungen.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

26. Oktober 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 50.32  $  Crude (WTI): 49.39  $  Gasoil  459.50  $  pro Tonne

Dollar: 0.9931  Rheinfracht: 46.75  CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Zweifel an OPEC Deal und Bestandsaufbauten - Preisrutsch unter 50 Dollar

 

Die geplante Produktionskürzung der OPEC wird nicht einfacher und die Zweifel an einer Durchsetzbarkeit wachsen, umso mehr Länder von der Produktionskürzung ausgenommen werden wollen. Die Bürde der Exportausfälle müssten dann wenige Länder tragen. Schwer vorzustellen, dass unter diesen Bedingungen und ohne zusätzliche Produktionsunterbrechungen genügend Öl vom Markt genommen wird

Damit wird es für die OPEC schwierig alleine durch wenig konkrete Aussagen die Preisniveaus hoch zu halten. Die geplante Produktionskürzung müsste dann vermutlich vor allem von Saudi-Arabien, Kuwait und den Vereinten Arabischen Emiraten umgesetzt werden. Der Rest der OPEC werde sich an einer Produktionskürzung wohl nicht beteiligen.

Aktuell belasten die US Rohölbestände. Diese nahmen laut API unerwartet deutlich zu und sorgten in der Nacht bereits für einen Preisrückgang. Sollte das DOE die Aufbauten bestätigen, würde es für die Preise vermutlich noch einmal weiter nach unten gehen.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

25. Oktober 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 51.36  $  Crude (WTI): 50.49  $  Gasoil  467.50  $  pro Tonne

Dollar: 0.9943  Rheinfracht: 47.00  CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Die Marktteilnehmer sind unsicher und warten ab bis konkretere Fakten zum Vorhaben der OPEC genannt werden

 

Der Irak will sich einer Produktionsbegrenzung entziehen, da er seiner Meinung nach ohne die Kriege seit den 80er Jahren bereits bei einer Förderung von 9 Mio. B/T liegen könnte. Aktuell fördert der Irak ca. 4.77 Mio. B/T. Die libysche Ölproduktion ist erneut gestiegen und man geht davon aus, das sie noch mehr steigen könnte.

 

In Cushing wurde ein Leck an der Seaway Pipeline gemeldet, das zur Abschaltung der zweier Anlagen geführt hat, sodass eine Gesamtkapazität von etwa 850.000 B/T abgeschaltet wurde.

 

Russland hatte sich bereits am Wochenende mit Vertretern Saudi-Arabiens getroffen, um die geplanten gemeinsamen Maßnahmen zur Stabilisierung der Ölpreise zu besprechen. Daraus folgte wie bereits am Meeting vom Wochenende, wenig Konkretes. Man verfolge jedoch die gleichen Ansätze wie die OPEC zur Stabilisierung des Ölpreises und man würde auch "konkrete" Produktionsniveaus besprechen.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral

 

 

24. Oktober 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 51.64  $  Crude (WTI): 50.64  $  Gasoil  465.75  $  pro Tonne

Dollar: 0.9934  Rheinfracht: 46.75  CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ölpreise mit weichem Start - Irak lehnt Beteiligung an Produktionskürzung ab

 

Unter Analysten ist die Markteinschätzung sehr gespalten. Während die meisten aktuell wohl von einer Überversorgung ausgehen, so sehen andere bereits ein Versorgungsdefizit.

Die OPEC fördert momentan allerdings immer mehr Öl. Vor allem Libyen, Iran und Nigeria konnten ihre Produktionsmengen zuletzt steigern und planen diese bis zum Jahresende auszubauen.

Auch die US Ölförderung zeigt sich mit den höheren Preisen, jenseits der 50 Dollar, wieder aktiver. Einige Ölproduzenten haben in der letzten Woche Produktionssteigerungen für das kommende Jahr angekündigt, während die steigende Anzahl aktiver US Ölbohranlagen belegt, dass die Suche nach Öl in den USA rentabel ist.

Kommentare aus dem Irak, der als zweitgrößter Ölproduzent der OPEC für sich jede Produktionskürzung ablehnt, belasten am Morgen.

Für heute deuten sich tendenziell Aufwärtsspielräume bei den Inlandspreisen an.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

21. Oktober 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.37  $  Crude (WTI): 50.55  $  Gasoil  462.00  $  pro Tonne

Dollar: 0.9943  Rheinfracht: 46.75  CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Russland setzt OPEC unter Druck – Analysten sind sich uneins

 

Die OPEC arbeitet weiter an einem möglichen Deal zur Begrenzung des Ölangebots. Im Vorfeld eines Abkommens Ende November werden die Länder aber weiterhin versuchen ihre eigenen Produktionsmengen nach oben zu treiben, und. Nigeria hat unterdessen angegeben, dass man die Preise aller eigenen Rohölsorten gesenkt habe, um die Exporte und Marktanteile zu steigern.

Die höhere Ölproduktion der OPEC ist Russland, das sich als Partner an einer Produktionskürzung beteiligen soll, offenbar ein Dorn im Auge und hat nun angedeutet weiteres Potenzial für Produktionssteigerungen zu besitzen.

Ölproduzenten in den USA haben angedeutet, dass man auf dem aktuellen Preisniveau sehr rentabel sei und dass der Breakeven Preis bei 30 bis 40 Dollar liege. Die US Ölförderung wird in den kommenden Monaten wohl steigen und das Aufwärtspotenzial oberhalb der 50 Dollar begrenzen.

Vermutlich wird sich daher bis zum OPEC Meeting weiter ein Spannungsfeld um den 50 Dollar-Bereich bilden.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral/bearish

 

 

 

 

20. Oktober 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.41  $  Crude (WTI): 51.50  $  Gasoil  467.50  $  pro Tonne

Dollar: 0.9902  Rheinfracht: 46.75  CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen nach gemischten DOE Bestandsdaten

 

In den vergangenen zwei Jahren war der Markt relativ einfach einzuschätzen. Kein Marktteilnehmer bestritt die Überversorgung. Lediglich der Zeitpunkt, wann sich diese wieder auflösen würde, war Gegenstand für Spekulationen. Eigentlich sollte der Markt laut IEA auch jetzt noch überversorgt sein, wenn auch deutlich knapper als in den letzten zwei Jahren. Die Bestandsaufbauten in den USA lassen allerdings Zweifel aufkommen.

Die US Bestände sind damit dennoch höher als gewöhnlich. Aber nicht nur in den USA, auch an anderen wichtigen Umschlagsorten, wie in Europa und Asien, haben die Vorräte zuletzt abgenommen. Vielleicht ist der Markt nicht in einem so schlechten Zustand, wie wir in bisher eingeschätzt haben.

Vor allem die OPEC mit ihrer angekündigten und immer wieder bekräftigten Absicht die Produktion zu kürzen ist ein stützender Faktor. Zwar hat die Ankündigung die Verfügbarkeit nicht verändert, allerdings seien die Marktteilnehmer seitdem deutlich weniger bearish und zunehmend bullish eingestellt.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

19. Oktober 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.26  $  Crude (WTI): 50.84  $  Gasoil  468.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9890  Rheinfracht: 47.00  CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Überraschende Besandesabbauten bei API lässt Ölpreise weiter steigen

 

Eigentlich wurde mit Ölbestandes- Aufbauten gerechnet, da zu dieser Jahreszeit die Raffinerieauslastung sink. Allerdings sei nicht klar, ob dies auf eine geringere Nachfrage der Raffinerien zurückzuführen ist, damit diese ihre Lagerbestände reduzieren können, oder global tatsächlich weniger Rohöl verfügbar ist. Die Marktteilnehmer warten jetzt ab, ob das DOE heute Nachmittag um 16:30 Uhr diese Daten bestätigt und wie sich Rohölförderung, Importe und Nachfrage entwickelt haben.

 

Fundamental neutral      Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

18. Oktober 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 51.86  $  Crude (WTI): 50.28  $  Gasoil  464.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9883  Rheinfracht: 45.25  CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Rohöl am Morgen zurück über 50 Dollar

 

Die Marktlage könnte im dritten Quartal knapper als bisher gedacht gewesen sein. Die globalen Bestände sind in diesem Zeitraum gestiegen. Dies entspricht einer Zunahme was aber deutlich weniger ist, als von der IEA angenommene Überversorgung. Das Überangebot ist damit auf den geringsten Wert seit 2014 gefallen.

Die Börsen befinden sich im Bereich der 50 Dollar WTI in einem Spannungsfeld. Oberhalb scheint das Aufwärtspotenzial ohne eine konkrete Produktionskürzung begrenzt zu sein, unterhalb hält man sich allerdings mit Short-Positionen zurück. Im Falle einer Kürzung will man nicht auf dem falschen Fuss erwischt werden. Die Marktlage ist dennoch leicht bearish einzuschätzen, da es vor allem die eingepreisten Erwartungen bezüglich der OPEC sind, die den Markt in den letzten Tagen und Wochen stützten.

Heute Abend stehen die US Ölbestandsdaten des API auf der Agenda, von denen man tendenziell Bestandsaufbauten im Rohölbereich erwartet.

Für heute sind aktuell nur kleinere Preisanpassungen nach oben möglich.

 

Fundamental neutral bis bearish             Chartanalyse neutral

 

 

 

 

17. Oktober 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 51.90  $  Crude (WTI): 50.21  $  Gasoil  464.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9897  Rheinfracht: 45.25  CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Hoher Ölpreis macht die US- Ölproduktion wieder rentabler

 

Die Wirtschaftszahlen aus den USA und China sind besser als erwartet ausgefallen.

Der Markt scheint sich aktuell bei der 50 Dollar Marke WTI einzupendeln, was die US Ölproduktion wieder rentabler macht. Libyens Öl Produktion ist von 540‘000 B/T auf 560‘000 B/T angestiegen.

Seit Freitag ist das erste Öl aus dem kasachstanischen Ölfeld Kahagan exportbereit. Neben Kasachstan haben auch die Unternehmen Eni, Total, Royal Dutch Shell und ExxonMobil Anteile an dem Ölfeld. Asiatische Teilhaber sind die China National Petroleum Corp und die japanische Inpex.

Die globalen Ölbestände sind weiterhin auf hohem Niveau und der Markt ist gespannt darauf, was die OPEC als nächsten tun wird.

Einige Analysten rechnen mit wieder sinkenden Preisen, andere gehen davon aus, dass der Ölpreis bis Jahresende noch bis ca. 60 Dollar steigen werde.

 

Fundamental neutral bis bearish           Chartanalyse neutral

 

 

 

 

14. Oktober 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.48  $  Crude (WTI): 51.09  $  Gasoil  471.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9886  Rheinfracht: 42.25  CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures nach DOE fester - WTI zurück über 50 Dollar

 

Die OPEC produziert während der Verhandlungen über eine Produktionsbegrenzung immer mehr Rohöl. Laut den Monatsreports stiegen die Förderungen im September und Oktober. Für Experten eine schwierige Situation, in die sich die OPEC damit manövriert, denn die zu kürzende Menge fällt mit einer steigenden Produktion immer umfangreicher aus. Dies macht es nur komplizierter eine Einigung für einzelne Quoten zu finden.

Analysten weisen zum Teil auch darauf hin, dass der jetzige Anstieg eine hohe Spekulationskomponente hat. Trader preisen die angekündigte Produktionsbegrenzung bereits vorab ein, weshalb die Futures deutlich teurer als die Spotmarkt Preise sind. Dies deutet auf eine Blase hin, die dann platzt, sollten OPEC und Russland keine Mengen vom Markt nehmen.

Der Hinweis verdichtet sich, dass US Ölproduzenten die hohen Preisniveaus nutzen, um Hedging Geschäfte zu platzieren. Meldungen bestätigen, dass US Produzenten den Preisanstieg dazu genutzt hätten um Preise für eine Produktionsmenge von 72 Mio. Barrel an den Börsen abzusichern. Dadurch haben die Projekte für 2017 nun Preisgarantien und können umgesetzt werden.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

13. Oktober 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 51.40  $  Crude (WTI): 49.73  $  Gasoil  461.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9875  Rheinfracht: 40.25  CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

WTI fällt unter 50 Dollar – Spekulationen um OPEC verlieren an Wirkung

 

Die OPEC steigert ihre Produktion weiterhin und Länder wie Libyen, Nigeria und Iran planen bis Ende des Jahres noch weitere Mengen an den Markt zu bringen. Ein Abkommen wird immer schwieriger zu erreichen sein, wenn die zu kürzende Menge immer größer wird. Ein Rückzieher der OPEC ist nun nur noch schwer vorstellbar.

Was die OPEC allerdings genau macht hängt von den weiteren Verhandlungen, auch mit Russland, ab. Putin bestätigte gestern noch einmal seine Zusage vom Montag, dass sich Russland an einer Produktionsbegrenzung beteiligen wird.

China beeindruckt zwar mit neuen Rekordimporten von 8,07 Mio. Barrel Rohöl pro Tag im September, allerdings nahm die allgemeine Wirtschaftsaktivität stark ab, worauf die gesunkenen Importe und Exporte hindeuten.

Für heute sind bei den rechnerischen Inlandspreisen Preisnachlässe möglich.

 

Fundamental neutral bis bearish                         Chartanalyse bearish

 

 

 

 

 

12. Oktober 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.66  $  Crude (WTI): 50.97  $  Gasoil  471.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9884  Rheinfracht: 38.25  CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Spekulationen um Produktionskürzung und Monatsreports im Fokus

 

Die OPEC verbreitet derzeit eine enorme Unsicherheit am Markt. Der neue Monatsbericht der IEA hat gezeigt, dass das Kartell seine Ölförderung im September erneut gesteigert hat und auch die Ölförderung außerhalb des Kartells, insbesondere in Russland, zugenommen hat. Die OPEC und Russland scheinen zwar für eine Reduzierung des Angebots zu sein, allerdings sind es gerade diese Länder, die ihre Förderung zuletzt gesteigert hatten um sich so mit einer hohen Fördermenge in eine möglichst gute Verhandlungsposition zu bringen, wenn es darum geht wer wieviel zu kürzen hat.

Zweifel bleiben daher bestehen, ob das Kartell tatsächlich ausreichende Maßnahmen ergreifen wird, um das Überangebot zu reduzieren.

Momentan zeichnet sich allerdings ab, dass OPEC und Russland ein Abkommen schließen werden. Bei der Citigroup wie auch bei Goldman Sachs hält man eine Intervention mittlerweile für wahrscheinlich. Beide Institutionen halten es allerdings für fraglich, ob die letztlich umgesetzte Produktionskürzung ausreichend sein wird, um den Markt in ein Gleichgewicht zu bringen.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

11. Oktober 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 53.22 $  Crude (WTI): 51.42  $  Gasoil  474.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9848  Rheinfracht: 34.75  CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Putins Kommentare lassen Preise steigen

 

Oberhalb der 50 Dollar wird die Luft für weitere Preissteigerungen dünn. Hier kann nur dann neues Aufwärtspotenzial generiert werden, wenn es entsprechend bullishe Meldungen gibt, nachdem die Kürzungsabsicht der OPEC in der letzten Woche weitestgehend eingepreist wurde. Ein entsprechendes Signal lieferte gestern der russische Präsident Putin. Die Erklärung, dass Russland sich an einer Produktionsbegrenzung oder sogar Produktionskürzung beteiligen könne, war genau das, worauf bullish eingestellte Trader warteten.

Noch sei es zu früh einen Deal zu feiern, aber es könnte sich einer anbahnen, der um Weihnachten oder Anfang kommenden Jahres zur Umsetzung kommen könnte.

Die Kommentare bezüglich einer kooperativen Produktionskürzung treiben die Preise an den Ölbörsen weiterhin. Nachrichten für oder gegen eine Maßnahme werden weiter für eine hohe Volatilität sorgen.

 

Fundamental neutral/bullish                    Chartanalyse neutral

 

 

 

 

10. Oktober 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 51.65 $  Crude (WTI): 49.48  $  Gasoil  462.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9789  Rheinfracht: 31.75  CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

WTI fällt unter 50 Dollar zurück – Charttechnik gibt Verkaufssignale ab

 

Die Ölförderung der OPEC ist im September erneut gestiegen. Eine Kürzung auf die von der OPEC anvisierte Menge würde damit größere Einschnitte erforderlich machen, als zum Zeitpunkt der Entscheidung vom Kartell angenommen. Marktteilnehmer werden daher ein ganz besonderes Auge auf die Monatsreports von OPEC, IEA und EIA in dieser Woche haben, die für die Markteinschätzung eine zentrale Bedeutung haben.

Russland und die OPEC treffen sich in dieser Woche zwar in Istanbul im Rahmen der Welt Energiekonferenz, der russische Ölminister stellte aber klar, dass es hier keine Unterzeichnung irgendeines Abkommens geben wird.

Die OPEC wird daher weiter die Antwort darauf schuldig bleiben um wieviel die Ölproduktion von welchem Land gekürzt wird. Bis zum Meeting am 30. November wird es daher noch viele Beratungen und Spekulationen geben, die die Ölpreise volatil halten.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse bearish

 

 

 

 

07. Oktober 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 52.56 $  Crude (WTI): 50.48 $  Gasoil  469.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9824  Rheinfracht: 29.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Kurzfristiger Aufwärtstrend bleibt aktiv – 50 Dollar durchbrochen

 

Die OPEC tut momentan alles dafür, dass der Markt die Kürzungsabsicht im November ernst nimmt. Nach der Bekanntgabe letzte Woche soll mit Russland in der kommenden Woche geredet werden. Für Trader ist dies erneut ein Kaufimpuls, vor allem wenn man Short-Positionen hält. Sollte sich Russland zu einer Kürzungsabsicht bekennen, wäre eine weitere wichtige Hürde hin zu einer koordinierten Maßnahme genommen und dürfte den Preisen noch einmal Aufwind geben.

Die Marktlage scheint insgesamt schwer einzuschätzen zu sein, zumal man sich bezüglich der angekündigten Produktionskürzung der OPEC unsicher ist.

Hurrikan Matthew bleibt weiter ein stützender Faktor, da dieser (im Falle von Stromausfällen) den Betrieb und damit auch die Benzinlieferungen negativ beeinflussen könnte.

Zusammen mit den aktuellen Einflüssen deuten sich deutliche Preissteigerungen an.

 

Fundamental neutral/bullish                    Chartanalyse neutral/bullish

 

 

 

 

06. Oktober 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 51.49 $  Crude (WTI): 49.48 $  Gasoil  461.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9774  Rheinfracht: 29.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preisziel 50 Dollar erreicht – Gewinnmitnahmen vor langem Wochenende möglich

 

Die IEA hat den globalen Ölmarkt zuletzt noch immer überversorgt eingeschätzt. Dennoch sanken die US Rohölvorräte in den letzten fünf Wochen um etwa 26 Mio. Barrel. Diese Meldungen sind stützend für die Preisniveaus, auch wenn dies nur ein regionaler Effekt sein dürfte.

Die Umfrage unter Investmentbanken hat gezeigt, dass diese, trotz OPEC Ankündigung, ihre Brent und WTI Preisprognosen für das kommende Jahr um mehr als einen Dollar gesenkt haben.

Das Aufwärtspotenzial dürfte damit limitiert sein, denn mit der steigenden Produktion in Libyen und Nigeria wird ein Deal der OPEC immer unwahrscheinlicher. Hinzu kommt, dass die US Ölförderung ab 50 Dollar wieder einen Schub bekommt. Mehr Ölquellen werden rentabel und US Ölproduzenten verkaufen ihre zukünftige Förderung an den Börsen schon heute.

Auch wenn die US Ölbestände und Hurrikan Matthew weiter stützen, so dürften die bullishen Aspekte langsam eingepreist sein, sodass die Chance für Gewinnmitnahmen zunimmt.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

05. Oktober 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 51.40 $  Crude (WTI): 49.23 $  Gasoil  459.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9779  Rheinfracht: 28.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

50 Dollar im Visier – Hurrikan und API Zahlen stützen

 

Die OPEC hat zwar eine Kürzung der Produktionsmenge auf 32,5 bis 33,0 Mio. B/T angekündigt, bis Ende November wird allerdings noch offen bleiben, wer wie viel kürzen soll. Bisher fördern die Länder weiter so viel Rohöl wie sie nur können. Zahlen wie diese erhöhen die Skepsis, dass sich die OPEC bis zum Meeting auf einen Modus zum Kürzen der Ölproduktion einigen kann.

Die Absichtserklärung des Kartells bleibt in der Zwischenzeit weiter ein stützender Faktor. Die 50 Dollar-Marke als ein Fixpunkt bei WTI wird daher ins Visier genommen und könnte in den kommenden Tagen erreicht werden.

Hilfestellung könnten dabei die bullishen Faktoren der US Ölbestände sowie Hurrikan Matthew geben. Matthew bleibt weiter ein Hurrikan der Kategorie 4 und behindert  so die Rohölimporte in die USA.

Heute deutet sich weiter Aufwärtspotenzial an.

 

Fundamental neutral bis bullish              Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

04. Oktober 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 50.68 $  Crude (WTI): 48.54 $  Gasoil  451.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9761  Rheinfracht: 27.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Hurrikan und OPEC stützen – Rekordförderung in Russland

 

Die Aussicht, dass die OPEC die Ölproduktion beim nächsten Meeting am 30. November kürzen könnte, ist vor allem für Trader mit Short-Positionen ein Grund zu kaufen, aber auch physische Händler waren zuletzt mit Käufen aktiv. Dies treibt die Preise an den Börsen nach oben, auch wenn die Entscheidung der OPEC noch längst nicht gefällt ist und Experten skeptisch bleiben. Diese Tatsache allein generiert Aufwärtspotenzial. Nach oben ist das Potenzial allerdings begrenzt. Man rechnet damit, dass die Preisniveaus nicht aus der Spanne von 50 bis 55 Dollar nach oben ausreissen könnte.

Die US Ölproduzenten haben sich in den letzten Monaten schon längst in Stellung gebracht.

Trader werden in dieser Woche den Hurrikan Matthew im Auge behalten. Dieser trifft zwar nicht auf die Ölanlagen im Golf von Mexiko, wird aber aller Voraussicht nach den Schiffsverkehr und somit die Rohölimporte behindern.

Für heute zeichnen sich deutliche Aufwärtsspielräume ab.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral/bearish

 

 

 

 

03. Oktober 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 50.09 $  Crude (WTI): 48.05 $  Gasoil  448.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9717  Rheinfracht: 27.75 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

WTI klettert zum Wochenstart noch über 48 Dollar

 

Der Großteil der Marktakteure bezweifelt weiterhin, dass das angekündigte Abkommen der OPEC-Mitglieder zu einer Produktionskürzung den Ölmarkt tatsächlich stabilisieren wird, so denn die Umsetzung der Förderkürzung überhaupt gelingt.

Russland will die eigene Förderung zunächst außerdem noch unverändert lassen. Sollte es ein solches Abkommen zwischen Russland und der OPEC geben, werde Russland die geeigneten Mechanismen finden, um die Produktion zu begrenzen.

Die Marktteilnehmer warten noch auf die Veröffentlichung des Berichts des Unternehmens Baker Hughes zur Anzahl der aktiven Ölbohranlagen in den USA. Sollte diese erneut gestiegen sein, dürften die Ölfutures wieder an Boden verlieren.

 

Fundamental neutral/bullish                    Chartanalyse neutral