AVIA Vereinigung Schweiz

30.09.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 107.60 Crude (WTI): 101.50 $ Gasoil: 914.25 $ pro Tonne

Dollar: 0..9063 Rheinfracht: 26.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Ruhig und seitwärts verlaufender Handel. Richtungsweisende Impulse blieben aus. Die UNO Resolution Syrien, mit welcher sich auch  Assad einverstanden erklärt und die voraussichtlichen Annäherungen im Atomstreit Iran dürften – mindestens vorübergehend –  Entspannung und Druck auf die Notierungen bringen.  Es bleibt abzuwarten, ob es dem Iran wirklich ernst ist oder ob man nur die „lästigen“ Sanktionen weghaben will, bleibt abzuwarten. Der Patt im US Haushaltstreit dürfte heute und diese Woche etwas Bewegung in die Finanz- / Aktien- und auch Rohstoffmärkte bringen.

 

27.09.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 109.05 Crude (WTI): 102.65 $ Gasoil: 921.00 $ pro Tonne

Dollar: 0..9099 Rheinfracht: 26.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Wenn Sie die obigen Eckwerte mit denjenigen von gestern früh vergleichen, stellen Sie fest, dass sich die grösste Differenz (plus) beim Gasoil zeigt. Gasoil ist ja der Oberbegriff für Heizöl und Diesel und im Spotmarkt für den ARA Raum  (Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen), also die physische Versorgung für uns in der Schweiz massgebend. Viele Marktteilnehmer hatten angenommen, dass im Gasoil die 900 $ Marke noch geknackt werden könnte. Am 24.9. lag sie bei 906 $, am 8.8.2013 bie 896 $ pro Tonne. Es scheint aber, dass es wieder in die Aufwärtsrichtung gehen könnte. Allerdings darf man nicht übersehen. Für die Börse ist derzeit offenbar um Syrien, Libyen und Ägypten wieder alles „Paletti“. Das kann sich blitzschnell wieder ändern. Das Niveau ist derzeit nicht so schlecht und man sollte sich einen Zukauf überlegen.

 

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26.09.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 108.20 Crude (WTI): 102.53 $ Gasoil: 914.50 $ pro Tonne

Dollar: 0..9102 Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

25.09.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 108.92 Crude (WTI): 103.47 $ Gasoil: 912.75 $ pro Tonne

Dollar: 0..91221 Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte, sagten schon die alten Chinesen. (US Raffinerie-Brand stützt Notierungen am späten Abend – sonst eher ruhig nach der UN Vollversammlungs-Sitzung. Bei der Rede von Irans Präsident Rohani sollte man vielleicht eher auf das achten, was er nicht gesagt, anstatt darauf, was er gesagt hat. )

 

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24.09.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 108.13 Crude (WTI): 103.53 $ Gasoil: 910.75 $ pro Tonne

Dollar: 0..9111 Rheinfracht: 22.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Zu Beginn des europäischen Handels wurden die ersten Widerstände (grüne Linien im Chart unten) getestet. Erst beim Niveau von etwas unter 108 $ Brent kamen sie zum Stillstand und erholten sich auch im Abendhandel nicht mehr, obwohl der chinesische Einkaufs-Managerindex stützend wirkte. Dagegen sprach aber der enttäuschende, gleichnamige Index aus den USA.  Es ist davon auszugehen, dass die mindestens im Moment geopolitisch etwas entspannte Situation um Libyen und Syrien mit dafür verantwortlich waren. Doch schon bald könnte es wieder Druck aus Ägypten geben, wo mit den Muslimbrüdern das gleiche Prozedere wie vor Jahren unter Mubarak vorgeht. Der Markt ist derzeit gut versorgt und von daher dürften die Preise eher stabil bleiben.

 

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23.09.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 109.19 Crude (WTI): 104.72 $ Gasoil: 924.25 $ pro Tonne

Dollar: 0..9114 Rheinfracht: 22.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Freitag: Ein Auf und Ab – seitwärts und träge -  nach Tagen grosser Volatilität. Man wartet auf die UN Vollversammlung. Syrien ist am Wochenende der Forderung nach einem Inventar der Bestände an chemischen Waffen nachgekommen. Hat man alles erfasst oder kommuniziert? Da bestehen bereits Zweifel. Russland stellt, wenn nötig, eine begrenzte Anzahl Truppen zur Sicherheit der Chemie-Waffeninspektoren zur Verfügung.  Goldmann Sachs hat am 19.9. prognostiziert, dass man angesichts fundamentaler Faktoren Rohöl Brent wieder bei ca. 115 $ pro Barrel sehe. Man wettet also wieder auf höhere Preise. Und Wetten, dass man sich bereits aktiv in diese Richtung mit Positionen eingedeckt habt.

 

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20.09.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 108.70 Crude (WTI): 106.17 $ Gasoil: 924.00 $ pro Tonne

Dollar: 0..9110 Rheinfracht: 23.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Notierungen gaben gestern weiter kontinuierlich Gewinne ab. Rohöl verlor knapp 3 $ pro Barrel. China und USA wollen im Chemiewaffenproblem Syrien konstruktiv denken, haben aber völlig unterschiedliche Auffassungen. Der Iran will die Atomgespräche wieder aufnehmen und erklärt sich breit, zwischen Assad und den Rebellen zu vermitteln. Ist beim neuen Präsidenten Irans tatsächlich ein neues Denken vorhanden oder ist das nur geschicktes Kalkül. Die Versorgungslage scheint sich wieder zu bessern.  Die gestern publizierten, durchwegs positiven Konjunkturdaten aus den USA mochten die Stimmung der Börsianer aber trotzdem nicht aufhellen. Man hielt offenbar die Vortagesgewinne (Reaktion auf die DOE Zahlen und die FED Geldpolitik) als übertrieben. Es droht ein neuer Tropensturm im Golf von Mexiko. Marktaussichten: weiterhin volatil – mit Möglichkeit von deutlichen Ausbrüchen in beide Richtungen. Und auch die Finanz-, Währungs- und Aktienmärkte werden grossen Einfluss haben. Hier nur ein Beispiel:

 

Seit Mitte April 2013 steigen die Preise kontinuierlich (mit enormen Gegenbewegungen). Rohöl Brent damals bei ca. 98 $ / Barrel. Heute bei knapp 109 $ -  Preis DOLLARBEREINIGT in der Schweiz – PLUS 7.00 / 100 lt. Mitte April zu heute. Fazit: Es ist eigentlich nicht relevant, ob der Preis pro 100 lt im Tankzug heute CHF 0.10 oder 0.20 höher oder tiefer ist. Man sollte im Endkonsumgeschäft sich auch einmal überlegen, ob es nicht sinnvoller wäre, sich auf einem vernünftigen Niveau (und dieses Niveau kennen Sie und wir) eine längerfristige Position anzusehen. Wir beraten Sie gerne.



19.09.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 110.86 Crude (WTI): 108.55 $ Gasoil: 937.25 $ pro Tonne

Dollar: 0..9124 Rheinfracht: 23.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Da ging aber wieder ganz schön die Post ab. Der Reihe nach:

 

Bis kurz vor 16 Uhr lustloser Handel in enger Handelsspanne.

16.30 bullishe DOE Lagerzahlen. Erste, deutliche Reaktion der Märkte.

20 Uhr die FED Mitteilung, dass man weiterhin an der lockeren Geldpolitik festhalte und milliardenschwere Anleihenkäufe tätigen will. Zweite, noch heftigere Reaktion bei Dow Jones und vor allem bei Öl. Experten sind doch eher von einem möglichen Kurswechsel in der Geldpolitik ausgegangen. Aber was soll’s, man spricht eh schon wieder von Zahlungsunfähigkeit der USA und dass man die Schuldenobergrenze erneut anheben muss. Wahnsinn.

(vergleichen Sie die oben erwähnten Zeiten mit dem Chart unten). Heute stehen erneut wichtige  Veröffentlichungen von Wirtschaftszahlen an, welche mitentscheidend für den weiteren Verlauf sein dürften. Und im Fokus steht natürlich weiterhin Syrien. Und noch zu den Preisen von heute: durch den „kränkelnden“ Dollar – ausgeglichen gegenüber gestern früh. 

 

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18.09.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 108.01 Crude (WTI): 104.95 $ Gasoil: 921.00 $ pro Tonne

Dollar: 0..9265 Rheinfracht: 29.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Aufgrund der wieder etwas gelockerten Stimmung über die Ölversorgung aus Libyen und Nigeria und auch die (vorerst) eher von Hoffnung geprägten Aussichten zum Syrienkonflikt gaben die Märkte deutlich nach (Dollarbereinigt halten sich die Preisreduktionen in der CH aber eher in Grenzen). Syrien gestern ist aber heute Morgen bereits wieder „kalter Kaffee von gestern“. Die 5 ständigen Mitglieder des UN Sicherheitsrates haben die Beratungen vertagt und die Aussenminister Frankreichs und Russlands streiten über die Schuldfrage. Der „freundliche“ Händedruck am Ende der Pressekonferenz spricht Bände. Die letzte Nacht publizierten , ausgeglichenen API Zahlen warfen keine Wellen. Man wartet auf die DOE Zahlen heute Nachmittag. Syrien steht erneut im Fokus der zurückhaltend agierenden Marktteilnehmer und könnte in den nächsten Tagen erneut für Überraschungen an der Preisfront sorgen.   

 

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17.09.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 107.70 Crude (WTI): 105.78 $ Gasoil: 939.25 $ pro Tonne

Dollar: 0..9263 Rheinfracht: 29.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Syrien: Expertenkommission bestätigt: Es war Giftgas am 21.8.2013 -ein Kriegsverbrechen – die letzten Kriegsprämien scheinen ausgepriced zu sein, da man offenbar einer diplomatischen Lösung Chancen gibt (??) - DAX auf dem höchsten Stand seiner Geschichte -  aus Nigeria kommt weniger Öl - Iranischer Atomchef optimistisch im Hinblick auf fortlaufende Verhandlungen – Rückzug des Spitzenkandidaten Summer  für die Nachfolge von  FED-Chef Beranke lässt „Hoffnungen“ auf Weiterführung der lockeren US Geldpolitik steigen – in Libyen scheint man eine Lösung zu finden, damit die Produktion und die Ölexporte wieder gestartet werden können. Das alles führt zu Berg- und Talfahrt, vor allem am Vormittag. Schluss leicht unter Eröffnungsniveau.  

 

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16.09.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 111.13 Crude (WTI): 107.64 $ Gasoil: 952.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9255 Rheinfracht: 29.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Syrien: Den Worten und den Vereinbarungen müssen nun sehr schnell Taten folgen. Ein Militärschlag ist aber nicht vom Tisch und so dürften die „Kriegsprämien“ nicht unbedingt sofort 100-%ig ausgepriced werden. Der Freitag war geprägt von enormer Hektik (siehe Chart unten). Vorerst gaben die Notierungen im europäischen Handel deutlich nach. Doch diverse Unterstützungen hielten dem Druck Stand. Dann gaben besser als erwartete Daten aus der Eurozone leichten Rückenwind, doch die Erholung brach durch die Veröffentlichung der nicht gerade erbauenden US Einzelhandelsumsätze wieder zusammen. Als wir uns bereits ins Wochenende verabschiedeten, brachte die Marktteilnehmer die Werte durch das Abprallen von der Unterstützung bei 111.70 $ Brent wieder auf Morgenniveau. Welch verrückte Ölwoche doch wieder vorbei ist und die Neue dürfte nicht viel besser werden, denn heute beschäftigt uns bereits der Hurrikan „Ingrid“, welcher die Westküste Mexikos erreicht hat und die Ölförderung in diesem Gebiet stark beeinträchtigt. Der wichtigste Exporthafen von Mexiko ist bereits geschlossen. 

 

Sie können sich jederzeit selbst über folgenden Link über die Entwicklung eines Tiefdruckgebietes zum Tropensturm bzw. Hurrikan informieren.

 

http://hurricane.accuweather.com/hurricane/atlantic/basin.asp?partner=forecastfox

 

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13. 09.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 111.66 Crude (WTI): 107.62 $ Gasoil: 943.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9303 Rheinfracht: 30.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Gestern haben wir im Morgenrapport darauf hingewiesen, dass im Fokus für die weitere Preisentwicklung auch die mögliche Versorgungsangst steht. Gestern nun - kurz nach 10  Uhr - gab die IEA im Monatsbericht die Zahlen/Prognosen bekannt. (massive Reaktion der Börse siehe im 24 Stundenchart unten). Die „Syrien-Risikkoprämien“ sind wieder gestiegen, denn der Markt glaubt noch nicht an eine diplomatische Lösung. Weitere Unterstützung brachten gestern die bullishen Arbeitsmarktzahlen aus den USA, die Meldung über Granateneinschläge auf den Golanhöhen und die Schliessung verschiedener Exportterminals im Golf von Mexiko wegen eines drohenden, späten Tropensturms.

 

Die IEA meldet für den Moment generell sinkende Produktionen. Für 2014 wird die Nachfrageprognose leicht angehoben. Wir haben früher schon darauf hingewiesen: Aus Libyen geht nun fast nichts mehr und man hat Force Majeure (Lieferunfähigkeit) erklärt. Trotz intensiver Gesprächen der USA/Russland Aussenminister in Sachen Syrien schwinden die Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung. Das gibt den Ölmärkten wieder deutlichen Auftrieb und man hat offenbar einen Teil der Anfangs Woche rausgefallen Kriegsprämien wieder eingepriced. Für den Fall der Fälle. Die Märkte dürften auch nächste Woche sehr volatil bleiben. Abzuwarten bleibt, wie sich die Finanz- und Aktienmärkte verhalten. Das spielt ja immer auch in die Ölnotierungen hinein. 

 

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13.09.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 111.66 Crude (WTI): 107.62 $ Gasoil: 943.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9303 Rheinfracht: 32.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die Lieferausfälle aus Libyen (seit Wochen andauernde Streiks der Hafenarbeiter) verhindern Abwärtsbewegung, welche man aufgrund der bearishen DOE Lagerzahlen aus den USA erwartet hätte. Zudem stützen auch die Bombenanschläge auf der Sinai Halbinsel. Das bringt Ängste, dass sich auch in Ägypten die Unruhen weiter verstärken. Die Ölmärkte schlossen gestern nach enorm nervösen Handel ca. auf Eröffnungsniveau (Aktien mehrheitlich eher im Plus. Markteinschätzung charttechnisch und fundamental : Neutral.

Wir werden derzeit häufig gefragt, wie wir die Preisentwicklung beurteilen, nachdem nun der US Militärschlag gegen Syrien vom Tisch sei. Wir versuchen, ein paar Gedanken zu äussern:

 

Syrien ist absolut nicht ausgestanden. Sollten die heutigen Gespräche zwischen den Aussenministern der USA und Russland in Genf nicht erfolgreich verlaufen und sollte es nicht gelingen, im UN Sicherheitsrat eine wirklich griffige Resolution zu definieren, könnte an der äusserst sensiblen Preisfront sehr schnell wieder die Hölle los sein. Die USA halten gemäss Obama einen Militärschlag immer noch in der Hinterhand. Müssen sie ja, um den Druck auf Assad aufrecht zu halten. Auch das dürfte das Abwärtspotential begrenzen. Wie schnell chemische Waffen vernichtetet werden können, steht auf einem anderen  Blatt. Und ob die Unruhen in Syrien dann vorbei sind? Die Rebellen wollen Assad weg haben und weiterkämpfen. Aus der Nordsee wird – genau wie aus den OPEC Staaten –in den nächsten Wochen  weniger Ware kommen (und wie oben erwähnt, fehlen deutliche Mengen aus Libyen). Das wird möglicherweise  Versorgungsängste schüren. (komisch, dass beides genau zur gleichen Zeit aufeinandertriftt !!). Unter dem Strich könnte man die Meinung vertreten: Seitwärtsbewegung, mit deutlichen Ausschlägen in beide Richtungen. Sollte Syrien „stattfinden“, dürften die Preise deutlich in die Höhe schnellen.

 

Bitte beachten Sie bei Ihren Beschaffungsüberlegungen bereits heute, dass auf Heizöl und Gas per 1.1.2014 eine weitere Tranche CO2 Aufschlag erfolgen wird (massgebend ist das Liefer-, nicht das Bestelldatum). Beim Heizöl wird das einen Betrag von CHF 6.50  per 100 lt bedeuten. Als vor zwei Jahren der erste Aufschlag erfolgte, lief der gesamte Ölhandel mit den Logistik am Anschlag.

 

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11.09.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 111.58 Crude (WTI): 107.12 $ Gasoil: 939.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9370 Rheinfracht: 38.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Nach der Mitteilung, dass die Abstimmung zum Militärschlag gegen Syrien verschoben werde, gaben die Ölnotierungen deutlich nach  (offenbar sind die „Kriegsprämien“ rausgefallen). Doch Obama gab in seiner Rede an die Nation letzte Nacht klar zu verstehen: Wir sind für eine diplomatische Lösung, aber ein Militärangriff ist nicht vom Tisch, wenn es nicht korrekt und konkret vorwärts geht“ Die Nordseerohölproduktion soll im Oktober sinken. Die instabile Situation in Ägypten hält weiter an. 

 

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10.09.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 112.73 Crude (WTI): 108.36 $ Gasoil: 948.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9325 Rheinfracht: 38.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Die USA – unterstützt von Russland – bieten dem Assad Regime ein diplomatisches Hintertürchen an. Das nimmt – mindestens vorübergehend – etwas Druck von den Märkten und die Notierungen kamen gestern deutlich (ca. 2 – 2.5 %) zurück.  Wenn man aber meint, damit sei der „schmutzige Deal“ schon gelaufen, könnte sich sehr schnell täuschen. Es gibt mehrere Berichte, welche aufzeigen, dass es in der ganzen „Syriengeschichte“ um weit mehr als um Giftgas und chemische Waffen geht. Die Wirtschaftszahlen aus China fallen positiver als erwartet auf. Das könnte heute wieder etwas Unterstützung geben.

 

Syrien solle alle Chemischen Waffen offenlegen bzw. abgeben. Voraussetzung dafür wäre ja, dass Assad zuerst zugeben müsste, dass er überhaupt solche besitzt.  Darin liegt doch die Crux. Und was passiert, wenn er das nicht tut ? Die Abstimmung in den USA im Senat und Repräsentantenhaus wurde vorerst verschoben. Vermutlich kann dies aber dauern, denn die Antwort aus Syrien wird ja vermutlich nicht postwendend eintreffen.  

 

09.09.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 115.86 Crude (WTI): 110.05 $ Gasoil: 965.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9387 Rheinfracht: 37.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Je länger die Notierungen seitwärts laufen, desto heftiger die Reaktion nach Ausbruch. Das ist eine alte  Börsenwahrzeit. Und diese Überlegung muss man sich nach dem Verlauf am Freitag tatsächlich machen. Seit 27. August 2013 laufen die Notierungen nämlich seitwärts in einem Range von ca. 2 $ pro Barrel. Fundamental wird wirklich entscheidend sein, was in Sachen Militärschlag gegen Syrien (heute beginnen im US Kongress die Diskussionen .. Abstimmung vermutlich am Mittwoch)  passiert und wie die Problematik im Export in Libyen gelöst wird. Im charttechnischen Bereich stehen die Fahnen eher auf neutral.

 

Die USA befürchten Anschläge auf ihre Botschaften, sollte sie den Militärschlag gegen Syrien wirklich beschliessen und ausführen. Am G 20 Gipfel konnte Barak Obama keine weiteren Verbündete finden und Russland stellt sich weiterhin hinter Assad. Frachten infolge sinkender Pegelstände mit leicht steigender Tendenz. Die Differenz zwischen Brent und Crude hat sich wieder verkleinert.  Die Arbeitsmarktdaten am vergangenen Freitag waren nicht gerade berauschend und hatten vor allem Auswirkungen auf den Dollar. Dabei enstehen weiter Befürchtungen, dass die FED eine angedeutete Reduktion der Anleihenkäufe zurückstellen könnte. Resultat vermutlich: steigende Aktienkurse und im Sog auch höhere Ölpreise.  

 

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06.09.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 115.17 Crude (WTI): 108.22 $ Gasoil: 959.75 $ pro Tonne

Dollar: 0.9447 Rheinfracht: 33.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

aus Focus online - nicht umsonst warnen Verschiedene vor einem Flächenbrand in der Region....

http://www.focus.de/politik/ausland/krise-in-der-arabischen-welt/syrien/wenn-obama-syrien-angreift-iran-plant-vergeltungsschlag-gegen-die-usa_aid_1092737.html

http://www.focus.de/politik/ausland/krise-in-der-arabischen-welt/syrien/wenn-obama-syrien-angreift-iran-plant-vergeltungsschlag-gegen-die-usa_aid_1092737.html

 

Eine neue Dimension der Gewalt in Ägypten. Die seit Tagen und Wochen herbeigeredeten Terroranschläge sind Tatsache geworden und sind der Armee nicht unwillkommen. Obwohl nicht auf der Agenda, ist die Lage und der eventuelle Militärschlag in Syrien fast zum Hauptthema am G20 Gipfel in Moskau geworden. Die Märkte verhalten sich weiterhin unsicher/abwartend und laufen in engen Spannen seitwärts. Sobald ein definitiver Entscheid – Militärschlag gegen Syrien – gefallen ist, könnte sich das schlagartig ändern. Markteinschätzung deshalb „Neutral bis Bullish“. Bei der neuen Führung im Iran scheint in Sachen Israel ein Umdenken stattzufinden. Die Frage sei erlaubt, wie ernst es dabei Präsident Rouhani ist.  

05.09.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 115.13 Crude (WTI): 107.47 $ Gasoil: 959.50 $ pro Tonne

Dollar: 0.9397 Rheinfracht: 31.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Eine erste Abstimmung der vorbereitenden Kommission kommt zu einem knappen Ja für einen Militärschlag gegen Syrien. Doch die Diskussionen und Abstimmungen in den Räten finden erst ab Montag statt. Die Märkte bewegen sich abwartend und die Notierungen laufen weiter auf hohem Niveau seitwärts. Positive Indikatoren aus Chna und der Eurozone konnten nur in der ersten Tageshälfte etwas Stimmung aufkommen lassen. Die Marktteilnehmer dürften weiter vorsichtig agieren und die Unsicherheit dürfte weiter andauern. Ausser es komme plötzlich anders.

 

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04.09.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 115.62 Crude (WTI): 108.07 $ Gasoil: 962.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9378 Rheinfracht: 30.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

In den USA finden die ersten Anhörungen zum Militärschlag gegen Syrien statt. Die Stimmen sind zum Teil sehr kritisch. Aber bis jetzt findet sich kein richtiges „Gegnerlager“. Das hatte gestern auch Auswirkungen auf den Handel. Der Chart unten zeigt, dass es nochmals deutlich nach oben ging. Die Notierungen konsolidieren auf hohem Niveau oberhalb der Unterstützungslinen (grün im Chart). Auch der Dollar konnte sich halten. Die Aktienmärkte verloren zum Teil leicht oder handelten ausgeglichen. Lagerzahlen diese Woche wegen des Feiertages am Montag in den USA erst am Donnerstag. Preise dürften heute leicht höher als gestern früh sein. Heute stehen ein paar gewichtige Wirtschaftsdaten aus China, der EU und den USA zur Veröffentlichung an. Markteinschätzung: Neutral bis bullish.

 

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03.09.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 114.20 Crude (WTI): 106.73 $ Gasoil: 960.25 $ pro Tonne

Dollar: 0.9346 Rheinfracht: 30.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Gestern gaben leicht positive Wirtschaftsdaten den Ton an, doch begrenzte der Syrienkonflikt weitere Gewinne. Libyen sucht nach neuen Wegen aus der Exportkrise (Ölhafen wegen Streiks lahmgelegt). Auch hier wird die Möglichkeit geprüft, Truppen aus befreundeten muslimischen Staaten zu holen, um das Chaos zu beenden. Ein weiteres heisses Eisen in der Region. Das Thema Syrien wird auch weiterhin absolut im Fokus der Marktteilnehmer stehen.

 

Lesen Sie einen interessanten Artikel zum Thema: Schmutzige Deals – worum es im Syrienkrieg wirklich geht…..

 

 http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/08/31/schmutzige-deals-worum-es-im-syrien-krieg-wirklich-geht/

 

02.09.2013

 

Rohöl/Barrel:  Brent : 112.96 Crude (WTI): 106.19 $ Gasoil: 955.00 $ pro Tonne

Dollar: 0.9319 Rheinfracht: 29.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09.00 Uhr

 

Obama spricht sich in der Nacht zum Sonntag „theoretisch“ für einen Militärschlag gegen Syrien aus. Praktisch überlässt er aber den Entscheid dem Senat und dem Repräsentantenhaus ab 9.9.2013 nach den Sommerferien. Diplomatisch oder „Feige“? Kommentar dazu ganz unten

 

Nun aber der Reihe nach

 

Das Warten auf die Entscheidung über einen Militärschlag gegen Syrien löste am Freitag auch bei den Marktteilnehmern eine abwartende Haltung aus. Die spekulativen Händler engagierten sich  eher in die Long-Richtung (wetten auf weiter steigende Preise). Die Notierungen bewegten sich seitwärts im Rahmen der ersten Unterstützungs- und Widerstandslinien. Auch der $ verlief den ganzen Tag zwischen 0.9300 bis 0.9330 in ebenfalls enger Handelsspanne. Der Verlauf der Aktienindizes  war uneinheitlich. Heute ist in den USA nur die elektronische Börse offen (Ringhandel geschlossen). Man kann davon ausgehen, dass auch in London der Handel eher flau und dünn sein wird (ausser es komme anders).  Fast alles, was derzeit nicht mit Syrien bzw. dem erschwerten Export aus Libyen zu tun, wird an den Ölbörsen kaum „aufgenommen“

 

Obama hat mit sich gerungen und mit seinem theoretischen „go“ den Entscheid dem Parlament überlassen. Er konnte eigentlich nach seiner Kriegsrhetorik – und derjenigen in seinem Umfeld – gar nicht anders. Doch weiss er genau, dass sein Parlament durchaus anders denken und entscheiden könnte und ER verliert so sein Gesicht möglicherweise nicht. Die Amerikaner stehen in Syrien vor der „Quadratur des Kreises“, so Michael Wrase aus Beirut. Denn ein US Schlag könnte am Ende nur Assad helfen. Obama wird am G20 Gipfel diese Woche die Gelegenheit haben und nutzen, weitere Verfündete für den Angriff oder aber für eine scharfe Resolution zu finden.  Wie die Ölmärkte nun reagieren werden, ist äusserst schwierig vorauszusehen. Auf der einen Seite wäre eine grosse Hektik möglich, anderseits genau das Gegenteil. Interessant wird die Reaktion der Spekulanten und der Hedgefounds sein. Wer glaubt, dass sich auch das US Parlament eher FÜR  einen Militärschlag ausspricht, wird weiterhin Longpositionen (wetten auf steigenden Markt) aufbauen. Wer eher das Gegenteil glaubt, wird sich eher in die Shortrichtung engagieren (auf sinkenden Markt wetten). Vermutlich werden die eingepricden „Kriegsprämien“ so oder so noch nicht rausfallen. Ihr Enscheid, wenn Sie aus Versorgungsgründen kaufen müssen, wird also nicht einfacher werden. Im Zweifelsfall – wenn es möglich ist – die Hälfte – oder wie es einmal ein Anderer sagte: Man kann auch einen Fünfliber aufwerfen.

 

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