AVIA Vereinigung Schweiz

30. September 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.19 $  Crude (WTI): 47.27 $  Gasoil  438.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9674  Rheinfracht: 27.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen nach Preisanstieg – Zweifel an OPEC Abkommen bleiben

 

Der Markt ist aktuell überversorgt. Die OPEC Strategie die teurere Produktion außerhalb des Kartells mit niedrigen Preisen zu verdrängen ging nicht auf. Ganz offensichtlich hat man die Anpassungsfähigkeit der US Unternehmen und anderer Ölförderer unterschätzt, die mit drastischen Kosteneinsparungen die Ölproduktion in vielen Gebieten auch bei 50 Dollar rentabel machen.

Das Kartell steht also mit dem Rücken zur Wand. Die Preise reichen nicht um die Staatshaushalte dauerhaft zu finanzieren. Produktionskürzungen könnten die Preise zwar stützen, dann steigt aber auch die Ölförderung anderer Produzenten. Die Möglichkeiten über reduzierte Fördermengen und höhere Preise kurzfristig Mehreinnahmen zu generieren, ist für die OPEC schwierig, wenn nicht sogar unmöglich geworden.

Kurzfristig ist die Vereinbarung der OPEC sicherlich stützend. Bevor diese aber nicht in Taten umgesetzt wird, werden die Zweifler im Markt zahlreich sein. Entsprechend rechnen die Experten weiter damit, dass die Überversorgung bis mindestens in die zweite Jahreshälfte 2017 hinein anhalten wird.

Für heute deuten sich damit noch leichte Aufwärtsspielräume an.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

29. September 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.46 $  Crude (WTI): 46.88 $  Gasoil  432.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9710  Rheinfracht: 27.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise ziehen nach OPEC Meeting an – Kartell will Produktion kürzen

 

Die OPEC wird die Produktionsbegrenzung nicht vor dem Meeting am 30. November offiziell umsetzen. Bis dahin gilt weiter das Motto die eigenen Marktanteile und damit Exporteinnahmen durch eine hohe Ölproduktion zu schützen. Insbesondere Libyen, Nigeria und Iran werden hier weitere Mengen liefern, aber auch die übrigen Ölproduzenten werden wohl versuchen ihren Ertrag, also die Förderung, zu maximieren. Dies bedeutet aber auch, dass sich aus der "Absichtserklärung" der OPEC keine nachhaltige Preisrallye - schon gar nicht deutlich über die 50 Dollar-Marke – ergeben kann, wenn die physische Verfügbarkeit aktuell nicht reduziert wird.

Steigen die Preise zu stark, ist der Deal kontraproduktiv, da teurere Ölprojekte außerhalb des Kartells plötzlich wieder rentabel werden. Diese nehmen dem Kartell dann die freiwerdenden Marktanteile ab.

Die vielen "Wenn und Aber", die die Absichtserklärung umgeben, machen den Markt in den kommenden Tagen nahezu unberechenbar. Marktteilnehmer werden ihre Mühe haben die aktuell bullishe Stimmung abzuwägen.

die Tendenz allerdings ist eindeutig. Kollektiv ist mit starken Preisanhebungen im Inland zu rechnen.

 

Fundamental neutral/bullish                    Chartanalyse neutral/bullish

 

 

 

 

28. September 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.07 $  Crude (WTI): 44.72 $  Gasoil  413.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9731  Rheinfracht: 27.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Uneinigkeit vor OPEC Meeting – Einigung scheint unwahrscheinlich

 

Der Rohölmarkt bleibt weiter überversorgt, zumal im Herbst die Ölnachfrage wieder etwas nachlässt. Saudi-Arabien kommt zwar mit angeblichen Produktionskürzungen dem Iran entgegen, eigentlich sind dies aber nur Lippenbekenntnisse. Mit dem Herbst sinkt der Strombedarf der Klimaanlagen, der in Saudi-Arabien mit Öl gedeckt wird.

Damit ist der Vorschlag Saudi-Arabiens kein wirkliches Entgegenkommen. Der Iran kennt die saisonalen Schwankungen und lehnt die Vorschläge Saudi-Arabiens daher ab. Beide Seiten liegen noch weit auseinander, sodass eine Einigung unwahrscheinlich erscheint.

Heute wird viel von der OPEC abhängen. Während ein Abkommen die Preise stützen würde, so wird der Markt wohl deutlich nachgeben, wenn das Treffen, wie von den Analysten aktuell erwartet, ohne Kompromiss zu Ende geht.

Gerüchte, Spekulation und Kommentare können im Tagesverlauf allerdings für einen sehr volatilen Handel sorgen und sich entsprechend auch auf die Preise auswirken.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral/bearish

 

 

 

 

27. September 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.11 $  Crude (WTI): 45.81 $  Gasoil  422.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9703  Rheinfracht: 26.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preise ziehen vor OPEC Entscheidung an – Markt sichtlich nervös

 

Erwartungsgemäß bestimmen Meldungen und Gerüchte rund um das Treffen der OPEC in Algerien in dieser Woche die Preise. Morgen werden wir erfahren, ob eine Produktionsbegrenzung in den kommenden Wochen möglich ist oder nicht. Die Kommentare einiger Vertreter aus der OPEC hatten gestern die Wahrscheinlichkeit einer symbolischen Maßnahme zur Stützung der Preisniveaus von unwahrscheinlich auf möglich erhöht, aber dennoch es für unwahrscheinlich gilt, dass der Markt schon bald in ein Gleichgewicht kommt.

Unterdessen ist auch auf die US Ölbestandsdaten in dieser Woche zu warten. Nach drei Wochen - zum Teil überraschend starker – Abbauten bei den Rohölvorräten, rechnen Experten in dieser Woche mit Aufbauten. Die von API und DOE veröffentlichten Zahlen wichen zuletzt aber stark von den Erwartungen ab.

Damit deuten sich heute erhebliche Preissteigerungen an.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral/bearish

 

 

 

 

26. September 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.09 $  Crude (WTI): 44.74 $  Gasoil  414.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9697  Rheinfracht: 22.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Keine Produktionsbegrenzung in Sicht – Angebot nimmt weiter zu

 

Der Markt wird an sich weiter klar überversorgt eingeschätzt. Auch mittelfristig scheint ohne eine Regulierung des Angebots keine Besserung in Sicht zu sein. Kurz- bis mittelfristig scheint das Ölangebot damit insgesamt weiter zuzunehmen. Selbst Norwegen, Großbritannien und die USA stehen vor Produktionssteigerungen. Die US Ölproduktion scheint weiter rentabel zu bleiben und mit der Intensivierung der Ölsuche dürften in den kommenden Wochen und Monaten mehrere neue Ölquellen ihre Produktion aufnehmen.

Die Uneinigkeit innerhalb des Kartells ist gross, sodass in Algerien am Mittwoch wohl nicht mit einer koordinierten Maßnahme zu rechnen ist. Saudi-Arabien schlägt zwar immer wieder Kompromisse vor, die auch eine eigene Produktionskürzung beinhalten, allerdings zu Bedingungen, von denen die Saudis wissen, dass sie von den anderen Ländern abgelehnt werden.

Heute deuten sich bei den rechnerisch zu erwartenden Inlandspreisen deutliche Abwärtsspielräume an.

 

Fundamental neutral/bearish                  Chartanalyse neutral/bearish

 

 

 

 

23. September 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.40 $  Crude (WTI): 45.97 $  Gasoil  426.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9698  Rheinfracht: 22.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Überversorgung steigt wieder – Möglichkeit für Gewinnmitnahmen?

 

Die US Rohölbestände sind in den letzten Wochen zwar gefallen, global gesehen bleibt der Markt allerdings weiter überversorgt. Alleine die Produktionssteigerungen durch Russlands, Libyens und Nigerias im laufenden Monat, steigert das Angebot um das Dreifache. Die Überproduktion bleibt damit weiter akut, und statt dass die Ölbestände abgebaut werden, steigen diese immer weiter. Die fortgesetzten globalen Bestandsaufbauten bezeichnen ein echtes "Problem. Dies sei für ein glaubhaftes und durchsetzbares Produktionsabkommen der OPEC schwierig, vor allem, wenn man betrachte, was in Libyen und Nigeria aktuell passiere.

Auf Grund der aktuellen Produktionslage mit Mehrmengen scheint das Aufwärtspotenzial begrenzt zu sein. Dennoch stiegen die Futures in den letzten Tagen deutlich an, was nun vor dem Wochenende die Möglichkeit für Gewinnmitnahmen schaffen könnte.

Für heute gibt es aktuell aber dennoch leichte Aufwärtsspielräume.

 

Fundamental neutral/bearish                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

22. September 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.24 $  Crude (WTI): 45.78 $  Gasoil  422.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9707  Rheinfracht: 21.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Öl-Futures mit DOE und FOMC fester

 

Die US Rohölbestände bleiben weiter ein Rätsel. Die Rohölexporte nahmen zwar zu, allerdings können diese auf die Gesamtwoche gesehen nicht für die unerwarteten Abbauten verantwortlich gemacht werden. Die Raffinerien verarbeiten weniger Rohöl, Importe steigen, die Rohölförderung nimmt zu und dennoch werden Bestandsabbauten registriert.

Im Markt herrscht offensichtlich Verwirrung, wo die Abbauten von 21,3 Mio. Barrel der letzten drei Wochen geblieben sind. Eigentlich hatte man damit gerechnet, dass diese zu einem Großteil nur verzögert seien, nachdem Tropensturm Hermine die Verladungen im Golf von Mexiko zeitweise behindert hatte.

Ein Streik in Norwegen ist aktuell nur theoretisch bullish, da die Rohölproduktion bisher nicht betroffen ist. Auch das Ergebnis des FOMC Meetings ist ein stützender Faktor, da der US Dollar in der Folge abwertete, die Futures an ICE und NYMEX damit billiger machte und steigen lässt.

Der Euro/Dollar-Kurs begrenzt den Preisanstieg, letztlich werden sich die Preissteigerungen bei den Inlandspreisen aber wohl durchsetzen.

 

Fundamental neutral/bullish                    Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

21. September 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.66 $  Crude (WTI): 44.99 $  Gasoil  418.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9784  Rheinfracht: 21.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

OPEC und API lassen Preise steigen

 

Wo ist eigentlich das ganze Rohöl geblieben?" Diese Frage dürften sich sicherlich einige Marktteilnehmer stellen, wenn Sie an die starken US Bestandsabbauten vor zwei Wochen denken. Diese hatte man auf Importausfälle zurückgeführt und daher als temporär angesehen. Eigentlich rechnete man damit, dass die Rohölbestände in den kommenden Wochen dies mit starken Aufbauten wieder ausgleichen. In der letzten Woche hatte man allerdings erneut Abbauten gemeldet und laut API sollen die Rohölvorräte nun erneut um -7,5 Mio. Barrel gefallen sein.

Die Verhandlungen der OPEC bleiben immer wieder ein kurzfristiger Impulsgeber, der Trader mit Short-Positionen, also Wetten auf fallende Preise, aufschrecken kann. Gerüchte und Kommentare aus OPEC Kreisen, die auf ein mögliches Abkommen zur Produktionsbegrenzung hinweisen, werden auch in den kommenden Tagen und Wochen immer wieder zu Short-Coverings und kurzzeitigen Aufwärtsbewegungen führen.

Heute deuten sich bei den Inlandspreisen deutliche Preissteigerungen zum Vortag an.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral/bullish

 

 

 

 

20. September 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 45.84 $  Crude (WTI): 43.68 $  Gasoil  408.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9783  Rheinfracht: 21.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Futures deuten Abwärtspotenziale an

 

Bisher war der Ausfall der US Colonial Pipeline stützend für die Futures. Panik- und Hamsterkäufe führen vereinzelt zu Engpässen, mit denen die Preise für Benzin Ende letzter Woche nach oben getrieben wurden.

Mit der zum Herbst, durch Wartungsarbeiten, tendenziell abnehmenden Raffinerieauslastung, wird sich die Überversorgung im Rohölbereich weiter verstärken und damit Preisdruck aufbauen. Das anvisierte OPEC Meeting nächste Woche ist hingegen ein Unsicherheitsfaktor, da die Einigung auf eine Produktionsbegrenzung die Preise kurzfristig steigen lassen kann.

Marktteilnehmer warten in dieser Woche auf die US Ölbestandsdaten, die möglicherweise enorme Aufbauten bei den Rohölbeständen ausweisen könnten.

Heute deuten sich bei den rechnerischen Inlandspreisen moderate Abwärtsspielräume an.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral/bearish

 

 

 

 

19. September 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.49 $  Crude (WTI): 43.75 $  Gasoil  414.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9799  Rheinfracht: 19.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Fester Wochenstart – OPEC, Libyen und US Pipeline

 

In den USA hat die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen in der letzten Berichtswoche auf nun 416 zugenommen. Die US Ölproduktion hat sich laut des letzten Wochenberichts des DOE wieder erholt. Die Förderung ist auch bei Preisen von unter 50 Dollar offensichtlich rentabel und führt immer mehr zu Investitionen in neue Projekte. Damit hat die US Ölproduktion ihr vorläufiges Tief offenbar bereits erreicht und dürfte in den kommenden Wochen und Monaten steigen.

Kurzfristig stützen wegen des Ausfalls der Colonial Pipeline allerdings Versorgungsprobleme bei Benzin an der US Ostküste. Ebenso bullish ist aktuell die Meldung aus OPEC Kreisen, wonach man sich mit dem Iran am Wochenende ein gutes Stück näher gekommen ist, was eine mögliche Produktionsbegrenzung angeht. Eine Maßnahme könnte schon vor dem offiziellen Meeting im Dezember bei einem außerordentlichen Treffen umgesetzt werden.

Für heute deuten sich für das Inland damit Preissteigerungen an.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse bullish

 

 

 

 

16. September 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.19 $  Crude (WTI): 43.64 $  Gasoil  411.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9724  Rheinfracht: 19.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Bearishe Faktoren kamen nicht zum Zug – Analyst sieht Rohöl bei 39 Dollar

 

Der Markt wird länger als bisher gedacht brauchen um zurück in ein Gleichgewicht zu finden. Die US Rohölbestände könnten in der kommenden Woche stark zunehmen. Wegen des Tropensturms Hermine wurden zahlreiche Tanker vor zwei Wochen umgeleitet. Der Rückstau konnte in der letzten Woche offenbar noch nicht abgearbeitet werden, weshalb dies nun in der laufenden Woche der Fall sein dürfte. Analysten gehen davon aus, dass dies noch deutlicheres Abwärtspotenzial generieren könnte, zumal auch die Ölexporte aus Nigeria und Libyen steigen

Die fundamentale Marktlage bleibt damit weiter bearish. Lediglich die Abschaltung der Colonial Pipeline stützt die Preise aktuell.

Für heute deuten sich bei den Inlandspreisen rechnerisch leichte Aufwärtsspielräume an.

 

Fundamental neutral/bearish                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

15. September 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.14 $  Crude (WTI): 43.73 $  Gasoil  408.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9765  Rheinfracht: 19.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

DOE Bestandsdaten überraschen – Libyen, Nigeria und Monatsreports belasten

 

Experten und Analysten haben den Markt in den vergangenen Monaten falsch eingeschätzt. Die Korrektur kam in dieser und letzten Woche mit den Monatsreports von EIA, IEA und OPEC, die die Ölproduktion außerhalb der OPEC nach oben korrigiert hatten und die Nachfrageprognosen senkten.

Vor allem das Potenzial von der Effizienzsteigerung durch Kostensenkungen hat man offenbar unterschätzt. Dieser Anpassungsprozess führt dazu, dass alte Anlagen und neue Projekte auch bei deutlich niedrigeren Ölpreisen wirtschaftlich betrieben werden können.

Nun kommen auch noch Mengen aus Nigeria und Libyen hinzu, mit denen eigentlich niemand mehr gerechnet hatte. Nach ihren Problemen der letzten Monate und Jahre können beide Länder ihre Förderung und Exporte offensichtlich steigern.

In den USA bleiben die Rohölbestände unterdessen weiterhin Thema. Wo sind die 14,5 Mio. Barrel an Abbauten von letzter Woche hin, wenn sie diese Woche, trotz gestiegener Importe, nicht wieder aufgetaucht sind?

 

Fundamental bearish                 Chartanalyse neutral/bearish

 

 

 

 

14. September 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.36 $  Crude (WTI): 45.26 $  Gasoil  419.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9763  Rheinfracht: 18.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

API meldet nur geringe Bestandsaufbauten – Überversorgung hat länger Bestand

 

Die Überversorgung wird wohl länger Bestand haben. Die Monatsberichte von EIA, IEA und OPEC zeigen, dass man mit einem Abschwächen des Nachfragewachstums rechnet, während die Ölproduktion der Nicht-OPEC-Länder nicht so stark wie bisher erwartet abnimmt. Im kommenden Jahr sollte die Produktion sogar wieder leicht steigen, sodass die OPEC weiter unter Druck kommt und um seine Marktanteile kämpfen muss. Das Marktgleichgewicht wird daher eher später in 2017 oder auch erst 2018 erreicht.

Die Bemühungen der OPEC die Ölproduktion zu begrenzen könnte damit zunehmen. Der Ölmarkt wird länger brauchen, bis er sich auf natürlichem Wege ausgleicht und somit eine Preisstabilisierung erreicht werden kann.

Heute wird sich der Markt allerdings erst einmal auf die US Ölbestandsdaten konzentrieren. Nach den massiven Abbauten in der vergangenen Woche geht man in dieser Woche mit einem starken Anstieg der Vorräte aus, wenn die verzögerte Importe nachgeholt werden.

 

Fundamental neutral/bearish                  Chartanalyse neutral

 

 

 

 

13. September 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.73 $  Crude (WTI): 45.60 $  Gasoil  420.25 $  pro Tonne

Dollar: 0.9723  Rheinfracht: 18.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Bestandsdaten sorgen für Nervosität – Short-Coverings nach starken Verlusten

 

Der Ölmarkt ist derzeit überversorgt und wird es aller Voraussicht nach auch noch länger als bisher gedacht bleiben. Nachdem die EIA in der letzten Woche die erwartete Überversorgung nach oben korrigierte fielen die Zahlen der OPEC gestern ebenfalls bearish aus. Das Kartell hat die US Ölförderung offenbar erheblich unterschätzt und korrigierte die Produktionserwartung.

Statt einem Rückgang der Förderung außerhalb der OPEC erwartet man für 2017 nun einen Produktionsanstieg. Der Bedarf an OPEC-Öl wird somit abnehmen und in diesem Zuge deutlich nach unten korrigiert.

Angesichts bearish zu erwartender US Rohölbestände sollte man sich kurzfristig weiter auf derart starke Kursbewegungen einstellen, bis am Mittwochnachmittag mit den DOE Daten Klarheit geschaffen wird.

Für heute ist nun mit einer Aufwärtsbewegung bei den Inlandspreisen zu rechnen

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse neutral bis bearish

 

 

 

 

12. September 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.51 $  Crude (WTI): 45.24 $  Gasoil  409.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9738  Rheinfracht: 18.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Gewinnmitnahmen halten an – OPEC Produktion gesunken

 

Die US Rohölbestände sind in der letzten Woche massiv eingebrochen. Dies war ein klar bullisher Effekt an den Ölbörsen, der allerdings schon bald wieder relativiert wurde. Es war klar, dass die Bestandsabbauten durch geringere Importe verursacht wurden, nachdem Tropensturm Hermine im Golf von Mexiko Verladungen behindert hatte. Diese werden aller Voraussicht bald nachgeholt, sodass die Bestände in den kommenden Wochen wieder zunehmen dürften. Die Tanker standen bereits in der letzten Woche Schlange um ihre Ware zu löschen.

Letztlich sind sich die Marktteilnehmer einig, dass die Bestandsabbauten in der letzten Woche keine Trendwende bei der Versorgung waren und der Markt insgesamt weiter als überversorgt eingestuft werden muss. Die Ölproduktion scheint zudem weiter rentabel zu sein, worauf die wachsende Anzahl an US Ölbohranlagen hindeutet.

In dieser Woche werden daher die US Ölbestandsdaten des DOE am Mittwoch besonders im Fokus stehen.

 

Fundamental neutral                  Chartanalyse bearish

 

 

 

 

09. September 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 49.39 $  Crude (WTI): 47.12 $  Gasoil  424.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9725  Rheinfracht: 18.50 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Rekordabbauten lassen Ölpreise steigen – Analysten sehen keinen Trendwechsel

 

Die US Ölbestände waren gestern Preistreiber Nr. 1. Die massiven Bestandsabbauten haben den Markt regelrecht geschockt. Die Tatsache, dass die Bestandsrückgänge allerdings auf Probleme bei der Abwicklung von Importen durch Tropensturm Hermine zurückzuführen sind, deutet darauf hin, dass in den kommenden Wochen vermehrt Bestandsaufbauten registriert werden. Importprobleme durch einen Sturm sind immer nur temporär und können in der in der Regel nachgeholt werden.

Die Aufwärtsbewegung an den Ölbörsen könnte damit temporärer Natur sein und in den nächsten Handelstagen wieder ausgepreist werden. Mit dem Preisanstieg werden zudem Produktionsanlagen außerhalb der OPEC wieder rentabler, sodass der Druck innerhalb des Kartells sinkt, die Preise mit einer Produktionsbegrenzung zu stützen.

für heute Vormittag deuten sich bei Brenn- und Treibstoffe erneut Preissteigerung an.

 

Fundamental neutral/bullish                    Chartanalyse neutral

 

 

 

 

08. September 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 48.79 $  Crude (WTI): 46.41 $  Gasoil  421.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9695  Rheinfracht: 18.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Massiver Bestandsabbau – API Daten sorgen für Preisanstieg

 

Kurzfristig richtet sich der Fokus nun auf die aktuelle Marktlage. Der Monatsreport der EIA zeigt, dass die Angebotssituation weiter komfortabel ist und das Überangebot länger als bisher gedacht Bestand haben wird. Die Effizienzsteigerung der US Ölbranche wurde offensichtlich unterschätzt und ermöglicht es auch bei niedrigen Preisen rentabel zu bleiben. Die Preisprognosen für das laufende und kommende Quartal wurden mit rund 45 Dollar leicht nach oben angepasst. Für WTI wurde die Preiserwartung 2017 gesenkt, sodass die EIA insgesamt mit einem langsamen Preisanstieg rechnet.

Im Fokus stehen heute allerdings wohl die Daten des API. Der Bestandsabbau von über 12 Mio. Barrel bei Rohöl ist enorm. Marktteilnehmer hätten mit so einem starken Rückgang niemals gerechnet. Bestätigt das DOE diese Zahlen, wäre dies der größte Bestandsrückgang seit 31,5 Jahren. Entsprechend bullish ist der Einfluss der API Daten.

 

Fundamental neutral  bis bullish              Chartanalyse neutral bis bullish

 

 

 

 

07. September 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.52 $  Crude (WTI): 45.15 $  Gasoil  412.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9695  Rheinfracht: 18.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Weicher US Dollar begrenzt Gewinnmitnahmen an den Ölbörsen

 

Die bullishe Wirkung der "bedeutenden Bekanntmachung" ist mittlerweile wieder verpufft und an den Ölbörsen ausgepreist. Saudi-Arabien und Russland blieben Hinweise auf konkret umzusetzende Maßnahmen schuldig und hatten die Erwartungen der Marktteilnehmer somit nicht erfüllen können. Die Kommentare deuten vielmehr frühestens auf ein Abkommen beim nächsten regulären Treffen im Dezember hin.

Die wöchentlichen Daten zu den US Ölbeständen werden in dieser Woche einen Tag später als üblich veröffentlicht, sodass die Daten des API erst morgen Vormittag und die des DOE morgen Nachmittag zur Verfügung stehen. Experten erwarten einen geringen Bestandsrückgang.

Der festere Euro/Dollar-Kurs verbilligt das in Dollar gehandelte Öl im Inland, sodass die Preissteigerung von gestern Nacht und im frühen Handel heute Morgen zu einem Großteil ausgeglichen wird. Entsprechend deuten sich bei den rechnerischen Inlandspreiserwartungen heute Vormittag wieder moderate Abwärtspotenziale an.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral

 

 

 

 

06. September 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.77 $  Crude (WTI): 45.30 $  Gasoil  416.00 $  pro Tonne

Dollar: 0.9795  Rheinfracht: 18.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Turbulenter Wochenauftakt - Markt muss sich neu sortieren

 

Die Initiative von Saudi-Arabien und Russland zeigt, wie besorgt auch die großen Ölproduzenten über die Preisentwicklung an den Ölbörsen sind. Diese spüren den Druck und sind zur Erkenntnis gekommen, dass sich der Markt vielleicht doch nicht von ganz alleine so entwickeln wird, wie man es sich wünscht. Das Ziel der Produzenten ist einen weiteren Preisrutsch wie im letzten Herbst und Winter, zu vermeiden. Die verbale Intervention ist daher der gewählte Weg, der den Ölproduzenten dabei helfen wird die Preise oberhalb der 40 Dollar zu halten.

Unterm Strich ist die gestern gegründete Arbeitsgruppe kein Grund für eine kurzfristige Preisrallye über 50 Dollar WTI hinaus. Auch ein Deal Ende September wird damit nicht wahrscheinlicher. Heute bleibt abzuwarten, wie die Trader in den USA beim Öffnen des Parketthandels auf die gestrigen Ereignisse reagieren, wenn diese aus dem langen Wochenende zurückkommen.

Nach dem turbulenten Verlauf gestern bleiben die Futures insgesamt weiter fest.

 

Fundamental neutral     Chartanalyse neutral

 

 

 

 

05. September 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 46.91 $  Crude (WTI): 44.45 $  Gasoil  408.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9781  Rheinfracht: 17.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preissenkung von Saudi-Arabien für Europa – Ruhiger Feiertagshandel erwartet

 

Die Einigkeit zwischen Saudi-Arabien und Russland, dass man mit gemeinsamen Maßnahmen den Ölpreis stabilisieren möchte, beeindrucken die Marktteilnehmer kaum. Auch wenn Putin am Freitag eine Produktionsbegrenzung befürwortet hatte, so ist dies nicht konkret genug, als dass dies eine starke Reaktion am Markt hervorrufen könnte. Äußerungen in dieser Form sind schon seit Wochen im Markt und auch im Vorfeld des April-Meetings waren sich beide Länder nach außen hin über eine Maßnahme einig.

Analysten glauben ohnehin nicht, dass das Einfrieren der Produktionsmengen einen dauerhaft stützenden Einfluss auf die Ölpreise haben wird, da die betroffenen Länder auf Rekordniveaus produzieren.

Heute wird ein Großteil des US Handels fehlen, da in den USA der Labour Day gefeiert wird, der gleichzeitig das Ende der US Fahrsaison markiert. Viele Trader werden ein langes Wochenende einlegen.

Für heute deuten sich bei den rechnerischen Inlandspreisen starke Preissteigerungen an.

 

Fundamental neutral/bearish     Chartanalyse neutral/bullish

 

 

 

 

02. September 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 45.62 $  Crude (WTI): 43.38 $  Gasoil  400.50 $  pro Tonne

Dollar: 0.9803  Rheinfracht: 17.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Ende der Sommernachfrage – Rückzug der Bullen sorgt für Preisrutsch

 

Die EIA hat eingeräumt, dass die Benzinnachfrage in den USA bisher zu hoch angesetzt wurde und die Sommernachfrage damit nicht so stark wie bisher angesetzt war. Trotz des eigentlich hohen Bedarfs stiegen die US Ölbestände zuletzt immer weiter an und erreichten neue Rekordhochs. Nun werden die Raffinerien mit Wartungsarbeiten beginnen und ihre Kapazität in den kommenden Wochen langsam reduzieren. Bullen, also Trader die auf steigende Preise setzen, ziehen sich daher verstärkt zurück und liquidieren ihre Positionen mit Verkäufen.

Seit Mitte April hat sich eine Handelsspanne zwischen 40 und 50 Dollar bei WTI etabliert, die vermutlich auch im September weiter Bestand haben wird. Vor dem Meeting der OPEC am 26. bis 28. September dürfte sich diese Preisspanne weiter etablieren, wenngleich der Markt wohl sehr volatil bleiben wird.

 

Fundamental bearish     Chartanalyse neutral

 

 

 

 

01. September 2016

 

Rohöl/Barrel: Brent : 47.18 $  Crude (WTI): 45.03 $  Gasoil  412.75 $  pro Tonne

Dollar: 0.9861  Rheinfracht: 17.25 CHF/to  Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

 

Preiseinbruch nach DOE – Hohe Bestände und überschätzte Nachfrage

 

Auch wenn der Markt in diesem Sommer ausgeglichener sein soll als noch im Frühjahr und im letzten Jahr, so sind die kontinuierlich steigenden US Ölbestände ein klares Indiz, dass der Markt noch immer überversorgt ist.

Die Marktlage ist eventuell auch nicht so knapp wie es die EIA bisher angenommen hatte. Mit den wöchentlichen DOE Bestandsdaten von gestern räumte diese ein, dass man die US Nachfrageentwicklung im ersten Halbjahr überschätzt habe und ein Teil der Mengen nicht in den USA verbraucht, sondern exportiert wurde.

Der Tropensturm Hermine im Golf von Mexiko wird von den Marktteilnehmern weiter genau beobachtet, allerdings dürfte das Schlimmste bereits überstanden sein, da die BP bereits wieder beginnt Anlagen hochzufahren und die Gesamtausfälle zurückgehen.

 

Fundamental neutral/ bearish    Chartanalyse neutral