11.10.2022
Die Volatilität an den Ölbörsen bleibt hoch. Erneut gewinnen Zins- und Rezessionssorgen die Oberhand und haben die Reisrallye, die die OPEC+ Förderkürzungen letzte Woche ausgelöst hatten, erst einmal wieder beendet.
Brent: 96.13
Gasoil: 1261.75
Dollar: 1.0015
Crude (WTI): 90.94
Rheinfracht: 50.00

Die Volatilität an den Ölbörsen bleibt hoch. Erneut gewinnen Zins- und Rezessionssorgen die Oberhand und haben die Reisrallye, die die OPEC+ Förderkürzungen letzte Woche ausgelöst hatten, erst einmal wieder beendet.
Ölmarktexperten fügen hinzu, dass die Rezessionsrisiken vorerst weiter im Gespräch bleiben werden und Brent im vierten Quartal bei durchschnittlich bei 98 Dollar liegen dürfte – eine Abwärtskorrektur von den zuvor angenommenen 105 Dollar.
Die aktuellen Konjunkturdaten aus der Volksrepublik sind tatsächlich ziemlich ernüchternd. So schrumpfte der Dienstleistungssektor im September zum ersten Mal seit vier Monaten. Dennoch signalisierte der weltgrößte Rohölimporteur zuletzt ein Festhalten an seiner Politik. Die Menge an Corona-Infektionen ist in China aktuell so hoch wie seit August nicht mehr.
Die EU-Sanktionen gegen russisches Rohöl werden im Dezember in Kraft treten, im Februar folgt dann auch ein Embargo auf Ölprodukte. Zusätzlich hat die EU letzte Woche ihre endgültige Zustimmung zu einer neuen Reihe von Sanktionen gegen Russland, einschließlich einer Preisobergrenze für russische Ölexporte gegeben.
Entsprechend orientieren sich die Notierungen nach einem zaghaften Aufwärtstest schon wieder leicht nach unten. Bei den Preisen zeichnen sich im Vergleich zu gestern Preisabschläge ab.

Fundamental; neutral      Chartanalyse; bearish