12.02.2026
Ölpreise schwanken zwischen geopolitischer Hoffnung und Überangebotsängsten
Brent: 69.53
Gasoil: 695.00
Dollar: 0.7711
Crude (WTI): 64.79
Rheinfracht: 23.00

Die Rohölpreise legten zur Wochenmitte zeitweise zu: Brent stieg über 70 US-Dollar, WTI über 65 US-Dollar je Barrel. Beide Kontrakte konnten diese psychologisch wichtigen Marken bis zum Handelsschluss jedoch nicht behaupten. Belastend wirkte unter anderem die Aussage von US-Präsident Donald Trump, der ein Abkommen mit dem Iran weiterhin als bevorzugte Lösung bezeichnete. Erst bei einem Scheitern der Diplomatie wolle er härtere Maßnahmen prüfen. Dies dämpfte kurzfristig die geopolitische Risikoprämie.
Marktbeobachterin Vandana Hari erwartet vorerst eine Seitwärtsbewegung. Zwar könnten verschärfte Töne gegenüber dem Iran die Preise stützen, deutliche Aufschläge seien jedoch unwahrscheinlich, solange keine unmittelbare militärische Eskalation bevorstehe.
Fundamental bleibt der Ausblick gedämpft: Die US-Energiebehörde EIA prognostiziert für dieses und kommendes Jahr ein deutliches Überangebot. Auch die OPEC sieht für das dritte Quartal 2026 einen leichten Angebotsüberschuss. Entscheidend dürfte sein, ob OPEC+ ihre freiwilligen Zusatzkürzungen verlängert.
Gemischte US-Arbeitsmarktdaten und anstehende Inflationszahlen beeinflussen zudem die Zinserwartungen. Ein stärkerer Dollar könnte die Ölnachfrage belasten. Am Morgen notieren die Futures unter Vortagesniveau, mit leichtem Aufwärtspotenzial bei Inlandspreisen.

Fundamental; neutral                            Chartanalyse; neutral