01.04.2026
Ölpreise schwanken – Hoffnungen auf Kriegsende treffen auf Unsicherheit bei Hormus
Brent: 100.64
Gasoil: 1300.75
Dollar: 0.7950
Crude (WTI): 97.98
Rheinfracht: 32.00

Die Ölpreise zeigen sich aktuell uneinheitlich: Während der auslaufende Brent-Mai-Kontrakt nochmals in Richtung 120 US-Dollar stieg, notierte der Juni-Kontrakt zuletzt schwächer. Hintergrund ist die wachsende Hoffnung auf ein mögliches Ende des Iran-Kriegs, die durch Aussagen von Donald Trump gestützt wird.
Auch aus Teheran kommen vorsichtig positive Signale. Der Iran zeigte sich gesprächsbereit, knüpft ein Ende des Konflikts jedoch an Sicherheitsgarantien, die zukünftige Angriffe verhindern sollen. Gleichzeitig stellte Trump einen möglichen Rückzug der USA innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen in Aussicht. Unklar bleibt jedoch, wie sich die Lage in der Straße von Hormus nach einem Abzug entwickeln würde.
Gerade diese Unsicherheit hält die Märkte in Spannung. Solange die wichtige Handelsroute nicht vollständig geöffnet ist, dürfte die Risikoprämie bestehen bleiben. Marktteilnehmer neigen laut Analysten dazu, Preisrückgänge eher für Käufe zu nutzen als für Verkäufe.
Zusätzlich rückt die OPEC+ in den Fokus, die am Wochenende über ihre Förderstrategie beraten will. Die aktuelle Blockade erschwert jedoch die Planung, da einige Mitgliedsstaaten ihre Produktion bereits drosseln mussten.
Die anstehenden DOE-Bestandsdaten könnten kurzfristige Impulse liefern, dürften jedoch von der geopolitischen Lage überlagert werden. Insgesamt bleiben die Märkte nervös, während bei den Inlandspreisen aktuell leichtes Abwärtspotenzial besteht.

Fundamental; neutral bis bullish                                        Chartanalyse; neutral bis bearish