Die Unsicherheit rund um die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran bleibt ein zentraler Treiber an den internationalen Energiemärkten. Nachdem Berichte über eine mögliche Aussetzung der Verhandlungen durch Teheran bekannt wurden, stiegen die Ölpreise deutlich an. Zwar gaben die Notierungen einen Teil ihrer Gewinne wieder ab, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärte, die Gespräche würden fortgesetzt, dennoch bleibt die Marktstimmung angespannt.
Im Fokus steht insbesondere die Frage, ob die aktuelle Waffenruhe Bestand haben wird und wie sicher die wichtigen Transportwege für Rohöl künftig bleiben. Vor allem die Straße von Hormus, über die ein erheblicher Teil der weltweiten Ölversorgung abgewickelt wird, gilt weiterhin als Risikofaktor. Zusätzlich wächst die Sorge, dass auch die Meerenge Bab el-Mandab im Roten Meer erneut beeinträchtigt werden könnte. Bereits 2024 hatten Angriffe der Huthi-Milizen dort zu erheblichen Störungen des internationalen Tankerverkehrs geführt.
Die widersprüchlichen Meldungen zur Entwicklung der US-iranischen Beziehungen sorgen für hohe Unsicherheit an den Rohstoffmärkten. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Ölpreise solange auf erhöhtem Niveau bleiben werden, bis mehr Klarheit über den Fortgang der Verhandlungen und die Sicherheit der Schifffahrtsrouten besteht. Gleichzeitig nimmt die Volatilität zu, da jede neue Nachricht starke Kursreaktionen auslösen kann.
Aus fundamentaler Sicht wirkt die gestiegene geopolitische Risikoprämie derzeit preisstützend. Entsprechend zeigen sich auch die Inlandspreise fester und liegen aktuell über dem Niveau zu Beginn der Woche.
Fundamental; bullish Chartanalyse; bullish