Frontmonatskontrakte für Brent und WTI überschritten zeitweise sogar die Höchststände der Vorwoche. Unterstützt wurde dieser Anstieg durch deutliche Rückgänge der US-Rohölvorräte laut API sowie durch weitere ukrainische Drohnenangriffe auf russische Öl- und Militärinfrastruktur.
Im weiteren Verlauf entspannte sich die Lage etwas. Israel und Libanon einigten sich auf die Umsetzung eines Waffenstillstands, während der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärte, dass die Kommunikationskanäle zwischen Teheran und Washington weiterhin offen seien. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass Iran seine Angriffe auf Israel wieder aufnehmen könnte, falls Israel erneut Ziele im Libanon angreifen sollte.
Im Mittelpunkt der Märkte bleibt die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Handelsrouten für den globalen Öltransport. US-Präsident Trump stellte eine rasche Wiederöffnung der Meerenge in Aussicht, sofern Iran einer Beendigung der Kampfhandlungen zustimmt. Allerdings müssten zuvor noch Sicherheitsrisiken, darunter mögliche Minen, beseitigt werden.
Trotz einer möglichen kurzfristigen Öffnung erwarten Analysten eine nur langsame Normalisierung der Öllieferungen. Der Konflikt belastet weiterhin die globalen Ölbestände. Dies zeigt auch der jüngste Bericht des US-Energieministeriums, der einen Rückgang der US-Rohölvorräte um 8 Millionen Barrel ausweist. Die gestiegenen US-Exporte kompensieren teilweise Lieferausfälle aus dem Nahen Osten. Insgesamt bleibt die Marktlage aus fundamentaler Sicht bullish, was sich bereits in steigenden Inlandspreisen widerspiegelt.
Fundamental; bullish Chartanalyse; neutral