11.06.2026
Hormus-Sperrung sorgt für neue Unsicherheit am Ölmarkt
Brent: 93.19
Gasoil: 1054.00
Dollar: 0.7991
Crude (WTI): 88.47
Rheinfracht: 34.50

Die Ölpreise bleiben aufgrund der angespannten Lage im Nahen Osten auf hohem Niveau. Auslöser ist die Aussage der iranischen Militärführung, dass die Straße von Hormus nach den jüngsten US-Angriffen vollständig gesperrt sei. Obwohl die USA und das US-Zentralkommando dies bestreiten und von einer erfolgreichen Mission zur Sicherung von Öltransporten sprechen, rechnen die Märkte erneut mit höheren Risiken für die globale Versorgung.
Zusätzlich greifen immer mehr Staaten auf ihre strategischen Ölreserven zurück, um die Folgen der Angebotsausfälle abzufedern. Die USA haben ihre Reserven in den vergangenen Monaten stark reduziert und könnten bald den niedrigsten Stand seit über 40 Jahren erreichen. Auch China nutzt vermehrt Lagerbestände, wodurch die Rohölimporte zurückgehen.
Die Einschätzungen der Experten gehen auseinander. Während viele Marktteilnehmer weiterhin davon ausgehen, dass kein gravierendes globales Versorgungsdefizit entstehen wird, warnen andere vor einem Wendepunkt am Ölmarkt. Sollten die Störungen in der Straße von Hormus länger andauern, könnten die Preise wieder über 100 US-Dollar pro Barrel steigen.
Mit Spannung wird nun der Monatsbericht der OPEC erwartet, auch wenn die jüngsten Entwicklungen darin vermutlich noch nicht berücksichtigt sind. Insgesamt bleibt die fundamentale Lage bullish. Trotz leichter Rückgänge von den Tageshochs deuten die aktuellen Marktbedingungen weiterhin aufsteigende Öl- und Inlandspreise hin.

Fundamental; bullish                                 Chartanalyse; bullish