Die Ölpreise bleiben unter Druck, da die Aussicht auf eine sichere Schifffahrt durch die Strasse von Hormus die Sorgen um die weltweite Ölversorgung verringert. Brent konnte sich nach dem Rückgang unter die Marke von 80 US-Dollar pro Barrel nicht nachhaltig erholen. Ausschlaggebend sind Berichte über eine Einigung zwischen dem Iran und Oman auf eine sichere Route für den internationalen Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Meerenge.
Zusätzliche Hoffnung kommt von den laufenden Gesprächen zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump betonte erneut seine Bereitschaft zu einer diplomatischen Lösung. Analysten erwarten, dass ein erfolgreiches Abkommen die Ölpreise auf rund 70 US-Dollar pro Barrel drücken könnte.
Trotz dieser positiven Signale bleibt die Lage angespannt. Sowohl in der Strasse von Hormus als auch im Roten Meer wurden erneut Tanker angegriffen. Unklar ist zudem, ob die Huthi-Miliz ihre Angriffe einstellen wird. Sollte sich die Sicherheitslage jedoch nachhaltig verbessern, könnten wichtige Förderländer wie Saudi-Arabien, Irak und Kuwait ihre Produktion weiter erhöhen und so das globale Angebot ausweiten.
Insgesamt überwiegt derzeit die Hoffnung auf eine Entspannung der Lage. Entsprechend notieren die Ölfutures am Morgen erneut im Minus. Auch bei den Inlandspreisen wird im Vergleich zum Vortag weiteres Abwärtspotenzial erwartet.
Fundamental: neutral bis bearish Chartanalyse: neutral