19.08.2026
Ölpreise bleiben hoch: Keine Lösung im USA-Iran-Konflikt in Sicht
Brent: 91.63
Gasoil: 1307.25
Dollar: 0.8111
Crude (WTI): 85.61
Rheinfracht: 230.0

Im Konflikt zwischen den USA und Iran zeichnet sich weiterhin keine Lösung ab. Die festgefahrenen Verhandlungen und die faktische Stilllegung der Strasse von Hormus belasten die weltweite Ölversorgung. Zwar nimmt die Unsicherheit etwas ab, wodurch auch die starken Preisschwankungen nachlassen könnten, eine nachhaltige Entspannung am Ölmarkt ist jedoch nicht zu erwarten.
Die Länder der Region versuchen zwar, ihre Exportrouten zu diversifizieren, bleiben aber weiterhin stark von der Strasse von Hormus abhängig. Solange Rohöl und Treibstoffe aus der Region nicht ungehindert exportiert werden können, dürfte das Angebot knapp bleiben und die Ölpreise auf hohem Niveau halten.
Analysten warnen zudem vor weiteren Angebotsunterbrechungen durch neue Angriffe im Nahen Osten. Der Markt könnte sich deshalb weniger auf einzelne Schlagzeilen und stärker auf die tatsächliche physische Versorgung konzentrieren. Täglich fehlen weiterhin mehrere Millionen Barrel Öl auf dem Weltmarkt.
Dadurch verlieren klassische Marktdaten wie die US-Rohölbestände vorübergehend an Bedeutung. Entscheidend bleibt, wie sich der Konflikt und der Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus entwickeln.
Insgesamt bleibt die fundamentale Einschätzung leicht bullish. Für die Inlandspreise zeichnen sich gegenüber dem Vortag moderate Preissteigerungen ab.

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral bis bullish