03.07.2026
Ölmarkt bleibt trotz leichter Erholung unter Druck
Brent: 72.34
Gasoil: 932.50
Dollar: 0.8019
Crude (WTI): 69.10
Rheinfracht: 68.00

Die Ölpreise legten vor dem verlängerten Feiertagswochenende in den USA leicht zu, bleiben insgesamt jedoch unter Druck. Grund dafür sind die anhaltenden diplomatischen Bemühungen zwischen den USA und dem Iran sowie die zunehmende Erholung der Ölversorgung im Persischen Golf. Brent und WTI waren zuvor auf den tiefsten Stand seit Beginn des Konflikts Ende Februar gefallen, wobei sich die Wochenveränderungen insgesamt nur gering ausfielen.
Ein wichtiges Signal liefert der Wechsel der Marktstruktur bei Brent von Backwardation zu Contango. Dies deutet darauf hin, dass die Sorgen um eine knappe Ölversorgung nachlassen. Gleichzeitig konnten mehrere Golfstaaten ihre Ölproduktion und Exporte schneller als erwartet steigern.
Analysten der Citigroup erwarten, dass sich die Fundamentaldaten wieder stärker durchsetzen und der Brent-Preis bis Ende Jahr auf 60 bis 65 Dollar pro Barrel sinken könnte. Dennoch bleibt Vorsicht geboten, da die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran weiterhin unsicher sind. Streitpunkte wie die Kontrolle der Strasse von Hormus und mögliche Transitgebühren sind noch nicht gelöst.
Aufgrund des verkürzten Handels vor dem US-Feiertag dürfte das Handelsvolumen gering bleiben, wodurch stärkere Kursschwankungen möglich sind. Insgesamt bleibt die fundamentale Einschätzung leicht bearish, während sich die Inlandspreise vorerst ohne klare Richtung entwickeln.

Fundamental; neutral bis bearish                Chartanalyse; neutral bis bearish