18.08.2026
Ölpreise steigen erneut: Iran-Konflikt und US-Tanklagerbrand verschärfen die Versorgungssorgen.
Brent: 91.30
Gasoil: 1301.50
Dollar: 0.8115
Crude (WTI): 85.09
Rheinfracht: 260.00

Die Ölpreise steigen am Dienstagmorgen erneut. Brent notiert wieder über 90 US-Dollar, WTI über 85 US-Dollar. Hauptgrund ist die schwindende Hoffnung auf eine schnelle Beendigung des Iran-Kriegs. Besonders die angespannte Lage in der Straße von Hormus und zunehmende Angriffe auf Schiffe erhöhen das Risiko für die weltweite Ölversorgung. Auch die Drohungen der USA gegenüber Oman sowie mögliche iranische Pläne, die Seeblockade militärisch zu durchbrechen, verstärken die geopolitischen Risikoprämien.

US-Präsident Donald Trump erklärte, dass er keine Verlängerung des Rahmenabkommens mit Iran anstrebe. Stattdessen setzt Washington offenbar auf wirtschaftlichen Druck und eine Seeblockade. Laut DBS-Energieexperte Suvro Sarkar könnten die Ölpreise deshalb vorerst zwischen 80 und 100 Dollar schwanken. Die Unsicherheit dürfte auch im vierten Quartal und darüber hinaus die Preiserwartungen beeinflussen.

Entlastung könnte die Wiederaufnahme des Betriebs des Schwarzmeerterminals des Caspian Pipeline Consortium bringen. Dort wird vor allem kasachisches Rohöl exportiert. Allerdings bleibt offen, wie stabil der Betrieb sein wird.

Zusätzlichen Aufwärtsdruck erzeugt ein Brand in einem wichtigen US-Kraftstofftanklager, das mit dem Explorer-Pipeline-System verbunden ist. Dadurch könnte sich die regionale Versorgung mit Kraftstoffen kurzfristig verschärfen.

Die kommenden API- und DOE-Berichte werden die Auswirkungen des Brandes noch nicht vollständig zeigen. Insgesamt bleibt der Ölmarkt angespannt, während die Inlandspreise kurzfristig weiter steigen könnten.

 

Fundamental: neutral bis bullish             Chartanalyse: neutral bis bullish