12.10.2022
Das Wechselspiel zwischen Angebotsverknappung und Rezessions- bzw. Nachfragesorgen setzt sich weiter fort und in dieser Woche steht wieder die Nachfrageentwicklung in China sowie die grundsätzliche Angst vor einer Rezession im Vordergrund.
Brent: 94.67
Gasoil: 1197.00
Dollar: .9947
Crude (WTI): 89.50
Rheinfracht: 50.00

Das Wechselspiel zwischen Angebotsverknappung und Rezessions- bzw. Nachfragesorgen setzt sich weiter fort und in dieser Woche steht wieder die Nachfrageentwicklung in China sowie die grundsätzliche Angst vor einer Rezession im Vordergrund.
Belastet wurden die Ölfutures in den letzten Tagen zudem auch wieder vom starken Dollar, der Rohstoffe wie Öl, die in Dollar gehandelt, werden, für Anleger aus anderen Währungsräumen teurer macht.
Für zusätzliche Hinweise und Richtungsimpulse könnten in dieser Woche zudem noch die drei großen Ölmarktberichte von OPEC, IEA und EIA sorgen. Die Ölmarktberichte werden die Aufmerksamkeit des Marktes wahrscheinlich noch stärker auf die sich abschwächenden Nachfrageaussichten lenken. Vor dem Hintergrund einer globalen Rezession und einer rückläufigen Ölnachfrage ist es für den Ölmarkt in der Regel schwierig, eine nachhaltige Preiserholung zu erzielen.
Neben dem OPEC- und dem EIA-Bericht stehen heute Abend zudem noch die API-Ölbestandsdaten aus den USA auf dem Programm. Ob sie allerdings im Lichte der zahlreichen anderen starken fundamentalen Faktoren, die den Ölmarkt aktuell beschäftigen, hohe Durchschlagskraft haben werden, ist fraglich.
Insgesamt dominieren mit neuen Lockdowns in China und einer grundsätzlich höchst unsicheren globalen Wirtschaftslage zur Mitte der Woche wieder die fundamental bearishen Faktoren das Geschehen am Ölmarkt. Bei den Preisen ergeben sich noch Preisaufschläge.

Fundamental; neutral bis bearish      Chartanalyse; bearish