07.04.2026
Iran-Konflikt treibt Ölpreise weiter nach oben – Brent über 110, WTI über 115 Dollar
Brent: 111.23
Gasoil: 1545.75
Dollar: 0.7985
Crude (WTI): 114.85
Rheinfracht: 32.00

Der Iran-Konflikt bleibt zu Wochenbeginn der zentrale Treiber an den Ölmärkten. Nachdem Hoffnungen auf einen schnellen Waffenstillstand zwischen den USA und Iran zuletzt deutlich gedämpft wurden, ziehen die Ölpreise erneut an. Die Futures für Brent notieren wieder über 110 US-Dollar je Barrel, während WTI bereits die Marke von 115 US-Dollar überschritten hat. Hauptgrund ist die Unsicherheit über die weitere Entwicklung rund um die strategisch wichtige Straße von Hormus.

Ein US-Vorschlag für einen Waffenstillstand, der über Pakistan an Iran übermittelt wurde, führte bislang zu keiner Einigung. Teheran fordert unter anderem die Aufhebung von Sanktionen sowie Sicherheitsgarantien für den Schiffsverkehr. Die USA lehnen weitere Fristverlängerungen ab und drohen mit militärischer Eskalation. Marktteilnehmer rechnen daher kurzfristig mit hoher Volatilität. Im Eskalationsfall könnten die Preise auf bis zu 120 US-Dollar steigen, während bei einer Entspannung eine Stabilisierung zwischen 95 und 110 US-Dollar erwartet wird.

Die angekündigte Förderausweitung der OPEC+ um 206.000 Barrel pro Tag im Mai hat derzeit kaum preisdämpfende Wirkung. Grund dafür sind die eingeschränkten Transportkapazitäten, insbesondere durch mögliche Blockaden der Straße von Hormus. Alternative Routen reichen nicht aus, um größere Mengen auszugleichen. Zusätzlich besteht das Risiko von Schäden an Förderanlagen im Persischen Golf.

Kurzfristig richten sich die Blicke auf neue Marktdaten, insbesondere Berichte der US-Energiebehörden. Steigende Nachfrage bei gleichzeitig schwächerer US-Produktion sorgt aktuell für zusätzlichen Preisdruck nach oben.

 

Fundamental; bullish                                                         Chartanalyse; neutral