12.03.2026
Ölpreise springen erneut – Iran-Angriffe überlagern Freigabe strategischer Reserven
Brent: 96.60
Gasoil: 1177.25
Dollar: 0.7821
Crude (WTI): 90.80
Rheinfracht: 26.00

Die Ölpreise haben erneut deutlich zugelegt, nachdem der Iran seine Angriffe auf Öl- und Transportinfrastruktur im Nahen Osten ausgeweitet hat. Trotz der beschlossenen Rekordfreigabe aus strategischen Ölreserven wächst am Markt die Sorge vor einer weiteren Eskalation des Konflikts und anhaltenden Störungen im globalen Ölhandel.
Die Sicherheitslage im Persischen Golf verschlechtert sich zunehmend. Oman ordnete inzwischen die Evakuierung seines wichtigsten Ölhafens an, der zuletzt noch zu den wenigen funktionierenden Exportpunkten der Region gehörte. Solange die Straße von Hormus blockiert bleibt, erwarten Marktbeobachter keine Entspannung bei den Öltransporten. Über diese Route werden normalerweise rund 20 Mio. Barrel Öl pro Tag transportiert.
Die Mitglieder der International Energy Agency haben daher beschlossen, bis zu 400 Mio. Barrel aus strategischen Reserven freizugeben. Den größten Anteil liefern die USA mit 172 Mio. Barrel. Dennoch zweifeln viele Analysten daran, dass diese Mengen die aktuellen Ausfälle ausgleichen können, die bereits auf etwa 6 Mio. Barrel täglich geschätzt werden.
Experten sehen die Reservenfreigabe daher eher als kurzfristige Entlastung. Solange die Blockade der Straße von Hormus anhält und die Angriffe im Golfgebiet weitergehen, bleibt der Ölmarkt angespannt. Die fundamentale Markteinschätzung bleibt somit bullish, was sich auch in deutlichen Preisaufschlägen bei den Inlandspreisen widerspiegelt – bei gleichzeitig weiterhin sehr hoher Volatilität.

 Fundamental; bullish                                                         Chartanalyse; neutral bis bullish