Die Ölpreise setzen zur Wochenmitte ihren Aufwärtstrend fort. Auslöser sind die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten, nachdem Iran Raketen auf Kuwait und Bahrain abgefeuert hat. Gleichzeitig kommen die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran kaum voran, während Israels Militäraktionen im Libanon die ohnehin fragile Lage zusätzlich verschärfen.
Im Mittelpunkt steht weiterhin die Unsicherheit über die Zukunft der Straße von Hormus. Während viele Marktteilnehmer vor einigen Wochen noch auf eine baldige Einigung und eine Normalisierung der Öltransporte gesetzt hatten, wachsen nun die Sorgen über längerfristige Exportausfälle. Dies erhöht die Abhängigkeit von den globalen Ölreserven.
Die International Energy Agency warnt, dass die weltweiten Ölbestände vor der Sommerperiode auf kritische Niveaus sinken könnten, wenn die aktuellen Lagerabbauten anhalten. Experten sehen deshalb weiterhin erhebliche Aufwärtsrisiken für die Ölpreise. Besonders im dritten Quartal könnte die saisonal höhere Nachfrage auf ein knappes Angebot treffen.
Zusätzliche Aufmerksamkeit gilt den US-Lagerdaten des United States Department of Energy. In den vergangenen Wochen hatten die Berichte eine angespannte Versorgungslage signalisiert. Sollten die Daten überraschend höhere Benzinbestände zeigen, könnte dies kurzfristig für Entlastung sorgen. Insgesamt überwiegen jedoch die bullischen Faktoren.
Die fundamentale Markteinschätzung bleibt daher klar bullish. Die Kombination aus geopolitischen Risiken, stockenden Verhandlungen und sinkenden Lagerbeständen stützt die Preise und sorgt auch bei den Inlandspreisen für deutliche Aufschläge gegenüber dem Vortag.
Fundamental; bullish Chartanalyse; bullish