Nach dem stärksten Tagesanstieg seit Oktober stabilisieren sich die Rohölpreise auf hohem Niveau. Haupttreiber bleibt die angespannte Lage zwischen den USA und dem Iran. Obwohl die Gespräche zwischen Washington und Teheran fortgesetzt werden sollen, nehmen gleichzeitig die militärischen Aktivitäten auf beiden Seiten zu.
Berichten zufolge bereiten sich die USA auf mögliche militärische Maßnahmen vor, die sich über mehrere Wochen erstrecken könnten. Auch Israel drängt offenbar auf ein härteres Vorgehen. Die bisherigen Verhandlungen über das iranische Atomprogramm brachten keine konkreten Ergebnisse. Zwar sprach Teheran von einer „grundsätzlichen Einigung“, ein neuer Vorschlag soll jedoch erst in zwei Wochen vorgelegt werden.
Marktexperten warnen, dass ein Scheitern zentraler Streitpunkte das Risiko einer militärischen Eskalation erhöht. Besonders im Fokus steht erneut die Straße von Hormus, über die rund 20 Prozent des weltweiten Ölverbrauchs transportiert werden. Eine Störung des Schiffsverkehrs hätte direkte Auswirkungen auf das globale Angebot.
Die Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland endeten ebenfalls ohne Durchbruch. Zusätzlich warten die Marktteilnehmer auf die verzögert erscheinenden DOE-Bestandsdaten. Insgesamt dominiert aufgrund der hohen Unsicherheit im Nahen Osten eine deutliche Risikoprämie, die die Preise weiter stützt und auch im Inland spürbare Aufschläge verursacht.
Fundamental; neutral Chartanalyse; neutral bis bullish