Die Ölpreise sind erneut gestiegen, nachdem die USA als Reaktion auf Tankerangriffe in der Strasse von Hormus militärische Ziele im Iran angegriffen haben. Dabei wurden laut US-Angaben über 80 Ziele getroffen. Der Iran kündigte Vergeltungsmassnahmen an, während die USA gleichzeitig eine Sanktionsausnahme für iranische Ölexporte aufhoben. Damit gerät das vorläufige Friedensabkommen zwischen beiden Staaten zunehmend unter Druck.
Die erneute Eskalation verstärkt die Sorgen über die Sicherheit der Strasse von Hormus, durch die vor dem Konflikt rund 20 % des weltweiten Ölhandels abgewickelt wurden. Zusätzlich weist der Iran Schiffe auf neue Routen entlang seiner Küste um, während die USA weiterhin auf eine freie Durchfahrt bestehen. Die Kontrolle über die Meerenge bleibt damit einer der zentralen Streitpunkte.
Analysten warnen, dass eine erneute Blockade oder weitere Angriffe auf die Ölinfrastruktur die erwartete Erholung des Ölangebots verzögern könnten. Dadurch müssten Prognosen über ein zukünftiges Überangebot am Ölmarkt möglicherweise angepasst werden. Andere Experten gehen hingegen davon aus, dass der Preisanstieg nur vorübergehend sein wird, sofern sich die Lage nicht weiter verschärft.
Insgesamt wird die fundamentale Marktlage wieder als bullish eingeschätzt. Entsprechend steigen die Inlandspreise, auch wenn sich am Morgen erste leichte Preisrückgänge abzeichnen.
Fundamental; bullish Chartanalyse; bullish