Nach der Veröffentlichung der Monatsberichte von Energy Information Administration (EIA), Organization of the Petroleum Exporting Countries (OPEC) und International Energy Agency (IEA) richtet sich der Blick der Märkte wieder auf geopolitische Entwicklungen. In Genf werden am Dienstag sowohl die indirekten Atomgespräche zwischen den USA und Iran als auch trilaterale Verhandlungen zwischen der Ukraine, Russland und den USA fortgesetzt. Analysten bezweifeln jedoch substanzielle Fortschritte. Sowohl im Atomstreit als auch bei den Gesprächen über ein mögliches Friedensabkommen für die Ukraine gelten die Positionen als verhärtet. Insbesondere die Territorialfrage rund um den Donbas sowie Sicherheitsgarantien für Kiew bleiben strittig.
Ausbleibende Fortschritte könnten zur Wochenmitte die geopolitische Risikoprämie erhöhen und damit die Ölpreise an Intercontinental Exchange (ICE) und New York Mercantile Exchange (NYMEX) bewegen. Der Wochenstart verläuft dagegen ruhig: In den USA bremst der Feiertag Presidents’ Day den Handel, in China bleiben die Börsen wegen des Mondneujahrs geschlossen.
Zudem verdichten sich Hinweise, dass acht OPEC+-Staaten ihre freiwilligen Zusatzkürzungen ab April schrittweise zurückführen könnten. Eine Entscheidung wird Anfang März erwartet. Aktuell notieren die Ölfutures nahe dem Freitagsniveau, mit leichtem Abschlag bei Gasoil und moderatem Preissenkungspotenzial im Inland.
Fundamental; neutral bis bearish Chartanalyse; neutral