23.04.2026
Die Rohölpreise zogen zur Wochenmitte wieder an, obwohl die Waffenruhe zwischen den USA und Iran verlängert wurde. Brent stieg erneut über 100 Dollar je Barrel.
Brent: 102.79
Gasoil: 1'201.00
Dollar: 0.7851
Crude (WTI): 93.85
Rheinfracht: 31.00

Die Rohölpreise zogen zur Wochenmitte wieder an, obwohl die Waffenruhe zwischen den USA und Iran verlängert wurde. Brent stieg erneut über 100 Dollar je Barrel. Hintergrund sind die verhärteten Fronten und die weiterhin eingeschränkte Befahrbarkeit der Strasse von Hormus, die das Angebot belastet.
„Der ausbleibende Fortschritt bei den Gesprächen lässt Hoffnungen auf eine Lösung schwinden“, erklärt Warren Patterson von ING. Der Markt spiegle zunehmend reale Versorgungsengpässe wider und werde weniger auf bloße Schlagzeilen reagieren. Auch Signale aus Iran sorgen kaum für Entspannung. Präsident Masud Peseschkian betonte zwar Dialogbereitschaft, kritisierte jedoch gleichzeitig Vertragsbrüche, Blockaden und Drohungen als zentrale Hindernisse für echte Verhandlungen.
Dennis Kissler von BOK Financial sieht deshalb weiterhin Aufwärtsdruck bei den Preisen: Solange kein Öl durch die Meerenge fließt, sei ein weiterer Anstieg wahrscheinlich.
Während Lieferungen aus dem Nahen Osten niedrig bleiben, könnten US-Ölexporte neue Höchststände erreichen. Trotz eines leichten Rückgangs zuletzt lagen die Ausfuhren zuvor über 5 Mio. Barrel pro Tag.
Am Donnerstag richten sich die Blicke neben der geopolitischen Lage auch auf Konjunkturdaten aus den USA und dem Euroraum, die die Nachfrageerwartungen beeinflussen.

Fundamental; neutral bis bullish                             Chartanalyse; neutral bis bullish