Die Ölpreise zeigten am Dienstag eine ausgeprägte Volatilität, getrieben vor allem durch geopolitische Entwicklungen rund um den Iran. Berichte über eine mehrstündige Sperrung der Strasse von Hormus liessen die Notierungen zunächst deutlich steigen. Die Meerenge gilt mit rund 21 Mio. Barrel täglichem Transit als zentrale Schlüsselroute des globalen Ölhandels. Bereits kurzfristige Störungen schüren Sorgen über Angebotsrisiken.
Im weiteren Handelsverlauf sorgten jedoch als „konstruktiv“ bezeichnete, wenn auch indirekte Gespräche zwischen den USA und dem Iran in Genf für einen Preisrueckgang. Marktbeobachter verweisen allerdings darauf, dass eine nachhaltige Einigung weiterhin unsicher sei und die Märkte entsprechend vorsichtig bleiben. Eine mögliche Eskalation bis hin zu einem US-Militaerschlag bleibt ein Risikoszenario, auch wenn eine offizielle Blockade der Strasse von Hormus derzeit als unwahrscheinlich gilt. Militaeruebungen koennten dennoch fuer bullishe Impulse sorgen.
Zu den Ukraine-Gespraechen in Genf liegen bislang keine konkreten Ergebnisse vor. Neben geopolitischen Faktoren ruecken nun auch Fundamentaldaten in den Fokus: Die API-Bestandsdaten werden feiertagsbedingt heute veroeffentlicht, der DOE-Bericht folgt am Donnerstag. Analysten erwarten einen Anstieg der US-Rohoelvorraete um 2,3 Mio. Barrel bei gleichzeitig sinkenden Produktbestaenden. Aktuell notieren die Futures klar ueber den Vortagestiefs, waehrend bei Inlandspreisen rechnerisch noch Abschlagspotenzial besteht.
Fundamental; neutral bis bearish Chartanalyse; neutral