Die Ölpreise an ICE und NYMEX haben ihren jüngsten Anstieg vorerst unterbrochen, nachdem Donald Trump das Ultimatum an den Iran bis zum 6. April verlängert hat. Dadurch erhalten diplomatische Bemühungen mehr Zeit, was die Märkte kurzfristig beruhigt. Trotz der aktuellen Schwäche steuern die Notierungen auf einen deutlichen Wochenrückgang zu, während auf Monatssicht ein historisch starker Preisanstieg bestehen bleibt.
Der Iran hatte zuvor signalisiert, auf eine Antwort der USA zu warten, nachdem ein amerikanischer 15-Punkte-Plan abgelehnt und eigene Forderungen gestellt wurden. Dazu gehört unter anderem die Anerkennung der iranischen Kontrolle über die Straße von Hormus – eine zentrale Bedingung mit grosser Bedeutung für den globalen Ölhandel.
Zwar wurden erste kleine Fortschritte gemeldet, etwa die Passage einzelner Tanker durch die Meerenge, doch die Skepsis am Markt überwiegt. Experten betonen, dass nicht einzelne Schlagzeilen, sondern die Dauer und Intensität des Konflikts entscheidend für die Preisentwicklung sind. Mit bereits mehreren Millionen Barrel pro Tag ausgefallener Produktion bleibt die geopolitische Risikoprämie hoch.
Insgesamt bleibt die fundamentale Einschätzung neutral bis leicht bullish. Trotz vorsichtiger diplomatischer Signale ist ein nachhaltiger Durchbruch nicht in Sicht. Entsprechend ziehen auch die Inlandspreise wieder an, und es ist kurzfristig mit weiteren Aufschlägen zu rechnen.
Fundamental; neutral bis bullish Chartanalyse; neutral bis bullish