01.10.2026
Ölpreise unter Druck: Erholte Exporte und Hoffnung auf diplomatische Lösung belasten den Markt.
Brent: 96.99
Gasoil: 1447.75
Dollar: 0.8364
Crude (WTI): 89.24
Rheinfracht: 285.00

Der Ölmarkt bleibt von starken Schwankungen geprägt. Nach den Kursgewinnen vom Mittwoch geben die Ölpreise heute wieder nach. Grund dafür sind vor allem Hinweise auf eine Erholung der Exporte aus der Golfregion sowie neue diplomatische Annäherungsversuche zwischen den USA und dem Iran.

Der Dezember-Kontrakt für Brent fiel wieder unter 97 US-Dollar je Barrel, nachdem er am Vortag knapp 2 Prozent gewonnen hatte. Der ausgelaufene November-Kontrakt hatte zuvor noch über 100 US-Dollar notiert. WTI liegt aktuell knapp unter 90 US-Dollar.

Marktanalysten sehen kurzfristig weiterhin Abwärtsrisiken. Steigende Lieferungen aus der Golfregion, wieder aufgenommene saudische Exporte über Yanbu und wachsende US-Ölbestände erhöhen das Angebot und reduzieren den Preisdruck. Gleichzeitig könnten Fortschritte bei den Gesprächen zwischen Washington und Teheran die geopolitische Risikoprämie senken. Ein konkreter Durchbruch ist jedoch weiterhin unsicher.

Auch die zunehmenden Transportmengen durch die Straße von Hormus deuten auf eine Entspannung der Versorgungslage hin. Nach Schätzungen von Goldman Sachs wurden zuletzt rund 23 Millionen Barrel Öl pro Tag aus dem Nahen Osten exportiert. Damit liegen die Mengen ungefähr auf dem Vorjahresniveau.

Trotz der verbesserten Versorgung bleibt der Markt anfällig für neue Störungen. Angriffe auf Handelsschiffe, Pipelines und die unsichere Sicherheitslage erschweren eine verlässliche Erfassung der tatsächlichen Exportmengen. Deshalb dürfte der Ölmarkt weiterhin volatil bleiben.

Für Verbraucher bleiben die Inlandspreise vergleichsweise hoch, auch wenn sich erste Abschläge zeigen.

 

Fundamental: neutral                    Chartanalyse: neutral